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Eisenbahnforum.de > Fernverkehr > Grundsatzdiskussion Fernbus


Geschrieben von: BMI am 22 Oct 2009, 23:59
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/10/22/news-137850714/detail.html

Erst im Regionalverkehr, jetzt im Fernverkehr... Wiederholt sich die Geschichte?

Nagut, sone Fernbusverbindung ist ja ne feine Sache: Billiger und meist schneller als die Schiene! Aber damit würden noch mehr Städte vom Schienenfernverkehr abgeklemmt, weil sich die Bahn dann garantiert auf die Kosten beruft und Investitionen scheut...


Geschrieben von: Jean am 23 Oct 2009, 12:12
Eigentlich bin ich für die Schiene. Aber die Angebote der DB sind einfach eine Frechheit. Es wäre schön wenn es mehr Konkurrenz geben würde, und sei dies auf der Straße. Dabei darf aber das Schienennetzausbau deswegen gekürzt werden. Das wäre fatal! Wie lange bräuchte wohl ein Bus für die Strecke München - Regensburg - Hof - Leipzig?

Geschrieben von: Iarn am 23 Oct 2009, 12:23
Also ich denke auf den wichtigen Strecken wird die Bahn weiterhin auf der Schiene präsent sein, aber alles was in den letzten Jahren wegen Unrentabilität eingestellt wurde, hätte mit Fernbussen wieder eine Chance.
Für die Umwelt ist ein vollausgelasteter Bus sogar eher besser.
Und für die Bahn hätte ein Fernbusverkehr auch den Vorteil, dass sie in der Wahrnehmung des Fernverkehrs wieder zu einem Premiumprodukt aufgewertet wird und die Klientel auch in der 2. Klasse evtl etwas gehobener wird.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 23 Oct 2009, 14:00
QUOTE (Iarn @ 23 Oct 2009, 13:23)
Für die Umwelt ist ein vollausgelasteter Bus sogar eher besser.

ja ja, den Floh kenn ich ... rolleyes.gif
Allem voran, daß der Straßenbau umweltfreundlicher wäre, als der Bau einer vergleichbar leistungsfähigen Bahnstrecke ph34r.gif

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 23 Oct 2009, 15:40
Private Fernbusse sollten sofort und uneingeschränkt erlaubt werden.

Was die Bahn sich im Fernverkehr leistet, ist wirklich eine Frechheit. Ich habe keine Lust, mich 6 Wochen im Voraus auf eine bestimmte Verbindung festlegen zu müssen, um einen halbwegs bezahlbaren Preis zu bekommen; ich will beim aus-dem-Fenster-schauen keine Wand anstarren müssen; und will nicht 4,50 Euro dafür zahlen, meinen Wunsch-Sitzplatz (= ein Platz am Fenster in Fahrtrichtung) zu bekommen (ohne Wunsch-Sitzplatz landet man bevorzugt an besagter Wand statt Fenster und/oder entgegen Fahrtrichtung).

Kurzum: die Bahn ist im Fernverkehr zu teuer und zu kundenunfreundlich. Ich nehme folglich für längere innerdeutsche Verbindungen das Flugzeug. Das kann und will sich aber nicht jeder leisten.

Warum wohl boomen die Mitfahrzentralen so stark? Günstige Fernreisebusse könnten vielleicht einige Mitfahrer von privaten Pkw in Busse bringen, und würden sicher teilweise neue Klientel finden, auch ohne groß Fahrgäste von der Bahn abzuziehen.
Eine Fahrgast-Abwanderung von der Bahn könnte ich mir aber gleichzeitig auch vorstellen.

Was für die Bahn übrig bleiben würde, wären die feinen Geschäftsschnösel mit Laptop und Aktenköfferchen, denen es egal ist, dass die Firma 170 Euro für ne einfache Fahrt von Köln nach München berappen muß, und die sich auch die 20 Euro im Bordrestaurant für Holsteinisches Lammkotelett an gedünsteten Bio-Schmormöhrchen plus ein Glas Öko-Riesling leisten können. Und genau diese Klientel mag doch die Bahn so gern, und richtet ihre gesamte Flotte danach aus.

Ich weine (als im Grunde überzeugter Eisenbahnfan) dem heutigen deutschen Fernverkehr nicht nach, wenn es mal bergab gehen sollte mit ihm.

Geschrieben von: Rohrbacher am 23 Oct 2009, 16:22
Ich glaub' nicht, dass sich das in großem Stil durchsetzt. Man kann sich nicht einerseits beschweren (siehe Kommentare beim Artikel), dass die Bahn so langsam ist und dann toll finden, dass der Bus beispielsweise 8 Stunden braucht statt 4 Stunden wie die Bahn und knapp unter dem Bahnpreis so viel kostet wie ein Billigflugticket. Da sollte man sich langsam mal entscheiden oder sagen "Hauptsache nicht die Bahn". Außerdem wird wieder was vergessen bei den Preisen: Sowas wie ein Cityticket haben die Angebote vermutlich nicht und sie gelten auch nicht vom Dorfabhnhof um die Ecke, dazu kommen also meistens genauso wie beim Flugzeug weitere Kosten. Im Bus ist man recht eng eingepfercht und angeschnallt, ein richtiges WC gibt's nicht, es dauert lang... da fahr' ich selber. Ich muss auch keine Lenk- und Ruhezeiten einhalten, fünf Stunden Autobahn am Stück krieg' ich locker hin, bin dann aber fast quer durch Deutschland gefahren. Dass man völlig kurzfristig Plätze bekommt, glaube ich auch nicht, sowas wie Frühbucherangebote wird's auch geben, der Bus muss ja gut gefüllt sein.

Andererseits finde ich es gut, wenn die Bahn wenigstens auf diesem Weg Konkurrenz bekommt, dadurch die Preise sinken und vielleicht mehr Sprinterzüge eingesetzt werden. Ob es allerdings Streckenaus- und Neubauten fördert oder überhaupt irgendwie Einfluss auf die Bahn hat, außer dass sie ggf. selber einige Strecken auf eigene Busse umstellt, weiß ich nicht. Für mich sieht das einzig und allein wieder ein Akt des politischen Bahnbashings. Würde die Bahn steuerlich ähnlich gestellt wie die Luftfahrt, die keine Kersoinsteuer und bei Flügen ins Ausland z.B. nach Wien oder Zürich nichtmal Mehrwertsteuer abführen muss, dann ginge da auch mehr. Das ist genauso wie mit der Energieerzeugung. Würde man den alternativen Energien auch so viel Geld in den Ar... blasen wie beispielsweise der Atomkraft, dann wäre da auch einiges anders. Übrigens ist das mit der CO2-Geschichte Bahn vs. Bus eh bekanntermaßen eine statistische Halbwahrheit.

Geschrieben von: mic am 23 Oct 2009, 17:21
Bahnbashing?

Soweit ich mich erinnere, war es just diese fernverkehrende Deutsche Bahn, die vor ein paar Monaten mit ´ner Fernbuslinie nach Prag den ganzen Sch... erst begonnen hat. Meine Tränen für die Deutsche Bahn halten sich daher in dieser Frage in einem ausgesprochen überschaubaren Rahmen.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 23 Oct 2009, 17:29
QUOTE (mic @ 23 Oct 2009, 18:21)
Bahnbashing?

Soweit ich mich erinnere, war es just diese fernverkehrende Deutsche Bahn, die vor ein paar Monaten mit ´ner Fernbuslinie nach Prag den ganzen Sch... erst begonnen hat. Meine Tränen für die Deutsche Bahn halten sich daher in dieser Frage in einem ausgesprochen überschaubaren Rahmen.

Aber auch nur, weil man dadurch der Konkurrenz (ALEX) Konkurrenz zu machen hofft und dafür 6 Monate Vorsprung hat. Dabei fährt der Bus auf einer nagelneuen, vom bayerischen Steuerzahler subvenzionierten, erst 2009 eröffneten A6, während die parallele Bahnstrecke noch auf dem Stand von vor 150 (!) Jahren ist.

Geschrieben von: Autobahn am 23 Oct 2009, 17:31
QUOTE (Rohrbacher @ 23 Oct 2009, 17:22)
Ich muss auch keine Lenk- und Ruhezeiten einhalten, fünf Stunden Autobahn am Stück krieg' ich locker hin, bin dann aber fast quer durch Deutschland gefahren.

München - Hamburg? Nee, das geht nicht in 5 Stunden, ohne Stau brauchst Du sieben. wink.gif

Fernbuslinien sprechen ein anderes Publikum an, als die Bahn. Schaut doch einfach mal http://www.touring.de/Nationale-Buslinien.14.0.html nach den Fahrpreisen.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 23 Oct 2009, 17:42
QUOTE (Autobahn @ 23 Oct 2009, 18:31)
Fernbuslinien sprechen ein anderes Publikum an, als die Bahn.

Für 9 € (Einfache Fahrt) von Hamburg nach Mannheim (465 km), das sind dann 0,019 €/km.
Bei einer Auslastung von 50 Fahrgästen bringt die Fahrt dann 9*50=450€.
In den 9€ dürften aber dann auch 19% MWSt enthalten sein, also bringts netto nurmehr 378 €.
Was braucht so ein Bus für die Strecke eigentlich an Benzin ?
Was kostet der Fahrer, was das Fahrzeug in ordentlichem Betriebszustand ?
Trassengebühren fallen ja schonmal nicht an.

Geschrieben von: Rohrbacher am 23 Oct 2009, 17:49
QUOTE (Autobahn @ 23 Oct 2009, 18:31)
München - Hamburg? Nee, das geht nicht in 5 Stunden, ohne Stau brauchst Du sieben.  wink.gif

Fernbuslinien sprechen ein anderes Publikum an, als die Bahn. Schaut doch einfach mal http://www.touring.de/Nationale-Buslinien.14.0.html nach den Fahrpreisen.

Hamburg hab' ich nicht gemeint, eher Berlin, das sind ungefähr 500 km, da muss ich gar nicht groß rumheizen und kann sogar 'ne Pause machen. 7 Stunden haben wir nach Berlin mit'm Bus gebraucht. Und ja, ich bin zwar selber damals noch nicht gefahren, aber man schafft's in 5 Stunden sogar nach Bremen, vermutlich kann man Hamburg auch schaffen. Da dürfen mir aber dann bei Tempo 180 keine Renntransporter fast ins Auto fahren, wie gestern am Chiemsee... *hüstel*

QUOTE
Was braucht so ein Bus für die Strecke eigentlich an Benzin ?

0 Liter. biggrin.gif

Geschrieben von: Jean am 23 Oct 2009, 17:58
5 Stunden von München nach Berlin? Was würde wohl die Fahrt nach Magdeburg dann brauchen? Sicherlich nicht die 6 / 7 Stunden mit dem ICE , IC oder 8 Stunden mit dem RE...

Geschrieben von: Autobahn am 23 Oct 2009, 18:01
QUOTE (Jean @ 23 Oct 2009, 18:58)
5 Stunden von München nach Berlin? Was würde wohl die Fahrt nach Magdeburg dann brauchen? Sicherlich nicht die 6 / 7 Stunden mit dem ICE , IC oder 8 Stunden mit dem RE...

München - Magdeburg -> 4 Stunden und 46 Minuten tongue.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 23 Oct 2009, 18:04
QUOTE (Jean @ 23 Oct 2009, 18:58)
5 Stunden von München nach Berlin? Was würde wohl die Fahrt nach Magdeburg dann brauchen? Sicherlich nicht die 6 / 7 Stunden mit dem ICE , IC oder 8 Stunden mit dem RE...

Moment, natürlich bin ich, wenn ich losfahre über 50 km näher an Berlin dran und muss nicht erst aus München raus, sondern fahr' direkt in Holledau oder Langenbruck (oder vielleicht sogar bald an der Auffahrt "Ilmtal") auf die richtige Autobahn. Das spart natürlich mindestens 30 Minuten gegenüber dem Abfahrtsort München, das muss man natürlich auch sehen. Von München aus wird's knapper mit den 5 Stunden. wink.gif

Geschrieben von: Autobahn am 23 Oct 2009, 18:06
QUOTE (ubahnfahrn @ 23 Oct 2009, 18:42)
Für 9 € (Einfache Fahrt) von Hamburg nach Mannheim (465 km), das sind dann 0,019 €/km.

Das war wieder ein typischer Fall von "nicht richtig nachgeschaut" biggrin.gif . Da steht eindeutig ab 9,00 €! Ist wie bei der Bahn, Deutschland ab 29,00 € laugh.gif

Du musst Dir schon die Mühe machen, eine Verbindung raus zu suchen, dann bekommst Du den tatsächlichen Fahrpreis.

Ach ja, die Fahrtzeiten verrät der Routenplaner von Google Maps!

Geschrieben von: BMI am 23 Oct 2009, 22:04
QUOTE (Oliver-BergamLaim @ 23 Oct 2009, 16:40)
.

Was die Bahn sich im Fernverkehr leistet, ist wirklich eine Frechheit. Ich habe keine Lust, mich 6 Wochen im Voraus auf eine bestimmte Verbindung festlegen zu müssen, um einen halbwegs bezahlbaren Preis zu bekommen; ich will beim aus-dem-Fenster-schauen keine Wand anstarren müssen; und will nicht 4,50 Euro dafür zahlen, meinen Wunsch-Sitzplatz (= ein Platz am Fenster in Fahrtrichtung) zu bekommen (ohne Wunsch-Sitzplatz landet man bevorzugt an besagter Wand statt Fenster und/oder entgegen Fahrtrichtung).

Kurzum: die Bahn ist im Fernverkehr zu teuer und zu kundenunfreundlich. Ich nehme folglich für längere innerdeutsche Verbindungen das Flugzeug. Das kann und will sich aber nicht jeder leisten.

Was für die Bahn übrig bleiben würde, wären die feinen Geschäftsschnösel mit Laptop und Aktenköfferchen, denen es egal ist, dass die Firma 170 Euro für ne einfache Fahrt von Köln nach München berappen muß, und die sich auch die 20 Euro im Bordrestaurant für Holsteinisches Lammkotelett an gedünsteten Bio-Schmormöhrchen plus ein Glas Öko-Riesling leisten können. Und genau diese Klientel mag doch die Bahn so gern, und richtet ihre gesamte Flotte danach aus.

Ich weine (als im Grunde überzeugter Eisenbahnfan) dem heutigen deutschen Fernverkehr nicht nach, wenn es mal bergab gehen sollte mit ihm.

Ganz meine Meinung, die Bahn ist im Fernverkehr zu unflexibel, zu teuer und das Angebot unter aller Sau! Aber leider muss ich bei dem "Verbleibenden Klientel" wiedersprechen!
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass viele Firmen von der Bahn ganz grossen Abstand nehmen! Warum? Weil ein Flugzeug billiger schneller und meist pünktlicher wie die Bahn ist, die Kosten für nen Mietwagen sowieso anfallen, egal ob vom Bahnhof oder vom Flughafen... Wobei an Flughäfen meist mehr Mietwagenfirmen stationiert sind!

(Bei meiner Firma werden eh Firmenwagen (Passat) für Dienstreisen vorgehalten, also wird von denen keiner mit dem Zug fahren!)

Die Firmen schauen mehr als Ottonormal(bahn-)fahrer aufs Geld und die Zeit! Auch wenn die Bahn billiger würde, die Geschäftsreisenden werden auch weiterhin aufs Flugzeug setzen, einfach weils schneller ist! Es ist z.Bsp. einfacher mit einem Mietwagen/Firmenwagen/Privatwagen von Passau zum Münchner Flughafen zu fahren, in den Flieger nach Hamburg einzuchecken und sich dann einen Mietwagen nach Lübeck zu nehmen als mit der Bahn von Passau nach Lübeck zu fahren! sad.gif
Ausserdem gehts schneller und ist billiger als mit der Bahn.

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 23 Oct 2009, 22:20
QUOTE (BMI @ 23 Oct 2009, 23:04)
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass viele Firmen von der Bahn ganz grossen Abstand nehmen! Warum? Weil ein Flugzeug billiger schneller und meist pünktlicher wie die Bahn ist [...]

Die Firmen schauen mehr als Ottonormal(bahn-)fahrer aufs Geld und die Zeit! Auch wenn die Bahn billiger würde, die Geschäftsreisenden werden auch weiterhin aufs Flugzeug setzen, einfach weils schneller ist!
Bei "Langstrecken", ganz klare Sache. Ein kurzfristig gebuchter Geschäftsflug München - Berlin Tegel und zurück hat meinen Arbeitgeber mal rund 500 Euro gekostet (wohlgemerkt in Economy), da wäre selbst ein Bahnticket 1. Klasse hin und zurück billiger gewesen. Aber: die Bahnfahrt hätte halt auch zu lang gedauert. Man soll halt dann doch schon um 9 Uhr in Berlin im Meeting sitzen und möchte auch gerne vor Mitternacht wieder daheim ankommen.

Bei "Kurzstrecken" gibt es in unserer Firma allerdings die Policy, dass diese nur mit der Bahn zurückgelegt werden dürfen. München - Frankfurt/M. z.B. dürfen wir nicht fliegen, sondern müssen den ICE nehmen. Gerade auf dieser Relation hätte das Flugzeug mit allen Wartezeiten etc. aber auch keinen Zeitvorteil.

Geschrieben von: BMI am 23 Oct 2009, 22:34
QUOTE (Oliver-BergamLaim @ 23 Oct 2009, 23:20)
Bei "Kurzstrecken" gibt es in unserer Firma allerdings die Policy, dass diese nur mit der Bahn zurückgelegt werden dürfen. München - Frankfurt/M. z.B. dürfen wir nicht fliegen, sondern müssen den ICE nehmen. Gerade auf dieser Relation hätte das Flugzeug mit allen Wartezeiten etc. aber auch keinen Zeitvorteil.

Du Glücklicher!? Bei meinem Schwiegervater ists so, dass Bahn egal ob Kurz- oder Langstrecke zu 100% tabu ist! Dafür hat eine grosse Mietwagenfirma einen Servicepunkt direkt in seiner Firma... In meiner Firma stehen wie gesagt Firmenwagen zur Verfügung... Obwohl die Firma einen Gleisanschluss hat! wink.gif

Aber langsam wirds Offtopic... Also zurück zum Fernbus!

Fernlinienbus ist zwar günstiger und schneller als ein Zug, aber was wären die Vorteile der Bahn auf diesen Relationen?

Ich brauch "nur" an den Unsäglichen ICE-TD-Einsatz zwischen Dresden und Nürnberg zu erinnern! Nach dem Hochwasser 2002 endete der ICE in Chemnitz (Ex Karl-Marx-Stadt). Weiter gings im SEV, ein ganz normaler Reisebus! Und der fuhr ohne Halt von Chemnitz Hbf über die A4 zum Dresdner Hbf... Damals existierte die Autobahn nach Prag noch nicht, deswegen gings an der Anschlusstelle Dresden-Altstadt von der A4 und dann durch halb Dresden... Allerdings kam der Bus zur selben Fahrplanzeit an, wie der ICE (Planmässig!!!)!
Und das, obwohl die Sachsen-Franken-Magistrale damals fast fertiggestellt war!

Geschrieben von: Rohrbacher am 23 Oct 2009, 22:46
Naja, kommt auf die Firma an. Audi und BMW fahren freilich auch nicht mit'm Zug und wenn's nicht sein muss, wird auch nicht geflogen. Immerhin hat man 'nen tollen internen Fahrzeugpool. Manche Firmen bekommen bei bestimmten anderen auch Rabatte, also beispielsweise bei Tankstellen oder eben Airlines, deswegen werden die dann bevorzugt. Andererseits haben da manche Firmen auch einfach Prinzipien, wo mehr oder weniger ungeklärt ist wo sie herkommen, sie sind aber da. Manche Firmen kümmern sich auch nicht um Preise. Ich hab' schon von Dienstreisen gehört, die haben 800 Euro gekostet, obwohl man auch für 200 Euro hätte das selbe buchen können.

Die Spieler vom FC St. Pauli müssen auch mit ihrem Dienstwagen vom Sponsor zu den Spielen und zum Training kommen. Neuer Sposor ist Dacia. Wer mit'm Privat-BMW oder Mercedes erwischt wird, kriegt Ärger. laugh.gif

Geschrieben von: BMI am 23 Oct 2009, 23:31
QUOTE (Rohrbacher @ 23 Oct 2009, 23:46)

Die Spieler vom FC St. Pauli müssen auch mit ihrem Dienstwagen vom Sponsor zu den Spielen und zum Training kommen. Neuer Sposor ist Dacia. Wer mit'm Privat-BMW oder Mercedes erwischt wird, kriegt Ärger. laugh.gif

Jeder fährt das, was er verdient! Aber da wäre Dacia immer noch zu gut... tongue.gif

Geschrieben von: DumbShitAward am 24 Oct 2009, 00:29
Also für mich sind solche Fernbusse eigentlich keine Alternative zur Bahn.

Nur vorweg: ich habe natürlich ein gewisses Interesse an der Bahn (und bin auch für einen entsprechenden Ausbau des Personenverkehrs, beim Güterverkehr fehlt mir einfach das nötige Wissen um sagen zu könne was "gut" oder was "schlecht" ist), ansonsten wäre ich nicht hier. Andererseits fliege ich deutlich lieber als das ich Bahn fahre, was aber meist aus ökonomischen Gründen nicht drin ist.

Ich habe schon das eine oder andere Mal eine Fernbusreise unternommen, z.B. nach Barcelona (nein, nicht Llorett del Mar!). NIE WIEDER!

Das mag durchaus meine Eigenheit sein (und die Kritik lasse ich gerne zu, auch wenn sie an mir abprallt), aber ich fahre noch nicht einmal IC wenn ich es nicht verhindern kann (mir tut der Ar*** nach zwei Stunden da drin weh, Strom für's Notebook um die ganzen Mitreisenden "ausschalten" zu können gibts auch kaum), Regionalverkehr schon zehnmal nicht. Mich stören sogar im ICE gewisse Personengruppen (Kinder, Rentnergruppen und allgemein Leute die sich nicht an die üblichen Gepflogenheiten halten, wie z.B. in der Ruhezone gottverdammtnochmal die Fresse zu halten). Möge man mir unterstellen, ich sei ein Misanthrop, das kann ich kaum abstreiten.

Ich habe heute einen netten Artikel in der SZ gelesen (finde den Link leider nicht mehr), in dem es um die Investition in das Schienennetz ging (mit Fokus auf unser kommendes Biene-Maja Desaster...). Dort hieß es sinngemäß, dass Deutschland ca. 45€ pro Kopf in die Infrastruktur investiere, sogar Mussol äh Berlusconis Italien mit 60€ deutlich mehr investiere. Spitzenreiter war die Schweiz mit weit über 200€ (bei den Kosten für die NEAT auch kein Wunder), gefolgt von Österreich.
Nunja, traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Viele Länder haben einen eklatanten Nachholbedarf in Sachen Schienennetz, wir sind da vergleichsweise fortschrittlich. Wenn ich mir allerdings anschaue, dass (aller topographischer Nachteil zum Trotz) unser HGV Netz im Vergleich zu Frankreich oder Spanien eine mittelschwere Unverschämtheit ist (und, zumindest im Personenverkehr, machen die Bahn eben Fahrzeiten von 2.20h wie München - Stuttgart unattraktiv), wundert mich das Bahnbashing, das ich auch nicht gut finde, eigentlich nicht mehr.

Die Preise mögen vielleicht garnicht einmal so das Problem sein, viele Leute vergleichen die Bahn eben mit den Billigfliegern. Das es mit den 5€ für die Ryanair natürlich nicht getan ist und sein KANN wird geflissentlich ignoriert. Den Hammer kriegt dan die Bahn, weil das ja "in" ist. Ich zahle derzeit 87€ für München - Basel - München (ICE). Die Lufthansa ist etwa gleich teuer, dafür habe ich keine Flexibilität. Da mir das Banane ist weil ich ja schließlich weiß, wann ich los muss/kann, versuche ich da natürlich soviele Tickets wie möglich abzustauben. Klappt auch nur in den Ausnahmefällen (denn SO flexibel bin ich dann doch nicht). Wir regen uns über angeblich versteckte Kosten bei easyjet & co auf (Gepäck, Schalter-Checkin, kein Futter an Bord, Wuchtbrummenzuschlag, etc.). Anscheinend ist ja niemand mehr in der Lage, vor dem klick auf "endgültig Buchen" zu schauen, was der Spaß jetzt echt kostet (und ehrlich: wer heute noch am Schalter mit Papierticket eincheckt hat echt nen Aufschlag von 10€ verdient... ich bin echt froh, dass der Scheiß vorbei ist).
Andererseits regt sich eigentlich kaum einer (die hier anwesenden ausgenommen) über das Dauer-Spezial auf. Verfügbarkeit ist eher theoretischer Natur, und wenn dann auch nur bei Mitternacht, Hund opfernd (Katzen sind schließlich Wächter der Unterwelt, denen darf man nix tun... und gut gegen Rheuma sind sie auch, solange das Vieh noch lebt) und Kaktus anfassend. Die Sparpreise hab ich wenigstens gelegentlich mal bekommen, das DS nur für die Verbindung über den Bodensee mit dem IRE über den Bodensee nach Basel. Bevor ich diesen mit Sekretärinnenstammtisch, besoffenen Bundis und bildzeitungslesenden *Zensiert* nochmal nehme, mach ich mein erstes Staatsexamen in englischer Grammatik nochmal... FREIWILLIG!
So vergrault man sich gerne mal nen bahn.comfort Kunden, indem man die Leute in den Fernverkehr lotzt, die da eigentlich nix verloren haben (ich sagte schon, ich sei ein Misanthrop). Danke Bahn, ich hole mir meinen Kaffee morgens am Hauptbahnhof in der DB Lounge für umme ab... sonst krieg ich ja als bahn.comfort Depp eh nix sinnvolles.

Geschrieben von: Daniel Schuhmann am 24 Oct 2009, 00:58
So wahr einige Argumente auch sein mögen, aber bei sowas...

QUOTE (DumbShitAward @ 24 Oct 2009, 01:29)
So vergrault man sich gerne mal nen bahn.comfort Kunden, indem man die Leute in den Fernverkehr lotst, die da eigentlich nix verloren haben.

...platzt mir die Hutschnur. mad.gif

Geschrieben von: mic am 24 Oct 2009, 15:34
Meiner Meinung nach hat die Deutsche Bahn eine solche Reaktion provoziert.

Erster Schritt war vor rd. 10 Jahren die Einstellung des InterRegio-Netzes. Der InterRegio war als Zugangebot für preissensible Kunden auf mittleren Strecken vorgesehen, wohingegen der ICE das Verkehrsmittel für zeitsensible Kunden hätte sein sollen.

Zweiter Schritt war die Preispolitik der Deutschen Bahn. So wurden vor einigen Jahren die Fahrpreise für Fahrten zwischen 200 und 500 Km überproportional erhöht, da diese Distanzen für Pendler mit dem Auto in der Regel nicht mehr und mit dem Flugzeug noch nicht attraktiv waren. (Da meine "Stammpendelstrecke" seit knapp 10 Jahren rd. 300 km beträgt, konnte ich das ziemlich genau beobachten.)

Ich gehe daher auch davon aus, dass künftige Fernbuslinien schwerpunktmäßig für diese "Mittelstrecke" entstehen werden. Ich persönlich schätze das Verkehrsmittel Bahn sehr (und deutlich mehr als das Verkehrsmittel Bus). Sollte aber das Preisniveau des Busses tatsächlich deutlich unter dem der Bahn liegen, kann ich - zu meinem persönlichen Bedauern - ein "abwandern" auf die Straße nicht ausschließen.

Geschrieben von: 146225 am 24 Oct 2009, 19:07
Also ganz entspannt von den hier schon aufgebrochenen persönlichen Grundsatzdiskussionen kann ich bei diesem Thema absolut ruhig sagen: Laß' ruhig mal machen !

Ja, laß die Busunternehmer doch mal ein bißchen Linienfernverkehr spielen. Wer sind wir im heutigen Deutschland, daß wir uns immer noch hinter Bürokratiegedöns wie Bedienungsverboten abschotten müssen. Leute, unsere Bürokratie muß weniger werden - nicht mehr. Also laßt doch jeden seinen Bus dort langkutschen wo er denkt damit Geld verdienen zu können. Wem es Spaß macht, der soll da auch ruhig mitfahren.

Vielleicht seh' ich das aber einfach auch deswegen nur so cool, weil in meiner Heimatstadt Heilbronn, welche bekanntlich auch nicht gerade der Nabel des deutschen Schienenfernverkehrs ist, bereits schon zwei Versuche, regelmäßige Busfernlinienverkehre einzurichten aus Mangel an interessierten Fahrgästen den Bach runtergegangen sind. So ähnlich wird es auch in Zukunft wieder sein.

Geschrieben von: Autobahn am 24 Oct 2009, 19:39
QUOTE (146225 @ 24 Oct 2009, 20:07)
Also ganz entspannt von den hier schon aufgebrochenen persönlichen Grundsatzdiskussionen kann ich bei diesem Thema absolut ruhig sagen: Laß' ruhig mal machen !

Genau so sehe ich das auch. Fernbusreisende sind eine andere Klientel als Bahnkunden. Ich bin ja nun wirklich (beruflich bedingt) mit der Straße verwachsen wink.gif , aber wenn ich nicht selbst am Steuer sitze, steige ich in keinen Reisebus laugh.gif Da mir aber die Führerscheinklasse D fehlt, hat sich das erledigt. biggrin.gif

Wenn ich nicht selbst mit dem PKW fahre, dann allerdings in der 1. Klasse bei der Bahn. Und das auf der schnellsten Verbindung.

Und davon ab, das erste Unternehmen, das sich lukrative Verbindungen sichert, heißt: DB Mobility & Logistics AG laugh.gif laugh.gif laugh.gif

QUOTE
So vergrault man sich gerne mal nen bahn.comfort Kunden, indem man die Leute in den Fernverkehr lotzt, die da eigentlich nix verloren haben (ich sagte schon, ich sei ein Misanthrop). Danke Bahn, ich hole mir meinen Kaffee morgens am Hauptbahnhof in der DB Lounge für umme ab... sonst krieg ich ja als bahn.comfort Depp eh nix sinnvolles.
Ich fahre zu selten mit der Bahn, um in diesen Genuss zu kommen. Aber es ärgert mich schon, dass mein Sitznachbar möglicherweise zu einem Bruchteil meines Fahrpreises in den Genuss der selben Leistung kommt.

Geschrieben von: 146225 am 24 Oct 2009, 19:41
QUOTE (Autobahn @ 24 Oct 2009, 20:39)
Aber es ärgert mich schon, dass mein Sitznachbar möglicherweise zu einem Bruchteil meines Fahrpreises in den Genuss der selben Leistung kommt.

Das soll es in der Luftfahrt aber auch geben ...

Geschrieben von: 146225 am 24 Oct 2009, 19:51
QUOTE
München - Stuttgart 2.20h... noch Fragen? Das fahr ich trotz A8 mit chronischen Unfällen und Stau mit dem Auto schneller!


Das hab ich mir gerade aus nem anderen Thema entliehen, da bleibt die Feststellung: Mit einem Reisebus ist München, Bushaltestelle am Hbf - Stuttgart, ZOB am Hbf mit Zwischenhalten nur in Augsburg und Ulm jeweils am Hbf ganz sicher nicht unter 2:20 fahrbar.

Geschrieben von: Johann am 24 Oct 2009, 20:26
QUOTE (Iarn @ 23 Oct 2009, 13:23)
Also ich denke auf den wichtigen Strecken wird die Bahn weiterhin auf der Schiene präsent sein,

Ich glaube es würde von der DB auch keiner erwarten, dass die Busse jetzt von München Hbf nach Hamburg- Altona fahren...
Meine Meinung zu den Fernverkehrsbuslinien:
Keine schlechte Sache, aber man muss die Staus auf den BAB (Bundesautobahnen) bedenken und vor allem werden die Busse länger als die ICEs brauchen, ganz klar. Ich denke mal diese Busse werden auf max. 120 km/h zugelassen werden.

Geschrieben von: 146225 am 24 Oct 2009, 20:33
QUOTE (Johann @ 24 Oct 2009, 21:26)
Ich glaube es würde von der DB auch keiner erwarten, dass die Busse jetzt von München Hbf nach Hamburg- Altona fahren...

Nein. Ich glaube nicht, daß es viele Angebote über Entfernungen > 400 km per Fernlinienbus geben wird. Die größte Nische sind wohl Querverbindungen, auf denen das derzeitige Bahnangebot schlecht ist und wo der Bus aufgrund der Infrastruktur halbwegs attraktive Fahrzeiten anbieten kann. Eine Buslinie Köln - Frankfurt oder Hannover - Kassel ist sinnbefreit, da ist der ICE definitiv immer schneller.

Geschrieben von: JeDi am 24 Oct 2009, 20:35
QUOTE (Johann @ 24 Oct 2009, 21:26)
Ich denke mal diese Busse werden auf max. 120 km/h zugelassen werden.

100 sieht die StVO vor!

Geschrieben von: Rohrbacher am 24 Oct 2009, 21:08
QUOTE
Ich glaube es würde von der DB auch keiner erwarten, dass die Busse jetzt von München Hbf nach Hamburg- Altona fahren...

Doch, das glaube ich schon.

QUOTE
Keine schlechte Sache, aber man muss die Staus auf den BAB (Bundesautobahnen) bedenken und vor allem werden die Busse länger als die ICEs brauchen, ganz klar. Ich denke mal diese Busse werden auf max. 120 km/h zugelassen werden.

Es geht nicht um die Zeit, sondern um den Preis. Gut möglich, dass man im Bus für 9 Euro von München ZOB nach Hamburg kommen könnte, dauert aber entsprechend. Dass es eine 120er Zulassung für Busse geben wird, glaube ich nicht, dafür gibt's technisch kaum eine Grundlage. Ganz ausschließen, dass sowas unter bestimmten Umständen irgendwann kommen könnte, kann ich es nicht. Aber Lkw, die schneller als 80 fahren dürfen, gibt's auch nicht. Bei Bussen ist ja 100 auch schon die Sonderzulassung unter bestimmten Umständen, Standard ist auch bei Bussen 80. Daher würde ich sagen: 120 -> nein.

Zeitlich mithalten kann der Bus mit Bahn und Flugzeug nicht. Aber möglicherweise bieten Unternehmen Fahrten an, wo das Bahnangebot sehr schlecht ist, also
Direktverbindungen von "Pampa-Metropolen" nach Berlin, Hamburg, München, zum jeweiligen nächsten Flughafen (was es ja schon gibt) oder möglicherweise Strecken, die vom ÖPNV "vergessen" wurden, die aber lange genug sind, um als Fernverkehr durchzugehen, beispielsweise Ingolstadt - Landshut. Sowas fände ich dann durchaus positiv, wenn man solche Linien dann auch zentral irgendwo buchen und einsehen kann, also ein (Online-) Buskursbuch aller Anbieter. Für sowas sehe ich durchaus Chancen.

München - Hamburg dürfte aber wie die internationalen Linienbusse eher ein Nischendasein fristen, so lange es Züge und Flugzeuge gibt.

Geschrieben von: dragon46 am 24 Oct 2009, 21:12
Abgesehen vom Bahnbashing war das Verbot von Fernbuslinien parallel zu Bahnlinien eine Wettbewerbsverzerrung der übelsten Sorte.

Entsprechendes Potential ist definitiv da.


Geschrieben von: Taschenschieber am 24 Oct 2009, 21:16
QUOTE (dragon46 @ 24 Oct 2009, 22:12)
Abgesehen vom Bahnbashing war das Verbot von Fernbuslinien parallel zu Bahnlinien eine Wettbewerbsverzerrung der übelsten Sorte.


Zustimmung.

QUOTE

Entsprechendes Potential ist definitiv da.


Kann man anzweifeln - aber zumindest müsste die DB sich mal Gedanken über ihre Preise machen...

Geschrieben von: JNK am 24 Oct 2009, 21:22
München, HBF, Arnulfstr. -> Berlin ZOB Am Funkturm.
Montag, 26.Oktober 2009: ab 9:45, an: 18:15
Normaltarif 47.00€
mit BerlinLinienBus (müsste zur DB gehören)

München, HBF, -> Berlin HBF
Montag, 26.Oktober 2009: ab 9:45, an: 16:13
Normaltarif, 113,00€ (ICE)
mit DB

Düsseldorf, HBF -> Berlin ZOB Am Funkturm
Dienstag, 27. Oktober 2009: ab 7:30, an: 17:15
Normaltarif 45,00€
mit BerlinLinienBus

Düsseldorf HBF -> Berlin HBF
Dienstag, 27. Oktober 2009: ab 07:55, an 13:20
Normaltarif 88,00 € (RE + IC)
mit DB

QUOTE
Bus fahren heißt Kraftstoff sparen. Allein in den letzten zehn Jahren ist der Kraftstoffverbrauch von Bussen um fast 15 Prozent zurückgegangen - obwohl die Motoren leistungsfähiger und die Busse durch neue aktive und passive Sicherheitselemente schwerer geworden sind. Der Bus ist das Verkehrsmittel mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch pro zurückgelegtem Personenkilometer.

Kraftstoffverbrauch pro 100km/Person:
Reisebus  1,0 Liter
Bahn  2,0 Liter
PKW  6,4 Liter
Flugzeug  9,1 Liter


QUOTE
Moderne Reisebusse verfügen heute über eine umfangreiche Ausstattung und Komfortmerkmale, die keine Wünsche der Fahrgäste an den Reisekomfort und die Bequemlichkeit offen lässt und eine entspannte Reise auch über weitere Entfernungen garantieren. Zu den wesentlichen Komforteinrichtungen für den Fahrgast zählen u.a.:

Klimaanlage
grosser Sitzabstand
Schlafsesselbestuhlung
Deckenset für individuelle Beleuchtung und Belüftung
WC / Waschbecken
Bordküche
Garderobe
Video / TV / Audio
Telefon
Fahrgastinformationssystem
uvm.

Auf zahlreichen innerdeutschen Linienverkehren von BERLIN LINIEN BUS werden darüber hinaus Stewardessen eingesetzt, die den Fahrgästen während der Fahrt Speisen und Getränke reichen.


https://www.berlinlinienbus.de/bus_und_umwelt/index.php
https://www.berlinlinienbus.de/

Die machen auch Werbung in der S-Bahn Rhein-Ruhr

EDIT: Fahrtzeiten/Preise DB zum Vergleich hinzugefügt.

Geschrieben von: Dol-Sbahn am 24 Oct 2009, 22:17
Der Bus oder Flug kommt Garantie in Frage, wer keine BahnCard hat.

Geschrieben von: c-a-b am 25 Oct 2009, 08:20
Klimaanlage --> Sehr unzuverlässig bei Bussen, meiner Erfahrung nach.
grosser Sitzabstand --> Jedenfalls trotzdem geringer als im ICE
Schlafsesselbestuhlung --> Was genau meint das? Zurücklehnen? Umklappen?
Deckenset für individuelle Beleuchtung und Belüftung --> Nichts besonderes meiner Meinung nach
WC / Waschbecken --> Die so gut wie nie einsatzbereit waren laut meiner Erfahrung. Noch nie nen Bus mit offenem WC gesehen!
Bordküche --> Selbes wie WC. Noch nie in Aktion erlebt!
Garderobe --> Na ob man das so nennen kann?
Video / TV / Audio --> Schon erlebt, eher grausig...
Telefon --> Handy???
Fahrgastinformationssystem --> Liebe Fahrgäste, wir fahren jetzt 80 Km/h und erreichen Berlin dank Stau erst in 7 Stunden...
uvm. --> Was denn so? Unfreundliche Busfahrer die meckern und ihre nagelneuen Teppiche nicht verschmutzt sehen wollen?

Geschrieben von: Autobahn am 25 Oct 2009, 08:37
QUOTE (JNK @ 24 Oct 2009, 22:22)
München, HBF, Arnulfstr. -> Berlin ZOB Am Funkturm.
Montag, 26.Oktober 2009: ab 9:45, an: 18:15
Normaltarif 47.00€
mit BerlinLinienBus (müsste zur DB gehören)

............

Oh ja, die DB ist über ihre Tochter http://de.wikipedia.org/wiki/Autokraft an BerlinLinenBus beteiligt biggrin.gif

Geschrieben von: mic am 25 Oct 2009, 09:19
Mal zwei Praxisbeispiele:

München-Hof mit dem ALX in dreieinhalb Stunden für 42 € gegen München-Rudolphstein (bei Hof) mit dem BerlinLinienBus in 5 Stunden für 34 € sind aus Sicht der Bahn konkurrenzfähig. Aber eben ein Nahverkehrspreis (per Bayern-Ticket sorgar noch günstiger).

München-Nürnberg per ICE in gut einer Stunde für 49 € gegen München - Neudorf b. Pegnitz (Raum Nürnberg) in drei Stunden für 20 € sind dagegen ernsthaft eine Überlegung zum Umsteigen wert.

Könnte mir vorstellen, dass hier in Bayern eine Fernbuslinie (entlang der Hauptachse) München Hbf - Nürnberg Hbf - Würzburg Hbf sehr ernst zu nehmen wäre....


Geschrieben von: JeDi am 25 Oct 2009, 10:57
München-Nürnberg in 2 Stunden im gleichnamigen Express? wink.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 25 Oct 2009, 14:29
QUOTE
Klimaanlage --> Sehr unzuverlässig bei Bussen, meiner Erfahrung nach.

Naja, die sind nicht öfter "kaputt" als bei der Bahn...

QUOTE
grosser Sitzabstand --> Jedenfalls trotzdem geringer als im ICE

Normalerweise ja. Es gibt auch solche Geräte, die werden aber scheinbar gerne geklaut:
http://www.walliserreisen.ch/XY/XY.html

Ist halt die Frage, was der Busunternehmer einkauft:
http://www.setra.de/data/pdf/busses/Sitzbroschuere_deutsch.pdf

Bei Doppeldeckerbussen wäre aber noch die Stockhöhe von rund 1,70m zu erwähnen... Wenn's sein muss, kannst du 'nen Setra auch ab Werk mit 2+1 Bestuhlung und Holzboden kaufen. Alles eine Frage des Preises:
http://www.stadtbus2.de/nachrichten/n_foto_0612_setra-1.jpg
http://www.stadtbus2.de/nachrichten/n_foto_0612_setra-2.jpg

Aber wenn nur 27 Fahrgäste reinpassen und der Bus um die 600000 Euro kostet, wird's mit den 9 Euro für München - Hamburg schwierig und schneller fährt er auch nicht. wink.gif Verglichen mit der http://www.7-forum.com/news/2006/3er_coupe/bmw_3er_coupe_p0024423-b.jpg http://www.autobild.de/ir_img/59808089_1b36b3beb5.jpg http://www.autobild.de/ir_img/52417741_873f7ec9b6.jpg, die's ab 300 Euro aufwärts bei jeder Leasingfirma gibt (inkl. dem richtigen Klang der Tür beim Zumachen und wo ein klapperndes Teil als Mangel gilt) aber irgendwie alles nichts besonderes.

QUOTE
Schlafsesselbestuhlung --> Was genau meint das? Zurücklehnen? Umklappen?

Sitze, die man nach hinten neigen kann. Mehr braucht's da nicht. Gibt's bei der Bahn aber üblicherweise auch erst an ausgewählten IC-Plätzen und im ICE. Bei Verbindungen wie Ingolstadt - Landshut oder Memmingen (Flughafen) - München Flughafen wäre der Bus in der Hinsicht so gesehen schon eine Verbesserung.

QUOTE
Deckenset für individuelle Beleuchtung und Belüftung --> Nichts besonderes meiner Meinung nach

Im ICE spart man die Leselampen wieder raus, irgendwelche Luftdüsen gab's nie...
http://www.bahnbilder.de/bilder/inneneinrichtung-223869.jpg

QUOTE
WC / Waschbecken --> Die so gut wie nie einsatzbereit waren laut meiner Erfahrung. Noch nie nen Bus mit offenem WC gesehen!

Das ist eh nichts für Leute über 1,60m Körpergröße.
http://www.ideal-tours.de/images/bus_it151_wc.jpg
http://www.autobild.de/ir_img/58129461_9932739da1.jpg

Seltener sind richtige WCs im Heck, die durchaus an die Dinger im Zug hinkommen:
http://www.omnibusvertrieb-ost.de/images/produkte/gross/spezielle_ausruestung/kueche_und_wc_im_heck.jpg

QUOTE
Bordküche --> Selbes wie WC. Noch nie in Aktion erlebt!

Das kann vieles sein, eine Kaffeemaschine geht durchaus schon als Bordküche durch.
http://www.huelsmann-reisen.de/datenbank/web/images/Busse/kueche.jpg
http://www.placke-reisen.de/mediac/400_0/media/K$FCcheK-HP1363.JPG

Manche haben aber auch eine richtige Bordküche:
http://www.stadtbus2.de/nachrichten/n_foto_0612_setra-3.jpg

Und noch mehr:
http://www.omnibusvertrieb-ost.de/produkte/spezielle_ausstattung.htm

QUOTE
Garderobe --> Na ob man das so nennen kann?

Hab' ich noch nie gesehen, soll's aber geben, z.B. an der Mitteltür gegenüber vom WC, wo manche Busse die kleine "Bordküche" haben.

QUOTE
Video / TV / Audio --> Schon erlebt, eher grausig...

Kommt drauf an, was eingebaut ist. Im ICE wird ja neuerdings nix mehr eingebaut.

QUOTE
Telefon --> Handy???

Entweder das oder ein festeingebautes Handy mit Kabel. Eine der vielen Klappen außen am Bus ist für die SIM-Karte. rolleyes.gif

QUOTE
Fahrgastinformationssystem --> Liebe Fahrgäste, wir fahren jetzt 80 Km/h und erreichen Berlin dank Stau erst in 7 Stunden...

Wie im Zug eben - oder im Flugzeug.

QUOTE
uvm. --> Was denn so? Unfreundliche Busfahrer die meckern und ihre nagelneuen Teppiche nicht verschmutzt sehen wollen?

Also wie im Zug?

Geschrieben von: 146225 am 25 Oct 2009, 15:13
Rohrbacher zeigt sehr schön auf, was man gerade als Setra alles kaufen kann, wenn man ab einer halben Million €uro aufwärts in die Hand nimmt, wie immer sind dem auch kaum Grenzen nach oben gesetzt. Aber ist dem nicht überall so ? Ich meine, wenn sich ein EVU heute einen Neubau-VT oder ET kaufen möchte, wird der Hersteller auf Kundenwunsch auch alles einbauen, was gut und teuer ist, solange er es bezahlt bekommt. Technisch machbar ist vieles.

Aber die Wirklichkeit im Alltagsbetrieb sieht eben anders aus. EVU wie Busunternehmer wollen mit dem gekauften Fahrzeug im Alltagsbetrieb nicht nur Fahrgäste erfreuen, sondern vor allem zu vernünftigen Kosten arbeiten zu können. Und also wird eben kein Edel-VT mit Marmor-Naßzelle und extrabreiter-extrasofter-2+1-Bestuhlung mit Goldkante gekauft, sondern ein Standard-LINT mit Plastik. Und der Busunternehmer kauft statt einem teuren Setra zwei billige Neoplan-Kombis oder ähnliches.

Ein Komfortgewinn ist durch Buslinienfernverkehr also eher nicht zu erwarten.


Geschrieben von: hauseltr am 25 Oct 2009, 15:14
Irgendwie sind hier auch viele Wunschträumer im Gange!

Fast alle Fernbuslinien, die zu DB-Zeiten verkehrten, sind eingestellt worden und zwar überwiegend wegen mangels Nachfrage!

Ich erinnere mich an
Hannover - (Hameln-) Kassel
Hannover - Hamburg
Hamburg - Bad Grund
Hannover - Clausthal=Zellerfeld
Bremen - Hameln
Hannover - Detmold
Hannover - Jettebruch (Soltau)
Hannover - Sprakensehl
und die "politische" Linie
Hannover - Berlin.
Das sind nur mal die Linien, die ich kenne!

Wo jetzt mit einmal die enorme Busnachfrage herkommen soll, ist mir schleierhaft.
Vor allem, wenn auch wirklich langen Linien Zwischenstationen angefahren werden, kann man das Ganze schon fast vom Zeitaufwand her vergessen.

Geschrieben von: c-a-b am 25 Oct 2009, 16:06
Also wenn man bedenkt dass die Busse wohl eher die Billigschiene bedienen sollten wird es wohl nichts mit der Luxusausstattung inklusive Ado mit der Goldkante. Schneller sind sie nun auch nicht, aber dafür billiger.


Geschrieben von: Rohrbacher am 25 Oct 2009, 16:44
QUOTE
Wo jetzt mit einmal die enorme Busnachfrage herkommen soll, ist mir schleierhaft.

Ich habe nicht gesagt, dass enorme Nachfrage besteht. Möglich ist aber dass welche generiert wird, durch billige Preise, Service, Reiz des Neuen, Image der Bahn, mehr Service, etc. Kommt drauf an, was die Marktteilnehmer draus machen.

QUOTE
Fast alle Fernbuslinien, die zu DB-Zeiten verkehrten, sind eingestellt worden und zwar überwiegend wegen mangels Nachfrage!

Man muss aber auch sagen, das ist ein paar Jahre her. Viele Nebenbahnen sind eingestellt worden - mangelns Nachfrage. Heute fahren da zu Teil wieder sehr erfolgreich Züge, oftmals so viele Züge wie noch nie.

QUOTE
Rohrbacher zeigt sehr schön auf, was man gerade als Setra alles kaufen kann, wenn man ab einer halben Million €uro aufwärts in die Hand nimmt, wie immer sind dem auch kaum Grenzen nach oben gesetzt. Aber ist dem nicht überall so ? Ich meine, wenn sich ein EVU heute einen Neubau-VT oder ET kaufen möchte, wird der Hersteller auf Kundenwunsch auch alles einbauen, was gut und teuer ist, solange er es bezahlt bekommt. Technisch machbar ist vieles.

Ein sauteurer Bus, der in der Anschaffung rund 500000 Euro kostet und 30 Plätze hat, ist mit nicht ganz 17000 Euro pro Platz günstiger als ein ICE, da ist die Bahn bei rund 20000 pro Platz dran - ohne Schnickschnack. Unterm Strich ist der gezeigte Bus mit dem Holzboden und der 2+1 Bestuhlung pro Sitzplatz ungefähr so teuer wie ein handelsüblicher ICE, die Betriebskosten des Busses dürften geringer ausfallen. Nur weil bisher noch kein Markt für sowas war, heißt das noch gar nichts. In Ländern, wo Fernreisebusse an der Tagesordnung sind, gibt's diese Dinger, z.B. in Asien:
http://www.reiseanleitung.de/wp-content/uploads/2008/07/luxus-reisebus-flickr-willsfca.jpg

Was es am Markt gibt, kann geordert werden. Muss nicht, gibt's aber. Nur weil die Bahn eben alles rausstreicht, muss das der Busunternehmer, der bisher ja oft nur Linienbusse oder "Rentnerschaukeln" gebraucht hat, das nicht machen, sondern bietet eben das alles an inkl. 1 Person Servicepersonal für maximal 30 bis 60 Leute. Möglich. Es kann aber auch sein, dass der Busunternehmer und seine Chance in unschlagbar günstigen Preisen sieht. Oder beides. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass solche Busse als so 'ne Art "Großraumlinientaxi" durchaus auftauchen könnten, auch weil ggf. irgendwann Konkurrenz unter den Busanbietern entstehen könnte, sodass die einen billige Preise bieten und ihre normalen "Rentnerkreuzer" mit 70 Sitzen losschicken, andere Anbieter aber auf der Komfortschiene fahren. 3 1/2 Wagen 1. Klasse in einem ICE1 gibt's auch nicht einfach so... und auf Strecken, wo die Bahn schlecht oder nicht vorhanden ist... also ich kann mir viel vorstellen.

Und nochmal zur Erinnerung die automobile Realität in Deutschland, denn an der misst sich eigentlich alles andere, nicht an Nischenverkehrsmitteln wie der Bahn! Ich glaub' manche kennen das nicht so, deswegen ein bisschen Nachhilfe: In einem VW Golf V (gebraucht zwischen 9000 und 15000 Euro) reist man so:
http://www.autobild.de/ir_img/57466944_d7648b4842.jpg
http://files.vau-max.de/images/2008/06/6fdfee1fd8ad638662c9c77489121634.jpg

Schon den neuen VW Polo (!) gesehen? Das Auto gibt's neu ab etwa 12000 Euro:
http://www.babez.de/wp-content/uploads/2009/03/vw-polo-2009-titel.jpg
http://www.carmondo.de/upload/images/pictures/20090520235138_vw_polo_2009__04_1024x768.jpg

Für 12000 Euro bekommt man auch einen guten gebrauchten Audi A4 vom Vorgängermodell http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Audi_A4_B7_Avant_1.JPG, sehr beliebt bei Vielfahrern, ein hochwertiges, völlig problemlos zu fahrendes, zuverlässiges und in einer großen Variantenvielfalt verfügbares Auto, das übrigens heute verdammt ähnlich als Seat Exeo weiterproduziert wird, es wäre einfach schade drum das Auto ganz einzustellen:
http://www.kondoc.de/wp-content/uploads/2008/10/a4_innenraum.jpg

Damit's keine Schleichwerbung wird, von den anderen Mitbewerbern gibt's ähnliche Mittelklasse-Fahrzeuge, die als Jahreswagen um die 30%, als Leasingrückläufer nach 3 Jahren (also grad zum ersten Mal nen neuen TÜV bekommen!) über 50% unter dem Neuwert zu haben sind. Das sind alles keine spartanischen Gehhilfen wie vielleicht vor 50 Jahren:

Mercedes C-Klasse: http://www.autobild.de/ir_img/58950826_5d8d42ab25.jpg
BMW 3er E46: http://www.bmw-syndikat.de/cgi-bin/bmwuploaded/Troublemaker%20MSP/DSC00071.JPG
VW Passat: http://www.autobild.de/ir_img/58642268_b4559692f8.jpg
Opel Vectra: http://www.autobild.de/ir_img/58945725_ac18259c3a.jpg
Ford Mondeo: http://data.motor-talk.de/data/galleries/151468/5371673/mondeo-innen-38252.jpg
Renault Megane: http://www.netcar.de/uploads/pics/renault_megane_grandtour_innen_800.jpg
Alfa Romeo 159: http://www.garagegraf.ch/images/alfa-159_1.jpg
Toyota Avensis: http://www.grosser-online.de/Avensis/Avensis_innen4.jpg
Volvo V50: http://www.autobild.de/ir_img/58155698_252a58951d.jpg

Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Pferdelobby das Auto auch für eine vorübergehende Erscheinung gehalten.
Nicht dass ich jetzt Fan von massenweisen Fernbussen auf der Autobahn wäre und ich glaube auch nicht, dass die Busse (von heute auf morgen) die große Rolle spielen, die Unternehmer müssen sich erst drauf einstellen und auch die Deutschen sind das Busfahren nicht gewöhnt, aber man sollte jetzt mal Wunschdenken außer Acht lassen und die Welt realistisch aber nicht frei von Visionen betrachten. Dass Angela Merkel mal Bundeskanzlerin wird, hätte vor 10 Jahren auch keiner gedacht oder wer braucht in einem Regionalzug eine Klimaanlage und eine lederbesesselte 1. Klasse? wink.gif

Geschrieben von: 146225 am 25 Oct 2009, 17:03
All die Blechkaleschen haben nur eine entscheidende Komfortminderung: Man muß sie selbst fahren.

Geschrieben von: Rohrbacher am 25 Oct 2009, 17:18
QUOTE (146225 @ 25 Oct 2009, 18:03)
All die Blechkaleschen haben nur eine entscheidende Komfortminderung: Man muß sie selbst fahren.

Ja und deswegen hat die Bahn, der Bus und das Flugzeug auch mit Abstand den höchsten Anteil am Verkehrsaufkommen...

Geschrieben von: JeDi am 25 Oct 2009, 17:28
Wer hat Stress beim Autofahren? Du? Ich nicht!

Geschrieben von: 146225 am 25 Oct 2009, 18:38
Ich bin einfach zu faul dazu. Mhm, es ist schon ein bißchen komisch. Wäsche bearbeiten wir nicht von Hand, dafür gibts die Waschmaschine. Dieses nette Forum hier würde auch mit Bleistift und Papier funktionieren, zugegeben etwas langsamer, aber es ginge. Doch wir nutzen Computer, die die meiste Arbeit erledigen. Statt Kehrwisch & Kutterschaufel gibts den Staubsauger, und die industrielle Bearbeitung von Materialien aller Art und auch die Produktion von Konsumgütern aller Art kennt noch wesentlich mehr maschinell ablaufende Prozesse. Eigentlich sind wir überall recht faul geworden.

Leute, und in so einer Welt soll ich selber fahren ?

Geschrieben von: O 530 L am 25 Oct 2009, 19:07
QUOTE (146225 @ 25 Oct 2009, 19:38)
Ich bin einfach zu faul dazu. Mhm, es ist schon ein bißchen komisch. Wäsche bearbeiten wir nicht von Hand, dafür gibts die Waschmaschine. Dieses nette Forum hier würde auch mit Bleistift und Papier funktionieren, zugegeben etwas langsamer, aber es ginge. Doch wir nutzen Computer, die die meiste Arbeit erledigen. Statt Kehrwisch & Kutterschaufel gibts den Staubsauger, und die industrielle Bearbeitung von Materialien aller Art und auch die Produktion von Konsumgütern aller Art kennt noch wesentlich mehr maschinell ablaufende Prozesse. Eigentlich sind wir überall recht faul geworden.

Leute, und in so einer Welt soll ich selber fahren ?

*applaudier* smile.gif

Geschrieben von: Iarn am 25 Oct 2009, 19:13
QUOTE (JeDi @ 25 Oct 2009, 18:28)
Wer hat Stress beim Autofahren? Du? Ich nicht!

Ich gestehe auch ungern selber zu fahren. In Deutschland sowie Schweden und USA gehts noch, aber in vielen Ländern fahre ich nicht freiwillig. Linksfahren packe ich gar nicht, Frankreich und alles am Mittelmeer nagt zuviel an meinen Nerven.
Wenn ich im Auto sitze, meist im Taxi.

Geschrieben von: Didy am 25 Oct 2009, 21:13
QUOTE (146225 @ 25 Oct 2009, 19:38)
Leute, und in so einer Welt soll ich selber fahren ?

Nett formuliert cool.gif

Prinzipiell stimm ich dem zu. Ich mein, wenn ich abends nach 12 heimkommen will, oder hier außerhalb der Stadt unterwegs sein will, hab ich keine Alternative. Und ab und an ist's auch ganz angenehm, nicht immer drauf kucken zu müssen, den letzten Zug noch zu erwischen.
Im großen und ganzen bin ich sonst aber froh, nachts um 12 mich im Zug gemütlich hinsetzen zu können, statt - müde - auch noch ne halbe Stunde fahren zu müssen. Oder wie ich neulich nen Vortrag am Freitag abend in Stuttgart angehört hab. Um die Zeit auf die A8? Nee danke, lieber ne Stunde im IC(E) zum Fenster rausschauen und schlafen... (Kann man eigentlich generell auf A8 ausdehnen...)

Nichtsdestotrotz schließ ich mich in der Sache um die's ursprünglich ging der anderen Seite an. Autos werden immer luxuriöser. Und die Züge hingegen? Okay im ICE mag das ja mithalten können, aber der Großteil fährt doch Nahverkehr. Und da? Siehe auch ein bischen die Bn-Diskussion:
Da werden Mülleimer genau da hingebaut wo bei einem normal sitzenden Menschen das Knie ist, oder brettharte Sitze im 90°-Winkel konstruiert. Oder in der ersten Klasse, also dort wo die Leute die auf Luxus wert legen extra was zahlen - schlicht das selbe verbaut wie in der Zweiten, nur ne andre Farbe aufm Sitzbezug.
Okay, es scheint langsam wieder von den gröbsten Missgriffen wegzugehen. Aber zunehmender Luxus wie im Auto?

Geschrieben von: glemsexpress am 25 Oct 2009, 22:07
Von mir aus können die Fernbusse kommen, aber zu gleichen gesetzlichen Bedingunen wie die Bahn.
Dazu gehören u.a. so schöne Sachen wie barrierefreiheit (also auch ein Rollstuhlgerechtes WC usw.), Fahrgastrechte...

Wenn das erfüllt ist (und da tu ich mir schon schwer das zu glauben) dann kann man das ruig starten.

Wobei ich mich wohl nur im Notfall für Fernbusse entscheiden würde. Schon alleine vom ständigen geschaukel wird mir im Reisebus binnen Minuten schlecht.

Geschrieben von: O 530 L am 25 Oct 2009, 22:28
QUOTE (glemsexpress @ 25 Oct 2009, 23:07)
Dazu gehören u.a. so schöne Sachen wie barrierefreiheit (also auch ein Rollstuhlgerechtes WC usw.)

Das ist das geringste Problem, das gibts seit ca.20 Jahren wink.gif

Geschrieben von: JNK am 27 Oct 2009, 10:00
http://www.wdr.de/themen/verkehr/strasse02/fernbusse/091026.jhtml

Geschrieben von: Autobahn am 27 Oct 2009, 12:27
QUOTE (Iarn @ 25 Oct 2009, 19:13)
Ich gestehe auch ungern selber zu fahren. In Deutschland sowie Schweden und USA gehts noch, aber in vielen Ländern fahre ich nicht freiwillig. Linksfahren packe ich gar nicht, Frankreich und alles am Mittelmeer nagt zuviel an meinen Nerven.
Wenn ich im Auto sitze, meist im Taxi.

USA ist doch langweilig, hunderte Meilen immer die gleichen Autos davor, dahinter und daneben laugh.gif
London ist eine Reise wert, ja mit dem Auto. Es sollte aber dann schon ein Rechtslenker sein tongue.gif
Paris ist ein Traum, besonders auf der Perepherique. Da muss man dann auf die dummen Gesichter der Einheimischen achten, wenn man mit deutschem Kennzeichen überholt laugh.gif
Mailand, einfach herrlich das Hupkonzert. Wer bremst, verliert tongue.gif tongue.gif

Aber jeder hat andere Vorlieben.

Geschrieben von: 146225 am 27 Oct 2009, 19:13
QUOTE (Autobahn @ 27 Oct 2009, 12:27)
Mailand, einfach herrlich das Hupkonzert. Wer bremst, verliert tongue.gif tongue.gif


Wenn Dir Mailand schon gefällt, solltest Du Neapel mal versuchen... Ist bis jetzt die einzige Stadt, wo ich im Stadtbus mit runden 70-75 Sachen auf der falschen Fahrbahnseite durch die Stadt chauffiert wurde. Schief ginge das dort vermutlich aber erst, wenn jemand einen ganz schlechten Tag hat und anfängt, sich dran zu stören...

Geschrieben von: glemsexpress am 27 Oct 2009, 19:18
QUOTE (O 530 L @ 25 Oct 2009, 22:28)
Das ist das geringste Problem, das gibts seit ca.20 Jahren wink.gif

Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Bus mit Rolli-WC gesehen...

Geschrieben von: 146225 am 27 Oct 2009, 19:34
QUOTE (glemsexpress @ 27 Oct 2009, 19:18)
Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Bus mit Rolli-WC gesehen...

Also ich weiß auch nur, daß http://www.eberhardt-travel.de/minicms/rolli/informationen/bereich/Informationen das anbietet, ist aber auch der einzige mir bekannte Busbetrieb der sowas macht. In der Serie wird es ohne gesetzlichen Zwang wohl kaum kommen.

Geschrieben von: O 530 L am 27 Oct 2009, 19:45
QUOTE (glemsexpress @ 27 Oct 2009, 19:18)
Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Bus mit Rolli-WC gesehen...

Noch nie Doppeldecker gefahren wink.gif

Alois Pfeffer aus Zenting(Lks FRG) hat sich darauf spezialisiert. Letzte Woche ist ein Superhochdecker(N 3316 SHD;http://www.schriften-meier.de/Busgalerie/index.html) neu hinzugekommen.




Geschrieben von: JeDi am 27 Oct 2009, 19:52
QUOTE (O 530 L @ 27 Oct 2009, 19:45)
Noch nie Doppeldecker gefahren wink.gif

Doch - aber die hatten alle ein normales Scheißhaus.

Geschrieben von: 146225 am 27 Oct 2009, 19:54
QUOTE (O 530 L @ 27 Oct 2009, 19:45)
Noch nie Doppeldecker gefahren wink.gif


Nur weil es ein Doppelstockbus ist, signalisiert das noch lange keine Barrierefreiheit.

Geschrieben von: ic111 am 27 Oct 2009, 22:03
QUOTE (Rohrbacher @ 25 Oct 2009, 16:44)
Für 12000 Euro bekommt man auch einen guten gebrauchten Audi A4 vom Vorgängermodell

Für 12000 Euro kann ich aber ganz schön lange mit Bahn und Bus unterwegs sein (in meinem Fall ca. 5 bis 10 Jahre), und habe noch keinen Cent für Benzin, Versicherung, Steuer gezahlt. Abgesehen davon fehlt auf deinen Fotos der Tisch zum arbeiten cool.gif

QUOTE

Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Pferdelobby das Auto auch für eine vorübergehende Erscheinung gehalten.


Auf einer etwas anderen Zeitskala kann ich mir gut vorstellen dass es das - zumindest als Massenverkehrsmittel - auch ist. Irgendwann wird schön langsam das Benzin ausgehen, und man wird denke ich zu tun haben mit den restlichen Energiequellen auszukommen.

QUOTE

Nicht dass ich jetzt Fan von massenweisen Fernbussen auf der Autobahn wäre und ich glaube auch nicht, dass die Busse (von heute auf morgen) die große Rolle spielen, die Unternehmer müssen sich erst drauf einstellen und auch die Deutschen sind das Busfahren nicht gewöhnt, aber man sollte jetzt mal Wunschdenken außer Acht lassen und die Welt realistisch aber nicht frei von Visionen betrachten. Dass Angela Merkel mal Bundeskanzlerin wird, hätte vor 10 Jahren auch keiner gedacht oder wer braucht in einem Regionalzug eine Klimaanlage und eine lederbesesselte 1. Klasse? wink.gif


Na, kommen werden sie in gewissem Ausmass, aber über eine Nische hinaus werden sie es glaube ich nicht schaffen. Sie haben nämlich abgesehen von Komfort- und Schnelligkeitsgesichtspunkten auch noch den Nachteil, dass sie mit Diesel laufen. Die Bahn ist da schon einen Schritt weiter, das meiste ist im Fernverkehr elektrifiziert. Und ich glaube das Kraftwerk hinter der Oberleitung ist wesentlich leichter durch was zukunftsfähiges ausgetauscht als dass Busse unabhängig vom Ölpreisanstieg werden.

Geschrieben von: Rohrbacher am 27 Oct 2009, 22:27
QUOTE (ic111 @ 27 Oct 2009, 22:03)
Für 12000 Euro kann ich aber ganz schön lange mit Bahn und Bus unterwegs sein (in meinem Fall ca. 5 bis 10 Jahre), und habe noch keinen Cent für Benzin, Versicherung, Steuer gezahlt. Abgesehen davon fehlt auf deinen Fotos der Tisch zum arbeiten cool.gif

Du kannst so viel Geld haben wie du willst, wenn du mal außerhalb des ÖPNV/SPNV-Angebots irgendwo hinfahren musst, aber kein Auto hast. Den Tisch zum Arbeiten brauche ich gar nicht, weil ich beispielsweise am Zielort ein paar Stunden länger Zeit habe. Die wenigsten Leute, die ich im Zug treffe, arbeiten übrigens.

Vorschlag: Treffen wir uns einfach am Sonntag in Wolnzach und besprechen das ganze. wink.gif

Geschrieben von: ubahnfahrn am 27 Oct 2009, 22:36
QUOTE (Rohrbacher @ 27 Oct 2009, 22:27)
Du kannst so viel Geld haben wie du willst, wenn du mal außerhalb des ÖPNV/SPNV-Angebots irgendwo hinfahren musst, aber kein Auto hast.
Vorschlag: Treffen wir uns einfach am Sonntag in Wolnzach und besprechen das ganze. wink.gif

Da gäbs dann noch die Kombi-Lösung mit Bahnhof Rohrbach und Taxi rüber gen Osten, wenn ihr da sowas habt unsure.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 28 Oct 2009, 01:10
Ja klar, das örtliche http://www.taxi-filser.de macht sogar ordentlich Werbung am Bahnhof. Aber auf Dauer ist es ziemlich teuer, einmal nach Wolnzach rüber zahlt man rund 10 Euro, zurück nochmal. 60 km Zugfahren für 10,20 Euro, 5 km Taxifahren für etwa das selbe.

Auf Dauer schägt sowas ganz schön ein in der Geldbörse. Nimmt man die Kosten alle zusammen, kann man zwar lange mit'm Taxi fahren statt sich ein Auto zu kaufen, aber Dauer für'n Alltag is' es eher nix. Aber ich arbeite dran, dass es besser wird. Wenn man nicht unbedingt ewig hier leben muss, kann man's durchaus riskieren und sich mit dem ÖPNV durchaus mal unbeliebt machen.^^ Aber ich bin nett, wir können uns auch unter der Woche in Wolnzach treffen. Manchmal fährt http://www.nietenzaehler.de/zwischenablage/eisenbahnforum/altmann/2009-06-09/pct02mrbi090609.jpg sogar öfter rüber als http://www.nietenzaehler.de/zwischenablage/eisenbahnforum/180809mrbi3.jpg oder http://www.nietenzaehler.de/zwischenablage/eisenbahnforum/rohrbach140809a.jpg. Meistens fahr' ich aber dann doch wie die meisten mit dem eh vorhandenen hauseigenen Fuhrparkservice; normalerweise http://www.autospectator.com/uploads/SEAT/2007/Ibiza/07SEAT_Ibiza_Sportrider.jpg, oft aber auch http://www.autoplenum.de/Bilder/testreports/stg20081113161910/Audi-A4-Avant-2-0-TFSI.jpg. Und schon sind wir beim Problem. Aber das hat mit Fernverkehr wenig zu tun...

Geschrieben von: JeDi am 28 Oct 2009, 07:55
QUOTE (Rohrbacher @ 28 Oct 2009, 01:10)
60 km Zugfahren für 10,20 Euro,

...oder 50 hin und rück per Regioticket für 10€...

Geschrieben von: ubahnfahrn am 28 Oct 2009, 07:56
QUOTE (Rohrbacher @ 28 Oct 2009, 01:10)
http://www.nietenzaehler.de/zwischenablage/eisenbahnforum/180809mrbi3.jpg oder http://www.nietenzaehler.de/zwischenablage/eisenbahnforum/rohrbach140809a.jpg.

Ah der fährt dann da oben, wenn er nicht gerade wieder hier rumfährt, allerdings mit größerem Raumvolumen biggrin.gif

Geschrieben von: gmg am 28 Oct 2009, 14:32
Ich kann dazu nur sagen, dass es die chronisch angespannte Verkehrslage auf Deutschlands Straßen sicher nicht entspannt, wenn jetzt auch noch lauter Busse unterwegs sein werden. Ich habe ja jetzt schon immer Probleme, die Verkehrsschilder auf der Autobahn zu lesen, weil sie die meiste Zeit von LKW verdeckt sind. Und jetzt sollen auch noch Busse dazukommen.

Was die Fahrpreise der Bahn betrifft, glaube ich nicht, dass die sich bessern werden, wenn die Konkurrenz durch den Bus kommt. Man kann ja schon lange nach Berlin mit dem Bus fahren bzw. in Städte, die von deiner Heimatstadt auf dem Weg nach Berlin liegen. Die Bahnpreise sind auf diesen Verbindungen genauso hoch wie auf anderen Strecken. Ich meine sogar, vor längerer Zeit einmal einen Bericht im Fernsehen gesehen zu haben, in dem es hieß, dass sich hinter manchen Fernbusuntenehmen sogar die Bahn verbirgt.

Der Umweltaspekt:
Mag sein, dass ein bestzter Bus umweltfreundlicher ist als die Bahn, schließlich fährt er auf Straßen, die ohnehin schon vorhanden sind. 2. setzt er weniger Masse pro Fahrgast in Bewegung, und 3. dürfte sein Dieselmotor einen höheren Wirkungsgrad haben als der E-Motor eines Tfz, wenn man die Stromerzeugung miteinbezieht.

Nur glaube ich 1. nicht, dass deswegen weniger Züge unterwegs wären, und 2. wird das Erdöl halt auch nicht mehr mit der Zeit.

Geschrieben von: Hot Doc am 28 Oct 2009, 15:05
QUOTE (gmg @ 28 Oct 2009, 14:32)
Ich kann dazu nur sagen, dass es die chronisch angespannte Verkehrslage auf Deutschlands Straßen sicher nicht entspannt, wenn jetzt auch noch lauter Busse unterwegs sein werden. Ich habe ja jetzt schon immer Probleme, die Verkehrsschilder auf der Autobahn zu lesen, weil sie die meiste Zeit von LKW verdeckt sind. Und jetzt sollen auch noch Busse dazukommen.

Das sehe ich (mit Grauen) genau so. Auf zweispurigen Autobahnen ist das mit den LKWs alleine ja schon ein Graus. Wenn dann auch noch mehr Busse dazwischen überholen (für die ja das LKW-Überholverbot nicht gilt), dann machts Autofahren irgendwann wirklich keinen Spaß mehr.

QUOTE
Was die Fahrpreise der Bahn betrifft, glaube ich nicht, dass die sich bessern werden, wenn die Konkurrenz durch den Bus kommt. Man kann ja schon lange nach Berlin mit dem Bus fahren bzw. in Städte, die von deiner Heimatstadt auf dem Weg nach Berlin liegen. Die Bahnpreise sind auf diesen Verbindungen genauso hoch wie auf anderen Strecken. Ich meine sogar, vor längerer Zeit einmal einen Bericht im Fernsehen gesehen zu haben, in dem es hieß, dass sich hinter manchen Fernbusuntenehmen sogar die Bahn verbirgt.

Da verbirgt sich die Bahn nicht dahinter. Dresden - Berlin wird von der Bahn gefahren und draußen auf den Bussen steht groß und rot "DB" drauf. Und die Preise sind niedriger als mitm RE. Von der Fahrzeit red ich erst garnicht.
Aber es ist ja auch kein Wunder, wenn man als erstes die Autobahnen komplett 3-spurig neu ausbaut und die Bahnstrecken immer noch eine einzige Abwechslung aus Baustellen und LAs sind.

Geschrieben von: gmg am 28 Oct 2009, 15:23
QUOTE (Hot Doc @ 28 Oct 2009, 15:05)
Dresden - Berlin wird von der Bahn gefahren und draußen auf den Bussen steht groß und rot "DB" drauf.

Ich will echt einmal wissen, was die sich dabei denken. Die halten sich wohl für eine Art überregionale BVG, die auch Busse anbieten muss. blink.gif
Wahrscheinlich liegt der wahre Grund mal wieder in der Profitgier und den Ambitionen zum Börsengang.

Und wir diskutieren währenddessen darüber, ob es ok ist, wenn man der Bahn mit Bussen Konkurrenz macht!

Geschrieben von: sonne am 28 Oct 2009, 19:40
QUOTE (BMI @ 22 Oct 2009, 23:59)
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/10/22/news-137850714/detail.html

Erst im Regionalverkehr, jetzt im Fernverkehr... Wiederholt sich die Geschichte?

Nagut, sone Fernbusverbindung ist ja ne feine Sache: Billiger und meist schneller als die Schiene! Aber damit würden noch mehr Städte vom Schienenfernverkehr abgeklemmt, weil sich die Bahn dann garantiert auf die Kosten beruft und Investitionen scheut...

Falsch, mit Lobbyfaschisten in den Gremien in Politik und Bahn soll die Bahn zerstört werden, wie in Argentinien realisiert , schau dir USA an, ohne Auto bist Du nix und wer lange Distanzen günstig überwinden will, muss den Bus Nationalwide nehmen....

Kotz ab.... ich möchte weiter mit dem Zug an die Ostsee und nach Zittau fahren und mich nicht in so einem hässlichen Bus chaufieren lassen, - sonst fahre ich in Zukunft nur noch in Polen an die Ostsee...

Geschrieben von: Autobahn am 28 Oct 2009, 19:50
QUOTE (sonne @ 28 Oct 2009, 19:40)
Kotz ab.... ich möchte weiter mit dem Zug an die Ostsee und nach Zittau fahren und mich nicht in so einem hässlichen Bus chaufieren lassen, - sonst fahre ich in Zukunft nur noch in Polen an die Ostsee...

Gute Reise biggrin.gif, bei den Eisenbahnfahrzeugen, die Du als Non-plus-ultra vorgestellt hast, ist ja ein Stadtbus komfortabler laugh.gif Aber warte es ab, bald wirst Du in Polen nur noch komfortable Reisebusse haben tongue.gif

Geschrieben von: JeDi am 28 Oct 2009, 20:22
Abwarten. Bislang macht sich eigenltich nur die Bahn selbst Konkurrenz.

Geschrieben von: ic111 am 28 Oct 2009, 21:51
QUOTE (Rohrbacher @ 27 Oct 2009, 22:27)
Du kannst so viel Geld haben wie du willst, wenn du mal außerhalb des ÖPNV/SPNV-Angebots irgendwo hinfahren musst, aber kein Auto hast. Den Tisch zum Arbeiten brauche ich gar nicht, weil ich beispielsweise am Zielort ein paar Stunden länger Zeit habe. Die wenigsten Leute, die ich im Zug treffe, arbeiten übrigens.

Vorschlag: Treffen wir uns einfach am Sonntag in Wolnzach und besprechen das ganze. wink.gif

Wenn du in einen Ort der Größe Wolnzachs nicht mit dem ÖPNV hinkommst dann spricht das aber eher gegen die aktuelle Verkehrspolitik.

Konkret würde ich die drei, vier Kilometer wahrscheinlich mit dem Fahrrad zurücklegen.

Zwecks arbeitender Leute in Zügen: Klar ist es nicht die Mehrheit, aber rechne mal die Leute dazu, die ein Buch dabei haben, Zeitung lesen, etc. Sind alles Dinge, die sich am Steuer nicht so gut machen. Selbst wenn das Verhältnis z.B. 5 Stunden Zug zu drei Stunden Auto ist - sobald ich mehr als zwei Stunden was getan habe im Zug habe ich gegenüber der Autofahrt Zeit gespart.




Geschrieben von: ic111 am 28 Oct 2009, 21:59
QUOTE (gmg @ 28 Oct 2009, 14:32)
Der Umweltaspekt:
Mag sein, dass ein bestzter Bus umweltfreundlicher ist als die Bahn, schließlich fährt er auf Straßen, die ohnehin schon vorhanden sind. 2. setzt er weniger Masse pro Fahrgast in Bewegung, und 3. dürfte sein Dieselmotor einen höheren Wirkungsgrad haben als der E-Motor eines Tfz, wenn man die Stromerzeugung miteinbezieht.

Nur glaube ich 1. nicht, dass deswegen weniger Züge unterwegs wären, und 2. wird das Erdöl halt auch nicht mehr mit der Zeit.

Genau, und 3. kann man das Kraftwerk hinter der Oberleitung relativ leicht austauschen.

Wäre mal interessant wie der Vergleich aussieht, wenn man bei der Bahn nach elektrifiziert / nicht elektrifiziert differenziert.

Geschrieben von: sonne am 29 Oct 2009, 12:44
Lach nur Jedi, die polnischen Züge sind nämlich besser als Ihr RUF !!!

http://swr.podkarpackakolej.net/eloki/img/et22-894.jpg

guckst du hier:

http://img442.imageshack.us/i/pos.jpg/

Geschrieben von: JeDi am 29 Oct 2009, 13:24
Hab ich was gesagt?

Geschrieben von: Rohrbacher am 29 Oct 2009, 13:25
QUOTE
Lach nur Jedi, die polnischen Züge sind nämlich besser als Ihr RUF !!!

Was ist jetzt daran besser als der Ruf? Ziemlich genau so stell' ich mir einen osteuropäischen Zug vor. Nicht ganz neu, optischer Zustand teils etwas fragwürdig, gerne extrem große Spitzenlampen und vor allem Farbkombinationen jenseits des allgemeinen modernen mitteleuropäischen Farbempfindens. ph34r.gif

QUOTE
Wenn du in einen Ort der Größe Wolnzachs nicht mit dem ÖPNV hinkommst dann spricht das aber eher gegen die aktuelle Verkehrspolitik.

Das ist völlig richtig, dennoch bringt dir und mir diese Feststellung im Alltag, also in der konkreten Situation gar nichts. Es nutzt mir nichts, wenn ich an der Haltestelle stehe und nach dem Blick auf den Fahrplan feststelle, dass die nächsten Stunden nichts fährt. Dann fährt trotzdem nichts.

PS: Wegen Fahrrad: Ganz eben ist die Landschaft nicht, das Dingens was es zu überwinden oder großräumig zu umfahren gilt, heißt nicht umsonst "Bahnerberg" und zwingt sogar Busse dazu, nicht allzu schnell unterwegs zu sein. Busse ist übrigens ein gutes Stichwort hier... rolleyes.gif

Geschrieben von: Autobahn am 29 Oct 2009, 14:53
QUOTE (JeDi @ 29 Oct 2009, 13:24)
Hab ich was gesagt?

Er hat mich gemeint wink.gif

Geschrieben von: ic111 am 29 Oct 2009, 21:24
QUOTE (Rohrbacher @ 29 Oct 2009, 13:25)
Was ist jetzt daran besser als der Ruf? Ziemlich genau so stell' ich mir einen osteuropäischen Zug vor. Nicht ganz neu, optischer Zustand teils etwas fragwürdig, gerne extrem große Spitzenlampen und vor allem Farbkombinationen jenseits des allgemeinen modernen mitteleuropäischen Farbempfindens. ph34r.gif

... vor allem jenseits des Corporate Design jeder modernen mitteleuropäischen Bahnverwaltung ...

(das jetzt mal mehr, mal weniger mit dem allgemeinen Farbempfinden zu tun hat)

Geschrieben von: hauseltr am 14 Nov 2009, 10:21
QUOTE (146225 @ 27 Oct 2009, 20:34)
Also ich weiß auch nur, daß http://www.eberhardt-travel.de/minicms/rolli/informationen/bereich/Informationen das anbietet, ist aber auch der einzige mir bekannte Busbetrieb der sowas macht. In der Serie wird es ohne gesetzlichen Zwang wohl kaum kommen.

Dann aber auch Butter bei die Fische:

Das ist ein Bus speziell für Reisen mit Behinderten. Eben Rollireisen!
Sowas ist auf Linie weder rentabel noch einsetzbar!
Dafür ist das Platzabgebot einfach zu klein.

Zitat: Fa. Eberhardt - Reisen

Unser behindertengerechter Reisebus
Unser Rollireisen-Bus verfügt über die Ausstattung eines 4-Sterne-Reisebusses und zusätzlich über eine hydraulische Hebebühne, einen Innenschwebelift und extra Haltegriffe. Außerdem gibt es eine Toilette auf der Höhe der Sitzplätze im Bus, welche mittels Innenschwebelift erreichbar und behindertengerecht ausgestattet ist. Der Reisebus bietet Platz für 3 Elektro- und 8 bis 9 Handrollstühle. Elektromobile und Scooter können aufgrund ihrer Größe nur nach Absprache befördert werden.

Geschrieben von: hauseltr am 14 Nov 2009, 11:52
Auch die DB setzte Reisebusse mit Toiletten im Linienverkehr z.B. Hannover - Berlin ein.
z.B Büssing - Emmelmann Präfekt 15
DB 25 650
DB 25 651
DB 25 695
Baujahre 1967 - 68

Geschrieben von: JNK am 30 Nov 2009, 11:10
QUOTE
Harte Zeiten für die Bahn: Die Busunternehmen wollen dem Staatskonzern Konkurrenz machen, sobald die neue Regierung die Beschränkungen im Fernverkehr wie geplant aufhebt. Nach Angaben des Branchenverbands könnten die Kunden künftig bei Reisen bis zu 40 Prozent sparen.
QUOTE
Der Hauptgeschäftsführer des Internationalen Bustouristikverbandes, Dieter Gauf, sagte der "Berliner Zeitung": "Es stehen schon einige Unternehmen in den Startlöchern. Wenn das Gesetz fällt, legen die gleich los." Der Bedarf sei riesig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,664152,00.html

Geschrieben von: DumbShitAward am 30 Nov 2009, 15:31
Einen ähnlichen Artikel hat die SZ veröffentlicht

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/772/496091/text

Wobei ich mich Frage, was mit den 30-40% günstiger gemeint ist. Im Vergleich zum Normalpreis (das wäre dann immernoch eine hübsche Hausnummer)? Wie stellen die sich das vor, so mit Unfällen und zu Ferienbeginn/ende? Bei solchen Unwägbarkeiten ist doch ein Linienbetrieb kaum aufrecht zu erhalten (es sei denn man fährt mit so unglaublich viel Puffer).

Ich möchte jetzt hier nicht irgendwie böse erscheinen, aber mir scheint, dass das eher ein Angebot für die unteren 15% sein wird, ein Billigbus, wenn man so möchte. Könnte mir da durchaus vorstellen, dass viele Leute das einfach aus Imagegründen (sei's begründet oder nicht) nicht nutzen werden. Ich hab schon den ein oder anderen amerikanischen Greyhound erlebt - manchmal absolut in Ordnung, manchmal weniger...

Geschrieben von: Rohrbacher am 30 Nov 2009, 15:43
Es kommt drauf an, wie die das vermarkten. Mit einem Bus von dem keiner weiß, fährt keiner. Aber ich glaube eh, die DB wird da selbst ganz ordentlich mitmischen, wie im Güterverkehr auch... rolleyes.gif

Neulich ist mir am Ingolstädter Hauptbahnhof einer der Linienbusse aus Berlin begegnet. Wenn die Leute nicht vorher schon irgendwo ausgestiegen sind, waren in dem einen speziellen Bus nicht mehr Leute drin als in einem durchschnittlichen Regionalbus zwischen ein paar durchschnittlichen Dörfern. Übrigens war auch die selbe Art Leute drin, alle Leute deutlich 50+. Die kennen den Bus warscheinlich noch von früher. Der vorher eingefahrene ICE nach Berlin hatte ein paar Passagiere mehr.

Geschrieben von: Hot Doc am 30 Nov 2009, 16:14
Der Nachteil der Busse ist halt auch, dass die im Schnitt zwischen den großen Städten langsamer sind. Aber wo keine SFS ist oder aus anderen Gründen nicht schneller gefahren werden kann (z.B. jetzt schon Dresden - Berlin) ist der Bus ne echte Alternative.

Geschrieben von: andreas am 2 Dec 2009, 15:06
QUOTE (Daniel Schuhmann @ 24 Oct 2009, 00:58)
So wahr einige Argumente auch sein mögen, aber bei sowas...


...platzt mir die Hutschnur. mad.gif

wenn sich einer schon an kindern stört....

Geschrieben von: Coxi am 21 Jan 2010, 16:47
So, Veolia macht den Anfang mit den Fernbuslinien:

Es wurden 3 Linien von München nach Mönchengladbach bzw. Essen, und von Essen nach Kiel beantragt. Dabei sollen auch mehr als 20 Städte unterwegs bedient werden, wenn ich richtig gelesen habe wink.gif

Pressemeldung:
http://www.veolia-verkehr.de/tmpl/NewsPageWithList____43583.aspx?epslanguage=ML&ListID=2140


Geschrieben von: JeDi am 21 Jan 2010, 17:01
Lächerlich.

Geschrieben von: sonne am 21 Jan 2010, 17:19
QUOTE (BMI @ 22 Oct 2009, 23:59)
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/10/22/news-137850714/detail.html

Erst im Regionalverkehr, jetzt im Fernverkehr... Wiederholt sich die Geschichte?

Nagut, sone Fernbusverbindung ist ja ne feine Sache: Billiger und meist schneller als die Schiene! Aber damit würden noch mehr Städte vom Schienenfernverkehr abgeklemmt, weil sich die Bahn dann garantiert auf die Kosten beruft und Investitionen scheut...

Naja, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Busverkehr gegenwärtig im Gegensatz zur Bahn konstengünstiger ist....

Dass ist aber eine rein politische Lobbyarbeit gewisser Konzerne , die alles für die Öl und AutoIndustrie daran setzen, ähnlich wie in Argentinien ist der Plan , dass Bahnnetz zu zerschlagen.

Es ist doch so, dass zum Beispiel der ganze Güterverkehr bei der Bahn zum grösstenteil via Schenker über den LKW realisiert wird, entsprechenden Bericht findet ihr im Film "Bahn unter Hammer", kann euch den Film senden , mailt mir dann ne Email ...

Da wurden nämlich kurzerhand schnell die Güterbahngleisanschlüsse an die Unternehmen gekündigt, ... na wenn dass nach 60 Jahren BRD kein Zufall ist ??????

Ein Schelm , wer böses dabei denkt.

Nein, es ist so, dass die Bahn, die ich seit 1988 regelmässig befahre , und seit 1990 alleine, ein sehr gute Verkehrsmittel ist, und in den 90er Jahren auch gewesen ist, unter der Ludewig-Mehdorn Bande wurden die Fahrpreiserhöhungen so abnormal , dass es schon jeden normalen Verstand brechen tut.

Es geht hier nicht um normale übliche prozentuale Preissteigerungen sondern um das Abzocken...ein Beispiel, war das Schöne Wochenendeticket, einst 15 DM = 8 €, wurde es auf 30 DM erhöht dann auf 35 DM was auch in Ordnung ist und galt zwei Tage....

Erst nach dem Jahre 2001 wurde es auf 40 DM mit EinTagesGültigkeit umreformiert und dann kam Mehdorn der aus dem einst 20 € Wochenende(TagesTicket) einen Preisaufschlag von über 25% realisierte und dass wurde auf 28 € erhöht, dann ein Jahr später 30, dann 33, dann 35, und wie heute 37 Euro !!!!

Auch bei der Bahnfahrt im Jahre 1999 konnte ich mich daran erinnern dass eine Nachtzugfahrt von Berlin nach München 75 DM gekostet hat ohne Sparpreis und Bahncard, heute zahle ich mehr als 90 € für eine einfache Fahrt nach München !!!!!

Also soll mir keiner erzählen, dass wir mit dem Euro und dem Bahntarifen ganz schön betrogen werden.

Der Regionalverkehr wird zersetzt, wie Nahrung im Magen, subtil lässt man Nebenstrecken zerfallen und modernisiert nix, dann übergibt man dem Nahverkehr den privaten Betreibern, - was für mich zum Beispiel die Folge, hat, dass ich von Berlin via Zittau nicht mehr mit einem normalem Bahnticket fahren kann sondern zwei Tickets kaufen muss, eines vom VBB und eines vom ZVON, oder eines von der bahn , gilt aber nur bis Zittau und eines von der CD direkt.

Ich habe schon immer die Zerschlagung des InterRegioNetzes kritisiert, ein gutes Zugprodukt, dass von Aachen bis Berlin, von Flensburg bis Kontanz, von Rostock bis Chemnitz , bzw von Lübeck bis Görlitz gefahren ist...

Meist gibt es nur noch die überteuerten ICE Züge bzw dann die RE Züge, mit schlechter Sitzqualitiät, meist total überfüllt und für Familien mit Kindern nicht geeignet , Privatsphäre hat man dank fehlender Abteile auch nicht.....

Aber vielleicht besteht ja auch kein Interesse mehr daran einen attrativen und intersannten Eisenbahnverkehr zu haben, weil dass nämlich zum Flugzeug und Auto das billigste und beste sowie Umweltfreundlichste Produkt im Transport und Verkehrswesen ist.....

Aber wie weit ClientelArbeit gehen kann sehe ich gegenwärtig bei der FDP, Hotelies überweist Millionen an FDP folge: Mehrwertsteuersenkung für Hotelies, Rösler beauftragt DKV Chef mit Neukonstruktion des Gesundheitswesens....fehlt nur noch dass die Gesetze nicht mehr im Ministerium oder im Bundestag sondern von Anwaltskanzeleien aus London geschrieben werden, da kann man sagen;

DEMOKRATIE UND RECHTSSTAAT ADJÖ !!!![B]

Geschrieben von: Autobahn am 21 Jan 2010, 17:29
QUOTE (JeDi @ 21 Jan 2010, 17:01)
Lächerlich.

Was ist daran lächerlich? Ein Bus ist ebenso ein öffentliches Verkehrsmittel, wie die Bahn. Gut, er entspricht nicht Deinen Vortellungen von einem Reisemittel (für Langstrecken), aber Du must ihn ja nicht nutzen.

Und wenn Veolia glaubt, es gäbe genügend Potential, dann sollte man sie ruhig lassen. Schließlich gibt es keinen Cent aus öffentlichen Mitteln dazu laugh.gif

Geschrieben von: JeDi am 21 Jan 2010, 17:41
QUOTE (Autobahn @ 21 Jan 2010, 17:29)
Was ist daran lächerlich?

Ganz einfach - in sone BUS gehen wenns hochkommt 70 Leute rein - die krieg ich selbst in ne Regioschachtel.

Geschrieben von: sonne am 21 Jan 2010, 17:45
In einem D-Zug gehen mehrere Leute rein, wenn ein Zug 6 Wagons mit Abteilen hat, und eine Lok inkl. einem Postwagen, was meinste was du damit so transpotieren kannst.

Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, da gabs anfang der 90er Jahre vom Bezirksamt organisierte Ferienlagerfahrten, ich machte 1991 im August 3 Wochen Urlaub auf Eckernförde und wurde vom Bahnhof Zoo nach Eckernförde und zurück mit einem D-Zug und der ganzen Ferienfahrtenteilnehmer des Ferienlagers befördert...

Fazit; es geht auch ohne Bus, wenn der Willen vorhanden ist, -

Geschrieben von: Rohrbacher am 21 Jan 2010, 18:18
Ich find's gut. Wenn's funktioniert, habe ich da nichts dagegen und wenn nicht haben wir alle gesehen, dass es nicht funktioniert. Dass es soweit kommt und der Bus der Bahn wirklich Konkurrenz macht, glaube ich nicht. Wie gesagt, in den Bus passen 50 bis 70 Leute, nimmt man einen Neoplan Megaliner zur Not auch 100, aber es ist weder von der Zeit noch vom Komfort oder der Zuverlässigkeit/Planbarkeit (Stau) annähernd konkurrenzfähig. Maximal vom Preis her. Im besten Fall hat es Auswirkungen auf die Preise oder/und den Service der Bahn...

Und wie man sieht: Die ersten beantragten Strecken sind wie zu erwarten war keine eingestellten Interregios oder irgendwie vom Fernverkehr oder der Bahn abgehängte Regionen, sondern die großen Ballungsgebiete. München - Essen beispielsweise heißt, der fährt die A8 über Stuttgart, dann die A5 nach Frankfurt, dann vermutlich über die A3 nach Köln und dann über Düsseldorf mitten durch nach Essen. Fahrtdauer vermutlich kaum unter 8:00 Stunden, wenn man die genannten Städte noch irgendwie anfährt, es muss ja nicht im Zentrum sein. Der ICE braucht etwa 5:30 oder 5:40 Stunden. Die Zeit ist ausbaufähig. Die Zeit des Busses nicht. Jemand, dem die Bahn zu langsam ist, wird sicher kaum mit dem Bus fahren.

Geschrieben von: Autobahn am 21 Jan 2010, 19:13
QUOTE (JeDi @ 21 Jan 2010, 17:41)
Ganz einfach - in sone BUS gehen wenns hochkommt 70 Leute rein - die krieg ich selbst in ne Regioschachtel.

Ist das ein Problem? Bestimmt nicht, die Flieger der Lufthansa City Line haben auch kaum mehr Plätze. Bedenke auch, das es eine andere Klientel ist, die mit dem Bus fährt. Und schon gar nicht werden solche Busse im ITF verkehren. Lass sie doch einfach machen. Aber einen Vorteil haben Fernbusse: Es gibt keine Stehplätze laugh.gif

@ Sonne

Vergleiche doch bitte nicht eine Gruppenreise ins Ferienlager mit Einzelreisenden. Ich bin auch 1960 mit der ganzen Schule (ca. 800 Schüler und Betreuer) mit einem Charterzug aus dem Ruhrgebiet ins verschneite Winterberg gefahren. Klassenfahrten in irgendwelche Jugendherbergen wurden aber mit Reisebussen durchgeführt.

Und Einzelreisende haben die Wahl zwischen Flieger, Zug oder Auto. Und wenn man sie lässt, demnächst auch noch mit dem Bus.

Und wie schrieb Rohrbacher:

QUOTE
Wenn's funktioniert, habe ich da nichts dagegen und wenn nicht haben wir alle gesehen, dass es nicht funktioniert.

Geschrieben von: Iarn am 21 Jan 2010, 19:50
Ich denke gerade durch den Artikel wird klar, dass Fernbusse auf eine finanzschwache Klientel abzielen, denen ein Bahnticket zweiter Klasse zu teuer ist. Insofern ist es doch zu begrüßen, diesen Menschen Mobilität zu ermöglichen.
Es tut dem Image der Bahn auch nicht schlecht, wenn es als das höherwertige Verkehrsmittel angesehen wird.

Geschrieben von: 143 094-1 am 21 Jan 2010, 20:05
Könnte man für diese "Klientel" vielleicht auch einen separaten Busverkehr parallel zu bestehenden Nahverkehrsverbindungen anbieten? Die "normale" Kundschaft wäre sicher dankbar wink.gif Ich weiß wie viel Armut es in diesem Land gibt, aber ich will es nicht mehr jeden Tag sehen!!!

Ansonsten bin ich ja mal gespannt wie man auf einer Fernbusverbindung bis zu 20 Unterwegshalte anfahren will. Werden da dann die Parkplätze an den Autobahnen angefahren oder soll sich der Bus jedesmalö in die Innenstädte und wieder zurück zur Autobahn quälen? Reisezeit München - Dortmund 4 Tage 16 Stunden?
Wie mans nimmt - was rauskommt ist und bleibt ein schlechter Witz!

Geschrieben von: 146225 am 21 Jan 2010, 20:48
Ich ziehe es ohnehin mal vor abzuwarten, bis das Angebot tatsächlich verkehrt. Veolia ist ja bekanntlich Ankündigungswaldmeister - aber mit dem Umsetzen war es das eine oder andere Mal bis jetzt nicht so wirklich...

Geschrieben von: Elch am 21 Jan 2010, 21:57
QUOTE (143 094-1 @ 21 Jan 2010, 20:05)
Könnte man für diese "Klientel" vielleicht auch einen separaten Busverkehr parallel zu bestehenden Nahverkehrsverbindungen anbieten? Die "normale" Kundschaft wäre sicher dankbar wink.gif Ich weiß wie viel Armut es in diesem Land gibt, aber ich will es nicht mehr jeden Tag sehen!!!

Ansonsten bin ich ja mal gespannt wie man auf einer Fernbusverbindung bis zu 20 Unterwegshalte anfahren will. Werden da dann die Parkplätze an den Autobahnen angefahren oder soll sich der Bus jedesmalö in die Innenstädte und wieder zurück zur Autobahn quälen? Reisezeit München - Dortmund 4 Tage 16 Stunden?
Wie mans nimmt - was rauskommt ist und bleibt ein schlechter Witz!

In den meisten Ländern in denen ich bisher "Fernbus" gefahren habe nutzt "diese Klientel" so vorhanden eher den Zug als den Bus....

Ich weiß nicht, wer von Euch schon mal in Südamerika oder auch einfach nur in der Türkei unterwegs war. Da ist der Bus DAS Verkehrsmittel, wenn man nicht fliegen oder mit dem eigenen Auto fahren will. In der Regel liegen die Busbahnhöfe hier an den Rändern der Innenstädte, die von den Einfallsstraßen ohne großen Stau zu erreichen sind und wo man schnell wieder "rauskommt". Dabei wird ja auch nicht jede Milchkanne angefahren, sondern nur größere Orte. Das klappt hervorragend. Und in der Türkei werden in den größeren Städten meist sogar noch Shuttle-Dienste mit Kleinbussen in die Innenstädte/Stadtviertel angeboten.
Unterschätzen würde ich Busse als Konkurrenz für die Bahn auf jeden Fall nicht.

Geschrieben von: Xenon am 21 Jan 2010, 22:43
Bloß dass diese Länder im Gegensatz zu Deutschland kein oder nur ein sehr schlechtes Eisenbahnnetz besitzen. Das sind völlige andere Ausgangsbedingungen als in Deutschland.

Geschrieben von: Rohrbacher am 22 Jan 2010, 02:15
QUOTE (Xenon @ 21 Jan 2010, 22:43)
Bloß dass diese Länder im Gegensatz zu Deutschland kein oder nur ein sehr schlechtes Eisenbahnnetz besitzen. Das sind völlige andere Ausgangsbedingungen als in Deutschland.

Dazu kommt der Zustand unserer Autobahnen, sowohl im baulichen als im verkehrlichen, vor allem in den Ballungsräumen, die der Bus ja anfahren will. Deutschland ist wesentlich dichter besiedelt... Und häng' mal mit 'nem Bus an einer Steigung mit Schwerlastüberholverbot hinter einem ®osteuropäischen Lkw, der sich mit viel Qualm den Berg hochqäult. Da kriechst du mit 20 km/h über die schwäbische Alb, dagegen sind die 70 km/h des ICE einige Kilometer weiter fast schon schnell. Die Fahrgäste dürften die Bahn dann schnell als das pünktlichere Verkehrsmittel wahrnehmen, lange Distanzen auf der Autobahn mit Fahrplan, das geht eigentlich nicht. rolleyes.gif

Obwohl... den Flugverkehr basht man ja auch nicht so, obwohl der unpünktlicher ist und in letzter Zeit ständig große Teile des Verkehrs ganz ausgefallen sind. Es ist halt Winter... aber die Bahn, die ist eh immer unpünktlich, unbequem und teuer.

Geschrieben von: 146225 am 22 Jan 2010, 08:00
QUOTE (Rohrbacher @ 22 Jan 2010, 02:15)
aber die Bahn, die ist eh immer unpünktlich, unbequem und teuer.

...grundsätzlich böse zu Ihren Kunden, gemein zu Ihren (unfähigen) Mitarbeitern und mafiös schlampig in der Wartung hast Du in Deiner Aufzählung der medialen Wahrnehmung vergessen. wacko.gif

Geschrieben von: sonne am 25 Jan 2010, 12:58
Busverbindungen die auch von der Bahn realisiert werden kann, müsste man ablehnen, sage ich ganz offen...weil wir die Umwelt schonen müssen.

Was das arme Clientel betrifft, ich habe nix gegen arme Leute, bin ja selber auch net reich, solange man sich an Regeln wie "nicht belästigen von Fahrgästen" "kein übertriebener Alkoholkonsum" hält und nicht so dermaßen stinkt, dass man die Läuse auf der Jacke krabbeln sieht.

Es gibt ja schon möglichkeiten in der Gruppe mit mehrmaligem Umsteigen in weite Regionen zu fahren, selbst von Berlin nach Hamburg kann ich mit Umstieg in Schwerin für 34 Euro allein hin und zurück bzw in der Gruppe etwas weniger fahren. Insofern, keine schlechte Idee, nur die Ländertickets , die sind wirklich zu teuer... - kenne das von mir in Berlin, das VBB Gesamtticket kostet 19 Euro, aber und dass ärgert mich wenn ich von Berlin ins 80 km östlich gelegene Frankfurt Oder fahren möchte, muss ich gut 18,20 € bezahlen für Hin und Rückfahrt, - eine Sauerei !!!

Vor zehn Jahren habe ich für die gleiche Strecke 10 DM bezahlt hin und zurück !!!; aber vielleicht lag es u.a daran, dass Fürstenwalde Spree damals noch im Berliner S-Bahntarif lag, damals gabs net diese ABC Scheisse nicht...

Geschrieben von: gmg am 25 Jan 2010, 13:21
QUOTE (143 094-1 @ 21 Jan 2010, 20:05)
Könnte man für diese "Klientel" vielleicht auch einen separaten Busverkehr parallel zu bestehenden Nahverkehrsverbindungen anbieten? Die "normale" Kundschaft wäre sicher dankbar wink.gif Ich weiß wie viel Armut es in diesem Land gibt, aber ich will es nicht mehr jeden Tag sehen!!!


Sollen wir als nächstes vielleicht noch Todesschwadronen engagieren, die die Straßen von Obdachlosen reinigen, so wie man es aus Brasilien kennt? Dann muss der Herr diese Klientel mit ihrer Armut gar nicht mehr sehen.

So einen menschenverachtenden Beitrag habe ich hier ja noch nie gelesen! Sowas erwarte ich eher als Youtube-Kommentar zu irgendwelchen Nazi- Filmchen aber nicht im EF.

[QUOTE=Elch] Ich weiß nicht, wer von Euch schon mal in Südamerika oder auch einfach nur in der Türkei unterwegs war. Da ist der Bus DAS Verkehrsmittel, wenn man nicht fliegen oder mit dem eigenen Auto fahren will. [/QUOTE]

In Spanien halten sich Bus und Bahn die Waage. Die Bahn ist schneller, der Bus hat ein verzweigteres Netz. Auf manchen Verbindungen ist die Bahn sogar billiger, aber auf den meisten der Bus.



Geschrieben von: viafierretica am 25 Jan 2010, 15:32
QUOTE
Könnte man für diese "Klientel" vielleicht auch einen separaten Busverkehr parallel zu bestehenden Nahverkehrsverbindungen anbieten? Die "normale" Kundschaft wäre sicher dankbar  Ich weiß wie viel Armut es in diesem Land gibt, aber ich will es nicht mehr jeden Tag sehen!!!


Dann würde ich sie aber auch aus gewissen Straßen verbannen, und auch von große Plätzen. Man könnte auch eigene Stadtviertel anlegen, wo diese, Bevölkerungsgruppe, dann "milieugerecht" wohnt. Vor einigen Jahrzehnten gab es ähnliche Ideen, auch da wollte einer was nicht sehen. Der hatte auch die Idee mit eigenen Zugabteilen oder eigenen Zügen. In diesen wurden sie dann umgebracht.
---- MANN, WEISST DU WAS DU MIT DEINER BEMERKUNG EIGENTLICH FÜR EIN MENSCHENHASSENDES GEWISSEN ZUM AUSDRUCK BRINGST? WO LEBST DU?
Offensichtlich weisst Du ÜBERHAUPT nicht, wieviel Armut es gibt und was Armut ist - sonst würdest Du nicht so einen Blödsinn verzapfen.

Geschrieben von: JeDi am 25 Jan 2010, 18:03
Warum? "Die, denen ein Bahnticket Zweiter Klasse zu teuer ist" --> Schwarzfahrer --> Braucht keiner. Aber hauptsache man schreit mal wieder was von Menschenverachtend.

Geschrieben von: andreas am 25 Jan 2010, 19:04
QUOTE (JeDi @ 25 Jan 2010, 18:03)
Warum? "Die, denen ein Bahnticket Zweiter Klasse zu teuer ist" --> Schwarzfahrer --> Braucht keiner. Aber hauptsache man schreit mal wieder was von Menschenverachtend.

ein Bahnticket 2. Klasse kostet ein Heidengeld. Wenn ein Bus anstatt für 116 euro (normalpreis ICE 2. Klasse München - Berlin) für die 34 Euro fährt, die das Quer durchs Land Ticket der Bahn kostet, dann ist er eine Konkurrenz - denn in 9 h schafft es der Bus auch locker nach Berlin

Geschrieben von: JeDi am 25 Jan 2010, 19:05
Die Rede war aber von Nahverkehrsstrecken. Und wem 5€ für ne Fahrkarte zu viel is und der _trotzdem_ fährt - da bin ich dann auch froh, wenn der NICHT in meinem Zug sitzt.

Geschrieben von: gmg am 26 Jan 2010, 13:15
QUOTE (JeDi @ 25 Jan 2010, 18:03)
Warum? "Die, denen ein Bahnticket Zweiter Klasse zu teuer ist" --> Schwarzfahrer --> Braucht keiner. Aber hauptsache man schreit mal wieder was von Menschenverachtend.

Ich glaube nicht, dass Iarn das so gemeint hat, ich sehe aber ein, dass man es durchaus so interpretieren kann.

Da meiner Erfahrung nach ziemlich oft aus Plochingen bösartige Beiträge kommen, habe ich natürlich erst einmal das Schlimmste angenommen. Wenn ich da etwas falsch verstanden habe, entschuldige ich mich hiermit.

Geschrieben von: railmaster am 26 Jan 2010, 14:06
Die Bundesregierung zielt ganz klar darauf ab, der Bahn Konkurrenz zu machen. Ob sie dies mit Bussen erreicht ist eine andere Frage.

Umunstritten ist, dass vor allem Reisende mit geringerer Zahlungsbereitschaft angesprochen werden. Das würden bei den derzeitigen Fernverkehrspreisen der DB nicht allzu wenig Kunden sein.
Die Bahn zielt mit ihrem Angebot, allen vorran dem ICE, vor allem auf die zahlungskräftigen Geschäftsleute ab. Die erzielen aber nicht unbedingt die höchsten PKM - sondern eher der Durchschnittskunde.
Konkurrenz ensteht auch den Billigfliegern und den Mitfahrzentralen.

Nicht zu vergessen, vor wenigen Jahren war sie der grösste Fernbusanbieter in Europa. Ihre Tochtergesellschaft Deutsche Touring hat sie aber an eine spanischen Fernbusgesellschaft veräussert - nun ist sie nur noch stark im Stadt- und Regionalbusverkehr.

Die Frage ist nun, wie wird die Deutsche Bahn reagieren?
Auf den Linien, wo ihr Angebot gegenüber dem Bus oder anderen Verkehrsmitteln sowieso viel besser ist (nicht der Preis), wird sie nur wenige Kunden verlieren - die mit der geringen Zahlungsbereitschaft.

Auf vielen deutschen und grenzüberschreitenden Fernlinien - welche durch unterlassene Investition eine marode Infrastruktur bzw. fehlende Aus-/ Neubauten aufweisen (zB. Nürnberg - Hof - Dresden nur 160km/h; München - Lindau; Frankfurt - Leipzig (<160km/h); Erfurt - Nürnberg [bis zur Eröffnung der NBS]; Berlin - Dresden (120km/h) - Prag - Wien; Berlin - Breslau (durchschn. 55km/h), Dresden - Breslau, Berlin - Franfurt(O) - Warschau, München - Prag, ...) - wird sie selber in das Busgeschäft einsteigen. Das ist zwar gut für den DB Konzern - aber schlecht für den Verkehrsträger Schiene.

Auf den oben genannten internationalen Bahnverbindungen können wir das heute schon erleben. Dort ist der Bus das meistgenutzte Verkehrsmittel.


In Spanien geht man den entgegengesetzten Weg. Dort war und ist der Busmarkt seit jeher offen, und das meistgenutzte Verkehrsmittel schlecht hin - die Bahn spielte in der Vergangenheit kaum ein Rolle.
Doch durch gezielte Infrastrukturneubauten und die Beschaffung von Hochgeschwindigkeitszügen versucht man die Geschäftsreisenden zu locken - mit Erfolg. Noch in diesem Jahr wird Spanien das längste Hochgeschwindigkeitsnetz Europas haben.
Sicherlich kann man Deutschland und Spanien nur beschränkt vergleichen, da die Siedlungsstruktur, Topologie, etc. eine komplett andere ist. Aber kann sehen, wie es auch geht, wenn die Politik ein Ziel hat, und Mut dieses umzusetzen.

Geschrieben von: Autobahn am 26 Jan 2010, 21:23
Schon mal etwas vom http://www.autobahnexpress.de/ gehört? tongue.gif

Geschrieben von: railmaster am 27 Jan 2010, 10:52
QUOTE (Autobahn @ 26 Jan 2010, 21:23)
Schon mal etwas vom http://www.autobahnexpress.de/ gehört? tongue.gif

Das Angebot ist ziemlich gut und durchdacht. Eine Einbeziehung weiterer Verkehrsverbünde wären wünschenwert.

Geschrieben von: MVG-Wauwi am 27 Jan 2010, 11:32
QUOTE (Autobahn @ 26 Jan 2010, 21:23)
Schon mal etwas vom http://www.autobahnexpress.de/ gehört?  tongue.gif

Aber sicher: Man siehe nur http://www.ekshop.de/.media/757719967944.png

Geschrieben von: rabauz am 6 Feb 2010, 18:11
Erscheint mir sehr sinnvoll, hier ein wenig Wettbewerb stattfinden zu lassen. Zumal die Bahn augenblicklich ohnehin mehr als überlastet ist. Die Autobahn hat genauso wie die Bahnstrecken der Steuerzahler bezahlt, darum sollen sie auch genutzt werden. Nehmen wir mal die A8 bei München: Wer von Odelzhausen nach Augsburg, Ingolstadt oder Nürnberg will wird die Bahn nehmen, weil alles andere nur umständlich ist. Linienbusverbindungen könnten hier eine Lösung sein. An jede Autobahnausfahrt eine kleine Raststation mit Busbahnhof, und fertig!

Geschrieben von: c-a-b am 6 Feb 2010, 18:38
QUOTE (MVG-Wauwi @ 27 Jan 2010, 11:32)
Aber sicher: Man siehe nur http://www.ekshop.de/.media/757719967944.png


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Die angegebene Seite konnte nicht gefunden werden.

Geschrieben von: Coxi am 17 Nov 2010, 17:56
Von wegen Regierung will Bahn mit Bussen Konkurrenz machen. Eher erschließt sich die Bahn da selber gerade ein neues Geschäftsfeld:

http://www.oepnvwettbewerb.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2834&Itemid=14

Sonst ist man auch weiterhin dran, ein Monopol im Fernverkehr zu behalten. Das kleine Unternehmen "DeinBus", das nach dem Mitfahrer-Konzept Verbindungen anbietet (dh. kein Linienverkehr) wurde verklagt wegen Paralellverkehrs: http://www.deinbus.de/klage/

Erst kleine inovative Firmen plattmachen, dann selbst mit einem großen deutschlandweiten Fernbusnetz anfangen. blink.gif

Geschrieben von: Einsamer_Wolf86 am 17 Nov 2010, 18:07
QUOTE (Coxi @ 17 Nov 2010, 17:56)
Erst kleine inovative Firmen plattmachen, dann selbst mit einem großen deutschlandweiten Fernbusnetz anfangen. blink.gif

Logisch, so bleibt man alleine aufm Markt

Geschrieben von: WestfalenTraeger am 25 Nov 2010, 00:55
QUOTE (Coxi @ 17 Nov 2010, 17:56)
Von wegen Regierung will Bahn mit Bussen Konkurrenz machen. Eher erschließt sich die Bahn da selber gerade ein neues Geschäftsfeld:

...

Erst kleine inovative Firmen plattmachen, dann selbst mit einem großen deutschlandweiten Fernbusnetz anfangen. :blink:

Unterschrieben! Das sehe ich genau so, aber das ist schliesslich Bahnpolitik. Undurchsicht, Rentabel und am Ende gewinnt wieder der Stärkere, weil der Klügere dummerweise nach gibt.

Geschrieben von: 146225 am 25 Nov 2010, 17:09
QUOTE (WestfalenTraeger @ 25 Nov 2010, 00:55)
Unterschrieben! Das sehe ich genau so, aber das ist schliesslich Bahnpolitik. Undurchsicht, Rentabel und am Ende gewinnt wieder der Stärkere, weil der Klügere dummerweise nach gibt.

Nein. Es war nur schlicht dämlich und unglaublich naiv von der Bundesregierung, wenn sie glaubt, daß Deutschlands größter Busbetreiber sich auf diesem Markt nicht einmischen würde.

Geschrieben von: HerrStaehmt am 25 Nov 2010, 18:33
QUOTE (146225 @ 25 Nov 2010, 17:09)
Nein. Es war nur schlicht dämlich und unglaublich naiv von der Bundesregierung, wenn sie glaubt, daß Deutschlands größter Busbetreiber sich auf diesem Markt nicht einmischen würde.

Ach, jetzt hab ich extra ein neues Thema unter "Bus" aufgemacht, dabei kann ich de Frage in dem Thread hier besser stellen laugh.gif

Kennt jemand den Marktanteil des Fernlinienbusverkehrs in Deutschland?

Geschrieben von: Autobahn am 25 Nov 2010, 18:53
Damit wird sie schon gerechnet haben. Es geht im vorliegenden Fall aber noch um die derzeitige Rechtslage, nach der jede Fernbuslinie einzeln genehmigt werden muss und wo die Beglagten argumentieren, es handle sich um Gelegenheitsverkehr.

Es geht um diese Bestimmung aus dem Personenbeförderungsgesetz: § 13, Absatz 2

QUOTE
2) Beim Straßenbahn-, Obusverkehr und Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen ist die Genehmigung zu versagen, wenn ..
a )      der Verkehr mit den vorhandenen Verkehrsmitteln befriedigend bedient werden kann,
b )    der beantragte Verkehr ohne eine wesentliche Verbesserung der Verkehrsbedienung Verkehrsaufgaben übernehmen soll, die vorhandene Unternehmer oder Eisenbahnen bereits wahrnehmen.
C )      die für die Bedienung dieses Verkehrs vorhandenen Unternehmer oder Eisenbahnen die notwendige Ausgestaltung des Verkehrs innerhalb einer von der Genehmigungsbehörde festzusetzenden angemessenen Frist und, soweit es sich um öffentlichen Personennahverkehr handelt, unter den Voraussetzungen des § 8 Abs. 3 selbst durchzuführen bereit sind.
http://www.gesetze-im-internet.de/pbefg/

Im Klartext heißt dies, alles, was die (staatliche) Eisenbahn selbst fahren will, darf kein anderer fahren. Die DB AG hat aber aus historischen Grünen z.B. mit dem Berlin-Linien-Bus kein Problem damit, auch wenn seit der Wiedervereinigung die Gründe für die Hamburg - Berlin Verbindung für den Bus faktisch fortgefallen sind, denn der Eisenbahnverkehr ist seither ja wieder uneingeschränkt möglich.

(Ähnliche Besschränkungen gab es übrigens auch für den Güterfernverkehr mit dem LKW. Die Fernverkehrslizenzen waren stark kontigentiert. Aber das gehört nicht hier rein.)

Dies zeigt, dass hier ein Monopol gesetzlich geschützt wird. Und das kann es wirklich nicht sein.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 25 Nov 2010, 18:57
Na dann mal her mit dem Wettbewerb - aber unter den gleichen Rahmenbedingungen.

Geschrieben von: Autobahn am 25 Nov 2010, 18:58
QUOTE (ubahnfahrn @ 25 Nov 2010, 18:57)
Na dann mal her mit dem Wettbewerb - aber unter den gleichen Rahmenbedingungen.

Als da wären?

Geschrieben von: ubahnfahrn am 25 Nov 2010, 19:04
QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2010, 18:58)
Als da wären?

Entweder auch Busse zahlen entsprechende Trassengebühren, oder die Bahn keine mehr.

Geschrieben von: 146225 am 25 Nov 2010, 19:06
QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2010, 18:58)
Als da wären?

Wie wäre es mit einem branchenweit gültigen Rahmentarifvertrag für Busfahrer ? Wenn Unternehmen A nur Neufahrzeuge bis max. 4 Jahre Alter sagen wir von Setra anbietet und gut qualifizierte Buspiloten mit regelmäßigen Schulungen zu vernünftigem Gehalt in ausreichender Zahl (Lenkzeiten !) einsetzt wird es sicherlich die Fahrt teurer anbieten müssen, als Unternehmen B das vielleicht auf überall her gekaufte Gebrauchtbusse mit unterschiedlichem Standard und Alter setzt, die von schlecht bezahlten Aushilfsfahrern gelenkt werden.

EDIT sagt gerade, ein solcher Rahmentarifvertrag sollte nicht nur Mindestentgelte sondern auch Mindestqualifikationen vorsehen.

Geschrieben von: Autobahn am 25 Nov 2010, 19:56
@ ubahnfan

Die Trassengebühren sind eine Erfindung der DB Netz AG. Es liegt an ihr selbst, sie abzuschaffen.

@ 146225

Meines Wissens gibt es einen Rahmenvertrag zwischen V.E.R.D.I und dem Unternehmerverband der privaten Busunternehmer. Da mag es regionale Unterschiede geben, wie in allen anderen Branchen auch.

Ein Busunternehmen, dass im Wettbewerb bestehen will, wird schon allein aus eigenem Interesse keine alten Schrottkarren einsetzen (komme jetzt bitte nicht mit Beispielen aus dem aus öffentlichen Mitteln finanzierten Nahverkehr!). Wer es dennoch versucht, wird sich nicht lange am Markt behaupten können. Auch bei der Personalauswahl wird ein seriöser Unternehmer auf qualifiziertes Personal achten. Bei den Lenk- und Ruhezeiten ist der Druck durch Polizei und BAG mittlerweile sehr hoch. „Bescheißen“ geht dank der EU-Kontrollgeräte und Fahrerkarten so gut wie gar nicht mehr.

Geschrieben von: Bayernlover am 25 Nov 2010, 20:00
QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2010, 19:56)
Die Trassengebühren sind eine Erfindung der DB Netz AG. Es liegt an ihr selbst, sie abzuschaffen.

Und dann? Bietet man die Dienstleistung kostenlos an? Auf der Straße gibt es übrigens so etwas wie Kraftfahrzeugsteuer und Maut, das ist die Trassengebühr.

Geschrieben von: Autobahn am 25 Nov 2010, 20:09
QUOTE (Bayernlover @ 25 Nov 2010, 20:00)
Und dann? Bietet man die Dienstleistung kostenlos an? Auf der Straße gibt es übrigens so etwas wie Kraftfahrzeugsteuer und Maut, das ist die Trassengebühr.

Die Maut wird nicht für Reisebusse erhoben! Ich denke, darauf wollte ubahnfan anspielen.

Geschrieben von: c-a-b am 9 Feb 2011, 13:39
Wie das http://zughalt.de/bund-will-fernbuslinien-liberalisieren/, will die Bonzenregierung nun den Verkehrsmarkt nahezu völlig liberalisieren und somit auf beliebigen Strecken beliebig viele Busanbieter genehmigen, es müsse nur noch ein Antrag bei einer Länderbehörde genügen. Damit sollen nun konkurrierende Fernbuslinien auf allen Relationen möglich sein, Ausnahmen bilden hier nur die vom Steuerzahler bezuschussten Strecken der Länder-Regionalverkehre!

Was für ein weiterer Beweis an Idiotie und kompletter Verweigerung einer ökologisch sinnvollen Verkehrspolitik im Deckmäntelchen von Wettbewerb und EU-Vorgaben!

Geschrieben von: Iarn am 9 Feb 2011, 14:31
QUOTE (c-a-b @ 9 Feb 2011, 13:39)
Wie das http://zughalt.de/bund-will-fernbuslinien-liberalisieren/, will die Bonzenregierung nun den Verkehrsmarkt nahezu völlig liberalisieren und somit auf beliebigen Strecken beliebig viele Busanbieter genehmigen, es müsse nur noch ein Antrag bei einer Länderbehörde genügen. Damit sollen nun konkurrierende Fernbuslinien auf allen Relationen möglich sein, Ausnahmen bilden hier nur die vom Steuerzahler bezuschussten Strecken der Länder-Regionalverkehre!

Was für ein weiterer Beweis an Idiotie und kompletter Verweigerung einer ökologisch sinnvollen Verkehrspolitik im Deckmäntelchen von Wettbewerb und EU-Vorgaben!

Ich weiß nicht, aber Fernbusse sind eigentlich kein Bonzenthema. Ich denke, man ist sich soweit einig, dass die Fernbusangebote in einem Preissegment unterhalb der 2. Klasse Fernverkehr angesiedelt werden.
Damit werden finanzschwachen Bevölkerungsschichten das Reisen ermöglich und die Umwelt erheblich entlastet. Reisebusse sind erstaunlich klimafreundlich.
Klar aus Eisenbahnromantik Sicht mag es schade sein, aber die Liberalisierung ist sowohl sozial als auch kimafreundlich. Abgesehen davon gibt es eh tendentiell zu wenig Trassen auf den Hauptstrecken (der subventionierte Länder Regionalverkehr ist ja explizit ausgenommen).

Geschrieben von: Iarn am 9 Feb 2011, 17:24
QUOTE
Lob kommt auch von ungewohnter Seite. Der Verkehrsclub Deutschland begrüßt die schwarz-gelben Pläne. Der liniengebundene Fernbusverkehr sei eine umweltfreundliche Alternative, sagte der Vorsitzende Michael Ziesak. Fernbusse seien ähnlich umweltschonend wie die Bahn.
Auch die Grünen wollen die Zulassung von Fernbuslinien erleichtern. Sie starteten bereits in der vergangenen Legislaturperiode eine Initiative mit dem Ziel, die Einspruchsmöglichkeiten der Bahnunternehmen gegen konkurrierende Buslinien zu erschweren.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:busfernverkehr-der-deutsche-greyhound-kommt/60009852.html

Besonders das mit den Grünen dürfte einige hier überraschen rolleyes.gif

Geschrieben von: c-a-b am 9 Feb 2011, 17:46
QUOTE (Iarn @ 9 Feb 2011, 17:24)
Besonders das mit den Grünen dürfte einige hier überraschen rolleyes.gif

Allerdings! blink.gif

Geschrieben von: Mühldorfer am 9 Feb 2011, 17:53
Fernbuslinien oder Regionalbuslinien statt Nahverkehr?

Buslinien für Verbindungen die heute keine Zugsverkehr mehr ahben, dort wo nie Bahnlinie eingereichtet wurden gerne.
Dann wenn Verkehrsbedürfnisse Züge nicht auslasten oder Bahnverbindungen deutliche Umwege bedeuten würden.

Eine Paralleverkehr halte ich für kontraproduktiv, auch z.B. auch die Linie Nürnberg - Prag.

Anders formuliert die kosten eines Fernbus Nürnberg-Berlin dürften IMMER höher sein als die Grenzkosten für zusätzliche Bahnfahrgäste, selbst wenn bedingt durch mittlere höhere Auslastung RE oder IC-Garnituren um einen wagen gelgentlich verstärkt werden, bzw. ICE mit einem Vorzug einzulegen wären.

30 Fahrgäste mehr sind fast nie ein Problem, irgendwanns steigt dieAuslastung soweit aber daß zusätzliches Rollmaterial benötigt wird.

Wegen Fernbussen aber Bahnverbindungen auszudünnen kann nicht sinnvoll sein.



Geschrieben von: Iarn am 9 Feb 2011, 18:02
QUOTE (Mühldorfer @ 9 Feb 2011, 17:53)
Fernbuslinien oder Regionalbuslinien statt Nahverkehr?

Liberalisiert sollen nur Linien die nicht in Konkurrenz zu staatlich bestellten Linien liegen, sprich quasi dem kompletten Nahverkehr.

Geschrieben von: Autobahn am 9 Feb 2011, 18:50
Nun macht Euren Kopf mal frei von jeglicher Affinität für die Eisenbahn.

Auf der Relation Berlin - Dortmund bietet BerlinLinienBus (DB-Tochter) z.B. eine Direktverbindung ab 7:30h mit Ankunft in Dortmund um 14:45h für 35,00 € an.
Ein ICE fährt um 7:48h und ist um 11:09h in Dortmund und kostet 92,00 €. Wählt man die Option "nur Nahverkehr" kann man um 7:58h einen RE nehmen, steigt auf zwei Regionalbahnen um und fährt von Hannover bis Minden mit der S-Bahn um dann schließlich von dort bis zum Ziel wieder mit einem RE zu fahren. Ankunft in Dortmund um 15:04h. In der Reisezeit sind ca. 80 Minuten Wartezeiten enthalten! Fahrpreis: 59,10 €

Jeder Nicht-Eisenbahnfan wird also je nach Kassenlage den ICE oder den Bus nehmen.

Geschrieben von: Rohrbacher am 9 Feb 2011, 19:05
QUOTE
Jeder Nicht-Eisenbahnfan wird also je nach Kassenlage den ICE oder den Bus nehmen.

Quatsch. Die Kassenlage ist nicht das entscheidende... Man muss die Angebote erstmal kennen, ansonsten kann der Bus für 5 Euro fahren und kein Mensch fährt mit. Dann ist es eine Sache der Bequemlichkeit und der persönlichen Vorlieben. Wir wissen ja, es gibt beispielsweise Leute, die hassen Busse/Züge oder es gibt Leute, die bestimmte Eigenarten haben... zum Beispiel immer vorne rausschauen können müssen, sonst geht das Angebot ja mal gar nicht. rolleyes.gif

Außerdem wohnen die Leute nicht am Bahnhof. Wenn zu der Busfahrt zum Beispiel noch Bahnkosten vor und nach der Busfahrt anfallen, dann kannst du die Preisgeschichte auch gleich wieder knicken. Wie beim Flugzeug.

Geschrieben von: 146225 am 9 Feb 2011, 19:52
Das würde bedeuten, ich als BC-50-Inhaber würde mit dem ICE zwar immer noch 11 € teurer, aber auch 3 3/4 Stunden schneller unterwegs sein. Bei einem derart geringen "Bahnaufschlag" ist ein Bus keine Alternative.

Geschrieben von: Autobahn am 9 Feb 2011, 20:12
QUOTE (Rohrbacher @ 9 Feb 2011, 19:05)
Quatsch. Die Kassenlage ist nicht das entscheidende...

In erster Linie ist die Kassenlage entscheidend, ob eine Reise überhaupt angetreten wird.
QUOTE (Rohrbacher @ 9 Feb 2011, 19:05)
Wir wissen ja, es gibt beispielsweise Leute, .... die bestimmte Eigenarten haben... zum Beispiel immer vorne rausschauen können müssen, ..... rolleyes.gif

Wenn ich bei jeder Zugfahrt hinter dem Tf sitzend auf die Strecke schauen könnte, würde ich Zugfahrten lieben wink.gif. Aber das ist eher ein Gewohnheitseffekt, ich habe Zeit meines Lebens immer in Fahrtrichtung auf die Strecke schauen können.
QUOTE (Rohrbacher @ 9 Feb 2011, 19:05)
Außerdem wohnen die Leute nicht am Bahnhof. Wenn zu der Busfahrt zum Beispiel noch Bahnkosten vor und nach der Busfahrt anfallen, dann kannst du die Preisgeschichte auch gleich wieder knicken. Wie beim Flugzeug.

Es fallen bei einer Busreise maximal die gleichen Vorlaufkosten an, wie bei einer Bahnfahrt von Hbf zu Hbf, also Nahverkehrstarife für Bus und Tram.

Geschrieben von: Autobahn am 9 Feb 2011, 20:16
QUOTE (146225 @ 9 Feb 2011, 19:52)
Das würde bedeuten, ich als BC-50-Inhaber würde mit dem ICE zwar immer noch 11 € teurer, aber auch 3 3/4 Stunden schneller unterwegs sein. Bei einem derart geringen "Bahnaufschlag" ist ein Bus keine Alternative.

Für Dich als BC 50 Inhaber auf keinen Fall. Das Angebot der Fernbusunternehmen richtet sich auch nicht an Dich, sondern an Gelegenheitsfahrer mit geringem Budget.

Geschrieben von: c-a-b am 10 Feb 2011, 07:05
Hier mal die http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2011/007-fernbus-gesetz-busbetreiber-fahrgaeste/ dazu. Da bin ich schon eher mit denen auf Linie. Interessant, dass die Buslinien so gut wie gar keine Pflichten haben und die Linien sang- und klanglos eingestellt, verändert oder angepasst werden können. Und auch der äusserst fragwürdige politische Dunst dahinter ist zum Schreien:

QUOTE
Kritik äußerte die Allianz pro Schiene auch am verkehrspolitischen Geist, den das neue Gesetz atme. „Über die Fernbus-Liberalisierung versucht die Politik, sich aus ihrer Pflicht zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zu stehlen“, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. „Wenn auf Relationen mit vernachlässigter Schieneninfrastruktur wie Berlin – Dresden künftig massenhaft Fernbusse fahren, wird die Politik den Ausbau auf dieser Relation weiter verschleppen und auf die billige Alternative verweisen.“ So schwäche das neue Gesetz den Schienenverkehr, indem es den Verbrauchern mehr Wahlmöglichkeiten vorgaukele.


Geschrieben von: Bayernlover am 10 Feb 2011, 11:43
Als kurzfristige Zwischenlösung finde ich die Busse gut - auch wenn sie lange unterwegs sind und dazu auch noch schaukelig, werden sie sicher ihre Kunden finden. Ob das die typischen Bahnkunden sind, gerade auf längeren Strecken, wage ich mal anzuzweifeln.

Geschrieben von: Autobahn am 10 Feb 2011, 13:50
QUOTE
„Wenn auf Relationen mit vernachlässigter Schieneninfrastruktur wie Berlin – Dresden künftig massenhaft Fernbusse fahren, wird die Politik den Ausbau auf dieser Relation weiter verschleppen und auf die billige Alternative verweisen.“

Es dürfte wohl unstrittig sein, dass der Aufwand für den Bau und Unterhalt von Schienennetzen erheblich teurer ist, als der Bau und Unterhalt von ohnehin notwendigen Straßen. Zudem besteht sicher keine Uneinigkeit darüber, das der Betrieb eines Zuges ebenfalls wesentlich teurer ist, als der Betrieb eines Busses.

Zur angegebenen Strecke kann ich mich nicht äußern, ich kenne auch nicht den tatsächlichen Bedarf an Zügen zwischen Berlin und Dresden. Wenn dort wirlich ein Bedarf an eingenwirtschaftlichem Fernverkehr bestehen sollte, hätte die renditegeile DB AG dort schon längst etwas unternommen.

Aber hierzu wieder ein Preisvergleich. Die DB AG verlangt zwischen 32,00 € (RE,RB ein Umstieg) und 60,00 € (EC), bei BerlinLinienBus beträgt der günstigste Fahrpreis 9,00 €, der Normalpreis liegt bei 15,00 €. Wohlgemerkt, bei bestehenden Fernbuslinien einer DB-Tochtergesellschaft!!!!!

Das einzige, was sich ändern soll ist die Kleinigkeit, dass auch andere Busunternehmen an dem Markt partizipieren dürfen. Es ist unredlich von der Allianz pro Schiene, dass sie diese kleine, aber wichtige Tatsache verschweigt.

Geschrieben von: Bayernlover am 10 Feb 2011, 14:27
Berlin-Dresden ist ein blödes Beispiel, die Bahnlinie ist arschlahm, IC alle 1h, die aber alle über 2h brauchen. Allerdings sind die Fahrgastzahlen im Vergleich zum Bus sicher um einiges höher. Ich nutze den Bus nie, weil mir das Geschaukel auf den Senkel geht und das Auto bei gleichem Preis schneller ist. Fakt ist aber auch, dass der Straßenverkehr einen Kostendeckungsgrad von gerade mal 50% erreicht. Bei gut ausgelasteten Schienenverkehrsverbindungen ist dieser um einiges höher.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 10 Feb 2011, 14:36
QUOTE (Autobahn @ 10 Feb 2011, 13:50)
..., als der Bau und Unterhalt von ohnehin notwendigen Straßen.

Der Bau von Straßen (vom kleinsten Feldweg bis zur achtstreifigen Autobahn) ist also gottgegeben, und daß wir uns zusätzlich noch sowas antiquiertes, wie Schienen und Züge leisten purer Luxus - interessante These blink.gif

Geschrieben von: Bayernlover am 10 Feb 2011, 14:40
QUOTE (ubahnfahrn @ 10 Feb 2011, 14:36)
Der Bau von Straßen (vom kleinsten Feldweg bis zur achtstreifigen Autobahn) ist also gottgegeben, und daß wir uns zusätzlich noch sowas antiquiertes, wie Schienen und Züge leisten purer Luxus - interessante These  blink.gif

Vor allem nervt mich daran, dass es einfach so hingenommen wird dass man 40 Milliarden Euro im Jahr in den Straßenverkehr steckt und Schienenverkehr doch bitte immer kostendeckend sein soll.

Geschrieben von: Boris Merath am 10 Feb 2011, 15:04
QUOTE (Autobahn @ 10 Feb 2011, 13:50)
Es dürfte wohl unstrittig sein, dass der Aufwand für den Bau und Unterhalt von Schienennetzen erheblich teurer ist, als der Bau und Unterhalt von ohnehin notwendigen Straßen.

Nein, ist es nicht.

Geschrieben von: Breisgauer am 10 Mar 2011, 22:14
Ich freue mich auf die neuen Busse, auch wenn wir eher Mitfahrgelegenheit nutzen. Mehr Angebote sind immer gut für den Wettbewerb und den kann die DB nun wirklich brauchen, nachdem sie mit der DB Netz ja jeden Wettbewerb im Fernverkehr erfolgreich bekämpft.

Hohe Preise locken immer den Wettbewerb an. Wenn die DB einen ordentlich Job macht, also pünktlich + preiswert fährt, wird kaum ein Fahrgast umsteigen. Schauen wir mal, wie die Kunden sich entscheiden wink.gif Es gibt einen großen Markt für preiswertes, gegenbenenfalls auch etwas langsameres Reisen, den die Bahn nicht bedient. Der Preisdruck wird der Bahn helfen, endlich vernünftige Kostenstruckturen zu entwickeln.

Am Ende wird der Druck auch der Bahn helfen, endlich kundenorientierter zu werden. Die Änderungen werden hart, aber alternativlos für die Bahn. Vielleicht haben wir am Ende eine gestärkte Bahn, wer weiß.

Gruß Eike

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Mar 2011, 09:35
QUOTE (Breisgauer @ 10 Mar 2011, 22:14)
Ich freue mich auf die neuen Busse, auch wenn wir eher Mitfahrgelegenheit nutzen. Mehr Angebote sind immer gut für den Wettbewerb und den kann die DB nun wirklich brauchen, nachdem sie mit der DB Netz ja jeden Wettbewerb im Fernverkehr erfolgreich bekämpft.

Fernbusse sind aber eher für die Rentner-Klientel gedacht, für Pendler sind diese einfach zu lahm und zu unbequem.

Geschrieben von: Elch am 11 Mar 2011, 10:16
QUOTE (Bayernlover @ 11 Mar 2011, 09:35)
Fernbusse sind aber eher für die Rentner-Klientel gedacht, für Pendler sind diese einfach zu lahm und zu unbequem.

Fernbusse sind für eine Zielgruppe interessant, die sich derzeit entweder mit den Länder/WE-Tickets im Nahverkehr zufrieden gibt oder Mitfahrzentralen nutzt. In Deutschland fehlt nämlich derzeit ein einigermassen Flexibles Angebot für preissensible Kunden. Nicht jeder ist bereit 59€+ für eine Strecke von 400-800km zu bezahlen. Und für diese Gruppe ist der Fernbus eine gute Alternative.
Zudem gibt es auch einige Strecken auf denen der Bus vmtl. schneller als die Bahn sein wird (nämlich überall dort wo keinen oder keinen vernünftig ausgebauten Fernverkehr gibt).

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Mar 2011, 10:22
Also gegen die Mitfahrzentrale kann man aufgrund der Fahrtzeiten nicht anstinken. Und dann finde ich ein Auto auch bequemer als einen Bus.
Und welche Strecken sollen das sein, wo es keinen Fernverkehr gibt und sich Busse lohnen könnten? Dresden - Nürnberg fällt mir höchstens ein, und da gibt es schon einen Bus.

Geschrieben von: Elch am 11 Mar 2011, 10:31
QUOTE (Bayernlover @ 11 Mar 2011, 10:22)
Also gegen die Mitfahrzentrale kann man aufgrund der Fahrtzeiten nicht anstinken. Und dann finde ich ein Auto auch bequemer als einen Bus.
Und welche Strecken sollen das sein, wo es keinen Fernverkehr gibt und sich Busse lohnen könnten? Dresden - Nürnberg fällt mir höchstens ein, und da gibt es schon einen Bus.

Ich weiss ja nicht wo Du schon überall Bus gafahren bist, aber moderne Reisebusse bieten teilweise sehr viel Komfort. Auf jeden Fall mehr als die, mir 3 Mann besetzte Rückbank eines Ford-Fiasko bietet..... (gut, sicher das Negativbeispiel meiner Mitfahrzentralenerfahrung).

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Mar 2011, 10:44
QUOTE (Elch @ 11 Mar 2011, 10:31)
Ich weiss ja nicht wo Du schon überall Bus gafahren bist, aber moderne Reisebusse bieten teilweise sehr viel Komfort.

Ja, sie schaukeln aber, egal wie bequem die Sitze sind. Und langsam sind sie auch - logisch, bei Tempo 100.

QUOTE
Auf jeden Fall mehr als die, mir 3 Mann besetzte Rückbank eines Ford-Fiasko bietet..... (gut, sicher das Negativbeispiel meiner Mitfahrzentralenerfahrung).

Audi A4 Avant, Octavia Kombi - das sind meine Positivbeispiele smile.gif

Geschrieben von: MVG-Wauwi am 11 Mar 2011, 11:24
QUOTE (Bayernlover @ 11 Mar 2011, 10:44)
Ja, sie schaukeln aber, egal wie bequem die Sitze sind. Und langsam sind sie auch - logisch, bei Tempo 100.


Schaukel-Erfahrungen habe ich mit konstanter Geschwindigkeit auf Autobahnen fahrenden Reisebussen bislang nicht machen müssen. Vom Fahrgefühl geben sich ein zeitgemäßer Reisebus und die Eisenbahn heute für mich nicht mehr viel, zumal die Ausstattung der Busse immer besser, die von den Fernzügen dagegen leider immer spartanischer wird.
Natürlich ist die Reisegeschwindigkeit beim Bus niedriger, was aber zumindest teilweise durch die direkten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ausgeglichen wird.

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Mar 2011, 11:26
QUOTE (MVG-Wauwi @ 11 Mar 2011, 11:24)
Natürlich ist die Reisegeschwindigkeit beim Bus niedriger, was aber zumindest teilweise durch die direkten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ausgeglichen wird.

Ich meinte niedriger als beim Auto.

Geschrieben von: riedfritz am 11 Mar 2011, 17:07
Ich habe gestern erst die Reisezeiten des Berlinienbus mit denen der Bahn verglichen. Der Bus braucht von München-Hackerbrücke ZOB nach Berlin Funkturm ZOB 8 1/2 Std. der Zug ca. 6:10
von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof (Kosten 46 bzw. ca. 120 Euro)

Der Bus fährt einmal am Tag, der Zug stündlich.

Das Problem, der Bus fährt z.B. in Ingolstadt von der Autobahn runter, zum Hauptbahnhof und dann wieder zur Autobahn, also nichts mit Punkt-zu-Punkt-Verbindung.

Haltestellen an Autobahnraststätten würden den Bus zwar schneller machen, aber an vielen dürfte es gar keine Fußgängerverbindung geben, daß man bei der Rückfahrt wieder zu seinem Auto kommt. Ausserdem dürften für diese (Sonder-) Nutzung der Autobahn extra Gebühren anfallen, da die PKW evtl. mehrere Tage abgestellt bleiben.

Viele Grüße,

Fritz.

Geschrieben von: Autobahn am 14 Apr 2011, 16:43
Am 20.04. wird das Bundeskabinett voraussichtlich über die Novelle der Personbeförderungsgesetzes entscheiden. Dazu schreibt der LBO (Landesverband Bayrischer Omnibusunternehmer):

QUOTE
Den Verbrauchern wird dadurch zum Schienenverkehr eine weitere günstige und umweltfreundliche Alternative eröffnet. „Wenn Fernbusse kommen, wird der Verkehr in Deutschland nicht nur vielfach preiswerter sondern auch grüner!“


Und weiter:
QUOTE
Der Durchschnittsverbrauch eines Reisebusses liegt je nach Auslastung zwischen 0,5 und 0,9 Liter Diesel pro 100 Kilometer und Fahrgast. Dagegen verbraucht die Bahn im Fernverkehr auf 100 Kilometer umgerechnet 2,5 Liter Diesel pro Person. Das Flugzeug liegt unter Berücksichtigung aller klimawirksamen Effekte bei 5,6 Liter Diesel, der Pkw (gKat) bei 6,0 Litern.

Mit 3,1 kg Kohlendioxidausstoß je Person haben Reisebusse im Vergleich zu Bahn, Pkw und Flugzeug mit Abstand auch den geringsten Abgasausstoß. Die Bahn im Fernverkehr kommt hier auf 4,6 kg CO2 pro Person und Kilometer, das Auto auf 13,8 kg. Das Flugzeug liegt unter Berücksichtigung aller klimawirksamen Effekte bei 35,6 kg CO2 pro Person und Kilometer.


Geschrieben von: Martin H. am 20 Apr 2011, 15:23
QUOTE (Autobahn @ 14 Apr 2011, 17:43)
Am 20.04. wird das Bundeskabinett voraussichtlich über die Novelle der Personbeförderungsgesetzes entscheiden.

Eben auf Bayern 3, die Bahn ist unterlegen, das eine Unternehmen das nur fährt, wenn sich mindestens 20 Leute anmelden, sei kein Linienverkehr sondern Gelegenheitsverkehr, wofür eine Lizenz vorliegt, auch wenn dauerhaft alle Verbindungen angeboten werden.

Geschrieben von: u-bahn-fan am 3 Jun 2011, 08:10
Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, will die DB ihr Fernbus-Netz in Deutschland nicht weiter ausbauen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fernbus-linien-die-bahn-kommt-nicht-1.1104530

QUOTE
Der Vorstand hat demnach bereits am Dienstag beschlossen, seine bisherige Strategie nicht weiter zu verfolgen. Die mehr als 50 Fernbus-Linien, die die Bahn derzeit betreibt, will sie zwar auch künftig anbieten. Es sollen aber keine neuen dazukommen. Auch soll der Fuhrpark nicht vergrößert werden. Der Beschluss kam selbst für hochrangige Mitarbeiter "völlig unerwartet", hieß es übereinstimmend aus den Kreisen.

Geschrieben von: Polen am 18 Jun 2011, 19:56
QUOTE (u-bahn-fan @ 3 Jun 2011, 08:10)
Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, will die DB ihr Fernbus-Netz in Deutschland nicht weiter ausbauen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fernbus-linien-die-bahn-kommt-nicht-1.1104530


Das wäre ja auch dämlich. So würde die Bahn sich selber Konkurrenz machen...

Geschrieben von: Bayernlover am 18 Jun 2011, 20:00
QUOTE (Polen @ 18 Jun 2011, 20:56)
Das wäre ja auch dämlich. So würde die Bahn sich selber Konkurrenz machen...

Nein, wäre es nicht. Nahverkehr wird eh größtenteils vom Land gezahlt und der Fernbus ist sicherlich keine Alternative für ICE-Kunden...

Geschrieben von: Polen am 18 Jun 2011, 20:13
QUOTE (Bayernlover @ 18 Jun 2011, 20:00)
Nein, wäre es nicht. Nahverkehr wird eh größtenteils vom Land gezahlt und der Fernbus ist sicherlich keine Alternative für ICE-Kunden...

Also es steht natürlich außer Frage das der ICE schneller und komfortabler ist.
Aber vergleich mal bitte die Preise. Für Geschäftsleute is natürlich klar die nehmen den ICE. Aber Familien, besonders die die nicht so viel Geld haben könnten die billigere alternative den Buss nehmen. Der Vorteil wäre aber natürlich das die Fernzüge nicht mehr so überfüllt sind.

Geschrieben von: Autobahn am 3 Aug 2011, 17:11
Das Bundeskabinett hat heute einen Gesetzentwurf von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gebilligt, das Personenbeförderungsgesetz zu ändern und Fernbuslinien zuzulassen.

http://zughalt.de/2011/08/03/regierung-erlaubt-fernbusverkehr/

Geschrieben von: Fichtenmoped am 4 Aug 2011, 09:31
QUOTE (Polen @ 18 Jun 2011, 21:13)
Also es steht natürlich außer Frage das der ICE schneller und komfortabler ist.
Aber vergleich mal bitte die Preise. Für Geschäftsleute is natürlich klar die nehmen den ICE. Aber Familien, besonders die die nicht so viel Geld haben könnten die billigere alternative den Buss nehmen. Der Vorteil wäre aber natürlich das die Fernzüge nicht mehr so überfüllt sind.

Familien mit wenig Geld fahren entweder mit den Nahverkehrstickets (Bayern-Ticket, Wochend-Ticket) oder mit dem Auto... Nix mit Bus!

Rechne mal nach, Familie mit zwei Kindern kommt auch beim Bus auf ne Summe die das Auto locker unterbietet - mit den Vorteilen die das Auto weiterhin bietet!
Die da wären: 100% Flexibilität bei Fahrzeit und Route, mehr Platz, günstiger(?),...

Warten wir mal ab, wieviel neue Buslinien entstehen... Und wieviele länger wie zwei Jahre überstehen! wink.gif

Geschrieben von: rautatie am 4 Aug 2011, 10:14
Bei den neuen Buslinien kommt es meiner Ansicht nach nicht nur auf die Preise und die Reisezeiten an, sondern auch auf die Fahrplandichte. Ich weiß ja nicht, was die Busgesellschaften da planen, aber die bisher bereits existierenden Fernbusse München - Berlin waren für mich bisher hauptsächlich wegen der ziemlich seltenen Abfahrtszeiten unattraktiv gewesen. Hier müsste in Zukunft schon mindestens alle zwei Stunden ein Bus verkehren, um interessant zu werden. Und das wird sich vermutlich erstmal nicht lohnen...

Geschrieben von: Bayernlover am 4 Aug 2011, 11:37
QUOTE (rautatie @ 4 Aug 2011, 11:14)
Ich weiß ja nicht, was die Busgesellschaften da planen, aber die bisher bereits existierenden Fernbusse München - Berlin waren für mich bisher hauptsächlich wegen der ziemlich seltenen Abfahrtszeiten unattraktiv gewesen.

Selten ist gut, es fährt morgens jeweils einer in jeder Stadt ab und abends fährt der dann wieder zurück. Total unattraktiv...

Geschrieben von: rautatie am 4 Aug 2011, 12:58
QUOTE (Bayernlover @ 4 Aug 2011, 12:37)
Selten ist gut, es fährt morgens jeweils einer in jeder Stadt ab und abends fährt der dann wieder zurück. Total unattraktiv...

Stimmt, es war nur ein Bus am Tag... Ich erinnere mich, dass ich diese Buslinie mal testen hatte wollen, aber die Abfahrts- und Ankunftszeiten waren relativ ungünstig, sodass man für die Fahrt den ganzen Tag verschwendet hätte (Abfahrt am vormittag, Ankunft am späten Nachmittag). Ich bevorzuge normalerweise Fahrten am Tagesrand (am frühen Morgen oder am späteren Abend).

Geschrieben von: DumbShitAward am 4 Aug 2011, 14:36
Die Fernbusse werden sicherlich ihre Marktanteile bekommen, daran zweifle ich kaum, allerdings schätze ich nicht, dass das nennenswerte Anteile werden, insbesondere geht das wohl kaum zu Lasten des ICEs - wenn überhaupt zu Lasten des ICs. Dafür sind (Ab)Fahrzeiten, unklare Reisezeiten (gerade zur Hauptreisezeit mit den ganzen Staus kann man das vergessen) und die Tatsache, dass zumindest vorerst nur bestimmte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen realisiert werden können einfach zu negativ.

Ich für meinen Teil werde diese Dinger wohl nur in Ausnahmefällen benutzen: ich schätze die Flexibilität, den Komfort und (manchmal) die Reisezeit der Bahn einfach zu sehr, als dass ich mich in einen Reisebus quetsche der mich "ungefähr" in sechs Stunden von München nach Berlin bringen wird, auch wenns gerade mal die Hälfte kosten sollte (und auch da werde ich vorausbuchen müssen, da komme ich dann mit dem Sparpreis der Bahn genauso hin). Ohne das jetzt despektierlich zu meinen, ich "befürchte", dass die Fernbusse von einer gewissen Klientel frequentiert werden werden und schon das rechtfertigt für mich einen etwaigen Aufpreis zum ICE. Das ist mir der Komfort, meine Ruhe und auch meine Nerven allemal wert.

/Sarkasmus on: vielleicht ziehen die Reisebusse ja Eltern, die besser keine wären, mit Kindern von den ICEs ab. Manche nehmen die Werbung der Bahn, Kinder dürften im Zug alles, leider zu wörtlich... wink.gif /Sarkasmus off

Geschrieben von: Bayernlover am 4 Aug 2011, 15:13
QUOTE (DumbShitAward @ 4 Aug 2011, 15:36)
als dass ich mich in einen Reisebus quetsche der mich "ungefähr" in sechs Stunden von München nach Berlin bringen wird, auch wenns gerade mal die Hälfte kosten sollte

8,5h sind angegeben biggrin.gif
Und kosten tut der Spaß Minimum 42€, da sag ich doch mal "Nein, danke!".

Geschrieben von: rabauz am 4 Aug 2011, 21:31
Die Busse werden ihren Marktanteil bekommen, auch unterscheiden sich ja die Busse in der Ausstattung beträchtlich. Die DB setzt ja selbst auch Fernbusse etwas nach Prag ein. Ein gutorganisiertes und vernetztes Busnetz könnte generell eine Bereicherung sein. München hat ja z.B. einen Busbahnhof der noch einiges an Auslastung vertragen könnte. Ich sehe den Bus bis ca. 300km als sehr interessantes Verkehrsmittel an. Darüber ist der Bus vor allem aus finanziellen Gründen interessant.

Geschrieben von: DumbShitAward am 4 Aug 2011, 23:35
QUOTE (Bayernlover @ 4 Aug 2011, 16:13)
8,5h sind angegeben biggrin.gif
Und kosten tut der Spaß Minimum 42€, da sag ich doch mal "Nein, danke!".

33€ gibts scheinbar auch (hab ich zumindest mal auf blöd für Ende September gefunden - da bekäme ich aber auch einen 29€ Sparpreis im ICE).

Dennoch, 8.5h im Bus für 33€ im Vergleich zu 58€ (BC50 Normalpreis) 6h im ICE auf einer der langsamsten Strecken der Republik ist für mich keine Konkurrenz.

Geschrieben von: hauseltr am 5 Aug 2011, 08:12
QUOTE (mic @ 23 Oct 2009, 18:21)
Bahnbashing?

Soweit ich mich erinnere, war es just diese fernverkehrende Deutsche Bahn, die vor ein paar Monaten mit ´ner Fernbuslinie nach Prag den ganzen Sch... erst begonnen hat. Meine Tränen für die Deutsche Bahn halten sich daher in dieser Frage in einem ausgesprochen überschaubaren Rahmen.

Soweit ich mich erinnere, war es just diese fernverkehrende Deutsche Bahn, die vor ein paar Monaten mit ´ner Fernbuslinie nach Prag den ganzen Sch... erst begonnen hat.

Erinnerst du dich da nicht ein wenig falsch? Oder hast du noch nie etwas von der Deutschen Touring gehört? Bis 2005 hatte die DB AG da auch ihre Finger drin!

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Touring

Geschrieben von: Coxi am 6 Aug 2011, 17:31
Also mit der Regel, dass der Schienen-Nahverkehr nur unter 50 km vor Fernlinienbusverkehr geschützt ist, sind ja die meisten sehr lukrativen Großstadt-Großstadt-Verkehre noch erlaubt. Könnte also doch eine Alternative und Konkurrenz zum Nahverkehr sein.
Weil wer mit dem Nahverkehrszug (also per Bayern-Ticket oder so) über 50 km fährt, der wird das wohl auch gerne mit dem Bus machen wenn der noch billiger ist.

Ab München wären dann ja Verbindungen wie München-Ingolstadt, München-Augsburg, München-Rosenheim, München-Regensburg alle erlaubt für einen Fernbusverkehr. Das sind ebenfalls Verbindungen, wo man auf der Straße auch konkurrenzfähige Reisezeiten anbieten kann. Dann wäre natürlich Taktverkehr nötig, mindestens alle Stunden, ein guter Preis unter 10€- wenn nicht sogar unter 5€, und so ein Bus wär schon eine Alternative zum Zug. Attraktiv für Gelegenheitsreisende, oder (vielleicht sogar besonders) für Pendler. Da setzt man sich doch echt lieber in einen gut ausgestatteten Reisebus (evtl. mit Platzreservierung) als sich in einen vollen, unbequemem 440er zu quetschen. (also ich würd den Bus nehmen. biggrin.gif )
Als großes Problem beim Bus bleiben halt die unberechenbaren Autobahnstaus, das muss ich auch zugeben.


Mal schauen wie sich das entwickelt.
Touring/Eurolines werden vermutlich recht bald zuerst alle ihre internationalen Linien für den nationalen Verkehr freigeben (das ist schonmal einiges), vielleicht ein paar andere die sich an neuen einzelnen Verbindungen versuchen, aber ich glaub nicht dass sofort solche stündlichen Städte-Verbindungen aufgebaut werden.

Geschrieben von: Rohrbacher am 6 Aug 2011, 19:40
QUOTE
Das sind ebenfalls Verbindungen, wo man auf der Straße auch konkurrenzfähige Reisezeiten anbieten kann.

Bus München Innenstadt - Ingolstadt Innenstadt nonstop via A9: ca. 90 Minuten plus dauernde Staugefahr. Konkurrenzfähig?

Regionalbahn: 60 Minuten, 15,80 Euro oder Bayernticket.
Regional-Express: 45 Minuten, 15,80 Euro oder Bayernticket.
ICE: 30 Minuten, 26,00 Euro oder Sparpreis ab 19,00 Euro.

Wenn der Preis sehr billig ist oder als Zwischenhalt wie heute bei den Berlin-Bussen, okay. Aber sonst... unsure.gif
Ich wäre mir auch gar nicht sicher, ob das ganze sich rechnen würde. Der Bahn-Regionalverkehr lebt ja von so Geschichten wie dem Bayerntakt, also den vielen Verbindungen täglich, dem Bayernticket und anderen linien- und betrieberübgreifende Verbundangebote und den großen Kapazitäten. Sowas müsste man erstmal aufbauen und wenn man sieht, wie viel Subventionierung beim SPNV dahintersteckt, würde ich sagen, ne. So brutal billiger ist der Betrieb von Bussen dann auch nicht, dass das eigenwirtschaftlich ginge. So Städte wie Ingolstadt, Rosenheim oder Augsburg nimmt eine Fernbuslinie nach Berlin, Köln oder Wien mit, möglicherweise als Bedarfshalt. Aber ich denke nicht, dass der RE-Verkehr massiv Konkurrenz von den Bussen bekommt.

Auch im Fernverkehr sehe ich Busse eher als Konkurrenz zu anderen Billigangeboten wie Mitfahrzentralen oder als Alternative zum Trampen, also für die Leute für die bisher die Bahn zu teuer war.

QUOTE
Erinnerst du dich da nicht ein wenig falsch? Oder hast du noch nie etwas von der Deutschen Touring gehört? Bis 2005 hatte die DB AG da auch ihre Finger drin!

Und wirklich angefangen hat die Deutsche Reichsbahn, aus deren Kasse die Reichsautobahnen ja damals finanziert wurden und deren größter Nutzer die http://www.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/va/e2v_abrb.html anfangs war. Kaum jemand hatte ein Auto, es waren im Personenverkehr im Gegensatz zur damaligen Propaganda fast ausschließlich Busse und auch Buszüge der Reichsbahn unterwegs und im Güterverkehr Lkw der Reichsbahn, man beachte die Anzeige auf dem Kursbuchausschnitt unten. Betreiber der ersten Rasthöfe war übrigens Mitropa... mh... wink.gif

http://www.deutsches-kursbuch.de/6_83.htm
mit den Buslinien

1315 Stuttgart - Ulm,
1410 München - Augsburg,
1413 Nürnberg - Ingolstadt,
1413a Ingolstadt - München und
1422 Berlin - München.

Wäre also alles schonmal dagewesen. biggrin.gif

Geschrieben von: 146225 am 7 Aug 2011, 09:33
Danke nach Rohrbach für die historische Recherche. Tja, fast 2 Stunden von Stuttgart nach Ulm ist natürlich recht heftig - da ist man heute selbst ohne neue SFS über die Geislinger Steige mit einem Zug des Regionalverkehrs (IRE) noch eine ganze Stunde schneller. Heute gäbe es zwar vermutlich schnellere und besser motorisierte Busse als in den 1930er Jahren, allerdings glaube ich trotzdem nicht an eine wesentlich bessere Busfahrzeit - dem steht heute der Verkehr auf der A8 entgegen.

Geschrieben von: Xenon am 7 Aug 2011, 22:04
QUOTE (Coxi @ 6 Aug 2011, 18:31)
Ab München wären dann ja Verbindungen wie München-Ingolstadt, München-Augsburg, München-Rosenheim, München-Regensburg alle erlaubt für einen Fernbusverkehr. Das sind ebenfalls Verbindungen, wo man auf der Straße auch konkurrenzfähige Reisezeiten anbieten kann.

München-Rosenheim mit dem Fernbus in 30 Minuten? Wie soll denn das überhaupt gehen? An schlechten Tagen braucht man schon 30 Minuten um überhaupt aus der Rosenheimer Innenstadt bis auf die Autobahnausfahrt zu kommen.

Geschrieben von: DumbShitAward am 8 Aug 2011, 11:30
Dass die Busse eine Konkurrenz für den Regionalverkehr auf den diskutierten Strecken sind halte ich, von Einzelfällen abgesehen, für ziemlich abwegig. Der Bus mag auf längeren Strecken mit weniger befahrenen Autobahnen, keinen oder nur seltenen Zwischenhalten bei einer sehr schlechten Bahnverbindung durchaus mithalten können und vielleicht über den Preis ein paar Fahrgäste gewinnen, bei diesen kurzen Strecken wie München - Augsburg/Ingolstadt/Rosenheim/Regensburg macht der Bus keinen Stich. Bis sich der Bus von der Hackerbrücke zum Kreuz Neufahrn gewurschtelt hat ist der RE schon jenseits Petershausen, während des Berufsverkehrs schon auf der SFS nach Nürnberg.

Auch preislich muss das nicht unbedingt rentabel sein: wenn ich BC50 + IsarCard9 kombiniere kostet mich die Fahrt von München Hbf nach Ingolstadt Hbf schlappe 4,40€.

Geschrieben von: Coxi am 8 Aug 2011, 20:03
QUOTE (Rohrbacher @ 6 Aug 2011, 20:40)
Bus München Innenstadt - Ingolstadt Innenstadt nonstop via A9: ca. 90 Minuten plus dauernde Staugefahr. Konkurrenzfähig?

Naja, konkurrzenfähige Zeiten müsst ihr schon etwas weiter auffassen. Ab doppelt so langer Fahrzeit wie mit nem RE ists für mich unattraktiv. Aber 20 Min-halbe Stunde mehr muss man schon in Kauf nehmen, ist ja klar dass ein Bus mit 100km/h-Begrenzung nur langsamer unterwegs sein kann.

Und München Hbf - Ingolstadt Hbf mit dem Bus direkt geht in 1:06 h tongue.gif Hab ich genau gemessen als der SEV war. Aber halt Sonntags, sonst muss man schon was draufschlagen. rolleyes.gif

Also in Tschechien z.B. gibt es solche Kurzstrecken-Städteverbindungen per Bus, sogar sehr häufig. Beispielsweise http://portal.idos.cz/Data/pdf/L144101_110612_103462.pdf, 80km, die schaffen das in einer Stunde und das ist im sauberen Stunden- und in der Hauptverkehrszeit im Halbstundentakt. Für 100 Kronen, also 4,10€.
Und das ist ja nur das Angebot von einer Firma (Studentagency), da gibt es durchaus auch noch weitere konkurrierende Busfirmen auf der gleichen Strecke.
Die Situation dort kann man vielleicht nicht auf Deutschland ganz übertragen, aber sowas läuft anscheinend.

Geschrieben von: Bayernlover am 8 Aug 2011, 22:23
Wobei hier wieder die Frage: Wieviele Leute passen in einen Bus, wieviele in einen ICE?

Geschrieben von: Rohrbacher am 8 Aug 2011, 23:37
QUOTE (Coxi @ 8 Aug 2011, 21:03)
Aber 20 Min-halbe Stunde mehr muss man schon in Kauf nehmen, ist ja klar dass ein Bus mit 100km/h-Begrenzung nur langsamer unterwegs sein kann.

Mit dem Argument kann man sich aber auch Bahnstrecken schönreden, wo man in über einer Stunde 20 km weit kommt: Muss man halt in Kauf nehmen, technisch nicht gesicherte Bü, Oberbauschäden, ungünstige Trassenführung, etc. Nur wird's dadurch halt nicht schneller. rolleyes.gif

QUOTE (Bayernlover @ 8 Aug 2011, 23:23)
Wobei hier wieder die Frage: Wieviele Leute passen in einen Bus, wieviele in einen ICE?

Wobei hier auch wieder die Frage ist, wie sieht die Bedienung genau aus. Ein Bus, der auch alle Zwischenhalte abklappert, dann steht da ein kleiner Bus gegen einen ausgewachsenen ICE. Gibt's aber parallel einen Bus München - Ingolstadt, einen München - Nürnberg, einen München - Würzburg, etc. dann sieht die Sache ähnlich wie im Luftverkehr schon wieder anders aus.

Geschrieben von: 146225 am 10 Aug 2011, 19:33
Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter: http://www.bsk-ev.org/news/3919/fernbusrichtlinie/

Unabhängig von Interessenvertretungen einzelner schätzt doch die Mehrzahl aller regelmäßigen Nutzer von Bahn und Bus zumindest eine gewisse Barrierefreiheit - auch hier im Forum. Und da ist sicherlich ein klarer Nachteil von Fernbussen ausgemacht, denn niederflurige Reisebusse sind doch eher Ausnahmen. Ja, natürlich, Reisebusse gibt es mit Hublift & Co. - aber wieviel Prozent der Gesamtbusflotte sind das, und wieviele Busbetriebe haben so etwas? Oder andersrum: Wäre es verpflichtend, das anzubieten, dann bliebe wegen des Investitionsbedarfes und des geringeren Platzangebotes im Bus vermutlich der von der Politik gepriesene "günstige Preis" auf der Strecke...

Ich fand das einen ganz interessanten Einwurf - mal schauen, was daraus wird.

Geschrieben von: tino389 am 11 Sep 2011, 22:07
QUOTE (BMI @ 23 Oct 2009, 00:59)
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/10/22/news-137850714/detail.html

Erst im Regionalverkehr, jetzt im Fernverkehr... Wiederholt sich die Geschichte?

Nagut, sone Fernbusverbindung ist ja ne feine Sache: Billiger und meist schneller als die Schiene! Aber damit würden noch mehr Städte vom Schienenfernverkehr abgeklemmt, weil sich die Bahn dann garantiert auf die Kosten beruft und Investitionen scheut...

Alternativen sind ok, wer sie nutzen will kann es und hat die Auswahl

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Sep 2011, 22:16
QUOTE (tino389 @ 11 Sep 2011, 23:07)
QUOTE (BMI @ 23 Oct 2009, 00:59)
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/10/22/news-137850714/detail.html

Erst im Regionalverkehr, jetzt im Fernverkehr... Wiederholt sich die Geschichte?

Nagut, sone Fernbusverbindung ist ja ne feine Sache: Billiger und meist schneller als die Schiene! Aber damit würden noch mehr Städte vom Schienenfernverkehr abgeklemmt, weil sich die Bahn dann garantiert auf die Kosten beruft und Investitionen scheut...

Alternativen sind ok, wer sie nutzen will kann es und hat die Auswahl

Du zitierst einen Beitrag von 2009.

Und ja, ich bin gespannt was im Fernbusmarkt in nächster Zeit so abgehen wird.

Geschrieben von: tino389 am 11 Sep 2011, 22:18
QUOTE (Bayernlover @ 11 Sep 2011, 23:16)
QUOTE (tino389 @ 11 Sep 2011, 23:07)
QUOTE (BMI @ 23 Oct 2009, 00:59)
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/wirtschaft/2009/10/22/news-137850714/detail.html

Erst im Regionalverkehr, jetzt im Fernverkehr... Wiederholt sich die Geschichte?

Nagut, sone Fernbusverbindung ist ja ne feine Sache: Billiger und meist schneller als die Schiene! Aber damit würden noch mehr Städte vom Schienenfernverkehr abgeklemmt, weil sich die Bahn dann garantiert auf die Kosten beruft und Investitionen scheut...

Alternativen sind ok, wer sie nutzen will kann es und hat die Auswahl

Du zitierst einen Beitrag von 2009.

Und ja, ich bin gespannt was im Fernbusmarkt in nächster Zeit so abgehen wird.

ja hab ich gesehen aber is ja heut genauso aktuell oder bayernlover

Geschrieben von: GSIISp64b am 11 Sep 2011, 22:24
QUOTE (tino389 @ 11 Sep 2011, 23:18)
ja hab ich gesehen aber is ja heut genauso aktuell oder bayernlover

Das Thema (bzw. der zitierte Post) ist NICHT aktuell. Der Beitrag ist vermutlich veraltet und er ist durchdiskutiert. Qualifizierte Äußerungen wie deine sind dazu also überflüssig.
Das Thema ist NICHT Bayernlover, sondern Fernbusverkehr.

Ich stelle also fest: Deine Aussage, das Thema sei "heut genauso aktuell oder bayernlover" ist falsch. (Die Benutzung von Kommata hätte einen halben Eimer Häme erspart.)

Geschrieben von: tino389 am 11 Sep 2011, 23:03
QUOTE (GSIISp64b @ 11 Sep 2011, 23:24)
Das Thema (bzw. der zitierte Post) ist NICHT aktuell. Der Beitrag ist vermutlich veraltet und er ist durchdiskutiert. Qualifizierte Äußerungen wie deine sind dazu also überflüssig.
Das Thema ist NICHT Bayernlover, sondern Fernbusverkehr.

Ich stelle also fest: Deine Aussage, das Thema sei "heut genauso aktuell oder bayernlover" ist falsch. (Die Benutzung von Kommata hätte einen halben Eimer Häme erspart.)

na klar du wichtigtuer

Geschrieben von: GSIISp64b am 11 Sep 2011, 23:05
QUOTE (tino389 @ 12 Sep 2011, 00:03)
na klar du wichtigtuer

Jemand, der hier einen überflüssigen Müllpost nach dem anderen fabriziert, nur um was gesagt zu haben, nennt mich "Wichtigtuer". Ah ja.

Geschrieben von: tino389 am 11 Sep 2011, 23:08
QUOTE (GSIISp64b @ 12 Sep 2011, 00:05)
Jemand, der hier einen überflüssigen Müllpost nach dem anderen fabriziert, nur um was gesagt zu haben, nennt mich "Wichtigtuer". Ah ja.

weil du unqualifizierte nachrichten abgibst statt mal ne ordentliche kritik ohne beleidigung zu schreiben, häme na klar..wird mal zeit das die bahn richtig konkurenz bekommt, naja hier haben die ja im regioverkehr schon einige ausschreibungen verloren

Geschrieben von: GSIISp64b am 11 Sep 2011, 23:15
QUOTE (tino389 @ 12 Sep 2011, 00:08)
weil du unqualifizierte nachrichten abgibst statt mal ne ordentliche kritik ohne beleidigung zu schreiben, häme na klar..wird mal zeit das die bahn richtig konkurenz bekommt, naja hier haben die ja im regioverkehr schon einige ausschreibungen verloren

Ich beleidige niemanden. Ich stelle nur fest.

Aber da ja mein Sarkasmus offenbar nicht ankommt, hier hast du deine sachliche Kritik: Benutz Satzzeichen und schau nach, auf was du antwortest. Und dein Gemeinplatz von wegen "wird mal zeit das die bahn richtig konkurenz bekommt, naja hier haben die ja im regioverkehr schon einige ausschreibungen verloren" trägt zur Diskussion absolut gar nix bei.

Die Konkurrenz der DB im FV nennt sich heute übrigens nach Wahl "Auto", "Flugzeug", "DB Regio" oder "Mitfahrzentrale". Zu behaupten, es gäbe keine Konkurrenz, ist Quark, und es steht zu befürchten, dass die Fernbusse eher den Modal Split zu Ungunsten der Bahn verschieben. Das kann man freilich sehr ambivalent sehen und die Bedenken, dass das als Argument zur Vandalisierung von FV-Linien beitragen kann, halte ich für nicht völlig falsch. Trotzdem denke ich, dass der Nutzen der zusätzlichen Konkurrenz überwiegt.

So, und jetzt sag DU mir, das wäre "unqualifiziert" - ich habe gerade mehr Fakten in einen Beitrag gepackt als ich von dir bisher überhaupt gesehen habe. Und natürlich - das ist alles x-mal durchdiskutiert.

Geschrieben von: tino389 am 11 Sep 2011, 23:21
QUOTE (GSIISp64b @ 12 Sep 2011, 00:15)
Ich beleidige niemanden. Ich stelle nur fest.

Aber da ja mein Sarkasmus offenbar nicht ankommt, hier hast du deine sachliche Kritik: Benutz Satzzeichen und schau nach, auf was du antwortest. Und dein Gemeinplatz von wegen "wird mal zeit das die bahn richtig konkurenz bekommt, naja hier haben die ja im regioverkehr schon einige ausschreibungen verloren" trägt zur Diskussion absolut gar nix bei.

Die Konkurrenz der DB im FV nennt sich heute übrigens nach Wahl "Auto", "Flugzeug", "DB Regio" oder "Mitfahrzentrale". Zu behaupten, es gäbe keine Konkurrenz, ist Quark, und es steht zu befürchten, dass die Fernbusse eher den Modal Split zu Ungunsten der Bahn verschieben. Das kann man freilich sehr ambivalent sehen und die Bedenken, dass das als Argument zur Vandalisierung von FV-Linien beitragen kann, halte ich für nicht völlig falsch. Trotzdem denke ich, dass der Nutzen der zusätzlichen Konkurrenz überwiegt.

So, und jetzt sag DU mir, das wäre "unqualifiziert" - ich habe gerade mehr Fakten in einen Beitrag gepackt als ich von dir bisher überhaupt gesehen habe. Und natürlich - das ist alles x-mal durchdiskutiert.

ihr scheint hier alle eure DB zu lieben denn wie schon geschrieben melden sich ja nur kritiker zu Wort..und wär hat sich bitte die Konkurenz selber gemacht, war doch die Bahn die Fernbusse in eigenregie auch einsetzt..also ich bin lieber mit dem Zug unterwegs aber würde mich natürlich freuen wenn es mal einigermassen klappt, leider wird man zu oft entäuscht. .. und nun hat jeder seine eigene Meinung .
Wir vielen Fahrgäste wissen ja das die Bahnangestellten immer Recht haben

Geschrieben von: GSIISp64b am 11 Sep 2011, 23:28
QUOTE (tino389 @ 12 Sep 2011, 00:21)
ihr scheint hier alle eure DB zu lieben denn wie schon geschrieben melden sich ja nur kritiker zu Wort..und wär hat sich bitte die Konkurenz selber gemacht, war doch die Bahn die Fernbusse in eigenregie auch einsetzt..also ich bin lieber mit dem Zug unterwegs aber würde mich natürlich freuen wenn es mal einigermassen klappt, leider wird man zu oft entäuscht. .. und nun hat jeder seine eigene Meinung .
Wir vielen Fahrgäste wissen ja das die Bahnangestellten immer Recht haben

Ich LIEBE die DB nicht. Im Gegenteil, ich habe neulich erst einige schlecht gelaunte Mails an die DB und eine Beschwerde ans EBA geschickt. Und es gibt so etliches, was mich anp*sst. Trotzdem: Letzten Monat war ich mit W-Pass relativ viel unterwegs - ich hatte zweimal Verspätungen im nennenswerten Bereich (also über den fast schon üblichen 10 Minuten), das war einmal +122 wegen Unwetterschäden und Umleitung, einmal +52 wegen, frag nicht, iirc liegen gebliebenem Zug. Ansonsten ist eigentlich alles gelaufen wie am Schnürchen. Gut - paar Personale waren unfreundlich und in einem Fall wurden imho meine Fahrgastrechte missachtet (so viel zum Thema "Bahnangestellte haben immer Recht"?). Das war es dann aber mit Zwischenfällen.

Also: Ich liebe die Bahn nicht. Aber anders als du (ein Bahnhasser?) suche ich eine differenzierte Bewertung auf Basis von Fakten. Und einer dieser Fakten ist eben, dass meine Standardverbindung von Dresden nach $KAFF_IN_BAYERN die letzten drei Male dank aktiver Neigetechnik perfekt geklappt hat und derzeit i. d. R. einfach funktioniert. Wenn du dir mal die Mühe machst, frühere Posts von mir zu lesen: Ich habe vor einiger Zeit geschildert, dass diese Verbindung gerade im letzten Winter pain in the ass war und ich eigentlich nie mit weniger als +60 am Zielort war. Aber was soll's, für dich bin ich halt ein Fundi-Bahnfreak ohne Ahnung.

edit: Die thematische Überschneidung zum Franken-Sachsen-Express-Thema war btw ungewollt.

Geschrieben von: tino389 am 11 Sep 2011, 23:31
QUOTE (GSIISp64b @ 12 Sep 2011, 00:28)
QUOTE (tino389 @ 12 Sep 2011, 00:21)
ihr scheint hier alle eure DB zu lieben denn wie schon geschrieben melden sich ja nur kritiker zu Wort..und wär hat sich bitte die Konkurenz selber gemacht, war doch die Bahn die Fernbusse in eigenregie auch einsetzt..also ich bin lieber mit dem Zug unterwegs aber würde mich natürlich freuen wenn es mal einigermassen klappt, leider wird man zu oft entäuscht. .. und nun hat jeder seine eigene Meinung .
Wir vielen Fahrgäste wissen ja das die Bahnangestellten immer Recht haben

Ich LIEBE die DB nicht. Im Gegenteil, ich habe neulich erst einige schlecht gelaunte Mails an die DB und eine Beschwerde ans EBA geschickt. Und es gibt so etliches, was mich anp*sst. Trotzdem: Letzten Monat war ich mit W-Pass relativ viel unterwegs - ich hatte zweimal Verspätungen im nennenswerten Bereich (also über den fast schon üblichen 10 Minuten), das war einmal +122 wegen Unwetterschäden und Umleitung, einmal +52 wegen, frag nicht, iirc liegen gebliebenem Zug. Ansonsten ist eigentlich alles gelaufen wie am Schnürchen. Gut - paar Personale waren unfreundlich und in einem Fall wurden imho meine Fahrgastrechte missachtet (so viel zum Thema "Bahnangestellte haben immer Recht"?). Das war es dann aber mit Zwischenfällen.

Also: Ich liebe die Bahn nicht. Aber anders als du (ein Bahnhasser?) suche ich eine differenzierte Bewertung auf Basis von Fakten. Und einer dieser Fakten ist eben, dass meine Standardverbindung von Dresden nach $KAFF_IN_BAYERN die letzten drei Male dank aktiver Neigetechnik perfekt geklappt hat und derzeit i. d. R. einfach funktioniert. Wenn du dir mal die Mühe machst, frühere Posts von mir zu lesen: Ich habe vor einiger Zeit geschildert, dass diese Verbindung gerade im letzten Winter pain in the ass war und ich eigentlich nie mit weniger als +60 am Zielort war. Aber was soll's, für dich bin ich halt ein Fundi-Bahnfreak ohne Ahnung.

Hast Du mein Beitrag gelesen, bin gern mit der DB unterwegs und hab sogar ne BC100, also nix mit Bahnhasser..sonst gebe ich dir Recht

Geschrieben von: tino389 am 11 Sep 2011, 23:32
QUOTE (tino389 @ 12 Sep 2011, 00:31)
QUOTE (GSIISp64b @ 12 Sep 2011, 00:28)
QUOTE (tino389 @ 12 Sep 2011, 00:21)
ihr scheint hier alle eure DB zu lieben denn wie schon geschrieben melden sich ja nur kritiker zu Wort..und wär hat sich bitte die Konkurenz selber gemacht, war doch die Bahn die Fernbusse in eigenregie auch einsetzt..also ich bin lieber mit dem Zug unterwegs aber würde mich natürlich freuen wenn es mal einigermassen klappt, leider wird man zu oft entäuscht. .. und nun hat jeder seine eigene Meinung .
Wir vielen Fahrgäste wissen ja das die Bahnangestellten immer Recht haben

Ich LIEBE die DB nicht. Im Gegenteil, ich habe neulich erst einige schlecht gelaunte Mails an die DB und eine Beschwerde ans EBA geschickt. Und es gibt so etliches, was mich anp*sst. Trotzdem: Letzten Monat war ich mit W-Pass relativ viel unterwegs - ich hatte zweimal Verspätungen im nennenswerten Bereich (also über den fast schon üblichen 10 Minuten), das war einmal +122 wegen Unwetterschäden und Umleitung, einmal +52 wegen, frag nicht, iirc liegen gebliebenem Zug. Ansonsten ist eigentlich alles gelaufen wie am Schnürchen. Gut - paar Personale waren unfreundlich und in einem Fall wurden imho meine Fahrgastrechte missachtet (so viel zum Thema "Bahnangestellte haben immer Recht"?). Das war es dann aber mit Zwischenfällen.

Also: Ich liebe die Bahn nicht. Aber anders als du (ein Bahnhasser?) suche ich eine differenzierte Bewertung auf Basis von Fakten. Und einer dieser Fakten ist eben, dass meine Standardverbindung von Dresden nach $KAFF_IN_BAYERN die letzten drei Male dank aktiver Neigetechnik perfekt geklappt hat und derzeit i. d. R. einfach funktioniert. Wenn du dir mal die Mühe machst, frühere Posts von mir zu lesen: Ich habe vor einiger Zeit geschildert, dass diese Verbindung gerade im letzten Winter pain in the ass war und ich eigentlich nie mit weniger als +60 am Zielort war. Aber was soll's, für dich bin ich halt ein Fundi-Bahnfreak ohne Ahnung.

Hast Du mein Beitrag gelesen, bin gern mit der DB unterwegs und hab sogar ne BC100, also nix mit Bahnhasser..sonst gebe ich dir Recht

Ja genau mir ist das auch schon aufgefallen, die 612 er verkehren mittlerweile fast überall mit NT, nur auf dem FSX gibt es die Probleme

Geschrieben von: TramBahnFreak am 12 Sep 2011, 20:52
QUOTE (GSIISp64b @ 12 Sep 2011, 00:05)
Jemand, der hier einen überflüssigen Müllpost nach dem anderen fabriziert, nur um was gesagt zu haben, nennt mich "Wichtigtuer". Ah ja.

Es soll so eine Krankheit geben, bei der der Betroffenen seine eigenen Probleme auf andere projiziert biggrin.gif


@tino389: Die Anwendung zumindest der einfachsten und fundamentalsten Rechtschreibungs-, Interpunktions- und Grammatik-Regeln würde das Lesen deiner Beiträge deutlich einfacher übersichtlicher gestalten! Du bist hier nicht in einem privaten Chat, sondern in einem öffentlichen Forum!

Geschrieben von: GSIISp64b am 12 Sep 2011, 20:52
QUOTE (TramBahnFreak @ 12 Sep 2011, 21:52)
Es soll so eine Krankheit geben, bei der der Betroffenen seine eigenen Probleme auf andere projiziert biggrin.gif


@tino389: Die Anwendung zumindest der einfachsten und fundamentalsten Rechtschreibungs-, Interpunktions- und Grammatik-Regeln würde das Lesen deiner Beiträge deutlich einfacher übersichtlicher gestalten! Du bist hier nicht in einem privaten Chat, sondern in einem öffentlichen Forum!

Es soll so eine Krankheit geben, bei der der Betroffenen seine eigenen Probleme auf andere projiziert biggrin.gif

Gruß,
Stephan

(Egal, der Thread ist eh schon entgleist.)

Geschrieben von: Autobahn am 24 Sep 2011, 05:51
Die erste parlamentarische Hürde ist genommen:

QUOTE
In der gestrigen Sitzung des Bundesrates wurde der Gesetzentwurf zur Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften vorgelegt. Darin geht es vor allem auch um die Liberalisierung des Busfernlinienverkehrs und die Beendigung eines 80 Jahre alten Monopolvorrangs für die Bahn.


http://www.zughalt.de/2011/09/bundesrat-billigt-in-einer-stellungnahme-den-linienbus-fernverkehr/

Geschrieben von: yeg009a am 24 Sep 2011, 10:51
Das ist ein positives Signal für den künftigen, freien Verkehrsmarkt, in dem die Unternehmen im Wettbewerb bestehen können.

Es besteht ein Problem, daß bis jetzt noch unterschiedliche Fahrplanauskünfte für Fernbusse existieren, wie z.B. Touring (In Frankreich besteht seit einem halben Jahr innerfranzösische Verbindungen mit diesem Unternehmen), BerlinLinienBus, Orland (Ich glaube, er wird nur Internationale Verbindungen anbieten), etc..., was für die Kunden, die künftig mit dem Fernbus (Vielleicht kommen menr Unternehmen dazu, die die innerdeutsche Fernbuslinien übernehmen wollen.) sowohl innerhalb Deutschlands als auch International fahren wollen, ein fast unüberwindbares Hindernis darstellt.

Auch das Vertriebssystem ist nicht ganz unproblematisch, dennoch ist es positiv anzumerken, daß die Ticketcenter in Busbahnhöfen Fahrkarten für verschiedene Busunternehmen und Routen verkaufen (In Stuttgart verkauft TicketCenter von Touring neuerdings Fahrkarten für BerlinLinienBus), aber es besteht Verbesserungsbedarf, in dem die TicketCenter per gesetzliche Regelung aufgefordert werden, für alle Unternehmen und Routen eine Fahrkarte zu verkaufen.

Ich finde, man braucht ein Lösungsansatz, das eine Gleichberechtigung zwischen Busse, Bahnen und Flugzeuge geschaffen werden kann.
Mit der Lösung sollen die Kunden mit einer einzigen Webseite auf die Fahrzeiten bzw. Flugzeiten und Fahrpreise bzw. Flugpreise aller Unternehmen zugreifen können, ebenso soll die Anfrage nach einem Reisebüro, die die Bus-, Bahn- und Flugtickets verkaufen, erleichtert werden, wenn sie nicht online, sondern offline buchen wollen. Die Reisebüros gibt es oft wie Sand und Meer. Die Google-Suche nach einem Reisebüro, die die Fahrkarten bestimmter Unternehmen verkaufen, sind leider nicht hilfreich. (Gerade die Floskel im BerlinLinienBus-Fahrplanheft, wie
"Reisebüros
In ganz Deutschland mit BerlinLinienBus-Agentur,
BEX-Reisebüros, Kundenzentren der
S-Bahn Berlin und des
RVD in Dresden"
überhaupt nicht Hilfreich ist, solange Google nicht in der Lage ist, die richtige Reisebüros mit dem Begriff "Reisebüro* BerlinLinienBus-Agentur" zu finden. --> http://bit.ly/pBmkJO + https://www.berlinlinienbus.de/download/BLB_Fahrplan_2011_Internet.pdf s. 7.

*Alternativ auch Abfahrtsort

Desweiteren sollen nicht nur in Busbahnhöfen, sondern auch in Bahnhöfen (Reisezentren der Bahn) eine Verpflichtung geschaffen werden, die Fahrkarten für alle Verbindungen und Unternehmen zu verkaufen (wer will schon spontan mit dem Zug fahren, wenn eine Busreise auch gehen könnte).

Der Kunde soll im vereinheitlichten Fahrplanauskunft, anhand der Fahrplan- und Fahrpreisdaten zwischen Zug, Bus und Flug auswählen und sich für diese Verbindung entscheiden können. Behagt einem Kunde der Onlinekauf nicht, kann er entweder einen einfachen Weg gehen --> Ticketcenter bzw. Reisezentrum, oder Mithilfe der Suchmaske des Abfahrtsortes ein Reisebüro in der Nähe, die die Fahrscheine für bestimmte Verbindungen ausgeben, finden.

Was die Kunden aber auch brauchen, ist das wichtigste: Die Rechte, sich nicht nur über die Verspätungen von Verkehrsunternehmen zu beschweren, sondern auch darüber zu berichten, wie zufrieden sie mit den Betreibern (Service, Pünktlichkeit, pers. Eindruck, etc...) sind, damit die Daten in den späteren Fahrplanauskunft (in jeder Fahrzeitzeile sollen nur eine Bewertung in Form von Noten, bzw. Sterne stehen) eingeflossen werden können. Nur so kann es nicht nur den Kunden bei der Auswahl einer Verbindung (Oft ist der Fahrpreis nicht entscheidend, wenn die Sauberkeit, die Pünktlichkeit und der Service, etc... eine entscheidende Rolle spielt), sondern auch dem Unternehmen, etwas zu verbessern, was sie verbockt haben, helfen.

Geschrieben von: Bayernlover am 24 Sep 2011, 11:07
Warum alles gesetzlich festlegen? Wenn die Betreiber ein Interesse an mehr Kunden haben, werden die sich schon solche Angebote wie zentralen Fahrkartenverkauf oder ein zentrales Beschwerdeportal überlegen.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 24 Sep 2011, 18:36
QUOTE (yeg009a @ 24 Sep 2011, 11:51)
Das ist ein positives Signal für den künftigen, freien Verkehrsmarkt, in dem die Unternehmen im Wettbewerb bestehen können.

...

Ich finde, man braucht ein Lösungsansatz, das eine Gleichberechtigung zwischen Busse, Bahnen und Flugzeuge geschaffen werden kann.
Mit der Lösung sollen die Kunden mit einer einzigen Webseite auf die Fahrzeiten bzw. Flugzeiten und Fahrpreise bzw. Flugpreise aller Unternehmen zugreifen können, ebenso soll die Anfrage nach einem Reisebüro, die die Bus-, Bahn- und Flugtickets verkaufen, erleichtert werden, wenn sie nicht online, sondern offline buchen wollen.
...

Gleichberechtigung für Bus-, Eisenbahn- und Luftverkehr... Eine gute Idee, die an der LobbyRbeit einiger zerschellen wird...

- Steuerbefreiung von Flugbenzin, benachteiligt Eisenbahn und Busse
- Infrastruktur: Fluggesellschaften und Buslinien brauchen die Infrastruktur nicht in dem Ausmaß bezahlen wie die Eisenbahn, auch die Landegebühren und Maut tragen nur einen kleinen Teil der wahren Kosten...
- ...

Und auf einer einzigen Website vollen Zugriff auf alle Produkte? Oh, da werden einige Quer treiben! wink.gif

Geschrieben von: riedfritz am 26 Sep 2011, 19:06
Bayernlover:
QUOTE
Warum alles gesetzlich festlegen? Wenn die Betreiber ein Interesse an mehr Kunden haben, werden die sich schon solche Angebote wie zentralen Fahrkartenverkauf oder ein zentrales Beschwerdeportal überlegen.


Vollkommen richtig, wer etwas verdienen will, der muss sich auch um die Kunden kümmern. Von den Busunternehmen, die Personal und Busse für diesen Service zur Verfügung stellen, (ich denke, dass diese nicht alle der gleichen Firma gehören, sondern dies eher als Lizenz- oder Franchisingunternehmen geführt wird) dürften auch hohe Gebühren reinkommen.

Ohne Lobby-Arbeit (die bereits auch einen Haufen Geld gekostet haben dürfte) wäre diese Gesetzesänderung nie zustande gekommen und deshalb muss man sich auch dem Markt stellen. Wer die Ausgaben für Reklame und Service scheut, soll auf eine Teilnahme verzichten!


Viele Grüße,


Fritz



Geschrieben von: GSIISp64b am 26 Sep 2011, 19:19
QUOTE
Warum alles gesetzlich festlegen? Wenn die Betreiber ein Interesse an mehr Kunden haben, werden die sich schon solche Angebote wie zentralen Fahrkartenverkauf oder ein zentrales Beschwerdeportal überlegen.


Und was, wenn die Kosten die Mehreinnahmen ganz einfach übersteigen? Das halte ich prinzipiell für möglich. Auch so Sachen wie Fahrgastrechte sind ja eine Maßnahme zur Kundenerhaltung - aber dass es sich marktwirtschaftlich rentiert, ist ein absurder Gedanke, daher muss das auch gesetzlich geregelt werden.

Die Zeit wird zeigen, ob der Markt da sinnvolle Lösungen schafft, wenn nicht, sind Verbraucherschützer und Gesetzgeber gefragt.

Geschrieben von: Bayernlover am 26 Sep 2011, 20:40
QUOTE (GSIISp64b @ 26 Sep 2011, 20:19)
Auch so Sachen wie Fahrgastrechte sind ja eine Maßnahme zur Kundenerhaltung - aber dass es sich marktwirtschaftlich rentiert, ist ein absurder Gedanke, daher muss das auch gesetzlich geregelt werden.

Um die Fahrgastrechte ging es ja gar nicht, die wird keiner freiwillig einführen, das ist klar. Aber solche "weichen" Faktoren wie ein zentraler Fahrplan, zentral vertriebene Tickets und ein durchschaubares Preissystem sind meiner Meinung nach Werkzeuge, die man nicht staatlich verordnen muss. Mit ein bisschen Verständnis für den Markt kommen die Buslinienbetreiber selbst auf diesen Trichter.

Geschrieben von: GSIISp64b am 26 Sep 2011, 20:50
QUOTE (Bayernlover @ 26 Sep 2011, 21:40)
Um die Fahrgastrechte ging es ja gar nicht, die wird keiner freiwillig einführen, das ist klar. Aber solche "weichen" Faktoren wie ein zentraler Fahrplan, zentral vertriebene Tickets und ein durchschaubares Preissystem sind meiner Meinung nach Werkzeuge, die man nicht staatlich verordnen muss. Mit ein bisschen Verständnis für den Markt kommen die Buslinienbetreiber selbst auf diesen Trichter.

Mir geht es auch nicht um Fahrgastrechte. Das ist schlicht ein Analogieschluss.

Wie gesagt: Ob der Markt das tatsächlich regelt oder jeder seine Suppe kocht, wird man sehen müssen. Ich bliebe da erstmal skeptisch - man schaue zum Beispiel mal, wie vollständig das DB-RIS ist. Da fehlen etliche EVUs (und teilweise sogar DB-Töchter) in der zeitlich aktuellen Suche.

Geschrieben von: Coxi am 25 Nov 2011, 19:19
Diese Organisation DeinBus.de macht nach ihrem Pseudo-Linienverkehr (eher Mitfahrzentrale) nun ihre erste "echte" Fernlinie auf: http://www.deinbus.de/presse/DeinBus.de_Linienfahrplan_Muenchen-Stuttgart-Tuebingen_Stand_24-11-2011.pdf.
Hier die Pressemeldung: http://www.deinbus.de/presse/2011-11-24-DeinBus.de-startet-Fernbuslinie-zwischen-Mnchen-Stuttgart-Tbingen.pdf

Muss ja massig Leute geben, die unbedingt von München nach Tübingen fahren wollen. Also ich persönlich wusste jetzt nichtmal wo Tübingen überhaupt ist...


Autobus Oberbayern wird die Fahrten von München betreiben (bisher machte das doch Edelweiss-Reisen), die haben sogar einen extra Bus dafür hergerichtet: http://www.autobusoberbayern.de/cms/de/aktuelles/aktuelle_nachrichten/
Da hat man Tübingen auch noch nie gehört biggrin.gif

Geschrieben von: Iarn am 25 Nov 2011, 20:45
Nachdem man in München gut technische Studiengänge studieren kann und in Tübingen jede brotlose Kunst wink.gif gibt es wahrscheinlich jede Menge Studentenfernbeziehungen. Zumindest ich kannte einige ph34r.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 25 Nov 2011, 21:24
Neben der ganzen brotlosen Kunst auch so'n Zeug wie Medizin. wink.gif

Warum genau dürfen keine Fahrten zwischen Stuttgart und Tübingen angeboten werden, weil das nur 38 und keine 50 km sind? Zählt die Luftlinie oder der kürzeste Weg? Ansonsten sollen sie via A81 Böblingen fahren, dann sind's vom Flughafen nach Tübingen ca. 51 km. tongue.gif

Geschrieben von: BR 218 Fan am 25 Nov 2011, 21:55
Hi,

Nahverkehr mit Bussen is ja ok, aber im Fernverkehr sind Züge das Beste. biggrin.gif

Ich sag nur dazu: sch**ß Busse. Die bei der Verwaltung sind wohl keine Eisenbahnfreunde cool.gif

Bis bald.

Geschrieben von: Autobahn am 25 Nov 2011, 23:31
QUOTE (BR 218 Fan @ 25 Nov 2011, 21:55)
Hi,

Nahverkehr mit Bussen is ja ok, aber im Fernverkehr sind Züge das Beste.  biggrin.gif

Ich sag nur dazu: sch**ß Busse. Die bei der Verwaltung sind wohl keine Eisenbahnfreunde  cool.gif

Bis bald.

Dan bist Du sicher noch nicht mit einem modernen Reisebus gefahren. Die Sitze sind mindestens so bequem, wie in einem ICE 3 und vor allem, es gibt für jeden Fahrgast einen Sitzplatz laugh.gif

Das Gepäck wird von den Fahrern in den Stauraum gepackt und stört nicht zwischen den Sitzen, es gibt eine Toilette an Bord und Getränke und Snacks am Platz. Viele Busse haben auch Entertainment an Bord und sonstige Annehmlichkeiten.

Ach ja, die Busse der Deutschen Touring sind immer mit zwei Fahrern besetzt, die auch schon mal einem Rollstuhlfahrer in den Zug helfen (der Rollstuhl verschwindet dabei im Gepäckraum). Und da der Bus auch unterwegs mal anhalten kann, kann ein Rollstuhlfahrer auch an einer Autobahnraststätte eine Behindertentoilette aufsuchen. Die ist im allgemeinen sauberer, als im Zug tongue.gif

Und was das "Schaukeln" im Bus angeht, das ist auch nicht schlimmer, als wenn ein ICE vor oder nach einem Bahnhof mehrere Weichen überfährt. Und wenn man nicht gerade auf eine Neu- oder Ausbaustrecke unterwegs ist, merkt man auch im ICE die Unregelmäßgikeiten des Unterbaus.

Geschrieben von: Woodpeckar am 26 Nov 2011, 00:03
QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2011, 23:31)
... und vor allem, es gibt für jeden Fahrgast einen Sitzplatz

Das ist kein Grund zu schreien.

QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2011, 23:31)
Das Gepäck wird von den Fahrern in den Stauraum gepackt und stört nicht zwischen den Sitzen

Insbesondere das Handgepäck mit Utensilien für die Fahrt ist im Gepäckraum bestens verstaut ...

QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2011, 23:31)
Ach ja, die Busse der Deutschen Touring sind immer mit zwei Fahrern besetzt, die auch schon mal einem Rollstuhlfahrer in den Zug helfen (der Rollstuhl verschwindet dabei im Gepäckraum).

Die Deutsche Touring hat aber kein Monopol auf Fernlinien. Zudem hilft es dem busfernlinienreisenwollenden Rollstuhlfahrer wenig, wenn ihm die Busfahrer in den Zug helfen.

QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2011, 23:31)
Und da der Bus auch unterwegs mal anhalten kann, kann ein Rollstuhlfahrer auch an einer Autobahnraststätte eine Behindertentoilette aufsuchen. Die ist im allgemeinen sauberer, als im Zug

Es handelt sich hier um Linienverkehr mit Fahrplan und nicht um Ausflugsfahrten. Der "unterwegs mal anhaltende" Fernlinienbus ist also genauso unsinnig wie die pauschale Darstellung der Toilettensituation.

QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2011, 23:31)
Und was das "Schaukeln" im Bus angeht, das ist auch nicht schlimmer, als wenn ein ICE vor oder nach einem Bahnhof mehrere Weichen überfährt. Und wenn man nicht gerade auf eine Neu- oder Ausbaustrecke unterwegs ist, merkt man auch im ICE die Unregelmäßgikeiten des Unterbaus.

QUOTE (Autobahn @ 25 Nov 2011, 23:31)
... verschwindet dabei im Gepäckraum

Ähnliches würde ich mir herzhaft bei so manchen zwanghaften Beiträgen allein zur Beitragszahlerhöhung wünschen ...











Geschrieben von: Autobahn am 26 Nov 2011, 00:23
@ Woodpeckar

Gääääähn!

Geschrieben von: Rohrbacher am 26 Nov 2011, 01:45
QUOTE
Das Gepäck wird von den Fahrern in den Stauraum gepackt

Wird? Echt? Im Werbefilm oder wenn der Fahrer grad ganz nett drauf ist.

QUOTE
es gibt für jeden Fahrgast einen Sitzplatz

Das letzte Mal im ICE gestanden bin ich 1999.

QUOTE
Und da der Bus auch unterwegs mal anhalten kann, kann ein Rollstuhlfahrer auch an einer Autobahnraststätte eine Behindertentoilette aufsuchen. Die ist im allgemeinen sauberer, als im Zug

Richtig, er muss warten bis nach 42 km wieder ein bewirtschafteter Parkplatz kommt, er muss warten bis ihm die siebzehn Busfahrer den Rollstuhl aus'm Laderaum geholt haben, er muss warten bis die dreiundvierzig Busfahrer ihn dann rausgetragen und reingesetzt haben und auf'm Rückweg das ganze mit den hundertneununddreißig Busfahrern wieder retour. Ist es da nicht einfacher um's Eck maximal 10m auf das nächste WC zu gehen/fahren, ohne dass dabei die fahrt unterbrochen werden muss? Außerdem weiß ich echt nicht auf welchen Autobahnklos du unterwegs bist... oder was für dich sauber ist...

QUOTE
Die Sitze sind mindestens so bequem, wie in einem ICE 3 und vor allem

Sitze, die ähnlich breit und in ähmlichem Seitenabstand aufgestellt sind, würden in einen Bus, der mit ca. 2,50 m bauartbedingt bis zu 0,5 m schmaler ist, gar nicht reinpassen, außer man baut die Sitze in 2+1 rein... Das ist einfache Mathematik. Man kann zwar meistens die Sitze Richtung Gang verschieben, nur dann kommt eben keiner mehr wirklich durch, das Podest unten drunter geht nicht mit, die Fußstütze und der Tisch am Sitz davor ggf. auch nicht.

Im ICE besteht auch keine Gurtpflicht.

QUOTE
Und was das "Schaukeln" im Bus angeht, das ist auch nicht schlimmer, als wenn ein ICE vor oder nach einem Bahnhof mehrere Weichen überfährt. Und wenn man nicht gerade auf eine Neu- oder Ausbaustrecke unterwegs ist, merkt man auch im ICE die Unregelmäßgikeiten des Unterbaus. (...) Dan bist Du sicher noch nicht mit einem modernen Reisebus gefahren. Die Sitze sind mindestens so bequem, wie in einem ICE 3 und vor allem, es gibt für jeden Fahrgast einen Sitzplatz

Bist du schonmal in einem ICE gefahren? Kennst du einen ICE nur aus den Medien, wenn mal wieder was nicht funktioniert hat? In letzter Zeit bin ich zwar nur bei Anlässen wie SEV mit Reisebussen gefahren, wobei das auch bis zu 1,5 Stunden waren, längere Strecken über 2 Stunden zuletzt vor zwei Jahren in http://www.nietenzaehler.de/zwischenablage/eisenbahnforum/norwegen/bus/100709trollstigen1.jpg, meine längste Fahrt müsste http://www.nietenzaehler.de/zwischenablage/eisenbahnforum/sev/stanglmeier110409-01.jpg gewesen sein, das waren so 7 Stunden. Man kann es schon ganz gut überleben, aber trotzdem kann man das nicht mit einem ICE vergleichen, allein schon weil ein Schienenfahrzeug bauartbedingt weniger starke Geschwindigkeits- und Richtungswechsel hat als ein Straßenfahrzeug, selbst auf einer richtig schlechten Bahntrasse.

Aber hey, Autobahn, was tipp' ich hier eigentlich... wacko.gif

Geschrieben von: Autobahn am 26 Nov 2011, 10:05
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Nov 2011, 01:45)
Das letzte Mal im ICE gestanden bin ich 1999.

Ich noch nie, ich reserviere immer tongue.gif!
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Nov 2011, 01:45)
Bist du schonmal in einem ICE gefahren?

In diesem Jahr sehr häufig. Die Ruhrgebietsstrecke ist eine Zumutung, was den Unterbau betrifft.

Geschrieben von: yeg009a am 26 Nov 2011, 11:43
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Nov 2011, 01:45)
Wird? Echt? Im Werbefilm oder wenn der Fahrer grad ganz nett drauf ist.
Das habe ich öfters im Busbahnhof S-Obertürkheim gesehen, daß das Gepäck tatsächlich von Fahrern verstaut wird. Grund: Die Banderole muß vom Fahrpersonal am Griff des Gepäckstück angebracht und der Abschnitt einer Banderole an den Fahrgast übergeben werden. Es hat, wie ich es im Obertürkheim zufällig beobachtet habe, Fahrerwechsel stattgefunden. Mithilfe der Information an der Banderole und am Abschnitt der Banderole kann das Fahrpersonal feststellen, daß das Gepäckstück einem rechtmäßigen Besitzer gehört und diese dann dem Fahrgast aushändigen. Aber gesehen habe ich diese Aktion leider nicht, vielleicht war es den Fahrern die Fahrgäste bekannt, daß sie wissen, an wem sie das Gepäckstück aushändigen sollen/können.

Aber: In Würzburg habe ich das einmal gesehen, daß ein Fahrer (es war wirklich ein einziger Fahrer) der BerlinLinienBus, der vor dem Gepäckübergabe an den Fahrgast, die Banderole gelesen und dann gerufen hatte, der Fahrgast der das gehört hatte, ging zum Fahrer, um sein Gepäck entgegenzunehmen.

(Auch wenn Deine Antwort Spuren von Ironie enthalten kann, antworte ich das trotzdem)

QUOTE (Autobahn @ 26 Nov 2011, 10:05)
Ich noch nie, ich reserviere immer tongue.gif!
Das habe ich, damals, als der ICE noch neu im Verkehr war, auch einmal reserviert, da war das Reservierungsgebühr im ICE-Fahrpreis enthalten. wink.gif

Ansonsten reserviere ich nur, wenn die Züge reservierungspflichtig sind, für die ich auch zustimme. Allerdings sollte in Reservierungspflichtigen Züge Spontanreisen ermöglicht werden, was das bedeutet, daß mindestens 10% (hauptsächlich Fensterplätze, und in Zügen mit der Möglichkeit einer veränderbaren Fahrtrichtungsanzeige auch in Fahrtrichtung) und je nach Verkehrslage bzw. -aufkommen auch bis zu 30% (die Hälfte Fenster und die Hälfte Gang, sonst auch in Fahrtrichtung) der Sitzplätze bis zum Reisetag freigehalten werden sollte.

In Frankreich besteht in vielen (aber eben nicht alle) TGV-Verbindungen die Möglickeit, eine Reservierung in Fahrtrichtung vorzunehmen, die im Fahrplanauskunft vermerkt ist.

--> http://www.imgimg.de/bild_TGVVerbindungen67033e6bPNG.png.html

QUOTE (Autobahn @ 26 Nov 2011, 10:05)
In diesem Jahr sehr häufig. Die Ruhrgebietsstrecke ist eine Zumutung, was den Unterbau betrifft.
War das schon immer so, mit dem Unterbau im Ruhrgebiet? Als ich das letzte mal (das ist über 20 Jahre her) mit dem IC nach Münster/W durchs Ruhrgebiet (Köln - Duisburg) gefahren bin, konnte ich mich nicht darüber beklagen, weil der IC auf dieser Strecke zum ersten eine hohe Laufruhe trotz hoher Geschwindigkeit aufwies und zum zweiten bin ich auch dort mit der Rhein-Ruhr-S-Bahn gefahren (wenn auch nur Teilstrecke), das war auch mit X-Wagen gut und angenehm. Das war halt eben nur Momentaufnahmen meinerseits, wie ich dort die Fahrt erlebte.


Sonst zurück zum Thema: Ich finde das ein guter Schritt, daß DeinBus.de erstmals Linienverkehr von Tübingen nach München via Stuttgart-Flughafen anbietet. Die Regierung sollte ernsthaft das Mistgesetz* aus dem Gesetzbuch streichen. Es ist für einen Fahrgast, der von Tübingen zum Flughafen und umgekehrt fahren will einfach nicht nachvollziehbar, weshalb auf dem Streckenabschnitt ein Bedienungsverbot besteht. Vergleichen wir mal den Fahrplan: Bus 828: Der Bus benötigt je nach Kurs von Tübingen zum Flughafen 48 - 58 Minuten und in regelmäßigen Takt mit Ortsdurchfahrten. DeinBus hingegen braucht ca. 40 Minuten für die Fahrt ohne zwischenhalt. Und gerade, wenn dort Bedienungsverbot, weil auf der Strecke eine Nahverkehrsverbindung existiert, dann dürfte BBK Hahn-Express auch nicht von Karlsruhe zum Baden-Baden-Airpark fahren, weil a) eine Nahverkehrsverbindung mit Umsteigen in Baden-Baden oder Rastatt existiert und b) der Bus selber 40 Minuten benötigt, wenn es auf der BAB gut läuft, auch 5 Minuten weniger.

*Wie kann man das Gesetz aus den 30er-Jahren nach dem 2. WK und der Gründung der Bundesrepublik nur einfach behalten? Das ist doch ein NAZI-Gesetz, nur um die Reichsbahn vor der Konkurrenz zu schützen - alles, was vor dem 2. WK stammt, hat hier in der heutigen Zeit, auch nicht nach 1949, rein, gar nichts verloren!? Solche Politiker, die das Gesetz aus den 30er Jahren einfach behalten haben, sollten vor Gericht verantworten, weshalb sie das getan haben. (Ich kann mir das vorstellen, daß die Menschen in anderen Ländern, die das wissen, wie es hier bei uns abläuft, nur den Kopf schütteln können.)

Ich dachte, die Neupolitiker hätten nach dem 2. WK und Gründung der Bundesrepublik die Pflicht, sämtliche Gesetze außer Kraft zu setzen und neue Gesetze, die den demokratischen Grundprinzipien entsprechen (dazu gehört auch die Volksabstimmung ohne Quorum), einzuführen. Dazu gehört auch die liberalisierung des Verkehrsmarktes - egal, ob vertaktet oder nicht, spielt keine Rolle - auch Mußfahrer muß die Möglichkeit haben, zwischen die Verkehrsmitteln wählen zu können.

Geschrieben von: Bayernlover am 26 Nov 2011, 12:11
QUOTE (yeg009a @ 26 Nov 2011, 11:43)
Ich dachte, die Neupolitiker hätten nach dem 2. WK und Gründung der Bundesrepublik die Pflicht, sämtliche Gesetze außer Kraft zu setzen und neue Gesetze, die den demokratischen Grundprinzipien entsprechen (dazu gehört auch die Volksabstimmung ohne Quorum), einzuführen.

Wo stand das? Auf der Website mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Wiedergeburt?

Geschrieben von: yeg009a am 26 Nov 2011, 12:24
QUOTE (Bayernlover @ 26 Nov 2011, 12:11)
Wo stand das? Auf der Website mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Wiedergeburt?
Ach - das ist nicht der Gegenstand des Themas. Und darum geht es auch nicht. Ich weiß es nur, daß ich das erst vor zwei, oder drei Jahren irgendwo beim lesen erfahren habe, daß so ein Personenbeförderungsgesetz aus den 30er Jahren existiert, das den Zugang zum freien Verkehrsmarkt - das heißt, regelmäßigen innerdeutschen Busfernverkehr - erschwert. Und warum gerade aus den 30er Jahren? Und seit 1949 gibt es die Bundesrepublik - und im demkoratischen Staat wäre es nicht verkehrt gewesen, die alte Gesetze, die den demokratischen Grundprinzipien nicht entsprechen, sofort (also, unmittelbar nach der Gründung der BRD) zu entfernen. Und hier soll man das selbst nicht mal denken dürfen, warum das das nicht getan wurde, um den Verkehrsmarkt von Beginn an zu vereinfachen?

Das http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article9770604/Experten-fordern-freie-Fahrt-fuer-Fernbusse-in-Deutschland.html (Den Link hat Touring der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt) ist ein trauriges Kapitel seit dem Ende des 2. WK und der Gründung der Bundesrepublik. Warum wurde erst dann ein Gedankenanstoß geführt, als 1994 die Bahnreform begann? Waren die Polis damals noch nie in Amerika, oder sonstwo, wo dort der Verkehrsmarkt völlig frei war/ist - s. Greyhound in USA?


Hier:
Über Greyhound [http://www.greyhound.com/en/about/default.aspx]
Ich belasse das auf englisch. Das Problem ist, daß die Greyhound-Webseite, bei der Übersetzung auf deutsch per Google eine Frame davor klatscht, nicht mal Adblock Plus ist in der Lage, trotz hinzufügen von einigen Seiten zur Filter, die Frame auszublenden, ohne daß die übersetzte Seite verdunkelt wird.

Geschrieben von: Autobahn am 26 Nov 2011, 19:20
@ yeg009a

Der Unterbau ist im Ruhrgebiet in den letzten 20 Jahren nicht besser geworden wink.gif. Köln – Duisburg geht auch heute noch ganz gut, schlimm wird es aber dahinter Richtung Dortmund. Über die Strecke werden unzählige IC, ICE und RE geprügelt. Und auch die x-Wagen sind zwanzig Jahre älter als damals smile.gif

Ich reserviere grundsätzlich, weil ich mich nicht der Gefahr aussetzen möchte, stehen zu müssen. Ich bin dann auch nicht sauer, wenn trotzdem genug Platz im Zug ist. Das erspart mir auch das Suchen im ganzen Zug nach freien Plätzen. Es ist aber utopisch, bis zum letzten Reisetag Fensterplätze zurückzuhalten. Wie soll das gehen? Ich will drei Wochen vorher einen Fensterplatz reservieren, bekomme ich aber nicht, da er bis zum letzten Reisetag freigehalten wird? Ich habe gerade mal auf nachgeschaut. Für den ICE 947 von Düsseldorf (ab 19:53 h) nach Berlin kann ich um 18:50 h noch reservieren! Leider gibt es in Deutschland nicht die Möglichkeit, bei der Reservierung die Fahrtrichtung zu wählen. Bisher hatte ich allerdings Glück gehabt.

Ich muss Dir allerdings widersprechen, das Personenbeförderungsgesetz von 1931 stammt nicht von den Nazis, es ist von ollen Bismarck smile.gif. Aus dem gleichen Hause stammte auch ein erst vor wenigen Jahren abgeschafftes Gesetz zu Regulierung des LKW-Güterverkehrs. Gestärkt hat es die Eisenbahn allerdings überhaupt nicht.

Alle Argumente gegen eine Liberalisierung sind vorgeschoben und dienen nur dazu, die eigenen Interessen zu wahren. Besonders interessant ist dabei die Haltung der DB AG. Sie sagt nämlich nichts Konkretes aus. Auf jeden Fall werden sie noch stärker als bisher in den Busmarkt einsteigen.

Geschrieben von: yeg009a am 26 Nov 2011, 20:31
QUOTE (Autobahn @ 26 Nov 2011, 19:20)
Ich muss Dir allerdings widersprechen, das Personenbeförderungsgesetz von 1931 stammt nicht von den Nazis, es ist von ollen Bismarck smile.gif.
Okay, wenn von Bismarck, aber es stand davon nichts darin, von wem das Gesetz stammte. Aber warum in aller Welt wollte Bismarck die Konkurrenz zwischen Bus und Bahn vermeiden? Was hatten die Leute, v.a. die Mußfahrer, davon, wenn sie durch das Beförderungsgesetz in die Bahn "gezwungen" werden, weil der innerdeutsche Fernbusverkehr nicht erwünscht war? Anders gefragt: Wovor hatten sie Angst? Daß die Busse der Bahn die Fahrgäste "wegnehmen" würden? Oder was war der Grund?

Ich persönlich wußte bis jetzt nichts vom innerdeutschen Busfernverkehr, höchstens vom internationalen Fernbusverkehr. Und wenn man gerade in Touring-Webseiten mal den Fahrplanauskunft aufruft und den innerdeutschen Verkehr eingibt - nur HD/MA - HH über Nacht ist als eine einzige Fernbusverkehr vorhanden - auch die Romantische Straße ist ebenfalls vorhanden, aber nur saisonal begrenzt.

QUOTE (Autobahn @ 26 Nov 2011, 19:20)
Auf jeden Fall werden sie noch stärker als bisher in den Busmarkt einsteigen.
Hoffentlich, den Anfang macht DeinBus.de - vom Touring weiß ich noch nicht, ob sie auch mitmacht. Was BerlinLinienBus betrifft, sehe ich nur Schwarze Löcher. Es kann einfach nicht sein, daß in der Zeit vor und nach der Wende eine einzige innerdeutsche Verbindung von Berlin in die Bundesrepublik (alt) existiert(e).

Nochmal zur Situation mit DeinBus.de-Verbindung Stuttgart - Tübingen: Wenn auf dem Streckenabschnitt ein Bedienungsverbot herrst, dann dürfte BBK Hahn-Expreß gar nicht erst von Karlsruhe zum Baden-Baden Airpark fahren, wenn, dann nur die durchgehende Verbindung vom Frankfurt-Flughafen Hahn zum Baden-Airpark via Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe (in Karlsruhe würden die Fahrgäste die zum Flughafen von Baden-Baden wollen abgewiesen werden).

Eine bestehende Nahverkehrsverbindung begründet keinerlei Bedienungsverbot im DeinBus.de von Tübingen zum Stuttgart Flughafen und das kann auch kein Personenbeförderungsgesetz - wer dennoch per Gesetz eine Bedienungsverbot auf dem bestimmten Streckenabschnitt verhängen will, muß dies auch begründen können und zwar sachlich. Dazu auch die Frage: Wieviele Tübinger, wieviele Stuttgarter bzw. Einwohner aus der Umgebung vom Stuttgarter Flughafen wollen nach München?

Geschrieben von: Autobahn am 27 Nov 2011, 01:03
QUOTE (yeg009a @ 26 Nov 2011, 20:31)
Aber warum in aller Welt wollte Bismarck die Konkurrenz zwischen Bus und Bahn vermeiden?

Wahrscheinlich aus den selben Gründen, wie heute die Bahnlobby wink.gif

Ich habe salopp den Bismarck(Hering) herangezogen, weil er für die Verstaatlichung der deutschen Eisenbahnen steht. Tatsächlich war es aber in der Weimarer Republik unter dem damaligen Reichskanzler Paul von Hindenburg, einem Nachfolger im Geiste.

Das Problem ist heute wie damals, Busreisen waren preiswerter und manchmal/oft schneller, als Bahnreisen. Also mussten sie ja verboten werden ph34r.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 27 Nov 2011, 02:32
Ach Autobahn, sometimes you echt laber 'n Zeug here together...

Wie kommst du drauf, dass "die Eisenbahn" in der Weimarer Republik verstaatlicht wurde? Die Bayerische Staatsbahn wurde 1844 gegründet, als Staatsbahn. Es gab zwar immer wieder im Laufe dieser Zeit echte Privatbahnen, also private Unternehmen mit staatlicher Konzession, eine der größten dürfte die 1856 gegründete Bayerische Ostbahn gewesen sein, die gegründet wurde, weil der Staat Bayern kein Geld hatte, Ostbayern ans Bahnnetz anzuschließen. Aber schon 1876 wurde sie in die Staatsbahn aufgenommen, weil der Laden aufgrund der damaligen "Weltwirtschaft" praktisch pleite ging. Ein ähnliches Schicksal ereilte im Laufe der Zeit zahlreiche teils private Kleinbahnen, sodass bis zum zweiten Weltkrieg nicht mehr viel mehr als die große Staatsbahn und einige wenige Kreis- und Landesbahnen übrig war. In anderen Teilen Deutschlands lief die Geschichte nach dem selben Muster. Es gab nach der Zusammenlegung der staatlichen Länderbahnen aus Bayern, Preußen, Sachsen, etc. im Deutschen Reich ab 1924 die "Deutsche Reichsbahn Gesellschaft", das war formal so eine Art Aktiengesellschaft, aber faktisch auch nichts wirklich anders wie die "Deutsche Reichsbahn" ab 1937, die als Sondervermögen des Reiches geführt wurde.

Ich sehe hier nirgends eine "Verstaatlichung", außer eben bei kleinen Privatbahnen die halt einfach nur pleite waren und übernommen wurden. In ganz wenigen Fällen wie bei der LAG war's eine Mischung aus "nur fast pleite sein" und Zwangsverstaatlichung durch das Hakenkreuz.

QUOTE
Das Problem ist heute wie damals, Busreisen waren preiswerter und manchmal/oft schneller, als Bahnreisen. Also mussten sie ja verboten werden ph34r.gif

Nein. Der private (!) Linienverkehr und das ganze Thema "Konkurrenz zur Bahn" war deshalb verboten, weil es keinen Sinn macht, dass ein Staat mit großen finanziellen Aufwand ein Netz betreibt, das ggf. mit Steuern finanziert wird, aber auf wenigen besonders rentablen Strecken private Anbieter auftauchen und eben dort, wo das Netz Geld abwirft, dieses abschöpfen. Stichwort: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren... Das würde auf Dauer nicht funktionieren!

Trotzdem gab es zu Reichs- und Bundesbahnzeiten massenhaft Linienverkehr mit Bussen, weil es im Gegensatz zu deiner dauernden Argumentation nicht drum ging, ob das Verkehrsmittel toll ist oder nicht, wie ich eben schon erwähnte. Die Reichsbahn, die die ersten Autobahnen ja damals finanziert hat, war anfangs im Güter- und Personenverkehr praktisch der alleinige Nutzer der Autobahnen. Die paar Privatautos, die es in den 30er Jahren schon gab, ja mei... Nach dem Krieg wurde das ganze weitergeführt und ausgebaut und die Bahn (und die Post) hatten einen großen Busfuhrpark und ein großes Netz auch mit Fernlinien, teilweise parallel zu den Bahnlinien. Aber eben die Gewinne wie Verluste von Bussen und Zügen flossen in/aus dem selben Topf.

Die einzige Ausnahme war der Verkehr nach Berlin, weil Westdeutschland den Verkehr nach Berlin nicht allein unter der Regie der DDR-Reichsbahn sehen wollte.

Busreisen waren übrigens auch damals schon langsamer, um anderes zu behaupten, solltest du endlich mal Fakten in Form von Fahrplänen rausrücken! Ausnahmen waren nur Linien abseits von (schnellen) Bahnstrecken, ursprünglich dafür waren viele der Reichs- und Bundesbahn-Fernbuslinien auch da, eben für Strecken, wo man mit 50 Sitzplätzen auskommt...




Und da sind wir jetzt auch beim Thema: 2x täglich 50 Sitzplätze München - Stuttgart, sind 100. Wenn die Hälfte davon ehemalige Bahnkunden sind, also 50, dann sind das pro Zug, der täglich von München nach Stuttgart fährt... ähm... irgendwas zwischen 1 oder 2 Sitzplätzen, die abwandern. Wenn der Bus denn jedesmal voll ist. Spannender wird's erst, wenn es wirklich mal sowas wie einen Stundentakt geben sollte. Aber selbst dann, man nehme zum Beispiel Berlin - Hamburg, scheint der ICE nicht wirklich gefährdet zu sein... jetzt mal die Tatsache ausgeblendet, dass die DB bei diesen Bussen mit drin ist...

QUOTE
Leider gibt es in Deutschland nicht die Möglichkeit, bei der Reservierung die Fahrtrichtung zu wählen. Bisher hatte ich allerdings Glück gehabt.

Warum auch bei den ganzen Kopfbahnhöfen? rolleyes.gif

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Der Unterbau ist im Ruhrgebiet in den letzten 20 Jahren nicht besser geworden

Du meinst sicher den Oberbau, vom Unterbau kriegst du normalerweise als Fahrgast nichts mit.



QUOTE
Über Greyhound [en]

Und hört jetzt endlich mal mit Greyhound auf. Da drüben sind ganz andere Grundvoraussetzungen, z.B. dass Personenfernverkehr auf der Schiene kaum existiert. Mal abgesehen von einer ganz anderen gesellschaftlichen und politischen Tradition, wenn man mal überlegt wie sich da einige gegen eine staatliche Krankenversicherung wehren.

QUOTE
Eine bestehende Nahverkehrsverbindung begründet keinerlei Bedienungsverbot im DeinBus.de von Tübingen zum Stuttgart Flughafen und das kann auch kein Personenbeförderungsgesetz - wer dennoch per Gesetz eine Bedienungsverbot auf dem bestimmten Streckenabschnitt verhängen will, muß dies auch begründen können

Hast du das Personenbeförderungsgesetz eigentlich mal gelesen? Oder wird hier immer nur drüber geredet?

Doch, denn genau das kann das Personenbeförderungsgesetz. Die Strecke Tübingen - Flughafen Stuttgart ist weniger als 50 km lang und wird genau auf dieser Strecke (zwar mit Zwischenhalten) von einer Regionalbuslinie bedient, wie ich jetzt weiß, deren Konzessionsinhaber natürlich per Gesetz vor Konkurrenz geschützt ist. Ansonsten dürfte ich mir ein paar Busse kaufen und z.B. parallel zur MVG in München einfach meine eigenen Buslinien aufmachen. Natürlich nur da wo ich meine, Geld verdienen zu können. Die weniger rentablen Strecken lass' ich der MVG allein. Was interessiert es mich, ob der steuersubventionierte Nahverkehr Geld verliert, ggf. das Angebot kürzen oder Preise anheben muss oder ob die Steuerzahler einfach mehr subventionieren muss, während ich private Gewinne einstreiche...

Geschrieben von: Fichtenmoped am 27 Nov 2011, 06:34
Hier kam das Argument mit der Sitzplatzwahl abhängig von der Fahrtrichtung...
Gabs im ICE1 nicht die Möglichkeit die Sitze zu drehen? Ist aber irgendwann deaktiviert/ausgebaut worden...

Und in Verbindung mit http://www.fernbahn.de/ und http://www.ice-fansite.com/index.php?option=com_content&view=category&id=38&Itemid=57 dürfte es kein Problem sein entsprechende Sitzplätze zu finden! tongue.gif

Und warum sollen Gesetze aus der Zeit vor 1945 nicht auch bestehen bleiben? Es gibt ja auch gewisse Soziale Errungenschaften (NEIN, das sind KEINE "Besitzstände"!) aus der Zeit 1933-1945 die auch Heute noch genutzt werden, der geneigte Leser darf sich ruhig schlau machen und Staunen! blink.gif

Edit: Ja, ich weiß - bei Internetbuchungen kann man noch nicht seinen Sitzplatz auswählen... Aber man muss ja nicht im Internet reservieren!

Geschrieben von: Autobahn am 27 Nov 2011, 12:15
QUOTE (Fichtenmoped @ 27 Nov 2011, 06:34)
Und in Verbindung mit http://www.fernbahn.de/ und http://www.ice-fansite.com/index.php?option=com_content&view=category&id=38&Itemid=57 dürfte es kein Problem sein entsprechende Sitzplätze zu finden! tongue.gif

Ist aber ein mühsames Unterfangen ohmy.gif
QUOTE (Fichtenmoped @ 27 Nov 2011, 06:34)
Ja, ich weiß - bei Internetbuchungen kann man noch nicht seinen Sitzplatz auswählen... Aber man muss ja nicht im Internet reservieren!

Geht am Schalter auch nicht (wurde mir zumindest so mitgeteilt)

Geschrieben von: firefly am 27 Nov 2011, 12:41
QUOTE (yeg009a @ 26 Nov 2011, 11:43)
Ansonsten reserviere ich nur, wenn die Züge reservierungspflichtig sind, für die ich auch zustimme. Allerdings sollte in Reservierungspflichtigen Züge Spontanreisen ermöglicht werden, was das bedeutet, daß mindestens 10% (hauptsächlich Fensterplätze, und in Zügen mit der Möglichkeit einer veränderbaren Fahrtrichtungsanzeige auch in Fahrtrichtung) und je nach Verkehrslage bzw. -aufkommen auch bis zu 30% (die Hälfte Fenster und die Hälfte Gang, sonst auch in Fahrtrichtung) der Sitzplätze bis zum Reisetag freigehalten werden sollte.

Aber sonst geht's dir noch ganz gut? Vorausplanenden Menschen eine Sitzplatz-Garantie zu verwehren, nur damit ein paar Spontis, die selbst 5 min vor der Abfahrt noch nicht wissen, ob sie mitfahren wollen, noch Chancen auf einen Platz erhalten bleibt, würde die Menschen in Scharen in die Autos treiben.

Geschrieben von: yeg009a am 27 Nov 2011, 13:04
Willst Du die Spontanfahrer vergrätzen, wenn sie merken, daß ihr Zug, mit dem sie zufällig fahren wollen, ausgebucht ist?

Nichts anderes macht der Gesetzgeber auch mit dem Fernbus, da auf der "Kurzstrecke" von Stuttgart nach Tübingen ein Bedienungsverbot herrscht. Er/es vergrätzt solche Leute ebenso, wie Du, nur weil daneben ein Nahverkehr fährt. Es gibt eben Leute, die lieber schnell von A nach B, als durch die Ortschaften fahren wollen.

Spontanfahren mit dem Fernbus (Man kann ja beim Fahrer des DeinBus.de eine Fahrkarte lösen) ist schön und gut, hat aber auch einen Schönheitsfehler: Ist der Bus einmal voll, dann dürfen keine weitere Fahrgäste aufgenommen werden. --> Grund: Bei stehenden Fahrgästen müßte der Bus aus Sicherheitsgründen langsamer fahren.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 27 Nov 2011, 13:20
QUOTE (yeg009a @ 27 Nov 2011, 13:04)
Willst Du die Spontanfahrer vergrätzen, wenn sie merken, daß ihr Zug, mit dem sie zufällig fahren wollen, ausgebucht ist?

Willst Du die Vorausplaner vergrätzen, wenn sie merken, daß ihr Zug, mit dem sie geplant fahren wollen, scheinbar ausgebucht ist?

Gleiches Recht für alle! Denn wer zuerst kommt mahlt zuerst!
Und für extrem Kurzentschlossene gibt ja auch noch:
- die Möglichkeit zu reservieren (bis kurz vor Abfahrt, sogar mit einem Handy!)
- BahnComfort
- erste Klasse
- Stehparty bis jemand zufällig aufsteht und aussteigt...

Eine ReservierungsPFLICHT bewirkt nur, dass das entsprechende Unternehmen die Auslastung geplant den 100% annähern will, mit entsprechenden Tarifmodellen. Die Auswirkungen sind dann vergleichbar mit dem Luftverkehr!

Also wirst Du Spontanfahrer aktiv vergraulen - weil der Zug dann zu teuer wird!

Geschrieben von: yeg009a am 27 Nov 2011, 13:29
QUOTE (Fichtenmoped @ 27 Nov 2011, 13:20)
Willst Du die Vorausplaner vergrätzen, wenn sie merken, daß ihr Zug, mit dem sie geplant fahren wollen, scheinbar ausgebucht ist?

Gleiches Recht für alle! Denn wer zuerst kommt mahlt zuerst!

Der Unterschied ist, daß Vorausplaner immer noch die Möglickeit hat, im falle eines scheinbar ausgebuchten Zuges, eine andere, freie Verbindung zu wählen und die hat der Spontanfahrer kaum.

Sonst by the way!

Geschrieben von: Bayernlover am 27 Nov 2011, 13:33
QUOTE (yeg009a @ 27 Nov 2011, 13:29)
Der Unterschied ist, daß Vorausplaner immer noch die Möglickeit hat, im falle eines scheinbar ausgebuchten Zuges, eine andere, freie Verbindung zu wählen und die hat der Spontanfahrer kaum.

Sonst by the way!

Was erzählst Du eigentlich?

Geschrieben von: yeg009a am 27 Nov 2011, 14:39
Das ist so! Stell Dir mal vor: Du planst die Fahrt im Voraus und stellst fest, daß Deine gewünschte Verbindung um xx:xx Uhr ausgebucht ist, auch wenn ein paar Plätze für die Spontanfahrer freigehalten werden, dann kannst Du als Planer immer noch vorher eine Ausweichverbindung wählen. Anders hingegen als Spontanfahrer entscheidest Du dich kurzfristig, mit dem Zug zu fahren und gehst gleich los und am Bahnhof angekommen willst Du die Verbindung buchen und Deine Buchung schlägt aufgrund des ausgebuchten Zuges fehl. Und was bleibt Dir? Entweder auf die Nahverkehrsverbindung, mit der Du länger unterwegs bist, oder eine Stunde spätere Fernverbindung auszuweichen. Genau so verhält es sich mit dem Planer, der eine Normalpreisfahrkarte hat, der sich auf dem Rückweg für eine andere Verbindung, als die geplante Verbindung entscheidet. (Selber in Frankreich erlebt, der eine TGV-Fahrkarte vom Stuttgarter Reisezentrum hatte, wollte einen Zug früher nehmen --> ging nicht: 2. Klasse ausgebucht; 1. 1. Klasse nur gegen Vollpreis erhältlich (n. Auskunft des Fahrkartenverkäufers in Strasbourg) dabei war es eine Normalpreisfahrkarte für TGV; 2. DB-Fahrkarten (egal, welcher Tarif) sind an SNCF-Automaten nicht nutzbar. Das blieb mir nichts anderes Übrig, als 2 Std. auf den gebuchten Zug zu warten).

Ansonsten umkehren und zurück zum Thema "Regierung will Bahn mit Bussen Konkurrenz machen".

Geschrieben von: Bayernlover am 27 Nov 2011, 14:45
QUOTE (yeg009a @ 27 Nov 2011, 14:39)
Das ist so! Stell Dir mal vor: Du planst die Fahrt im Voraus und stellst fest, daß Deine gewünschte Verbindung um xx:xx Uhr ausgebucht ist, auch wenn ein paar Plätze für die Spontanfahrer freigehalten werden, dann kannst Du als Planer immer noch vorher eine Ausweichverbindung wählen.

Ja, so denkt die Bahn auch, dass das so ist. Realistischerweise gucke ich aber nach, ob zu dem Zeitpunkt an dem ICH fahren will oder muss, ein Zug frei ist beziehungsweise es einen Sparpreis gibt (Sparpreise sind ja ähnlich wie Reservierungen). Ist das nicht der Fall, fahre ich mit einem anderen Verkehrsmittel. Der Denkfehler der Bahn (und bei Dir) liegt darin, dass die Leute so lange brav auf die Bahn warten und buchen und machen und tun, bis die Bahn ihnen gnädigerweise dann einen Platz bzw. einen Sparpreis zur Verfügung stellt. Dem ist eben nicht so, unter anderem deshalb ist Deine Idee Käse. Abgesehen davon dass es aus unternehmerischer Sicht der Todesstoß wäre, sicher zahlende Fahrgäste zu vertreiben, um eventuell mitfahrenden Spontanreisenden den Bauch zu bepinseln.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 27 Nov 2011, 14:51
QUOTE (yeg009a @ 27 Nov 2011, 13:29)
QUOTE (Fichtenmoped @ 27 Nov 2011, 13:20)
Willst Du die Vorausplaner vergrätzen, wenn sie merken, daß ihr Zug, mit dem sie geplant fahren wollen, scheinbar ausgebucht ist?

Gleiches Recht für alle! Denn wer zuerst kommt mahlt zuerst!

Der Unterschied ist, daß Vorausplaner immer noch die Möglickeit hat, im falle eines scheinbar ausgebuchten Zuges, eine andere, freie Verbindung zu wählen und die hat der Spontanfahrer kaum.

Sonst by the way!

Sorry, es ist (vor allem bei längeren Strecken!) nun mal so dass man sich als Vorausplaner auf EINE Verbindung festlegt, die nach folgenden Kriterien ausgewählt werden:
- Abfahrtszeit
- Ankunftszeit
- Anzahl der Umstiege

Wenn ich jetzt von A nach B will, dann bleibt innerhalb dieser Kriterien meist nur eine Verbindung übrig - ist die Verfügbar fahre ich, wenn nicht kommt Alternative B = AUTO!

Edit: Bayernlover hat's schon gesagt! wink.gif
Und was bei so einem System auch noch mitspielt ist der Preis! Sparpreis solange bis 40% Auslastung, Standardpreis bis 75% Auslastung, Premiuzuschlag (25% auf Normalpreis) bis 85% Auslastung, "Da hast noch mal Glück gehabt"-Preis (50% auf Normalpreis) bis 90% und der ultimative Horrorpreis (100% auf Normalpreis) für "Zuspätkommende"! laugh.gif

Ist es etwa das, was Du willst?

Geschrieben von: yeg009a am 27 Nov 2011, 16:01
QUOTE (Bayernlover @ 27 Nov 2011, 14:45)
[...], um eventuell mitfahrenden Spontanreisenden den Bauch zu bepinseln.
Ich bin schon lange kein Planer mehr, weil ich nur das sehe, was kommt, und nicht, was im Fahrplan steht (aber entsprechend dem Fahrplan stelle ich mich vorher an die Haltestelle bzw. auf dem Bahnsteig, um auf den Zug zu warten - Hoffnung habe ich lange nicht mehr, daß da wirklich was kommt). Vor 10 bis 20 Jahren oder früher war mir das klar: Was im Fahrplan stand, kam auch tatsächlich, heute geht das nicht mehr, aber ich muß mich trotzdem nach dem Fahrplan richten, um den Zug/Bus rechtzeitig zu erreichen, aber ohne Hoffnung, daß es wirklich kommt/fährt.

Vor zwei Jahren habe ich mal die TGV-Verbindung von Stuttgart nach Paris und retour gebucht und ich habe immer darauf gehofft, daß der TGV in Stuttgart tatsächlich kam, auf dem Rückweg stand der TGV kurz vor dem Ausfall, der Glücklicherweise doch kam. Das lag unter anderem auch daran, daß die Gleisangabe im Abfahrtstafel ziemlich spät (erst kurz 5 Minuten vor Abfahrt) angezeigt wurde. Das ist bei der hiesigen Bahn auch nichts anders (um mal die Abfahrtstafel auszublenden, weil das Gleis immer von oben bis unten angezeigt wird, egal, zu welcher Zeit). Mir ist es, vor allem im Nahverkehrsbereich, des öfteren passiert, daß die S-Bahn ausfällt. Also ich glaube dem Papier nur dann, wenn der Zug tatsächlich kommt, egal, ob mit, oder ohne Reservierungspflicht.


@Fichtenmoped: Das mit dem von Dir genannten Tarif ist nicht meine, sondern Deine Idee. Mir geht es grundsätzlich um einen einfachen, aber auf die Personen und Verbindung zugeschnittenen Tarif.

Geschrieben von: Bayernlover am 27 Nov 2011, 16:03
Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Kannst Du auch irgendwann mal KLAR ausdrücken was Du uns überhaupt sagen willst?

Geschrieben von: Fichtenmoped am 27 Nov 2011, 18:44
QUOTE (yeg009a @ 27 Nov 2011, 16:01)

@Fichtenmoped: Das mit dem von Dir genannten Tarif ist nicht meine, sondern Deine Idee. Mir geht es grundsätzlich um einen einfachen, aber auf die Personen und Verbindung zugeschnittenen Tarif.

Das Problem ist aber, das eine Reservierungspflicht inkl. Restkontingent für Kurzentschlossene mit so einem Preissystem einhergeht! Versuch mal kurzfristig einen Flug von Stuttgart nach Paris zu bekommen! tongue.gif

Geschrieben von: yeg009a am 29 Dec 2011, 00:10
Vielleicht muß das irgendwo im Forum untergegangen sein, oder es gibt sie noch nicht:

Laut Westpol stecke der Fernbus in der Sackgasse: http://www.wdr.de/tv/westpol/sendungsbeitraege/2011/1120/fernbusse.jsp

Und vom Tagesschau: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fernbus102.html - Ich weiß nicht ob es irgendwo hier schon dasselbe berichtet wurde.

Nur was spricht gegen den Busfernverkehr? Kein Bus im Bundesweiten Fernverkehr kann irgendwelche Bahnverbindungen zerstören, da die Kapazität des Busses und der Fahrplantakt zu gering ist, um der Bahn eine ernsthafte Konkurrenz darzustellen. Auch das muß berücksichtigt werden, daß wir in der Zeit angekommen sind, indem die Reisefreiheit groß geschrieben wird und und den Leuten die Möglichkeit gegeben werden kann/soll, zwischen Bahn und Bus wählen zu können. Die Leute mit dem kleinen Geldbeutel brauchen auch eine günstige Reisemöglichkeit, wo es mit der Bahn nur zu höheren Preisen zu reisen möglich ist, wenn auch im ungünstigsten Fall mit (umständlichen) umsteigen von/zu anderen Zügen. Fernzüge sind für viele einfach zu teuer, es gibt auch welche, die nicht lange im voraus buchen, sondern kurzfristig (also vielleicht bis zu 3-4 Tage vorher) oder auch spontan fahren möchten.

Zitat aus dem Tagesschau-Artikel:
"Die SPD will die von der Bundesregierung beschlossene Liberalisierung des Fernbusverkehrs im Bundesrat verhindern. Die geplante Freigabe werde zu einer Ausdünnung des Schienenverkehrs in Randgebieten führen, sagte der Verkehrsexperte der SPD-Fraktion, Uwe Beckmeyer, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das werde seine Partei nicht akzeptieren. Der Gesetzentwurf verstärke die ohnehin bei der Bahn bestehenden Tendenzen, im Fernverkehr Randlagen nicht mehr zu bedienen." Diese Aussage der SPD begründet dazu, daß ich bei der nächsten Bundestagswahl die CDU oder die FDP wählen werde. Damit will die SPD nur erreichen, daß nicht alle Leute, die evtl. auch Mußfahrer sind, frei wählen können, ob sie von A nach B, je nach Möglichkeit mit dem Bus oder mit der Bahn zu fahren. Aber daß durch den Fernbus der Schienenverkehr in Randgebieten ausgedünnt werden würde, ist echt Humbug! So stark sind die Busse nicht vertreten, das, wie gesagt, es eine ernsthafte Konkurrenz zur Bahn darstellt.

Geschrieben von: Jojo423 am 29 Dec 2011, 02:14
QUOTE (yeg009a @ 29 Dec 2011, 00:10)
Vielleicht muß das irgendwo im Forum untergegangen sein, oder es gibt sie noch nicht:

Laut Westpol stecke der Fernbus in der Sackgasse: http://www.wdr.de/tv/westpol/sendungsbeitraege/2011/1120/fernbusse.jsp

Und vom Tagesschau: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fernbus102.html - Ich weiß nicht ob es irgendwo hier schon dasselbe berichtet wurde.

Nur was spricht gegen den Busfernverkehr? Kein Bus im Bundesweiten Fernverkehr kann irgendwelche Bahnverbindungen zerstören, da die Kapazität des Busses und der Fahrplantakt zu gering ist, um der Bahn eine ernsthafte Konkurrenz darzustellen. Auch das muß berücksichtigt werden, daß wir in der Zeit angekommen sind, indem die Reisefreiheit groß geschrieben wird und und den Leuten die Möglichkeit gegeben werden kann/soll, zwischen Bahn und Bus wählen zu können. Die Leute mit dem kleinen Geldbeutel brauchen auch eine günstige Reisemöglichkeit, wo es mit der Bahn nur zu höheren Preisen zu reisen möglich ist, wenn auch im ungünstigsten Fall mit (umständlichen) umsteigen von/zu anderen Zügen. Fernzüge sind für viele einfach zu teuer, es gibt auch welche, die nicht lange im voraus buchen, sondern kurzfristig (also vielleicht bis zu 3-4 Tage vorher) oder auch spontan fahren möchten.

Zitat aus dem Tagesschau-Artikel:
"Die SPD will die von der Bundesregierung beschlossene Liberalisierung des Fernbusverkehrs im Bundesrat verhindern. Die geplante Freigabe werde zu einer Ausdünnung des Schienenverkehrs in Randgebieten führen, sagte der Verkehrsexperte der SPD-Fraktion, Uwe Beckmeyer, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das werde seine Partei nicht akzeptieren. Der Gesetzentwurf verstärke die ohnehin bei der Bahn bestehenden Tendenzen, im Fernverkehr Randlagen nicht mehr zu bedienen." Diese Aussage der SPD begründet dazu, daß ich bei der nächsten Bundestagswahl die CDU oder die FDP wählen werde. Damit will die SPD nur erreichen, daß nicht alle Leute, die evtl. auch Mußfahrer sind, frei wählen können, ob sie von A nach B, je nach Möglichkeit mit dem Bus oder mit der Bahn zu fahren. Aber daß durch den Fernbus der Schienenverkehr in Randgebieten ausgedünnt werden würde, ist echt Humbug! So stark sind die Busse nicht vertreten, das, wie gesagt, es eine ernsthafte Konkurrenz zur Bahn darstellt.

Naja, es stimmt schon, dass der Fernverkehrsbus auch dem Nahverkehr Konkurenz bietet, und da der Subventioniert ist, will die Politik da sicher keine Konkurenz. Man sollte eher mal das Monopol im Schinenverkehr stoppen. Mir Gefällt das Konzept der WESTbahn, zum Beispiel.

Geschrieben von: Boris Merath am 29 Dec 2011, 03:04
QUOTE (Jojo423 @ 29 Dec 2011, 02:14)
Man sollte eher mal das Monopol im Schinenverkehr stoppen. Mir Gefällt das Konzept der WESTbahn, zum Beispiel.

Es gibt kein solches Monopol.

Geschrieben von: Mühldorfer am 29 Dec 2011, 12:03
QUOTE (Jojo423 @ 29 Dec 2011, 02:14)
Man sollte eher mal das Monopol im Schinenverkehr stoppen. Mir Gefällt das Konzept der WESTbahn, zum Beispiel.


Widerspruch:

1. Gibt es das Monopl derzeit nicht.

2. Essollte aber eingeführt werden!

begründung:

Da die Bahn Staatsunternhemen ist bestehen auch die eingriffsmöglichkeiten dort den Kompromiß aus öffentlichem Auftrag und Eigenwirtschaftlichkeit volkswirtschaftlich und sozial passend festzulegen, Kosten durch Doppelarbeit oder Paralellproduktion bei eingeschränkter Feexibilität zu vermeiden.

Ebenso eine klare vernünftige Tarifstruktur ohne Trennung Nah- und Fernverkehr.

Beispiel:

Mühldorf-Berlin Sonnabend mit Wochenendticket 09:08h. 40€
Wochentags 09:11 für 42€!

Mit ICE Nutzung 07:43h für 129,00€,

1:25h weniger Fahrzeit für 89€ mehr ist keine vernünftige Alternative.
1:28h weniger Fahrzeit für 87€ mehr ist keine vernünftige Alternative.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 29 Dec 2011, 13:52
QUOTE (Mühldorfer @ 29 Dec 2011, 12:03)

Beispiel:

Mühldorf-Berlin Sonnabend mit Wochenendticket 09:08h. 40€
Wochentags 09:11 für 42€!

Mit ICE Nutzung 07:43h für 129,00€,

1:25h weniger Fahrzeit für 89€ mehr ist keine vernünftige Alternative.
1:28h weniger Fahrzeit für 87€ mehr ist keine vernünftige Alternative.

Für manche ist es schon eine Alternative:
- bequemer
- Service
- weniger Umstiege (dadurch weniger Verspätungsanfällig!)
- doch etwas schneller

Was auf jeden Fall mit reinspielt ist die Kombination von:
Reisedauer - Komfort - Umstieg - Preis

- Reisedauer: je länger, desto weniger akzeptabel
- Komfort: Sitzplatzqualität? Service wie Bordbistro/-Restaurant?
- Umstieg: je öfters umgestiegen werden muss, desto verspätungsanfälliger ist die Verbindung, außerdem ist jeder Umstieg "tote" Zeit, die man mit Warten verbringen darf
- Preis: hier hat jeder ein anderes Preisempfinden, was für den einen Normal ist, ist für andere überteuert

Geschrieben von: yeg009a am 29 Dec 2011, 21:51
Ich bin heute Nachmittag, um 15:00 Uhr mit DeinBus.de, das von Autobus Oberbayern gefahren wurde, von München (Hackerbrücke) nach Stuttgart zum Flughafen gefahren. Anfänglich hatte ich kleinere Zipperlein in meinen Beinen und am Rücken. Das legt sich wieder, wenn man versucht, sich bequem, wie möglich zu machen. - Beim letzten mal, wo zwischen Karlsruhe und Strasbourg ein SEV (Besser: TEV) mit dem Bus gefahren wurde, hatte ich die kleinen Beschwerden nicht, auch nicht Anfangs. - Für 21 € Beim Fahrer, wer unangemeldet beim Fahrer erscheint. Als Spontanfahrgast hat man es nicht leicht, im Fernbus befördert zu werden, zum einen mußte man warten bis die Fahrgäste, die die Fahrt gebucht haben eingestiegen sind. Der Fahrer mußte es noch nachhaken, welche Fahrgäste, die gebucht haben, zugestiegen sind. Sobald das festgestellt wird, daß genügend Platz im Bus vorhanden ist, darf der Spontanfahrgast einsteigen und die Fahrt bezahlen. So eine Fahrt von München nach Stuttgart, das trotz kleine Hindernisse auf der Autobahn und an den Ampeln in der Stadt München und am Flughafen in Stuttgart tatsächlich 2,5 Std. dauert. Beide male (Abfahrt und Ankunft) +5. Respekt! Ich bin vom Fernbus trotz kleinen Probleme mit dem Komfort, die ja vom Bus zu Bus* unterschiedlich ist, hellauf begeistert - Bitte mehr davon!

*Beim Striebig von Karlsruhe nach Strasbourg war der Abstand zwischen dem vorderen Sitz und meinem Knie geringer, als beim Autobus Oberbayern, aber um ein Quentchen bequemer, weil ich wegen den Sitzen keinerlei Beschwerden hatte, auch nicht von Anfang an. Allerdings dauerte die Fahrt nicht so lange, um zu sagen, wie es mit dem Fernbus ist, aber erst seitdem ich heute mit DeinBus.de 2,5 Std. nonstop nach Stuttgart gefahren bin. War ich vom Fernverkehr wirklich beeindruckt. Werde, wenn ich mal wieder Lust habe, nicht mehr spontan, sondern gebucht, mit dem Bus fahren. Das ist einfach besser, als der Fernverkehr der Bahn (schneller, aber teuerer - da helfen auch keine 29 €-Tickets) bzw. Nahverkehr der Bahn (langsamer, aber ebenfalls teuer (Wobei ich vom Fahrpreis nicht wirklich betroffen bin)). Beim Fernbus hingegen entspricht das genau meinem Geschmack! Auch ich persönlich sehe ein, daß die Fernbusse, wenn sie irgendwann mal kommen auch unterwegs halten müssen, um die Fahrgäste aufzunehmen und abzusetzen, und ebenfalls etwas längere Fahrzeit gegenüber dem direkten Bus, mit dem ich heute erstmals gefahren bin, hinnehmen werde.

Zusätzlich wird DeinBus.de auch von der Fa. Hochstetter aus Talheim von Tübingen nach München via Stuttgart gefahren.

Geschrieben von: yeg009a am 30 Dec 2011, 00:46
Das was ich jetzt im http://www.deinbus.de für die Verbindung Stuttgart - München gelesen habe, macht mich das richtig wütend:

"Bitte wähle eine andere Zahlungsart!

Liebe DeinBus.de-Nutzer und Freunde!

Wenn ihr schon häufiger mit DeinBus.de gefahren seid, wisst ihr, dass es bisher möglich war, „Barzahlung beim Fahrer“ als Zahlungsart auszuwählen. Das Ticket wurde dabei online vorbestellt, aber erst bei Antritt der Fahrt direkt bei unseren Fahrern in bar gezahlt.

Leider ist es uns nicht weiter möglich, diese Zahlungsart anzubieten. Wir bitten um Dein Verständnis! Bitte wähle eine andere Zahlungsart.

Was soll ich jetzt machen?

<<Nutze doch einfach eine unserer anderen komfortablen Zahlungsvarianten. Du kannst ganz einfach per Lastschrift, Kreditkarte, Sofortüberweisung oder Paypal zahlen. Wir setzen bei allen Zahlungsarten auf höchste Sicherheitsverfahren. Deine Daten werden selbstverständlich nur verschlüsselt übertragen.>>
--> Soll ich mich darauf verlassen können, daß mein Geld über das Internet nicht irgendwie von ner zwielichtigen Software, welches vom aktuellsten Antivirensoftware nicht entdeckt und erkannt wird, abgezwackt, und nicht, wie es sich gehört, sauber an den Betreiber bzw. Gründer abgeführt wird!?
Am FAA bei der Bahn kann ich das noch mit einer alternativen Zahlungsart bezahlen, das ist zigmal sicherer, als am Heim-PC.

<<Solltest Du auf Barzahlung bestehen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Du buchst jetzt NICHT online und kaufst einen Fahrschein direkt beim Fahrer. Dieser kostet dann aber den Normalpreis von 21 Euro. Bitte beachte außerdem, dass Du keinen Sitzplatz reserviert hast. Ist der Bus also ausgebucht, können wir Dich nicht mitnehmen!>>
--> Das mag für Spontanfahrer noch gelten, daß sie sich kürzlich für eine Fahrt entscheiden, und dann mitfahren dürfen, wenn der Platz im Bus frei ist. Und ich sehe es auch ein, daß im Bus grundsätzlich reserviert werden muß, da ausschließlich die Sitzplätze aus Sicherheitsgründen belegt werden dürfen und die Stehplätze, sowie die "Überfüllung" weder erwünscht noch zulässig ist.

<<Warum gibt es das nicht mehr? Ich fand das toll!

Vielleicht hast Du dich schon sehr an „Barzahlung beim Fahrer“ als Zahlungsmittel gewöhnt und bist unglücklich, dass wir dies nicht weiter anbieten. Gerne möchten wir Dir die Hintergründe erklären:

Auf der einen Seite ist die Abwicklung sehr kompliziert: Der Fahrer muss immer Wechselgeld passend dabei haben, Fahrgäste kassieren, eine Schlussabrechnung machen, Einnahmen bei der Bank einzahlen. Wir in unserer Buchhaltung müssen diese Abrechnung zusätzlich auch noch einmal verarbeiten. Außerdem nimmt das Kassieren beim Einstieg Zeit in Anspruch, so dass manchmal Verzögerungen bei der Abfahrt entstehen.>>
--> Verständlich.

<<Ein gewichtiger Punkt beim Treffen der Entscheidung war aber leider auch das Verständnis von Fairness einiger Fahrgäste. Gerade in den letzten Wochen, haben wir beobachten müssen, dass Sitzplätze online reserviert wurden, aber niemand am Bus erschienen ist. Das ist natürlich nicht nur für Mitfahrer ärgerlich, die gerne mitgefahren wären, aber keinen Platz mehr bekommen haben, sondern auch für uns, denn wir bleiben auf Kosten sitzen. Wir hätten dieses auf Fairness basierende Zahlungsmodell gerne beibehalten – letzten Endes hätte das dann aber auch höhere Ticketpreise für alle Fahrgäste bedeutet.>>
--> Das hier ist die allererste Sahne, um es mal ironisch aufzugreifen. Das ist eine größte Frechheit gegenüber den Fahrgästen, die bei der Buchung eine bessere und einfachere Zahlungsart ausgewählt haben und mitfahren wollen. Leute! Wenn Ihr bucht und eine Zahlungsart, beim Fahrer zu zahlen, wählt, dann solltet Ihr euch entweder daran halten, oder meldets beim DeinBus.de ab, damit andere - auch Spontanfahrer mitfahren und dem Unternehmen die Einnahmen sichern können. Über diese Bodenlose Frechheit, wie Ihr euch gegenüber DeinBus und den Fahrgästen (einschließlich mich, der irgendwann mal Buchen und hinterher beim Fahrer bezahlen möchte) verhaltet, kann ich mich nur noch aufregen!
Nur hier im letzten Absatz: mad.gif mad.gif mad.gif

Wir hoffen, Du verstehst unsere Entscheidung! Für Fragen stehen wir Dir – wie immer – gerne zur Verfügung!"

Eine Lösung wäre: Laßt doch mal die Fahrt beim Ticket-Center an den Abfahrtsorten buchen und die Fahrgäste können das, wie gewohnt im voraus bar zahlen.

Geschrieben von: Autobahn am 30 Dec 2011, 00:47
@ Mühldorfer

1. Es gibt lt. Personenbeförderungsgesetz von 1930 (?) ein Monopol der Eisenbahn im Fernverkehr. Dieses Gesetz wurde erlassen, um die Staatseisenbahn vor Konkurrenz zu schützen. Davon betroffen waren auch konkurrierende schienengebundene Straßen- und Stadtbahnen.
2. Ein Einführung ist obselet.

Du bist wohl ein Verfechter der alten D-Zug Kultur. Aber da gab es auch einen Aufschlag. Wenn es Dir Spaß macht, 1;25 Stunde länger im Zug zu sitzen, ist es Dir überlassen.

Allerdings ist Mühldorf – Berlin ein schlechtes Beispiel, es gibt Relationen, wo die Fahrzeit mit dem ICE nur die Hälfte beträgt, also vier statt acht Stunden.

Geschrieben von: Jojo423 am 30 Dec 2011, 02:39
QUOTE (Boris Merath @ 29 Dec 2011, 03:04)
Es gibt kein solches Monopol.

Solange es keine Mitbewerber gibt, ist es für mich ein Monopol.

Geschrieben von: 146225 am 30 Dec 2011, 06:05
Wenn ich mir den "Textknäuel" vom Fernbusreisenden yeg009a mal so durchlese, reicht das schon aus um zu sagen: Ist nicht - unter diesen Bedingungen gilt bei mir für den Bus: "Wir müssen leider draußen bleiben". Denn München - Stuttgart kann ich im IC/EC regelmäßig für 24,50 € mehrfach am Tag haben - einfach so, Fahrkarte kaufen (selbstverständlich auch gegen Bares!), einsteigen. Bequemer ist es auch noch. Zuverlässiger sowieso - wäre die A8 zufällig voller Weihnachtsurlaubsheimkehrer gewesen, hätten das in Stuttgart locker auch +120 sein können.

Wenn den Fernbusbetreibern nix besseres einfällt, reicht es bei der Bahn vermutlich wirklich nur für ein lockeres Gähnen.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 30 Dec 2011, 06:49
QUOTE (146225 @ 30 Dec 2011, 06:05)
Zuverlässiger sowieso - wäre die A8 zufällig voller Weihnachtsurlaubsheimkehrer gewesen, hätten das in Stuttgart locker auch +120 sein können.

Hätte, wäre, wenn zählt nicht.

Alle bisherigen Erlebnisberichte deuten auf eine durchaus pünktliche Fahrsituation der Fernbusse hin.

So schlimm unzuverlässig sind Fernbusse nun wirklich nicht. Sie können zwar von den gleichen Großstörungen wie die Eisenbahn betroffen sein, sprich Streckensperrungen oder PUs oder witterungsbedingte Geschwindigkeitseinschränkungen, aber Oberleitungs-, Signal-, Weichen- oder Stellwerksstörungen treffen für sie nicht zu.

Von dem was ich selbst gehört habe, bin leider noch nicht mit so einem Bus mitgefahren, auch wenn es zwischen Eisenach und Berlin einen gibt, sind sie sehr zuverlässig und allgemein im Rahmen der zu erwartenden Straßenverkehrsfluktuationen pünktlich.

Geschrieben von: Mühldorfer am 30 Dec 2011, 09:29
QUOTE (Autobahn @ 30 Dec 2011, 00:47)
@ Mühldorfer
Allerdings ist Mühldorf – Berlin ein schlechtes Beispiel, es gibt Relationen, wo die Fahrzeit mit dem ICE nur die Hälfte beträgt, also vier statt acht Stunden.

Hallo,
für mich naheliegend, eigener Wohnort und Bundeshauptstadt.

Für mich persönlioch sieht es anders aus, BC50, ggf. auch wieder BC100 als Komfortkarten.

Geschrieben von: yeg009a am 30 Dec 2011, 11:42
QUOTE (ICE-T-Fan @ 30 Dec 2011, 06:49)
Von dem was ich selbst gehört habe, bin leider noch nicht mit so einem Bus mitgefahren, auch wenn es zwischen Eisenach und Berlin einen gibt, sind sie sehr zuverlässig und allgemein im Rahmen der zu erwartenden Straßenverkehrsfluktuationen pünktlich.
Kann ich - auch abweichend von der genannten Fahrstrecke - bestätigen. In letzten Monaten bin ich mit BBK/Hahn Express (Nur war das leider ein Kleinbus) von Karlsruhe zum Baden-Airpark (Flughafen Karlsruhe) gefahren. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt war ich mit -5 am Ziel meiner Fahrt angekommen. Das Ganze für 18 € (Einfache Fahrt kostet 10 €). Aber von der Entfernung her recht teuer, dagegen ist DeinBus.de von Tübingen nach München via Stuttgart mit dem Festpreis für die einfache Fahrt von 21 € (Ich habe selbst eine Fahrkarte im A4-Format, die ich vom Busfahrer vom Autobus Oberbayern erhalten habe) für Spontanfahrer sehr günstig.


PS.: Wenn ich das nochmal was von einem "Textknäuel" oder sonstwas lese, dann weiß ich es wirklich nicht mehr, ob ich mich mit den Bahnthemen weiterbeschäftigen will.

Geschrieben von: Mühldorfer am 30 Dec 2011, 13:12
Hallo,
meiner Meinung nach ist ein Fernbus nur dort ( volkswirtschaftlich ) sinnvoll wo spezielle umsteigefreie dünne Linien mit guter Vorausplanbarkeit der Reisen für die Fahrgäste angeboten werden.

Ansosnten ist die Beförderungskapazität der wenigen Fahrten je Tag und sehr begrenztem wirtschaftlichen Auslastungspielraum lächerlich.

Anders formuliert:

Die Fernbusse München-Berlin bieten sowenig Kapazität daß deren Passagiere ohne Auslastungsprobleme auch mit der Bahn fahren können. Ich denke nicht das diese Personenanzahl weder dichtere Zugfolge noch zahlenmäßig relevant zu Doppeltraktion nötigen würde.

Volkswirtschaftliche Kosten der komplette Busbetrieb, beim Zug die Grenzkosten für zusätzliche Fahrgäste bei der Innenreinigung, also gegen null, 3,5t "Fleischgewicht" von München nach Berlin dürften nur geringsten Mehraufwand an Traktionsstrom bedeuten, bestimmt weniger Energie als der Bus benötigt.

Geschrieben von: 146225 am 30 Dec 2011, 19:39
QUOTE (yeg009a @ 30 Dec 2011, 11:42)
Wenn ich das nochmal was von einem "Textknäuel" oder sonstwas lese, dann weiß ich es wirklich nicht mehr, ob ich mich mit den Bahnthemen weiterbeschäftigen will.

Wenn Du manche Ansage nicht mehr lesen möchtest, dann solltest Du auch manche Fehler nicht mehr machen.

Geschrieben von: 146225 am 30 Dec 2011, 19:41
QUOTE (ICE-T-Fan @ 30 Dec 2011, 06:49)
Hätte, wäre, wenn zählt nicht.

Natürlich nicht. Allerdings dürfte die A8 neben A5 und A6 in Baden-Württemberg diejenige Autobahn sein, welche im Radio am häufigsten die "Verkehrsmeldungen" füllt.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 30 Dec 2011, 19:57
QUOTE (146225 @ 30 Dec 2011, 19:41)
QUOTE (ICE-T-Fan @ 30 Dec 2011, 06:49)
Hätte, wäre, wenn zählt nicht.

Natürlich nicht. Allerdings dürfte die A8 neben A5 und A6 in Baden-Württemberg diejenige Autobahn sein, welche im Radio am häufigsten die "Verkehrsmeldungen" füllt.

Das wäre für mich jetzt kein generelles Argument gegen diese Busse. Immerhin kann die Bahn auch von Großstörungen betroffen werden und PU gibt es leider Gottes auch sehr regelmäßig, insbesondere auf Hauptstrecken.

Wie schon angesprochen sind diese Fernbusse aber keine ernsthaft Konkurrenz für die Bahn und volkswirtschaftlich auch nicht weiter problematisch, da sie vorhandene Infrastruktur nutzen und nicht so sehr auf den Neubau von Infrastruktur angewiesen sind.

Diese Reisezeit ist mit einem ICE kaum zu vergleichen, wobei Fernbusse wohl aber sehr schnelle Innenstadt-zu-Innenstadt-Verbindungen erlauben, die Regionalverbindungen und eventuell auch IC-Verbindungen durchaus unterbieten können, wenn die Bahnhöfe nicht so zentral gelegen sind.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 30 Dec 2011, 20:17
QUOTE (ICE-T-Fan @ 30 Dec 2011, 19:57)
Diese Reisezeit ist mit einem ICE kaum zu vergleichen, wobei Fernbusse wohl aber sehr schnelle Innenstadt-zu-Innenstadt-Verbindungen erlauben, die Regionalverbindungen und eventuell auch IC-Verbindungen durchaus unterbieten können, wenn die Bahnhöfe nicht so zentral gelegen sind.

Allerdings wäre das ja jetzt ein Kontra-Argument für München-stuttgart, noch dazu wo der Bus in S am Flughafen hält wink.gif

Geschrieben von: yeg009a am 30 Dec 2011, 20:40
QUOTE (TramBahnFreak @ 30 Dec 2011, 20:17)
Allerdings wäre das ja jetzt ein Kontra-Argument für München-stuttgart, noch dazu wo der Bus in S am Flughafen hält  wink.gif
Nicht immer - für viele Fahrgäste ist das schon von Vorteil, wenn der Bus am Flughafen hält, um nach einer kleinen Pause weiter nach Tübingen fahren zu können. Das bedeutet auch, daß der Bus von München nach Tübingen insgesamt mehr, oder weniger schneller ist, als die Bahn. smile.gif

Und die Wahl der Haltestelle ist nicht so ohne, weil die Fahrt eines Busses von München nach Tübingen länger dauern würde, wenn der Bus stattdessen in S-Obertürkheim halten würde.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 30 Dec 2011, 20:52
QUOTE (yeg009a @ 30 Dec 2011, 20:40)
[...]Das bedeutet auch, daß der Bus von München nach Tübingen insgesamt mehr, oder weniger schneller ist, als die Bahn. smile.gif
[...]

Entweder es ist so, oder eben anders...

Wenn der Hahn kräht aufm Mist, ändert sich's Wetter, oder's bleibt wie's ist!

Geschrieben von: Autobahn am 30 Dec 2011, 21:40
Liebe Leute, schauen wir doch mal rund 70 Jahre zurück. Der Überland-Linienverkehr mit Bussen wurde aus historischen Gründen meist von der Post betrieben. Quasi als Nachfolger der Postkutsche. Verträge mit den Länderbahnen beziehungsweise später mit der Deutschen Reichsbahn sicherten zu, dass parallel zu Eisenbahnstrecken keine Postbusse verkehrten.

Aber schon ab 1933 begann die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft DRG mit der Einrichtung eigener Omnibusverkehre. Es gab verschiedene Linientypen:

Erschließung von Ortschaften in welche aus wirtschaftlichen Gründen keine Eisenbahnen mehr gebaut wurden.

Ersatz für stillgelegte Bahnstrecken.

Ersatz für unrentable Züge mit geringer Fahrgastzahl, meist einzelne Fahrten in Tagesrandlage.

Verkehr parallel zu Bahnstrecken, aber mit verbesserter Erschließung von Ortschaften mit großer Entfernung zwischen Siedlung und Bahnstation, gegebenenfalls durch Stichfahrten.

(Wem das bekannt vorkommt, hat richtig gelesen!).

Auf Befehl des Ver-“Führers“ mussten auf den neuen Autobahnstrecken Schnellbuslinien eingerichtet werden. Aus diesen entstand später der Bahnbusverkehr der Deutschen Bundesbahn.

Das Personenbeförderungsgesetz untersagt Linienverkehre mit Bussen, wenn sie den Interessen der Bahn gegenüberstehen. Dabei ist natürlich nicht ausgesagt, ob es sich um Zug oder Busverbindungen handelt. Und daher gibt es ja auch noch so viele Fernbuslinien, die mehr oder weniger direkt der Bahn gehören.

Natürlich hat sich das nach der Bahnreform gewandelt und die (regionalen) Bahnbusbetriebe - sind wie auch die kommunalen Busunternehmen - an die Verkehrsverbünde angeschlossen.

Das ist aber nicht der Aufhänger für eine Liberalisierung des Fernbusmarktes. Die Liberalisierung soll dazu dienen, preiswerte Punkt-zu-Punkt Verbindungen anzubieten. Und dabei nimmt sie der Schienenbahn und dem bestellten Regionalverkehr keinen einzigen Fahrgast weg. Daher verstehe ich das Getöse nicht, welches die Gegner veranstalten und von Fernbuslinien Dinge verlangen, die so schlicht nicht umsetzbar sind (und die Bahn in vielen Dingen auch nicht umsetzen oder garantieren kann).


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/59/Reichsbahn%3DOmnibus_Haltestelle_um_1924_%28Emaille-Schild%29.jpg

Geschrieben von: 146225 am 30 Dec 2011, 22:49
QUOTE (Autobahn @ 30 Dec 2011, 21:40)
Ersatz für unrentable Züge mit geringer Fahrgastzahl, meist einzelne Fahrten in Tagesrandlage.

Das kennen wir aus den 1980ern als gewaltigen Schuß in den Ofen. Da konnte man tatsächlich per Bahnbus auf Strecken wie Heilbronn - Schwäbisch Hall, Heilbronn - Karlsruhe oder Pforzheim - Bad Wildbad - Freudenstadt eine halbe Ewigkeit unterwegs sein. Unpaarig, mit Einschränkungen und in Anschlüssen nur zufällig passend. Als dann plötzlich Züge im Taktverkehr fuhren, erreichten sie Fahrgastzahlen, die mit dem Bus nie hätten erreicht werden können. Selbst die Kombination Pforzheim - Bahn - Bad Wildbad - Bus - Freudenstadt ist attraktiver als die Direktverbindung damals, erstens weil sie runde 30 Minuten schneller ist und zweitens auch öfter als 2 oder 3 mal am Tag möglich.

Geschrieben von: 146225 am 30 Dec 2011, 22:57
QUOTE (TramBahnFreak @ 30 Dec 2011, 20:17)
Allerdings wäre das ja jetzt ein Kontra-Argument für München-stuttgart, noch dazu wo der Bus in S am Flughafen hält wink.gif

Das ist ja genau der wirtschaftliche Selbstbetrug der "Billig-Busreisenden" - vom Flughafen ins Stadtzentrum von Stuttgart sind es 4 Zonen im VVS oder 4,50 € für die Einzelfahrt Erwachsene. Unser Testreisender hätte zu seinem Wohnort ab Flughafen mit der Sause via Stuttgart 7 Zonen oder 6,75 € bezahlt bzw. 5 Zonen / 5,75 € mit Sause & Bus via Böblingen. Gleich wird er anmerken, das er ja diese Kosten nicht hat. Andere (die Mehrheit!) haben. Von einem potentiellen Vorlauf in München mal ganz zu schweigen.

Systemvorteil Bahn: Eine durchgehende Fahrkarte für mich = 25,50 € auf Level IC/EC. Von so netten Möglichkeiten wie tarifliche Gleichstellung und City-Ticket mal ganz zu schweigen.

Geschrieben von: yeg009a am 30 Dec 2011, 23:20
QUOTE (146225 @ 30 Dec 2011, 22:57)
Das ist ja genau der wirtschaftliche Selbstbetrug der "Billig-Busreisenden" - vom Flughafen ins Stadtzentrum von Stuttgart sind es 4 Zonen im VVS oder 4,50 € für die Einzelfahrt Erwachsene. Unser Testreisender hätte zu seinem Wohnort ab Flughafen mit der Sause via Stuttgart 7 Zonen oder 6,75 € bezahlt bzw. 5 Zonen / 5,75 € mit Sause & Bus via Böblingen. Gleich wird er anmerken, das er ja diese Kosten nicht hat. Andere (die Mehrheit!) haben. Von einem potentiellen Vorlauf in München mal ganz zu schweigen.

Systemvorteil Bahn: Eine durchgehende Fahrkarte für mich = 25,50 € auf Level IC/EC. Von so netten Möglichkeiten wie tarifliche Gleichstellung und City-Ticket mal ganz zu schweigen.
Ohne BahnCard50 kommt man mit dem doppelten Fahrpreis gegen den Fernbus nicht an.

Zum Beispiel: IC/EC von München nach Stuttgart kostet statt 24,50€ 49,--€
Mit dem Bus käme man als Spontanfahrer mit 21€ + 4,50€ = 25,50€ günstiger hin, als mit der Bahn, oder mit dem NV zum Normalpreis von 38,80€ (ohne BC) hin und erreicht eben nicht das Preisniveau eines Fernbusses und S-Bahn zusammen. ;-)

Geschrieben von: Autobahn am 31 Dec 2011, 04:16
QUOTE (146225 @ 30 Dec 2011, 22:49)
Das kennen wir aus den 1980ern als gewaltigen Schuß in den Ofen. Da konnte man tatsächlich per Bahnbus auf Strecken wie Heilbronn - Schwäbisch Hall, Heilbronn - Karlsruhe oder Pforzheim - Bad Wildbad - Freudenstadt eine halbe Ewigkeit unterwegs sein. ......

Die von Dir genannten Relation betrachte ich nicht als Fernverkehr, obwohl es damals möglicherweise darunter fiel. Und der tolle Bahnbus hat sicher auch noch in jedem Dorf gehalten smile.gif.

Um solche Relationen geht es den Busunternehmern auch gar nicht, Frankfurt - Köln dürfte auch die unterste Grenze sein. Wobei ich mit vorstellen könnte, das der Bus z. B. von Düsseldorf nach Berlin auch noch Fahrgäste in Essen, Bochum und Dortmund aufnimmt, in Hannover auch Fahrgäste aussteigen und andere wieder einsteigen. Da ist auch kein stündlicher Taktverkehr notwendig, den den gibt es ja bei der Bahn tongue.gif

Zu den Preisen. In Verbundregionen hat der Fernbus nichts verloren und will es auch gar nicht. Von Frankfurt nach Köln durchquert ein Fernbus den RMV, bei dem im Busverkehr auch noch in denen weitere Verbünde für den regionalen Busverkehr existieren, der Westerwaldreis ist nicht in den VRM integriert und Köln liegt im VRS. Auch bei der Bahn spielen die Verbundtarife auf solchen Strecken keine Rolle.

Ein Bahnticket (Nahverkehr, ohne Bahncard) kostet 38,30 Euro (BC 25 = 28,76/BC 50 = 19,15). Die Fahrtzeit beträgt über drei Stunden. Bei einem ICE sind es 67 Euro (BC 25 = 50,25/BC 50 = 33,50). Die Fahrtzeit beträgt zwischen 1:05 und 1:23 Minuten. Mit modernen Reisebussen schaft man die Strecke auch in 2:30 Stunden.

Doch wer bitte von den potentiellen Buskunden hat eine Bahncard? Schon gar die BC 50! Ein solches Angebot ist nicht auf Dich zugeschnitten, das ist klar. Und darum geht es auch nicht, sondern darum, den (meist) jungen Leuten ein preiswertes Angebot zu machen. Sie würden möglicherweise sonst gar nicht fahren!

Dir geht dabei nichts verloren.

Geschrieben von: Bayernlover am 31 Dec 2011, 10:20
QUOTE (Autobahn @ 31 Dec 2011, 04:16)
Ein solches Angebot ist nicht auf Dich zugeschnitten, das ist klar. Und darum geht es auch nicht, sondern darum, den (meist) jungen Leuten ein preiswertes Angebot zu machen. Sie würden möglicherweise sonst gar nicht fahren!

Doch, würden sie, aber eben mit der Mitfahrzentrale. Das Klientel in den Fernbussen ist eher rentnerischer Natur.

Geschrieben von: yeg009a am 31 Dec 2011, 10:38
QUOTE (Fichtenmoped @ 29 Dec 2011, 13:52)
Für manche ist es schon eine Alternative:
- bequemer
- Service
- weniger Umstiege (dadurch weniger Verspätungsanfällig!)
- doch etwas schneller
Mir fällt da noch ein weiteres Kriterium ein: Haltemenge bzw. -häufigkeit.

QUOTE (Fichtenmoped @ 29 Dec 2011, 13:52)
Was auf jeden Fall mit reinspielt ist die Kombination von:
Reisedauer - Komfort - Umstieg - Preis

- Reisedauer: je länger, desto weniger akzeptabel
- Komfort: Sitzplatzqualität? Service wie Bordbistro/-Restaurant?
- Umstieg: je öfters umgestiegen werden muss, desto verspätungsanfälliger ist die Verbindung, außerdem ist jeder Umstieg "tote" Zeit, die man mit Warten verbringen darf
- Preis: hier hat jeder ein anderes Preisempfinden, was für den einen Normal ist, ist für andere überteuert
+ Haltemenge
- Haltemenge: Je häufiger gehalten werden muß, um so weniger angenehm wird die Reise. Und da hilft leider auch keine Streckenhöchstgeschwindigkeit, die ausgefahren werden kann.

Was den Preis betrifft: Wie die Höhe des Preises empfunden wird, hängt vom Einkommen und allgemeine Ausgaben der Einzelnen ab.

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QUOTE (Bayernlover @ 31 Dec 2011, 10:20)
Doch, würden sie, aber eben mit der Mitfahrzentrale. Das Klientel in den Fernbussen ist eher rentnerischer Natur.
Das würde ich nicht so sehen. Wie schon beschrieben, sollen die Fernbusse diejenige ansprechen, die entweder zu wenig Geld in der Tasche haben (also Junioren, Geringverdiener und Rentner) oder welche, denen das Bahnfahren eher nicht zugemutet werden kann, wie zum Beispiel von A nach B mit Umsteigen in C, wo die Umsteigezeit -sagen wir mal- eher Grenzwertig ist. Auch das Komfortkriterium ist in erster Linie nicht allein die Ausstattung der Züge und Bussen, sondern auch die Fahrzeit, die Zahl der Halte (Ich würde auch den Fernverkehr* dem Nahverkehr vorziehen, wenn der Vorteil darin liegt, große Entfernungen mit wenig Halten zu überwinden - nur Direkt und mit max. 1 x umsteigen versteht sich). Auch die Kosten beeinflußt die Verkehrsmittelwahl (wir sind bekanntlich nicht in der Schweiz, wo man mit einem einzigen Tarif jeden Zuggattung wählen kann).


*Unabhängig davon, ob es sich um Busse oder Züge oder Flugzeuge handelt, da jedes Klientel so unterschiedlich ist, muß auch den Menschen die Möglichkeit gegeben werden, aussuchen zu dürfen, mit was sie von A nach B kommen wollen.

Geschrieben von: Fastrider am 1 Jan 2012, 18:24
QUOTE (yeg009a @ 31 Dec 2011, 10:38)
Was den Preis betrifft: Wie die Höhe des Preises empfunden wird, hängt vom Einkommen und allgemeine Ausgaben der Einzelnen ab.

Wobei Nahverkehr auch sehr teuer sein kann. Bei unserer letzten Urlaubsreise war der Fernverkehr deutlich günstiger als der Nahverkehr, da wir im FV einen günstigen Sparpreis (Mitfahrerermässigung, Hauptreisender BC25, 1 Mitreisender keine BC) bekommen haben, Länderticket kam wegen der Abflugzeit um 9:30 nicht in Frage.

Rückfahrt ging dann allerdings mir Länderticket, da wir kein Risiko bei Flugverspätung eingehen wollten. Rail&Fly war für unsere Fluggesellschaft nicht verfügbar. Weiss nicht warum.

Geschrieben von: yeg009a am 4 Jan 2012, 14:28
Für den Fernbus, da es künftig aufgrund verschiedenen Unternehmen und Linien die Übersichtlichkeit verloren geht, gibt es eine neue Webseite, die ich zufällig entdeckt habe: http://www.busticket.de/. Damit soll die Buchung trotz unterschiedlicher Unternehmen und Tarife vereinfacht werden. Leider ist die Seite noch nicht soweit. Vielleicht hilft dieses Portal auch den Kunden zukünftig, die Busverbindungen und -unternehmen anhand der Fahrzeit, Fahrplanlage und des Fahrpreises rauszusuchen.

Interessant ist auch das Portal, welches mit dem Ticketkauf nicht zu tun hat, aber dafür Informationen über Fernbusse enthält. Darüberhinaus berichtet http://www.fernbusse.net, daß in anderen europäischen Ländern - vor allem Großbritannien und Schweden - der Verkehrsmarkt seit 1980 vollständig liberialisiert ist.

Und vor allem das http://www.fernbusse.net/personenbeforderungsgesetz/: mad.gif - Kein Kommentar!

Geschrieben von: Mühldorfer am 5 Jan 2012, 13:52
Hallo,
meiner Meinung nach sollten sich Bus&Bahn ergänzen, nicht konkurieren.

Das bedeutet für mich auch daß es Fernbuslinien gäbe die dort verkehren wo Bahnverbindungen nicht günstig existieren.

Diese aber in einem einheitlichen Fahrplan- und Fahrscheinsystem eingebunden, inkl. "gelber Abfahrtspläne" an Verkehrsstationen ( vulgo Bahnhof ). Tarifiert mitden üblichen Raumbegrenzungen.


Beispiel von Todtnau nach Horb, Bus nach Feldberg-Bärental oder Titisee, dann weiter mit Zug oder Konstanz-Furtwangen.

Mir ist bekant daß es Regionen mit wenig bahnverbindungen gibt.

Aber einen Bus München-Stuttgart oder München-Nürnberg oder München-Prag halte ich für Quatsch!

Geschrieben von: yeg009a am 5 Jan 2012, 15:28
QUOTE (Mühldorfer @ 5 Jan 2012, 13:52)
Hallo,
meiner Meinung nach sollten sich Bus&Bahn ergänzen, nicht konkurieren.

Das bedeutet für mich auch daß es Fernbuslinien gäbe die dort verkehren wo Bahnverbindungen nicht günstig existieren.

Diese aber in einem einheitlichen Fahrplan- und Fahrscheinsystem eingebunden, inkl. "gelber Abfahrtspläne" an Verkehrsstationen ( vulgo Bahnhof ). Tarifiert mitden üblichen Raumbegrenzungen.


Beispiel von Todtnau nach Horb, Bus nach Feldberg-Bärental oder Titisee, dann weiter mit Zug oder Konstanz-Furtwangen.

Mir ist bekant daß es Regionen mit wenig bahnverbindungen gibt.

Aber einen Bus München-Stuttgart oder München-Nürnberg oder München-Prag halte ich für Quatsch!
Es hat aber trotzdem gezeigt, daß die Busverbindungen gerne angenommen werden, da es als kostengünstiges Angebot zur Bahn darstellt.

Mich würde es mal interessieren, was die Fahrt Bus/Bahn von Nürnberg nach Prag* kostet. Auch interessiert mich die Kosten auf der Relation München - Nürnberg (wobei die Bedienung zwischen den beiden Städten anhand des https://www.berlinlinienbus.de/pdfs/dd_muc.pdf erlaubt ist, ist das eher unwahrscheinlich, sonst würde es drin stehen, daß eine innerbayerische Verbindung möglich sei, es sei denn, es ist explizit nur in https://www.berlinlinienbus.de/pdfs/muc.pdf ausgewiesen; Dennoch ist eine Fahrtauskunft auf der BLB-Seite zwischen München und Nürnberg nicht möglich (ich habe es probiert)). Also stellt sich die Frage, wer eine Busverbindung von München nach Nürnberg bedient...


*Die Relation München - Prag kostet bei der Nutzung von Touring BC 33 € (lt. Touring-Fahrplanauskunft) und fährt nur einmal täglich; Bei der Bahn hingegen muß BUS 61 € (Ohne die Sonderangebote, wie Tschechien-Spezial zu berücksichtigen) / ZUG 65,90 € (nur gefundene Direktverbindungen) berappt werden. Was den erwähnten Bahneigenen Expressbus angeht, glaube ich das nicht, daß der Bus so einfach Nonstop nach Prag (Fz.: ca. 4:40 Std.) fahren darf, da die gesetzliche Lenkzeiten¹ gelten und der Bus irgendwo an der Autobahnraststätte eine Pause einlegen müßte.

¹ http://www.vis.bayern.de/produktsicherheit/ueberwachung/sozialvorschriften_lenk_ruhezeiten.htm <-- Ob das die richtige Information ist, ist fraglich.


QUOTE
Beispiel von Todtnau nach Horb, Bus nach Feldberg-Bärental oder Titisee, dann weiter mit Zug... .
Wer will sich denn die 3 Umstiege zumuten, zumal das Risiko besteht, daß sich die Gesamtverspätung im Falle eines Anschlußversäumnisses aufgrund der Verspätung der vorherigen Fahrt bzw. des Anschlusses, erheblich erhöht? Und das ist in dem Fall keine gute Lösung. Ganz abgesehen davon, von der Fahrgastunfreundlichen Umsteigezeit von Bus zur Bahn in Titisee-Neustadt.

Geschrieben von: Autobahn am 5 Jan 2012, 15:37
QUOTE (Mühldorfer @ 5 Jan 2012, 13:52)
Aber einen Bus München-Stuttgart oder München-Nürnberg oder München-Prag halte ich für Quatsch!

Warum? Das DB-Unternehmen Berlin-Linien-Bus wirbt auf den S-Bahnen Rhein-Ruhr mit Busfahrten von Düsseldorf nach Berlin zum Preis von 33 Euro. Fahrpreis ohne ICE 94 Euro. Und trotzdem sind die ICE (107 Euro) auf dieser Relation oft überlastet, so das die Bahn eine Reservierung empfiehlt.

Der Bus nimmt der Bahn keine Fahrgäste weg! Und die Menschen, die für 33 Euro mit dem Bus fahren, wollen nicht 94 oder 107 Euro für die Bahn ausgeben. Sie fahren dann eben nicht nach Berlin oder suchen sich eine Mitfahrgelegenheit. Es ist auch nicht jeder auf die Eisenbahn fixiert, weil er sie so toll findet.

Geschrieben von: Rohrbacher am 5 Jan 2012, 16:17
Ich denke auch, dass die Fernbusse mehrheitlich eine andere Zielgruppe ansprechen als die Bahn es tut. Und selbst im Stundentakt dürfte ein Bus mit 50 Sitzplätzen auf einer Relation, wo teilweise mehrere ICE-Linien die Stunde mit bis zu ca. 900 Sitzplätzen verkehren, für die Bahn nicht wirklich "gefährlich" sein. Da ein Bus im Gegensatz zum Flugzeug auch recht umweltverträglich ist, hab' ich gegen diese "Kunkurrenz" eigentlich nichts.

Geschrieben von: yeg009a am 5 Jan 2012, 17:01
QUOTE (Autobahn @ 5 Jan 2012, 15:37)
Der Bus nimmt der Bahn keine Fahrgäste weg! Und die Menschen, die für 33 Euro mit dem Bus fahren, wollen nicht 94 oder 107 Euro für die Bahn ausgeben. Sie fahren dann eben nicht nach Berlin oder suchen sich eine Mitfahrgelegenheit. Es ist auch nicht jeder auf die Eisenbahn fixiert, weil er sie so toll findet.
Ich sehe sowohl Deiner als auch Rohrbachers Ausführungen genau so. Wenn man sich das mal in England umschaut, soll der Verkehrsmarkt seit 1980 völlig liberalisiert sein und warum die SPD und NRW so einen Wirbel gegen die Fernbusse machen, kann ich das nicht nachvollziehen.

Geschrieben von: Autobahn am 5 Jan 2012, 17:19
QUOTE (yeg009a @ 5 Jan 2012, 17:01)
..... und warum die SPD und NRW so einen Wirbel gegen die Fernbusse machen, kann ich das nicht nachvollziehen.

Das ist nicht nur die SPD, sondern auch die Grünen sind dagegen. Dabei glänzt der Staatsminister im NRW-Verkehrsministerium Horst Becker (Grüne) mit absolutem Unwissen über den öffentlichen Verkehr. Als Staatsminister in diesem Amt muss er doch wohl wissen, ob eine Bahnstrecke nun für den Güter- oder den Personenverkehr da ist oder ob es eine eingleisige- oder zweigleisige Strecke ist.

Horst Becker will ja auch Direktvergaben (an die DB AG) mit einer Änderung des AEG möglich machen. Vielleicht erhofft er sich nach dem Ende seiner politischen Karriere auf einen Posten bei er Deutschen Bahn.

Geschrieben von: Rohrbacher am 5 Jan 2012, 17:30
QUOTE
Wenn man sich das mal in England umschaut, soll der Verkehrsmarkt seit 1980 völlig liberalisiert

Gaaaaaaaanz schlechtes Beispiel... ph34r.gif

Geschrieben von: Bayernlover am 5 Jan 2012, 18:00
QUOTE (Rohrbacher @ 5 Jan 2012, 16:17)
Ich denke auch, dass die Fernbusse mehrheitlich eine andere Zielgruppe ansprechen als die Bahn es tut.

Was allein für sich betrachtet eigentlich ziemlich traurig ist.

Geschrieben von: Mühldorfer am 5 Jan 2012, 23:32
QUOTE (Rohrbacher @ 5 Jan 2012, 17:30)
Gaaaaaaaanz schlechtes Beispiel... ph34r.gif

Stimmt, GB ist teuer, sehr teuer, Bahn oder Bus für Spontanfahrten!

Erträglich war das nur mit dem Brit-Rail-Pass, jeder Zug ist deiner für rund 30€ am Tag...., wählbare Tage.

Allerdings , habe ich die Tarife richtig verstanden?, zu vorgeplanten Reisen mit Zugbindung gab es relativ günstig die Rückfahrt als offenes Ticket.

Geschrieben von: BR_103 am 6 Jan 2012, 16:21
Das würde bedeuten noch mehr Staus auf der Autobahn und vor allem mehr Öl und Benzinverbrauch und vor allem wäre es kein Schritt zum Klimaschutz und ökologischer Nachhaltigkeit, von daher sehr kritisch zu betrachten.


Geschrieben von: yeg009a am 6 Jan 2012, 19:05
QUOTE (BR_103 @ 6 Jan 2012, 16:21)
Das würde bedeuten noch mehr Staus auf der Autobahn und vor allem mehr Öl und Benzinverbrauch und vor allem wäre es kein Schritt zum Klimaschutz und ökologischer Nachhaltigkeit, von daher sehr kritisch zu betrachten.
Wie gesagt, die Busse sind in Sachen Umweltschutz die Spitzenreiter. Nehmen wir mal an: Der Bus bietet 50 Leuten Platz (reine Sitzplätze).

Beispiel:
20% sind Mußfahrer = 10 Fahrgäste; 30% haben der Bahn den Rücken gekehrt = 15 Fahrgäste; 50% sind überzeugt, daß Busfahren komfortabler ist als Auto- und Bahnfahren = 25 Fahrgäste.

Im Schnitt fahren ca. 1,3 Personen mit dem Auto und wieviele Autos sind abgeblieben, nachdem 25 Fahrgäste den Bus nutzen? So etwa 19 Autos bleiben von der Autobahn weg, weil eben die 25 Autofahrende Fahrgäste den Bus nutzen. Das bedeutet auch mehr Platz auf der Autobahn.

--> Ergo: Weniger Autos --> mehr Busse = Weniger Kraftstoffverbrauch.

--> http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html
Schlüsseln wir es mal auf: 1 PKW erzeugt 150 g/km Kohlendioxid - das macht summarum 2850 g/km bei 19 PKWs - ein Bus hingegen erzeugt nur 20 g/km Kohlendioxid. Dh.: Ein Bus emittiert ca. 1,05 g/km/PKW., oder 0,8 g/km/Fahrgast (Nicht eingerechnet sind die Mußfahrer und ex-Bahnfahrer).

Geschrieben von: Autobahn am 6 Jan 2012, 20:14
@ yeg009a

Allen Berechnungen zum Trotz wirst Du einen überzeugten Eisenbahnfahrer nicht davon überzeugen können. Für sie ist alles außerhalb der Eisenbahn Teufelswerk. Und wer die Eisenbahn nicht mag (oder zu teuer findet), muss eben dazu gezwungen werden (zum Glück ist die Inquisition abgeschafft smile.gif).

P.S.: Ich fahre lieber in vier Stunden mit dem ICE nach Berlin als in acht Stunden mit dem Bus (es sei denn, ich sitze am Steuer laugh.gif)

Geschrieben von: NJ Transit am 6 Jan 2012, 20:24
QUOTE (yeg009a @ 6 Jan 2012, 19:05)
--> http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html
Schlüsseln wir es mal auf: 1 PKW erzeugt 150 g/km Kohlendioxid - das macht summarum 2850 g/km bei 19 PKWs - ein Bus hingegen erzeugt nur 20 g/km Kohlendioxid. Dh.: Ein Bus emittiert ca. 1,05 g/km/PKW., oder 0,8 g/km/Fahrgast (Nicht eingerechnet sind die Mußfahrer und ex-Bahnfahrer).

Mooment, 20g/km? Nie im Leben! Das ist mit Sicherheit als pro Person zu verstehen.

Geschrieben von: yeg009a am 6 Jan 2012, 20:44
QUOTE (NJ Transit @ 6 Jan 2012, 20:24)
QUOTE (yeg009a @ 6 Jan 2012, 19:05)
--> http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html
Schlüsseln wir es mal auf: 1 PKW erzeugt 150 g/km Kohlendioxid - das macht summarum 2850 g/km bei 19 PKWs - ein Bus hingegen erzeugt nur 20 g/km Kohlendioxid. Dh.: Ein Bus emittiert ca. 1,05 g/km/PKW., oder 0,8 g/km/Fahrgast (Nicht eingerechnet sind die Mußfahrer und ex-Bahnfahrer).

Mooment, 20g/km? Nie im Leben! Das ist mit Sicherheit als pro Person zu verstehen.
Gut! Dann pro Person. Wie kommen die auf die Werte für Einzelpersonen? Dann wären das also 20 × 25 = 500 g/km Kohlendioxid (wie weiter oben beschrieben, ohne die restliche Fahrgäste zu berücksichtigen). Mein Problem ist: Mich interessierte eher der Inhalt einer Tabelle und nicht das, was oben in der Titelzeile der Tabelle steht.

Ferner ist es für mich mit 20 g/km/Pers. bei einem Reisebus einfach nicht schlüssig, geht es um einen vollen Reisebus, oder halbleeren Reisebus, wobei ich von einem 12m langen Reisebus ausgehe? Dazu bräuchte man eigentlich konkretere Angaben zur Emission, wie zum Beispiel wieviele g/km Emission stößt ein Reisebus aus (also als Ganzes - egal, ob mit, oder ohne Fahrgäste).

Geschrieben von: Galaxy am 6 Jan 2012, 20:53
Ein Stadtbus verbraucht in der Stadt um die 35L/100km , produziert also 927,5g CO2 pro km. Ein Reisebus verbraucht auf der Autobahn ungefähr das gleiche.

Geschrieben von: Autobahn am 6 Jan 2012, 21:01
@ yeg009a

Warum lässt Du Dich auf solche Diskussionen über einen Emmissonsvergleich ein? Der Bus ist umweltfreundlicher als der PKW. Das ist Fakt. Ob die Bahn dabei nun noch besser abschneidet oder nicht, interessiert die Fahrgäste nicht die Bohne. Sie wollen von A nach B und das entweder schnell oder billig. Man darf allerdings nicht dem Trugschluss unterliegen, das der Strom ja aus dem Fahrdraht kommt. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) behauptet allerdings, das der Bus umweltverträglicher sei, als die Bahn.

Geschrieben von: yeg009a am 6 Jan 2012, 21:07
QUOTE (Galaxy @ 6 Jan 2012, 20:53)
Ein Stadtbus verbraucht in der Stadt um die 35L/100km , produziert also 927,5g CO2 pro km. Ein Reisebus verbraucht auf der Autobahn ungefähr das gleiche.

Das heißt also: Ein Bus emittiert bei 50 Personen ca. 18,55 g/km/Person. Das würde also bedeuten: Je weniger Fahrgäste im Bus sitzen, umso negativer sind die Emissionswerte.

Danke für die Erklärung, Galaxy.

Geschrieben von: Autobahn am 6 Jan 2012, 21:14
QUOTE (yeg009a @ 6 Jan 2012, 21:07)
Das heißt also: Ein Bus emittiert bei 50 Personen ca. 18,55 g/km/Person. Das würde also bedeuten: Je weniger Fahrgäste im Bus sitzen, umso negativer sind die Emissionswerte.

Danke für die Erklärung, Galaxy.

Das ist bei einem Zug auch so! (und auch bei einem PKW)

Geschrieben von: Auer Trambahner am 6 Jan 2012, 21:14
QUOTE (Autobahn @ 6 Jan 2012, 21:01)
Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) behauptet allerdings, das der Bus umweltverträglicher sei, als die Bahn.

Der führende Ostdeutsche Politiker behauptete allerdings, den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.
Der führende white Star Reeder behauptete allerdings, die Titanic sei unsinkbar.
etc. etc.

Jeder behauptet, was für sein Intressengebiet von Vorteil ist.

Geschrieben von: BR_103 am 6 Jan 2012, 21:17
Die Bahn ist überteuert und bietet nicht wie zu früheren Zeiten, Zugprodukte an, vor 15 Jahren gab es noch im Fernverkehr Produkte wie zum Beispiel den IR-InterRegio , D-Zug (Schnellzug), EC/IC InterCity/EuroCity Zuschlagpflichtig mit Komfort.
Den ICE als höchsten Produkt, die Tarife orientierten sich an den Kilometerständen.

Als Massentauglich würde ich den Bus erstmal weniger einschätzen, es ärgert mich doch immer wieder, dass private Reiseveranstalter natürlich eine günstige Busreise anbieten können, also gibt es ja Busfernverkehr.

Im Jahre 2003 habe ich ein Sonderangebot von Rainbowtours gelesen, Paris 3 Tage für 39 euro, - da war ich noch Schüler an einer Schule und wollte wegen meines Geschichtsinteresse mir Paris nicht entgehen lassen, sonst hätte ich mir so eine Fahrt nicht leisten können.

Vergleicht man so ein Projekt mit der Bahn, ist diese für normale kleine Menschen mit wenig Einkommen, Studenten, Geringverdiener, Arbeitslose usw usw usw, ein hohes Luxusgut und fast nicht zu finanzieren.

Hier beisst sich die Katze in den Sack, ich weiss nicht warum ein Flugticket Hamburg - Barcelona teilweise total billig ab 29 euro zu haben sind, und bei der Bahn würde ich weit mehr als 169 Euro - Einfache Fahrt !!! bezahlen.

Würde die Bahn günstige Zugprodukte anbieten und ein transparentes preiswertes Kilometertarifsystem, wäre auch die Bahn die No 1 im Fernverkehr.

Aber die Autoindustrie möchte natürlich ihre Produkte und ihr Straßenmachwerk verkaufen und hat an einem guten Image der Bahn wenig Interesse.

Was natürlich erklärt, warum zum Beispiel vielen kleinen Industrieunternehmen der Gleisanschluss gekündigt worden ist.

Geschrieben von: Galaxy am 6 Jan 2012, 22:45
QUOTE (BR_103 @ 6 Jan 2012, 21:17)
Die Bahn ist überteuert und bietet nicht wie zu früheren Zeiten, Zugprodukte an, vor 15 Jahren gab es noch im Fernverkehr Produkte wie zum Beispiel den IR-InterRegio , D-Zug (Schnellzug), EC/IC InterCity/EuroCity Zuschlagpflichtig mit Komfort.
Den ICE als höchsten Produkt, die Tarife orientierten sich an den Kilometerständen.

Vergleicht man so ein Projekt mit der Bahn, ist diese für normale kleine Menschen mit wenig Einkommen, Studenten, Geringverdiener, Arbeitslose usw usw usw, ein hohes Luxusgut und fast nicht zu finanzieren.

Hier beisst sich die Katze in den Sack, ich weiss nicht warum ein Flugticket Hamburg - Barcelona teilweise total billig ab 29 euro zu haben sind, und bei der Bahn würde ich weit mehr als 169 Euro - Einfache Fahrt !!! bezahlen.

Würde die Bahn günstige Zugprodukte anbieten und ein transparentes preiswertes Kilometertarifsystem, wäre auch die Bahn die No 1 im Fernverkehr.


Die Eisenbahnunternehmen müssen halt zwischen Hamburg und Barcelona ~1.800km Gleise unterhalten. Du kannst nicht erwarten das dein Ticket von der Gesellschaft subventioniert wird.

Geschrieben von: 218217-8 am 7 Jan 2012, 03:42
QUOTE (BR_103 @ 6 Jan 2012, 21:17)
Hier beisst sich die Katze in den Sack

Was soll die Katze da machen?
Entweder sie beißt sich in den Schwanz, oder man lässt sie aus dem Sack. Im übrigen kann sich allenfalls ein Kater in den Sack beißen ...
laugh.gif laugh.gif laugh.gif

Geschrieben von: Mühldorfer am 7 Jan 2012, 08:02
QUOTE (BR_103 @ 6 Jan 2012, 21:17)
Vergleicht man so ein Projekt mit der Bahn, ist diese für normale kleine Menschen mit wenig Einkommen, Studenten, Geringverdiener, Arbeitslose usw usw usw, ein hohes Luxusgut und fast nicht zu finanzieren.


1. Viele können es sich deshalb nicht leisten weil sie lieber 200€/Monat für PKW-Fixkosten als 250€/Jahr für eine Bahncard ausgeben, für Senioren und Studenten nur 130€!

2. Arbeitslose haben genug Zeit, die können auch mal von Tübingen zum Bruder nach Greifswald an einem Sonnabend fahren und eine Woche bleiben....

41€ und 15:35 statt 135€ und 10:30 mit ICE 94€ netto für 5h im Zug zusätzlich sitzen! 18,80€ netto die Stunde!


41€ für rund 900km, das geht mit keinem PKW, nichtmals ein Fernbus dürfte solche Preise bieten, und das ohne Vorbuchung oder Zugbindung.

Geschrieben von: Bayernlover am 7 Jan 2012, 08:07
QUOTE (yeg009a @ 6 Jan 2012, 19:05)
Schlüsseln wir es mal auf: 1 PKW erzeugt 150 g/km Kohlendioxid - das macht summarum 2850 g/km bei 19 PKWs - ein Bus hingegen erzeugt nur 20 g/km Kohlendioxid. Dh.: Ein Bus emittiert ca. 1,05 g/km/PKW., oder 0,8 g/km/Fahrgast (Nicht eingerechnet sind die Mußfahrer und ex-Bahnfahrer).

Bitte sag mir dass Du Dich einfach nur vertan hast.

Geschrieben von: Autobahn am 7 Jan 2012, 17:02
@ Mühldorfer

Was bitte soll ein Gelegenheitsfahrer (der sonst nur im Verkehrsverbund unterwegs ist) mit einer Bahncard 50 anfangen? Dazu müsste er pro Jahr mindestens 2.500 Kilometer mit der Bahn (im Fernverkehr ICE-Tarif) zurück legen, damit sie sich „lohnt“. Das sind 4,5 Mal Düsseldorf – Berlin. Er hat dann nämlich ganze 0,75 Euro gespart.

Warum das so ist? Eine BC50 kostet 240 Euro, die einfache Fahrt Düsseldorf – Berlin kostet mit BC 53,50 Euro = 240,75 Euro für viereinhalb einfache Fahrten. In der Summe sind das 480,75 Euro.

Die gleiche Relation mit dem Berlin-Linien-Bus kostet in der einfachen Fahrt 33,00 Euro, bei 4,5 Fahrten in der Summe also 148,50 Euro. Um die gleiche Summe wie bei der Bahn zu zahlen zu müssen, könnte er 14,5 Mal (33 x 14,75 = 478,50) mit dem Bus fahren. Bei dieser Häufigkeit zahlt er mit dem ICE allerdings 1.015,75 Euro (53,50 x 14,50 = 775,75 + 240,00 = 1.015,75)! Dafür könne er dann 31 Mal mit dem Bus fahren …..

Der Betreffende will aber nur ein mal nach Berlin und zurück und zahlt hierfür 66,00 Euro. Bei der Bahn sind es 107,00 Euro + 240,00 Euro für die BC50, also 347,00 Euro. Macht zu seinen Lasten 281,00 Euro. Aber da ist er ohne BC50 besser bedient, denn dann beträgt der Mehrpreis bei der Bahn nur 148,00 Euro.

Geschrieben von: NJ Transit am 7 Jan 2012, 18:38
QUOTE (Bayernlover @ 7 Jan 2012, 08:07)
Bitte sag mir dass Du Dich einfach nur vertan hast.

s.o. wink.gif

Geschrieben von: Fastrider am 7 Jan 2012, 23:07
QUOTE (Autobahn @ 7 Jan 2012, 17:02)
Warum das so ist? Eine BC50 kostet 240 Euro, die einfache Fahrt Düsseldorf – Berlin kostet mit BC 53,50 Euro = 240,75 Euro für viereinhalb einfache Fahrten. In der Summe sind das 480,75 Euro.

Diese Rechnung hat noch einen Denkfehler. Du berücksichtigst nicht die Existenz der BC25. Die verschiebt die Amortisation der BC 50 weiter nach hinten. Nämlich erst bei 724 EUR für Normalpreisfahrten. Damit sogar erst ab der 7. einfachen Fahrt.

Geschrieben von: Fastrider am 7 Jan 2012, 23:13
Nochmal was zu den Energiedaten:

VT628: 132 Sitzplätze, 80l Diesel pro 100 km macht dann 0,61 l pro 100 km und Platz

Reisebus: ca. 50 Sitzplätze, 35 l Diesel pro 100 km macht dann 0,7 l pro 100 km und Platz

durchschnittlicher Diesel-PW: 4 Sitzplätze, 6l Diesel pro 100 km macht dann 1,5 l pro 100 km und Platz (ich hab aus Komfortgründen den 5. Platz frei gelassen)


Im HGV kommt allerdings noch der deutlich höhere Materialverschleiss dazu, welcher die Umwelbilanz verhagelt.

Geschrieben von: Autobahn am 7 Jan 2012, 23:28
QUOTE (Fastrider @ 7 Jan 2012, 23:07)
Diese Rechnung hat noch einen Denkfehler. Du berücksichtigst nicht die Existenz der BC25. Die verschiebt die Amortisation der BC 50 weiter nach hinten. Nämlich erst bei 724 EUR für Normalpreisfahrten. Damit sogar erst ab der 7. einfachen Fahrt.

Das ist richtig. Ich habe aber bewusst die BC25 außen vor gelassen, weil Mühldorfer die BC50 ins Spiel gebracht hat. Eine "Amortisation" von 0,75 Euro pro Jahr ist natürlich lächerlich. Mir ging es dabei auch nur um den Vergleich Bus - Bahn wink.gif
Und dabei schneidet auch die BC25 inclusive der Sparpreise schlecht ab.

Allerdings ist sie für Gelegenheitsfahrer günstiger, als die BC50, wenn man nur die Bahnpreise berücksichtigt.

Geschrieben von: Fastrider am 7 Jan 2012, 23:49
QUOTE (Autobahn @ 7 Jan 2012, 23:28)
Das ist richtig. Ich habe aber bewusst die BC25 außen vor gelassen, weil Mühldorfer die BC50 ins Spiel gebracht hat. Eine "Amortisation" von 0,75 Euro pro Jahr ist natürlich lächerlich. Mir ging es dabei auch nur um den Vergleich Bus - Bahn wink.gif
Und dabei schneidet auch die BC25 inclusive der Sparpreise schlecht ab.

Mit Sparpreisen sieht es noch schlechter aus. Für die Strecken München - Hamburg, München - Köln, Frankfurt - München und Nürnberg - Hannover gibt es jetzt kurz vor Buchungsschluss für Dienstag noch jede Menge Sparpreise unter der Amortisationsschwelle der BC50. Gut, wer auf eine ganz bestimmte Verbindung angewiesen ist schut vielleicht in die Röhre. Mit BC25 ist dies sogar zum Bus-Normalpreis konkurrenzfähig, wenn ich annehme, dass das Preisniveau vom Bus beim Preisniveau vom Berlinlinienbus liegt.

Geschrieben von: Autobahn am 8 Jan 2012, 00:16
QUOTE (Fastrider @ 7 Jan 2012, 23:49)
Mit Sparpreisen sieht es noch schlechter aus.

Ich habe mich nur auf die Verbindung Düsseldorf - Berlin konzentriert, was für mich nahe liegend war. Verbindungen, die nicht nach Berlin gehen, fallen ohnehin in der Betrachtung raus, weil es beim Bus keine gibt. Die günstigste Verbindung mit BC25 ist ein CNL für 37 Euro mit unterirdischen Abfahrts- und Reisezeiten, mit BC50 auch mit 53,50 Euro! Letzeres aber auch bei einer normalen ICE Verbindung am helllichten Tage.

Geschrieben von: DumbShitAward am 8 Jan 2012, 01:28
QUOTE (Fastrider @ 7 Jan 2012, 23:49)
Mit Sparpreisen sieht es noch schlechter aus. Für die Strecken München - Hamburg, München - Köln, Frankfurt - München und Nürnberg - Hannover gibt es jetzt kurz vor Buchungsschluss für Dienstag noch jede Menge Sparpreise unter der Amortisationsschwelle der BC50. Gut, wer auf eine ganz bestimmte Verbindung angewiesen ist schut vielleicht in die Röhre. Mit BC25 ist dies sogar zum Bus-Normalpreis konkurrenzfähig, wenn ich annehme, dass das Preisniveau vom Bus beim Preisniveau vom Berlinlinienbus liegt.

Hätte hätte Fahrradkette...

Düsseldorf - Berlin mag ja auch noch kurz vor Buchungsschluss den ein oder anderen Sparpreis geben, versuch so einen Stunt aber mal wenn du z.B. auf der Rheinbahn unterwegs bist. Da kannst du froh sein wenn du drei MONATE vor Fahrt noch irgendetwas bekommst, was um den BC50 Preis ist. Du darfst ja auch nicht vergessen, dass Düsseldorf - Berlin noch eine erhebliche Konkurrenz hat, nämlich das Flugzeug und bei einer Reisezeit von knapp 5 1/2 Stunden schafft das sogar ein Papierticket-Flugreisender* schneller zu sein.

Eine BC50 lohnt sich in der Realität sehr häufig, denn wenn man das Ding schonmal hat, dann nutzt man es auch, lässt das Auto stehen oder fährt irgendwohin, wo man sonst evtl. nicht hingefahren wäre. Alleine durch "spontane" Fahrten (Freundin in Nürnberg besuchen, Tagesausflug nach Augsburg, usw.) könnte ich die Kosten der BC50 im Jahr reinholen... selbiges gilt in krasserer Form

* etwas derogativer Terminus für seltend fliegende Personen, die Möglichkeiten die Reisezeit zu kürzen ablehnen (Checkin am Schalter, ohne Not Gepäck aufgeben, abstruse Karenzzeiten, usw.) - früher "erkennbar" an Tickets in Papierform, welche zeitweise nur mit viel Aufwand und Aufpreis erhältlich waren.

Geschrieben von: Mühldorfer am 8 Jan 2012, 08:45
QUOTE (Autobahn @ 7 Jan 2012, 17:02)
@ Mühldorfer

Was bitte soll ein Gelegenheitsfahrer (der sonst nur im Verkehrsverbund unterwegs ist) mit einer Bahncard 50 anfangen?Bahn nur 148,00 Euro.

Leben und wohnen "nur" im Verkehrsverbund trifft nur für einen kleinen Teil der Bürger zu, sei Hannoveraner und fahre zum Wandern in den Harz, von München nach Branneburg. Als Frankfurter im Winter in die Rhöhn, als Hamburger an die Ostsee, genügend Fahrten, auch spontan und ohne 9:00 Limit im Jahr.

Geschrieben von: 146225 am 8 Jan 2012, 11:39
BC50 und Verbünde ist ein gaaanz schlechtes Thema - entweder der Verbundtarif kennt einen Rabatt für die BahnCard, man löst darüber hinaus oder schlichtweg Fernverkehr - alles möglich, will sagen, mancher Verbundtarif lädt zur BC50-Nutzung erst richtig ein!

Beispiele?

Stuttgart Hbf - Vaihingen (Enz) mit BC50 im IC = 4,75 €, VVS im IRE = 5,90 €

Bietigheim-Bissingen - Vaihingen (Enz) im RE = VVS 3,50 €
Bietigheim-Bissingen - Illingen (1.Bf nach Vaihingen, VPE) mit BC50 = 2,05 €

und so weiter, und so weiter...

Geschrieben von: Autobahn am 8 Jan 2012, 11:52
@ DumbShitAward

QUOTE
Eine BC50 lohnt sich in der Realität sehr häufig, denn wenn man das Ding schonmal hat, dann nutzt man es auch, lässt das Auto stehen oder fährt irgendwohin, wo man sonst evtl. nicht hingefahren wäre. Alleine durch "spontane" Fahrten (Freundin in Nürnberg besuchen, Tagesausflug nach Augsburg, usw.) könnte ich die Kosten der BC50 im Jahr reinholen... selbiges gilt in krasserer Form

Das bringt es auf den Punkt. „Wenn man das Ding schon mal hat.“ Somit werden eigentlich nicht notwendige Fahrten generiert, damit sich die BC50 „amortisiert“. Zusätzliche Kosten entstehen dabei aber dennoch. Und um 2.500 Kilometer im Jahr spontan und privat mit dem Fernverkehr zurückzulegen, muss man schon sehr reiselustig sein. Und bei den 2.500 Kilometern beträgt die Ersparnis gerade mal 0,75 Euro. Richtig interessant wird es aber erst ab der doppelten Kilometerleistung.

@ Mühldorfer

QUOTE
Leben und wohnen "nur" im Verkehrsverbund trifft nur für einen kleinen Teil der Bürger zu, sei Hannoveraner und fahre zum Wandern in den Harz, von München nach Branneburg. Als Frankfurter im Winter in die Rhöhn, als Hamburger an die Ostsee, genügend Fahrten, auch spontan und ohne 9:00 Limit im Jahr.


Hannover – Bad Harzburg: Ersparnis pro Fahrt 9,50 Euro mit BC50, da kannst Du dann alle zwei Wochen in den Harz fahren, damit sich die BC50 „lohnt“. Hamburg – Lübeck geht mit dem RE im Verbund (Schleswig-Holstein-Ticket, keine Anerkennung BC50). München – Branneburg: Ersparnis 7,20 Euro mit BC50 pro Fahrt, das sind 67 Fahrten pro Jahr. Frankfurt – Altenfeld (Rhön) = 16,00 Euro pro Fahrt = 30 Fahrten pro Jahr.

Geschrieben von: Fastrider am 8 Jan 2012, 15:59
QUOTE (DumbShitAward @ 8 Jan 2012, 01:28)
Hätte hätte Fahrradkette...

Düsseldorf - Berlin mag ja auch noch kurz vor Buchungsschluss den ein oder anderen Sparpreis geben, versuch so einen Stunt aber mal wenn du z.B. auf der Rheinbahn unterwegs bist. Da kannst du froh sein wenn du drei MONATE vor Fahrt noch irgendetwas bekommst, was um den BC50 Preis ist. [...]

Eine BC50 lohnt sich in der Realität sehr häufig, denn wenn man das Ding schonmal hat, dann nutzt man es auch, lässt das Auto stehen oder fährt irgendwohin, wo man sonst evtl. nicht hingefahren wäre. Alleine durch "spontane" Fahrten (Freundin in Nürnberg besuchen, Tagesausflug nach Augsburg, usw.) könnte ich die Kosten der BC50 im Jahr reinholen... selbiges gilt in krasserer Form

Nix hätte hätte Fahradkette. Ich habs gerade für Frankfurt - Köln ausprobiert für den 11.1., also der erste mögliche buchbare Tag. Mit BC50 33,50 EUR mit ICE bzw. 22 EUR mit ICE. Sparpreise sind aktuell noch verfügbar zahlreiche für 49 EUR (36,75 EUR mit BC25) mit ICE und 24 EUR (18 EUR mit BC25) oder 29 EUR (21,75 EUR mit BC25). gut, wenn man angewiesen ist, zu einer ganz bestimmten Zeit zu fahren, kann es schon 59 EUR (44,25 EUR mit BC25) kosten.

Es ist halt nicht jeder so ein reiselustiger Typ wie du oder beruflich viel unterwegs. Ich bring es nur auf 8 - 12 grössere Fahrten innerhalb Deutschlands pro Jahr, und zwar nicht nur per Bahn, sondern mit allen Verkehrsmitteln. Dank Flugsteuer und Sparpreise ohne Wochenendbindung jetzt praktisch immerhin gar nicht mehr mit dem Flugzeug. Entsprechend schlecht könnte sich auch eine BC50 amortisieren.

Geschrieben von: 146225 am 8 Jan 2012, 18:21
QUOTE (Autobahn @ 8 Jan 2012, 11:52)
Hamburg – Lübeck geht mit dem RE im Verbund (Schleswig-Holstein-Ticket, keine Anerkennung BC50).

Oder per Fernverkehr, kostet 9,50 € einfach für den BC-50-Inhaber.

Der SH-Tarif gönnt einem allerdings doch 25% Rabatt auch als BC-50-Inhaber.

Geschrieben von: Autobahn am 8 Jan 2012, 19:14
@ 146225

Sind zwar nur 8 Euro bei BC50 mit dem IC, aber das erhöht wieder die notwendigen Fahrten, um eine BC zu "armortisieren".

Grundsätzlich gilt doch, das sich eine BC50 erst dann lohnt, wenn man im Jahr mindestens 480 Euro für Bahnfahrten ausgibt. Das mag zwar bei den Mitgliedern im Forum häufig vorkommen, doch ist das kein repräsentativer Durchschnitt in der Bevölkerung.

Geschrieben von: Fastrider am 8 Jan 2012, 23:51
QUOTE (Autobahn @ 8 Jan 2012, 19:14)
Grundsätzlich gilt doch, das sich eine BC50 erst dann lohnt, wenn man im Jahr mindestens 480 Euro für Bahnfahrten ausgibt. Das mag zwar bei den Mitgliedern im Forum häufig vorkommen, doch ist das kein repräsentativer Durchschnitt in der Bevölkerung.

Sorry, dass ich mich wiederhole, aber du hast schon wieder die Existenz der BC25 unterschlagen. Diese verschiebt die Amortisationsgrenze der BC50 auf 724,00 EUR zum unermässigten Tarif, also Normalpreis.

Im Bereich zwischen 236,00 EUR und 724,00 EUR ist die BC25 die beste Wahl.

Geschrieben von: Autobahn am 9 Jan 2012, 00:04
QUOTE (Fastrider @ 8 Jan 2012, 23:51)
Im Bereich zwischen 236,00 EUR und 724,00 EUR ist die BC25 die beste Wahl.

Du hast natürlich Recht, wenn Du mögliche Sparpreise berücksichtigst. Es ging mir allerdings nur um die Verfechter der BC50 (Ich kann fahren wann ich will und bekomme immer 50 Prozent wink.gif ) Die blenden die 240 Euro für die BC50 meistens aus.

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