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S-Bahn Stuttgart [Zur Themenübersicht]
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Mark8031
  Geschrieben am: 17 May 2019, 11:19


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QUOTE (Jogi @ 17 May 2019, 09:23)
1.-Klasse-Nutzung: global als „eher verhalten“ (S. 8) bezeichnet; durchschnittlich über den ganzen Tag gerechnet 10% Auslastung, in der morgendlichen Spitzenstunde steigt sie auf maximal 36% im Durchschnitt

Vielleicht sollte sich Stuttgart von der 1. Klasse verabschieden, anstatt weiterhin zwischen 64% und 100% Luft zu transportieren. Andere große S-Bahn-Systeme abseits der Bankencity haben das ja bereits erfolgreich getan. Bringt auch ein bisschen Kapazität.
    
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Jogi
  Geschrieben am: 17 May 2019, 12:50


Kaiser


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QUOTE (Mark8031 @ 17 May 2019, 12:19)
Vielleicht sollte sich Stuttgart von der 1. Klasse verabschieden, anstatt weiterhin zwischen 64% und 100% Luft zu transportieren. Andere große S-Bahn-Systeme abseits der Bankencity haben das ja bereits erfolgreich getan. Bringt auch ein bisschen Kapazität.

Der Meinung würde ich mich anschließen, wenn die einzelnen Fahrten in der HVZ eine entsprechende Maximalauslastung aufweisen würden. Meinen Beobachtungen nach ist das nicht der Fall. Ich würde dahin gehend mich so weit aus dem Fenster lehnen, dass die Nachfrage nach der 1. Klasse mit der "allgemeinen" Nachfrage an sich korreliert. Sind die Züge sowieso voll, ist auch die 1. Klasse gut bis komplett besetzt. Dann bringt aber auch deren Abschaffung keine nachhaltige Kapazitätserweiterung, weil der Nettozuwachs an Sitzplätzen sich pro ohnehin stark nachgefragter Fahrt im einstelligen Bereich bewegt.

Ohne mich für eine Beibehaltung auszusprechen, da hat die S-Bahn deutlich dringendere Baustellen als eine Abschaffung. Die helfen dann auch, eine entsprechende Kapazität bereitzustellen.

Aus der Vorlage geht auch hervor, dass der VRS sich eine Abschaffung offen hält: Einerseits weiß er um die relativ verlässlichen Zusatzeinnahmen bei geringem Aufwand (kein Marketing, praktisch keine relevanten zusätzlichen Kosten durch Mitführen der Abteile) für ein zahlungsbereites Publikum (erhöhte Sitzplatzwahrscheinlichkeit bzw., wie es in der Vorlage sogar heißt, "garantierter Sitzplatz", mehr Komfort). Andererseits will er etwas schwammig "Auswirkungen [berücksichtigen], die sich aus einer Veränderung dieses Angebots ergeben würden". Ich verstehe das so, dass er wissen will, ob durch die "Änderungen" sich ergebende Mehreinnahmen die 1.-Klasse-Einnahmen mindestens kompensieren.
    
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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 17 May 2019, 18:54


Kaiser


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Kommunalwahl in Stuttgart: Das sagen die Parteien zum öffentlichen Nahverkehr

Stuttgarter Nachrichten, 15.5.19:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inha...73e0234d32.html

FDP will z.B. eine 2. Stammstrecke

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146225
  Geschrieben am: 17 May 2019, 19:05


Lebende Forenlegende


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QUOTE (ralf.wiedenmann @ 17 May 2019, 18:54)
Kommunalwahl in Stuttgart: Das sagen die Parteien zum öffentlichen Nahverkehr

Stuttgarter Nachrichten, 15.5.19:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inha...73e0234d32.html

FDP will z.B. eine 2. Stammstrecke

Kurzanalyse: Die CDU wie üblich aus der Steinzeit (vorgestern wäre noch zu modern), denn neue Straßen bringen ganz bestimmt weniger Verkehr, das hat schon immer super funktioniert. Grüne im Prinzip ja, aber noch viel zu mutlos - wer richtig guten Nahverkehr will, muss Maximalanforderungen planen, um das minimal notwendige zu erhalten. Es geht doch, wie VVS-Tarifreform und 58 neue S-Bahnen beweisen, nur: Das war halt noch lang nicht alles. Die SPD: im Prinzip ist nix falsch, aber halt auch nix wirklich richtig - mutlos, farblos, ideenlos. Freie Wähler bewohnen die Nachbarhöhle der CDU. Die F.D.P. geht nicht ins Maximum, sondern ins Utopische: noch so ein Großprojekt neben der laufenden Tunnelbauerei für den kleinen Kellerbahnhof würde die Stadt auf Jahrzehnte blockieren, ohne dass etwas vorwärts geht. Und ich wette: das ist genau die Absicht hinter der Forderung, verlogene Bande. Und die Linke ist in Stuttgart eh kein Faktor.

Fazit: wundert sich jemand außerhalb der Kommunalpolitik, wenn in Stuttgart 2030 die Staus nochmals länger und die Luft noch dreckiger ist als heute? wacko.gif

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But I ain't never crossed a man that didn't deserve it | Me be treated like a punk: you know, that's unheard of | You better watch out your talkin' and where you walking | Or you and your homies might be lined in chalk | Aus: Coolio, "Gangsta's Paradise"
    
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Jogi
  Geschrieben am: 22 Apr 2020, 16:20


Kaiser


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Beiträge: 1582




Heute tagt(e) zum ersten Mal seit den COVID-19-Einschränkungen der Verkehrsausschus. Den Sitzungsunterlagen nach werden da einige recht interessante Angebotsentwicklungen angestoßen. Ein selektiver Überlick:
  • Einrichtung eines 15-Minutentaktes auch am Wochenende: Ein möglicher Baustein zur Angebotsverbesserung im Freizeitverkehr. DB Regio soll ein Konzept aufstellen, wie dieser umgesetzt werden könnte.

  • Umsetzung von QSS-Maßnahmen (Qualitätsoffensive für den Schienenknoten Stuttgart) in die HOAI-Phasen 1-4: Darunter fallen:
    • S62 Feuerbach-Leonberg (nach dem Hesse-Bahn-Heckmeck politisch sicher)-Weil der Stadt

    • Weiterführen von Nordnetzlinien von der Schwabstraße nach Vaihingen und Böblingen/Ehningen. Dafür neben neuer Leit- und Sicherungstechnik weitere, auch neue Infra-Maßnahmen angedacht:
      Erhöhung der Streckengeschwindigkeit zwischen Universität und Mittnachtstraße
      Einbau neuer Überleitstellen nördlich des Hp Österfeld ausdrücklich in die S-Bahngleise für Störungsfall
      Einbau neuer Weichen im Bf Vaihingen zur Anbindung des neuen Regio-Bahnsteigs bzw. Gleis 4 an die S-Bahn
      in Böblingen (i) Verlängerung des vorhandenen Abstellgleises auf 210 Meter Nutzlänge sowie (ii) Umbau der Bahnsteigekante Gleis 4 zu Kombibahnsteig mit 76 und 96 cm Höhe (bislang durchgehend S-Bahnhöhe)
      in Ehningen, weitere Untersuchungen vorausgesetzt, weitere Bahnsteigkante für endende Züge

    • S-Bahnverlängerung von Wendlingen nach Nürtingen als einfach umzusetzende Möglichkeit eines Ringschlusses von den Fildern (Flughafen) runter ins Neckartal (Wendlingen, Plochingen usw.) durch Herstellen eines Über-Eck-Anschlusses in Nürtingen

    • 15-Minutentakt zwischen Reninngen und Sindelfingen-Böblingen: Blockverdichtung zwischen Renningen Süd und Magstadt sowie neue Bahnsteigkante in Sindelfingen erlauben einen dichteren Takt auf diesem Abschnitt. Für den Viertelstundentakt auf der Gesamtstrecke müssen die weiter oben genannten Maßnahmen in Böblingen umgesetzt werden

    • Erhöhung des Bahnsteigs Gleis 1 im Bf Bad Cannstatt auf 96 cm nach S21-Inbetriebnahme

    • weitere Abstellplätze für die erweiterte Fahrzeugflotte sind vorgesehen in Bietigheim, Esslingen, Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf und Vaihingen
    Ein Teil der Maßnahmen soll bei eigenständiger Finanzierung im Rahmen der S21-Arbeiten umgesetzt werden

  • Möglicher Tausch der Taktlagen bei den Nordnetzlinien S4-S6/60 im Rahmen der neuen Fahrpläne für S21 (meint wohl vor allem fahrplantechnische Einbindung des Haltes Mittnachtstraße):
    Der VRS prüft, ob zum genannten Zeitpunkt die Taktlage der Grundtakte (gemeint sind die Takte, die den täglichen Halbstundentakt bilden) mit der der Zwischentakte (d.h., welche zum werktäglichen 15-Minutentakt verdichten) miteinander getauscht werden kann. Außerdem können, so die entsprechenden Vorlagen, dadurch zwei Fälle langer Umsteigezeiten beseitigt werden: (i) in Renningen beim Übergang von einer dort endenden S60 in Richtung Leonberg; (ii) in Backnang beim Übergang von der S4 Richtung Murrbahn, wo mit den neuen Fahrplänen der Linien RE/RB19 und RE90 Umsteigezeiten von knapp 30 Minuten bzw. sogar Sichtanschlüsse entstanden, die wegen des nötigen Bahnsteigwechsel kaum zu schaffen sind.
    Zur Anpassung der Busverkehre sei bis dahin noch "ausreichend Vorlaufzeit"
    
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JLanthyer
  Geschrieben am: 25 Apr 2020, 08:12


König


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QUOTE (Jogi @ 22 Apr 2020, 17:20)
  • S62 Feuerbach-Leonberg (nach dem Hesse-Bahn-Heckmeck politisch sicher)-Weil der Stadt
Warum soll die S62 erst in Feuerbach und nicht im Stuttgarter Hbf (S21-Bahnhof) beginnen? Gibt es keine bauliche Möglichkeit zwischen Feuerbach und Zuffenhausen, um die S62 einen Wechsel vom Ferngleis (Str. 4800) zum S-Bahn-Gleis (Str. 4801) zu ermöglichen?
Wenn eine Gleiskreuzung aufgrund der hohen Taktdichte zu Behinderungen und Verspätungen im Bahnverkehr führen kann, dann gäbe es eine Option, ein Überwerfungsbauwerk zu errichten, um einen Streckenwechsel kreuzungsfrei zu ermöglichen. In Zuffenhausen werden die äußere Gleise (also, Gleise jenseits vom Gleis 12) meiner persönlichen Beobachtung nach recht wenig bis gar nicht genutzt. Dort besteht die Möglichkeit, Gleis 13 für die S62 zu errichten, wo anstelle Gleis 14 ein Bahnsteig stehen könnte. Dort wäre Raum, für die Errichtung eines Überwerfungsbauwerks zu errichten, vorhanden. Aber ist das im Bereich der Str. 4800 (äußere Seiten) möglich, die Rampen für das Überwerfungsbauwerk zu bauen oder scheitert das an Platzverhältnissen?

Eine Ergänzung: Bis S21-Bahnhof fertig ist, könnte die S62 anstatt in Feuerbach zu enden, bis zum bestehendem Kopfbahnhof weiterfahren. Der 5-Minuten-Regel bzw. -Abstand ist kein Argument und begründet auch nicht die Verhinderung der S62 zum Stuttgarter Hauptbahnhof zu fahren, da es in der HVZ hin und wieder mal vorkommt, daß manche Regional- und Fernzüge die S-Bahn-Strecke (4801) befahren.

Bearbeitet von JLanthyer am 25 Apr 2020, 08:59

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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 1 Jul 2020, 22:24


Kaiser


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Bw24, 1.7.20: „Fehlende Gäubahn-Gleise: Stuttgart 21: S-Bahn droht nach Fertigstellung des Megaprojekts das Chaos“: https://www.bw24.de/stuttgart/stuttgart-21-...f-90006357.html

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