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Fragen vor Ausbildung/Umschulung zum Tf [Zur Themenübersicht]
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wowbagger
  Geschrieben am: 2 Jul 2020, 07:15


Jungspund


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Mitglied seit: 30 Jun 20
Beiträge: 1




Hallo Eisenbahnforum,

ich recherchiere seit eingier Zeit über die Ausbildugssmöglichkeiten zum Triebfahrzeugführer im Kölner Raum.
Ganz, ganz grob zusammengefaßt steht dabei im Mittelpunkt der Wunsch (wen wundert's?) eine Lok zu bedienen
und generell die Lust auf ein technisches Arbeitsumfeld. Ob es auf die Bereiche Cargo oder Personenverkehr
hinausläuft, habe ich noch nicht zu 100% entschieden.

Die Umstände (47 Jahre, väterlicher Teil einer Familie mit 2 Kindern) sind wahrscheinlich nicht gerade die besten
Voraussetzungen, aber der Wunsch als Tf zu arbeiten ist groß und ich bin bereit ggf. Abstriche in einigen Bereichen
in Kauf zu nehmen. Ich habe schon verstanden, dass die Branche nicht gerade die arbeitnehmerfreundlichste ist,
die Arbeit einem aber sehr viel geben kann, sofern man der oder die Richtige ist.

Hintergrund beruflich: Ich habe studiert (ohne Abschluss), bin ausgebildeter Tischler und geprüfter Restaurator im
Handwerk. Meinen jetzigen Job im öffentlichen Dienst habe ich seit fast 15 Jahren. Er ist schon seit langem
sehr unbefriedigend, meine Neigungen und Fähigkeiten sehe ich dort weder ausreichend bedient noch abgerufen.
Auch fehlt mir die Standortunabhängigkeit.

Ich habe eine Menge im Netz zu meinen Fragen gefunden, einige Unklarheiten trage ich aber immer noch mit mir
herum. Weiter unten habe ich ein paar Fragen aufgelistet, vielleicht könnt Ihr mir mit eurer Langzeiterfahrung bei
meiner Orientierung helfen. Besonders schwierig finde ich die Festlegung auf ein bestimmtes Unternehmen.
Im Kölner Raum habe ich die DB, TX-Logistik, National Express, RheinCargo und SBB-Cargo gefunden.
Bewertungsplattform wie kununu.com zeigen zum Teil haarsträubend negative Aussagen, was mich nachhaltig
verunsichert hat.

Daher:

  • gibt es Unternehmen die allgemein vorzuziehen (gute Erfahrungen) oder zu meiden (schlechte Erfahrungen) sind?
  • Angenommen, ein Unternehmen wirbt mit GDL Tarifvertrag: Reicht das als vernünftige Berwertungsgrundlage für
    das Unternehmen, oder werden eurer Erfahrung nach ohnehin von Methoden gebrauch gemacht, die Vereinbarungen
    zu kompensieren oder gar zu umgehen? Ich lese, dass sich nicht immer an Tarif gehalten wird, trotz Vereinbarungen (NationalExpress)
  • Ist nach Ausbildung/Umschulung bei Arbeitgeber X ein Wechsel zu Arbeitgeber Y grundsätzlich möglich, bzw. üblich? Auch zur DB?
  • Ist der Wechsel zwischen den Bereichen Cargo zu Personenverkehr oder umgekehrt möglich? Welche Vorraussetzungen gäbe es?
  • Bedeutet Güterverkehr tendentiell mehr Nachtschichten und Personenverkehr weniger?
  • Der Wert einer soliden 3 jährigen Ausbildung ist klar, aber gute Umgeschulungen können auch gute Leute generieren.
    Lässt sich etwas über das Ansehen von Quereinsteiger bei den Unternehmen sagen?

Ich glaube, das war es im Wesentlichen. Danke, dass ihr bis hier hin durchgehalten habt und vielleicht habt ihr ja noch ein
bisschen Energie übrig etwas beuzusteuern...

Viele Grüße
Christian
    
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7851Panto
  Geschrieben am: 12 Jul 2020, 23:16


Mitglied


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Beiträge: 42




QUOTE (wowbagger @ 2 Jul 2020, 07:15)
Die Umstände (47 Jahre, väterlicher Teil einer Familie mit 2 Kindern) sind wahrscheinlich nicht gerade die besten

Hallo erstmal smile.gif. Es gibt anscheinend jemanden, der es mit 60 Jahren noch zur Aufgabe gestellt hat, Lokführer zu werden biggrin.gif Mit 47 ist ja noch das Quereinstiegsalter längst nicht überschritten.

Ich bin zwar selber (noch) kein Tf, aber kann dir paar Fragen beantworten. Dabei muss ich sagen, dass ich es nicht 100% sicher für alle Unternehmen sagen kann und ich nur meine eigene gefundene Antworten und Erfahrungsberichte von Tf's erzählen kann.

QUOTE
Ist nach Ausbildung/Umschulung bei Arbeitgeber X ein Wechsel zu Arbeitgeber Y grundsätzlich möglich, bzw. üblich? Auch zur DB?

Ja, ist es. Passiert mal z.B bei verlorener Ausschreibung oder wenn du unbedingt zum Unternehmen xy willst. Du kannst z.B von DB Regio NRW zum Fernverkehr (oder umgekehrt) wechseln oder von DB Regio NRW zu National-Express/Abellio, etc. (ebenso umgekehrt)

QUOTE
Welche Vorraussetzungen gäbe es?

Ideal wäre es, wenn du die jeweilige Fahrzeugausbildung besitzt und die ein oder andere Streckenkunde mitnimmst, aber ist überhaupt kein muss. Ansonsten eher nicht, fällt mir auf jedenfalls keins ein. Müsstest halt wieder eine Bewerbung schreiben, falls die Stelle ausgeschrieben wird.

QUOTE
Bedeutet Güterverkehr tendentiell mehr Nachtschichten und Personenverkehr weniger?

Im Güterverkehr hast du tendenziell mehr Nachtschichten, da die meisten Güterzuge eben nur Nachts fahren.
Im Personenverkehr hast du beides mal des öfterens. Da kommt es eher auf die Dienststelle an. z.B Köln Hbf und Düsseldorf Hbf ist denke ich mal ausgewogen, da dort Regio und S-Bahn gefahren wird und bis um 3 oder gar die ganze Nacht durchgefahren wird.
Bei ruhigeren Dienststellen mit 1-2 Linien, die nicht lange Nachts fahren, ist die Tagesschicht der klare Anführer.
Ich weiß nicht ob es überall so ist, aber du kannst auch Teilzeit als Lokführer arbeiten, da musst du keine Nachtschichten machen und du arbeitest generell weniger in der Woche. Wie die genauen Bedingungen sind, kann ich dir nicht beantworten.

QUOTE
Der Wert einer soliden 3 jährigen Ausbildung ist klar, aber gute Umgeschulungen können auch gute Leute generieren.
Lässt sich etwas über das Ansehen von Quereinsteiger bei den Unternehmen sagen?

Ich würde mal stark vermuten, dass es viele nicht interessiert. Hauptsache du kannst fahren, das Fahrzeug bei Störung bedienen und bist freundlich. Es gibt immer wieder Leute, die das herunterspielen, aber naja.

Ich hoffe, ich konnte bisschen Licht reinbringen. Bei Falschaussagen entschuldige ich mich und bitte um eine Verbesserung! smile.gif
    
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rautatie
  Geschrieben am: 13 Jul 2020, 09:33


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Ich würde auch am liebsten damit liebäugeln, noch Tf-Führer zu werden. Ein Beruf, der wirklich gut zu mir passen würde. Allerdings bin ich auch in einem Alter, in dem man normalerweise keinen Berufswechsel mehr macht (bin Mitte 50). Meint Ihr, das wäre inzwischen anders und ich könnte es trotzdem versuchen?

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Herr G.
  Geschrieben am: 13 Jul 2020, 11:22


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Versuchen kann man in dem Alter alles. Ein großer Punkt bei der Sache ist das Urteil des Bahnarztes, wobei das auch für die jüngeren Zutrifft.

Man könnte sich ja mal mit den entsprechenden Stellen in Verbindung setzen und erstmal sondieren wie die eigenen Chancen stehen. Sollten sie Erfolgsversprechend sein, warum sollte man den Schritt nicht wagen. Solange man sicher in Lohn und Brot bei einem anderen Unternehmen steht hat man eh wenig zu verlieren.

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rautatie
  Geschrieben am: 13 Jul 2020, 12:13


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QUOTE (Herr G. @ 13 Jul 2020, 12:22)
Versuchen kann man in dem Alter alles. Ein großer Punkt bei der Sache ist das Urteil des Bahnarztes, wobei das auch für die jüngeren Zutrifft.

Was wären denn da die entscheidenden Ausschlusskriterien?

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Herr G.
  Geschrieben am: 13 Jul 2020, 13:52


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QUOTE (rautatie @ 13 Jul 2020, 13:13)
Was wären denn da die entscheidenden Ausschlusskriterien?

Das kann ich dir leider nicht beantworten, aber ich vermute mal das (ähnlich wie beim Bus- bzw. Lkw-Führerschein) Hör- und Sehtest, EKG, Blutbild, Reaktionsfähigkeit etc. geprüft werden.

Aber da kann dir sicherlich Google für mehr Informationen weiterhelfen.

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Weltreisender
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 00:31


Doppel-Ass


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Ja, einige Bahnen/Tf-Schulen bilden in ihrer puren Verzweiflung bzw. aus reiner Geldmacherei mittlerweile auch ü50-Jährige als Tf aus. Besser gesagt, sie versuchen es! Natürlich bevorzugt mit Bezahlung vom Amt, um das finanzielle Risiko für sich selbst zu minimieren und dieses lieber auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Vor 20 Jahren war dagegen mit Mitte 30 Schluss bei der Tf-Ausbildung.

Meiner Erfahrung nach tun sich diese Kandidaten extrem schwer mit der komplexen Ausbildung und dem hohen Lerntempo, gerade wenn vorher keine Eisenbahn-Erfahrung vorhanden ist, auf die man aufbauen kann. Die Durchfallquote ist daher enorm hoch! Und weil hier gerne diese Quervergleiche gezogen werden, die Tf-Ausbildung ist hinsichtlich Lernumfang und Komplexität eine völlig andere Hausnummer wie ein Lkw-, Bus- oder Strassenbahnführerschein! Ich persönlich kenne auch keinen Kandidaten in diesem Alter, aus dem danach ein gut brauchbarer Tf geworden ist. In der Regel waren das unsichere Problemfälle, die nach kurzer Zeit wieder aufgeben. Denn mit der Tf-Grundausbildung allein ist es ja noch lange nicht getan! Danach folgen meist noch eine Menge an weiteren Zusatzausbildungen. Ich würde daher in diesem Alter unbedingt davon abraten, sich dieses "Experiment" anzutun! Denn damit tut sich normalerweise keiner dieser Kandidaten einen Gefallen, sondern sie dienen eher dem Konto von meist zwielichtigen Tf-Lokfahrschulen, die sich auf Kosten des Steuerzahlers bereichern.

Mal abgesehen von der Ausbildung selbst, sich mit ü50 noch in den unregelmäßigen Wechseldienst mit seinen abartigen Arbeitszeiten zu stürzen, ab 55 dann jährlich zum Bahnarzt, dazu jährlich ein halbes dutzend Prüfungen und Kontrollen über sich ergehen zu lassen. Da kann man seine letzten 10 - 15 Arbeitsjahre auch nerven- und gesundheitsschonender verbringen.

Mag nicht populär sein, was ich das geschrieben habe. Aber so sieht die Eisenbahn-Realität da draussen nunmal aus!
    
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eherl2000
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 07:29


Haudegen


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Dem kann ich nur beipflichten.
    
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rautatie
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 07:47


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Ich frage mich gerade, was Ihr für Vorstellungen von jemandem habt, der über 50 ist. Wir sind keine debilen Tattergreise, und auch mein aktueller Job ist anspruchsvoll und komplex. Ich denke nicht, dass ich von einer Ausbildung zum Triebwagenführer überfordert wäre. Aber gut zu wissen, was da für Meinungen grassieren - mit Leuten, die so denken, hat man dann wahrscheinlich auch zu tun. Zumindest kann man sich vorher schon drauf einstellen, und ähnliches Genörgel als bereits bekannt abwinken.

Vielleicht herrschen ja auch nicht bei allen Ausbildungsbetrieben die gleichen negativen Vorurteile. Am besten, man hört sich vorher um bei Leuten, die die Ausbildung schon absolviert haben.

Bearbeitet von rautatie am 15 Jul 2020, 07:56

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Weltreisender
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 10:41


Doppel-Ass


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Beiträge: 138




Das hat doch nichts mit "senilem Tattergreis" zu tun! Es ist nunmal ein Fakt, ab 30 Jahren lassen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten unweigerlich nach, ab 45 verstärkt. Ob man das nun wahrhaben will oder nicht! Das Lerntempo bei diesen Tf-Ausbildungen ist wesentlich höher als bei einer normalen Berufsausbildung oder einem Studium, da die Ausbildungszeit einfach sehr knapp bemessen ist. Und damit tun sich ü50-Kandidaten in aller Regel sehr sehr schwer. Da gibt es einfach nichts zu beschönigen!
    
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rautatie
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 10:50


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Weltreisender @ 15 Jul 2020, 11:41)
Und damit tun sich ü50-Kandidaten in aller Regel sehr sehr schwer. Da gibt es einfach nichts zu beschönigen!

Obwohl ich auch so ein "langsamer Ü50-Kandidat" bin, wirst du überrascht sein zu hören, dass es auch in meinem jetzigen Beruf auf schnelles Begreifen und Erfassen ankommt. Hier ändern sich die Fakten fast täglich, und man ist täglich damit befasst, sich neu einzustellen. Und unsere Kurse werden aus Kostengründen sehr schnell durchgezogen. Viel Wissen in kurzer Zeit wird vermittelt.

Vielleicht sollte man einfach akzeptieren, dass die Menschen nicht alle gleich sind, auch über 50 nicht?

Vielleicht magst du mir noch kurz erzählen, wo du deine Erfahrungen gesammelt hast, damit ich mich dort schon mal nicht um eine Ausbildung bemühen werde? Auf Leute zu treffen, die nicht zu solchen pauschalen Vorverurteilungen neigen, dürfte für die Ausbildung hilfreich sein.

Im übrigen: ein Freund von mir (auch im biblischen Alter Ende 40) hat eine wahrscheinlich vergleichbare Ausbildung zum Stadtbahnfahrer ohne Probleme durchgezogen. Da hatte keiner im Ausbildungsteam etwas auszusetzen gehabt.

Bearbeitet von rautatie am 15 Jul 2020, 10:54

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Martin H.
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 11:47


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Ich kenne einen Münchner Straßenbahnfahrer der sich als Fahrdienstleiter beworben hatte, er ist haushoch an Bahnarzt bzw. am Eignungstest gescheitert.

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das Dass
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Weltreisender
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 13:09


Doppel-Ass


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QUOTE (Martin H. @ 15 Jul 2020, 12:47)
Ich kenne einen Münchner Straßenbahnfahrer der sich als Fahrdienstleiter beworben hatte, er ist haushoch an Bahnarzt bzw. am Eignungstest gescheitert.

Und ich kenne einen Strassenbahnfahrer von Ende 40, der hat zwar die Einstellungstests überstanden. Er hat aber während der Tf-Ausbildung das Handtuch geworfen, besser gesagt, es wurde für ihn geworfenen, wegen mangelhafter Leistungen über mehrere Klausuren hinweg. Soviel zum Thema, Strassenbahnfahrer ist fast das gleiche wie Lokführer! Ende vom Lied, er arbeitet heute wieder glücklich und zufrieden als Strassenbahnfahrer.

Und so ganz nebenbei, ich sah auch mehrere ex Lkw- und Busfahrer kommen und zumeist ziemlich schnell wieder gehen. Viele von diesen Kandidaten kamen mit der naiven Vorstellung an, "kann ja nicht soviel anderst sein". Doch, ist es! Aus dieser Ecke sind somit auch nur sehr wenige brauchbare Tfs bei herumgekommen.

Und so ganz nebenbei, ich kann auch diesbezüglich etwas mitreden, da ich bei der Bundeswehr damals glücklicherweise auch den Bus-Führerschein erwerben durfte. Da war ich aber schon längst fertig ausgebildeter Tf, wenn auch nur mit lausigen 6 Monaten Berufserfahrung. Der Bus-Führerschein war dagegen der reinste Kindergeburtstag.

Bearbeitet von Weltreisender am 15 Jul 2020, 13:27
    
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Martin H.
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 15:16


Lebende Forenlegende


Status: Globaler Moderator
Mitglied seit: 6 Jan 10
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Zustimmung zu Deinem letzten Satz.

Auch wenn ich mir so die Namen der Kollegen bei Bus und Zug ansehe, da gibt's auffallende Unterschiede.

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das Dass
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Froschkönig
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 16:22


Haudegen


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Als Ausbilder eines Betriebes, der jedes Jahr etwa 120 Quereinsteiger ausbildet, kann ich nur empfehlen, sich nicht von Unkenrufen abschrecken zu lassen.

Ich habe Menschen aller Altersklassen in der Ausbildung gesehen und kann keine signifikanten Unterschiede bei den Bestehensquoten erkennen.
Sicherlich kennt jeder den einen oder anderen Spezialfall, für den es dann aber auch wieder genügend Gegenbeispiele gibt.

Jede Generation hat ihre Schwächen und Vorzüge und insgesamt gleicht sich das aus.

Ich denke, es ist entscheidend, wie viel Motivation man mitbringt, wie viel Energie man bereit ist, in die Verwirklichung seines Lebenstraums zu investieren.
Das Körperliche wird ja vorher beim Bahnarzt gecheckt, da geht man also kein großes Risiko ein.

Wie hat Charlie Chaplin so schön gesagt: "An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser."



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Ausbildung oder Schülerpraktikum bei der S-Bahn München: S-Bahn-München-Azubis.de
    
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