Powered by Invision Board
 Willkommen Gast ( Einloggen | Registrieren )

Portal | Board | TV | Kalender | Suche | Mitglieder | Regeln | Impressum | Datenschutzerklärung | Hilfe

Seiten: (111) « Erste ... 109 110 [111]  ( Zum ersten neuen Beitrag ) Antworten | Neues Thema |
Alles zur Bayerischen Oberlandbahn, war: Zukunft der|vielleicht bald u Strom [Zur Themenübersicht]
« Älteres Thema | Neueres Thema » Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 15 Jul 2018, 19:27


Haudegen


Status: Mitglied
Mitglied seit: 17 May 14
Beiträge: 647




QUOTE (Metropolenbahner @ 15 Jul 2018, 20:06)
Wieso war das zynisch? Du scheinst Du Realität nicht zu kennen. Die Wartesääle an allen kleinen Bahnhöfen wurden auf dem Land seit der Privatisierung geschlossen, da die an irgendeinen Investor in Übersee verhökert wurden. Jetzt müssen die Fahrgäste in der Kälte auf den Zug warten, selbst dann wenn noch ein Fdl im beheizten Bahnhofsgebäude drin sitzen sollte. Das kannst Du zynisch nennen, aber dazu musst Du Dich bei der DB AG beschweren, nicht bei mir.

Fakt ist: Wer im Winter zum Landbahnhof läuft, braucht entsprechende Kleidung, denn leider sind wir in der Tat nicht mehr im Jahr 1950, als es noch warme Wartesääle gab ...


Wärst du bereit die Mehrkosten und Verluste aufgrund der flächendeckenden Vorhaltung von Aufenthaltsräumen usw. zu bezahlen? Das würde fraglos deutlich mehr kosten.

Das ist aber ein politisches Versagen, denn die ganzen Grundstücke und Empfangsgebäude hätten ins Eigentum des BEV gehen müssen und nicht zur DB, dazu hätten Gemeinden ein Vorkaufsrecht haben müssen zu vernünftigen Preisen.

    
     Link zum BeitragTop
Metropolenbahner
  Geschrieben am: 15 Jul 2018, 19:39


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 Oct 13
Beiträge: 2164




QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 15 Jul 2018, 20:27)
Wärst du bereit die Mehrkosten und Verluste aufgrund der flächendeckenden Vorhaltung von Aufenthaltsräumen usw. zu bezahlen? Das würde fraglos deutlich mehr kosten.

Sicher, ändert aber nichts. Das sind eben die aktuellen Randbedingungen unter der man die Diskussion führen muss. Keiner steht im Dezember im Bikini an der Bahnsteigkante und ggü. nem zugigen Bahnsteig plus Schneetreiben ist ein 100% windgeschützter ET schon mal ne deutliche Verbesserung, v.a. sollte der auch noch ne gewisse Restwärme vom Aufheizen am Startbahnhof haben.

QUOTE

Das ist aber ein politisches Versagen, denn die ganzen Grundstücke und Empfangsgebäude hätten ins Eigentum des BEV gehen müssen und nicht zur DB, dazu hätten Gemeinden ein Vorkaufsrecht haben müssen zu vernünftigen Preisen.

Da stimme ich Dir gerne zu, aber jetzt ist`s halt so, wie es ist. sad.gif

Bearbeitet von Metropolenbahner am 15 Jul 2018, 19:39
    
     Link zum BeitragTop
Michi Greger
  Geschrieben am: 16 Jul 2018, 10:16


Lebende Forenlegende


Status: Moderator
Mitglied seit: 6 Sep 02
Beiträge: 4173
Chat: MichiG 

Alter: 32
Wohnort: dahoam


QUOTE (Hot Doc @ 12 Jul 2018, 17:10)

Ladestationen für Akkus (ob im LKW oder im Bahnbereich) sind kein großes Problem.

Verallgemeinerungen sind ein Problem. Auch das Ladegerät für mein Handy ist eine "Ladestation für Akku", und ja, das läuft an jeder Steckdose. Aber um große Traktionsakkus zu laden, und zwar vor allem in kurzer Zeit, wie es hier die Anforderung ist, brauchts doch etwas mehr.
(Nebenbei: Wie hat man das eigentlich vor 30 Jahren mit den ladestationen für die ETA gemacht? Die werden ja auch nicht wenig Leistung gehabt haben?)
QUOTE
Da der Akku den Ladestrom stark begrenzt, sollte seiner Aussage nach in Bayern so gut wie überall eine Ladestation aus dem normalen Stromnetz möglich sein. (Zugegeben, diese Einschätzung erfolgte aus dem Bauch raus, basiert aber auf einem massiven Hintergrundwissen.)

Das ist halt leider wieder Kategorie "Das E-Auto kann man an jeder Straßenlaterne laden, weil jede Straßenlaterne hat ja schon ein Stromkabel."
QUOTE
Das ist natürlich korrekt, es gibt nicht DEN Industieanschluss. Aber ich wollte klar machen, dass es den "bekannten" "haushaltsüblichen" Starkstromanschluss gibt, der durchaus schon ausreichen dürfte um so einen Zug am Leben zu halten und auch den Ladezustand zu stabilisieren. Und es gibt darüber hinaus Industrieanschlüsse. Diese (sicher gibts hier auch Kategorien, die ich aber nicht kenne) können theoretisch auch alle zukünftigen Hybridzüge der BOB gleichzeitig über Nacht aufladen.

Was ist denn so haushaltsüblich? Ich hab hier in meinem Umfeld Haushalte, die komplett auf einer(!) 20A-Sicherung (einphasig) hängen, bis hin zu Haushalten, die 3*100A NH im Hausanschlusskasten haben.
Umgekehrt in der Industrie ebenso, vom Industriebetrieb mit eigener Trafostation aus der 110kV-Ebene bis runter zur kleinen Werkhalle mit 16A-Absicherung gibts alles.

Aber um mal konkret zu werden, das größte was mir jetzt so als normal handhabbarer Anschluß einfällt, wäre ein 125A-CEE-Stecker. Damit bekäme man immerhin schon mal gute 86kW Leistung übertragen; das sollte für Vorheizen/Vorkühlen eines abgestellten Zuges dicke langen, und sicher kann man auch den Akku damit gut und schnell laden. Wenn denn das Ortsnetz den Anschluß hergibt...
QUOTE
Aber natürlich ist der maximale Strom von den örtlichen Gegebenheiten abhängig.

...denn auch dafür hab ich persönlich ein schönes Beispiel; Hausanschluß soll von 3*25A auf 3*40A (oder besser 3*63 falls doch noch ein Mehrfamilienhaus draus wird...) erhöht werden, Versorger lehnt jede Erhöhung ab, Grund: Leitung in der Straße und MS-Trafostation, die den Ortsteil versorgen, wären bereits über alle Maßen ausgereizt und belastet. Genauso ergeht es anderen Nachbarn. Und das scheint nicht unüblich zu sein, ich glaube, Boris kann auch eine schöne Geschichte von bis zum Anschlag belasteten Leitungen im Straßenzug erzählen.
QUOTE
Nich abhängig sind die Kosten und der Aufwand für einen Umformer. Die gibt/gab es fahrbar immer wieder mal gebraucht von der Bahn oder man baut neue stationäre, die man dann später bei einer Elektrifizierung auch gut gebrauchen und nutzen kann.

Was wollt ihr eigentlich mit dem fahrbaren Umformer? Das hab ich schon vorhin nicht verstanden. Hinten dran hängen und mitnehmen?
QUOTE
Oder eben man zapft die Bahnstromleitung vom Walchenseekraftwerk an. Auch das eine Vorleistung für die Elektrifizierung.

Das halte ich für das sinnvollste, eben weil es diese Leitung eh brauchen wird.
QUOTE
Mir geht es darum, ob es irgendwelche technischen, finanziellen oder sachlichen Gründe gibt, warum so ein Betrieb nicht funktionieren soll.

Es sind eigentlich immer finanzielle Gründe.

Gruß Michi

--------------------
Achtung! Entladezeit länger als 1 Minute!
    
     Link zum BeitragTop
Hot Doc
  Geschrieben am: 16 Jul 2018, 13:12


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 29 Sep 07
Beiträge: 5473




QUOTE (Michi Greger @ 16 Jul 2018, 11:16)
QUOTE (Hot Doc @ 12 Jul 2018, 17:10)

Ladestationen für Akkus (ob im LKW oder im Bahnbereich) sind kein großes Problem.

Verallgemeinerungen sind ein Problem.
(Nebenbei: Wie hat man das eigentlich vor 30 Jahren mit den ladestationen für die ETA gemacht? Die werden ja auch nicht wenig Leistung gehabt haben?)

Verkürzungen auch. Mit ging es hier grundsätzlich um die technische Machbarkeit und dann sekundär darum, dass EIN Zug geladen werden muss und nicht mehrere, was ein deutlich größeres Problem darstellte. Natürlich gibt es Stellen im Stromnetz an denen eine Mehrbelastung mehr ausmacht, als an anderen. Und gerade in Städten mit teilweise alten Leitungen, die auf ganz andere Leistungen ausgelegt sind, kann das knapp werden und vor allem der Austausch sehr aufwändig, weil man alle Hausanschlüsse neu legen muss für EINEN der etwas ändern will.

Braucht man die Leistung nur am Bahnhof, legt man dorthin eine Leitung ohne Abzweige etc., wenn der aktuelle Anschluss nicht ausreicht.

QUOTE
Das ist halt leider wieder Kategorie "Das E-Auto kann man an jeder Straßenlaterne laden, weil jede Straßenlaterne hat ja schon ein Stromkabel."
Wenn das einer hier im Forum schreibt, dann geb ich dir recht. Wenn das ein Anwärter auf eine Professur im Bereich Energie- und Speichertechnik (der nochdazu sehr bahnaffin ist) nach etwas Überlegen und Durchdiskutieren von diversen Standorten von Wasserkraftwerken etc. im örltichen Zusammenhang zu nicht elektrifizierten Bahnstrecken sagt, dann hat das eine andere Kategorie - zumindest für mich.

QUOTE
Aber um mal konkret zu werden, das größte was mir jetzt so als normal handhabbarer Anschluß einfällt, wäre ein 125A-CEE-Stecker. Damit bekäme man immerhin schon mal gute 86kW Leistung übertragen; das sollte für Vorheizen/Vorkühlen eines abgestellten Zuges dicke langen, und sicher kann man auch den Akku damit gut und schnell laden. Wenn denn das Ortsnetz den Anschluß hergibt...
Das ist schon mal ein Wort. Das sollte für eine Ladung über Nacht reichen, für eine Ladung an einem Wendepunkt besser als nichts, aber noch nicht wirklich berauschend bei den erwarteten Batteriekapazitäten.

Ich hab grade mal nachgeschaut, für die Wendelstein Seilbahn wird eine Antriebsleistung bei Normalbetrieb von 315kW angegeben, die Anfahrleistung sollte nochmal etwas darüber liegen. Diese Leistung wird aber nur temporär abgerufen. D.h. in der Gegend Bayrischzell (und das ist die Kraftwerksmäßig am schlechtesten ausgestattete Linie) sollte eine zeitweise Ladung mit Strömen um die 300kW kein wesentliches Problem darstellen. (Auch die Stromversorgung der Sudlfeldlift dürfte nicht allzu schwach sein.)

QUOTE
Was wollt ihr eigentlich mit dem fahrbaren Umformer? Das hab ich schon vorhin nicht verstanden. Hinten dran hängen und mitnehmen?
Nachdem einige meinen, es wäre so ein Riesenproblem geeigneten Strom nach Bayrischzell/Teegernsee/Lenggries zu bekommen oder hadelsüblichen Strom umzuformen, habe ich als Alternative (mutmaßlich) noch in DB-Besitz befindliche fahrbare Umformer aus DR-Beständen ins Spiel gebracht. Diese werden seit einigen Jahren Stück für Stück durch modernere ersetzt verkauft (daher bin ich mir aktuell nicht ganz sicher, ob es noch welche gibt) und können relativ einfach aus dem normalen Stromnetz zum Bahnnetz umformen. Da der Akkubetrieb ja nur temporär wäre, wäre das eben auch eine temporäre Lösung mit existierenden Mitteln. Und qauch der Transport wäre eben auf der Schiene kein wirkliches logistisches Problem.
Bilder und ein bisschen Geschichte zum Sy-Sy-Umformer

Grüße
    
     Link zum BeitragTop
Thema wird von 1 Benutzer gelesen (1 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:
1653 Antworten seit 5 Apr 2008, 15:25 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Seiten: (111) « Erste ... 109 110 [111] 
<< Back to Regionalverkehr
Antworten | Neues Thema |