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Verkehrspolitik in den Koalitionsverhandlungen, Nach Bundestagswahl 2021 [Zur Themenübersicht]
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 10:22


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QUOTE (Rohrbacher @ 27 Nov 2021, 01:00)
Da ist die Stolpergefahr am höchsten ...

Kam gerade ein Interview mit Ihm auf BR Aktuell, wird um 11:20 wiederholt, wen es interessiert.

Ist aber größtenteils nur über Corona. Zum Thema Verkehr gabs nur das Thema Stadt <> Landunterschied, das Land bräuchte halt weiterhin das Auto, da dort kein U/S-Bahn-Takt möglich wäre.
    
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146225
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 10:27


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Immer dieses entweder-oder-Geschwalle - in den ländlichen Regionen würde auch ein deutschlandweiter Halbstundentakt für Regionalzüge und Buslinien, die mit den Zügen vernetzt öfter als 3x am Tag verkehren schon etwas bringen.

Aber gut, war mir eh von vorne herein egal, wer Auto'schlands nächster Lobbysklave wird.


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O mia patria, si bella e perduta! (Giuseppe Verdi)
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 14:32


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Wohnort: ja


Es ist ja an sich völlig richtig, das müsste man halt mal richtig reflektieren und weniger stammtischmäßig formulieren ...

Es wird ein Kraftakt sein, ÖPNV-Quote in einer Großstadt wie München (4.800 Einwohner/qkm) von um die 25 auf vielleicht mal bis zu 35% zu bringen. Dazu kommt dann ein Ausbau des Rad- und Fußverkehrs von 40 auf vielleicht 50%. Damit könnte man den Anteil aktiver oder passiver Autofahrten von 35 auf 15% im besten Fall mehr als halbieren. In sä Länd Auf dem Land (200 Einwohner/qkm) haben wir Autoquoten von 75%, um die 20% Rad- und Fußverkehr und der ÖPNV liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Es ist völlig richtig, dass man das nicht auf das Niveau der Stadt bringt, was auch tatsächlich nicht sinnvoll umsetzbar wäre. Dennoch heißt das nicht, dass ein Ausbau des ÖPNV von sagen wir in Bayern oft eher 2 auf optimalerweise 15% und der Ausbau insbesondere des Radverkehrs auf bis zu 50% (die meisten Autofahrten sind bekanntlich unter 5 km) nicht ein riesen Akt wäre. Und trotzdem bleibt selbst in dieser optimistischen Zielsetzung ein Mindestanteil von 35% Autofahrten übrig, wahrscheinlich oft eher 50! Das Auto an sich wird nicht abgeschafft, sondern die Verkehrsanteile verschieben sich vielleicht auf das Maß von 1955 zurück, wenn man so will. Da es Stadt/Land so schwarz/weiß nicht gibt und die meisten Leute eher nicht in München-Lehel oder Mundlfing bei Leiblfing wohnen, sondern in Regensburg, Rosenheim, Landsberg, Freyung oder Feuchtwangen und reale Reiseketten sowohl München-Lehel als auch Mundlfing bei Leiblfing beinhalten können, bleiben hier auch viele Zwischenstufen und regionale Ausreißer.

Aber wie gesagt, eine de facto Verfünf- bis Verzehnfachung (!) des außerstädtischen Nahverkehrs je nach Ausgangslage und Potential wird eine mindestens ebenso große Aufgabe sein wie in der Stadt noch ein paar Prozent z.B. mit dem Bau der U9 zu holen.
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 16:52


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Tagesspiegel: Fährt lieber U-Bahn als Fahrdienst: Wie tickt der neue Verkehrsminister?

"Das Ministerium für Verkehr und Digitales geht an die FDP - für die Grünen eine große Enttäuschung. Was ist von Volker Wissing als Verkehrsminister zu erwarten? (...) In der Landeshauptstadt Mainz erinnert man sich gut an Wissing. "Wer die Vorstellung hat, er als FDP-Mann würde Lobbypolitik für Porsche-Fahrer machen, ist naiv", sagen politische Beobachter. Der Minister habe sich durchaus auch mal mit dem konservativen Teil der Liberalen angelegt. (...) Mit seinem Nahverkehrsgesetz hat er den ÖPNV in die Hände der Kommunen gelegt, damit die mehr Gestaltungsmöglichkeiten bekommen. Er hat sich mit den Zweckverbänden für den Nahverkehr auf der Schiene angelegt, die unter dem Einfluss von CDU und SPD stehen. Wer durch Rheinland-Pfalz fährt, durchquert drei Tarifverbände, was die Fahrt unnötig teuer macht. Das hätte Wissing gerne abgeschafft, er scheiterte aber am Beharrungsvermögen der Verbände. (...) Andererseits hat er den Klimaschutz nicht so verinnerlicht wie Anton Hofreiter oder Cem Özdemir. Die Grünen setzen jetzt darauf, dass der korrekte Jurist Wissing sich strikt an den Koalitionsvertrag hält (...) Menschen, die ihn kennen, sagen: "Er hat einen scharfen, logischen Verstand. Deshalb ist ihm klar, dass der Verkehr noch viel beitragen muss, damit wir das 1,5-Grad-Ziel schaffen.""
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 19:33


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Wurde hier ein Beitrag gelöscht? War das Zitat zu lang, oder war ich nur zu blöd richtig Enter zu drücken? Wie auch immer, dann muss ich ihn wenigstens jetzt nicht ergänzen. ph34r.gif
Auf jeden Fall sind die Meinungen zu einem FDP-Verkehrsminister Wissing noch recht vielfältig:



Der Spiegel: Künftiger Verkehrsminister Wissing sieht sich als Anwalt der Autofahrer (27.11.21)

"Der designierte FDP-Verkehrsminister Volker Wissing will die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge senken. An der Grünenbasis wächst der Frust, weil sich ein weiterhin autofreundlicher Kurs in der Verkehrspolitik abzeichnet. (...) Die Grünen reagieren zunehmend ernüchtert, enttäuscht, zornig. Dass die Partei das Verkehrsministerium aufgeben könnte, galt lange als ausgeschlossen. Zudem wird die Verkehrswende im Koalitionsvertrag gar nicht erwähnt."



Dagegen schreibt der Tagesspiegel: Fährt lieber U-Bahn als Fahrdienst: Wie tickt der neue Verkehrsminister? (26.11.21)

"In der Landeshauptstadt Mainz erinnert man sich gut an Wissing. "Wer die Vorstellung hat, er als FDP-Mann würde Lobbypolitik für Porsche-Fahrer machen, ist naiv", sagen politische Beobachter. Der Minister habe sich durchaus auch mal mit dem konservativen Teil der Liberalen angelegt. (...) Mit seinem Nahverkehrsgesetz hat er den ÖPNV in die Hände der Kommunen gelegt, damit die mehr Gestaltungsmöglichkeiten bekommen. (...) Wer durch Rheinland-Pfalz fährt, durchquert drei Tarifverbände, was die Fahrt unnötig teuer macht. Das hätte Wissing gerne abgeschafft, er scheiterte aber am Beharrungsvermögen der Verbände. Besser lief die Reaktivierung alter Bahnstrecken."



Süddeusche Zeitung: Abfahrt ins Ungewisse (25.11.21)

"Der neue Verkehrsminister Volker Wissing übernimmt einen schwierigen Posten, er muss den Sektor rasch verändern. (...) Noch führt der dritte CSU-Politiker in Folge seit 2009 das Bundesverkehrsministerium, da verschafft sich sein Nachfolger schon mal mit klaren Ansagen Gehör: "Es sind enorme Veränderungsprozesse nötig", sagte Volker Wissing (...) Die neue Regierung müsse den Bahnverkehr besser takten und eine dichtere Ladesäulen-Infrastruktur für E-Autos aufbauen, sagt er im Sender Phoenix. (...) Die Ansprüche des designierten Verkehrsministers an die eigene Politik sind groß. Das Problem ist nur: Der Koalitionsvertrag bleibt beim Thema Verkehr an wichtigen Stellen äußerst vage. (...) Wie aber solle ein Minister umstrittene Vorhaben durchsetzen, wenn sich schon die Verhandler des Vertrags von SPD, Grünen und FDP daran die Zähne ausbissen, fragt ein Mitglied des Verhandlungsteams für den Verkehr."
    
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Martin H.
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 19:43


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Also der Papierkorb ist leer.... unsure.gif

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 21:15


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QUOTE (Rohrbacher @ 27 Nov 2021, 19:33)
Wurde hier ein Beitrag gelöscht? War das Zitat zu lang, oder war ich nur zu blöd richtig Enter zu drücken?

Suchst Du eventuell den Beitrag:

https://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=4...80&#entry746225

?
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 27 Nov 2021, 21:57


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QUOTE (Metropolenbahner @ 27 Nov 2021, 21:15)
Suchst Du eventuell den Beitrag

laugh.gif Ups. Danke, dann hab ich mich wohl noch viel stärker verklickt als angenommen, weil in DAS Thema sollte der Beitrag eigentlich gar nicht. Konsequenterweise hab ich ihn zum Bearbeiten HIER nicht mehr vorgefunden. ph34r.gif
    
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