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[CZ] Ein Jahrhundertsommer in Mähren, ...wenn sogar der T6 vor Hitze stöhnt... [Zur Themenübersicht]
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  Geschrieben am: 18 Apr 2019, 13:27


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Die Umsteiger von der Linie 7 aus der Innenstadt werden noch aufgenommen, dann pfeift ein Mitarbeiter und wir fahren gut gefüllt ab.
Bereits an den nächsten beiden Haltestellen leert es sich merklich und wir fahren anschließend quasi lokalbahnartig durch Wald. Fototechnisch scheint mir die Strecke jedenfalls ziemlich anspruchsvoll und motivarm zu sein. Um für die Rückfahrt den Tatrakurs nehmen zu können, verbringen wir eine halbe Stunde an der ländlichen Endstation Zátisí und erkunden die Umgebung.
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Dunkle Wolken ziehen auf, doch es regnet nicht. Dennoch spürt man eine gewisse Abkühlung und auch in den Fahrzeugen ist es nicht mehr unerträglich heiß, als wir mit Höchstgeschwindigkeit zurück ins Zentrum rasen.
Eine Gruppe junger Männer, die schon zwei Bier zu viel intus haben, tun sich offensichtlich schwierig mit der Entscheidung, an dieser oder erst der nächsten Haltestelle auszusteigen. Zwei stehen auf, der Rest bleibt sitzen. Dann setzen sich wieder alle hin. Einer steigt dann doch aus und ein zweiter folgt, wird aber in den sich inzwischen schließenden Türen eingeklemmt. Die Fahrerin gibt noch mal frei, lässt ihn aussteigen und will die Türen wieder schließen. Inzwischen haben sich die anderen entschieden, auch aussteigen zu wollen und der nächste wird wieder eingeklemmt. Schließlich schaffen es doch alle heil nach draußen…

In der Innenstadt suchen wir nach einer guten Gelegenheit fürs Abendessen.
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Bevor wir zurück zum Bahnhof fahren, begegnet uns noch 1337 an der Haltestelle Stodolní.
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Los geht´s.
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Da wir früh dran sind, bleibt noch Zeit für einen Zwischenstop am námestí S. Cecha.
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  Geschrieben am: 18 Apr 2019, 13:27


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Der Bahnhof…
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…mit Obuswendeschleife…
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…und Tramwendeschleife.
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Der R aus Bohumín kommt pünktlich und jetzt ist die Gelegenheit für ein eigenes Abteil mit Übersatzfenstern perfekt. Der kühle Fahrtwind sorgt endlich mal für eine angenehme Temperatur.
Reger Ablaufbetrieb herrscht im Gbf Ostrava. Bereits in Ostrava-Svinov warten wir auf einen Anschluss und setzen die Fahrt mit +5 fort. Planmäßig sollen wir um 22:53 Uhr zurück in Brno sein. Noch besteht eine geringe Chance, den Nachbusknoten um 23:00 Uhr zu erreichen.
Als die Klotzbremsen ihren Dienst verrichten, wird es so laut, dass wir das Fenster schließen müssen. Die Müdigkeit macht sich bemerkbar, wir legen uns quer über die Sitzbänke hin, die Regenjacken als Kissen. Ein Hoch auf Abteilwagen.
Der Tf ist zügig unterwegs und bringt den Zug in den Bahnhöfen mit kreischenden Bremsen zum Stehen. So sinkt die Verspätung leicht.
Der Gegenzug rauscht in der gelben Bahnhofsbeleuchtung funkelnd vorbei. Dumdadedim. Važení cestující, Rychlík cislo 823 spolecnost Ceské drahy ze smeru Bohumín, který dalé pokracuje smer Brno hlavní nádraží, pravidelný odjezd ve 20 hodin 54 minuty odjede z prvního nástupište na ctvrtý kolej. Prosíme ukoncete nástup, vlak je pripraven k odjezdu. Dadong.
Pfeif. *Lampe schwenk*
Rumms!
*Bestätigendes Winken*
Rumms! Und Abfahrt.

In Prerov fangen wir und 10 Bonusminuten ein – Warten auf Anschluss, was denn sonst. Der EC Warschau – Wien hat +120 wegen – Überraschung: Verspätung aus dem Ausland.
Sieben Umsteiger hechten mit Koffer die Treppe hoch, dann fahren wir mit +12 weiter. Damit können wir den Anschluss zum Nachtbus vergessen.

Zwei besoffene Männer fuchteln mit einer Wodkaflasche auf dem Bahnsteig herum. Diese drücken sie einem jungen Mann ein Abteil weiter durch das geöffnete Fenster in die Hand. Er nimmt ein Schluck und reicht sie den ein paar Schritte mit dem anfahrenden Zug mitlaufenden Männern zurück. Ich hätte die Flasche an seiner Stelle ja einfach behalten…

In Nezamyslice müssen wir den Gegenzug abwarten. Unser Zug rollt ganz langsam und noch langsamer und noch langsamer auf das rote Signal zu. Inzwischen sind Spitzenlichter in der Ferne erkennbar. Noch bisschen langsamer… Der Gegenzug rattert an uns vorbei. Mit höchstens noch 1 km/h rollend springt das Signal auf Fahrt und wir rauschen weiter durch die Nacht.
Die sich im Fahrtwind wiegenden Büsche sorgen für Geisterbahnstimmung.
Nach der Baustelle nähern wir uns dem hell erleuchteten Brno, erst kann man die Burg Špilberk aus der Ferne bestaunen, dann rollt man quasi direkt an ihrem Fuße in den Hbf. Da wir nun schon +17 haben, müssen wir auf die Entstehung des nächsten Nachtbusknotens um 23:30 Uhr nicht mehr lange warten.
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Nach einigen Minuten schließt der erste Bus seine Türen und die überfüllten Busse rasen pulkweise in alle Himmelsrichtungen davon. Der Nachtfahrplan ist selbst für tschechische Fahrer kaum einzuhalten.


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  Geschrieben am: 19 Apr 2019, 22:47


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Tag 15

Nachts ist es endlich mal richtig abgekühlt und morgens schön frisch.
Obusverkehr bei Klusáckova
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1033 bei Grohova
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3626 am Konecného námestí
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Viel schneller, als mir lieb ist, verziehen sich die Wolken schon wieder. Also tauchen wir in die Unterwelt ab.
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Wenn das Grab auf dem Friedhof neu vergeben wurde, mussten die Gebeine umgelagert werden und fanden ihre letzte Ruhe unter der Jakubkirche.

Als nächstes suchen wir den Luftschutzbunker unter dem Špilberk-Hügel auf. Dort ist es ebenfalls angenehm kühl.
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Die weitläufige Anlage wird noch vielfältig genutzt, unter anderem als Museum, Restaurant und Hostel.

Was tun bei einem Atomangriff?
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Telefonzentrale
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Aufgrund von Bauarbeiten können die Linien 3 und 5 nicht durch die Innenstadt verkehren und wenden daher über eine Kletterweiche am Rande der Innenstadt.
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Kleiner Abstecher ins Štefánikova ctvrt‘
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  Geschrieben am: 19 Apr 2019, 22:47


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Man beachte den provisorischen Einstieg auf der linken Seite.

Mit einem schrecklichen SOR-Obus…
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…legen wir die Strecke nach Úvoz zurück, wo die Linie 4 derzeit ebenfalls provisorisch endet.
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Man beachte das Dixi-Klo. Da die Linie 4 an beiden Enden provisorisch endet, hätte das Fahrpersonal keine Möglichkeit, das stille Örtchen aufzusuchen.

Wir lassen den Abend mal wieder auf Špilberk ausklingen.
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  Geschrieben am: 19 Apr 2019, 22:48


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Abends am Šilingrovo námestí
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Denisovy sady
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Kathedrale St. Peter und Paul
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Zelný trh
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Innenhof
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Neues Rathaus
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  Geschrieben am: 19 Apr 2019, 22:49


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Fußgängerzone
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Darf´s ein bisschen Kristall sein?
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Tag 16

Der gestrige Tag war der erste seit mehr als zwei Wochen, an dem der Höchstwert unter 30° lag – es wird wohl vorerst der letzte gewesen sein. Heute brennt die Sonne wieder erbarmungslos vom Himmel.

Ist das Graffiti oder Werbung? Manchmal ist es nicht einfach zu unterscheiden.
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Der historische Wagen pausiert am Komenského námestí
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1912 bei Ceská
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1943 und 1946 wenige Meter weiter
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1042 hält bei Nové sady
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Der historische Wagen passiert das Mahenovo divadlo
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1042 hält ebendort
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Der Mittagshitze entfliehen wir abermals in die Unterwelt. Heute sind die Kellerräume am Zelný trh dran.
Hauptsächlich wurden diese als Vorratskammer und Lagerraum genutzt.
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  Geschrieben am: 19 Apr 2019, 22:49


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Auch Alchemisten waren hier zugange.
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Obwohl Folterwerkzeuge ausgestellt sind, wurden sie nie hier unten benutzt.
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Nach einem Gulasch zum Mittagessen und einem Trdelník zum Nachtisch ist es Zeit für Muffo, nach Deutschland zurückzukehren. Doch dank der üblichen +20 bleibt noch ausreichend Zeit, ein paar Bilder am Bahnhof zu schießen.
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Bei uns wären derartige Verkaufsstände wohl allein schon aus Brandschutzgründen undenkbar.
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Typisches Bahnhofsvorplatzbild
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Die Brünner Freiheitsstatue
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Ich suche nach einer passenden Fotostelle für den historischen Wagen. Vielleicht an der Haltestelle Hybešova?
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Ich fahre noch eine weiter und will es in diesem Bogen versuchen.
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Mein Plan geht auf, das Motiv wird nicht zugefahren. Nur die Bahn hält leider auch nicht, obwohl es keine Bedarfshaltestelle ist und ich gerne noch eine Haltestelle mitgefahren wäre.
    
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  Geschrieben am: 19 Apr 2019, 22:50


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Also komme ich um einen flotten Fußmarsch zum Mendlovo námestí nicht umhin, um die letzte Runde des historischen Obusses noch zu erwischen.
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Der Fahrer jagt den betagten Wagen ziemlich – ist ja schließlich bald Feierabend.


Die Trasse nach Bystrc verläuft weitgehend parallel zu einer Schnellstraße und ist daher im innenstadtnahen Bereich eher motivarm.

Volvo äh VarioLF am Vozovna Komín
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Diese Haltestelle ist übrigens nicht zu verwechseln mit Komín, sidlište, welche in rund 2 km Entfernung die Endstation des Obusses 36 ist.

Graffitiflächen gibt es hier jedenfalls reichlich.
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Mit der nächsten x14 mache ich mich auf den Rückweg…
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…und schaue mich noch ein wenig um. Busverkehr am Rosického námestí
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Grünes Villenviertel…
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…mit grüner Straßenbahntrasse
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1817 nicht in, sondern an (der Haltestelle) Tábor mit einem schönen Kontrast zwischen Alt- und Neubau
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  Geschrieben am: 19 Apr 2019, 22:50


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Es folgt 1805
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Die Hügel ziehen sich durch die ganze Stadt.
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  Geschrieben am: 20 Apr 2019, 13:45


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Tag 17

Ein Junge in der Tram weint. Er will lieber Bus fahren. Die Mutter versucht zu erklären, sie könnten aber nicht Bus fahren, weil an ihr Ziel kein Bus fährt. Hilft alles nichts – der Junge plärrt in voller Lautstärke und einige Fahrgäste können sich ob des Schauspiels ein Grinsen nicht verkneifen.

Die Hitze dreht nochmal richtig auf. Aber mir rennt langsam die Zeit davon, um das Obus- und Tramnetz noch vollständig unter die Lupe zu nehmen. Da bietet sich zum Start der heutigen Tour nochmal die Obuslinie 32 an, auf welcher wegen der Umleitung ausschließlich Fahrzeuge mit Akku eingesetzt werden können. Es handelt sich dabei um vier Solaris und einen SOR-Kurs.

Doch fangen wir mit einem Altwagen bei Sušilova
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3304 trifft 3305 bei Hutarova
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Man beachte die geänderte Vorfahrt, weil hier weitere Buslinien aufgrund der Umleitungen verkehren.

3703 an der Endstation Srbská
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Pause in der Wendeschleife
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Wo ich schon mal in der Ecke bin, bietet sich noch ein Blick auf den Nordast der Linie 1 nach Reckovice an.

Barrierefreiheit ist in Tschechien generell kein wichtiges Thema. Hier an der Fikulkova der klägliche Versuch, ein überfahrbares Kap zu errichten.
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Leider sieht der Höhenunterschied genauso wie in München aus.

Ein schrecklich verunstaltetes VarioLF-Doppel erreicht die Wendeschleife.
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Man beachte den beträchtlichen Höhenunterschied zur Innenstadt im Hintergrund.

Auf dem innenstadtnahen Abschnitt gibt es Verstärkung durch die Linie 6, welche am Bahnhof Královo pole endet.
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Damit geht es schon auf die Abendessenszeit zu, die wir auf dem Kraví hora (Kuhberg) verbringen.
Als die Nacht hereinbricht, wird die Temperatur richtig angenehm.
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Sternenhimmel – dieser Anblick versetzt meinen chinesischen Mitbewohner in wahres Staunen.
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  Geschrieben am: 20 Apr 2019, 13:46


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Tag 18

Das morgendliche Bild auf dem Weg – die K2 stellen nur einen geringen Anteil des Fuhrparks, sodass man sie nicht allzu oft vor die Linse bekommt.
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Juhuuuu! Unter 30°! Nachdem ich versucht habe, die vielfältigen Endungen der tschechischen Deklination in meinen Kopf einzutrichtern, erlebe ich auf der Fahrt zum Wohnheim eine Betriebsstörung. Es haben sich schon acht Bahnen aller Bauarten gestaut.


Doch als ich bereit bin, läuft der Betrieb wieder im Lot. Dieser „kühle“ Tag muss natürlich für eine ausgiebige Fototour genutzt werden.
Auf dem Weg zum Hbf lohnt sich nochmal ein detaillierter Blick auf die Gestaltung der Kreuzung am Šilingrovo námestí. Diese weist gleich mehrere erwähnenswerte Punkte auf.
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Da ist zum ersten die Gleisverziehung, welche nicht nur zur Vergrößerung des Bogenradius nach links dient, sondern auch die Einrichtung einer separaten Linksabbiegerspur ermöglicht und damit verhindert, dass Linksabbieger die Tram blockieren. Hier staut sich der MIV während der HVZ oft ein gutes Stück und die Tram rollt ganz entspannt vorbei.
Zweitens ist die Weiche von der Kreuzung zurückverlegt, vermutlich um eine komplizierte Bogenweichenkonstruktion zu vermeiden, aber auch um dem 2. Zug beim Warten an der Ampel bereits das Stellen der Weiche zu ermöglichen und so die Kreuzung schneller passieren zu können.

Am Hbf steige ich in die Überland-Obuslinie 31 um, welche nach Šlapanice führt. Zunächst stehen wir erstmal im Stau, der Altbau weicht bald einer unspektakulären Ausfallstraße zwischen Tankstellen, Autohäusern und Bürogebäuden.
Am Stadtrand geht es immer weiter bergauf, in einem Kreisverkehr trennen sich die Linien 31 und 33. Die 31 führt dann auf einer Landstraße weiter bergauf, ehe es wieder talwärts nach Šlapanice geht.
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Ganz so schnell kann der Obus zwar nicht fahren, aber die Beschleunigung ist immer wieder erstaunlich.
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Am Ortsrand begegnet mir 3023
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3018 im Ortskern
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Ein Schlafwandler auf dem Dach
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Interessant ist auch die Wendeschleife. Um das Überholen eines pausierenden Kurses zu ermöglichen, ohne aber eine spitz befahrene Weiche zu verbauen, muss der Fahrer umdrahten.
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Dann kann die Fahrt zurück nach Brno beginnen.
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Auf der Rückfahrt werfe ich noch einen Blick auf den 33er. Nach der Abzweigung geht es erstmal unspektakulär weiter…
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  Geschrieben am: 20 Apr 2019, 13:46


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…und schließlich endet die Linie im Wohngebiet Slatina.
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Von dort fahre ich mit einem Bus querfeldein und komme schließlich an der Wendeschleife Juliánov raus. Dort gibt es auch gleich den passenden Ausblick Richtung Innenstadt.
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Fotostop eine Haltestelle weiter am Delnický dum
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Leider ist der Schnellstraßenbahnast nach Líšen während der Sommerferien außer Betrieb.

Auf dem Weg zurück ins Zentrum führt die Strecke durch viel fotogenen Altbau. In einiger Entfernung zum Hbf bleiben wir mitten auf der Straße stehen. Eine Minute vergeht, zwei. Die ersten Fahrgäste recken ihren Kopf in alle Richtungen, doch natürlich ist aus dem hinteren Wagen nichts zu erkennen. Nach einigen Minuten wird irgendeine Durchsage genuschelt, die ich nicht verstehe. Wenig später gehen die Türen auf. Der KT8 vor uns ist verreckt.

Und als schließlich nochmal für ein paar Augenblicke die Sonne durchkommt, hätte man wohl kaum eine Fahrzeugparade schöner aufstellen können.
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Die beiden Bahnen werden verbunden und das Gespann kann ich wenig später am Hbf ablichten.
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Die CD-Werbung im Hintergrund finde ich immer wieder nett. Sie hängt an einigen Brücken über staugeplagten Straßen und bedeutet übersetzt: Die beste Medizin gegen Stau ist der Zug.


Später am Abend breche ich nochmal zum Hbf auf, um ein paar Nachtfotos festzuhalten.
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Ich lande einen Zufallstreffer. Der Bahnsteig 1 ist voller junger Leute, die wohl auf dem Weg zu einem Festival sind. Und dann kommt das hier:
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Hinter den beiden Loks hängen ganze 18 Wagen (!), Abteil- und Liegewagen verschiedenster Bauformen, ein Gepäckwagen und ein Speisewagen, in dem ordentlich gefeiert wird.
Die einheimischen Freaks waren offensichtlich besser informiert als ich und sind sehr zahlreich erschienen.
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Die Fuzzis springen alle im Gleisbett herum, was hier aber niemanden stört. Ein Regiopanter kommt laut pfeifend angerattert. Ein Zub ruft dem Fuzzi auf dem Einfahrgleis des Zuges eine Warnung zu, der tritt einen Schritt ins Nachbargleis und wenig später rollt der Regiopanter vorbei. Nachdem er durch ist, latschen Fuzzi und Zub durchs Gleis. Man stelle sich das in Deutschland vor…
Der Flügelbahnhof ist wegen Modernisierungsarbeiten gesperrt, weswegen es einen ziemlichen Gleismangel gibt und oft zwei Züge auf einem Gleis hintereinanderstehen. Außerdem ist mal wieder alles um die üblichen 5…10 Minuten verspätet. Nachdem der RJ durch ist, darf auch der Sonderzug unter großen Gejubel und Geschrei seiner Fahrgäste ausfahren.

Es kehrt Ruhe am Bahnhof ein.
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