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Rhätische Bahn, Die Staatsbahn in Graubünden [Zur Themenübersicht]
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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 25 Sep 2018, 21:41


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„Servus mitnand“ und „Hoi zäma“!

Manch einer hat es bestimmt schon mitbekommen: den TramBahnFreak hat es vor einigen Monaten in eine gänzlich TramBahnFreie Gegend verschlagen: nach Graubünden.

Und weil es da eisenbahn- und verkehrstechnisch durchaus interessant zugeht, werde ich versuchen, in diesem Thema alles Wichtige / Interessante / Wissenswerte / Neue / Spannende / ... bezüglich des hiesigen Haupt-Verkehrsträgers zusammenzustellen.

Gleichzeitig freue ich mich natürlich, wenn andere auch dazu beitragen, dieses Thema zu befüllen.
Und selbstverständlich sind auch Fragen aller Art jederzeit willkommen. smile.gif

Viele Grüsse aus GR und bis demnächst. cool.gif

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Huift ja doch nix...
    
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146225
  Geschrieben am: 25 Sep 2018, 21:45


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Salve,

e perchè in Grigione l' Italiano è una lingua ufficiale, posso dire: mi piace! smile.gif

(Für die des Italienischen (eine der offiziellen Sprachen im Kanton Graubünden) nicht mächtigen: ich begrüße das neue Thema freudig, oder, um im deutschschweizer Idiom zu bleiben: S'isch mega!)


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But I ain't never crossed a man that didn't deserve it | Me be treated like a punk: you know, that's unheard of | You better watch out your talkin' and where you walking | Or you and your homies might be lined in chalk | Aus: Coolio, "Gangsta's Paradise"
    
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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 25 Sep 2018, 21:51


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Das freut mich! smile.gif

(Jetzt fehlt deine Aussage nur noch auf Romanisch - da muss ich allerdings noch mehr passen als beim Italienischen. Trotz 8 Jahren mehr oder weniger erfolgreichen Latein-Unterrichts... cool.gif )

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Huift ja doch nix...
    
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146225
  Geschrieben am: 25 Sep 2018, 21:58


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Rumantsch (außer "Allegra!") kann ich auch nicht, mi spiace. wink.gif

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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 25 Sep 2018, 22:18


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Zum Beginn möchte ich den Leser(inne)n einen kleinen Überblick über das von der RhB bediente Netz verschaffen.

Seit der 1997 erfolgten Um-Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Arosa auf das RhB-typische Wechselstrom-System, lässt sich das Netz der Rhätischen Bahn in zwei Teile unterteilen:
- Stammnetz
- Berninabahn

Ersterer ist mit 11 kV Wechselstrom elektrifiziert, zweiterer mit 1000 V Gleichstrom.

Ausserdem unterscheiden sich die beiden Streckennetze in der maximalen Steigung:
Während im Stammnetz maximal 45%o vorkommen (Chur-Arosa bis zu 60%o), findet man auf der Bernina-Linie Steigungen und Gefälle von bis zu 70%o - selbstverständlich ohne Zahnstange oder sonstige Hilfsmittel.


Das Stammnetz umfasst alle Strecken im Rheintal und im Inntal, das heisst in folgenden Talschaften:
- Churer Rheintal
- Surselva
- Schanfigg
- Prättigau
- Albulatal
- Landwassertal
- Engadin (Ober- und Unterengadin)

Die Berninalinie hingegen bildet die Hauptverkehrsader im Valposchiavo und die Verbindung ins Oberengadin.


Somit ergibt sich folgende Aufteilung der betriebenen Strecken:

Stammnetz:
- Landquart - Klosters - Vereina - Saglians - Scoul-Tarasp
- (Landquart -) Klosters - Davos - Filisur
- Landquart - Chur - Reichenau-Tamins - Disentis/Mustér (Übergang zur MGB)
- (Chur -) Reichenau-Tamins - Filisur - Bever - Samedan - St. Moritz
- (Scuol-Tarasp -) Saglians - Susch - Bever - Samedan - Pontresina
- (Landquart -) Vereina - Susch (- St. Moritz)
- Chur - Arosa

Bernina:
- St. Moritz - Pontresina - Berninapass - Poschiavo - Tirano


Betriebsmittelpunkt des Stammnetzes ist der Ort Landquart - an sich klein und unbedeutend, als Verkehrsknoten für den gesamten Kanton nicht wegzudenken.


Eine grafische Übersicht über das Streckennetz und die betriebenen Linien ist auch auf der Website der RhB zu finden. smile.gif

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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 29 Sep 2018, 22:08


Kaiser


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Interessant ist ja, dass man finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist und auch schon oft zum Sparen angehalten war, inkl. auch Entlassungen. An der Infrastruktur wurde scheinbar aber nie gespart, denn es scheint sehr sehr viele Kreuzungsbahnhöfe zu geben, die zwar im Regelfall vielleicht nicht genutzt werden, aber z. B. bei Verspätungen helfen das nicht aufzuschaukeln.

Was ich ärgerlich finde, dass man scheinbar nie ernsthaft geplant hat, die Misoxerbahn mit dem RhB-Stammnetz zu verbinden. Das hätte doch auch Potential. Eine Linie Bellinzona - Chur. Da klafft heute eine Lücke und man überlässt den San Bernardino der Gummikonkurrenz (und damit meine ich nicht PostAuto, die sind eine gute Ergänzung nach typisch schweizer Art).
Daher verstehe ich nicht wieso es keine Pläne mehr gibt.

Richtung Südtirol und auch evtl. gen Landeck gibt es ja Planungen, die Strecke von Scuol-Tarasp zu verlängern.
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 1 Oct 2018, 10:46


Kaiser


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Ich habe mich, dank dieses Beitrages, mal wieder etwas mit der RhB befasst.

Schön ist ja, dass die Infrastruktur auch dort verbessert wird, wo die größten Verspätungsfallen sind und z. B. Bever - Samedan zweigleisig ausgebaut wird.
Aus meinen Erfahrungen sind ja die wenigen Züge der RhB auf die Minute pünktlich, wohl auch aufgrund der Eingleisigkeit und dem Abwarten der Anschlüsse. Es schaukelt sich aber aufgrund der vielen Kreuzungsbahnhöfe nie wirklich groß auf (was ja bei der DB Netz-Infrastuktur dann schnell zu einer Verdoppelung und mehr führt).

Ich habe eine interessante Studie gefunden, die schon etwas älter ist. Es wäre schön und gut, wenn davon wirklich noch was umgesetzt würde um das Netz zu beschleunigen, aber auch um neue Orte anzubinden. Leider befürchte ich (da 2001), dass da von diesen Projekten nichts umgesetzt wird, obwohl das bei den niedrigen Geschwindigkeiten des Netzes durchaus wichtig wäre im Vergleich zum MIV, wenn auch durch die 80 der Abstand nicht ganz so groß ist (aber Umfahrungstunnel usw. beschleunigen da massiv).
Arbeitsbericht Zukunft Graubünden
    
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guru61
  Geschrieben am: 1 Oct 2018, 11:22


Haudegen


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QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 29 Sep 2018, 23:08)
Was ich ärgerlich finde, dass man scheinbar nie ernsthaft geplant hat, die Misoxerbahn mit dem RhB-Stammnetz zu verbinden. Das hätte doch auch Potential. Eine Linie Bellinzona - Chur. Da klafft heute eine Lücke und man überlässt den San Bernardino der Gummikonkurrenz (und damit meine ich nicht PostAuto, die sind eine gute Ergänzung nach typisch schweizer Art).
Daher verstehe ich nicht wieso es keine Pläne mehr gibt.

Richtung Südtirol und auch evtl. gen Landeck gibt es ja Planungen, die Strecke von Scuol-Tarasp zu verlängern.

Hallo
Die Misoxerbahn war damals über den San Berardino geplant. Wie auch die Verlängerung vom St. Moritz nach Chiavenna und von Schuls nach Landeck.
Rat mal, was dazwischen gekommen ist?
Und nachher war Europa so demoliert, dass für alles kein Geld mehr vorhanden war!
Gruss Guru
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 1 Oct 2018, 11:45


Kaiser


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QUOTE (guru61 @ 1 Oct 2018, 12:22)
Hallo
Die Misoxerbahn war damals über den San Berardino geplant. Wie auch die Verlängerung vom St. Moritz nach Chiavenna und von Schuls nach Landeck.
Rat mal, was dazwischen gekommen ist?
Und nachher war Europa so demoliert, dass für alles kein Geld mehr vorhanden war!
Gruss Guru

Hallo,

mir sind die Planungen ja bekannt und welche zwei schrecklichen Ereignisse das verhindert haben.

Es ging um Planungen in der jüngeren Vergangenheit. Die Misoxerbahn wurde ja erst vor wenigen Jahren endgültig gekillt. Wieso hat man sich die Option nicht ofengehalten dort einen Bernardinotunnel zu bauen?

Von St. Moritz gibt es ja in dem PDF von 2001 Verlängerungsideen, da der MIV in dem Tal sehr hoch ist, aber man hört auch nichts mehr davon.

Scuol - Mals bzw. Landeck hört man wenigstens immer wieder was, aber richtig konkret ist da auch nichts.
    
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mapic
  Geschrieben am: 1 Oct 2018, 11:50


Lebende Forenlegende


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Ist die Verlängerung von St Moritz in Richtung Maloja eigentlich nach dem Neubau des Bahnhofs überhaupt noch so einfach möglich, oder hat man diese Überlegungen mit dem Umbau sowieso beerdigt?

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guru61
  Geschrieben am: 1 Oct 2018, 11:57


Haudegen


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QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 1 Oct 2018, 12:45)
QUOTE (guru61 @ 1 Oct 2018, 12:22)
Hallo
Die Misoxerbahn war damals über den San Berardino geplant. Wie auch die Verlängerung vom St. Moritz nach Chiavenna und von Schuls nach Landeck.
Rat mal, was dazwischen gekommen ist?
Und nachher war Europa so demoliert, dass für alles kein Geld mehr vorhanden war!
Gruss Guru

Hallo,

mir sind die Planungen ja bekannt und welche zwei schrecklichen Ereignisse das verhindert haben.

Es ging um Planungen in der jüngeren Vergangenheit. Die Misoxerbahn wurde ja erst vor wenigen Jahren endgültig gekillt. Wieso hat man sich die Option nicht ofengehalten dort einen Bernardinotunnel zu bauen?

Von St. Moritz gibt es ja in dem PDF von 2001 Verlängerungsideen, da der MIV in dem Tal sehr hoch ist, aber man hört auch nichts mehr davon.

Scuol - Mals bzw. Landeck hört man wenigstens immer wieder was, aber richtig konkret ist da auch nichts.


Die Misoxerbahn war seit 1977 im oberen Teil eingestellt, wegen Unwetterschäden.
Der Todesstoss war aber der Strassentunnel.
Mit der Postautoverbindung nach Bellenz, ist die Misoxerlinie oder eine Verlängerung dafür tot.

Punktum Mals: Diese Zahlen sind absolut nicht seriös:
Da bahnt sich ein S21 Debakel an:
Bau Vereinalinie: 19 Km Tunnel und Zufahrten kosteten 1991 - 1997 über 800 Millionen Franken:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinatunnel
QUOTE

Der Bau des Tunnels kostete 812 Millionen Schweizer Franken, 538 Millionen waren 1985 bewilligt worden.


Nun, 20 Jahre später sollen 22km Tunnel und 16 km Bahnlinie (Von der Linie Grenze - Scuol mal nicht zu sprechen) für 1.1 Milliarden zu haben sein?

Da sag ich nur eines: Der Planer sollte sofort der Kesb gemeldet werden, denn zurechnungsfähig ist der mit Sicherheit nicht!

St Moritz wird, oder ist umgebaut: Der Bahnhof wird in einen echten Kopfbahnhof umgebaut. Die seit der Eröffnung mögliche Weiterführung ist obsolet.
Irgendwelche Träumer träumen immer wieder vom solchen Lösungen.
Diese Zeiten sind leider vorbei.

    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 1 Oct 2018, 21:46


Kaiser


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QUOTE (mapic @ 1 Oct 2018, 12:50)
Ist die Verlängerung von St Moritz in Richtung Maloja eigentlich nach dem Neubau des Bahnhofs überhaupt noch so einfach möglich, oder hat man diese Überlegungen mit dem Umbau sowieso beerdigt?

Also im kantonalen Richtplan sind diese Projekte enthalten. Allerdings natürlich nur bis maximal Sils.

Kantonaler Richtplan

Jedoch auch mit dem Verweis auf eine bloße Planung.

QUOTE (guru61)

Die Misoxerbahn war seit 1977 im oberen Teil eingestellt, wegen Unwetterschäden.
Der Todesstoss war aber der Strassentunnel.
Mit der Postautoverbindung nach Bellenz, ist die Misoxerlinie oder eine Verlängerung dafür tot.


Warum sollte da nicht ein Bahntunnel und eine besser trassierte Misoxerbahn möglich sein, wenn man wollen würde? Der Verkehr über den Bernardino ist eine Katastrophe und mehr als bedenklich. Vor einem möglichen weiteren Ausbau wäre das die Alternative.

QUOTE (guru61)

Punktum Mals: Diese Zahlen sind absolut nicht seriös:
Da bahnt sich ein S21 Debakel an:
Bau Vereinalinie: 19 Km Tunnel und Zufahrten kosteten 1991 - 1997 über 800 Millionen Franken:


Na und? Infrastruktur kostet eben. Ein Straßenausbau kostet auch und z. B. die Umfahrung Klosters war doch auch nicht umsonst oder? Nur so als Beispiel dass beim Straßenbau die Kosten scheinbar keine Rolle spielen.

Hier überlässt man dem MIV das Feld, denn die Busverbindung ist doch keine ernsthafte Alternative.

QUOTE (guru61)

St Moritz wird, oder ist umgebaut: Der Bahnhof wird in einen echten Kopfbahnhof umgebaut. Die seit der Eröffnung mögliche Weiterführung ist obsolet.
Irgendwelche Träumer träumen immer wieder vom solchen Lösungen.
Diese Zeiten sind leider vorbei.


Wieso sollen das Träumer sein? Im kontonalen Richtplan steht es noch drin.
Da steht auch drin, dass hinter St. Moritz der MIV viel zu stark ist und der Busverkehr keine Alternative. Die MIV-Quote ist im kantonalen Vergleich überdurchschnittlich hoch.
Also lieber für Milliarden neue Umgehungsstraßen und Tunnel bauen?
    
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guru61
  Geschrieben am: 2 Oct 2018, 11:22


Haudegen


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QUOTE

Also im kantonalen Richtplan sind diese Projekte enthalten. Allerdings natürlich nur bis maximal Sils.
Kantonaler Richtplan
Jedoch auch mit dem Verweis auf eine bloße Planung.


Nun, ein kantonaler Richtplan ist erst eine Wunschliste. Das regelt lediglich die Baulinien, die freigehalten werden müssen, dass allenfalls was gebaut werden kann.
Beispiel Zürich: Nach dem kantonalen Richtplan müsste das ganze Quartier Nordwärts der Langstrasse abgerissen werden, denn die Baulinien liegen im kantonalen Richtplan wesentlich hinter den Gebäuden. Und das schon seit 50 Jahren.
QUOTE

Warum sollte da nicht ein Bahntunnel und eine besser trassierte Misoxerbahn möglich sein, wenn man wollen würde? Der Verkehr über den Bernardino ist eine Katastrophe und mehr als bedenklich. Vor einem möglichen weiteren Ausbau wäre das die Alternative.

Das steht ja nicht mal im kantonalen Richtplan :-)
Schau dir die Gegend bei der Misoxerbahn im oberen Teilstück an: Man hat nicht umsonst nur bis Mesocco gebaut. Weiter oben wäre eine Entwicklung a la Berninabahn oder Zahnradbetrieb nötig geworden. mit allen Einschränkungen, wie Steigung und Geschwindigkeit.
QUOTE

Na und? Infrastruktur kostet eben. Ein Straßenausbau kostet auch und z. B. die Umfahrung Klosters war doch auch nicht umsonst oder? Nur so als Beispiel dass beim Straßenbau die Kosten scheinbar keine Rolle spielen.

Hier überlässt man dem MIV das Feld, denn die Busverbindung ist doch keine ernsthafte Alternative.

Eine Bahn erst Recht nicht für 1511 Einwohner. :-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Val_M%C3%BCstair
Abgesehen davon erschliesst der Bus den Nationalpark, ein excellentes Wandergebiet. Das heisst, man müsste den Bus auch fahren lassen.
Mag sein, dass Infrastruktur eben kostet: Aber diese müsste mindestens durch eine Volksabstimmung. Im Gegensatz zu Deutschland, würde die Vorlage sehr genau angeschaut und diskutiert. Seit dem Furkadebakel ist man vorsichtig geworden. Abgesehen davon, Wer zahlt die Defizite?

Gruss Guru

Bearbeitet von guru61 am 2 Oct 2018, 11:37
    
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mapic
  Geschrieben am: 2 Oct 2018, 11:31


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QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 1 Oct 2018, 22:46)
Wieso sollen das Träumer sein? Im kontonalen Richtplan steht es noch drin.
Da steht auch drin, dass hinter St. Moritz der MIV viel zu stark ist und der Busverkehr keine Alternative. Die MIV-Quote ist im kantonalen Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Ja, aber es gibt nun mal auch den Plan, den Bahnhof St Moritz zum Kopfbahnhof umzubauen. Und im Gegensatz zu dem Richtplan ist der bereits Realität geworden. Bis jetzt ist die frei gewordene Fläche noch nicht bebaut und auch die Brücke mit dem angedeuteten Tunnelportal für die Weiterführung der Strecke existiert soweit ich weiß noch. Aber ich weiß jetzt nicht, was mit diesen Flächen und der Brücke geplant ist. Wenn alles so bleibt wie es jetzt ist, dann ist eine Verlängerung der Strecke durchaus noch möglich. Wenn man aber vor hat, die Flächen zu bebauen, dann wars das wohl...

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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 2 Oct 2018, 12:40


Kaiser


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QUOTE (guru61 @ 2 Oct 2018, 12:22)
Das steht ja nicht mal im kantonalen Richtplan :-)
Schau dir die Gegend bei der Misoxerbahn im oberen Teilstück an: Man hat nicht umsonst nur bis Mesocco gebaut. Weiter oben wäre eine Entwicklung a la Berninabahn oder Zahnradbetrieb nötig geworden. mit allen Einschränkungen, wie Steigung und Geschwindigkeit.

Es ging mir ja um einen Basistunnel (natürlich am besten in Normalspur). Klar ist das teuer und eher unrealistisch, aber Chur - Italien wird vollends dem Busverkehr mit dem grünen F und anderen überlassen.

Wäre der Vereinatunnel nicht gebaut, ich glaube den würdest du auch zerreden oder?

Natürlich ist der Ausbau des Bestandsnetzes wichtiger, z. B. dieser Tunnel Klosters Richtung Davos, um diese Strecke zu beschleunigen, so wie man den MIV auch mit horrenden Kosten wie Umfahrung Klosters beschleunigt hat. Hier kommt ja hinzu, dass die Strecke eh zur Sanierung ansteht und der Neubau langfristig wahrscheinlich sogar wirtschaftlicher ist.
    
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