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Die neuen Fahrgastrechte [Zur Themenübersicht]
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JeDi
  Geschrieben am: 29 Jul 2009, 22:55


Lebende Forenlegende


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Geschichte

Lange Zeit gab es nur sehr wenig Rückerstattung bei Verspätung. Das waren ab 30 Minuten Verspätung im ICE 10 Euro, ab 1 Stunde Verspätung im IC/EC ab 1,5 Stunden 25 Euro. Das war aber nirgends definitiv Festgeschrieben, also eine reine Kulanzleistung.

Die Kundencharta der Bahn

Seit dem 1.10.2004 gilt die sogenannte Kundencharta der DB, die unter anderem bei einer Verspätung von mehr als 60 Minuten (also mindestens +61) 20% des Fahrpreises in Form eines Reisegutscheins vorsieht. Dies wird in die Beförderungsbedingungen, zusätzlich zu den bekannten Punkten 9.1.1 (Weiterbeförderung bei Anschlussverlust auch über Umwege und in Höherwertigen Zügen und Taxi/Hotel, wenn sonst Ankunft nach 0 Uhr), aufgenommen.


Die neuen Passagierrechte, gültig seit heute:


Die Kompaktform:

- ab 60 Minuten Verspätung gibts 25% des Fahrpreises bar oder als Gutschein zurück, ab 120 Minuten 50%
- Dies gilt für alle Fahrkarten und alle Züge
- Es gilt eine Bagatellgrenze von 4 €, mit Zeitkarten (auch Ländertickets, SWT, QDLT) kann man aber "sammeln"
- ab zu erwartenden +20 kann man einen höherwertigen Zug nutzen, muss allerdings bei einer Fahrkarte der Produktkategorie C erst einen Aufpreis lösen, und diesen dann zur Erstattung einreichen. Dies gilt nicht für "stark vergünstigte Fahrausweise" - die üblichen.
- ab +60 und nichterreichen des Ziels vor 0 Uhr kann man ein Taxi oder Hotel nehmen, je nachdem was günstiger ist. Erstattung bis zu 80 Euro - allerdings muss man auch hier erstmal vorstrecken.
- wenn absehbar ist, dass das Ziel mit mindestens +60 erreicht wird, kann die Fahrt abgebrochen werden, und man erhält sein Geld zurück.
- ab +30 werden ICE-Sprinteraufpreise erstattet



Wie kommt man ran?

Dafür gibt es das "Fahrgastrechteformular", kurz FGF. Das gibts beim Zugbegleiter, in Fahrkartenausgaben und beim Servicepersonal am Bahnhof oder hier und ist ein 4mal gefaltetes, langes Blatt. Was macht man jetzt damit? Richtig! Ausfüllen!


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Beginnen wir oben. Da gibt es eine Lasche. In die kommt die Fahrkartenkopie - das Original würde ich persönlich nicht aus der Hand geben, auch wenn das den Vorteil der sofortigen Auszhalung/Gutscheinerstellung mit sich bringt.

Weiter gehts - Ankreuzen, was ihr wollt (Erstattung Fahrpreis, Sprinteraufpreis, wegen Fahrtabbruch, Nutzung eines höherwertigen Zuges, Taxi oder Hotel), (Feld 1) und welche Fahrkarte ihr hattet. (Feld 2)

Im dritten Feld kommt ihr dann nicht mehr ums schreiben herum - hier muss der Geplante Reiseverlauf (Start, Abfahrt, Ziel, Ankunft), sodass das im nachhinein Ermittelt werden kann, eingetragen werden.


Weiter gehts mit dem zweiten Teil: Hier muss der genaue Verspätete Zug und/oder verpasste Anschluss angegeben werden.

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Oben Zuggattung und Zugnummer und Abfahrtszeit des betreffenden Zuges eintragen.
Wenn der allein schon +60/+120 hatte, reicht das schon, dann gehts unten mit Feld 23/24 weiter, also der tatsächlichen Ankunft.

Solltet ihr erst durch Anschlussverlust (wie in meinem Fall) die +60 erreicht haben, gehts rechts weiter, also der planmäßige Anschluss, der dann genutzte Zug, der Bahnhof des ersten Verlustes und letztenendes der Ankunft am Zielbahnhof.

Ist der Zug aber ausgefallen, gehts links weiter, und es wird einfach der dann benutzte Zug eingetragen - in meinem Fall wäres dann ein RE gewesen. Auch hier wieder die Ankunft am Ziel nicht vergessen.

Wenn ihr jetzt die Originalfahrkarte einreicht, und die Verspätungsbescheinigung schon habt (dazu unten mehr), dann noch Feld 25 oder 26 ankreuzen, unterschreiben und damit in die nächste Fahrkartenausgabe gehen. Da gibts dann direkt Geld oder Gutschein.

Sollte davon etwas fehlen, oder ihr nur eine Fahrkartenkopie einreichen wollen, gehts unten weiter:

user posted image

Adresse eintragen, bei Überweisung noch die Bankverbindung. Dann das Formular wie angegeben von oben nach unten zusammenfalten, die Klebestreifen abziehen und damit zusammenkleben. Dann in der Fahrkartenausgabe abgeben oder an die angegebene Adresse schicken.

Bei Abwicklung über das Servicecenter ist KEINE Verspätungsbescheinigung erforderlich! (Kann aber nicht schaden)

Die Bescheinigungen stellt der Zugbegleiter (wenn sein eigener Zug über +60 hat), oder der Servicepoint am Bahnhof aus. Wie gesagt - Absolutes Muss, wenn man das Geld sofort haben will!

Wichtig! Die bisherigen Fahrgastrechte aus 9.1.1/9.1.2 BBPV wurden damit unwirksam! Es ist nicht mehr möglich, einfach ohne Aufpreis einen anderen Zug zu benutzen! (und mit SWT/LT gar nicht mehr) Im Zweifel kann man auch alles in den Beförderungsbedingungen, aktuell hier, allgemein hier nachlesen!


Bei weiteren Fragen, bitte einfach melden smile.gif

JeDi

Nutzung eines Häherwertigen Zuges? Das heißt, man schaut erstmal, ob an der Front so ein possierliches Tierchen klebt? wink.gif Ich denke nein. scnr!

Bearbeitet von Auer Trambahner am 30 Jul 2009, 06:54

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Tequila
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 01:55


Kaiser


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Mitglied seit: 20 Jul 05
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Wohnort: Selke-Aue (LHEW)


Daß man formell keinen alternativen Zug mehr nutzen kann, ohne vorzuschießen, ist mir heute bereits durch D$0 bekanntgeworden.
Und daß SWT/LT/QDL nicht mehr beim Anschlußbruch auch mit FV-Ersatzbenutzung berechtigen (bzw. gelöste FV-Fahrscheine nicht erstattungsfähig sind) auch - auch wenn ich die generelle Begründung "erheblich ermäßigte Fahrscheine", was weiter hinten mit mind. 50% Fahrpreiseinsparung definiert wird, nicht teile, denn wenn ich eine Fahrt durchführe, die 40 EUR Normalpreis gekostet hätte und ich fahr mit einem SWT 37 EUR, dann ist das keine Fahrt, womit ich mindestens 50% gespart hätte.

Wie ist das nun, wenn ich ein SWT oder QDLT habe und das Nutzen eines Fernzuges - und sei es auch nur für eine Station - die einzige Möglichkeit wäre, das geplante und gewünschte Reiseziel noch zu erreichen. Darf ich dann dennoch keinen FV-Zug auf ner Teilstrecke nutzen (natürlich mit Vorstrecken) oder wie verhalte ich mich dann richtig? Nahverkehr soweit wie möglich nutzen und dann Hotel bzw. Taxi und kostenfreie Weiterfahrt am nächsten Morgen?

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02.05.1996 - 27.05.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
28.05.2000 - 04.11.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar - Hildesheim
05.11.2000 - 13.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Bad Harzburg - Hildesheim - Hannover
ab 14.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
Der ZGB beschloß im Rahmen des Regionalbahnkonzepts 2014+ zusammen mit der LNVG und RH das Brechen des RE 4 in Goslar zugunsten eines fahrzeugreinen Echtstundentaktes auf Bad Harzburg - Hannover!
    
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146225
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 06:37


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 14594

Alter: 41
Wohnort: TH


Die nächste interessante Frage ist ja, wann es Geld gibt. Ich persönlich hätte diesen populistischen Schwachsinn nicht gebraucht, aber er wurde beschlossen, also muß ich mich damit ggf. auseinandersetzen. (Und vermutlich die entstehenden Kosten bei der nächsten Fahrpreiserhöhung mitbezahlen...)

Definitiv keine Entschädigung gibt es ja in Fällen, in welchen das EVU nicht für die Verspätung verantwortlich gemacht werden kann, also Naturkatastrophen, Demonstranten und spielende Kinder im Gleis, Gleislatscher, Selbstmörder u.ä. - diese Regelung wird sicher noch mal irgendwo zum Rechtsstreit führen. Was ist aber mit der beliebten "verspäteten Übergabe aus dem Ausland" ? Nehmen wir als Beispiel an, der bekannte EC 113 wird mit +25 von der ÖBB an die DB übergeben. In Stuttgart, wo ich einsteige, hat der Zug noch +20. Deshalb platzt mir in Frankfurt ein Anschluß und ich komme am Schluß mit über +60 ans Ziel. Krieg ich in solchem Fall dann die Entschädigung von der DB oder nicht ? Strenggenommen nein, weil das EVU DB ja die Verspätungen der ÖBB nicht beeinflussen kann. Oder heißt es da "mitgefangen - mitgehangen ?"

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Auer Trambahner
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 07:23


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 9985

Wohnort: Drunt in da greana Au


QUOTE (146225 @ 30 Jul 2009, 07:37)
(Und vermutlich die entstehenden Kosten bei der nächsten Fahrpreiserhöhung mitbezahlen...)

Das ist der Punkt, den vermutlich nahezu jeder Lobeshymnenschwinger übersieht.
Die wunderbare Welt der BWL...

QUOTE
Definitiv keine Entschädigung gibt es ja in Fällen, in welchen das EVU nicht für die Verspätung verantwortlich gemacht werden kann
, also Naturkatastrophen, Demonstranten und spielende Kinder im Gleis, Gleislatscher, Selbstmörder

Der Satz sagt schon alles. Wenn du dir jemand mit einem Fußball die Brille zertrümmert gehst ja auch nicht zum Optiker und verlangst konstenlos eine neue.
Du kannst, wennst die Nerven dazu hast, die Eltern der spielenden Kinder , Greenpeace oder oder die Angehörigen belangen.

QUOTE
Was ist aber mit der beliebten "verspäteten Übergabe aus dem Ausland" ? Nehmen wir als Beispiel an, der bekannte EC 113 wird mit +25 von der ÖBB an die DB übergeben.

Gute Frage. Theoretisch könnte die DB die Forderung an die ÖBB weiterleiten, die sie dann entsprechend bearbeitet. Praktisch ist wie bei vielem "Kundenorientierungsgedöns" da eine eingebaute A...karte drin.



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Autobahn
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 08:54


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 9573




Ich sehe es zumindest als positiv an, dass es

Bargeld

gibt.

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Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
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Jörg.L.E.
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 11:43


Haudegen


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Mich würde es mal interessieren wie die DB mit der Ausgabe dieses Formulare grundsätzlich verkehrt. Früher(liegt schon länger her) hatte das Personal im Zug diese V-Gutscheine ausgeteilt. Die wurde ja nach und nach auf die Servicepoints abgewälzt. Ich habe bei Verspätungen schon seit langem(mind. über 1 Jah her) kein Gutschein mehr im Zug bekommen. Die Frage ist ja grundsätzlich: Muss ich im verspäteten Zug dem Personal hinterherlaufen(bei Verspätungen verstecken die sich gerne) oder reicht es aus, das Formular grundsätzlich am Servicepoint zu beziehen.

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Bahnstatistik 2009:
83770 km (229,5 km pro Tag )
Stand: 31.12.2009

Extra Lipsiam vivere est miserrime vivere !
    
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MVG-Wauwi
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 12:31


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 2449

Alter: 47
Wohnort: München


QUOTE (Autobahn @ 30 Jul 2009, 09:54)
Ich sehe es zumindest als positiv an, dass es

Bargeld

gibt.

Ja, allerdings auch für das (fernverkehrsbetreibende) EVU - als zinsloses Darlehen dry.gif mad.gif .

Bearbeitet von MVG-Wauwi am 30 Jul 2009, 12:31

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Gruß vom Wauwi
    
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JeDi
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 12:41


Lebende Forenlegende


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QUOTE (146225 @ 30 Jul 2009, 07:37)
Nehmen wir als Beispiel an, der bekannte EC 113 wird mit +25 von der ÖBB an die DB übergeben. In Stuttgart, wo ich einsteige, hat der Zug noch +20. Deshalb platzt mir in Frankfurt ein Anschluß und ich komme am Schluß mit über +60 ans Ziel. Krieg ich in solchem Fall dann die Entschädigung von der DB oder nicht ? Strenggenommen nein, weil das EVU DB ja die Verspätungen der ÖBB nicht beeinflussen kann. Oder heißt es da "mitgefangen - mitgehangen ?"

Dafür gips ja das Feld "Ausgangsland des Verspäteten Zuges" - Die DB wird wohl dann Rechnungen an die ÖBB schreiben.

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JeDi
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 12:42


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Tequila @ 30 Jul 2009, 02:55)
Wie ist das nun, wenn ich ein SWT oder QDLT habe und das Nutzen eines Fernzuges - und sei es auch nur für eine Station - die einzige Möglichkeit wäre, das geplante und gewünschte Reiseziel noch zu erreichen. Darf ich dann dennoch keinen FV-Zug auf ner Teilstrecke nutzen (natürlich mit Vorstrecken) oder wie verhalte ich mich dann richtig? Nahverkehr soweit wie möglich nutzen und dann Hotel bzw. Taxi und kostenfreie Weiterfahrt am nächsten Morgen?

Das geht weiterhin. Es ist ja nicht pauschal "Taxi", sondern "Nutzung eines anderen Verkehrsmittels" gesagt. Das sollte schon gehen.

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JeDi
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 12:43


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Jörg.L.E. @ 30 Jul 2009, 12:43)
Die Frage ist ja grundsätzlich: Muss ich im verspäteten Zug dem Personal hinterherlaufen(bei Verspätungen verstecken die sich gerne) oder reicht es aus, das Formular grundsätzlich am Servicepoint zu beziehen.

Die Dinger gibts am Servicepoint, bei der Fahrkartenausgabe oder beim Zub. Jeder Zub sollte mindestens 100 FGF dabei haben.

Nachdem du aber ja eine BC100 hast, und somit die Abwicklung immer übers Servicecenter läuft, braucsht du noch nicht einmal eine Bestätigung der Verspätung. Das heißt, du kannst das Formular beim Service oder in der Fka problemlos holen, ausfüllen und wieder abgeben.

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146225
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 17:42


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Auer Trambahner @ 30 Jul 2009, 08:23)
Der Satz sagt schon alles. Wenn du dir jemand mit einem Fußball die Brille zertrümmert gehst ja auch nicht zum Optiker und verlangst konstenlos eine neue.
Du kannst, wennst die Nerven dazu hast, die Eltern der spielenden Kinder , Greenpeace oder oder die Angehörigen belangen.


Sehe ich eigentlich keine Notwendigkeit bzw. auch Möglichkeit dazu. Ich kanns nur immer wiederholen, ich hätt diesen marktschreierischen Schwachsinn mit den ach so tollen Neuerungen nicht gebraucht, mir sind im Verspätungsfalle engagierte Eisenbahner vor Ort deutlich lieber als hinterher ein paar Euros retour.

Vor allem wenn ich mir überlege, wann ich nach den formulierten Kriterien zuletzt Anspruch auf Entschädigung gehabt hätte. Ist trotz regelmäßigem Bahnfahren schon verdammt lang her.

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chris232
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 18:24


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Wohnort: Myunkhen


QUOTE (146225 @ 30 Jul 2009, 18:42)
Ich kanns nur immer wiederholen, ich hätt diesen marktschreierischen Schwachsinn mit den ach so tollen Neuerungen nicht gebraucht, mir sind im Verspätungsfalle engagierte Eisenbahner vor Ort deutlich lieber als hinterher ein paar Euros retour.

Ich brauch nicht die 5€ zurück, sondern eine einfache Möglichkeit im Verspätungsfall weiterzukommen. Wenns nach mir geht ganz einfach: Zug hat mehr als 20 min Verspätung und/oder Anschlussverlust -> weiter zum Ziel wie man will oder kostenlos zurück und den Fahrpreis zu 'nem bestimmten Prozentsatz zurück, Übernachtung oder Taxi je nach Fall Entscheidung der Mitarbeiter. Für alle Fahrkarten, egal wieso man zu spät ist. Kapiert jeder und kostet weniger - haben also alle was davon. Aber nein, man muss es ja wieder besonders kompliziert machen...

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Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
Otto von Bismarck

Daher hat die Bahn dem Gemeinwohl und nicht privaten Profitinteressen zu dienen, begreifen Sie es doch endlich mal!
    
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JeDi
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 18:27


Lebende Forenlegende


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Diese Regelung gab es ja bis vorgestern - sogar ohne die 20-Minuten-Regel und mit Taxi/Hotelgarantie bei Ankunft nach Mitternacht durch die Verspätung.

Bearbeitet von JeDi am 30 Jul 2009, 18:27

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 18:32


Lebende Forenlegende


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Bekommt man dieses FRF (wär ja langweilig, wenn's nicht eine Abkürzung gäbe) auch gleich als Block mit sagen wir 100 Formularen drauf? Dann muss man nicht jedesmal irgendwo hin und erst so ein Ding holen, sondern kann sich gleich seine tägliche Entschädigung holen. biggrin.gif

QUOTE
Der Satz sagt schon alles. Wenn du dir jemand mit einem Fußball die Brille zertrümmert gehst ja auch nicht zum Optiker und verlangst konstenlos eine neue.
Du kannst, wennst die Nerven dazu hast, die Eltern der spielenden Kinder , Greenpeace oder oder die Angehörigen belangen.

Moment. Die Verspätung, die die Fahrgäste ähm... stören, sind ja ein Folgeschaden. Die Kinder fügen z.B. der DB einen Schaden zu, wofür die DB die Kinder ja belangen kann. Vertragspartner des Kunden ist die DB. Warum die DB ihre Leistung dann nicht erbringen kann, ist dann dem wurscht. Dann muss halt die DB wiederum ihre Entschädigung beim Verursacher eintreiben.

Wenn ich ein Auto kaufe, hat der Händler mir 2 Jahre Gewährleistung zu geben. Wenn der Hersteller Murks gemacht hat, ist der Händler fällig, weil mit dem hab' ich als Kunden den Vertrag geschlossen. Also muss der Händler schauen, wie er seinen Schaden über die Verträge mit dem Hersteller wieder eintreibt. Und wenn mir mein Arbeitgeber monatelang kein Geld überweist und mein Konto leer ist, zählt das bei meiner Bank, die die Raten für das Auto haben will, auch nur auf Basis von Kulanz als Ausrede. Rechtlich nicht.

Also muss auch das EVU schauen müssen, wie es an ihr Recht kommt. Ich finde es schon etwas schwach, dass man in dem Fall als kleiner Kunde gegenüber von großen Firmen den kürzeren zieht, die ja ihrerseits im Zweifel durchaus ihre Kosten einklagen, wenn wer auf dem Gleis 'ne Demo veranstaltet oder Kinder da rumturnen. Da waren schon einige Eltern froh, 'ne Privathaftpflicht zu haben. Der Kunde soll aber davon nichts haben, das find' ich schon verbesserungswürdig, weil auf die Tour können ja dann die EVU immer versuchen, irgendwie aus der Nummer rauszukommen. Lass' das ein paar mal klappen, dann ist das wie mit dem Rauchverbot und den Raucherklubs.

Okay, bei wirklich höherer Gewalt... Aber was ist das eigentlich? Also wenn eine Sturmtief, das die Bäume an einer nicht vernüftig freigeschnittenen Strecke umwirft... ist das höhere Gewalt oder fehlende Vorsorge? Wenn mein nicht abgebautes Partyzelt in einem angekündigten Gewitter im Flug Nachbars Auto demoliert, bin ich (bzw. meine Haftpflicht) unter Umständen dran... Und bei den Bäumen kann das EVU nichts für, da ist dann das EIU zuständig, das mit dem EVU einen Vertrag geschlossen hat...

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Ja mei...
    
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spock5407
  Geschrieben am: 30 Jul 2009, 19:13


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 12735

Wohnort: neben 8000261-Vorfeld


QUOTE (JeDi @ 29 Jul 2009, 23:55)
- ab 60 Minuten Verspätung gibts 25% des Fahrpreises bar oder als Gutschein zurück, ab 120 Minuten 50%
- Dies gilt für alle Fahrkarten und alle Züge

Also auch bei Verbundfahrscheinen in der S-Bahn?




Btw: Statt für ein paar cent die Bürokratie zu strapazieren, votiere ich auch eher für unkomplizierte Weiterreise
egal was für Zuggattung oder EVU.
Mensch, bei der Bundesbahn hat man den Mist auch net gebraucht. Wenn Anschluss weg, einfach nächsten Zug
der einem sinnvoll Richtung Ziel verhilft. Egal ob N, E, D oder IC.

--------------------
München, Stadt der Nachfrage und Gerechtigkeit. Make Munich Tram Great Again!
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