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Südostbayernbahn Sammelthema, Aktuelles zB Baustellen, Sonderzüge usw [Zur Themenübersicht]
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 15 Nov 2021, 15:33


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QUOTE (Südostbayer @ 15 Nov 2021, 11:06)
Das dehnt den Begriff "hybrid" doch etwas... Im Gegensatz zu dieselelektrischen Lokomotiven lässt sich die 218 nicht mal eben in eine E-Lok umbauen, Zugsammelschiene hin oder her.

Schon klar, der Micro-Hybrid im Automobilbau ist auch nur die allerunterste Stufe, bei der schon "irgendwas mit Strom" passiert. wink.gif

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"Sie sollten in Ihrer Serie die notleidende Bundesbahn nicht vergessen. Bauliche Zustände der Art, wie in der Bundesrepublik die Bahnhofsgebäude es sind, finden Sie kaum in Schulen oder Krankenhäusern unseres Landes."

(aus einem Leserbrief im SPIEGEL zum Zustand der Infrastruktur, 26. September 1961)
    
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Valentin
  Geschrieben am: 15 Nov 2021, 20:44


Kaiser


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QUOTE (Rohrbacher @ 14 Nov 2021, 17:00)
Das mit den Briten könnte dran liegen, dass das Inselvolk mit seinem kleinen Lichtraumprofil nicht einfach Vectrons von der Stange kaufen/leasen kann und bei nur 36 Prozent Elektrifizierung plus Wettbewerb auch auf keine Stückzahlen kommt. Der Satz mit den "eigenen" Bahnstromkraftwerken in Deutschland würde ich auch nicht vernachlässigen, z.B. an der Donau. Das ist auch der Vorteil der 16 2/3 Hz, die reinen Bahnstromkraftwerke können nicht mal eben schnell was anderes machen, wenn im "normalen" Netz mit 50 Hz der Preis steigt. Ach und Brexit war auch noch, vielleicht haben die jetzt auch ein paar Bohrinseln zu viel oder müssen den Sprit, der mangelns Lkw-Fahrer nicht an die Tankstellen kommt, jetzt bei der Eisenbahn verfahren, damit die Lager nicht überlaufen. ph34r.gif

Dass eine Lok wie die EuroDual in Deutschland aus Kostengründen (!) ohne Not mit Diesel betrieben wird, glaube ich kaum, wenn ich mir den Dieselpreis hierzulande so ansehe. Zumindest letztens war's für den Betreiber rein von der Energie her wohl noch günstiger mit einer 111 zu fahren als mit einem 798. wink.gif


In GB haben 2 Faktoren den Strompreis extrem stark steigen lassen: Brexit und Energiewende
Brexit verringert die Kooperationsbereitschadr der EU im Bereich Energie
Energiewende hat Europaweit die Strompreise auf das 2 bis 3-fache steigen lassen. Während früher die Preise bei 50-150¤/MWh lagen, liegen sie jetzt oft im Bereich 100-250¤/MWh (und überschreiten im Moment hier in Deutschland gerade wieder die 300¤ Marke). Dabei stammen noch >50% aus Quellen (Atom& Kohle), die zum übernächsten Jahreswechsel zum großen Teil stillgelegt werden sollen.

Der Gasmangel in GB läßt dort die Strompreise im Herbst sogar noch weiter steigen. 100-200¤ Aufschlag auf die jeweiligen Preise in Deutschland waren früher nicht mehr ungewöhnlich. Inzwischen ist liegt der Rekord für den Stundenpreis bei aber schon bei 2500GBP/MWh. Eine garantiert verlustfreie Kalkulation ist da mit Elektrotraktion für Bahnunternehmen nicht mehr möglich. Dieseltraktion ist vielleicht im Druchschnitt etwas teurer , aber ohne die extremen Preisrisiken der Elektrtraktion

Bei der von der Vorsitzenden des Bundes-Umweltausschusses in ihrer Rede versprochenen "angebotsorientierten grundlastfereien Stromversorgung" in Deutschland sind auch in Deutschland vergleichbare Schwankungen zu erwarten. Und Diesel könnte weit günstiger werden als Strom (solange nicht wie gerade in China die vielen Notstrom-Generatoren für Dieselknappheit sorgen).

Gerade macht bei uns diese Scriptidee für einen Spielfilm (Tele5:) die Email-Runde: laugh.gif unsure.gif
ICE bleibt Nachts bei -25 C wegen Stromausfall liegen.....die Kälte kriecht in die Wagons...... der Stromausfall dauert drei Tage........eine 98jährige Stalingradkämpfer erzählt wie es damals war........ ein ExDDR-Bürger aus Erfurt erzählt vom totalen Stromausfall im Winter 1978/1979. Suhl, Gera und Erfurt wurden vollständig von der Stromversorgung abgetrennt ; mit voller Absicht.

Bearbeitet von Valentin am 15 Nov 2021, 20:45

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The wonderful thing about being on the right side of history is that we can encourage big tech censorship without any fear that it might one day be used against us.
    
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146225
  Geschrieben am: 16 Nov 2021, 05:55


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Und am Ende erscheint der große (AfD-)Führer, dreht die Zeit zurück auf anno dunnemals und eine glückliche Volksgemeinschaft tanzt in der Sonne? ph34r.gif

...

Ja, elektrische Energie wird im Preis steigen. Blöderweise kann "nichts tun" auch horrende Folgekosten haben, aber die sieht man halt nicht jetzt auf der Stromrechnung, sondern erst dann wenn es viel zu spät ist.

Oh, und ich wäre wirklich für eine Registrierungspflicht für Atomkraft-Befürworter: die Endlager-Frage für all den Atommüll ist ja noch immer offen, also halt in "haushaltsüblichen Mengen" bunkern bei denen, die das schon immer "die sicherste und sauberste Energie" fanden. Vorzeitiges Ableben an Krebs bewahrt wenigstens vor zu hohen Stromrechnungen im Alter.


Und damit wir nicht völlig vom Thema des Threads abkommen: auch die Baureihe 159 kann nur eine - wenigstens moderne - Übergangslösung für die Südostbauernbahn sein, die relevanten Strecken in deren Netz nicht schon längst elektrifiziert zu haben ist ein weiteres Versagen deutscher Verkehrspolitik.

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O mia patria, si bella e perduta! (Giuseppe Verdi)
    
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Balduin
  Geschrieben am: 16 Nov 2021, 08:35


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QUOTE (Rohrbacher @ 14 Nov 2021, 17:00)
Das mit den Briten könnte dran liegen, dass das Inselvolk mit seinem kleinen Lichtraumprofil nicht einfach Vectrons von der Stange kaufen/leasen kann und bei nur 36 Prozent Elektrifizierung plus Wettbewerb auch auf keine Stückzahlen kommt.

Halbwegs von der Stange könnte man wohl von Stadler aus der Euro Dual Familie kaufen, Class 88 und Class 93
Aber halt eher zu Apothekenpreisen, im Gegensatz zur 08/15-Vectron.

Größere Elektrifizierungen sind zwar angekündigt in GB, und die Class 90 werden auch alt. Also ein Markt ist da. Aber wenn dank Privatisierung (Grüße an Grüne /FDP) jeder Betreiber für sich alleine stirbt, kommt natürlich kein Großauftrag zu Stande, für den ein Hersteller bereit wäre auch mal die Kosten zu senken...

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Ceterum censeo Carthaginem esse delendam
    
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Südostbayer
  Geschrieben am: 16 Nov 2021, 14:11


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QUOTE (218 466-1 @ 15 Nov 2021, 15:26)
Vom Prinzip her war das schon gleich - besonders bei der 217 mit dem Heizdieslmotor der nur dazu da war, Strom zu produzieren und bei GZ konnte die Leistung zur Verstärkung der Zugkraft verwendet werden.
245/246 fahren ja genau wie eine 146 - nur das der Strom mit Diesel produziert wird, statt ihn aus der Fahrleitung zu bezeihen.

Nein, bei Lokomotiven mit dieselhydraulischer Kraftübertragung besteht genau hier (Kraftübertragung) ein wesentlicher prinzipieller Unterschied zu dieselelektrischen Lokomotiven. Insofern ist auch eine 217 trotz ihrer extra "Lichtmaschine" wesentlich weiter von einer E-Lok entfernt als die 245/246 oder andere dieselelektrische Typen.

Apropos, auch OT, gab es derartige Umbauten dieselelektrischer Lokomotiven zu elektrischen Lokomotiven eigentlich jemals irgendwo in größerem Umfang? Die griechische Baureihe 220 (die, nicht die 221) ist dafür vorbereitet, aber sonst?
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 16 Nov 2021, 22:36


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QUOTE (146225 @ 16 Nov 2021, 06:55)
auch die Baureihe 159 kann nur eine - wenigstens moderne - Übergangslösung für die Südostbauernbahn sein

DB Cargo! Und wow, echt kreativ, die witzige kleine Beleidigung zwischendurch. Aber du hast bestimmt nur eine US-Tastatur und viel zu fette Finger.

QUOTE (146225 @ 16 Nov 2021, 06:55)
die relevanten Strecken in deren Netz nicht schon längst elektrifiziert zu haben ist ein weiteres Versagen

der Bahnreform. Nichts anderes. Was kostet Diesel in diesen Mengen auf 30 Jahre, was kosten die EuroDuals, was kosten die alten Dieselloks? Aber es ist halt so gestrig, wenn man Kosten von Fahrzeugen mit Kosten von Infrastruktur gegenrechnet. Da kann man halt nix überhaupt nix machen, dass es der Politik in solchen Fällen vielleicht gar nicht erst bedürfe, um eine Elektrifizierung einfach mal umzusetzen, weil es die wirtschaftlichste Lösung ist ... Es wäre auch für den Wettbewerb irgendwie unfair und der ist ja bekanntlich das höchste Gut.

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(aus einem Leserbrief im SPIEGEL zum Zustand der Infrastruktur, 26. September 1961)
    
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146225
  Geschrieben am: 17 Nov 2021, 05:26


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Ja sicher, die olle Bundesbahn hat anno dunnemals alles elektrifiziert was sich auch nur annähernd als sinnvoll dargestellt hat und war in diesen Entscheidungen auch völlig frei von jeglichem politischen Einfluss. So gesehen muss es sich also um ein bedauerliches Versehen der seinerzeitigen BD München handeln, dass rund um Mühldorf nicht schon seit Jahrzehnten überall der Fahrdraht hängt. ph34r.gif

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O mia patria, si bella e perduta! (Giuseppe Verdi)
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 17 Nov 2021, 14:26


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QUOTE (146225 @ 17 Nov 2021, 06:26)
Ja sicher, die olle Bundesbahn hat anno dunnemals alles elektrifiziert was sich auch nur annähernd als sinnvoll dargestellt hat und war in diesen Entscheidungen auch völlig frei von jeglichem politischen Einfluss. So gesehen muss es sich also um ein bedauerliches Versehen der seinerzeitigen BD München handeln, dass rund um Mühldorf nicht schon seit Jahrzehnten überall der Fahrdraht hängt.  ph34r.gif

Du immer mit deinen ollen Kamellen. Du kannst dir das nicht vorstellen, aber bei den Mitteln die vorgegebenen Ziele zu erreichen, war die DB, nicht nur bei dem, was du für Gruselgeschichten kennst, relativ frei. Infrastruktur und Betrieb waren nicht getrennt. Dass wir fast drei Jahrzehnte nach Auflösung deiner ollen Bundesbahn und nach mindestens drei Jahrzehnten mit veränderten Voraussetzungen immer noch über Diesel reden, ist aber sicher kein Fehler der Bundesbahn oder der ersten Regierung Kohl mehr. Da ist zwischenzeitlich was anderes passiert ...

Bearbeitet von Rohrbacher am 17 Nov 2021, 14:33

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"Sie sollten in Ihrer Serie die notleidende Bundesbahn nicht vergessen. Bauliche Zustände der Art, wie in der Bundesrepublik die Bahnhofsgebäude es sind, finden Sie kaum in Schulen oder Krankenhäusern unseres Landes."

(aus einem Leserbrief im SPIEGEL zum Zustand der Infrastruktur, 26. September 1961)
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 17 Nov 2021, 19:43


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QUOTE (146225 @ 16 Nov 2021, 23:26)
Ja sicher, die olle Bundesbahn hat anno dunnemals alles elektrifiziert was sich auch nur annähernd als sinnvoll dargestellt hat und war in diesen Entscheidungen auch völlig frei von jeglichem politischen Einfluss. So gesehen muss es sich also um ein bedauerliches Versehen der seinerzeitigen BD München handeln, dass rund um Mühldorf nicht schon seit Jahrzehnten überall der Fahrdraht hängt.  ph34r.gif
Also zu Zeiten der Bundesbahn wurden deutich mehr Km elektrifizert, als zu Zeiten der DB AG - auch im Schnitt Km pro Jahr.

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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Südostbayer
  Geschrieben am: 17 Nov 2021, 20:07


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QUOTE (Rohrbacher @ 17 Nov 2021, 14:26)
Du immer mit deinen ollen Kamellen. Du kannst dir das nicht vorstellen, aber bei den Mitteln die vorgegebenen Ziele zu erreichen, war die DB, nicht nur bei dem, was du für Gruselgeschichten kennst, relativ frei.

Mit der folgerichtigen Prämisse, dass Mittel und Ziele vorgegeben waren.

Denn...
QUOTE (218 466-1 @ 17 Nov 2021, 19:43)
Also zu Zeiten der Bundesbahn wurden deutich mehr Km elektrifizert, als zu Zeiten der DB AG - auch im Schnitt Km pro Jahr.

... galt im Bundesbahnland (Westdeutschland) nach Abschluss der Emslandelektrifizierung 1980 nicht mehr. Bis zu den Schnellfahrstrecken 1988 (Fulda-Würzburg) bzw. 1990/91 (Hannover-Fulda, Stuttgart-Mannheim) waren die Elektrifizierungsprojekte dünn gesät.

Und um konkret auf das Thema zurückzukommen: Ob nun Ausbau und Elektrifizierung im "Linienstern Mühldorf" von der Bundesbahn nicht durchgeführt werden (konnten) oder von der DB AG nicht durchgeführt werden (konnten), ist im Ergebnis eine relativ gleich...
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 17 Nov 2021, 21:01


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QUOTE (Südostbayer @ 17 Nov 2021, 21:07)
Mit der folgerichtigen Prämisse, dass Mittel und Ziele vorgegeben waren.

Und ein von der Bundesregierung Schmidt eingeführtes Ziel war 1980 (Zweite Ölkrise, schlechte Konjunktur) der berüchtigte Sparkurs Anfang der 80er, entsprechend schlagartig endeten paradoxerweise die Elektrifizierungen, die Beschaffung u.a. der gerade in Bau befindlichen 628.1 oder neuer Regionalzugwagen wurde doch wieder abgeblasen, Personal wurde abgebaut und es kam zu einer weiteren Welle an Angebotsumstellungen. Seit Sommer 1977 war tatsächlich in ganz Bayern nix mehr in die Richtung passiert, als das mit Wirkung ab 1981 wieder losging.

Die Sommerzeit war wie der IC79 (letztlich auch eine Sparmaßnahme, um das IC-Netz besser auszulasten und Zugfahrten zu sparen) noch eine Folge der ersten Ölkrise, auch wenn die Einführung fast in die gleiche Zeit fiel. wink.gif

QUOTE (Südostbayer @ 17 Nov 2021, 21:07)
Ob nun Ausbau und Elektrifizierung im "Linienstern Mühldorf" von der Bundesbahn nicht durchgeführt werden (konnten) oder von der DB AG nicht durchgeführt werden (konnten), ist im Ergebnis eine relativ gleich...

Das Ergebnis ist sicherlich das gleiche. In der Art und Weise ist es aber schon ein Unterschied, ob ich mit einer dezimierten unterklassigen Mannschaft 0:0 spiele oder mit der millionenteuren Bestbesetzung des FC Bayern gegen den gleichen Gegner. Wobei der Vergleich schon deswegen hinkt, weil sagen wir mal 1985 eine Elektrifizierung weniger Not tat, weil man weniger Züge mit teils fast neuen Dieselloks fahren konnte, als über 30 Jahre und eine tolle Bahnreform später, wo die gleichen Loks jetzt aus dem letzten Loch pfeifen und sehr viel mehr Verkehr stattfindet bzw. stattfinden soll und die Bahn die Welt retten soll statt anno 1985 politisch nur ein Klotz am Bein war. Wenn jemand 1950, 1985 oder 2020 mechanische Stellwerke von 1900 betreibt ist das auch ohne die Hintergründe jeweils schon was anderes.

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(aus einem Leserbrief im SPIEGEL zum Zustand der Infrastruktur, 26. September 1961)
    
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Südostbayer
  Geschrieben am: 17 Nov 2021, 21:49


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QUOTE (Rohrbacher @ 17 Nov 2021, 21:01)
In der Art und Weise ist es aber schon ein Unterschied, ob ich mit einer dezimierten unterklassigen Mannschaft 0:0 spiele oder mit der millionenteuren Bestbesetzung des FC Bayern gegen den gleichen Gegner..

Ich bin mir ehrlich nicht sicher, in welche Kategorie Du nun Bundesbahn bzw. DB AG steckst.


QUOTE (Rohrbacher @ 17 Nov 2021, 21:01)
Wobei der Vergleich schon deswegen hinkt, weil sagen wir mal 1985 eine Elektrifizierung weniger Not tat, weil man weniger Züge mit teils fast neuen Dieselloks fahren konnte, als über 30 Jahre und eine tolle Bahnreform später, wo die gleichen Loks jetzt aus dem letzten Loch pfeifen und sehr viel mehr Verkehr stattfindet bzw. stattfinden soll

Wir sind uns einig, dass es frustrierend ist, wenn 40 Jahre nichts passiert.

Das Argument der "teils fast neuen Dieselloks" zu Bundesbahnzeiten ist allerdings schon insofern irrelevant, weil wir auch in dem Fall aktuell die gleiche Situation haben. Von den paar verbliebenen 218 abgesehen, sind die aktuell verwendeten Dieselloks maximal Baujahr 2008 - und der Auslöser der Unterhaltung war schließlich die Ankündigung, nochmals neue (auch-)Diesellokomotiven zu beschaffen.

Entscheidend bleibt, um die Formulierung aufzugreifen, die Vorgabe von Mitteln und Zielen. Nun wird immerhin konkret geplant, aber über 35 Jahre ohne nennenswerte Aktivität lassen sich natürlich nicht rückgängig machen.
    
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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 20 Nov 2021, 10:01


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Bei der Ausschreibung der Netzes Linienstern Mühldorf 2025+ liegt inzwischen der Prüfbericht Rollmaterial vor: https://beg.bahnland-bayern.de/files/media/...rial-lsm_25.pdf
Nur für die Brennstofffahrzeuge sind Neufahrzeuge vorgesehen (da gibt es ja noch keine Gebrauchtfahrzeuge):
QUOTE
Höchstalter der Fahrzeuge
- Brennstoffzellenfahrzeuge: Neufahrzeuge zwingend vorzusehen
- Lokomotiven: 1975
- sonstige Fahrzeuge: 1994 (Mühldorf - München, Landshut - Bogen), 1998 (übrige Linien)
. ..
Eine denkbare Fahrzeugflotte (BS 1) sähe hinsichtlich der Mindestkapazitäten wie folgt aus:
- 12 HEMU (2-teilig, ca. 150 Sitzplätze 2. Klasse)
- 6 DMU (2-teilig, ca. 130 Sitzplätze 2. Klasse)
- 9 DMU (1-teilig, ca. 70 Sitzplätze 2. Klasse)
- 29 DMU (2-teilig, ca. 100 Sitzplätze 2. Klasse)
- diverse Lok-Wagen-Züge unterschiedlicher Kompositionen und Sitzplatzanzahlen (16 Diesellokomotiven und 75 Doppelstockmittel-/steuerwagen)

Interssant ist, dass die BEG davon ausgeht, dass sowohl bei den Gebraucht- als auch bei den Neufahrzeugen am Markt nicht genug Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Dennoch wird die BEG keine Massnahmen ergreifen:
QUOTE
Ein effektiver und diskriminierungsfreier Zugang zu geeignetem Rollmaterial ist nicht vollständig gewährleistet. Ein solcher Zugang ließe sich daher allenfalls durch Maßnahmen der Auftraggeber .. . gewährleisten. Gleichwohl wird von einer Ergreifung angemessener Maßnahmen zur Gewährleistung eines effektiven und diskriminierungsfreien Zugangs zu geeignetem Rollmaterial .. . abgesehen. Auch durch eine derartige Maßnahme wäre geeignetes Rollmaterial in Form von Neufahrzeugen voraussichtlich nicht bis
zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme im Dezember 2024 verfügbar.

Meine Interpretation: Es bleibt wohl dabei, dass die Südostbayernbahn weiterhin dieses Netz bedient: entweder verschiebt man den Start des Wettbewerbsprojekts oder man erteilt weiterhin der Südostbayernbahn den Zuschlag.

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Südostbayer
  Geschrieben am: 14 Jan 2022, 07:55


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QUOTE (Südostbayernbahn)
Eine Entgleisung von Güterwagen im Bahnhof Mühldorf (am Nachmittag des Donnerstags, 13. Januar; Anm. d. Red wink.gif ) führte zu Schäden an der Infrastruktur. Dies ruft aktuell Einschränkungen im Streckennetz der Südostbayernbahn hervor.

Zwischen Mühldorf und München fallen am Freitag, 14.01.2022 folgende Züge aus:
RB 27012 Mühldorf ab 4:56 Uhr- München Hbf an 6:14 Uhr/RB 27007 Dorfen ab 5:42 Uhr-Mühldorf an 6:13 Uhr/RB 27016 Mühldorf ab 5:58 Uhr-München Ost an 7:02 Uhr/RE 27002 Mühldorf ab 6:37 Uhr- München Hbf an 7:34 Uhr/RB 27024 Mühldorf ab 6:56 Uhr - München Ost an 8:03 Uhr/RB 27038 Mühldorf ab 11:38 Uhr - München Hbf an 12:54 Uhr/RB 27035 München Hbf ab 14:27 Uhr - Mühldorf an 15:35 Uhr/RB 27021 München Ost ab 8:16 Uhr - Mühldorf an 9:19 Uhr/ RB 27037 München Ost ab 14:54 Uhr - Mühldorf an 15:53 Uhr/RB 27034 Mühldorf ab 9:37 Uhr - München Hbf an 10:55 Uhr/RE 27004 Mühldorf ab 7:32 Uhr - München Hbf an 8:35 Uhr/RB 27045 München Ost ab 16:19 Uhr - Mühldorf an 17:23 Uhr/RB 27052 Mühldorf ab 17:37 Uhr - München Hbf an 18:55 Uhr/RB 27051 München Hbf ab 17:06 Uhr - Mühldorf an 18:20 Uhr/RB 27063 München Hbf ab 19:48 Uhr - Mühldorf an 21:02 Uhr /RB 27057 München Hbf ab 18:07 Uhr - Mühldorf an 19:19 Uhr/RB 27055 München Hbf ab 17:46 Uhr - Mühldorf an 18:57 Uhr
    
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Südostbayer
  Geschrieben am: 17 Jan 2022, 07:41


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Die drei im Bahnhof Mühldorf entgleisten Güterwagen verursachen weiterhin Beeinträchtigungen bis mindestens Dienstag, 18. Januar. Mühldorf-Rosenheim ist auf Zweistundentakt geschwächt, zwischen Mühldorf und München fallen vor allem die Verstärker zu den Hauptverkehrszeiten, aber auch ein paar Taktzüge aus.

Ein eher unspektakuläres Foto der Wieder-Eingleisung gibt's hier: https://www.ovb-online.de/muehldorf/muehldo...n-91237167.html
    
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