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Wie steht ihr zum Elektroauto?, Elektromobilität und Autonomes Fahren [Zur Themenübersicht]
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 00:25


Lebende Forenlegende


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Wohnort: ja


QUOTE (Cloakmaster @ 8 Dec 2018, 00:00)
Man hat mit weniger Zylindern auch weniger bewegte Massen und Reibungsverluste. Das nutzt man ja zB mit der Zylinderabschaltung

Durch die Zylinderabschaltung verschwinden die Zylinder nicht, die laufen einfach leer mit. Bewegte Massen und Reibung bleiben gleich.

QUOTE (Cloakmaster @ 8 Dec 2018, 00:00)
Der "ideale" Motor für geringstmöglichen Verbrauch wäre nach dieser Theorie ein Einzylinder mit maxmimal großem Hubraum. Nur schafft du dir damit eben andere Probleme.

Und damit ist der Motor halt schon wieder nicht "ideal".

--------------------
"Ein rechter Scheißdreck war's. Altmodisch bis provinziell war's. Des war's."
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 00:31


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 8090




QUOTE (Rohrbacher @ 8 Dec 2018, 01:25)


Und damit ist der Motor halt schon wieder nicht "ideal".

ideal, was den Verbrauch angeht. Nur ist Verbrauch eben nicht alles.

Trotzdem hat ein leer laufender Zylinder weniger Verschließ, und auch weniger Reibverluste, als ein betriebener.
    
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Galaxy
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 06:29


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Rohrbacher @ 7 Dec 2018, 23:22)
Kauft mehr 6-Zylinder!? unsure.gif tongue.gif biggrin.gif

Korrekt. Bis zum E-Auto.

QUOTE (Cloakmaster @ 7 Dec 2018, 23:37)
Nach ein oder zwei Millionen Kilometern darf das Ding dann auch auseinander vibrieren.  Kleinere, leichtere Motoren haben auch kleinere freie Massekräfte. Wenn das Ding stabil genug ist, kann das schon so einiges an Vibrationen ab.


Das war eine Sache die im Rahmen des Diesel-Skandals herauskam die mich doch enttäuscht hat. Ich weiß nicht mehr was der Kontext war, aber VW musste damit herausrücken das die Autos auf nur 200.000km ausgelegt werden. Das finde ich schon ein wenig schwach. Die Zeiten von Ferdinand Piech und vollverzinkten Audis sind vorbei. Bei der Konkurrenz wird es nicht viel anders sein.

Mit ein paar ausnahmen. Der Toyota Land Cruiser ist auf 25 Jahre ausgelegt. Deshalb ist er auch so teuer, und generiert mit seinen 5.7 V8 "nur" 381 SAE PS. Nur nicht die Komponenten belasten.


QUOTE (Rohrbacher @ 7 Dec 2018, 23:42)
Ja, je nach Einsatz kann das der Fall sein. Gerade im Langstreckenbetrieb hab ich in die V6-Diesel immer weniger Sprit reingekippt als in die R4, zumindest dann wenn man nicht Stop and Go gefahren ist. In den 80er Jahren war der "Eta" von BMW eine auf 2,7 Liter vergrößerte Version der 2,5-Liter-Maschine mit reduzierter Drehzahl und der Leistung des 2,0-Liter-Aggregats. Damals hatte der dieselähnliche BMW-Sparbenziner den größten Hubraum und war natürlich ein 6-Zylinder. Dass heute gerne über Downsizing gespart wird, liegt auch an so Sachen wie der Hubraumsteuer und dass die bisherigen Normverbräuche bekanntlich über ein kleine Motoren begünstigendes Verfahren ermittelt wurde.


Ist nicht ungewöhnlich. Ein großer Motor der knapp übern Leerlauf vor sich hin blubbert verbraucht i.d.R. weniger als ein Motörchen welches welches vor sich hin orgelt.

QUOTE (Cloakmaster @ 8 Dec 2018, 00:00)
Man hat mit weniger Zylindern auch weniger bewegte Massen und Reibungsverluste. Das nutzt man ja zB mit der Zylinderabschaltung, welche Anfangs nur bei Mercedes V8 und V12 praktiziert wurde.


Die ersten Auto mit Zylinderabschaltung gab es 1921 von Wills Sainte Claire

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Der wagen hatte einen V8, der 4 Zylinder abschalten konnte, außerdem wurde ab 40mph der Lüfter abgekoppelt was ~4ps gespart hat. Die Autos von Wills Sainte Claire hatten in den 1920er etliche Rekorde auf Strecken wie Boston- New York, New York - Toronto aufgestellt, unter anderem weil sie sehr auf Spritsparen getrimmt waren.

Der Firmengründer, Childe Harold Wills, war in den anfängen der Ford Motor Company der Chef Entwickler. Außerdem war er derjenige der den "Ford" Schriftzug entwickelt hat der auch heute noch verwendet wird. Als er sich selbständig gemacht hat war es sein Ziel die Autos mit der besten Qualität zu bauen. Unter anderem hat er Autos, und Motor aus Molybdänstahl bauen lassen damit die nicht rosten. Im endeffekt hat er sich jedoch an seinen Qualitätsanforderungen selbst erhängt. Der anvisierte Preis für sein erstes Auto war $2000 (Buick) die ganzen Qualitätsmaßnahmen haben den Preis jedoch auf $3000 erhöht. Damit konkurrierte er mit Pierce Arrows und die großen Lincolns. Seine Autos hatten jedoch nicht die Anmutung der großen Luxuskarossen, seinen Autos fehlte die optische Präsenz und dekor Feature wie Holzintarsien. Ein Wills Sainte Claire war kein Auto mit denen man beim Country Club vor fährt und signalisiert "Hier bin ich."

Als Firmenlogo hat Wills Sainte Claire die Kanadagans benutzt. der Gründer betrachtete die kanadagans als der beste Reisende der Welt.

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Es sei erwähnt; im Jahr 2017 wurde ein unrestaurierter Wills Sainte Claire verkauft. Der Lack war fast komplett abgeblättert, aber der Wagen fuhr noch, und gerostet war er auch nicht. Das war schon bemerkenswert. Wenn ich's recht im Kopf habe ging er für etwas über $50.000 weg.


Eine Zylinderabschaltung gab es auch bei den Packard 12 Zylinder in den 1930er Jahre. Packard hat die deshalb als "Twin-Six" verkauft. Die Packards hatten noch ein weiteres feature das bei Autos vor ein paar Jahren als "innovation" angepriesen wurde. Die konnten "segeln", d.h. beim dahin rollen haben die ausgekuppelt.

QUOTE

Der "ideale" Motor für geringstmöglichen Verbrauch wäre nach dieser Theorie ein Einzylinder mit maxmimal großem Hubraum.


Nein, weil der Zylinder zu Groß ist um eine optimale verbrennung zu bekommen. Die Autoindustrie geht heute davon aus dass das Optimum bei 500-550cc liegt. Fast alle Hersteller benutzen dies als standard.


    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 08:58


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Das Problem sind nicht 4 oder 6 Zylinder, sondern die Übersetzung des Getriebes und die gefahrene Geschwindigkeit. Häufig sind die 4 Zylinder deutlich kürzer übersetzt, da braucht man dann für Autobahntempo höhere Drehzahlen, was den Verbrauch erhöht.
Ich hab in meinen 5 Zylinder (auch das gab's mal) Benziner (VW Bus mit 110PS - auch damit kommt man vorwärts) am Getriebe rumgebastelt und den 5. Gang ausgebaut und nen länger übersetzten eingebaut. Die Drehzahl im letzten Gang ist jetzt ca. 800 niedriger bei Autobahntempo. Das bringt mir fast 2 Liter auf 100km Autobahn. Bergauf zieht der aber nicht mehr die Wurst vom Teller, da muss ich öfter in den 4. schalten.
    
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Galaxy
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 09:19


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In Zeiten wo 6 Gänge standard sind, und selbst 10 Gang Automatikgetriebe in der Massenproduktion sind, ist das Problem den passenden Gang zu finden eigentlich gelöst. Selbst 5 Gänge überspringen beim Kickdown schaffen die.
    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 09:48


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Gelöst ja, aber noch lange nicht in jedem Auto umgesetzt.
Gerade in den kleineren Klassen mit häufig kleinem Motor gibt es eben oft nur die 6 Gänge, die auf den Prüfstand, nicht aber auf höhere Autobahngeschwindigkeiten ausgelegt sind.
Kleine Stadtflitzer haben sogar oft nur 5 Gänge.
(Wie ist das eigentlich mit den RDE Meßfahrten, wie ist die dort gefahrene Höchstgeschwindigkeit?)
    
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Auer Trambahner
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 10:08


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Mitglied seit: 4 May 05
Beiträge: 9829

Wohnort: Drunt in da greana Au


QUOTE (Cloakmaster @ 8 Dec 2018, 00:00)
Der "ideale" Motor für geringstmöglichen Verbrauch wäre nach dieser Theorie ein Einzylinder mit maxmimal großem Hubraum.

Kult Kult Kult wink.gif ?


Die Sache mit PSstarken 4 Zylindern wird ja im Motorradbau exzessiv übertrieben.
130 PS aus 600ccm, 200+ aus 1000ccm. Auf gehts mit Gebrüll weil unter 7000 kaum Vortrieb da ist. mad.gif

--------------------
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
    
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Galaxy
  Geschrieben am: 8 Dec 2018, 22:26


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3033




QUOTE (Hot Doc @ 8 Dec 2018, 10:48)
Gelöst ja, aber noch lange nicht in jedem Auto umgesetzt.
Gerade in den kleineren Klassen mit häufig kleinem Motor gibt es eben oft nur die 6 Gänge, die auf den Prüfstand, nicht aber auf höhere Autobahngeschwindigkeiten ausgelegt sind.
Kleine Stadtflitzer haben sogar oft nur 5 Gänge.
(Wie ist das eigentlich mit den RDE Meßfahrten, wie ist die dort gefahrene Höchstgeschwindigkeit?)

Ich weiß nicht wie es mit der Geschwindigkeit ist, aber ein Problem das es zumindest früher bei den Tests gab ist das für Überlandfahrten nur der 5 Gang benutzt wird, alle höheren wurden ignoriert. Deswegen haben die Autohersteller bei vielen economy autos nut 5 Gang Getriebe eingebaut.

Was für ein miserabler Test.
    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 9 Dec 2018, 15:28


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 6023




Ich hab nochmal nachgelesen, der NEFZ hatte hauptsächlich Geschwindikeiten bei 30 und 50 km/h, dann mal kurz 70 und am Ende 100 und für sehr kurze Zeit 120 km/h.
Das war erstaunlich Pipifax. Jetzt sind etwas frei für den Autobahnteil Geschwindigkeiten von 90 - 145 km/h angegeben, was in den meisten Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzung den tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten nahe kommen sollte.

    
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  Geschrieben am: 9 Dec 2018, 20:30


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Hot Doc @ 9 Dec 2018, 15:28)
Ich hab nochmal nachgelesen, der NEFZ hatte hauptsächlich Geschwindikeiten bei 30 und 50 km/h, dann mal kurz 70 und am Ende 100 und für sehr kurze Zeit 120 km/h.
Das war erstaunlich Pipifax.

Vor allem ist das Fahrprofil im NEFZ absolut unrealistisch, weil er mehrere Phasen absolut gleichmäßiger Geschwindigkeit beinhaltet.

Hier mal der direkte Vergleich.

--------------------
"Die S-Bahn rollt wie ein Uhrwerk."

Frankfurter Abendpost am 29.5.1978, dem Tag nach der Inbetriebnahme des Frankfurter S-Bahntunnels
    
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