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ICE 511 brennt zwischen Köln und Frankfurt [Zur Themenübersicht]
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146225
  Geschrieben am: 21 Oct 2018, 11:10


Lebende Forenlegende


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Alter: 40
Wohnort: TH


Vor allem scheint es mir nur medienwirksamer Aktionismus zu sein, ein lautes: "Schaut her, wir tun was!"

Dass der DB-Konzern in seiner Fahrzeuginstandhaltung (hausgemachte) Probleme wie Kostendruck und Personalmangel hat, wird ja täglich sichtbar: versiffte Züge, die mit "+ xy Minuten wegen einer technischen Störung am Zug" oder "heute ohne ..." unterwegs sind, sind genauso ein Indiz wie der Brand des 403. Allerdings letzterer eben in einer Kategorie, von der wir nicht hoffen wollen, dass sie sich demnächst mal öfter auf DB-Gleisen wiederholt.


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Und vergessen Sie nicht: Bevor Sie gehen -
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218 466-1
  Geschrieben am: 21 Oct 2018, 13:51


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 5804

Alter: 39
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QUOTE (Fichtenmoped @ 21 Oct 2018, 04:07)
http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/untern...n-15848899.html
QUOTE
...
Die Deutsche Bahn lässt nach dem Brand eines ICE 3 alle 60 Züge dieser Baureihe technisch prüfen. Zugleich laufen die Untersuchungen zur Ursache des Brandes vor etwas mehr als einer Woche weiter, teilte der Konzern mit.
...
Das soll ohne Betriebseinschränkungen über die Bühne gehen, wer‘s glaubt.
Naja, solange nur die Linien 41, 42 und 43 über KRM fahren und der Rest ganz oder zumindest über den KRM-Abschnitt ausfällt, (Rheintalumleitungen gib es nicht mehr), kann man (theoretisch, wenn es sonst keine weitere defeke 403 gibt) je einen Tz vlt. momentan für jew. 48h entbehren. Durch vorzeitige Wenden in Köln bzw. Frankflug, spart man Umläufe.
Und selbst wenn nicht - bei den vielen regulären Ausfällen kommt es auf einen Umlauf mehr pro Tag, der nicht fährt, auch nicht mehr an und man kann das schön der KRM in die Schuhe schieben. D.h. regelmässige DB-Fahrgäste werden davon nichts spüren. ph34r.gif
120 Tage für 60 Tz sind auch genug Zeit, weil bei DB Netz muss man auch nicht befürchten, dass die KRM schon früher wieder zweigleisig befahrbar sein könnte. laugh.gif
QUOTE (DB @ 20 Oct 2018, 08:00)
Für eine schnelle Sanierung laufen die Planungen und Vorbereitungen weiter auf Hochtouren. Die umfangreichen Untersuchungen zum Zustand der Infrastruktur laufen weiter. Mögliche Konzepte zur Sanierung der Gleise sind in Arbeit. Hier fließen die Analyseergebnisse der externen Sachverständigen mit ein, die voraussichtlich Mitte kommender Woche vorliegen. Parallel beginnen die vorbereitenden Arbeiten auf der Baustelle. Mitarbeiter und Fachleute stehen für die kurzfristige Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen bereit. Notwendige Materialien und Baufahrzeuge sind geordert.
Züge fahren wieder über Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main

Die werden also irgendwann ab Mitte nächster Woche damit anfangen, die Sanierung zu planen und dann vlt. noch dieses Jahr mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen. rolleyes.gif

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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Rev
  Geschrieben am: 21 Oct 2018, 14:35


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 2826

Alter: 34



QUOTE
Die werden also irgendwann ab Mitte nächster Woche damit anfangen, die Sanierung zu planen und dann vlt. noch dieses Jahr mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen. rolleyes.gif

Gott bist du ein Gscheidhaferl am besten schickst du alle Arbeits und Baupläne direkt an die DB dann können wir ab Mittwoch ja wieder auf beiden Gleisen fahren.... Man man man ...
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 6 Nov 2018, 12:47


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 23 Oct 13
Beiträge: 2570




Ich hab den Thread jetzt nicht verfolgt, aber doppelt schadet es sicher nicht: Laut Radiobericht war die Unglücksursache eine Explosion im Kühlkreislauf des Trafos.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 6 Nov 2018, 12:47
    
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Fichtenmoped
  Geschrieben am: 6 Nov 2018, 13:48


Lebende Forenlegende


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Wohnort: LK Freising


QUOTE (Metropolenbahner @ 6 Nov 2018, 13:47)
Ich hab den Thread jetzt nicht verfolgt, aber doppelt schadet es sicher nicht: Laut Radiobericht war die Unglücksursache eine Explosion im Kühlkreislauf des Trafos.

Hier etwas schriftliches...
http://www.lvz.de/Nachrichten/Wirtschaft/V...er-ueberbrueckt
QUOTE

...
Bekannt ist, dass die Deutsche Bahn bei den älteren ICE-1- und ICE-2-Modellen gelegentlich das sogenannte Buchholzrelais überbrückt. Das Bauteil ist dafür zuständig das Transformatoren-Öl zu überwachen und eine Überhitzung zu melden und notfalls den Transformator abzuschalten. Laut Experte Hecht deute auch der Unfall Mitte Oktober „ganz stark auf eine Explosion im Kühlkreislauf des Transformators hin.“ Hecht erklärt weiter: „So etwas tritt auf, wenn das Buchholzrelais nicht funktioniert.“
...


Und was macht dieses Buchholz-Relais?
https://de.wikipedia.org/wiki/Buchholz-Relais
QUOTE

Das Buchholz-Relais, auch Buchholzschutz genannt, ist eine elektrische Schutzeinrichtung in flüssigkeitsisolierten Leistungstransformatoren sowie Drosselspulen mit Ausdehnungsgefäß. Sie wurde 1921 von dem Ingenieur Max Buchholz entwickelt. Das Buchholz-Relais zeigt Fehler wie elektrische Kurzschlüsse, Windungsschlüsse oder auch Mangel an Transformatorenöl an. Bei kleineren Fehlern wird dieser Zustand nur gemeldet, die sogenannte Buchholzwarnung, und bei stromstarken Fehlern wie zum Beispiel Kurzschlüssen wird der Transformator oder Drosselspule im Rahmen der Buchholzauslösung automatisch abgeschaltet um einer Zerstörung vorzubeugen.
...


Sollte dieser Vorwurf stimmen, dann hat die Bahn ein echtes Problem.

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Aufgrund von Rostschäden besteht Signaturersatzverkehr!

Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 6 Nov 2018, 14:55


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Fichtenmoped @ 6 Nov 2018, 07:48)
Und was macht dieses Buchholz-Relais?
Das hier. Würde hier im Forum manchmal auch nicht schaden. ph34r.gif

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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Mark8031
  Geschrieben am: 6 Nov 2018, 15:40


Kaiser


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Beiträge: 1955

Alter: 42
Wohnort: Maisach


QUOTE (218 466-1 @ 6 Nov 2018, 14:55)
Das hier. Würde hier im Forum manchmal auch nicht schaden. ph34r.gif

Dann fang mal an....

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imp-cen
  Geschrieben am: 6 Nov 2018, 18:45


Kaiser


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Beiträge: 1218

Wohnort: [M] ON


Wie hab ich heute gehört: Das Bauteil macht so viele Fehlmeldungen/Störungen, deswegen wird das überbrückt oder gar ignoriert.

Das klingt wie beim Meridianunglück mit dem Signalsystem. Wir fahren auf Ersatzsignal und das in D nicht im Schritttempo, weil das bei der Häufigkeit der Störungen sonst den Verkehr/das Netz zusammenbrechen lassen würde.

Wenn der Ausnahmefall erst zur Gewohnheit und denn zur Regel wird... - haben wir echt ein Problem in der Infrstruktur.

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Für die dauerhafte werktägliche U8
sommerzeitfreier Lebensstil
    
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gmg
  Geschrieben am: 8 Nov 2018, 21:39


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Dienstag in Report Mainz kam ein Beitrag zu dem Brand und zum Buchholzrelais.



PS: Buchenholz nimmt man ja gerne als Brennholz, habe ich gehört.

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Aquí se habla s-bahñol.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 9 Nov 2018, 01:27


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Naja, bei der ganzen Aufregung muss man auch aufpassen, hier wird (auch von den bei Report Mainz genannten Experten) mal wieder mehr spekuliert als gewusst.

Zum Thema es hat 39 mal in ICEs gebrannt: Da ist ja auch die Frage was jeweils war. Wird da eine brennende Zeitung auf die jemand beim Rauchen auf dem Klo eine Zigarette drauf geworfen hat mitgezählt? Es gibt viele mögliche Brandursachen, ohne dass jedes mal eine Katastrophe zu befürchten ist.

Auch beim Buchholzschutz ist es nicht so einfach wie es dargestellt wird:
Das Buchholzrelais überwacht nicht etwa eine Überhitzung des Trafos, sondern aufsteigendes Gas im Trafo, wie es zum Beispiel bei Überhitzungen entstehen kann. Das Problem an der Stelle ist dass anfangs Gas auch bei Trafos, die frisches Trafoöl bekommen haben, aufsteigt, bis sich da mal alles beruhigt hat. In den ersten Tagen nach dem Tausch ist es also ganz "normal" dass das Buchholzrelais auslöst. Daher kommt vermutlich die bei Report Mainz erwähnte Regel, dass die ersten 10 Tage nach außerplanmäßigem Tausch des Trafos der Buchholzschutz deaktiviert ist. Planmäßige Austäusche wird man wohl bei größeren Wartungen machen, wo der Zug eh lange steht wegen anderen Arbeiten, so dass hier die Überbrückung nicht nötig ist.

Interessant wäre in dem Zusammenhang warum man das beim ICE3 nicht macht - möglicherweise hat man hier technisch etwas verbessert so dass das Problem nicht mehr besteht?

Unabhängig davon ist das ganze wieder reine Spekulation, die Brandursache ist offenbar nach wie vor nicht geklärt, und die DB hat offenbar auch bekanntgegeben dass der Buchholzschutz nicht überbrückt war.

Ein andauerndes Problem dagegen ist die Abschaltung der Oberleitung - laut Artikel der LVZ musste die Feuerwehr über eine Stunde warten bis sie mit den Löscharbeiten beginnen konnte, weil der Notfallmanager erst nach 40 Minuten eingetroffen ist, und erst nach weiteren 45 Minuten die Oberleitung geerdet hatte. Das geht so natürlich nicht, da braucht es dringend Verbesserungen.

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 9 Nov 2018, 04:56


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QUOTE (gmg @ 8 Nov 2018, 15:39)
Dienstag in Report Mainz kam ein Beitrag zu dem Brand und zum Buchholzrelais.
Und da wurde nur Schwachsinn erzählt. Fake News! mad.gif

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Boris Merath
  Geschrieben am: 9 Nov 2018, 13:39


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QUOTE (Boris Merath @ 9 Nov 2018, 02:27)
Zum Thema es hat 39 mal in ICEs gebrannt: Da ist ja auch die Frage was jeweils war. Wird da eine brennende Zeitung auf die jemand beim Rauchen auf dem Klo eine Zigarette drauf geworfen hat mitgezählt? Es gibt viele mögliche Brandursachen, ohne dass jedes mal eine Katastrophe zu befürchten ist.

Zitat aus der Pressemitteilung der DB:
"Bei den von „Report Mainz“ genannten 39 Brandfällen lagen größtenteils keine technischen Ursachen vor. Auslöser waren unter anderem Papierbrände in Mülleimern durch glimmende Zigaretten, Brandstiftung in WC-Räumen oder Rauchentwicklungen ohne offene Flamme, beispielsweise durch eine feststehende Bremse."

Ich finde es schade dass hier schon wieder so unsachlich rumspekuliert wird, und sich daran auch Professoren als Experten beteiligen.

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