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Regio S-Bahn Donau-Iller [Zur Themenübersicht]
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ropix
  Geschrieben am: 22 Dec 2015, 16:27


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Heute wurde ein neuer Verein gegründet der diese S-Bahn auf den Weg bringen will. Das soll dann etwa so aussehen. Sprich auf den Linien rund um Ulm herum in insgesamt 8 S-bahnen die jeweils in Ulm Hbf enden, lediglich zwei Linien die durchfahren. Man hätte also auch 10 Linien haben können... Interessant find ich die S4 die in Günzburg kopf macht und dann über Mindelheim nach Memmingen fährt. Je nach Ausbau kann die S1 (Geislingen - Biberach) und S7 (Ulm - Aulendorf) schon elektrisch fahren, bei der S4 (die direkte Linie nach Memmingen) könnte das auch noch passieren.

QUOTE
Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller gegründet
Sechs Landkreise und drei Städte gründen Verein im Gebiet der Region Donau-Iller und Teilen der Region Ostwürttemberg zum Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs
Die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Günzburg, Heidenheim, Neu-Ulm, Unterallgäu und die Städte Memmingen, Neu-Ulm und Ulm nehmen in den kommenden Jahren 1,6 Mio. Euro in die Hand für den Aufbau einer regionalen S-Bahn. Sie setzen damit ein starkes Zeichen an die Länder Bayern und Baden-Württemberg sowie an den Bund, dass man den Schienenpersonennahverkehr in der Region Donau-Iller und Teilen der Region Ostwürttemberg zeitnah verbessern möchte.
Am 22. Dezember 2015 fand die Gründungsversammlung des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller statt. Die Städte und Landkreise sind die Gründungsmitglieder, geplant ist nun, alle betroffenen Kommu-nen und weitere Körperschaften als Mitglieder des Vereins zu gewinnen. Im kleinen Sitzungssaal des Rathauses Ulm unter-schrieben die Landräte und Oberbürger-meister der Gebietskörperschaften die Vereinssatzung und die Gründungsurkunde. Zum Vorsitzenden des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller wurde ........................ gewählt. Stellvertretender Vorsitzender ist …………….....
Das Ziel des neuen Vereins mit Sitz im gemeinsamen Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm ist die rasche Realisierung der im Rahmen der Stadt-Umland-Mobilitätskonzeption „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ geplanten Maß-nahmen zur Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs in der Region Donau-Iller und Teilen der Region Ostwürttemberg. Die geplanten Maßnahmen umfassen den Bau von fast 30 neuen und optional vorgesehenen Haltepunkten, die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Schieneninfrastruktur in der Region sowie die Verbesserung des Bedienangebotes auf der Schiene. Es wird Aufgabe des Vereins sein, die ersten Planungsschritte für die not-wendigen Infrastrukturmaßnahmen zu koordinieren und auch zum Teil zu über-nehmen. Dem Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller stehen in den ersten drei Jahren hier-für ca. 1,6 Millionen Euro aus freiwilligen kommunalen Leistungen der Gründungsmitglieder zur Verfügung.
Zur Erfüllung seiner Aufgaben wird der Verein mit einer eigenen Geschäftsstelle, eigenem Personal und eigenem Haushalt ausgestattet.
Die Konzeption „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ wurde federführend vom Regionalverband Donau-Iller, in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ostwürttemberg, gemeinsam mit den Ländern Bayern und Baden-Württemberg entwickelt. Erste Maßnahmen, wie zum Beispiel die Reaktivierung der Bahnstrecke Senden – Weißenhorn für den Personenverkehr oder die Instandsetzung und regelmäßige Bedi-nung des Haltepunktes in Rottenacker, wurden bereits umgesetzt. Für die rasche Realisierung der weiteren Maßnahmen ist eine eigenständige regionsübergreifende Organisationsform mit  starkem politischem Mandat erforderlich. Diese wurde mit dem Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller geschaffen. Die Regionalverbände Donau-Iller und Ostwürttemberg werden weiterhin das Projekt „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ betreuen. Ebenso wie die Interessengemeinschaften von Bahnstrecken im Kooperationsraum werden die Regionen im Beirat des neuen Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller mit beratender Stimme vertreten sein.

Quelle

http://www.rvdi.de/aktuelles/meldungen/201...onau-iller.html

Den Herrn ........................ und ……………..... wünsche ich sehr viel Erfolg bei der Umsetzung des Planes.

/Edit: Mittlerweile sind die Punkte auch mit Namen versehen.
QUOTE
Zum Vorsitzenden des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller wurde Herr Erster Bürgermeister Gunter Czisch (Stadt Ulm) gewählt. Stellvertretender Vorsitzender ist Herr Landrat Thorsten Freudenberger (Landkreis Neu-Ulm).


Bearbeitet von ropix am 22 Dec 2015, 16:52

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Alex101
  Geschrieben am: 22 Dec 2015, 16:40


Routinier


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Artikel vom BR dazu: Tuning für Nahverkehr in Donau-Iller-Region
Dort ist von 74 Mio. Euro Gesamtkosten für den Infrastrukturausbau die Rede. Ich habe leider ernsthafte Zweifel, dass diese Summe in absehbarer Zeit auftreibbar sein wird. Außerdem wird sich zeigen müssen wie viel des geplanten 30-Minuten-Takts auf den Außenästen dann noch übrig bleibt.
Ich hoffe trotzdem, dass es ein Erfolg wird.

@ropix: Gibt es eine besonderen Grund warum du die beiden Herren (immerhin ein Bürgermeister und ein Landrat) nicht namentlich genannt hast? Wenn ich meinen Namen für eine Pressemitteilung hergebe, sollte ich kein Problem damit haben in diesem Zusammenhang genannt zu werden.
    
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ropix
  Geschrieben am: 22 Dec 2015, 16:49


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QUOTE (Alex101 @ 22 Dec 2015, 17:40)
@ropix: Gibt es eine besonderen Grund warum du die beiden Herren (immerhin ein Bürgermeister und ein Landrat) nicht namentlich genannt hast? Wenn ich meinen Namen für eine Pressemitteilung hergebe, sollte ich kein Problem damit haben in diesem Zusammenhang genannt zu werden.

Weil sie schlicht nicht drinstanden. Ich habe an der Pressemitteilung nichts geändert, ich habe sie nur gecopypastet. Jetzt hat man die Namen offensichtlich nachgereicht.

QUOTE
Zum Vorsitzenden des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller wurde Herr Erster Bür-germeister Gunter Czisch (Stadt Ulm) gewählt. Stellvertretender Vorsitzender ist Herr Landrat Thorsten Freudenberger (Landkreis Neu-Ulm).


Bearbeitet von ropix am 22 Dec 2015, 16:53

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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 22 Dec 2015, 22:44


Kaiser


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Man könnte vom umgekehrten St Floriansprinzip sprechen. Das ursprüngliche lauet: "Oh heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd's andere an". Hier heisst es: "Oh lieber Bund, fördere mein Nahverkehrsprojekt, und schick das andere bachab". Die gleichen Politiker, die "ihr" Nahverkehrsprojekt als das allerwichtigste anpreisen, stimmen im Bundestag einem Bundeshaushalt zu, der deutschlandweit pro Jahr nur lächerliche 333 Mio Euro für Schienennahverkehrsprojekte vorsieht. Zählt man alle Projekte des GVFG zusammen, ist dieser Topf 20-ig fach überzeichnet. Die Wähler merken diesen Widerspruch (noch) nicht. Wer öffnet ihnen die Augen?

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ropix
  Geschrieben am: 23 Dec 2015, 01:08


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Da sind momentan wie viele Bundestagsabgeordnete dabei und wie viel von den damit verbundenen Projekten muss der Bund mitbezahlen?

Also ich mein, ich stimme dir voll und ganz zu, aber ausgerechnet hier ist der Kommentar ein bisschen fehl am Platz. Die weiteren Bahnhöfe zahlt BEG / 3 Löwen, lediglich der Ausbau Ulm-Senden auf zwei Gleise ist ganz und gar vom GVFG abhängig imho. Brenzbahn hieß es doch mal irgendwann, wenn nötig zahlt das Land allein.

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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 23 Dec 2015, 05:49


Kaiser


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Alle Schienennahverkehrsprojekte, die mehr als 50 Mio Euro kosten, können durch das GVFG mit 60% vom Bund gefördert werden. Bis vor Kurzem sollte das GVFG 2019 auslaufen. Es werden sogar einzelne Teilprojekte unter 50 Mio Euro Gesamtkosten finanziert, wenn alle Projekte zusammengenommen mehr als 50 Mio kosten. Siehe Breisgau S-Bahn. Projekte, die ausschliesslich vom Land und nicht vom Bund finanziert wurden (bzw. werden sollen), fallen mir jetzt nur die folgenden ein: Elektrifizierung Dachau-Altomünster und Sendlinger Spange.

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Iarn
  Geschrieben am: 7 Jul 2016, 15:15


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SWP Regionalverband legt neue Studie zur Regio-S-Bahn vor

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Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 7 Jul 2016, 17:48


Kaiser


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QUOTE
Bayerische Donautalbahn Das Ziel für die Strecke Ulm-Günzburg ist ein verlässlicher Halbstundentakt. Neben dem Fugger-Express und den Zügen des Anbieters Agilis sollen zwei Regio-S-Bahnen auf der Strecke unterwegs sein und vor allem den Takt an den beiden zusätzlich geplanten Haltestellen in Burlafingen und im Neu-Ulmer Industriegebiet sicherstellen.

Halbstundentakt zusätzlich zum Fugger-Express und Agilis? Wer soll damit fahren? Im Berufsverkehr wäre etwas Verstärkung sicherlich ganz interessant, aber sonst könnten diese Züge eigentlich nur zweckmäßig sein, wenn man den beiden REs dann Halte streicht, um sie zu beschleunigen. Denn gerade dieser Streckenabschnitt dürfte der am wenigsten attraktivste für Fahrgastzuwachs sein, schließlich existiert bereits ein angenäherter Halbstundentakt und bis auf den Halt Nersingen (und die beiden zitierten Zusatzhalte) gehört die Strecke nicht zum DING-Verbund.


Ansonsten: Okay, wieder zurück zu mehr Liniendurchbindungen. In der letzten Studie war man davon abgerückt und hatte außer Biberach-Geislingen alle Linien am Ulmer Hauptbahnhof verenden lassen.
    
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viafierretica
  Geschrieben am: 7 Jul 2016, 20:35


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Alter: 49



QUOTE (Lobedan @ 7 Jul 2016, 18:48)
Halbstundentakt zusätzlich zum Fugger-Express und Agilis? Wer soll damit fahren? Im Berufsverkehr wäre etwas Verstärkung sicherlich ganz interessant, aber sonst könnten diese Züge eigentlich nur zweckmäßig sein, wenn man den beiden REs dann Halte streicht, um sie zu beschleunigen. Denn gerade dieser Streckenabschnitt dürfte der am wenigsten attraktivste für Fahrgastzuwachs sein, schließlich existiert bereits ein angenäherter Halbstundentakt und bis auf den Halt Nersingen (und die beiden zitierten Zusatzhalte) gehört die Strecke nicht zum DING-Verbund.


Ansonsten: Okay, wieder zurück zu mehr Liniendurchbindungen. In der letzten Studie war man davon abgerückt und hatte außer Biberach-Geislingen alle Linien am Ulmer Hauptbahnhof verenden lassen.

Vor allem: wie sollen die fahren? Sind da wirklich noch Trassen frei, auf der legendäre Magiastrale für Europa - oder doch eher Magistrale für den Vorortverkehr von Ulm?
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 7 Jul 2016, 21:21


Kaiser


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Alter: 28



Momentan wäre das wohl eng bzw. ginge nur zulasten des Güterverkehrs. Oder man muss die S-Bahn dann an jedem Halt auf die Seite nehmen, Überholungsmöglichkeiten hätte man an sich. Und ein wenig würde man vielleicht darüber gewinnen, dass die REs dann beschleunigt fahren.
Ansonsten: Nicht vergessen, dass das ein langfristiges Konzept ist, dass noch 10 bis 15 Jahre Realisierungszeit vor sich hat. Ulm-Augsburg soll für den Fernverkehr um Gleise ausgebaut werden, darüber wären Trassen auf der Altstrecke frei. Die meisten Strecken rund um Ulm wurden ja auch gerade erst ausgeschrieben bzw. neu vergeben, bis so ein S-Bahnkonzept dann ausgeschrieben werden kann, vergehen also noch viele Jahre, in denen infrastrukturseitig zumindest ein bisschen was passieren kann.

Bearbeitet von Lobedan am 7 Jul 2016, 21:21
    
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Jogi
  Geschrieben am: 8 Jul 2016, 09:49


Kaiser


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QUOTE (Lobedan @ 7 Jul 2016, 18:48)
Halbstundentakt zusätzlich zum Fugger-Express und Agilis? Wer soll damit fahren?

Hm, vielleicht interpretiere ich in die Liniennetz-Grafik (also das rechte der beiden Bilder im aktuellen SWP-Artikel) zu viel rein, wenn mir zwischen diesem und den im Artikel beschriebenen Angeboten einige Diskrepanzen auffallen. Allerdings ist die Studie wohl (noch?) nicht online gestellt, so dass ich es nicht überprüfen kann.

Wie auch immer, im Liniennetz sind einige Linien abschnittsweise doppelt einzeichnet (S1 Geislingen--Ulm--Laupheim Stadt, S3 Weißenhorn--Ulm, S5 Illertissen--Ulm). Das verstehe ich als anvisierten Halbstundentakt auf diesen Abschnitten, was so auch aus dem Artikel hervorgeht: von Ulm aus geht's halbstündlich
  • nach Illertissen und Weißenhorn (S5 und S3, d.h. 4x je Stunde Ulm--Senden),
  • bis Ummendorf (südl. v. Biberach) durch Überlagerung S1 (über Laupheim Stadt) mit S6 (nur Laupheim West),
  • nach Blaubeuren durch überlagerte S5 plus S7 und
  • nach Geislingen (S1).

Dagegen heißt es im Artikel zum einen, Laupheim Stadt solle "ein Mal pro Stunde angefahren werden", außer "einzelne Züge" (was auch immer das heißen soll) hielten nicht in Laupheim-West, Erbach oder Ulm-Donautal, während auf der S1 anscheinend zwischen Geislingen und Laupheim Stadt ein Halbstundentakt angedacht ist; zum anderen solle nach Günzburg ein Halbstundentakt angeboten werden, während die S4 nur einmal eingezeichnet ist.

Außerdem sind auch die Expresslinien samt Haltefrequenz im Liniennetz hinterlegt, so z.B. auf der Südbahn zwei graue Linien eingezeichnet: einmal der "Sprinter" mit Halt in Ulm Hbf, Biberach und Aulendorf, einmal der "Express" mit Halt in Ulm Hbf, Erbach, Laupheim West, vrmtl. Schemmerberg (!), Biberach, Bad Schussenried und Aulendorf.

Auf der Strecke Ulm--Günzburg dagegen sind eingezeichnet: zwei graue Linien (für Fugger und Agilis), eine schwarze Linie, durchgezeichnet auf die SFS nach Stuttgart, also vrmtl. der Fernverkehr, sowie natürlich die S4. Der Grafik nach sollen alle vier Linien an allen Halten halten, auch an den beiden neuen Haltepunkten, die lt. Artikel nur durch die S-Bahn angebunden werden sollen... blink.gif

Die Diskrepanz ist vor allem auffällig, weil auf den anderen Ästen augenscheinlich akurat auch die abweichende Haltefrequenz eingezeichnet wurde. Nicht nur am Beispiel der Südbahn ist das zu erkennen, auch bei der Brenzbahn gen Langenau--Heidenheim ist beispielsweise der Halt in Ulm Messe nur der S3 zugewiesen, während die S2 und der "Express" dort durchfahren. Das wiederum wird auch im Artikel aufgegriffen.

Fährt nun die S1 halbstündlich bis zum Laupheimer Stadtbahnhof oder nur stündlich? Es ist anscheinend angedacht - möglich ist es auf jeden Fall, bereits heute wird der Stadtbahnhof im Schülerverkehr halbstündlich bedient. Aus nicht genannten Gründen muss der zweite Zug der Regio-S-Bahn je Stunde beschleunigt werden, vielleicht um eine angemessene Wendezeit zu erreichen. Ohne einen Blick in die Studie wird man das nicht beantworten können.

Speziell für den Abschnitt Ulm--Günzburg würde ich die getätigten Aussagen zum angedachten Angebot unter Vorbehalt stellen. Zum einen wie angesprochen durch die unbekannten Variablen (FV, möglicher Ausbau), von denen eigentlich alles abhängt, zum anderen wie bereits angemerkt: je Stunde 2 - 3x FV, 2x RE/ag, 2x Regio-S-Bahn und noch dazu der Güterverkehr dürfte auf der bestehenden Infrastruktur nicht durchgängig von 6 bis 20 Uhr (oder wie lange auch immer der sbahnlogo.gif-Halbstundentakt angeboten werden soll wink.gif) fahrbar sein.

Erster großer Klotz, der Ulmer Hbf soll nicht um einen weiteren Bahnsteig erweitert werden. Ist eine halbstündliche S4 im Ulmer Hbf noch unterzubringen; soll sie über die "Augsburger" Gleise einfahren und entsprechend an Gleis 25-27 wenden, wo Fugger und Agilis noch stehen oder über die "Sendener" Gleise einfahren und irgendwo an Gleis 3-8 wenden, wo neben den anderen S-Bahnen auch noch die Expresszüge stehen?
Der Bahnhof Nersingen (recht mittig zwischen Ulm und Günzburg) ist noch mit niveaugleichem Zugang über die Gleise zum Mittelbahnsteig gesegnet wie anno dazumal. Fährt ein Zug Richtung Günzburg durch, ist kein Zugang zum Bahnsteig Richtung Ulm möglich, ebenso wenn ein Zug nach Ulm hält. Ein Umbau wird gefordert, geplant ist noch nichts. Vorher kann dort IMHO kein zeitlich angemessener Zugang angeboten werden?
Überholgleise gibt es heute nur in Nersingen (Gleis 3, am Mittelbahnsteig) und in Unterfalheim, dazu kommen noch die Gleispaare Ulm--Neu-Ulm, wobei hier die anderen Strecken (Illertalbahn, Südbahn) mit beachtet werden müssen - wie können noch Güterzüge durchgeschleust werden, wenn der Fernverkehr mal ein paar Minuten Verspätungen haben sollte?

Es sollte wohl eher so verstanden werden: Ein Halbstundentakt ist zwischen Ulm und Günzburg gewünscht und im Sinne der Angebotsharmonisierung (halbstündlich im Kernnetz) wünschenswert. Weil der konkrete, wohl nötige Ausbau und die Kapazitäten im Ulmer Hbf noch nicht absehbar sind, geht man von einer stündlichen Durchbindung aus. Zusammen mit dem bestehenden Regio-Verkehr hätte man damit immerhin an den heutigen Halten Günzburg, Leipheim und Nersingen drei Fahrten je Stunde nach Neu-Ulm und Ulm.

QUOTE (Lobedan @ 7 Jul 2016, 18:48)
Ansonsten: Okay, wieder zurück zu mehr Liniendurchbindungen. In der letzten Studie war man davon abgerückt und hatte außer Biberach-Geislingen alle Linien am Ulmer Hauptbahnhof verenden lassen.

Mein letzter Stand war dieser Pressetext von Dezember 2015 anlässlich der Gründungsversammlung (PDF) des Vereins RSB-DI. Auf S. 2 ist ein Liniennetz eingezeichnet. Im Vergleich dazu fällt auf:
  • S3 alt Sontheim--Ulm wird zu S3 neu Sontheim--Ulm--Weißenhorn
  • S5 alt Blaubeuren--Ulm--Weißenhorn wird zu S5 neu Blaubeuren--Ulm--Illertissen--Memmingen/Tannheim
  • S6 alt Ulm--Memmingen/Tannheim geht in S5 neu auf
  • S7 alt Ulm--Aulendorf wird zu S6 neu
  • S8 alt Ulm--Riedlingen wird zu S7 neu

S1 Geislingen--Ulm--Ummendorf, S2 Aalen-Ulm bleiben und S4 Ulm--Krumbach--Memmingen/Tannheim unverändert.
Man hat also Möglichkeiten gefunden, drei statt zwei Durchbindungen mit akzeptabler Standzeit in Ulm Hbf anzubieten.
(Klarstellung: keine Kritik an Deinen Ausführungen, soll lediglich das "mehr" spezifizieren)

Bearbeitet von Jogi am 8 Jul 2016, 09:51
    
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Naseweis
  Geschrieben am: 8 Jul 2016, 13:39


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QUOTE (Jogi @ 8 Jul 2016, 10:49)
Fährt nun die S1 halbstündlich bis zum Laupheimer Stadtbahnhof oder nur stündlich? Es ist anscheinend angedacht - möglich ist es auf jeden Fall, bereits heute wird der Stadtbahnhof im Schülerverkehr halbstündlich bedient. (...)

Auch der Weißenhorner Ast soll nun zukünftig im 30-min-Takt bedient werden. Das scheint mir auch neu.

Ich halte mehr als insgesamt vier Regionalzüge pro Stunde für diesen Strecken für ein Überangebot, bei diesen beiden wäre es je fünf. Ein 30-min-Takt schnellerer Regionalzüge und ein 30-min-Takt S-Bahnen sollten den Bedarf gut abdecken können. Wenn die Nachfrage auf diesen Strecken tatsächlich höher als auf anderen ist, muss man mit längeren Zügen (Bahnsteiglängen entsprechend planen!) reagieren. Für die abzweigenden Äste nach Laupheim Stadt und Weißenhorn könnte zur HVZ mittels einer stündlichen Flügelung der 30-min-Takt hergestellt werden. So sollte man sich den Ausbau bis Weißenhorn sparen und in Ulm weniger Probleme mit den knappen Bahnsteigen haben. Dumm dabei, dass man in Laupheim-West derzeit nicht flügeln kann.


QUOTE
Erster großer Klotz, der Ulmer Hbf soll nicht um einen weiteren Bahnsteig erweitert werden. Ist eine halbstündliche S4 im Ulmer Hbf noch unterzubringen; soll sie über die "Augsburger" Gleise einfahren und entsprechend an Gleis 25-27 wenden, wo Fugger und Agilis noch stehen oder über die "Sendener" Gleise einfahren und irgendwo an Gleis 3-8 wenden, wo neben den anderen S-Bahnen auch noch die Expresszüge stehen?

Auf den Gleisen 3-8 ist vermutlich überhaupt kein Platz für die Günzburger Züge. Im Prinzip könnte ich mir noch vorstellen, dass man eine S-Bahn-Linien Geislingen-Günzburg auf den Gleisen 1/2 zwischen dem Fernverkehr durchschleust. Der Gedanke dabei ist, dass die (I)RE im kurzen Abstand zum Fernverkehr im 30-min-Takt fahren und die S-Bahn ca. 15 min versetzt zum Fernverkehr in der größeren Lücke fährt. Das passt natürlich nicht zu den hier dargestellten Durchbindungen.

Die Bahnsteigbelegung würde ich mir prinzipiell so vorstellen, wenn alle S-Bahnen (exkl. Memmingen) durchgebunden würden:
CODE

Gleis 26                                                                                            Takt-60 RV Regensburg <>-----
Gleis 25                                                                                              Takt-60 RV München <>-------      zusammen Takt-30 Günzburg
                         ##################################################
Gleis 1 ----------- Takt-30 FV Mannheim <<< München --- Takt-30 S1 Geislingen <<< Günzburg ---------     zeitlich versetzt, zur HVZ noch zusätzlicher FV
Gleis _ ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gleis 2 ----------- Takt-30 FV Mannheim >>> München --- Takt-30 S1 Geislingen >>> Günzburg ---------     zeitlich versetzt, zur HVZ noch zusätzlicher FV
                         ##################################################
Gleis 3 ---------------------------------- Takt-30 RV Stuttgart <<< Bodensee ---------------------------------      abwechselnd Filstal und Alb-SFS, zur HVZ zusätzlich RV Filstal
Gleis 4 ---------------------------------- Takt-30 RV Stuttgart >>> Bodensee ---------------------------------      abwechselnd Filstal und Alb-SFS
Gleis 5 --------<> Takt-60 RV Aalen ####################### Takt-60 S4 Memmingen <>----      S Memmingen ggf. auf Gleis 6
                         ##################################################                     vorrangiger RV-Bahnsteig!
Gleis 6 ------------------<> Takt-60 RV Sigmaringen -------------- Takt-60 RV Kempten <>-----------------      Doppelbelung, zusammen ca. Takt-30 Memmingen
Gleis 7 --------- Takt-30 S3 Blaub. <<< Illert./Weißenh. --- Takt-30 S2 Sonth. <<< Biber./Lauph. -------      Doppelbegung
                         ##################################################                     vorrangiger S-Bahnsteig!
Gleis 8 --------- Takt-30 S3 Blaub. >>> Illert./Weißenh. --- Takt-30 S2 Sonth. >>> Biber./Lauph. -------      Doppelbegung


- Die S1 Geislingen - Günzburg wäre die unwichtigste, vom FV abhängige Linie (ggf. Wackeltakt), welche bereits heute vollständig elektrisch fahren könnte (exkl. Mittelschwabenbahn).
- Die S2 Aalen/Sontheim - Laupheim/Biberach/Aulendorf wäre die stärkste Linie, welche dazu bald elektrisch verkehren könnte.
- Die S3 Riedlingen/Blaubeuren - Weißenhorn/Illertissen wäre die mittlere Linie, bei der die Elektrifizierung wohl noch recht unwahrscheinlich ist.
- Die S4 Ulm - Memmingen wäre keine Durchmesserlinie und würde nur im Stundentakt fahre. Sie ist die RB-Ergänzung zum Kemptener RE, zusammen ungefährer 30-min-Takt.

Bei einem ungefähren 15-min-Takt nach Günzburg sollte man anderseits aber auch die FV-Takthalte in Günzburg aufgeben. Verstärker-IC(E) zur HVZ können natürlich weitherin halten.

Gruß, naseweiß

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Für gnadenlose Vertaktung und strategische Ausbauten!
Jede Stunde, jede Klasse - willkommen auf der Gäubahn!
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 8 Jul 2016, 17:07


Kaiser


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Weißenhorn Takt 30 habe ich auch vorher schon mal gelesen und wäre zumindest in der HVZ in Lastrichtung sinnvoll. Gerade morgens schaufeln die Züge ordentlich Pendler und vor allem Unmengen an Schülern nach (Neu-)Ulm und nachmittags wieder zurück. Dafür haben die Züge am späten Vormittag eine erschreckend geringe Auslastung. Die Memminger Züge sind ganztägig recht gut genutzt, nur die Illertissen-Taktverstärker sind heute eigentlich teilweise deplatziert, habe ich den Eindruck. Da wäre noch Luft nach oben.
So ein Flügelszenario in Senden kann ich mir aber durchaus vorstellen, vielleicht dann einfach nur für die HVZ/in Lastrichtung: Normal Takt 60 für Weißenhorn und Memmingen und dazu ein Taktverstärker, der in Senden nach Weißenhorn und Illertissen (ggf. darüber hinaus) geflügelt wird. Weiter als bis nach Kellmünz (DING-Grenze) dürfte es dann aber schon wieder nicht sinnvoll sein, zumal zumindest ab Ulm Hbf der RE gen Memmingen dann eh schneller ist als die RB. Da wäre es vielleicht einfach sinnvoll, dem RE erstmal den Halt Neu-Ulm zu spendieren, anstatt direkt zweimal Takt 30 zu fahren.
Wäre dann noch zu prüfen, wie viel Ausbauten auf der Strecke dann nötig sind. Gerlenhofen soll ja verlegt und dann hoffentlich häufiger bedient werden. Zweigleisigkeit bis Senden wäre heute schon sinnvoll, um die Kreuzungszwangspunkte zu reduzieren. Und Senden selbst gehört auch umgebaut, dort wird ebenfalls noch direkt über die Gleise gelaufen.


@Jogi: Danke für deine Ergänzungen. Habe gerade nicht so viel Zeit, aber ich schreibe später vielleicht noch etwas zu ein paar Punkten.
    
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Didy
  Geschrieben am: 8 Jul 2016, 17:22


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QUOTE (Lobedan @ 8 Jul 2016, 18:07)
Und Senden selbst gehört auch umgebaut, dort wird ebenfalls noch direkt über die Gleise gelaufen.

Das ist schon in Planung. Ich hab aber gerade keine Eckdaten mehr im Kopf.

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ropix
  Geschrieben am: 8 Jul 2016, 18:41


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Bliebe die Frage ob man nicht schneller in Ulm ist als in Senden zu vereinen.

Senden wird umgebaut, ja, äh, ist nachdem man die Abschaffung der Schrankenlösung abgelehnt hat jetzt aber auch erstmal irgendwie in der Warteschleife.

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