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[M] MVG-Buszüge, war: MVG testet Bus mit Anhänger [Zur Themenübersicht]
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 4 Sep 2018, 19:53


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 7766




Soweit ich weiß, ist genau das die "Aufgabe" der Anhänger-Lenkung. Ein ungelenkter Anhänger, der nur hinterhergezogen wird, der wird in den Radius reingezogen, fährt also eine engere Kurve, als das Zugfahrzeug. mit der aktiven Lenkung wird genau das verhindert. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, daß das Fahrgefühl im Anhänger ein anderes ist, als im Zugfahrzeug.
    
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Martin H.
  Geschrieben am: 4 Sep 2018, 20:36


Lebende Forenlegende


Status: Globaler Moderator
Mitglied seit: 6 Jan 10
Beiträge: 8211

Wohnort: München


Beim Hänger sind sogar alle Achsen gelenkt.

Irgendwie ist es anders als mit einem Gelenker, da fehlt quasi das Gefühl wann man um die Kurve ist außer man schaut in die Spiegel.
Selbst durfte ich auch schon hinten mitfahren als einziger im Spätverkehr, hatte wirklich was von Wilder Maus.

Und man kann auch zügig und komfortabel fahren, macht nicht gar so viel Zeit gut aber bringt auch was, nur spielt dann besonders und auch im Allgemeinen wieder das Auto eine Rolle das or einem reinzieht und bremst.......

Kenne aber auch trotzdem so Kandidaten die wirklich nur zwei Pedalstellungen kennen, manche Busse machen es einem aber auch nicht leicht.

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das Dass
Forenanleitung
auf der Ignorierliste: Politisches
Bis Anfang März nur sporadisch hier, zu viel zu tun.
    
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gmg
  Geschrieben am: 4 Sep 2018, 22:00


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3874

Wohnort: München


QUOTE (Cloakmaster @ 4 Sep 2018, 20:53)
Soweit ich weiß, ist genau das die "Aufgabe" der Anhänger-Lenkung. Ein ungelenkter Anhänger, der nur hinterhergezogen wird, der wird in den Radius reingezogen, fährt also eine engere Kurve, als das Zugfahrzeug.

Nennen wir es, einen passiv gelenkten Anhänger, der wie ein einachsiger Fahrradanhänger dem Weg des Zugfahrzeuges folgt. Einen solchen Fall haben wir ja beim Gelenkbus.

Dort kürzt die starre Mittel-Achse des Buses die Kurve ab, der Fahrer spürt das aber und fährt entsprechend. Das hintere Glied folgt dann der Spur der starren Achse.

Beim Buszug hingegen folgt der Anhänger ebenfalls der Spur der starren Achse, gleichzeitig lenkt der Anhänger aber in eine noch engere Kurve bei gleicher Geschwindigkeit. Das muss so sein, weil der Anhänger sonst die eh schon abgekürzte Kurve des Bushecks noch einmal abkürzen würde und man somit einen insgesamt größeren Kurvenradius* bräuchte.

Die Nebenwirkung ist aber, dass man ganz hinten herumgeschleudert wird, ähnlich wie in einem Auto das rückwärts in eine Kurve fährt und dabei ausschert. Man könnte auch sagen, durch die Lenkung der letzten Achse schert der Anhänger soweit aus, dass er die doppelt abgekürzte Kurve wieder ausgleicht.

Ich hoffe, ich konnte das jetzt verständlich machen. Wenn nicht, setzt euch mal hinten rein und lest meinen Beitrag währenddessen oder kurz danach. euer Magen wird euch dann schon erklären, was ich meine. wacko.gif




*Ein gutes Beispiel dafür, wie groß die Kurvenradien bei passiv gelenkten Anhängern sind, sieht man bei Gepäckzügen an Flughäfen. Dort muss man ganz große Kurven fahren, weil sonst jeder Wagen die Spur des Vorderwagens etwas abkürzen würde.

Bearbeitet von gmg am 4 Sep 2018, 22:01

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146225
  Geschrieben am: 5 Sep 2018, 04:56


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 13565

Alter: 40
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Das Abbiegen bzw. die enge Kurve ist eigentlich eine gute praktische Antithese zu deiner Annahme: mit dem Gelenkbus muss der Fahrer mit dem Vorderwagen ja weit in die Kreuzung hineinfahren, damit über den Knickwinkel der meistens schiebende Nachläufer am Ende nicht irgendwo im Innenbogen hängen bleibt. Beim Buszug entfällt dies, weil der Anhänger dem Zugfahrzeug spurtreu folgt, d.h. die Kurve, welche das Zugfahrzeug nehmen kann, kann auch der Anhänger im gleichen Radius nehmen.

Ein Bus bleibt von seinem Fahrverhalten halt immer ein Bus - Laufruhe wie bei einem Schienenfahrzeug kann man da nicht erwarten.

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Reinhard Busfan
  Geschrieben am: 5 Sep 2018, 10:58


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Eine Laufruhe wie beim Schienenfahrzeug kann man beim Bus schon deswegen nicht erwarten, weil die Straßen die er befährt nicht immer in einem "Top-Zustand" sind. Will heißen: es sind auch veritable Ruckelpisten darunter. Kennt jemand von euch Schienen, die "wellig" sind? M. E. gab es das nur in der damaligen DDR. Ausgeleierte Gleise und auch horizontale Unterschiede im Gleis konnte ich selbst kurz nach der Deutschen Einheit in Dresden sehen, wo eine Cousine von mir lebt. Aber selbst dort sind solche Zustände mittlerweile Vergangenheit. Schienen werden regelmäßig geschliffen und sind top eben angelegt. Die Gleisbetten werden regelmäßig gestopft. Da kann man natürlich von anderem Fahrkomfort sprechen.

Ich würde mir wünschen, dass zumindest Straßen, auf denen Linienbusse verkehren, auch immer top gepflegt wären.

Und zum Thema Buszug: es hängt sehr viel vom Fahrer ab, wie hoch der Komfort in den Kurven ist. Aber das ist ja auch hinreichend diskutiert worden. Übrigens: Fliehkräfte treten bei jedem Fahrzeug in den Kurven auf. Man kann selbst mit einem Pkw den Mitfahrer oder die Mitfahrerin magenkrank machen. Je länger jedoch der Radstand ist, dass sind beim Standard-Bus regelmäßig mehr als 6 Meter, desto unangenehmer wird es für den Fahrgast, wenn die Fahrerin oder der Fahrer durch die Kurve heizt. Und bei Fahrzeugen mit gelenkter zweiter Achse - wie dem Busanhänger - wird es dann halt noch unangenehmer.

Da hilft nur eines: fünf Module Fortbildung innerhalb von fünf Jahren muss jeder Berufskraftfahrer durchlaufen, um seine Fahrerlaubnis der Klasse C / CE oder D / DE zu erhalten, wenn er diese gewerblich nutzen will (Angestellter eines Transportbetriebes). Praktische Fahrübungen mit Busgespannen - sofern vorhanden - könnten dann auch ein Element dieser Fortbildungen werden. Dabei dürfen dann - wie es hier schon ein User beschrieben hat - gerne alle anderen Fahrer/innen hinten im Anhänger Platz nehmen. So lernen sie selbst am besten kennen, wie sich eine zu schnelle Kurvenfahrt auf das Wohl der Fahrgäste auswirkt. Mit Kritik untereinander könnte dieser Mangel schnell behoben werden, so meine Meinung.

PS: Habe selbst alle Fahrerlaubnis-Klassen und auch Erfahrung mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen. Der Buszug gehört mit dazu!

Bearbeitet von Reinhard Busfan am 5 Sep 2018, 11:00
    
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Oliver-BergamLaim
  Geschrieben am: 5 Sep 2018, 11:33


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Reinhard Busfan @ 5 Sep 2018, 11:58)
Eine Laufruhe wie beim Schienenfahrzeug kann man beim Bus schon deswegen nicht erwarten, weil die Straßen die er befährt nicht immer in einem "Top-Zustand" sind. Will heißen: es sind auch veritable Ruckelpisten darunter. Kennt jemand von euch Schienen, die "wellig" sind?

Viel Spaß beim Straßenbahnfahren in der Ukraine biggrin.gif biggrin.gif biggrin.gif
    
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gmg
  Geschrieben am: 5 Sep 2018, 11:46


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3874

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QUOTE (146225 @ 5 Sep 2018, 05:56)
Das Abbiegen bzw. die enge Kurve ist eigentlich eine gute praktische Antithese zu deiner Annahme: mit dem Gelenkbus muss der Fahrer mit dem Vorderwagen ja weit in die Kreuzung hineinfahren,

Mit der VorderACHSE muss er weit in die Kreuzung hinein! Die Hinterachse fährt dabei wesentlich langsamer in einer sehr engen Kurve, sodass man auch nicht so sehr herumgeschleudert wird. Das ist so bei jedem Bus, egal ob er ein Gelenk, einen Anhänger oder auch nichts hinter sich her zieht. Das liegt an seinem langen Radstand, wie Reinhard schon schrieb.

QUOTE
damit über den Knickwinkel der meistens schiebende Nachläufer am Ende nicht irgendwo im Innenbogen hängen bleibt.
Der Nachläufer folgt der Spur der zweiten Achse. die zweite Achse selbst fährt wie gesagt aber auch schon eine viel engere Kurve.

QUOTE
Beim Buszug entfällt dies, weil der Anhänger dem Zugfahrzeug spurtreu folgt, d.h. die Kurve, welche das Zugfahrzeug nehmen kann, kann auch der Anhänger im gleichen Radius nehmen.
Wie ich schon sagte, die Hinterachse des Zugfahrzeuges fährt eine viel engere Kurve als die Vorderachse. Da die Kupplung in der Nähe der Hinterachse ist, folgt der Anhänger auf der engen Kurve. Da er aber zwei lenkende Achsen hat, fahren beide Enden des Anhängers diese enge Kurve voll aus. Zu diesem Zeitpunkt fährt das Zugfahrzeug aber schon wieder geradeaus. Wenn jetzt der Fahrer nicht aufpasst -- und das tun die wenigsten -- fährt der Anhänger unangenehm schnell durch die enge Kurve.

QUOTE
Was insgesamt die Kurvenfahrt einfacher und angenehmer macht als beim Gelenker?
Höchstens für den vorne sitzenden Fahrer. Ohne diese zweiachsige Anhängerlenkung wäre es schlicht und einfach nicht möglich, mit einem Buszug so enge Kurven zu fahren.

QUOTE
Ein Bus bleibt von seinem Fahrverhalten halt immer ein Bus - Laufruhe wie bei einem Schienenfahrzeug kann man da nicht erwarten.

Ich bin hier dabei, zu analysieren, warum man ganz konkret im Anhänger so herumgeschleudert wird. Da helfen uns solche abgedroschenen Plattitüden nicht weiter.

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Aquí se habla s-bahñol.
    
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gmg
  Geschrieben am: 5 Sep 2018, 11:56


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Oliver-BergamLaim @ 5 Sep 2018, 12:33)
Viel Spaß beim Straßenbahnfahren in der Ukraine biggrin.gif biggrin.gif biggrin.gif

Wenn der Tramfahrer beschleunigt, wenn die letzten Wagen/Nachläufer noch in der Kurve sind, kann ich mir das schon vorstellen. Trotzdem fahren Trams, glaube ich, nicht gar so enge Kurven wie ein Buszug.

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Aquí se habla s-bahñol.
    
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218217-8
  Geschrieben am: 5 Sep 2018, 23:16


Kaiser


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Beiträge: 1174




QUOTE (gmg @ 4 Sep 2018, 22:00)
Die Nebenwirkung ist aber, dass man ganz hinten herumgeschleudert wird, ähnlich wie in einem Auto das rückwärts in eine Kurve fährt und dabei ausschert. Man könnte auch sagen, durch die Lenkung der letzten Achse schert der Anhänger soweit aus, dass er die doppelt abgekürzte Kurve wieder ausgleicht.

Schön verständlich erklärt. Genau so ist es.
QUOTE (gmg @ 4 Sep 2018, 22:00)
Ich hoffe, ich konnte das jetzt verständlich machen. Wenn nicht, setzt euch mal hinten rein und lest meinen Beitrag währenddessen oder kurz danach. euer Magen wird euch dann schon erklären, was ich meine. wacko.gif

laugh.gif Gute Idee!

QUOTE (gmg @ 5 Sep 2018, 11:46)
Wie ich schon sagte, die Hinterachse des Zugfahrzeuges fährt eine viel engere Kurve als die Vorderachse. Da die Kupplung in der Nähe der Hinterachse ist, folgt der Anhänger auf der engen Kurve. Da er aber zwei lenkende Achsen hat, fahren beide Enden des Anhängers diese enge Kurve voll aus. Zu diesem Zeitpunkt fährt das Zugfahrzeug aber schon wieder geradeaus. Wenn jetzt der Fahrer nicht aufpasst -- und das tun die wenigsten -- fährt der Anhänger unangenehm schnell durch die enge Kurve.

Auch das ist absolut richtig. Ich kenne die Anhängerzüge als Fahrer und als Fahrgast und kann das so bestätigen. Dieser Punkt ist bezüglich Fahrkomfort der heikelste bei den Anhängerzügen und sollte bei der Schulung der Fahrer thematisiert und am Besten selbst "erfahren" werden, wie du und Cloakmaster auch schon vorgeschlagen habt.
    
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Reinhard Busfan
  Geschrieben am: 17 Sep 2018, 11:30


Routinier


Status: Mitglied
Mitglied seit: 28 Sep 15
Beiträge: 390




Die MVG hat einen ihrer Buszüge an die Grazer Linien in Österreich zu Testzwecken verliehen. Es handelt sich um ein MAN / HESS Gespann.

Bearbeitet von Reinhard Busfan am 17 Sep 2018, 11:31
    
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DUEWAG-IBK
  Geschrieben am: 17 Sep 2018, 15:51


Mitglied


Status: Mitglied
Mitglied seit: 29 Dec 14
Beiträge: 31




Wie auf diesem Foto der FB-Seite "Busfotos by Grazer" zu sehen, soll es sich um das Gespann 4961 und 5938 handeln.
    
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