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[M] Seilbahnen für München?, Sammelthema - alle Strecken [Zur Themenübersicht]
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Jean
  Geschrieben am: 4 Jun 2020, 09:17


Lebende Forenlegende


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Ich sehe mich auch bestätigt. Eine Trambahn kann man nicht so ohne weiteres durch eine Seilbahn ersetzen.

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Cloakmaster
  Geschrieben am: 4 Jun 2020, 09:46


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QUOTE (mapic @ 4 Jun 2020, 08:14)
Mit acht Stationen dürfte der Punkt wohl eher unerheblich sein. Wenn das Seil zu lang wird, hat man in jeder Station die Möglichkeit, es zu teilen. Das hätte dann auch noch den Vorteil, dass man bei irgendwelchen Störungen auch noch einzelne Sektionen weiter betreiben könnte. Was das Gewicht angeht, dürfte man bei einer Seilbahn, die praktisch ohne Steigung daher kommt, eigentlich überhaupt keine Probleme bekommen.

Dann wäre es nicht eine Seilbahn, sondern es wären mehrere, mit entsprechendem Umsteigezwang dazwischen - und natürlich noch mehr Aufwand für die Stationen.

Ab einer gewissen Seillänge ist allein schon das Eigengewicht des unbelasteten Seils ein Problem, völlig egal in welcher Richtung es verläuft. Es ist kein unlösbares Problem, aber es wird eben teuer. Zudem steigt der auch Wartungsaufwand mit jedem zusätzlichen Meter um so stärker an. Die längste Seilbahn der Welt ist/war eine Materialseilbahn über 96 Kilometer, untereilt in 8 Sektionen. Die längste hatte etwa 13 Km Länge, war allerdings auch nur auf 1000kg Nutzlast, und eine eher gemächliche Geschwindigkeit von 3m/s ausgelegt.

So eine Innenstadt-ÖPNV-Seilbahn soll aber ja die Grenzen des machbaren ausreizen: Möglichst viele Personen pro Gondel (bzw. pro Stunde) , möglichst hohe Fahrgeschwindigkeit usw, usf. Die Stationen sind mehr oder weniger Serienproduktion, die Seile aber echte Unikate. Von da her denke ich schon, daß den Seilen eine besondere Aufmerksamkeit zuteil werden muss, die es nicht für lau geben wird.
    
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mapic
  Geschrieben am: 4 Jun 2020, 10:09


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QUOTE (Cloakmaster @ 4 Jun 2020, 10:46)
Dann wäre es nicht eine Seilbahn, sondern es wären mehrere, mit entsprechendem Umsteigezwang dazwischen - und natürlich noch mehr Aufwand für die Stationen.

Nein, die Kabinen können über mehrere Sektionen hinweg durchlaufen. Da gibt es keinen Umsteigezwang. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele in diversen Skigebieten. Wenn es eine Mittelstation gibt, dann sind die Anlagen meistens in zwei Sektionen geteilt, wobei im Regelbetrieb nicht umgestiegen werden muss. Bei Bedarf können die Sektionen dann aber trotzdem getrennt werden, wenn die obere Sektion z.B. aufgrund der Wetterbedingungen langsamer oder mit geringerer Kabinenzahl fährt oder sogar zeitweise eingestellt wird. Es gibt sogar Bahnen, wo nur jede zweite Kabine durch fährt und die anderen wieder umdrehen. Sogar ein "Flügeln" auf zwei Streckenäste wäre theoretisch möglich. Wenn die Kabinen in der Station mal vom Seil genommen sind, kannst du mit denen eigentlich anstellen was du willst. Und so lange die Systeme kompatibel sind, kannst du die Kabine dann wieder auf jede andere Seilbahn dran hängen, die in der gleichen Station ankommt.
Ja, der Aufwand in der Station ist natürlich größer, weil man zusätzliche Umlenkungen, Abspannungen und Antriebe braucht. Dafür kannst du aber eben das Seil kürzer halten, wenn das wirklich ein Problem sein sollte.
Also technisch gesehen hast du Recht. Das sind dann mehrere Seilbahnen hintereinander. Der Fahrgast fährt aber einfach durch und merkt davon nichts.

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Iarn
  Geschrieben am: 4 Jun 2020, 10:14


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Ich sehe ähnlich wie Hot Doc den Grund unter den zahlreichen Stationen als Kostentreiber. bei Bergbahnen fällt der Posten Grunderwerb ja nahezu weg.

Bearbeitet von Iarn am 4 Jun 2020, 10:15
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 Jun 2020, 23:39


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Auch Tramreport setzt sich kritisch und sehr pointiert mit dem Thema Seilbahn nach Dachau auseinander.
    
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imp-cen
  Geschrieben am: 7 Jun 2020, 07:24


Kaiser


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Das was hier als SUB angedacht war, verschläft man jetzt mit Seilbahnträumen weiter.

Nordring - für SUB kein Platz, jetzt für die S-Bahn gewollt - eine Tramspur auf dem Frankfurter Ring bringt weiterhin die Autofahrer zum heulen.

Könnten wir alles schon lange funktionierend haben - man träumt lieber weiter, weil dann muss man ja nichts umsetzen.

Und an der Isarquerung Thalkirchen nach Harlaching hoch -wie sie den meisten Sinn macht- träumt man von ner Stummel-U-Bahn. Auch dort geht nichts vorwärts.

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Jean
  Geschrieben am: 7 Jun 2020, 08:43


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QUOTE (imp-cen @ 7 Jun 2020, 08:24)
Das was hier als SUB angedacht war, verschläft man jetzt mit Seilbahnträumen weiter.

Nordring - für SUB kein Platz, jetzt für die S-Bahn gewollt - eine Tramspur auf dem Frankfurter Ring bringt weiterhin die Autofahrer zum heulen.

Könnten wir alles schon lange funktionierend haben - man träumt lieber weiter, weil dann muss man ja nichts umsetzen.

Und an der Isarquerung Thalkirchen nach Harlaching hoch -wie sie den meisten Sinn macht- träumt man von ner Stummel-U-Bahn. Auch dort geht nichts vorwärts.

Nichts umsetzen ist halt das kostengünstigste...das irgendwann das ganze zurück schlägt interessiert die Politiker doch gar nicht. Damit muss sich dann eine spätere Generation beschäftigen.

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andreas
  Geschrieben am: 7 Jun 2020, 13:39


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QUOTE (bestia_negra @ 4 Jun 2020, 07:20)
Ich bin was Seilbahnen in der Ebene angeht zwar auch skeptisch, aber die Kosten klingen für mich schon arg hoch.


Zum Vergleich:

Die neue Seilbahn auf die Zugspitze hat 50 Mio gekostet bei 4,5 km Länge. Da ist man dann gerade mal bei 11 Mio je km.

Gut, das ist eine Pendelbahn und deshalb vielleicht nicht vergleichbar mit einer Umlaufbahn, aber dafür steht die auch nicht auf der (flachen) grünen Wiese sondern im hochalpinen Gelände.

Irgendwie kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass der Kilometer Umlaufbahn in der Ebene (mehr als) doppelt so teuer sein soll wie ein Kilometer Pendelbahn (mit nicht gerade kleinen Gondeln) im Gebirge.


Quelle zu den Zahlen der Zugspitze: https://zugspitze.de/de/Zugspitze/Sommer/Se...lbahn-Zugspitze




Nachtrag:

Ich habe noch ein besseres Vergleichsobjekt gefunden:

Neue 8-er Umlaufbahn in Auffach (Tirol)

Fakten:
Baujahr 2017
Länge: Gut 4 km
Baukosten: 17,5 Mio ¤
Kapazität: 2650 Personen pro Stunde.

Da wären wir dann bei Baukosten von 4-5 Mio je Kilometer. Und das ist immer noch im Gebirge und nicht in der Ebene.

https://www.skijuwel.com/de/aktuelles/bauta...-schatzbergbahn



Für mich klingt das, als hätte man in der Untersuchung die Seilbahn künstlich teuer gerechnet.

ich denke nicht, daß man auf die Zugspitze 24000 Fahrgäste pro Tag bringen muß....

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bestia_negra
  Geschrieben am: 8 Jun 2020, 07:04


Kaiser


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Darum ging es in meinen Beitrag nicht.

Mir ging es darum, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Seilbahn in der Ebene um den Faktor 6 (30 Mio je km statt 5 Mio je km) teurer ist als die Gondel in Tirol.


Unterm Strich ist das aber ja auch egal.

Eigentlich sind wir uns hier ja alle einig, dass eine Seilbahn durch die Ebene nach Dachau keinen Sinn macht und eine stadtbahnartig ausgebaute Tram die deutlich bessere Lösung wäre.


Eine Seilbahn ist für mich in München höchstens im Süden über die Isar sinnvoll, weil dort mehrere Faktoren zusammenkommen (Flussüberquerung, Höhenunterschied wegen Isarhochufer, denkmalgeschützte Brücke die nicht für das Gewicht von Tram oder Bus ausgebaut werden darf), die einerseits den Vorteilen der Seilbahn entgegen kommen und gleichzeitig kostengünstige Alternativen (Bus, Tram) quasi unmöglich machen.

Somit bleiben die Optionen Seilbahn und U-Bahn und Zweiteres ist extrem teuer.
    
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Jean
  Geschrieben am: 8 Jun 2020, 07:26


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QUOTE (bestia_negra @ 8 Jun 2020, 08:04)
Darum ging es in meinen Beitrag nicht.

Mir ging es darum, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Seilbahn in der Ebene um den Faktor 6 (30 Mio je km statt 5 Mio je km) teurer ist als die Gondel in Tirol.


Unterm Strich ist das aber ja auch egal.

Eigentlich sind wir uns hier ja alle einig, dass eine Seilbahn durch die Ebene nach Dachau keinen Sinn macht und eine stadtbahnartig ausgebaute Tram die deutlich bessere Lösung wäre.


Eine Seilbahn ist für mich in München höchstens im Süden über die Isar sinnvoll, weil dort mehrere Faktoren zusammenkommen (Flussüberquerung, Höhenunterschied wegen Isarhochufer, denkmalgeschützte Brücke die nicht für das Gewicht von Tram oder Bus ausgebaut werden darf), die einerseits den Vorteilen der Seilbahn entgegen kommen und gleichzeitig kostengünstige Alternativen (Bus, Tram) quasi unmöglich machen.

Somit bleiben die Optionen Seilbahn und U-Bahn und Zweiteres ist extrem teuer.

Jup. Und wenn man sogar noch schlau ist kann man die Haltestellen teilweise 3 oder 4 gleisig ausbauen, so dass man dann auch noch bei der Stadtbahn nach Dachau Expresskurse anbieten kann.

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andreas
  Geschrieben am: 8 Jun 2020, 07:51


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kann ich mir schon vorstellen. Du brauchst mehr Gondeln, größere Gondeln, mehr Technik weil man ja auf der Länge mehrere Seile braucht und man braucht mehr und größere Stationen - und in wie weit man da wie im Gebirge quasi den direkten Weg wählen kann - jede Kurve braucht wieder teurere Stützen - und man braucht eine höhere Geschwindigkeit als in den Bergen, um die Leute, die ja in der Ebene Alternativen haben, in die Seilbahn zu bekommen - die 16 km/h, die die Bahn in Tirol schafft, schaffen ja schon Fahrradfahrer....

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Iarn
  Geschrieben am: 8 Jun 2020, 08:19


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QUOTE (bestia_negra @ 8 Jun 2020, 07:04)
Darum ging es in meinen Beitrag nicht.

Mir ging es darum, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Seilbahn in der Ebene um den Faktor 6 (30 Mio je km statt 5 Mio je km) teurer ist als die Gondel in Tirol.

Nachdem die Grundstückspreise vermutlich eher um Faktor 10-1000 je nachdem ob auf dem Berg oder im Tal) auseinanderliegen, dürfte es hinhauen. Grunderwerb dürfte einer der Hauptposten sein.
    
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Jean
  Geschrieben am: 8 Jun 2020, 08:19


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QUOTE (andreas @ 8 Jun 2020, 08:51)
kann ich mir schon vorstellen. Du brauchst mehr Gondeln, größere Gondeln, mehr Technik weil man ja auf der Länge mehrere Seile braucht und man braucht mehr und größere Stationen - und in wie weit man da wie im Gebirge quasi den direkten Weg wählen kann - jede Kurve braucht wieder teurere Stützen - und man braucht eine höhere Geschwindigkeit als in den Bergen, um die Leute, die ja in der Ebene Alternativen haben, in die Seilbahn zu bekommen - die 16 km/h, die die Bahn in Tirol schafft, schaffen ja schon Fahrradfahrer....

Meine Idee war aber auf ein konventionelles Schienensystem bezogen...

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bestia_negra
  Geschrieben am: 8 Jun 2020, 08:22


Kaiser


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QUOTE (Iarn @ 8 Jun 2020, 08:19)
QUOTE (bestia_negra @ 8 Jun 2020, 07:04)
Darum ging es in meinen Beitrag nicht.

Mir ging es darum, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Seilbahn in der Ebene um den Faktor 6 (30 Mio je km statt 5 Mio je km) teurer ist als die Gondel in Tirol.

Nachdem die Grundstückspreise vermutlich eher um Faktor 10-1000 je nachdem ob auf dem Berg oder im Tal) auseinanderliegen, dürfte es hinhauen. Grunderwerb dürfte einer der Hauptposten sein.

Das kann natürlich sein.

Ich hatte das auf die reinen Baukosten (ohne Grunderwerb) interpretiert. Und da kommt mir der Faktor 6 deutlich zu hoch vor.

Mit Grunderwerb schaut es sicher wieder anders aus.
    
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