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[M] S-Bahn fahrradunfreundlich... [Zur Themenübersicht]
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SilvioJ
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 00:13


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München redet davon Autofahrer "auszusperren". Also fährt der schlaue Bürger mit dem Rad. Umweltfreundlich, gesund, platzsparend. Nun ist München aber nicht gerade eine Kleinstadt. Für größere Entfernungen empfiehlt sich dann der öffentliche Personennahverkehr. Mit dem Rad zur Bahn, mit der Bahn durch die Stadt, weiter mit dem Rad... Soweit die Theorie.

In der Praxis kostet die Fahrradmitnahme in der Woche 17,50 Euro wenn man das Rad jeden Tag nutzen möchte. Im Vergleich hierzu ist die Radmitnahme vielerorts (auch in Großstädten) unentgeltlich. Während der interessanten Zeiten (auch Radfahrer müssen zur Arbeit oder Schule...) ist die Mitnahme generell gesperrt. Radfahrerfreundlich ist etwas anderes...

Es riecht ein wenig danach, als wünsche man sich nur die Tagestouristen und die zahlen sicher anstandslos... (wobei es heute anders klang... "Scheiß Touristen immer hier...") Inwieweit diese Politik nun mit den Forderungen die Autos der Pendler außen vorzuhalten konform läuft, dürfte in Frage zu stellen sein.

Wie sieht es eigentlich mit den Bestimmungen in München aus? Die Ausschlusszeiten und Entgelte sind in einem Anhang zu den Beförderungsbestimmungen des MVV niedergeschrieben. Unter Nutzung einer reinen DB Fahrkarte gelten aber eigentlich andere Bestimmungen. Hier gibt es keine Ausschlusszeiten und eine separate Fahrradkarte benötige ich mit meinem Ticket normalerweise auch nicht. Bin ich dann in der Münchner S-Bahn ein Verbrecher...?!? ph34r.gif

Ach ja, um das Chaos komplett zu machen, erkundige man sich am Servicepoint in München nach einer Zugverbindung mit Fahrradmitnahme zu einer "kritischen" Zeit... das Ergebnis spricht Bände... S-Bahn incl. wink.gif
    
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Froschkönig
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 07:17


Haudegen


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Du hast dir die Frage eigentlich schon selber beantwortet.
Der Stoßverkehr ist eine kritische Zeit in punkto Kapazitäten.
Viele Züge sind eh schon gesteckt voll, Kapazitäten können aus den bekannten Gründen kaum erweitert werden.
Es geht ja auch nicht nur um dein Radl, sondern es würden viele tausend Pendler diese Möglichkeit nutzen
und dann geht es einfach nicht mehr.
Anschaulich wird es am Wochenende in den Zügen Richtung Starnberg, wenn sich Radl-Ausflügler von den Fahrpreisen nicht schrecken lassen und es keine Sperrzeit gibt.
Es sind dann so viele, dass nichtradelnde Fahrgäste manchmal Mühe haben in den Zug zu kommen, abgesehen davon, dass die Fahrräder mit Vorliebe in den Lichtschranken stehen.

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423176
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 08:07


Lebende Forenlegende


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Chat: db423176 

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Dieses Drama habe ich letzte Woche Samstag und Sonntag jeweils nach Tutzing gehabt. Da ich ja sehen konnte, wo es schon nicht mehr rein ging mitm Radl, habe ich außen Ansagen gemacht. Die Leute wollten alle in die Mehrzweckabteile, wo das Radl normal hingehört. Da habe ich den LEuten auch gesagt, das sie sich nicht scheuen sollten, Leute die dort auf den Klappsitzen sitzen aufzuscheuchen. Und siehe da, meien Verspätung hielt sich mit +/- 0 in Grenzen tongue.gif

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Woodpeckar
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 08:32


Kaiser


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Eigentlich kann ich nicht verstehen, warum in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs überhaupt die Fahradmitnahme zugelassen wird.
Die aus Kapazitätsgründen existierenden Begrenzungen (Sperrzeiten, Anzahl der Fahrräder) sollten daher auch restriktiv auf ihre Einhaltung überwacht werden. Wenn die Umwandlung von S-Bahnzügen zu sogenannten Ausflugszielen zu Fahrradwagen toleriert und unterstützt wird, unterstützt dies auch die Rücksichtslosigkeit der Radfahrer.
Diese haben schließlich ihren eigenen fahrbaren Untersatz und mögen ihn auch benutzen, und nicht die S-Bahn damit zustellen.
Alternativ könnte man sich ohne Schwierigkeit auch über die Möglichkeit des Fahradverleih vor Ort informieren und danach die Ausflugsziele planen.
Den eigenen Hausrat überall hin mitschleppen, und die Beförderung in die Verantwortung anderer zu legen ist ausgelebter Egoismus.
    
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423176
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 08:40


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Chat: db423176 

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Deine Ausführung kann ich verstehen, sehe ich auch irgendwo ein, denn wenn es zuviele werden, geht das einfach nicht mehr. Kommen in den Sperrzeiten Leute mitm Radl, bleiben sie draußen. Die nehme ich nicht mit.

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120 160-7
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 09:05


Kaiser


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QUOTE (423176 @ 28 Apr 2007, 09:07)
Da habe ich den LEuten auch gesagt, das sie sich nicht scheuen sollten, Leute die dort auf den Klappsitzen sitzen aufzuscheuchen. Und siehe da, meien Verspätung hielt sich mit +/- 0 in Grenzen tongue.gif

Am Wochenendverkehr finde ich das auch absolut richtig! Aber lässt sich das auf den Berufsverkehr übertragen?

Ich kann zwar nicht für München sprechen. Aber Fahrradmitnahme im Berufsverkehr ist wohl in jedem Ballungsraum ein Problem.
In VRR gilt. In Zügen ohne Mehrzweckabteil inkl. S-Bahnen keine Fahrradmitnahme 6:30 - 9:00 Uhr und 15:30 bis 18:00 Uhr. In Zügen mit Mehrzweckabteil ist die Mitnahme durchgehend zulässig.

Soweit, so gut. Dumm nur, dass im Berufsverkehr auch die Mehrzweckabteile gut mit Pendlern bestückt sind.

Beispiel:

RE 9010 (EHM - XNVL) ist, dank praktisch unschlagbaren 18 Minuten Fahrzeit von Wuppertal nach Düsseldorf, immer sehr voll. Zugbildung in der Regel 111+5 n-Wagen. Das passt alles wunderbar. Man kennt sich in der Regel zumindest vom Sehen und man weiß so ungefähr, wer im Zug wohin will. Folglich weiß man, dass da ein Düsseldorfer Fahrradkurier und noch eine andere Dame mit Fahrrad fast täglich mitfahren. Ergo wird das in aller Regel berücksichtigt und es gibt keine Probleme.
Letzte Woche stieg dann aber auch noch eine fünfköpfige Fahrradausflugsgruppe zu. Schon gab es Ärger. Kaum hat sich der erste durch die Tür gewälzt, blögt er rum. "Das ist Fahrradabteil, da haben Sie alle nix zu suchen." Verzögerungen, Streitereien noch mehr Gedränge und Verspätung waren die logische Folge. Von der Tatsache, dass der Zustieg von mehreren Fahrgästen im n-Wagen ohnehin schon genug Verspätungsrisiko mitbringt, ganz abgesehen.

Da frag ich mich ja dann doch: Muss man auch Fahrradausflugsverkehr im Berufsverkehr zulassen? Der nächste Zug (RE 10410), spätestens aber eine Stunde später (RE 9012), wäre der Zug halbleer gewesen und keinen hätte es gestört.

Aber gut, eigenmächtiges Zeitmanagement klappt bei vielen Fahrgästen im ÖPNV ja leider nicht wirklich (*auch mal an die ganzen Rentner in den Bussen im Schülerverkehr denk* - wo müssen die in der großen Zahl morgens um sieben hin?).

Meiner Meinung nach wäre es daher hilfreich, wenn man die Fahrradmitnahme in den o. g. Zeiten nur zulässt, wenn der Fahrgast nachweisen kann, dass er das Fahrrad beruflich (als Arbeitsgerät oder als Pendler von<->zum Zug) nutzt. Beispielsweise durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder auch durch entsprechende spezielle Tickets (Firmenfahrradticket mit eingetragener Wegstrecke) oder so in der Art.

(Die Fahrradmitnahme kostet im VRR bisher übrigens 2 € je Richtung)
    
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SilvioJ
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 09:46


Unregistered









QUOTE (Woodpeckar @ 28 Apr 2007, 09:32)
Eigentlich kann ich nicht verstehen, warum in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs überhaupt die Fahradmitnahme zugelassen wird.

Zusätzlich sollte man noch sperrige Koffer, Haustiere und Gehhilfen von der Beförderung ausschließen... Und eigentlich wäre das Leben auch angenehmer, wenn es nicht noch die lästigen Beförderungsfälle geben würde... München überlegt die Autofahrer aus der Innenstadt zu verbannen, alle reden von globaler Erwärmung und fatalen Umweltschäden, aber vernünftige und umweltfreundliche Verkehrskonzepte gibt es nicht. Die Kombination Rad/Bahn für Kurz-/Langstrecken wäre doch ein Schritt um diese angeprangerten Missstände zumindest nicht noch zu verstärken. Aber wenn das in München nicht geht (andererorts geht es sehr wohl), werde ich wohl wieder jede Woche 600 km allein im Auto fahren um nach München zu kommen und zusätzlich natürlich noch sämtliche Fahrten in München mit dem Auto erledigen. Dann hat man bei der S-Bahn keine Sorgen mehr... Das ist egoistisches Denken, nicht das was die Radfahrer tun! Im Übrigen sind deine Gedanken im Personenfernverkehr der Bahn ja bereits fast flächendeckend Realität. Hier ist eine Fahrradmitnahme wirklich nur sehr stark eingeschränkt möglich. Tendenz abnehmend!

QUOTE (Woodpeckar @ 28 Apr 2007, 09:32)
Die aus Kapazitätsgründen existierenden Begrenzungen (Sperrzeiten, Anzahl der Fahrräder) sollten daher auch restriktiv auf ihre Einhaltung überwacht werden.

Du wirst es nicht glauben, aber nicht nur in München fahren die Leute mit der Bahn. Und seltsamerweise funktioniert das System auch mit Fahrradmitnahme in den meisten Gegenden recht gut. Kapazitätsprobleme sind also das kleinere Übel. Würde so mancher der S-Bahn-Aufpasser dann kundenorientiert handeln, ließe sich der Einstiegs- bzw. Ausstiegsvorgang auch recht zügig umsetzen. Stellplätze wären - vorausgesetzt die Leute würden sich an die Hinweise auf den Aufklebern halten - ja vorhanden.

QUOTE (Woodpeckar @ 28 Apr 2007, 09:32)
Wenn die Umwandlung von S-Bahnzügen zu sogenannten Ausflugszielen zu Fahrradwagen toleriert und unterstützt wird, unterstützt dies auch die Rücksichtslosigkeit der Radfahrer.

Radfahrer sind rücksichtslos? Ich bin auch Radfahrer und empfinde mich nicht als rücksichtslos. Im Gegenteil. Vermutlich denken die Ideengeber der Mitnahmeregelungen in München aber genauso engstirnig. Sollten vereinzelte Radfahrer wirklich ein rücksichtloses Verhalten in der S-Bahn an den Tag legen, bleibt hier immer noch - wie bei jedem anderen Fahrgast auch - die Möglichkeit das einer der ja in den meisten Fällen vertretenen Aufpasser einschreitet.

QUOTE (Woodpeckar @ 28 Apr 2007, 09:32)
Diese haben schließlich ihren eigenen fahrbaren Untersatz und mögen ihn auch benutzen, und nicht die S-Bahn damit zustellen.

Nun, entfernungsbedingt lässt sich das leider nicht in jedem Fall realisieren. Ich habe mein Rad letztens aus der Gegend um Nürnberg nach München gebracht. Natürlich, man hätte auch mit dem Rad fahren können... Vermutlich wäre ich dann heute noch nicht da oder von einem rücksichtlosen Autofahrer (auch das soll es geben...) eliminiert wurden. Stattdessen hat mir die Bahn in München eine Reisemöglichkeit mit Rad ausgedruckt. S-Bahn zur Sperrzeit incl. ...

QUOTE (Woodpeckar @ 28 Apr 2007, 09:32)
Alternativ könnte man sich ohne Schwierigkeit auch über die Möglichkeit des Fahradverleih vor Ort informieren und danach die Ausflugsziele planen. Den eigenen Hausrat überall hin mitschleppen, und die Beförderung in die Verantwortung anderer zu legen ist ausgelebter Egoismus.

Nun ja, ein Fahrrad ist kein Hausrat. Wenn du ein Fahrrad zum Hausrat mutieren lässt, dann stufe bitte Autos genauso ein. Und dann sollten auch diese bitte daheim bleiben. Mit dem Auto zu fahren ist ausgelebter Egoismus...

QUOTE (423176 @ 28 Apr 2007, 09:40)
Kommen in den Sperrzeiten Leute mitm Radl, bleiben sie draußen. Die nehme ich nicht mit.

Meine Fahrkarte unterliegt in erster Linie den Beförderungsbestimmungen der DB AG. Hier ist abweichend von den speziellen Regelungen des MVV eine Fahrradmitnahme ohne Sperrzeiten geregelt. Mein Vertragspartner ist nicht der MVV. Mit welchem Recht schließt du mich dann von der Beförderung aus? Darf ich dich dann ebenso an der Abfahrt hindern? Rechtsfreier Raum S-Bahn München dann... ?!

QUOTE (120 160-7;28 Apr 2007 @ 10:05)
In Zügen ohne Mehrzweckabteil inkl. S-Bahnen keine Fahrradmitnahme 6:30 - 9:00 Uhr und 15:30 bis 18:00 Uhr. In Zügen mit Mehrzweckabteil ist die Mitnahme durchgehend zulässig.

Soweit, so gut. Dumm nur, dass im Berufsverkehr auch die Mehrzweckabteile gut mit Pendlern bestückt sind.


In der Münchner S-Bahn sind ja sehr wohl Mehrzweckbereiche vorhanden und im Übrigen auch als solche ausgewiesen. Würden sich die Leute an die Hinweise halten, wäre ein problemloses Unterstellen von Fahrrädern möglich ohne andere Reisende zu behindern. Hier wäre ein Ansatzpunkt für die kundenorientierten S-Bahn Aufpasser.

München wirbt öffentlich dafür fahrradfreundlich zu sein. Es heißt u.a. "Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel lassen sich in München gut und bequem miteinander kombinieren." Also, wo bleibt die fahrradfreundliche S-Bahn?
    
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423176
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:09


Lebende Forenlegende


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Die Züge der sbahnlogo.gif Bahn München [DB] verkehren im Verbundverkehr, also ist da die Regelung des MVV gültig. Die entsprechenden Hinweisaufkleber befinden sich IM Fahrzeug, dass in den Zeitbereichen am Morgen und Nachmittag keine Fahrräder transportiert werden. Ich habe bei meiner Zugleistung das Hausrecht und setze es durch, sofern ich dich mitm Radl sehe und es für nötig empfinde. Wenn du mich an der Abfahrt hindern würdest, gibt es nette Spielchen, dass ich ausm Schneider bin wink.gif Das klappt bei Uneinsichtigen immer ganz gut, wenn man eine Ansage im Zug macht und den Ball an die Fahrgäste die Heim wollen weiter gibt. Ich darf mit dir nicht streiten, auch wenn du mich tausendmal provozierst und beleidigst. Ich nehme auch keine Leute mit HUnden mit, die nicht angeleint sind und keinen Maulkrob tragen (bei entsprechenden Hunden). Die Hausordnung regelt nun mal alles sehr eindeutig - zumindest für mich Tf und meinen Handlungsspielraum.

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120 160-7
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:10


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QUOTE (SilvioJ @ 28 Apr 2007, 10:46)
QUOTE (120 160-7;28 Apr 2007 @ 10:05)
In Zügen ohne Mehrzweckabteil inkl. S-Bahnen keine Fahrradmitnahme 6:30 - 9:00 Uhr und 15:30 bis 18:00 Uhr. In Zügen mit Mehrzweckabteil ist die Mitnahme durchgehend zulässig.

Soweit, so gut. Dumm nur, dass im Berufsverkehr auch die Mehrzweckabteile gut mit Pendlern bestückt sind.


In der Münchner S-Bahn sind ja sehr wohl Mehrzweckbereiche vorhanden und im Übrigen auch als solche ausgewiesen. Würden sich die Leute an die Hinweise halten, wäre ein problemloses Unterstellen von Fahrrädern möglich ohne andere Reisende zu behindern. Hier wäre ein Ansatzpunkt für die kundenorientierten S-Bahn Aufpasser.

Das Problem wird wohl eher sein, den Fahrgästen ohne Fahrrad zu erklären, warum sie sich nicht auf freie Klappsitze setzen sollten, da das, wenn denn ein Fahrradfahrer kommt, sonst zu Verzögerungen kommen würde.

Vielleicht sollte man lieber die Klappsitze (zumindest einseitig) entfernen und vernünftige Fahrradständer (ähnlich wie im Fernverkehr) in den Mehrzweckabteilein einbauen. Dann sitzt keiner mehr im Weg und es ist dann auch gewährleistet, dass die Fahrräder sich auch bei etwas unsanfterer Fahrt noch kein Eigenleben entwickeln, wie es bei diesen seltsamen Gurten dauernd passiert.

Vermeindlicher Nachteil (in der S-Bahn): Für die Fahrgäste, die nur ein, zwei Stationen fahren, ist das mit den Ständern natürlich unpraktisch. Aber solche Entfernungen sollte man eigentlich auch mit dem Rad selbst fahren können.
    
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Froschkönig
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:18


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Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die Fahrradmitnahme immer und zu allen Zeiten erlaubt wäre.
Insbesondere für die Umweltverträglichkeit des Verkehrs wäre das ein Fortschritt.
Da wo es geht, wird es auch in München zugelassen, im Ausflugsverkehr werden extra für die Radler Züge verlängert.
Im Berufsverkehr allerdings haben wir die Kapazitäten nicht und wir können sie nicht kurzfristig ausbauen.
Vergleichbar mit anderen Verkehrsverbünden sind wir nur bedingt, weil wir die S-Bahn mit der höchsten Zahl an gefahrenen Personenkilometern in ganz Deutschland sind, darum sind die Engpässe bei uns auch größer.

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SilvioJ
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:27


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QUOTE (423176 @ 28 Apr 2007, 11:09)
Die Züge der sbahnlogo.gif Bahn München [DB] verkehren im Verbundverkehr [...]

Du schreibst es... DB

Mit meiner Fahrkarte, die ich beim Vertragspartner DB AG erworben habe, darf ich aber auch nicht einfach die Verkehrsmittel der anderen Unternehmen nutzen, nur weil die DB ja auch im MVV fährt. (Sonderregelungen city jetzt einmal ausgeklammert) Der Umkehrschluss ist also, dass für mich die Beförderungsbestimmungen der DB AG gelten. Diese beinhalten keine Sperrzeitenregelung. Ebenso wie meine DB-Fahrkarte die untentgeltliche Fahrradmitnahme in den Zügen der DB zulässt. Ganz so einfach zu sagen "also gilt hier MVV..." ist es also nicht.

QUOTE (423176 @ 28 Apr 2007, 11:09)
Ich habe bei meiner Zugleistung das Hausrecht und setze es durch, sofern ich dich mitm Radl sehe und es für nötig empfinde. Wenn du mich an der Abfahrt hindern würdest, gibt es nette Spielchen, dass ich ausm Schneider bin wink.gif Das klappt bei Uneinsichtigen immer ganz gut, wenn man eine Ansage im Zug macht und den Ball an die Fahrgäste die Heim wollen weiter gibt.

Das Hausrecht schließt jedoch nicht Willkür ein. Als Verkehrsunternehmen vom Land bestellt, besitzt auch die S-Bahn einen Beförderungsauftrag. Ihr fahrt nicht nur zu eurem eigenen Vergnügen, auch wenn das viele Kollegen so rüberbringen... wink.gif Da ich mich als Fahrgast nicht vertragswidrig verhalte (und mein Vertrag mit der DB regelt das so), kannst du mich nicht einfach von der Beförderung ausschließen. Im Übrigen bin ich Eisenbahner genug, um Möglichkeiten zu finden dich an deiner Fahrt zu hindern ohne das deine netten Spielchen greifen würden. wink.gif Aber das soll jetzt nicht das Thema sein...

QUOTE (423176 @ 28 Apr 2007, 11:09)
Ich darf mit dir nicht streiten, auch wenn du mich tausendmal provozierst und beleidigst.

Das würde ich mir nie getrauen!

QUOTE (423176 @ 28 Apr 2007, 11:09)
Ich nehme auch keine Leute mit HUnden mit, die nicht angeleint sind und keinen Maulkrob tragen (bei entsprechenden Hunden).

Dies widerspricht ja dann auch eindeutig den Beförderungsbestimmungen. Auch bei der DB AG im Allgemeinen.

QUOTE (423176 @ 28 Apr 2007, 11:09)
Die Hausordnung regelt nun mal alles sehr eindeutig - zumindest für mich Tf und meinen Handlungsspielraum.

Da selbst Tf, kenne ich deine Handlungsspielräume sehr gut. wink.gif Aber auch deren Grenzen... wink.gif
    
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SilvioJ
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:39


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@Froschkönig und 120 160-7

Diese Ansätze, die 120 160-7 gebracht hat, sind doch recht vernünftig. Und ob im Berufsverkehr dann noch drei Fahrgäste mehr stehen oder vielleicht mal jemand seinen Rucksack, der auf dem Nachbarsitz steht wegnehmen muss, das macht es dann nicht mehr aus. Auf die "Sitzplätze" im Mehrzweckbereich kann auch gut verzichtet werden. Ich finde es persönlich zwar nicht schlecht das es sie gibt, da im ungünstigsten Fall dann Bereiche ungenutzt bleiben, aber wenn die Einsicht der Münchner nicht ausreicht bei Bedarf den Platz freizumachen, dann eben auch ohne Klappsitze. Die Zahl der mitzunehmenden Räder dann noch auf eine sinnvoll zu befördernde Anzahl zu beschränken ist ja okay. Damit würde man allen Parteien - und vor allem der Eigenwerbung Münchens zu dem Thema - gerecht werden.

Für die spontanen "von A nach B Fahrer" wäre dies eine gute Lösung. Und für Ausflugsverkehre sollten dann generell Alternativlösungen gefunden werden. Ausflugsfahrer sind in der Regel auch flexibler und planen ihre Reise im Vorfeld. Hier könnten spezielle zusätzliche Züge eingesetzt werden. (es gibt auch noch andere Fahrzeuge als den 423...) Im Übrigen keine neue Idee... Andererorts durchaus gängige Praxis. Das München nun einmal regional dort liegt wo es liegt erfordert eben auch neue Ideen und Konzepte. Man kann nicht einerseits dafür werben und andererseits nicht die Bedingungen schaffen.

    
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423176
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:41


Lebende Forenlegende


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Okay. Ich bin in vier Jahren S-Bahn aber schon ganz schön abgehärtet. Was da alles auf einen zukommt von den Fahrgästen...wenn du selber Lokführer bist, dann kannste mich vielleicht auch etwas verstehen.

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ET 423
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:41


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 14774




Ich verstehe überhaupt nicht, wo das Problem jetzt ist. Die S-Bahn München ist direkter tariflicher Partner des MVV, es greifen somit die Regelungen des Verbundverkehrs MVV. Diese wiederum beinhalten die Sperrzeitenregelungen, sie stehen sogar in den Mehrzweckabteilen und ebenso auch an den Fahrkartenautomaten, wo eben die Fahrkarten dafür erworben werden können.
Es ist also durchaus sehr einfach zu sagen, "hier gilt der MVV", denn es ist einfach so - ob du das nun akzeptieren kannst/willst oder auch nicht. Sollte dich dieses Problem dennoch so dermaßen belasten und du in Folge dessen nicht mehr ruhig schlafen kannst, kannst du deine Sorgen gerne hier mitteilen: http://www.mvv-muenchen.de/hidden/metanavi...takt/index.html

QUOTE
Da selbst Tf, kenne ich deine Handlungsspielräume sehr gut. wink.gif Aber auch deren Grenzen... wink.gif


Na dann ist es doch in Ordnung und dann weißt du sicher auch, daß wenn jemand zur Sperrzeit einsteigen möchte, man als Tf dies unterbinden bzw. die Fahrgäste darauf hinweisen darf, wenn man es für nötig empfindet. Sollten sich die Fahrgäste dann nicht daran halten, steht es einem als Tf nach erfolgtem Hinweis frei, zur Klärung der Rechtslage jederzeit grün/weiß zu holen oder auch nicht - je nachdem, ob man darauf Lust hat.

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Ich schaue weg, weil mir hier Einiges nicht paßt.
    
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elchris
  Geschrieben am: 28 Apr 2007, 10:59


Lebende Forenlegende


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QUOTE (120 160-7 @ 28 Apr 2007, 11:10)
Vielleicht sollte man lieber die Klappsitze (zumindest einseitig) entfernen und vernünftige Fahrradständer (ähnlich wie im Fernverkehr) in den Mehrzweckabteilein einbauen. Dann sitzt keiner mehr im Weg und es ist dann auch gewährleistet, dass die Fahrräder sich auch bei etwas unsanfterer Fahrt noch kein Eigenleben entwickeln, wie es bei diesen seltsamen Gurten dauernd passiert.

Die Klappsitze werden in der überfüllten Plastikbahn ob ihres den normalen Sitzen 1:1 entsprechenden Komforts als solche angesehen - wer zuerst kommt sitzt, alle anderen stehen...

Ich würd das Mehrzweckabteil entfernen - wer glaubt, in der HVZ in der S-Bahn etwas mehr als einen Rucksack zu transportieren ist doch eh grenzdebil - und in der Nebenzeit kann man sich im Türbereich arrangieren...
    
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