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Eisenbahnforum.de > Stadtverkehr allgemein > [M] Bilanz der Münchner Verkehrspolitik


Geschrieben von: TravellerMunich am 30 Nov 2013, 11:04
Anmerkung: Diesen Beitrag und die Reaktionen habe ich aus http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=584237c1664aba67af09e3864e67039a&act=ST&f=29&t=14052&st=765&#entry536195 ausgelagert, da es doch ein wenig grundsätzlich wird. JNK.

Jetzt ist laut Süddeutscher klar, dass die Angebotsverbesserungen Tram und U-Bahn auf unabsehbare Zeit nicht kommen werden.
Dazu gehören auch die schon seit mehreren Jahren angekündigten Taktverdichtungen auf der 15/25.

Was ich dabei nicht verstehe: die S-Wägen dürfen ja jetzt fahren, dennoch reicht es gnädigerweise nur zur Inbetriebnahme der Tramverlängerung nach Pasing...

Die Fahrpreiserhöhungen kommen dennoch pünktlich.
Die S-Bahn Berlin scheint offenbar die MVG übernommen zu haben.
Und interessant, was sich die Politik alles gefallen lässt, und das im Wahlkampfjahr.

Denn: Klar dauert die Fahrzeugzulassung etwas, aber dass man nicht eher mehr Tram- und U-Bahnen bestellt hat und stattdessen auf Verschleiß gefahren bzw. sich gerade an der Maximalauslastung entlang getastet hat und zudem noch Altfahrzeuge verschrottete, das geht voll und ganz auf Rechnung von Herrn König.

Herr König und sein Spezl Ude haben den Münchner Nahverkehr ruiniert - und die Grünen dabei mit großen Kulleraugen zugesehen und sich mit ein paar Meter Radspuren abspeisen lassen.

Geschrieben von: Iarn am 30 Nov 2013, 11:22
Danke Traveler Munich für die treffende Zusammenfassung.

Geschrieben von: 146225 am 30 Nov 2013, 11:31
QUOTE (TravellerMunich @ 30 Nov 2013, 11:04)
Herr König und sein Spezl Ude haben den Münchner Nahverkehr ruiniert - und die Grünen dabei mit großen Kulleraugen zugesehen und sich mit ein paar Meter Radspuren abspeisen lassen.

Wenn diese Deine Verschwörungstheorie so zutreffend sein sollte - und das ganze Spiel nicht wieder nur die übliche schlampige Mischung aus theoretischen Einsparpotentialen, Beharrungskräften und Unachtsamkeit ist, dann war es aber auch deshalb so lächerlich einfach, dies zu tun, weil diejenigen, die als Opposition das ganze hätten kritisch begleiten und anmahnen müssen, hirn- und sinnfrei in den Ideologien vergangener Jahrzehnte festgehangen haben, und statt dessen laut kreischend jeden neuen Meter BOStrab-Gleis an der Oberfläche bekämpfen mussten.

Geschrieben von: Sendlinger am 30 Nov 2013, 11:36
QUOTE (TravellerMunich @ 30 Nov 2013, 11:04)
[...]
Herr König und sein Spezl Ude haben den Münchner Nahverkehr ruiniert - und die Grünen dabei mit großen Kulleraugen zugesehen und sich mit ein paar Meter Radspuren abspeisen lassen.

Der Satz mag womöglich richtig sein - aber halte Dir mal vor Augen, was heute unter einer denkbaren CSU-/FDP-Stadtratsmehrheit vielleicht Stand der Dinge wäre: Für den ÖV-Ausbau möglicherweise genauso viel oder besser gesagt wenig wie real, aber die SWM wären in Sachen Strom/Fernwärme Teil von Eon, der Verkehrsteil neben den städtischen Kliniken was-weiß-ich-wohin privatisiert und die GEWOFAG&Co zwecks maximalem Gegenwert eben an eine Patrizia verkauft. Und wofür ? Damit erstmal die nächste Milliarde in Straßentunnel vergraben werden kann ? Und die Gewerbesteuer auf im wirtschaftliberalen Bereich populär niedrige Werte gesenkt werden kann ? Obwohl gerade der Zuzug von Microsoft ins Stadtgebiet doch sehr deutlich zeigt, dass das einer Vielzahl von Firmen sch...egal ist ?

Bei allem (politischen) Bashing - es könnte WEITAUS schlimmer sein als es ist !

Aber das hat nichts mit dem Jahresfahrplan 2014 zu tun, und damit beende ich den Ausflug ins OT hier auch.

Geschrieben von: spock5407 am 30 Nov 2013, 11:46
Man darf auch nicht vergessen: der Trambetrieb war kurz davor, sich in einen musealen Betrieb zu verwandeln nachdem er zuvor als Auslaufbetrieb galt.
Heute ist er ziemlich effizient (ja, das passierte auch auf Kosten des Personals) und scheinbar das Angebot so attraktiv, dass er von Fahrgästen bisweilen überrannt wird.

Und, Rückführung zum Thema Fpl 2014, man hat nun reagiert. Etz kann man vielleicht streiten ob das zu langsam passierte, aber es zeigt klar auf, dass die MVG sich dessen durchaus bewusst ist das man mehr tun muss.

Geschrieben von: TravellerMunich am 30 Nov 2013, 12:20
QUOTE (146225 @ 30 Nov 2013, 11:31)
Wenn diese Deine Verschwörungstheorie so zutreffend sein sollte - und das ganze Spiel nicht wieder nur die übliche schlampige Mischung aus theoretischen Einsparpotentialen, Beharrungskräften und Unachtsamkeit ist, dann war es aber auch deshalb so lächerlich einfach, dies zu tun, weil diejenigen, die als Opposition das ganze hätten kritisch begleiten und anmahnen müssen, hirn- und sinnfrei in den Ideologien vergangener Jahrzehnte festgehangen haben, und statt dessen laut kreischend jeden neuen Meter BOStrab-Gleis an der Oberfläche bekämpfen mussten.

Das Problem ist eben genau diese Schlampigkeit und Wurstigkeit.

Geschrieben von: TravellerMunich am 30 Nov 2013, 12:25
QUOTE (spock5407 @ 30 Nov 2013, 11:46)
Man darf auch nicht vergessen: der Trambetrieb war kurz davor, sich in einen musealen Betrieb zu verwandeln nachdem er zuvor als Auslaufbetrieb galt.
Heute ist er ziemlich effizient (ja, das passierte auch auf Kosten des Personals) und scheinbar das Angebot so attraktiv, dass er von Fahrgästen bisweilen überrannt wird.

Und, Rückführung zum Thema Fpl 2014, man hat nun reagiert. Etz kann man vielleicht streiten ob das zu langsam passierte, aber es zeigt klar auf, dass die MVG sich dessen durchaus bewusst ist das man mehr tun muss.

Man reagiert doch nur, weil man reagieren muss - eben immer genau an der laut Nahverkehrsplan erlaubten Auslastungsgrenze entlang.
Sieht man auch zeitlich - sobald 09:30 vorbei ist (oder gar Schulferien) - geht es bei der U-Bahn auf Takt 10.
Und bei den Taktverstärkern ist mehr als das absolute Minimum (Harras - Münchner Freiheit) untertags auch nicht drin, obwohl die Fahrzeuge in den Wendeanlagen bereit ständen.

Angesichts der dramatisch wachsenden Fahrgastzahlen ist man in den letzten Jahren beim so genannten Angebotsausbau stets hinter der Entwicklung zurück geblieben - die Hauptmaßnahme war ein Umstellen von Normalbussen auf Gelenkbusse, um nur keine Taktverdichtungen machen zu müssen. Und zukünftig eben Buszüge. Bei der Schiene sieht es noch mieser aus.

Geschrieben von: Iarn am 30 Nov 2013, 12:27
QUOTE (spock5407 @ 30 Nov 2013, 11:46)
Und, Rückführung zum Thema Fpl 2014, man hat nun reagiert. Etz kann man vielleicht streiten ob das zu langsam passierte, aber es zeigt klar auf, dass die MVG sich dessen durchaus bewusst ist das man mehr tun muss.

Irgendwie erinnert mich das ganze an Äußerungen der Kommunisten zum Wandel in Kuba. Im Wesentlichen werden Volksreden gehalten. Die paar konkreten Versprechungen, die man macht, müssen leider wegen unwidriger Umstände verschoben werden. Im einen Fall ist es die USA im anderen die TAB, welche die Reformen aufhält, nie jedoch die Tatsache, dass man Jahrzehnte verschlafen hat und die eigene Bürokratie verkrustet ohne Ende ist.

Geschrieben von: Sendlinger am 30 Nov 2013, 12:30
QUOTE (TravellerMunich @ 30 Nov 2013, 12:20)
Das Problem ist eben genau diese Schlampigkeit und Wurstigkeit.

Und auf welchem Platz welcher Liste trittst Du bei der Kommunalwahl an, um den "Saustall auszuräumen" ? An welchem Infostand welcher Partei finden wir Dich, beschäftigt damit, allen die Vorzüge des ÖV-Ausbaus vor dem Bau von Straßentunneln anschaulich und beeindruckend näher zu bringen ?
Hier im Forum bringts nichts, hier ist die Mehrzahl dafür - wenn man davon absieht, dass die Ansichten über die Details ein wenig differenzierter sein mögen, um es mal vorsichtig auszudrücken.


Aber ich sehe schon, das bewegt sich hier vom eigentlichen Thema Jahresfahrplan 2014 wieder mehr und mehr weg Richtung Grundsatzdiskussion Münchner Verkehrspolitik - erbarmt sich bitte mal einer der Admins/Mods und trennt das in ein eigenes Thema ab ?

Geschrieben von: GSIISp64b am 30 Nov 2013, 12:31
Hierzuforum wird aber irgendwie erwartet, dass die MVG die Probleme, die durch Jahrzehnte der Fehlplanung entstanden sind, jetzt, wo die Probleme offensichtlich werden, innerhalb von einem halben Jahr löst. Und daraus, dass sie das nicht tut, wird dann gefolgert, die MVG wäre imkompetent und/oder sähe keinen Lösungsbedarf.

Sorry, Leute. So funktioniert das nicht.

Und was ich sehe, ist: die MVG reißt sich den Arsch auf, um endlich Angebotsverbesserungen bei U-Bahn und Tram umsetzen zu können. Die Gründe, dass das sehr zäh läuft, liegen außerhalb dem Einflussbereich der MVG. Dass jetzt der Avenio auch zu spät kommt, zeigt ja: Die Varios waren kein Fehlkauf. Jeder andere Hersteller kann genauso Verspätungen produzieren oder die Dokumentation nicht nach den hohen Ansprüchen der TAB Oberbayern erstellen.

"Der Hund hat die Hausaufgaben gefressen" ist nur dann eine schlechte Ausrede, wenn es auch eine Ausrede ist. Bei der MVG kommt das der Realität der letzten paar Jahre aber ziemlich nahe.

Geschrieben von: DonFabiano am 30 Nov 2013, 13:46
Ich verspreche den Leuten aber nicht wider logischen Denkens das Blaue vom Himmel - z.B. um ihnen damit ein paar Taler mehr ausm Höschen zu ziehen -, wenn ich's dann immer wieder nicht einhalten kann. Und da stinkt der Fisch halt gewaltig, egal ob vom Kopf, vom Schwanz oder von der Flosse her...

Geschrieben von: GSIISp64b am 30 Nov 2013, 13:47
Würde die MVG aber nicht das Blaue vom Himmel versprechen, würde sie noch mehr für ihre Untätigkeit kritisiert.

Geschrieben von: TravellerMunich am 30 Nov 2013, 13:58
20 Jahre lang wurde die MVG zusammen mit München von Alien-CSU-FDP-Nazis aus dem All terrorisiert. Jetzt endlich ist Super-Ude mit King König am Zug, konnte die pöse Horde verjagen und Ihr erwartet, dass die beiden Herren jetzt in 6 Monaten all das richten, was 20 Jahre versäumt wurde???
Ach, Ude und König haben schon seit 20 Jahren den Nahverkehr unter ihrer Fuchtel?
Tja, dann weiß ich auch nicht weiter, denn der Heiland und Messias wandelt ja schon auf Münchens Erde, perfekter kann man es nicht machen und alles andere ist überzogenes Anspruchsdenken! Dann zieht doch nach Wien, ihr undankbares Fahrgäste-Pack, wenn ihr keine Demut empfindet und Euch nicht mal ein Auto leisten könnt oder wollt!

Pauschale Beleidigung entfernt. JNK

Geschrieben von: DonFabiano am 30 Nov 2013, 14:04
QUOTE (GSIISp64b @ 30 Nov 2013, 13:47)
Würde die MVG aber nicht das Blaue vom Himmel versprechen, würde sie noch mehr für ihre Untätigkeit kritisiert.

Und sie wird zu wenig dafür kritisiert, ihre vollmundigen Versprechungen nicht/nicht immer einzuhalten.
Die Schwarz-Weiß-Sicht lass ich nicht zu, es gibt doch bittschön noch was zwischen "nichts tun" vs. "direkt ab morgen ist alles viel besser". Wenn man verbreitet, dass ab 15.12. etwas kommt (Kleingedrucktes mal beiseit gelassen), was dann am 15.12. nicht kommt, ist das nunmal Käse, tut mir leid. Eine ehrliche Kommunikation, die sowas auf z.B. März taxiert, wäre da deutlich besser - zumal man sich dann, wenn es doch am 15.12. klappt, gleich doppelt feiern lassen kann wink.gif

EDIT: Und besonders immer mit solchen die Preiserhöhung rechtfertigenden Versprechen, aber diesen Vergleich fang ich jetzt nicht wieder an, da reg isch misch bloß uff rolleyes.gif

Geschrieben von: spock5407 am 30 Nov 2013, 14:17
QUOTE (GSIISp64b @ 30 Nov 2013, 12:31)
Dass jetzt der Avenio auch zu spät kommt, zeigt ja: Die Varios waren kein Fehlkauf. Jeder andere Hersteller kann genauso Verspätungen produzieren oder die Dokumentation nicht nach den hohen Ansprüchen der TAB Oberbayern erstellen.

Warten wir doch erstmal ab, wie groß die Verspätung sein wird. Um die der Varios (die nach wie vor nicht auf anderen Linien als 19-22 eingesetzt werden dürfen) zu toppen, muss schon viel schiefgehen. Ausserdem war der Zeitrahmen für die T-Wagen ein ganz anderer als für die S-Wagen.

(Aber das sollten wir in der Tat im Vario oder Aveniothema weiter diskutieren).

Geschrieben von: viafierretica am 30 Nov 2013, 14:19
Das Problem ist, dass unter der Regierung Ude anfangs einiges getan wurde, aber seit gut 10 Jahren die Stadt nur noch verwaltet wurde und der seit Jahren bestehende Einwohnerzuwachs konsequent ignoriert wurde. Die Tram-Westtangente wurde vor 22 (!!!) Jahren beschlossen, und man kann von großem Glück reden, wenn sie 30 Jahre nach Beschluss realisiert wird. Die Fahrgastzahlen nahmen konsequent zu, und die MVG hat v.a. auf der U-Bahn das Angebot reduziert, bei der Tram funktionierende P-Wagen verschrottet und zu wenig neue Fahrzeuge bestellt. Alles wurde bis auf die letzten Reserven ausgereizt und gespart, wo es ging. Man kann problemlos 5 bis 10 Jahre bei einem gut funktionierenden System sparen, aber dann kommt die Rechnung, und die ist bitter. Alte U-Bahn-Wagen sehen jämmerlich aus, Zugausfälle und Verspätungen ohne Ende. Und in der Stadtentwicklung ist es keinen Deut besser: statt einer U-Bahn nach Englschalking Vorschub zu leisten, werden am künftigen Knoten Englschalking freie Wiesen mit Einfamilienhäusern zugesch----. Im Bereich Bahn bekommt die Stadt München rein gar nichts auf die Reihe, 12 Jahre hat man der Bay. Staatsregierung nachgeplappert, dass die Lösung aller Probleme nur die 2. Stammstrecke sein kann. Bei schnell umsetzbaren Maßnahmen wie dem Halt Poccistraße ist man erschreckend passiv und tut nichts, aber rein gar nichts, um das voranzutreiben. Dieser Stadt fehlt der Mut, die Stadt irgendwie voranzubringen und plappert lokalen Egozentrikern-Initiativen nach.

Geschrieben von: viafierretica am 30 Nov 2013, 14:20
QUOTE (GSIISp64b @ 30 Nov 2013, 12:31)
Hierzuforum wird aber irgendwie erwartet, dass die MVG die Probleme, die durch Jahrzehnte der Fehlplanung entstanden sind, jetzt, wo die Probleme offensichtlich werden, innerhalb von einem halben Jahr löst. Und daraus, dass sie das nicht tut, wird dann gefolgert, die MVG wäre imkompetent und/oder sähe keinen Lösungsbedarf.

Sorry, Leute. So funktioniert das nicht.

Und was ich sehe, ist: die MVG reißt sich den Arsch auf, um endlich Angebotsverbesserungen bei U-Bahn und Tram umsetzen zu können. Die Gründe, dass das sehr zäh läuft, liegen außerhalb dem Einflussbereich der MVG. Dass jetzt der Avenio auch zu spät kommt, zeigt ja: Die Varios waren kein Fehlkauf. Jeder andere Hersteller kann genauso Verspätungen produzieren oder die Dokumentation nicht nach den hohen Ansprüchen der TAB Oberbayern erstellen.

"Der Hund hat die Hausaufgaben gefressen" ist nur dann eine schlechte Ausrede, wenn es auch eine Ausrede ist. Bei der MVG kommt das der Realität der letzten paar Jahre aber ziemlich nahe.

Die MVG verkündet nun seit 3 Jahren die Taktverdichtung der 15/25, ohne dass sie jemals umgesetzt wurde. Aber die Fahrpreise wurden u.a. mit dieser Verdichtung ohne schlechtes Gewissen erhöht.

Geschrieben von: spock5407 am 30 Nov 2013, 14:21
QUOTE (viafierretica @ 30 Nov 2013, 14:19)
Das Problem ist, dass unter der Regierung Ude anfangs einiges getan wurde, aber seit gut 10 Jahren die Stadt nur noch verwaltet wurde......(snip)....... Dieser Stadt fehlt der Mut, die Stadt irgendwie voranzubringen und plappert lokalen Egozentrikern-Initiativen nach.

Jawoll. Das trifft genau ins Schwarze.

Geschrieben von: Lazarus am 30 Nov 2013, 14:43
Zum Glück für den Münchner ÖPNV kann Ude nicht ein weiteres Mal als OB kandidieren.....

Geschrieben von: Sendlinger am 30 Nov 2013, 15:39
Alleine gewesen ist er es aber auch keineswegs:

- Erst der parteipolitisch bedingte Kleinkrieg um die Nordtangente mit der Attitüde "wir gönnen Dir keinen Erfolg, und wenn das tausend Mal sinnvoll wäre"
- Dann die Transrapid-Träume der Stober-Ära, bei der jede Verbesserung im S-Bahn-Bereich als "Humpel-Express" und ähnliches verunglimpft wurde und jegliche Fortentwicklung der S-Bahn aus dem Sichtfeld geriet (das ist jetzt Landesebene !) - Ausgang leidlich bekannt.
- Dann die wundersame Studie mit der Abwägung Südring vs. Stamm2, bei der auf genauso wundersame Weise Ude auf die Linie eines Herrn Wiesheu eingeschwenkt ist, der wiederum dann aus seinem Amt "verdunstet" ist.
- Dann die willkürliche Festlegung "Ohne Stamm2 nix auf den Außenästen", auch auf Landesebene
- Dann der Kampf mit dem KNF und das Zusammenstreichen von Details mit dem "Gipfel" einer zweiten kompletten Umplanung des Ostabschnitts, von den Widersprüchlichkeiten der dann nicht barrierefreien ÜFEXe an 96cm-Bahnsteigen und dem an manchen Stellen skuril anmutenden Betriebskonzept mal abgesehen. Dauert ja bis heute an und behindert immer noch alles inklusive der Westtangente

Hinzu kommt die offensichtliche Konzeptlosigkeit in Sachen nachhaltiger Problemlösung im großen Paket "Bahnknoten München", bei dem dem Land nichts anderes einfällt als die Trasse Daglfing-Johanneskirchen doch einfach mal oberirdisch anzusetzen, damit die Stadt München nur ja finanziell bluten muß für eine Tunnellösung oder der ganz offiziell eingebrachte absonderliche Vorschlag eines Fernverkehrstunnels Trudering-Grafing im Bundesverkehrswegeplan, der für eine Entlastung des Güterverkehrs im Brenner-Nordzulauf sorgen soll ? Vom ewigen Geschwurbel um die längst nötigen viergleisigen Ausbauten der Strecken nach Markt Schaben, nach Freising und (natürlich) Richtung Geltendorf muss ich nichts extra erzählen
Hier zeigt sich auf Landesebene ebenso eine Konzept- und Ideenlosigkeit sondersgleichen, gepaart mit der Einstellung "des oide Glumpp braucht doch eh koaner, hot doch a jeder a Auto". Das erscheint mir die wahre "Null-Bock"-Generation gewesen zu sein ...

Von der Bundesebene brauchen wir gar nicht erst reden, dort gabs verkehrspolitisches Versagen gleich in Serie, egal bei welcher farblichen Kombination, angefangen noch in den letzten Zügen der Kohl-Ära. Und da mache ich durch die Bank keine Ausnahme. Es war einfach kein Interesse am Thema vorhanden. Hauptsache, man kann bei Eröffnungen von irgendwas, bevorzugt Autobahnen, wie leer sie auch immer danach sein mögen, dann die Bänder durchschneiden und das wird im Fernsehen und der Zeitung mit den vier Buchstaben abgebildet. Und wenns zur Sache gegangen wäre "was, das kost ja Geld, und so viel". Obendrauf der dann der aus heutiger Sicht völlig missratene "Glücksgriff" eines Herrn Mehdorn, der ja erst recht keinen Cent rausrücken, sondern ihn bestenfalls kassieren wollte "Der Betrieb von Toiletten gehört nicht zum Auftrag der Deutschen Bahn AG".

Hammer noch was ?

Also, sehen wir die Fakten mal im großen Bild, KEINER hatte Lust, KEINE hatte Ideen und erst recht hatte KEINER wirklich Ahnung vom Thema. Klar stumpft dann jeder Beteiligte ab, "Nö, die Windmühle, die ich da bekämpfen müsste, die ist mir jetzt egal, passt scho" ...

Geschrieben von: Jean am 30 Nov 2013, 18:31
Mehdorn hat ja auch nur getan was die Politik wollte... ph34r.gif

Geschrieben von: Lazarus am 30 Nov 2013, 18:55
Ja gut Sendlinger, mit der Aufzählung hast du sicher recht. Aber selbst unter den widrigen deutschen Bedingungen haben andere deutsche Städte deutlich mehr geschafft an Ausbau wie München. Dazu kommt dann noch, das man seit Jahren nur der Nötigste beim Fahrplanwechsel macht. Nämlich nur das, wo man schlicht nicht mehr anders kann, weil die Zustände so gravierend sind, das man nicht mal mehr befördern sagen kann, sondern eher Viehtransport.

Geschrieben von: Sendlinger am 30 Nov 2013, 19:15
QUOTE (Lazarus @ 30 Nov 2013, 18:55)
Ja gut Sendlinger, mit der Aufzählung hast du sicher recht. Aber selbst unter den widrigen deutschen Bedingungen haben andere deutsche Städte deutlich mehr geschafft an Ausbau wie München. Dazu kommt dann noch, das man seit Jahren nur der Nötigste beim Fahrplanwechsel macht. Nämlich nur das, wo man schlicht nicht mehr anders kann, weil die Zustände so gravierend sind, das man nicht mal mehr befördern sagen kann, sondern eher Viehtransport.

An welche konkreten Beispiele anderer Städte denkst Du denn da ? Ich bin ja gerne lernfähig ...
Und das nur das nötigste tun ist natürlich ein Teufelskreis - "ich kann nicht mehr tun, als es der Wagenpark erlaubt, selbst wenn ich wollte". Das ist selbstverständlich auf der städtischen Seite zu suchen; ich stehe immer noch zu meiner geäußerten Meinung, dass z.B. 20 R3 eben keine 40 P-Züge ersetzen konnten. Überzogenes Sparen am falschen Fleck, ebenso wie das frühere sinnbefreite Abbauen von Überholgleisen oder auch Umleitungsstrecken wie Karlstraße. Insofern ist jetzt das beinahe schon offensive Einkaufen von Bussen für so Experimente wie den X30 auf eigene Rechnung OHNE explizite Förderung aus dem Stadtsäckel ja fast schon sowas wie eine Kehrtwende ... ph34r.gif

Geschrieben von: Lazarus am 30 Nov 2013, 19:39
Gut, das man nur das fahren kann, was der Fuhrpark hergibt, ist schon klar. Aber allein die Tatsache, das man es etwa 7 Jahre lang nicht einmal für nötig befand, den Wagenpark zu erweitern, spricht auch Bände und das obwohl schon zum Zeitpunkt der Ablieferung der letzen R3 sich deutlich abgezeichnet hat, das man bald möglichst neue Wagen brauchen würde. Die Ablösung der P war rückblickend gesehen ein grosser Fehler. Das man glaubte 40 P durch nur 20 R zu ersetzen, war einer der grössten Fehler, die sich König ankreiden lassen muss. König sollte heilfroh sein, dass das Unternehmen, für das er gerade arbeitet, zu 100 % der Stadt gehört. In der freien Wirtschaft wär er längst Geschichte....

Geschrieben von: sebastian_t am 30 Nov 2013, 19:51
Ich bin zufrieden mit dem Nahverkehr in München.
Den Kritikern: es fehlt der Nachweis dass die Ude und König Nachfolgern es besser machen werden.
Und genau dies ist die Chance: jetzt vorher, könnt ihr eur Vorschlag auf dem Tisch legen, wie man mit weniger Geld der Ausbau, die Angebotserweiterung, Fahrzeugbeschaffung und Zulassung.
Nachher meckern kann ja jeder (sieht man) - also? Kann ruhig ein längerer Plan sein (10 Jahre), der muss nur Euren Ansprüchen genügen.

Geschrieben von: Boris Merath am 30 Nov 2013, 22:03
QUOTE (viafierretica @ 30 Nov 2013, 14:20)
Die MVG verkündet nun seit 3 Jahren die Taktverdichtung der 15/25, ohne dass sie jemals umgesetzt wurde. Aber die Fahrpreise wurden u.a. mit dieser Verdichtung ohne schlechtes Gewissen erhöht.

Es wurden in der selben Zeit aber auch diverse Verbesserungen sowohl bei der Tram als auch bei der U-Bahn umgesetzt. Dass es ausgerechnet auf dem 15/25 nicht vorangeht ist für die Fahrgäste dieser Linie ärgerlich - aber zu behaupten, es hätte gar keine Verbesserungen gegeben ist so auch nicht richtig.

QUOTE (GSIISp64b @ 30 Nov 2013, 12:31)
Dass jetzt der Avenio auch zu spät kommt, zeigt ja: Die Varios waren kein Fehlkauf. Jeder andere Hersteller kann genauso Verspätungen produzieren oder die Dokumentation nicht nach den hohen Ansprüchen der TAB Oberbayern erstellen.

Das stimmt so auch nicht. Der Avenio kommt sehr früh. Hut ab vor Siemens, dass sie diesen eigentlich absurd kurzen Zeitplan gewagt haben, und Hut ab, dass sie es, so wie es momentan aussieht, beinahe geschafft hätten.

Der Fehler lag hier einzig in der Öffentlichkeitsarbeit - man hätte von Anfang an klar sagen sollen, dass man das sehr ehrgeizige Ziel Fahrplanwechsel hat, aber dass das auch schieflaufen kann bei derart knappem Zeitplan. Wenn die Avenios wirklich bis April fahren, dann bin ich immer noch verblüfft, wie gut die Inbetriebnahme und Zulassung geklappt hat - und das auch noch mit der Münchner TAB.

Geschrieben von: viafierretica am 1 Dec 2013, 00:54
QUOTE (sebastian_t @ 30 Nov 2013, 19:51)
Ich bin zufrieden mit dem Nahverkehr in München.
Den Kritikern: es fehlt der Nachweis dass die Ude und König Nachfolgern es besser machen werden.
Und genau dies ist die Chance: jetzt vorher, könnt ihr eur Vorschlag auf dem Tisch legen, wie man mit weniger Geld der Ausbau, die Angebotserweiterung, Fahrzeugbeschaffung und Zulassung.
Nachher meckern kann ja jeder (sieht man) - also? Kann ruhig ein längerer Plan sein (10 Jahre), der muss nur Euren Ansprüchen genügen.

Weniger Geld geht fast nicht: die MVG finanziert fast alles aus Fahrgeldeinnahmen (ausser Nachtlinien und ein paar Sonderfälle), die Stadt München investiert seit 2010, also der Fertigstellung der U nach Moosach, fast keinen cent in Investitionen, nur etwas Geld für den Betrieb der Nachtlinien und Takt 10 bis 10 (immerhin!).
Keine Großstadt gibt - dank der hohen Fahrgastzahlen und der früher sehr hohen Investitionen - so wenig Geld für den ÖV aus. So erfreulich die Rückzahlung von Schulden ist - durch das Nichtinvestieren häuft man einen immer höheren Berg unterlassener Investitionen an. Der ÖV ist deshalb so gut, weil man bis zur Jahrtausendwende sehr viel Geld in den ÖV-Ausbau gesteckt hat, jetzt wird die Substanz heruntergewirtschaftet. Die Sanierung der U-Bahnhöfe wird von den SWM bezahlt und damit vom Geld der Fahrgäste (und vielleicht der Stromkunden?), aber nicht von der Stadt München, die den Vorteil attraktiver U-Bahnhöfe hat. Die Stadt München jammert, dass andere nichts zahlen, aber investiert selbst kein Geld in den ÖV. Würde man jedes Jahr den gleichen Betrag wie vor 20 Jahren für den ÖV-Ausbau auf die Seite legen, gäbe es kein Finanzierungsproblem.

Geschrieben von: Lazarus am 1 Dec 2013, 01:28
Und im nächsten Monat feiern Ude und König dann eine 400 Meter lange Tramneubaustrecke als tolle Erweiterung ph34r.gif ph34r.gif ph34r.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 1 Dec 2013, 01:38
QUOTE (Lazarus @ 1 Dec 2013, 01:28)
Und im nächsten Monat feiern Ude und König dann eine 400 Meter lange Tramneubaustrecke als tolle Erweiterung ph34r.gif  ph34r.gif  ph34r.gif

Immerhin. Gegen die nächste, deutlich längere Tram-Erweiterung haben die CSUler ja noch nicht fertig protestiert...

Geschrieben von: GSIISp64b am 1 Dec 2013, 02:18
Immerhin gab es mit der Linie 23 und der Emmertram in den letzten paar Jahren schon mehr Neubauten bei der Tram als in den X Jahren davor. Die 400 Meter Tram, die jetzt eröffnet werden, sind also nicht alles, was sich in der Richtung getan hat.

Geschrieben von: andreas am 1 Dec 2013, 10:35
Zudem wird ja gerne übersehen, daß grad die alten U-bahnhöfe mittlerweile einiges an Sanierungsaufwand erfordern - das kostet nunmal auch Geld, eine Sanierung wie z.b. an der Münchner Freiheit gibt's nicht für Lau - die Anbindung des Kaiserpalastes hat gekostet, genauso wie der Umbau am Marienplatz - ist zwar nicht so toll wie 10 Km neue U-Bahn, aber auch wichtig und nötig.

Aber ich laß mich gerne überzeugen, was andere Städte in der Größenordnung von München in den letzten 10 Jahren so auf die Beine bekommen haben:

Berlin eine Stummelu-bahn, Hamburg eine U-Bahn mit 4 km ohne Bahnhof in eine Baustelle, Köln eine ewige Baustelle mit einstürzenden Häusern....

Ja, andere Städte waren echt besser als München....

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 11:32
Zum Thema ansehnliche Verbesserungen bei der MVG in den letzten Jahren, nur Pech, dass es gerade bei der 15/25 keine Verbesserungen gegeben hat, hier mal ein paar offizielle Statistiken (sonst unterstellt man mir wieder MVG-Bashing).
Quelle: MVV-Verbundbericht 2012, Seite 62 sowie Berichte davor online beim MVV und aus meinem Archiv:
http://www.mvv-muenchen.de/fileadmin/media/download/downloadbereich/Publikationen/documents/MVV-Verbundbericht_2012.pdf

Zug- und Wagenkilometer (objektiver geht es nicht mehr, um das reale Angebot für den Fahrgast darzustellen):

U-Bahn Wagenkilometer / Fahrgäste pro Jahr:
1996: 9,6 Mio. / 280 Mio.
2005: 9,8 Mio. / 324 Mio.
2008: 10,4 Mio. / 349 Mio.
2012: 10,7 Mio. / 378 Mio.

Tram:
1996: 6,8 Mio. / 73 Mio.
2005: 6,9 Mio. / 87 Mio.
2008: 6,9 Mio. / 94 Mio.
2012: 7,3 Mio. / 104 Mio.

Bus (Stadtbus):
1996: 31,1 Mio. / 160 Mio.
2005: 26,5 Mio. / 162 Mio.
2008: 27,2 Mio. / 171 Mio.
2012: 28,6 Mio. / 181 Mio.

Zum Vergleich S-Bahn:
1996: 17,6 / 224 Mio.
2005: 19,5
2008: 19,9
2012: 20,3 ca. 240 Mio.

Auswertung der 1. Wagenkilometer / 2. Fahrgastzahlen:
U-Bahn
von 1996 bis 2012: +11,4% / +35%
von 2005 bis 2012: +9,2% / +16,6%

Tram:
von 1996 bis 2012: +7,3% / +42%
von 2005 bis 2012: +5,8% / +19,5%

Stadtbus:
von 1996 bis 2012: -8% / +13,1%
von 2005 bis 2012: +7,9% / +11,7%

Zum Vergleich S-Bahn
1996 - 2012: +15,3% / +7,14%

Regionalbus:
1996: 16,1 Mio, Wagenkilometer / 27 Mio. Fahrgäste
2012: 28 Mio. Wagenkilometer / 45 Mio. Fahrgäste
1996 - 2012: +74% Wagenkilometer / +66% Fahrgäste

Fazit:
In der Amtsperiode König / Ude sind die Fahrgastzahlen je nach Bezugszeitraum und Verkehrsmittel überwiegend rund doppelt bis fünfmal so stark gestiegen wie das Angebot der MVG. Umgekehrt bei der viel gescholtenen S-Bahn, da ist das Angebot doppelt so schnell gewachsen wie die Fahrgastzahlen.

Selbst von 2005 bis 2012 ist bei der Tram die Nachfrage dreimal schneller gewachsen als das Angebot. Beim Bus war die Entwicklung noch am ausgeglichendsten, mit "nur" 50% höherem prozentualem Anstieg bei der Nachfrage im Vergleich zum Wachstum des Angebots. Wobei gerade beim Stadtbus der Vergleich zu 1996 besonders schmerzlich ist: 13,1% mehr Fahrgäste und 8% weniger(!!!) Angebot.

Geschrieben von: Luchs am 1 Dec 2013, 12:11
Wobei Du beim Bus berücksichtigen musst, dass alle U-Bahn und Tramneubauten leistungsstarke Buslinien mit häufigen Fahrten erstetzt haben (z.B. die Linie 51). Das zeiht die Statistik massiv runter.
Tambahnstillegungen aufgrund U-Bahnneubauten gab es diesem Zeitraum ja nicht mehr.

Luchs.

Geschrieben von: viafierretica am 1 Dec 2013, 12:20
QUOTE (andreas @ 1 Dec 2013, 10:35)
Zudem wird ja gerne übersehen, daß grad die alten U-bahnhöfe mittlerweile einiges an Sanierungsaufwand erfordern - das kostet nunmal auch Geld, eine Sanierung wie z.b. an der Münchner Freiheit gibt's nicht für Lau - die Anbindung des Kaiserpalastes hat gekostet, genauso wie der Umbau am Marienplatz - ist zwar nicht so toll wie 10 Km neue U-Bahn, aber auch wichtig und nötig.

Aber ich laß mich gerne überzeugen, was andere Städte in der Größenordnung von München in den letzten 10 Jahren so auf die Beine bekommen haben:

Berlin eine Stummelu-bahn, Hamburg eine U-Bahn mit 4 km ohne Bahnhof in eine Baustelle, Köln eine ewige Baustelle mit einstürzenden Häusern....

Ja, andere Städte waren echt besser als München....

Bei den Millionenstädten hat Anfang der 90er Berlin sehr viel in die S-bahn investiert, die haben nun ein fast komplett erneuertes S-bahn-Netz und komplett neue Bahnhöfe. Im Moment besteht in Berlin bei U- und S-bahn kein wirklich großer Bedarf mehr.

Es sind aber Städte wie z.B. Stuttgart und Bremen, die kontinuierlich ihr Streckennetz erweitert haben. Man muss auch die Finanzsituation ansehen: viele Städte v.a. im Norden haben einfach kein Geld mehr, und es ist nachvollziehbar, dass da kein großer Ausbau möglich ist. Und sie haben stagnierende oder sinkende Einwohnerzahlen. Hamburg ist ein Sonderfall und hat sich mit ÖV schon immer schwer getan.

In München explodieren die Einwohnerzahlen, und die Stadt schwimmt in Geld. Und tut dennoch viel zu wenig. Das ist der Punkt.

Geschrieben von: viafierretica am 1 Dec 2013, 12:21
QUOTE (Luchs @ 1 Dec 2013, 12:11)
Wobei Du beim Bus berücksichtigen musst, dass alle U-Bahn und Tramneubauten leistungsstarke Buslinien mit häufigen Fahrten erstetzt haben (z.B. die Linie 51). Das zeiht die Statistik massiv runter.
Tambahnstillegungen aufgrund U-Bahnneubauten gab es diesem Zeitraum ja nicht mehr.

Luchs.

Und die jahrelang praktizierte Umstellung von Normal- auf Gelenkbus. Sind zwar nicht mehr Fahrten, aber immerhin mehr Platz (+50%).

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 12:56
QUOTE (Luchs @ 1 Dec 2013, 12:11)
Wobei Du beim Bus berücksichtigen musst, dass alle U-Bahn und Tramneubauten leistungsstarke Buslinien mit häufigen Fahrten erstetzt haben (z.B. die Linie 51). Das zeiht die Statistik massiv runter.
Tambahnstillegungen aufgrund U-Bahnneubauten gab es diesem Zeitraum ja nicht mehr.

Luchs.

Wobei es dann ja umso erstaunlicher ist, dass die Fahrgastzahlen Bus trotz U-Bahn und Trambahnausbau um 13,1% seit 1996 bzw. 11,7% seit 2005 gestiegen sind. D.h. die Busse sind viel ausgelasteter als früher.

Dazu im Vergleich noch folgende Info:
1996: 496 eingesetzte Busse zur Spitzenstunde, 160 Mio. Fahrgäste, 322.000 Fahrgäste pro Bus
2012: 382 eingesetzte Busse zur Spitzenstunde, 181 Mio, Fahrgäste, 473.000 Fahrgäste pro Bus, +47% Fahrgäste pro eingesetztem Bus!

D.h. obwohl einige fahrgaststarke Abschnitte an Tram und U-Bahn verloren gingen, ist dennoch die Auslastung deutlich gestiegen.

Geschrieben von: Sendlinger am 1 Dec 2013, 13:09
QUOTE (TravellerMunich @ 1 Dec 2013, 12:56)
[...]
D.h. obwohl einige fahrgaststarke Abschnitte an Tram und U-Bahn verloren gingen, ist dennoch die Auslastung deutlich gestiegen.

Was ja nicht zuletzt auf die nicht gerade kleinen Restrukturierungsmassnahmen im Rahmen des TopBus-Programms 2004 zurück geht. Die Steigerung der Auslastung und der Wegfall von Warmluft-Transporten waren ja durchaus erklärtes Ziel der damaligen Zeit. Ist ja nicht zuletzt auch im entsprechenden Thread hier im Forum nachzulesen.

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 13:36
QUOTE (Sendlinger @ 1 Dec 2013, 13:09)
QUOTE (TravellerMunich @ 1 Dec 2013, 12:56)
[...]
D.h. obwohl einige fahrgaststarke Abschnitte an Tram und U-Bahn verloren gingen, ist dennoch die Auslastung deutlich gestiegen.

Was ja nicht zuletzt auf die nicht gerade kleinen Restrukturierungsmassnahmen im Rahmen des TopBus-Programms 2004 zurück geht. Die Steigerung der Auslastung und der Wegfall von Warmluft-Transporten waren ja durchaus erklärtes Ziel der damaligen Zeit. Ist ja nicht zuletzt auch im entsprechenden Thread hier im Forum nachzulesen.

"Warmluft-Transport" ist gut...:
BVG Berlin: ca. 280.000 Fahrgäste pro eingesetztem Bus
Hochbahn Hamburg: ca. 340.000 Fahrgäste pro eingesetztem Bus
MVG München: ca. 470.000 Fahrgäste pro eingesetztem Bus

(aktuelle Zahlen)
Vor Topbus (ca. 2003) lag die Auslastung noch immer höher als heute bei der Hochbahn und erheblich höher als bei der BVG oder jedem beliebigem anderen deutschen Nahverkehrsunternehmen.

Geschrieben von: Sendlinger am 1 Dec 2013, 13:45
Vielleicht hätte ich schlicht "Effizienzsteigerung gegenüber dem damaligen Status Quo"schreiben sollen. Es gab ja an manchen Stellen durchaus lieb gewonnen Pfleglinge von einzelnen Bezirksausschüssen, die jenseits von gut und böse waren. Dafür wurde bei dem teilweise radikalen Akt damals durchaus auch an manchen anderen Stellen ein wenig stark geschnitten.
Als Beispiel aus meiner Nähe: Gegenüber dem vorherigen 66er war der 134er ein Kapazitätsrückgang um 50%, der dann mit dem später folgenden Gelenkbuseinsatz wegen tumultartiger Szenen im Schülerverkehr ohne Erhöhung der Personalkosten wieder gemildert wurde. Erst der jetzige 130er nimmt die damalige Kürzung von vor 10 Jahren mehr als zurück.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 1 Dec 2013, 19:01
QUOTE (TravellerMunich @ 1 Dec 2013, 13:36)
Vor Topbus (ca. 2003) lag die Auslastung noch immer höher als heute bei der Hochbahn und erheblich höher als bei der BVG oder jedem beliebigem anderen deutschen Nahverkehrsunternehmen.

Die BVG ist als Beispiel für sinnvolle Geschäftsführung jetzt vielleicht nicht unbedingt so gut geeignet...

Wenn man sich mal anschaut, wo die überall mitm Doppeldecker im 10-Minuten-Takt ins Nirwana fahren... wacko.gif

Geschrieben von: DonFabiano am 1 Dec 2013, 19:16
QUOTE (Boris Merath @ 30 Nov 2013, 22:03)
Der Fehler lag hier einzig in der Öffentlichkeitsarbeit - man hätte von Anfang an klar sagen sollen, dass man das sehr ehrgeizige Ziel Fahrplanwechsel hat, aber dass das auch schieflaufen kann bei derart knappem Zeitplan. Wenn die Avenios wirklich bis April fahren, dann bin ich immer noch verblüfft, wie gut die Inbetriebnahme und Zulassung geklappt hat - und das auch noch mit der Münchner TAB.

Aber genau das ist doch das, was bei "den Leuten" ankommt. Und da unterstelle ich der MVG eben schon Absicht, evtl. aus Angst vor "Fahrpreis-Bashing". Aber das ist halt ein Fehler, den man mit mehr Offenheit vermeiden könnte, ohne sich dann eben jetzt das Bashing abholen zu müssen wink.gif (Und nochmal, ein Candystorm wenn's dann doch eher klappt, ist doch auch nix schlechtes...)


QUOTE (TravellerMunich @ 1 Dec 2013 @ 11:32)
Auswertung der 1. Wagenkilometer / 2. Fahrgastzahlen:
U-Bahn
von 1996 bis 2012: +11,4% / +35%
von 2005 bis 2012: +9,2% / +16,6%

Tram:
von 1996 bis 2012: +7,3% / +42%
von 2005 bis 2012: +5,8% / +19,5%

Stadtbus:
von 1996 bis 2012: -8% / +13,1%
von 2005 bis 2012: +7,9% / +11,7%

Da sieht man halt auch, dass die Fahrgastzahlen überproportional steigen, und zwar ziemlich deutlich. Insofern hat das Argument "es war gefühlt zu wenig" schon auch seine Grundlage.

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 20:24
Sehr prägnant ist es bei der Tram der MVG zwischen 2005 und 2012:
Streckennetz +9%
Zugkilometer +5,8%
Fahrgastzahlen +19,5%

Das Streckennetz ist fast doppelt so stark gewachsen wie die Zugkilometer und die Fahrgastzahlen sind prozentual mehr als dreimal so stark gestiegen wie das Fahrtenangebot.

Geschrieben von: Boris Merath am 1 Dec 2013, 20:43
QUOTE (TravellerMunich @ 1 Dec 2013, 20:24)
Das Streckennetz ist fast doppelt so stark gewachsen wie die Zugkilometer

Was logisch ist, da auf den bestehenden Kernbereichen der Trambahn dichtere Takte herrschen als auf den Außenbereichen, die neu gebaut wurden.

Geschrieben von: Luchs am 1 Dec 2013, 21:18
Wie man an den seit 96 eöffneten Strecken gut erkennen kann:

- Osttangente: zuerst 5 Minuten Takt, der jetzige 6/6/ hätte nie eingeführt werden dürfen
- 23: HVZ 7,5
- St. Emmeram HVZ 5, nachmittags irgendwann mal auch ...

Also alles Linien, die durchgehend im 10er Grundtakt bedient werden ohmy.gif

Luchs.

Geschrieben von: ropix am 1 Dec 2013, 21:34
Aber warum hat eigentlich der Stadtbus so abgenommen? Da fehlt seit 2005 der Metrobus in den Zahlen?

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 21:49
Okay, Boris:
Noch mehr verdeutlicht folgende Auswertung diesmal ohne Streckenverlängerungen, worauf ich hinaus will:
Tram MVG 2005 - 2009:
-0,1% Wagenkilometer (leichte Schrumpfung des Angebots!), +8,6% mehr Fahrgäste.

Klar, man hatte nicht genug Fahrzeuge zur Angebotsausweitung. Aber woran das wohl lag?

Zudem, auch in den Tagesrandzeiten, in denen man das Sardinen-Feeling hätte durchaus abbauen können, hat man es bis heute nicht getan. Das gilt auch bei der U-Bahn. Fahr mal Freitagnachmittags mit der U3 ab Marienplatz Richtung Olympiazentrum. Auf dem Papier jedenfalls reicht die Kapazität... Man hat den Eindruck, sobald die Auslastung droht, unter 65% zu fallen, wird gleich das Angebot ausgedünnt.

Geschrieben von: viafierretica am 1 Dec 2013, 21:57
QUOTE (ropix @ 1 Dec 2013, 21:34)
Aber warum hat eigentlich der Stadtbus so abgenommen? Da fehlt seit 2005 der Metrobus in den Zahlen?

Seit 2005 gab es ja auch beim Bus massive Zuwächse. Zwischen 1995 und 2005, also vor topbus, gab es massive Verluste beim Bus, einerseits durch neue Schienenstrecken (v.a. die frühere Linie 51 Max-Weber-Platz - Säbener Straße war damals die stärkste Buslinie Münchens, die durch die Tram-Osttangente und die U1 Mangfallplatz ersetzt wurde; die Tram 17 (das betraf aber nur marginal die damalige Linie 32) die U2 zur Messestadt und in geringerem Maß die U1 Westfriedhof), aber andererseits im Bestandsnetz massive Verluste. Durch topbus wurde dieser Abwärtstrend gestoppt, Strecken mit geringer Auslastung aufgegeben oder ausgedünnt und Strecken mit hohem Potenzial verdichtet und insgesamt die Fahrgastzahlen erhöht.
In dieser Aufzählung umfasst StadtBus auch den MetroBus, der Begriff ist nur eine Abgrenzung vom Regionalbus.

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 22:20
QUOTE (ropix @ 1 Dec 2013, 21:34)
Aber warum hat eigentlich der Stadtbus so abgenommen? Da fehlt seit 2005 der Metrobus in den Zahlen?

Der Metrobus ist drin enthalten. Aber es wurden immer weniger Busse eingesetzt, trotz steigender Fahrgastzahlen.
Dafür halt immer mehr Gelenkbusse, nur so konnte man die Auslastung beherrschen und den Fahrgästen und Politikern bei steigenden Fahrgastzahlen und Fahrpreisen eine "Angebotsausweitung" verkaufen - die bezog sich rein auf die so genannten "Platzkilometer", und die steigen wenn man Normalbusse durch Gelenker ersetzt, selbst wenn die Fahrtenanzahl, also das für den Fahrgast wahrnehmbare Angebot im Fahrplan, nicht steigt.

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 22:58
QUOTE (viafierretica @ 1 Dec 2013, 21:57)
Seit 2005 gab es ja auch beim Bus massive Zuwächse. Zwischen 1995 und 2005, also vor topbus, gab es massive Verluste beim Bus, einerseits durch neue Schienenstrecken (v.a. die frühere Linie 51 Max-Weber-Platz - Säbener Straße war damals die stärkste Buslinie Münchens, die durch die Tram-Osttangente und die U1 Mangfallplatz ersetzt wurde; die Tram 17 (das betraf aber nur marginal die damalige Linie 32) die U2 zur Messestadt und in geringerem Maß die U1 Westfriedhof), aber andererseits im Bestandsnetz massive Verluste. Durch topbus wurde dieser Abwärtstrend gestoppt, Strecken mit geringer Auslastung aufgegeben oder ausgedünnt und Strecken mit hohem Potenzial verdichtet und insgesamt die Fahrgastzahlen erhöht.
In dieser Aufzählung umfasst StadtBus auch den MetroBus, der Begriff ist nur eine Abgrenzung vom Regionalbus.

Nun ja - zumindest zwischen 1996 und 2004 (letztes Jahr ohne Topbus) war die Entwicklung so:
1996: 160 Mio. Fahrgäste Bus
2004: 156 Mio. Fahrgäste Bus, also gerade einmal 2,5% weniger.

Dennoch hat sicher Topbus in einem Aspekt in die richtige Richtung gewiesen:
Klar erkennbare Linien im dichten Takt (Metrobusse) werden gut angenommen.
Das Problem vor Topbus war sicher, dass zwar viele Busse eingesetzt wurden, aber auf merkwürdigen Linienwegen und ohne klare Bündelung der Ströme. Zudem profitierte die MVG sicher auch von den seither wachsenden Einwohnerzahlen, die zuvor stagnierten.

Aber:
Aus der wichtigsten Lektion - ein dichtes Angebot generiert viele Fahrgäste - hat man bislang nur halbherzige Schlussfolgerungen gezogen.
Beim Metrobus noch eher als bei der Tram und der U-Bahn, da haben die Busplaner in der Tat noch eine bessere Arbeit geleistet als die Kollegen bei der Schiene.

Aber wie die Beispiele Wien oder Zürich zeigen, kann man mit noch dichteren Takten, auch dichter als Takt 10, noch mehr raus holen.

Geschrieben von: viafierretica am 1 Dec 2013, 23:20
QUOTE (TravellerMunich @ 1 Dec 2013, 22:58)

Nun ja - zumindest zwischen 1996 und 2004 (letztes Jahr ohne Topbus) war die Entwicklung so:
1996: 160 Mio. Fahrgäste Bus
2004: 156 Mio. Fahrgäste Bus, also gerade einmal 2,5% weniger.

Das Problem vor Topbus war sicher, dass zwar viele Busse eingesetzt wurden, aber auf merkwürdigen Linienwegen und ohne klare Bündelung der Ströme. Zudem profitierte die MVG sicher auch von den seither wachsenden Einwohnerzahlen, die zuvor stagnierten.

Aber:
Aus der wichtigsten Lektion - ein dichtes Angebot generiert viele Fahrgäste - hat man bislang nur halbherzige Schlussfolgerungen gezogen.
Beim Metrobus noch eher als bei der Tram und der U-Bahn, da haben die Busplaner in der Tat noch eine bessere Arbeit geleistet als die Kollegen bei der Schiene.

Aber wie die Beispiele Wien oder Zürich zeigen, kann man mit noch dichteren Takten, auch dichter als Takt 10, noch mehr raus holen.

In gleichen Zeitraum haben aber nach Deiner Auflistung die Fahrgastzahlen von U-Bahn und Tram massiv zugenommen, beim Bus gab es sogar Verluste. Relativ hat damit der Bus besonders viel verloren.
Und auch die letzten Jahre gab es beim Bus zahlreiche Taktverdichtungen von 20 auf 10 Minuten und damit auf ein halbwegs attraktives Niveau (z.B. Isarparallele, Linie 146 zum Ostbahnhof), und im Dezember werden es noch mehr.

Geschrieben von: schwarzfahrerin am 1 Dec 2013, 23:30
Ein Bus ist aber immer abhängig von der Straßenverkehrslage. Darum ist U-Bahn attraktiver und sollte auch vorrangig erweitert werden, auch aus Gründen der Luftverschmutzung.

Geschrieben von: TravellerMunich am 1 Dec 2013, 23:30
QUOTE (viafierretica @ 1 Dec 2013, 23:20)
QUOTE (TravellerMunich @ 1 Dec 2013, 22:58)

Nun ja - zumindest zwischen 1996 und 2004 (letztes Jahr ohne Topbus) war die Entwicklung so:
1996: 160 Mio. Fahrgäste Bus
2004: 156 Mio. Fahrgäste Bus, also gerade einmal 2,5% weniger.

Das Problem vor Topbus war sicher, dass zwar viele Busse eingesetzt wurden, aber auf merkwürdigen Linienwegen und ohne klare Bündelung der Ströme. Zudem profitierte die MVG sicher auch von den seither wachsenden Einwohnerzahlen, die zuvor stagnierten.

Aber:
Aus der wichtigsten Lektion - ein dichtes Angebot generiert viele Fahrgäste - hat man bislang nur halbherzige Schlussfolgerungen gezogen.
Beim Metrobus noch eher als bei der Tram und der U-Bahn, da haben die Busplaner in der Tat noch eine bessere Arbeit geleistet als die Kollegen bei der Schiene.

Aber wie die Beispiele Wien oder Zürich zeigen, kann man mit noch dichteren Takten, auch dichter als Takt 10, noch mehr raus holen.

In gleichen Zeitraum haben aber nach Deiner Auflistung die Fahrgastzahlen von U-Bahn und Tram massiv zugenommen, beim Bus gab es sogar Verluste. Relativ hat damit der Bus besonders viel verloren.
Und auch die letzten Jahre gab es beim Bus zahlreiche Taktverdichtungen von 20 auf 10 Minuten und damit auf ein halbwegs attraktives Niveau (z.B. Isarparallele, Linie 146 zum Ostbahnhof), und im Dezember werden es noch mehr.

Ich zitiere mich mal selbst:
Fahrgastzahlen Bus zwischen 1996 (160 Mio) und 2012 (181 Mio.) um 13% gestiegen, obwohl starke Strecken an U-Bahn und Tram verloren gingen.
Auch zwischen 2005 und 2012 um 11,7% gestiegen.

Gesunken sind beim Bus jedoch die Wagenkilometer, d.h. die Zahl der angebotenen Fahrten sind von 1996 auf 2012 um 8% gesunken, trotz steigender Nutzung.

Klar, bei Tram und U-Bahn sind die Fahrgastzahlen noch mehr gestiegen, aber von Verlust beim Bus kann man wahrlich nicht sprechen.

Geschrieben von: GSIISp64b am 1 Dec 2013, 23:31
QUOTE (schwarzfahrerin @ 1 Dec 2013, 23:30)
Ein Bus ist aber immer abhängig von der Straßenverkehrslage. Darum ist U-Bahn attraktiver und sollte auch vorrangig erweitert werden, auch aus Gründen der Luftverschmutzung.

Keine Verkehrsaufgabe, die sich mit Bussen einigermaßen sinnvoll bewerkstelligen lässt, hat das Potential für eine einigermaßen sinnvolle U-Bahn. Wenn ein Gelenkbus im Zehnminutentakt nicht reicht, sollte erstmal die Straßenbahn das Mittel der Wahl sein. Wenn die Tram im Takt 5 überfüllt ist, dann kann man über die U-Bahn mal reden.

Geschrieben von: TravellerMunich am 2 Dec 2013, 00:21
QUOTE (GSIISp64b @ 1 Dec 2013, 23:31)
Keine Verkehrsaufgabe, die sich mit Bussen einigermaßen sinnvoll bewerkstelligen lässt, hat das Potential für eine einigermaßen sinnvolle U-Bahn. Wenn ein Gelenkbus im Zehnminutentakt nicht reicht, sollte erstmal die Straßenbahn das Mittel der Wahl sein. Wenn die Tram im Takt 5 überfüllt ist, dann kann man über die U-Bahn mal reden.

Die U3-Verlängerung vom OEZ nach Moosach ist da jedoch ein gutes aktuelles Gegenbeispiel, bei dem der Sprung vom Bus zur U-Bahn erfolgreich gemacht wurde.

Geschrieben von: GSIISp64b am 2 Dec 2013, 00:26
Da ist das Stichwort dann aber "Netzwirkung". Für vier neue Haltestellen (zwei für die letzte Ausbaustufe) ist natürlich ein Verkehrsmittelwechsel nicht so ganz sinnvoll. Also auf so kleiner Ebene von paar Haltestellen ist das natürlich ein ganz anderes Thema.

Geschrieben von: Lazarus am 2 Dec 2013, 00:57
QUOTE (GSIISp64b @ 1 Dec 2013, 23:31)
Keine Verkehrsaufgabe, die sich mit Bussen einigermaßen sinnvoll bewerkstelligen lässt, hat das Potential für eine einigermaßen sinnvolle U-Bahn. Wenn ein Gelenkbus im Zehnminutentakt nicht reicht, sollte erstmal die Straßenbahn das Mittel der Wahl sein. Wenn die Tram im Takt 5 überfüllt ist, dann kann man über die U-Bahn mal reden.

Demnach müsste man aber nach Freiham auch eine U-Bahn bauen. Wenn ich mir die Fahrgastzahlen am 57er so ansehe und da noch einen Schienenbonus oben drauf addiere, dürfte das bei einem 5er Takt der Tram auch schon recht kuschelig werden.

Geschrieben von: Sendlinger am 2 Dec 2013, 02:07
QUOTE (Lazarus @ 2 Dec 2013, 00:57)
Demnach müsste man aber nach Freiham auch eine U-Bahn bauen. Wenn ich mir die Fahrgastzahlen am 57er so ansehe und da noch einen Schienenbonus oben drauf addiere, dürfte das bei einem 5er Takt der Tram auch schon recht kuschelig werden.

Du blendest dabei mal wieder völlig aus, dass die Trambahn dort erst mal ein Kapazitätsplus gegenüber heute von etwa 100 Prozent ist, sofern man von einem Fassungsvermögen eines R3/S1/T1 ausgeht. Dass mittlerweile Haltestellenlängen auf einen möglichen fünfteiligen Avenio hin geplant werden und dass es für extreme Fälle ja auch möglich wäre, entweder noch längere bis zu acht Teilen oder aber zwecks flexiblerem Einsatz Vierteiler in Doppeltraktion zu verwenden, lässt Du ebenfalls mal wieder ganz dezent unter den Tisch fallen. Es ist also trotz Schienenbonus ohne weiteres möglich, den heutigen M57 zu ersetzen UND Freiham zu bedienen, ohne gleich wieder Überfüllungen zu produzieren. Und nachdem dort auch eine Wagenhalle vorgesehen ist, ist nicht einmal die Abstellung der Fahrzeuge ein echtes Problem.

Desweiteren erinnere ich NOCHMAL daran - eine U-Bahn würde in Freiham, weil in Ost-West-Richtung verlaufend, exakt einen Punkt in der Neubausiedlung anfahren. Selbige hat aber eine bereits heute feststehende, an einer Nord-Süd-Achse orientierte Struktur, bei der zusätzlich hinzukommt, dass neben einem Geschäftsbereich im Bereich des S-Bahnhofs dort auch ein großes Schulzentrum entstehen wird, das logischerweise auch seine Schüler angeliefert bekommen möchte. Da die U-Bahn mit Sicherheit nicht den S-Bahnhof anfährt, sondern schon wegen der durch Verwaltungsvorschriften vorgegebenen Kurvenradien irgendwo mitten in der Siedlung enden würde, stellt sich die Frage, wie wird der Schülerverkehr in Freiham erledigt ? Unter den beschriebenen Voraussetzungen wohl nicht anders als heute in Neuaubing - mit vielen Gelenkbussen ! Die Trambahn dagegen würde Freiham genau entlang der genannten Nord-Süd-Achse erschliessen und damit neben der Möglichkeit der Fahrt Richtung Pasing (sofern man das als Fahrgast möchte) auch die Zubringerfunktion zur S-Bahn sowie zum genannten Schulzentrum übernehmen => bedeutet nichts anderes als die gestellte Aufgabe erfüllt.

Daher bleibe ich ganz klar bei meiner schon geäußerten Meinung - in Hinsicht auf eine gute Erschließung von Freiham ist und bleibt eine U-Bahn dorthin nichts anderes als eine drastische Themaverfehlung ! Und das ist noch SEHR freundlich ausgedrückt ...

Und im übrigen - davon, dass auch Du immer wieder diese Behauptung streust, wird sie nicht wahrer ... ph34r.gif
Also brauchen wir das nicht im x-ten Thema zum x-ten Mal durchkauen ! Punkt !

Geschrieben von: viafierretica am 2 Dec 2013, 08:15
QUOTE (TravellerMunich @ 2 Dec 2013, 00:21)
Die U3-Verlängerung vom OEZ nach Moosach ist da jedoch ein gutes aktuelles Gegenbeispiel, bei dem der Sprung vom Bus zur U-Bahn erfolgreich gemacht wurde.

wobei hier natürlich auch die Verknüpfung mit der S-Bahn, Tram und den weiterführenden Buslinien relevant ist.

Geschrieben von: Sendlinger am 2 Dec 2013, 11:13
QUOTE (viafierretica @ 2 Dec 2013, 08:15)
wobei hier natürlich auch die Verknüpfung mit der S-Bahn, Tram und den weiterführenden Buslinien relevant ist.

Womit wir ja wieder bei der schon von GSIISp64b genannten "Netzwirkung" sind. Die kann aber ebenfalls nicht das alleinig wichtige Kriterium sein, weil deren Grenznutzen auch ab einem gewissen Punkt mal in keinem Verhältnis mehr zum Aufwand steht - bei der U3 nach Mossach war der Nutzen noch gegeben, insofern war das aus meiner Sicht auch keine "Umstellung von Bus auf U-Bahn".

Geschrieben von: Iarn am 30 Dec 2013, 11:10
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wunschzettel-der-planer-stockender-verkehr-1.1852526

Sehr ausführliche Übersicht der SZ zu den stockenden Planungen des Münchner Nahverkehrs.

Geschrieben von: spock5407 am 30 Dec 2013, 11:24
Tja, schöne Zusammenfassung das einfach nix bzw. alles viel zu langsam weitergeht.

Man bostelt ein bissle in der Peripherie rum, ohne dass im Zentrum dafür neue Kapazität geschaffen wird. Denn der Verkehr dort wird trotz Tangenten weiter zunehmen.

Geschrieben von: schwarzfahrerin am 30 Dec 2013, 11:54
QUOTE (spock5407 @ 30 Dec 2013, 11:24)
Man bostelt ein bissle in der Peripherie rum, ohne dass im Zentrum dafür neue Kapazität geschaffen wird. Denn der Verkehr dort wird trotz Tangenten weiter zunehmen.

Und früher oder später bricht der Verkehr im Zentrum doch ganz zusammen... In der HVZ gibts mittlerweile sehr, sehr oft Störungen, oft sogar ein paar Tage hintereinander weg.

Geschrieben von: Iarn am 14 Jan 2014, 10:56
Interessant ist auch anzusehen, was für ein personaller Kahlschlag in den für den U-Bahn Bau zuständigen Referaten in den letzten Jahren angestellt wurde und weiter geplant ist:
http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/3147851.pdf

Kein Wunder, dass man nichts mehr bauen will, da ist ja niemand mehr da, der was planen könnte.

Geschrieben von: ropix am 14 Jan 2014, 11:10
Naja - wenn jetzt jemand auf die Idee kommt eine vierte und fünfte Stammstrecke planen und bauen zu wollen wird halt wieder zurückgeschichtet oder geliehen. Das Problem sehe ich nicht, angesichts der aktuellen Planungen wäre es aber wirklich Quatsch 20 Mann oder mehr mit dem U-Bahn-Bau zu befassen um sie dann doch nur an andere Abteilungen auszuleihen. (Oder wie man mit U-Bahn-Planung auf dem Papier erheblichen Gewinn machen kann)

Geschrieben von: Iarn am 14 Jan 2014, 13:37
QUOTE (ropix @ 14 Jan 2014, 11:10)
Naja - wenn jetzt jemand auf die Idee kommt eine vierte und fünfte Stammstrecke planen und bauen zu wollen wird halt wieder zurückgeschichtet oder geliehen. Das Problem sehe ich nicht, angesichts der aktuellen Planungen wäre es aber wirklich Quatsch 20 Mann oder mehr mit dem U-Bahn-Bau zu befassen um sie dann doch nur an andere Abteilungen auszuleihen. (Oder wie man mit U-Bahn-Planung auf dem Papier erheblichen Gewinn machen kann)

Also in meinen Augen ist die U9 de facto eine vierte U-Bahn Stammstrecke, allerdings kam bis auf paar Strichen auf dem Stadtplan bisher null dabei raus.

Vielleicht hätte man mit der alten Mannstärke heute schon ein halbwegs belastbares Konzept.

Geschrieben von: Xenon am 14 Jan 2014, 13:44
QUOTE (Iarn @ 14 Jan 2014, 13:37)
Also in meinen Augen ist die U9 de facto eine vierte U-Bahn Stammstrecke, allerdings kam bis auf paar Strichen auf dem Stadtplan bisher null dabei raus.

Und das wird sicher nicht besser, wenn man jetzt anfängt U-Bahnen in dünn besiedelten Stadtrandsiedlungen wie Allach zu bauen, während die Innenstadt dafür immer weiter aus den Nähten platzt.

Geschrieben von: ropix am 14 Jan 2014, 16:42
QUOTE (Iarn @ 14 Jan 2014, 13:37)
Also in meinen Augen ist die U9 de facto eine vierte U-Bahn Stammstrecke, allerdings kam bis auf paar Strichen auf dem Stadtplan bisher null dabei raus.

Vielleicht hätte man mit der alten Mannstärke heute schon ein halbwegs belastbares Konzept.

Falsches Unternehmen.

Die Vorplanung macht ja erstmal die MVG.

Geschrieben von: Boris Merath am 18 Jan 2014, 14:15
QUOTE (Laurum @ 18 Jan 2014, 12:59)
Wie realistisch ist denn  z.B. ihre U-Bahn nach Karlsfeld ?
http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=65ab705304a332ed98bcaa26f13e9a69&act=ST&f=29&t=14837&st=0&#entry542244

Das hängt davon ab. Nallinger wird in dem Artikel zitiert mit
QUOTE
"Verkehrsplanung ist vor allem Stadtplanung", betont die OB-Kandidatin. Sollten Analysen die Sinnhaftigkeit einer U-Bahnverbindung zwischen Pasing und Moosach ergeben, will sich Nallinger dem nicht verschließen.

Und genau das ist der Knackpunkt - die U-Bahn nach Karlsfeld ist sehr realistisch, wenn dort draußen eine neue Siedlung entsteht, die über diese U-Bahn angebunden wird. Gleichzeitig muss man sich aber auch überlegen, wie man die Fahrgäste im weiteren Verlauf der Innenstadt unterbringt. Deswegen braucht es eben nicht nur eine Verkehrsplanung, sondern eine kombinierte Stadt- und Verkehrsplanung, die festlegt, wo München in den nächsten Jahrzehnten wachsen soll und wie der zusätzliche Verkehr bewältigt wird. Und dafür reicht es eben nicht nur, sich die Trasse zwischen Feldmoching und Karlsfeld anzusehen, sondern man muss die ganze Stadt im Blick haben.

Geschrieben von: TravellerMunich am 18 Jan 2014, 22:50
Karlsfeld hat fast 20.000 Einwohner mit steigender Tendenz, die vorwiegend die Einfallstraßen im Münchner Westen verstopfen, zudem gibt es da noch MTU und MAN angrenzend. Die S-Bahn-Station liegt leider sehr weit abseits. Bei einer weitgehend oberirdischen Führung der Strecke analog zur U6 nach Garching kann man das auch recht preiswert hin bekommen - quasi eine Stadt-Umland-Bahn mit etwas größeren Fahrzeugen. Abtauchen muss man dann nur, sobald es nach Karlsfeld rein geht.

Geschrieben von: Boris Merath am 18 Jan 2014, 22:57
Dass man die U-Bahn baut nur um Karlsfeld anzuschließen kann ich mir dagegen jetzt nicht so vorstellen. Garching wurde auch nicht wegen der Stadt angeschlossen.

Geschrieben von: ropix am 18 Jan 2014, 23:08
Ganz abgesehen davon dass die U für Garching ja defakto schon vor der Tür stand. MAN/MTU und das Forschungsgelände zum damaligen Zeitpunkt ist aber durchaus vergleichbar denk ich.

Karlsfeld ist aber eigentlich Ziel der Stadtumlandbahn, so ungern die Gemeinden das hören. Aber immerhin ist in den 10 Jahren eine Einsicht gekommen - der MIV wird immer drastischer.

Geschrieben von: spock5407 am 18 Jan 2014, 23:11
Ob nicht ein zwischen Dachau und heutigem S-Bahnhalt Karlsfeld ein zusätzlicher Hp und ein ordentlicher Quartiersbus als Anschluss reichen würde? Die S2 fährt immerhin HVZ alle 10min und hätte noch Kapazität. Im Gegensatz zur U3/6-Stammstrecke.

Geschrieben von: MVVUser am 18 Jan 2014, 23:28
Grundsätzlich wäre eine U-Bahn nach Karlsfeld sicherlich zu begrüßen, ob man diese von Feldmoching oder Moosach fahren ließe, müsste man prüfen.

Aber ich bin mir nicht sicher, ob das Karlsfeld bzw. die Einwohner möchten. In der SZ war vor ca. einer Woche ein Artikel über Karlsfeld, dass die Karlsfelder keine Stadterhebung wünschen. Und mit einer U-Bahn vor der Haustüre würde sicherlich die Einwohnerzahl weiter wachsen.

Insgesamt wäre jedoch mMn eine U-Bahn für Karlsfeld ein Gewinn, jedoch könnte man dann im Gegenzug den Bahnhof Karlsfeld schließen, da er viel zu abgelegen ist und davon abgesehen nicht einmal in Karlsfeld liegt, sondern Allach.

Geschrieben von: TravellerMunich am 18 Jan 2014, 23:36
QUOTE (Boris Merath @ 18 Jan 2014, 22:57)
Dass man die U-Bahn baut nur um Karlsfeld anzuschließen kann ich mir dagegen jetzt nicht so vorstellen. Garching wurde auch nicht wegen der Stadt angeschlossen.

Was dem einen seine TU ist dem anderen seine MTU und sein MAN.

Das Problem ist halt, eine Umlandgemeinde von dem Kaliber Karlsfeld attraktiv mit München zu verbinden. Karlsfeld gehört in der Tat zu den größeren Umlandgemeinden mit entsprechendem Pendleraufkommen - und daneben die Werke der angesprochenen Firmen.

Geretsried will man sogar über eine 10-km-S-Bahn-Verlängerung ans S-Bahn-Netz anschließen. Nach Karlsfeld wären es nur 5 km mit weitgehend oberirdischer Führung. Einschließlich Tunnelstrecken wird das kaum mehr als 250 Mio. kosten - was noch immer spürbar billiger wäre als jeder neue Straßentunnel in München wäre. Und mit deutlich spürbarer Wirkung.

Geschrieben von: Boris Merath am 18 Jan 2014, 23:55
QUOTE (TravellerMunich @ 18 Jan 2014, 23:36)
Was dem einen seine TU ist dem anderen seine MTU und sein MAN.

Der Eingang ist 500m vom S-Bahnhof entfernt. Angesichts der Größe des Geländes wäre wenn dann wahrscheinlich am ehesten ein werksinterner Busverkehr mit Anbindung an den S-Bahnhof sinnvoll. Mit einem einzigen U-Bahnhalt (der ja wohl kaum in der Mitte des Werksgeländes wäre) wäre da wohl nicht nennenswert geholfen.

Und ja, Karlsfeld Ort liegt nicht ideal in Bezug auf den S-Bahnhof, aber dafür dürfte sich ein eigener U-Bahn-Tunnelbahnhof nicht rentieren - mal davon abgesehen würde man zwecks Netzwirkung wahrscheinlich sowieso den S-Bahnhof anfahren.

Geschrieben von: TravellerMunich am 19 Jan 2014, 00:12
Mal abgesehen davon, dass es zur MTU eher 1.500 Meter sind - wie will man den Verkehr in München in den Griff bekommen, angesichts des Bevölkerungszuwachses in und um München?

Will man nicht im Verkehr ersticken, so muss man auch durchaus teure Projekte angehen - viele Hebel und Alternativen hat man nicht. In einen Bus wird man die meisten Autofahrer nicht locken können.

Effektiv sind die größten, bislang nicht vernünftig mit S-Bahn angebundenen Umlandgemeinden sicherlich Karlsfeld, Kirchheim und Aschheim, etwas weiter weg dann Geretsried.

Entwicklungsflächen gibt es auf dem Weg zu diesen Orten in der Tat recht interessante, Richtung Aschheim sogar sehr sehr viel versprechende.

Ach ja, und eine interessante Tangente/Querspange zwischen Karlsfeld/Dachau und dem Norden von München könnte so auch entstehen - wo doch sonst immer alles auf Tangenten hofft (zu Recht).

Geschrieben von: scharl am 19 Jan 2014, 00:52
QUOTE (Boris Merath @ 18 Jan 2014, 23:55)
Der Eingang ist 500m vom S-Bahnhof entfernt. Angesichts der Größe des Geländes wäre wenn dann wahrscheinlich am ehesten ein werksinterner Busverkehr mit Anbindung an den S-Bahnhof sinnvoll.
Bei MTU gibt es schon einen Pendelbus zum S-Bahnhof Karlsfeld, für MAN allerdings nicht.

Geschrieben von: Meikl am 19 Jan 2014, 09:08
QUOTE (scharl @ 19 Jan 2014, 00:52)
Bei MTU gibt es schon einen Pendelbus zum S-Bahnhof Karlsfeld, für MAN allerdings nicht.

Wobei der "Fahrplan" von diesem Pendelbus eher auf lange Wartezeiten für alle optimiert ist (z.B. 9.5 Minuten warten bei 10-Minuten-Takt, und das jeden Tag) und man dadurch kaum schneller ist, als wenn man die 2 Kilometer zu Fuß gehen würde. mad.gif

Wenn ich aus Richtung München kommen würde, dann wäre auf jeden Fall einer der Busse zur Haltestelle Kristallstraße besser.

Geschrieben von: Laurum am 19 Jan 2014, 09:49
QUOTE (MVVUser @ 18 Jan 2014, 23:28)
Grundsätzlich wäre eine U-Bahn nach Karlsfeld sicherlich zu begrüßen, ob man diese von Feldmoching oder Moosach fahren ließe, müsste man prüfen.

Aber ich bin mir nicht sicher, ob das Karlsfeld bzw. die Einwohner möchten. In der SZ war vor ca. einer Woche ein Artikel über Karlsfeld, dass die Karlsfelder keine Stadterhebung wünschen. Und mit einer U-Bahn vor der Haustüre würde sicherlich die Einwohnerzahl weiter wachsen.

Insgesamt wäre jedoch mMn eine U-Bahn für Karlsfeld ein Gewinn, jedoch könnte man dann im Gegenzug den Bahnhof Karlsfeld schließen, da er viel zu abgelegen ist und davon abgesehen nicht einmal in Karlsfeld liegt, sondern Allach.


Der nördliche Bahnhofsteil liegt sehrwohl in Karlsfeld. Die Würm ist dort die Stadtgrenze.

Und mehr Einwohner in Karlsfeld: Karlsfeld leidet derzeit an einem Mangel an freien Gewerbegebietsflächen. Die letzten wurden von den großen Discountern bebaut. Daher droht Karlsfeld jetzt ohne neue Gewerbesteuerzahler ein strukturelles Defizit, welches es der Gemeinde schwer macht, die Folgekosten von Neubausiedlungen zu tragen.

Geschrieben von: TravellerMunich am 19 Jan 2014, 10:50
QUOTE (Laurum @ 19 Jan 2014, 09:49)
Und mehr Einwohner in Karlsfeld: Karlsfeld leidet derzeit an einem Mangel an freien Gewerbegebietsflächen. Die letzten wurden von den großen Discountern bebaut. Daher droht Karlsfeld jetzt ohne neue Gewerbesteuerzahler ein strukturelles Defizit, welches es der Gemeinde schwer macht, die Folgekosten von Neubausiedlungen zu tragen.

Rund 50% der Schulden Karlsfelds beruhen wohl auf einer unerwarteten Gewerbesteuerrückforderung durch Eon nach erfolgter Standortaufgabe. Ansonsten hat Karlsfeld pro Kopf sogar weniger Schulden als München.

Vielleicht sollte man auch über eine Erhöhung des Hebesatzes nachdenken?
Was ist zudem schlechter für den Haushalt als neue Einwohner? Weniger Einwohner!
Bei einer Verdichtung bestehender Wohngebiete wird sogar die Infrastruktur besser genutzt.

Dazu kommt, was Boris schon schrieb, eventuell kann man auch zwischen München und Karlsfeld noch Wohnsiedlungen errichten...


Geschrieben von: ropix am 19 Jan 2014, 11:24
Da liegt halt so ein dummes Naturschutzgebiet mit integriertem Rangierbahnhof dazwischen biggrin.gif

Geschrieben von: MVVUser am 19 Jan 2014, 11:34
Wäre es denn theoretisch möglich, Kalsfeld als eigenständige Gemeinde aufzulösen und an München (oder auch Dachau) anzugliedern?

Vielleicht würde das einen Entwicklungsschub bewirken, momentan ist Karlsfeld mehr eine Durchfahrtsstraße zwischen Dachau und München, ohne richtigem Ortsbeginn und -ende, sodass nicht wenige nicht einmal wissen, dass es sich um eine eigenständige Geimeinde handelt.

Geschrieben von: Laurum am 19 Jan 2014, 12:47
QUOTE (TravellerMunich @ 18 Jan 2014, 23:36)
Was dem einen seine TU ist dem anderen seine MTU und sein MAN.

Das Problem ist halt, eine Umlandgemeinde von dem Kaliber Karlsfeld attraktiv mit München zu verbinden. Karlsfeld gehört in der Tat zu den größeren Umlandgemeinden mit entsprechendem Pendleraufkommen - und daneben die Werke der angesprochenen Firmen.

Geretsried will man sogar über eine 10-km-S-Bahn-Verlängerung ans S-Bahn-Netz anschließen. Nach Karlsfeld wären es nur 5 km mit weitgehend oberirdischer Führung. Einschließlich Tunnelstrecken wird das kaum mehr als 250 Mio. kosten - was noch immer spürbar billiger wäre als jeder neue Straßentunnel in München wäre. Und mit deutlich spürbarer Wirkung.


Leider ist die MAN der MVG nicht wichtig. Sonst hätte man zum Fahrplanwechsel nicht wieder den 172er im Anschluß zur ersten U-Bahn in Feldmoching gestrichen. Dieser, außer Takt fahrende, vollbesetzte Bus brachte die Schichtarbeiter pünktlich zur MAN. Der nachfolgende Bus (jetzt erste Kurs des Tages) fährt dagegen sehr leer weil für die Frühschicht leider zu spät. Vor ein paar Jahren war dieser Kurs schon einmal für eine Fahrplanperiode gestrichen worden. Die Fahrgastverluste waren aber wohl ausreichend für Wiedereinführung des Frühkurses im Folgefahrplan.

Mit 172, 176 und 710 sind MAN und MTU halbwegs passabel angeschlossen. Sogar der 172 verkehrt mit nur wenig (<5 Minuten) Verspätung. Allerdings fehlt dem 172 eine dem 710 vergleichbare Linienführung durch Karlsfeld, welche die Geimeinde weitaus besser erschließen würde. Dann wäre man dort nicht mehr auf die S2 (mit ihren Störungen, Zugausfällen und Anschlußverlusten) angewiesen.

Beim regelmäig verspäteten 710 wurde jetzt Anfang Januar (mit GPS-Tracker und Notizblock) Ort und Art aller Verzögerungen protokolliert. Bleibt zu hoffen, daß es hier ein Beschleunigungsprogramm, und nicht nur eine Fahrplananpassung, geben wird.



Geschrieben von: TravellerMunich am 19 Jan 2014, 13:03
QUOTE (Laurum @ 19 Jan 2014, 12:47)
Leider ist die MAN der MVG nicht wichtig. Sonst hätte man zum Fahrplanwechsel nicht wieder den 172er im Anschluß zur ersten U-Bahn in Feldmoching gestrichen. Dieser, außer Takt fahrende, vollbesetzte Bus brachte die Schichtarbeiter pünktlich zur MAN. Der nachfolgende Bus (jetzt erste Kurs des Tages) fährt dagegen sehr leer weil für die Frühschicht leider zu spät. Vor ein paar Jahren war dieser Kurs schon einmal für eine Fahrplanperiode gestrichen worden. Die Fahrgastverluste waren aber wohl ausreichend für Wiedereinführung des Frühkurses im Folgefahrplan.

Mit 172, 176 und 710 sind MAN und MTU halbwegs passabel angeschlossen. Sogar der 172 verkehrt mit nur wenig (<5 Minuten) Verspätung. Allerdings fehlt dem 172 eine dem 710 vergleichbare Linienführung durch Karlsfeld, welche die Geimeinde weitaus besser erschließen würde. Dann wäre man dort nicht mehr auf die S2 (mit ihren Störungen, Zugausfällen und Anschlußverlusten) angewiesen.

Beim regelmäig verspäteten 710 wurde jetzt Anfang Januar (mit GPS-Tracker und Notizblock) Ort und Art aller Verzögerungen protokolliert. Bleibt zu hoffen, daß es hier ein Beschleunigungsprogramm, und nicht nur eine Fahrplananpassung, geben wird.

Ich würde vorschlagen, Du schreibst eine Beschwerde an die MVG - denn der "schuldige" Fahrplaner weiß eventuell gar nicht, was er da angerichtet hat...

Geschrieben von: viafierretica am 19 Jan 2014, 13:03
QUOTE (Laurum @ 19 Jan 2014, 12:47)
Leider ist die MAN der MVG nicht wichtig.

Und warum hat die MVG dann den ganztägigen Takt 20 auf der 172, und den Takt 10 auf der 176 in der HVZ eingeführt??????

Geschrieben von: Jean am 19 Jan 2014, 13:06
Wer zahlt kriegt. Ganz einfach...so oft hier besprochen! mad.gif

Geschrieben von: viafierretica am 19 Jan 2014, 13:06
QUOTE (TravellerMunich @ 19 Jan 2014, 13:03)
Allerdings fehlt dem 172 eine dem 710 vergleichbare Linienführung durch Karlsfeld, welche die Geimeinde weitaus besser erschließen würde. Dann wäre man dort nicht mehr auf die S2 (mit ihren Störungen, Zugausfällen und Anschlußverlusten) angewiesen.

Diese "tolle" Linienführung in Karlsfeld ist für die Karlsfelder vielleicht toll, für die Dachauer jedoch ein Ärgernis sondersgleichen. Wer schnell von Dachau nach München will, will keine Ortsbesichtigung von Karlsfeld, die viele Minuten Umweg kostet (und subjektiv noch länger ist).

Geschrieben von: viafierretica am 19 Jan 2014, 13:07
QUOTE (Jean @ 19 Jan 2014, 13:06)
Wer zahlt kriegt. Ganz einfach...so oft hier besprochen! mad.gif

Beim 176er hat aber sicher keiner bezahlt.....

Geschrieben von: Laurum am 19 Jan 2014, 13:20
QUOTE (TravellerMunich @ 19 Jan 2014, 10:50)
Rund 50% der Schulden Karlsfelds beruhen wohl auf einer unerwarteten Gewerbesteuerrückforderung durch Eon nach erfolgter Standortaufgabe. Ansonsten hat Karlsfeld pro Kopf sogar weniger Schulden als München.



Die dortigen Politiker warnen vor diesem absehbaren strukturellem Defizit. Und dann werden auch die jetzt niedrigen Schulden steigen.


QUOTE (TravellerMunich @ 19 Jan 2014, 10:50)


Vielleicht sollte man auch über eine Erhöhung des Hebesatzes nachdenken?
Was ist zudem schlechter für den Haushalt als neue Einwohner? Weniger Einwohner!
Bei einer Verdichtung bestehender Wohngebiete wird sogar die Infrastruktur besser genutzt.

Dazu kommt, was Boris schon schrieb, eventuell kann man auch zwischen München und Karlsfeld noch Wohnsiedlungen errichten...


Wenn Karlsfeld seinen Hebesteuersatz anhebt, werden viele Briefkastenfirmen abwandern. Es ist kein Zufall, wenn z.B. McDonalds München Nord in Karlsfeld eine reine Büroadresse unterhält.
Und zwischen Kalsfeld und München hat es fast auf Karlsfelder Gemeindegebiet fast keine unbebauten Flächen mehr. Wenn die Bayuwarenstraße bis zur Allacher Straße/Gilmerschloß wie geplant verlängert wird, werden auch die letzte an München grenzende Fläche bebaut werden. Nur die Flächen nördlich der Fasanenstraße wären dann unbebaut, könnten aber einer Baubeschränkung unterliegen.

Übrigens hat Karlsfeld vor 15 Jahren schon Teile Münchens (ex Am Burgfrieden/Steinerne Brücke) eingemeindet. wink.gif Damals fand ein Flächentausch statt. Die nach Karlsfeld eingemeindeten Häuser hatten allerdings aus technischen Gründen schon immer Karlsfelder Ortsvorwahl.

Geschrieben von: Laurum am 19 Jan 2014, 13:25
QUOTE (viafierretica @ 19 Jan 2014, 13:06)
QUOTE (TravellerMunich @ 19 Jan 2014, 13:03)
Allerdings fehlt dem 172 eine dem 710 vergleichbare Linienführung durch Karlsfeld,  welche die Geimeinde weitaus besser erschließen würde. Dann wäre man dort nicht mehr auf die S2 (mit ihren Störungen, Zugausfällen und Anschlußverlusten) angewiesen.

Diese "tolle" Linienführung in Karlsfeld ist für die Karlsfelder vielleicht toll, für die Dachauer jedoch ein Ärgernis sondersgleichen. Wer schnell von Dachau nach München will, will keine Ortsbesichtigung von Karlsfeld, die viele Minuten Umweg kostet (und subjektiv noch länger ist).

Die einzigen, die den 710 in ganzer Länge befahren, sind doch nur die ausländischen Gedenktouristen aus München, die von der Integration der Eisenbahn in den MVV nichts gehört haben. Jeder andere fährt mit der S-Bahn.

Geschrieben von: Laurum am 19 Jan 2014, 13:28
QUOTE (viafierretica @ 19 Jan 2014, 13:03)
Und warum hat die MVG dann den ganztägigen Takt 20 auf der 172, und den Takt 10 auf der 176 in der HVZ eingeführt??????

Ich bezog mich mit meiner Kritik auf den ersten Bus für die Schichtarbeiter, der nun nicht mehr fährt. Zu anderen Zeiten ist die Verbindung wie geschrieben in Ordnung.

Geschrieben von: Laurum am 19 Jan 2014, 18:06
QUOTE (TravellerMunich @ 19 Jan 2014, 13:03)
QUOTE (Laurum @ 19 Jan 2014, 12:47)
Leider ist die MAN der MVG nicht wichtig. Sonst hätte man zum Fahrplanwechsel nicht wieder den 172er im Anschluß  zur ersten U-Bahn in Feldmoching gestrichen. Dieser, außer Takt fahrende, vollbesetzte Bus brachte die Schichtarbeiter pünktlich zur MAN. Der nachfolgende Bus (jetzt erste Kurs des Tages) fährt dagegen sehr leer weil für die Frühschicht leider zu spät. Vor ein paar Jahren war dieser Kurs schon einmal für eine Fahrplanperiode gestrichen worden. Die Fahrgastverluste waren aber wohl ausreichend für Wiedereinführung des Frühkurses im Folgefahrplan.

Mit 172, 176 und 710 sind MAN und MTU halbwegs passabel angeschlossen. Sogar der 172 verkehrt mit nur wenig (<5 Minuten) Verspätung. Allerdings fehlt dem 172 eine dem 710 vergleichbare Linienführung durch Karlsfeld,  welche die Geimeinde weitaus besser erschließen würde. Dann wäre man dort nicht mehr auf die S2 (mit ihren Störungen, Zugausfällen und Anschlußverlusten) angewiesen.

Beim regelmäig verspäteten 710 wurde jetzt Anfang Januar (mit GPS-Tracker und Notizblock) Ort und Art aller Verzögerungen protokolliert. Bleibt zu hoffen, daß es hier ein Beschleunigungsprogramm, und nicht nur eine Fahrplananpassung, geben wird.

Ich würde vorschlagen, Du schreibst eine Beschwerde an die MVG - denn der "schuldige" Fahrplaner weiß eventuell gar nicht, was er da angerichtet hat...


Das Fahrzeitprotokoll wurde im Auftrag von der MVG (oder dem Regionalbusverantworlichen?? Landkreis??) geführt. Die Planer scheinen nach vielen Beschwerden endlich mitbekommen zu haben, daß die Verspätung hier die Regel ist.
smile.gif

Geschrieben von: Elch am 19 Jan 2014, 18:21
QUOTE (Laurum @ 19 Jan 2014, 18:06)

Das Fahrzeitprotokoll wurde im Auftrag von der MVG (oder dem Regionalbusverantworlichen?? Landkreis??) geführt. Die Planer scheinen nach vielen Beschwerden endlich mitbekommen zu haben, daß die Verspätung hier die Regel ist.
smile.gif

Wobei der 710er an diesen Tagen relativ puenktlich war. Mit den katastrophalen Verspaetungen (20+ Min) des spaeten Novembers hatte das nichts zu tun.
Ueber die 2(!) Minuten Wendezeit des 172ers in Feldmoching sollten LK Dachau und MVG auch mal Gedabken machen. In der Frueh-HVZ gibt es auswaerts keinen Bus mit unter +5. Es wuerde hier schon reichen die Abfahrtszeiten ab Dachau etwas vorzuverlegen. Denn die +5 sind ziemlich zuverlaessig :-/

Geschrieben von: Flo am 20 Jan 2014, 23:43
http://www.tz.de/muenchen/stadt/stadtwerke-muenchen-org67842/millionen-nahverkehr-tz-3323578.html

Geschrieben von: Iarn am 9 Aug 2014, 12:28
Die Süddeutsche hat heute zum Steinhausen Artikel noch einen kleinen Kasten der auf traurige Wreise dokumentiert, dass abgesehen von Steinhausen alle weiteren Ausbauten der Münchner Tram stocken.

Geschrieben von: Luchs am 9 Aug 2014, 17:40
Ja, die Sueddeutsche hat sich diese Jahr - vor allem während der Koalitionsverhandlungen - als starker Verfechter des Tramausbaues erwiesen. Man will hier wachrütteln. Ob es was hilft?

Luchs.

Geschrieben von: Iarn am 24 Aug 2014, 12:19
Laut gesteigert Süddeutsche hat sich die IHK an die Stadtspitze gewandt und fordert von Reiter und dem Stadtrat "schnellstmöglich ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept zu entwickeln", um einen Verkehrskollaps in München zu verhindern.
Vielleicht tut sich ja jetzt was. Das Beispiel BMW hat ja gezeigt, dass die Stadt sich anscheinend nur dann bewegt, wenn die Wirtschaft Druck macht. Leider hat man ja das letzte Jahrzehnt verschlafen, weil man sich entweder in Gender und Social Engineering verzettelt hat (rot-grün) oder in Totalopposition verschanzt hat (schwarz).

Geschrieben von: Flogg am 24 Aug 2014, 16:06
Die IHK sollte hier nicht nur auf die Stadt München zugehen, sondern insbesondere auch auf die umliegenden Gemeinden. München selbst hat ja kaum mehr freie Flächen im sagen wir mal näheren innerstädtischen Bereich, sodass hier kaum ein großer neuer Quellverkehr im Hinblick auf z.B. mehr Arbeitsplätze entstehen wird. Neue Büros/Fertigungsstätten werden eher am Stadtrand bzw. den Umlandgemeinden entstehen.

Die zweite S-Röhre finde ich -auch wenn es ca. 1 Mio. mal ausdiskutiert wurde- für die weitere Entwicklung des Großraums München nicht praktikabel. Für Regionalzüge wär sie sicher sinnvoll und würde die S Bahn entlasten. Eine Art Ring (U), der vom Ostbahnhof nach Pasing vv. den nördlichen und südlichen Stadtrand abdeckt und neue Verknüpfungspunkte mit U/Tram/Bus entstehen lässt, wäre sicher sinnvoller. Das Argument, dass soo viele nur in die Innenstadt wollen konnte ich noch nie nachvollziehen und das trifft m.M. auch nicht zu. Tausende von Leuten fahren rein in die Stadt, steigen um, und fahren dann wieder weit raus. Völlige Kapazitäts- und Zeitverschwendung.

Aber in Zeiten, in denen man von Neubiberg nach Oberhaching -ca 10km- mit dem MVV 30-40 Minuten und 1x Umsteigen braucht, sollte man nicht damit rechnen, dass sich in den nächsten 50 Jahren was ändern wird, außer mehr Stau auf unausgebauten Straßen.

Geschrieben von: spock5407 am 24 Aug 2014, 16:20
Ring-Ubahn......ts ....... aktuell bekommt man doch nicht mal ne Tram in der überbreiten Fürstenrieder Str. geschweige 1km Trambahnstrecke durch den Engl. Garten, weil alles parteipolitisch blockiert wird oder man nicht genug Mumm hat, was durchzusetzen.

Mit diesen beiden Strecken wäre bis auf den Südring Dein SPNV-Ring schon annähernd fertig. Und zwar vielfach mit eigenem Gleiskörper.

Geschrieben von: Flogg am 24 Aug 2014, 16:30
QUOTE (spock5407 @ 24 Aug 2014, 17:20)
...weil alles parteipolitisch blockiert wird oder man nicht genug Mumm hat, was durchzusetzen.

"Mumm" und Vision darf ein Politiker heute nicht mehr haben, sondern nur noch Verständnis für Gegenargumente und genügend Luft, um vieel zu reden biggrin.gif . Manchmal wär mir ein neuer FJS echt lieb, obwohl ich nie ein echter Fan war...

Geschrieben von: 146225 am 25 Aug 2014, 04:35
QUOTE (Flogg @ 24 Aug 2014, 17:30)
Manchmal wär mir ein neuer FJS echt lieb, obwohl ich nie ein echter Fan war...

"Führer befiel, wir tragen die Folgen!" - oder hofftest Du am Schwarzgeld zu verdienen?

Nur weil jemand lautstärker und mit einseitigeren - um es mal positiv zu umschreiben - Konzepten auftritt als andere, macht ihn das noch nicht automatisch zu einem besseren Politiker. Und, um themenkonform zu bleiben: Diese Spezies hat sich noch selten positiv auf Bahn bzw. Nahverkehr ausgewirkt, Roland Koch war in Hessen auch so ein Vertreter dieser Art - undifferenziert gegen Ausländer keifen konnte er, der Eisenbahn hat der mehr geschadet als genutzt.

Geschrieben von: viafierretica am 25 Aug 2014, 07:30
QUOTE (146225 @ 25 Aug 2014, 05:35)
"Führer befiel, wir tragen die Folgen!" - oder hofftest Du am Schwarzgeld zu verdienen?

Nur weil jemand lautstärker und mit einseitigeren - um es mal positiv zu umschreiben - Konzepten auftritt als andere, macht ihn das noch nicht automatisch zu einem besseren Politiker. Und, um themenkonform zu bleiben: Diese Spezies hat sich noch selten positiv auf Bahn bzw. Nahverkehr ausgewirkt, Roland Koch war in Hessen auch so ein Vertreter dieser Art - undifferenziert gegen Ausländer keifen konnte er, der Eisenbahn hat der mehr geschadet als genutzt.

Ohne FJS zu verteidigen, in Bayern wurden jedoch damals nur noch sehr wenige Bahnstrecken im PV stillgelegt. Das große Bahnsterben war schon vorher.

Geschrieben von: Flogg am 25 Aug 2014, 15:14
QUOTE (146225 @ 25 Aug 2014, 05:35)
"Führer befiel, wir tragen die Folgen!" - oder hofftest Du am Schwarzgeld zu verdienen?

Nur weil jemand lautstärker und mit einseitigeren - um es mal positiv zu umschreiben - Konzepten auftritt als andere, macht ihn das noch nicht automatisch zu einem besseren Politiker. Und, um themenkonform zu bleiben: Diese Spezies hat sich noch selten positiv auf Bahn bzw. Nahverkehr ausgewirkt, Roland Koch war in Hessen auch so ein Vertreter dieser Art - undifferenziert gegen Ausländer keifen konnte er, der Eisenbahn hat der mehr geschadet als genutzt.

Das sollte nur heissen, dass früher auch größere Projekte, z.B. der Flughafen, durchgesetzt wurden und wir profitieren alle davon. Dieses "für alle einen Kompromiss" finden nimmt einfach überhand und ist heutzutage nahezu unmöglich. Selbst wegen irgendwelchen Käfern und Schnecken etc., die nur auf einem bestimmten Feld leben, wird doch heute tlw. schon protestiert und Infrastrukturmaßnahmen verzögert.

Geschrieben von: Hot Doc am 25 Aug 2014, 16:36
...heißt aber auch, dass der Flughafen mitten in einem Moorgebiet weit draußen vor der Stadt gebaut wurde und immer noch keinen annähernd vernünftigen Bahnanschluss hat. ...oder abzusehen wäre, dass er je einen bekommt.

Geschrieben von: Iarn am 25 Aug 2014, 16:55
Egal ob mit oder ohne FJS, es geht eigentlich um die Münchner Verkehrspolitik und da ist die Landespolitik erst einmal zweitrangig. Da gilt es das Erbe Ude aufzuarbeiten, der zwar viel Theaterdonner aber wenig brauchbares hinterlassen hat.

Geschrieben von: Flogg am 25 Aug 2014, 17:11
QUOTE (Hot Doc @ 25 Aug 2014, 17:36)
...heißt aber auch, dass der Flughafen mitten in einem Moorgebiet weit draußen vor der Stadt gebaut wurde und immer noch keinen annähernd vernünftigen Bahnanschluss hat. ...oder abzusehen wäre, dass er je einen bekommt.

Meinetwegen hätte man ihn auch in den Hofoldinger Forst bauen können, wie mal angedacht. Aber da haben schon damals viele (die nichtmal Betroffen waren) protestiert.

Warum nichts passiert? Weil keiner den Ar*** in der Hose hat und das mal wirklich angeht und durchsetzt. Seit 1992 hätte man locker z.B. die U4 nach Englschalking als S8 Zubringer bauen und die Infrastruktur der S8 so aufbereiten können, dass Expresszüge fahren. Jahrelang wurde darüber geredet, passiert ist nichts. Lieber redet man jahrelang über mögliche Varianten, die dann wieder verworfen werden.

Bin beruflich Jahre lang vom Ostbahnhof zum Flughafen gefahren. Kann daher jeden verstehen, der nicht die S, sondern das Auto nutzt. Selbst Autopools wurden in der Arbeit gegründet. Dass auf der S8 Flughafen bisher garnichts passiert ist, ist völlig unverständlich und fast schon ein Skandal.

Geschrieben von: ropix am 25 Aug 2014, 17:26
QUOTE (Flogg @ 25 Aug 2014, 18:11)
Dass auf der S8 Flughafen bisher garnichts passiert ist, ist völlig unverständlich und fast schon ein Skandal.

wieso?

Immerhin wurde für den Flughafen eine ganze neue Linie gebaut. Überhaupt ist die S8 ja wohl das wo in den letzten Jahren auf Außenstrecke am meisten getan wurde...

Nein, im Ernst. Es verwundert überhaupt nicht dass da nix mehr passiert, wie hieß das damals so schön zum Transrapid: Es gibt keinen Plan B. Bis heute nicht.

Vielleicht sollte man von dem Gedanken abkommen die Bahn immer in einen Tunnel stecken zu wollen. Einfach oben Quer durch die Stadt tuts auch biggrin.gif

Geschrieben von: Flogg am 25 Aug 2014, 17:36
QUOTE (ropix @ 25 Aug 2014, 18:26)
wieso?

Immerhin wurde für den Flughafen eine ganze neue Linie gebaut. Überhaupt ist die S8 ja wohl das wo in den letzten Jahren auf Außenstrecke am meisten getan wurde...

Wurde nicht die Holzkirchner Strecke nach der S8 2-gleisig ausgebaut und dann mit Takt 10 inkl. "neuer" Stationen beschert? Daher wurde da wohl mehr gemacht :-)...

Letztlich geht es auf der S8 Strecke ja nicht nur um den Flughafen. Viel mehr würde Unterföhring und vielleicht auch Ismaning mal eine Verdichtung brauchen, wovon auch die Flughafenpassagiere durch mehr Platz profitieren würden. Auf der S8 wäre ein Takt 10 wichtiger als auf der S3 Ost (Regelzüge in der HVZ dann womöglich Langzüge) denke ich.

QUOTE
Immerhin wurde für den Flughafen eine ganze neue Linie gebaut.


Es wurde nur die damalige S3 Ismaning verlängert...sogar durch Felder. Hat man 1992 eigentlich geprüft, ob da ein Specialkäfer lebt? Zudem wurden die Tunnels in Unterföhring & Ismaning meines Wissens nach nicht von der Bahn, sondern der jeweiligen Gemeinde finanziert.

Geschrieben von: Cloakmaster am 25 Aug 2014, 17:51
Würde denn ein 10-Minuiten-Takt auf der S8 funktioieren, oder gäbes das Konflickte am Flughafen, mit der kreuzung der S1? Ich kann mir kaum vorstellen, daß man einen 10-Minuten-Takt in Wechselbetrieb auf nur einem Gleis hinbekommt - auch wenn man dann auf die Kreuzung der Linien verzichten kann.

Geschrieben von: Lazarus am 25 Aug 2014, 22:28
QUOTE (Flogg @ 25 Aug 2014, 18:36)
Letztlich geht es auf der S8 Strecke ja nicht nur um den Flughafen. Viel mehr würde Unterföhring und vielleicht auch Ismaning mal eine Verdichtung brauchen, wovon auch die Flughafenpassagiere durch mehr Platz profitieren würden. Auf der S8 wäre ein Takt 10 wichtiger als auf der S3 Ost (Regelzüge in der HVZ dann womöglich Langzüge) denke ich.




Wozu willst du den Takt 10 auf der S3 Ost abschaffen? Um einen Takt 10 nach Ismanig einzurichten, müsste man doch einfach nur die bisher am Ostbahnhof endenden Verstärker aus Germering verlängern.....

Geschrieben von: Elch am 25 Aug 2014, 23:21
QUOTE (Cloakmaster @ 25 Aug 2014, 18:51)
Würde denn ein 10-Minuiten-Takt auf der S8 funktioieren, oder gäbes das Konflickte am Flughafen, mit der kreuzung der S1? Ich kann mir kaum vorstellen, daß man einen 10-Minuten-Takt in Wechselbetrieb auf nur einem Gleis hinbekommt - auch wenn man dann auf die Kreuzung der Linien verzichten kann.

Wobei mit der S1-Kurzwende am Flughafen eh' mal was passieren muss, ich habe da bis jetzt nur wenige puenktliche Abfahrten erlebt. Unter +2 bis +5 bin ich da eigentlich noch nie weggekommen...

Geschrieben von: Jean am 26 Aug 2014, 06:02
Es müsste grundsätzlich mit der S1 was passieren...

Geschrieben von: Iarn am 26 Aug 2014, 10:19
Nachdem der Flughafen ja wohl in die eigene Tasche greifen will, steht mittelfristig ja eine Verlängerung zumindest bis östlich des Vorfeldes mit Wendebahnhof Schwaigerloh wieder auf der Agenda. Dann kann man S1, S8 und der Regionalzug wenden wie man lustig ist.

Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 11:08
aber warum braucht man mehr S-bahnen am Flughafen? zur Eröffnung fuhr die S8 mit Langzügen alle 20 Minuten raus - heute fährt die S1 mit einem Kurzzug und die S8 mit einem Vollzug raus - also im Endeffekt nicht mehr als zur Eröffnung. Man könnte die Kapazität der Flughafenverbindung also auf jeder Linie um einen Kurzzug erhöhen, also mal eben um 66% steigern....

Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 11:16
wieviel Zeit würde eine durchfahrende S-bahn denn gewinne, die von Ostbahnhof bis Besucherpark ohne Halt fährt?

Geschrieben von: Rev am 26 Aug 2014, 12:12
Man kann Beiträge auch editiern rolleyes.gif


Das da zwei s-bahnen hinfahren hat einfach den Sinn wenn eine Strecke gesperrt ist das man noch ausweichen kann, und somit 2-3 Stunden nicht mehr vom und zum Flughafen kommt. Wenn irgendwann die s2 noch zum Flughafen hat man es fast 100% störsicher

Eine durchfahrende s-bahn wird nicht viel Zeit aufholen weil die schnell auf irgemdwas anderes aufläuft oder ne Kreuzung abwarten muss

Geschrieben von: ropix am 26 Aug 2014, 12:20
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 12:08)
aber warum braucht man mehr S-bahnen am Flughafen? zur Eröffnung fuhr die S8 mit Langzügen alle 20 Minuten raus - heute fährt die S1 mit einem Kurzzug und die S8 mit einem Vollzug raus - also im Endeffekt nicht mehr als zur Eröffnung. Man könnte die Kapazität der Flughafenverbindung also auf jeder Linie um einen Kurzzug erhöhen, also mal eben um 66% steigern....

Nein, weil woher soll der zweite Wagen auf der S1 kommen. Etwa vom volleren Freisinger Ast?

(Ganz abgesehen von: woher soll der Wagen kommen?)

Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 13:33
QUOTE (ropix @ 26 Aug 2014, 13:20)
Nein, weil woher soll der zweite Wagen auf der S1 kommen. Etwa vom volleren Freisinger Ast?

(Ganz abgesehen von: woher soll der Wagen kommen?)

und mit genau der Argumentation bleibt der Stillstand erhalten - weil wir haben keine Fahrzeuge, wir haben kein Vorstellungsvermögen, wir wollen ja gar nichts ändern usw.

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß man auf dem kurzen Stück Neufahrn - Freising so viele Fahrgäste hat, daß man da nicht mit einen Kurzzug die zwei Bahnhöfe
bedienen kann (und für die zwei Fahrten, die im Schülerverkehr voll sind kann man ja tatsächlich einen Vollzug nach Freising statt zum Flughafen fahren lassen).

Wenn die durchgehende S-bahn am Ostbahnhof 2 Minuten vor der regulären S8 abfährt, holt die diese wirklich so schnell ein? Man hat doch nur die eine Kreuzung noch auf der Strecke mit
der Güterzugstrecke oder?



Geschrieben von: JeDi am 26 Aug 2014, 13:59
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 14:33)
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß man auf dem kurzen Stück Neufahrn - Freising so viele Fahrgäste hat, daß man da nicht mit einen Kurzzug die zwei Bahnhöfe
bedienen kann.

Zumindest ist da deutlich mehr los als zwischen Neufahrn und Flughafen...

Geschrieben von: ropix am 26 Aug 2014, 14:40
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 14:33)
QUOTE (ropix @ 26 Aug 2014, 13:20)
Nein, weil woher soll der zweite Wagen auf der S1 kommen. Etwa vom volleren Freisinger Ast?

(Ganz abgesehen von: woher soll der Wagen kommen?)

und mit genau der Argumentation bleibt der Stillstand erhalten - weil wir haben keine Fahrzeuge, wir haben kein Vorstellungsvermögen, wir wollen ja gar nichts ändern usw.

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß man auf dem kurzen Stück Neufahrn - Freising so viele Fahrgäste hat, daß man da nicht mit einen Kurzzug die zwei Bahnhöfe
bedienen kann (und für die zwei Fahrten, die im Schülerverkehr voll sind kann man ja tatsächlich einen Vollzug nach Freising statt zum Flughafen fahren lassen).

Bist du jemals mit der S1 gefahren (geschweigedenn zum Flughafen oder nach Freising?)

Frage bevor ich eine Antwort tippe...

Geschrieben von: Elch am 26 Aug 2014, 15:16
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 12:08)
aber warum braucht man mehr S-bahnen am Flughafen? zur Eröffnung fuhr die S8 mit Langzügen alle 20 Minuten raus - heute fährt die S1 mit einem Kurzzug und die S8 mit einem Vollzug raus - also im Endeffekt nicht mehr als zur Eröffnung. Man könnte die Kapazität der Flughafenverbindung also auf jeder Linie um einen Kurzzug erhöhen, also mal eben um 66% steigern....

Und selbst wenn der S1-Vollzug zum Flughafen moeglich waere koennte damit nur der Status Quo des Jahes 2000 wieder erreicht werden, da die Fluggastzahlen seit dem um 67 Prozent gestiegen sind. Bei der S-Bahn-Anbindung hat sich seit dem nix getan...

Geschrieben von: ropix am 26 Aug 2014, 15:25
Bei der Straßenanbindung hat sich seit dem aber auch nicht wirklich was getan? (Ok, FTO gewinnt den Wettkampf gegen den Ringschluss)

Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 15:27
QUOTE (Elch @ 26 Aug 2014, 16:16)
Und selbst wenn der S1-Vollzug zum Flughafen moeglich waere koennte damit nur der Status Quo des Jahes 2000 wieder erreicht werden, da die Fluggastzahlen seit dem um 67 Prozent gestiegen sind. Bei der S-Bahn-Anbindung hat sich seit dem nix getan...

ja, aber offenbar fahren ja die Leute schlicht nicht mit der S-bahn zum Flughafen.
angeblich will man in Freising-Attaching den ehemaligen Praktiker und das Kaufland abreißen für einen weiteren Urlauberparkplatz.

Die Fahrt zum Flughafen kostet ja für eine Person schon über 10 Euro mit der S-bahn, für eine Familie 21 Euro - und dann das ganze nochmal zurück....

Wenn ich mich jetzt am Flughafen auf einem Urlauberparkplatz stelle für die üblichen 14 Tage bin ich bei 60 Euro.
Und bei den privaten Rund um den Flughafen wird das sicher noch günstiger gehen


Geschrieben von: Cloakmaster am 26 Aug 2014, 15:31
Und was kostest das Benzin von - z.b. Solln zum Flughafen? Und die Parkgebühren für 2 wochen Urlaub? Von anteiligen Anschaffungs- und Wartungskosten ganz zu schweigen, sowie dem nie völlig auszuschliessenden Unfallrisiko. Auch man nicht im Flugticket mit "Zug zum Flug" eingeschlossen hat, ist die S-Bahnfahrt zum Flughafen nach wie vor extrem güstig. Taxi koste inzwischen etwa 120 Euro.

Geschrieben von: rautatie am 26 Aug 2014, 15:34
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 16:27)
ja, aber offenbar fahren ja die Leute schlicht nicht mit der S-bahn zum Flughafen.

Welche Leute fahren nicht mit der Bahn zum Flughafen?

Ich finde ja, dass die S-Bahnen zum Flughafen immer recht voll sind... Jedenfalls, wenn ich selber zum Flughafen fahre.

Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 15:43
QUOTE (rautatie @ 26 Aug 2014, 16:34)
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 16:27)
ja, aber offenbar fahren ja die Leute schlicht nicht mit der S-bahn zum  Flughafen.

Welche Leute fahren nicht mit der Bahn zum Flughafen?

Ich finde ja, dass die S-Bahnen zum Flughafen immer recht voll sind... Jedenfalls, wenn ich selber zum Flughafen fahre.

ja, wenn man aber überlegt, daß heute noch im Prinzip die gleiche Kapazität zum Flughafen fährt (ein Langzug alle 20 Minuten) und die Fluggastzahlen aber deutlich gestiegen sind, dann
fahren halt im Verhältnis weniger mit der S-bahn

Geschrieben von: Martin H. am 26 Aug 2014, 15:45
Ich möchte mal ganz dezent auf http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=20672c4d0ed95818fbde0a20b1f17038&act=ST&f=19&t=8639&st=0 und http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=20672c4d0ed95818fbde0a20b1f17038&act=ST&f=2&t=6666&st=0 hinweisen, sollte es zu stark ausarten.

Geschrieben von: JeDi am 26 Aug 2014, 15:54
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 16:27)
Die Fahrt zum Flughafen kostet ja für eine Person schon über 10 Euro mit der S-bahn

8,60 EUR sind neuerdings über 10 Euro?

Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 15:55
QUOTE (Cloakmaster @ 26 Aug 2014, 16:31)
Und was kostest das Benzin von - z.b. Solln zum Flughafen? Und die Parkgebühren für 2 wochen Urlaub? Von anteiligen Anschaffungs- und Wartungskosten ganz zu schweigen, sowie dem nie völlig auszuschliessenden Unfallrisiko. Auch man nicht im Flugticket mit "Zug zum Flug" eingeschlossen hat, ist die S-Bahnfahrt zum Flughafen nach wie vor extrem güstig. Taxi koste inzwischen etwa 120 Euro.

Mei, Solln - Flughafen, das sind 50 km, was kostet das groß? 10 Liter Benzin hin und zurück. Wartungskosten und Anschaffungskosten halte ich für vernachlässigbar, weil die 100 km einmal zum Flughafen und zurück fallen bei 15 000 km pro Jahr kaum ins Gewicht.
Jetzt sitz ich also zu Hause in Solln mit Frau und 2 Kindern und will nach Mallorca. Jetzt hat ja nicht jeder das Glück, in Fußweite zu U und S-bahn zu wohnen, auch nicht in Solln - jetzt hab ich die Wahl, das Gepäck zu Hause in Ruhe ins Auto zu laden, mit dem Auto zu Flughafen zu fahren oder die Koffer erst in den Bus, dann in zwei s-bahnen mitzuziehen und dafür dann auch noch 20 Euro an Fahrgeld zu zahlen. Und zurück das Gleiche.
Parken am Flughafen kostet 60 Euro, Sprit 15 Euro.
Ich würde mit dem ÖPNV also zwar 35 Euro sparen, aber da denke ist der Komfortgewinn mit dem eigenen Auto sicher einiges Wert.

Klar, Terminalparken kostet deutlich mehr, aber da parkt man wohl nicht zwei Wochen (es sei denn, man hats wink.gif)


Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 15:58
QUOTE (JeDi @ 26 Aug 2014, 16:54)
8,60 EUR sind neuerdings über 10 Euro?

laut mvg.mobil.de kostet die Fahrt vom Marienplatz zum Flughafen 8 Streifen

Geschrieben von: JeDi am 26 Aug 2014, 16:00
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 16:58)
laut mvg.mobil.de kostet die Fahrt vom Marienplatz zum Flughafen 8 Streifen

Wenn man die Streifenkarte nehmen mag sicherlich. Ist halt nur nicht das günstigste.

Geschrieben von: andreas am 26 Aug 2014, 16:15
QUOTE (JeDi @ 26 Aug 2014, 17:00)
Wenn man die Streifenkarte nehmen mag sicherlich. Ist halt nur nicht das günstigste.

hmm, ich bin mir sicher, die Gelegenheitsfahrer, die einmal im Jahr zum Flughafen wollen kennen die Tariftricksereien alle....
Aber lassen wir das Thema Flughafen.


Geschrieben von: ropix am 26 Aug 2014, 16:23
Ok, die Themen Bilanz, der NV im Norden und die Flughafenanbindung sind nahezu synonym, allerdings ist die Flughafenanbindung halt das Paradebeispiel was bislang schiefging und was jetzt mit der genannten Zahl in einem Jahr halt dem gesamten ÖSPNV droht...

Und dann ist die Bilanz verherend...

Geschrieben von: JeDi am 26 Aug 2014, 16:27
QUOTE (andreas @ 26 Aug 2014, 17:15)
hmm, ich bin mir sicher, die Gelegenheitsfahrer, die einmal im Jahr zum Flughafen wollen kennen die Tariftricksereien alle....

Ich kann auch nichts dafür, dass die DB Vertrieb GmbH hier illegal nicht den günstigsten Fahrschein verkauft. Vielleicht solltest du den Punkt mal dort anbringen?

Geschrieben von: Auer Trambahner am 26 Aug 2014, 17:09
QUOTE (Cloakmaster @ 26 Aug 2014, 16:31)
ist die S-Bahnfahrt zum Flughafen nach wie vor extrem güstig. Taxi koste inzwischen etwa 120 Euro.

Ein kurzer Offtopischer einwand: Vom Mariahilfplatz aus warens am 3.7. umera 72 Euro.

Geschrieben von: Flogg am 26 Aug 2014, 17:38
QUOTE (Lazarus @ 25 Aug 2014, 23:28)
[/QUOTE]
Wozu willst du den Takt 10 auf der S3 Ost abschaffen? Um einen Takt 10 nach Ismanig einzurichten, müsste man doch einfach nur die bisher am Ostbahnhof endenden Verstärker aus Germering verlängern.....

Das will ich garnicht, hab ich auch nicht gesagt :-). Ich wollte damit nur sagen, dass die S8 bis Unterföhring einen Takt 10 sicher nötiger hätte. Bis vor wenigen Jahren gabs Richtung Holzkirchen/Deisenhofen nichtmal Takt 20 durchgehend tagsüber und nur Vollzüge. So extrem ist der Münchner Südosten nicht gewachsen (außer Infineon), da würden es ein paar Langzüge im Takt 20 zur HVZ auch tun.

Letztlich geht es nicht nur um den Flughafen, sondern mehr um die Strecke ab/bis Ismaning. Durch die vielen Unternehmen und die entsprechend hohe Pendlerzahl wäre hier mal eine Verdichtung angebracht, und nicht erst seit gestern. Durch die Fluggäste sind die Züge in Unterföhring teils schon echt brechend voll und wenn -wie es durch Kleinststörungen oft passiert ist früher- dann nur ein Vollzug kommt, dann kann man schon am Nachmittag froh sein, etwas Platz zwischen den Koffern usw. zu finden.

Glaube kaum, dass mit den Germeringer Zügen genügend Material zur Verfügung stehen würde, um Takt 10 zuverlässig bis Ismaning einzuführen. Das klappt ja jetzt schon nicht immer.

Geschrieben von: JeDi am 26 Aug 2014, 17:53
QUOTE (Flogg @ 26 Aug 2014, 18:38)
Durch die Fluggäste sind die Züge in Unterföhring teils schon echt brechend voll und wenn -wie es durch Kleinststörungen oft passiert ist früher- dann nur ein Vollzug kommt, dann kann man schon am Nachmittag froh sein, etwas Platz zwischen den Koffern usw. zu finden.

Wenn die Damen und Herren Fluggäste denn mal die vorhandenen Gepäckablagemöglichkeiten benutzen würden...

Geschrieben von: Flogg am 26 Aug 2014, 18:04
QUOTE (JeDi @ 26 Aug 2014, 18:53)
Wenn die Damen und Herren Fluggäste denn mal die vorhandenen Gepäckablagemöglichkeiten benutzen würden...

Hehe, so habe ich auch jahrelang gedacht. Habe mich auch geärgert, dass Fluggäste z.B. nach der Rolltreppe in den Zentralbereich grundsätzlich gleich nach Ende dieser Rolltreppe stehen bleiben, sich orientieren & alle anderen blockieren. Nach über 10 Jahren, in denen man sowas und vieles Ähnliches täglich sieht, regt man sich nicht mehr auf, es ist halt so und das wird auch keiner ändern können. Im Gegenteil, das wird schlimmer werden...

Geschrieben von: ropix am 26 Aug 2014, 18:19
Daher war die Idee mit dem Transrapid ja so toll. Gebäck am Hauptbahnhof aufgeben (ein paar hungrige Bahner erbarmen sich schon) und kein Platzproblem auf dem schnellen Weg zum Flughafen. Aber weil wir hier in München ja angeblich Geld haben und es daher zum ausgeben anderen überlassen müssen wurde aus der Flughafenanbindung bekanntermaßen nichts. Und dieses Schicksal droht jetzt dann doch sehr akut der gesamten weiteren ÖPNV-Entwicklung.

Geschrieben von: spock5407 am 26 Aug 2014, 18:42
QUOTE (Flogg @ 26 Aug 2014, 18:38)

Das will ich garnicht, hab ich auch nicht gesagt :-). Ich wollte damit nur sagen, dass die S8 bis Unterföhring einen Takt 10 sicher nötiger hätte. Bis vor wenigen Jahren gabs Richtung Holzkirchen/Deisenhofen nichtmal Takt 20 durchgehend tagsüber und nur Vollzüge. So extrem ist der Münchner Südosten nicht gewachsen (außer Infineon), da würden es ein paar Langzüge im Takt 20 zur HVZ auch tun.

Das will ich auch hoffen.
Damals gab es am Fasanenpark auch noch keinen großen Arbeitgeber, heute musst Du da im Morgenstoß zwischen 730 und 9 Uhr etwa 5000 Arbeitsplätze andienen, von denen etwa die Hälfte regelmäßig mit der S-Bahn fahren. Ich empfehl Dir da mal, Dich werktags am Giesinger Bf oder Fasanenpark hinzustellen.

Geschrieben von: Flogg am 26 Aug 2014, 18:55
QUOTE (spock5407 @ 26 Aug 2014, 19:42)
[/QUOTE]
Das will ich auch hoffen.
Damals gab es am Fasanenpark auch noch keinen großen Arbeitgeber, heute musst Du da im Morgenstoß zwischen 730 und 9 Uhr etwa 5000 Arbeitsplätze andienen, von denen etwa die Hälfte regelmäßig mit der S-Bahn fahren. Ich empfehl Dir da mal, Dich werktags am Giesinger Bf oder Fasanenpark hinzustellen.

Es ist meine "Heimstrecke", bin allerdings zugegebenermaßen durch neue Firma aufs Auto+U Bahn umgestiegen. Drum darf ich auch behaupten, dass der Mangfallplatz ein größeres Parkhaus brauchen könnte :-). Fahre ab und an auch S Bahn in der HVZ. Denke aber, dass Unterföhring/Ismaning mehr als die etwa 5000 Leute zwischen 7:30 und 9:00 abbekommt und daher der Takt 10 dort nötiger wäre.

Geschrieben von: 146225 am 26 Aug 2014, 19:08
Dauernd seits euch einig, dass aus der Münchner Verkehrspolitik eigentlich nix gscheits werden kann. Sich zu streiten, wer wann wo "Takt 10" verdient oder nicht verdient hat, ist aber auch nicht gerade zu(g)kunftsfähiger als diese Verkehrspolitik. wink.gif

Geschrieben von: Flogg am 26 Aug 2014, 19:15
QUOTE (146225 @ 26 Aug 2014, 20:08)
Dauernd seits euch einig, dass aus der Münchner Verkehrspolitik eigentlich nix gscheits werden kann. Sich zu streiten, wer wann wo "Takt 10" verdient oder nicht verdient hat, ist aber auch nicht gerade zu(g)kunftsfähiger als diese Verkehrspolitik.  wink.gif

Stimmt, eigentlich sollten sich Andere, Wichtigere (z.B. Politiker) Gedanken darüber machen, täglich mit den Linien fahren und dann deren Schlüsse daraus ziehen. Das macht nur Keiner von denen. In nem 7er kommt man 1000x besser am Arbeitsplatz an als in der S- oder U-Bahn mit 1000 Anderen :-).

Genauso fliegt es sich leichter von Berlin nach München in nem privaten Canadairjet oder A310 als ne Linienmaschine zu nehmen. Zwei verschiedene Realitäten, durch uns gewählt.

Geschrieben von: 120 104-5 am 26 Aug 2014, 20:12
QUOTE
Würde denn ein 10-Minuiten-Takt auf der S8 funktioieren, oder gäbes das Konflickte am Flughafen, mit der kreuzung der S1? Ich kann mir kaum vorstellen, daß man einen 10-Minuten-Takt in Wechselbetrieb auf nur einem Gleis hinbekommt - auch wenn man dann auf die Kreuzung der Linien verzichten kann.

Woran würde es eigentlich scheitern (abgesehen von fehlenden 423ern), die S8 schon jetzt im 10-Min-Takt zum Flughafen fahren zu lassen? An den paar Güterzügen, die tagsüber zum Nordring fahren kanns ja eher nicht liegen. Dass die nicht dazwischen passen würden, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Und wenn die zusätzlichen Fahrten als Express fahren, sollte es ja von der Fahrzeit auch ausgehen, dass es zu keiner Überholung kommt. Warum gibt es seit dem Aus des Transrapid also nicht schon längst in irgendeiner Form eine Verbesserung des Angebots zum Flughafen, was die Nachfrage ja anscheinend rechtfertigen würde? Braucht es am Ende doch mindestens eine höhenfreie Einfädelung am Besucherpark?

Geschrieben von: TramBahnFreak am 26 Aug 2014, 20:48
QUOTE (rautatie @ 26 Aug 2014, 16:34)
Ich finde ja, dass die S-Bahnen zum Flughafen immer recht voll sind... Jedenfalls, wenn ich selber zum Flughafen fahre.
Finde ich auch. Und das nicht nur, wenn ich zum Flughafen fahre. wink.gif

QUOTE (120 104-5 @ 26 Aug 2014, 21:12)
Woran würde es eigentlich scheitern (abgesehen von fehlenden 423ern), die S8 schon jetzt im 10-Min-Takt zum Flughafen fahren zu lassen? An den paar Güterzügen, die tagsüber zum Nordring fahren kanns ja eher nicht liegen. Dass die nicht dazwischen passen würden, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Und wenn die zusätzlichen Fahrten als Express fahren, sollte es ja von der Fahrzeit auch ausgehen, dass es zu keiner Überholung kommt. Warum gibt es seit dem Aus des Transrapid also nicht schon längst in irgendeiner Form eine Verbesserung des Angebots zum Flughafen, was die Nachfrage ja anscheinend rechtfertigen würde? Braucht es am Ende doch mindestens eine höhenfreie Einfädelung am Besucherpark?
Zumindest den Geräuschen und den Beobachtungen an Bahnsteig und Bahnübergang nach sind das weit mehr als nur ein Güterzug pro Stunde und Richtung. Die Strecke an sich ist hierbei dann trotzdem noch nicht das große Problem, wohl aber die höhengleiche, eingleisige Ausfädelung südlich von Daglfing, die einiges an Kapazität schluckt...

Geschrieben von: Muc_train am 26 Aug 2014, 21:31
QUOTE (Flogg @ 26 Aug 2014, 19:55)
Das will ich auch hoffen.
Damals gab es am Fasanenpark auch noch keinen großen Arbeitgeber, heute musst Du da im Morgenstoß zwischen 730 und 9 Uhr etwa 5000 Arbeitsplätze andienen, von denen etwa die Hälfte regelmäßig mit der S-Bahn fahren. Ich empfehl Dir da mal, Dich werktags am Giesinger Bf oder Fasanenpark hinzustellen. [/QUOTE]
Es ist meine "Heimstrecke", bin allerdings zugegebenermaßen durch neue Firma aufs Auto+U Bahn umgestiegen. Drum darf ich auch behaupten, dass der Mangfallplatz ein größeres Parkhaus brauchen könnte :-). Fahre ab und an auch S Bahn in der HVZ. Denke aber, dass Unterföhring/Ismaning mehr als die etwa 5000 Leute zwischen 7:30 und 9:00 abbekommt und daher der Takt 10 dort nötiger wäre.

Da kann ich nur voll zustimmen, Takt 10 bis Unterföhring/Ismaning wäre bitter notwendig. Ca die Hälfte der Leute steigen da aus und müssen sich bis dahin die völlig überfüllte S-Bahn mit den Flughafen-Reisenden teilen.

Allein bei der Allianz sind es jetzt schon 6000-7000 Mitarbeiter, es werden mit dem Zusatzbau noch mal einige tausend dazu kommen. Und es ist ja nicht nur Allianz, die ganze TV-Branche ist ja auch da.

Der Takt 10 Stelle ich mir hier vergleichbar einfach vor, es ist ja nicht mal in der Stammstrecke was zu ändern da die Verstärker eh schon bis Ostbahnhof fahren.

Geschrieben von: Cloakmaster am 27 Aug 2014, 04:02
Wie wärs mit einem Pendel Ostbf-Ismaning-Flughafen, gefahren im 20er Takt mit 420ern? (Könnte nur kompliziert werden mit der Wende am Ostbf, zumindest wenn man in MOPS halten will.

Geschrieben von: Iarn am 27 Aug 2014, 09:06
QUOTE (Cloakmaster @ 27 Aug 2014, 05:02)
Wie wärs mit einem Pendel Ostbf-Ismaning-Flughafen, gefahren im 20er Takt mit 420ern? (Könnte nur kompliziert werden mit der Wende am Ostbf, zumindest wenn man in MOPS halten will.

Das wäre meines Erachtens besser realisiert wenn man in Steinhausen aus den S-Bahn Gleisen rausfädelt und am Ostbahnhof im Regionalbereich hält. Und dann wäre eine Verlängerung bis Hbf im halbwegs sinnviollen Bereich.
Aber halt die Frage ob die Zwangspunkt mit der S8 dann stabil laufen.

Geschrieben von: Maikäfer am 27 Aug 2014, 17:52
Die Schließzeiten der Schranken in Daglfing und Englschalking sind auch ein Problem, vor allem im Zusammenhang mit dem östlich davon geplanten großen Neubaugebiet. Das wird die S8 noch zusätzlich belasten. Also besser die Güterzüge weg. Aber wie?
Hirngespinst meinerseits: irgendwann war doch auch mal von einer Truderinger Kurve zwischen Containerbahnhof und Rosenheimer Strecke die Rede. Dazu ab Johanneskirchen eine neue Strecke auf dem alten Bahndamm Richtung Feldkirchen, westlich davon Anschluss mittels Gleisdreieck an die Mühldorfer Strecke und an den Containerbahnhof. Dann könnten die Güterzüge über die neue Strecke, durch den Containerbahnhof und über die Truderinger Kurve Richtung Italien/Balkan fahren. Ok, ein bißchen Zickzack, aber die Altstrecke wäre frei für eine S-Bahn-Verdichtung.
(So - Phantasiermodus jetzt wieder aus, auf dem alten Bahndamm gibts sicher irgendwelche schützenswerte Farne, Käfer, Kröten oder Vögel...)

Geschrieben von: chris232 am 27 Aug 2014, 21:13
Das hätte den charmanten Nebeneffekt, dass die Mühldorfer Züge auch den Südring und die teilweise eingleisigen Nadelöhre von Laim nach Nord nicht mehr belasten würden. Gibts dazu eigentlich schon irgendwo eine Untersuchung? Also die Kurve von Riem auf die Rosenheimer Strecke ist ja nichts neues (und selbst die wird ja in dem Jahrhundert nix mehr...) - aber zu dieser Verlängerung schon was schriftliches?
Nachteil wäre übrigens, dass du in Feldkirchen/Riem auch mehr bauen musst, weil wenn dieser "verlängerte Nordring" die Strecke nach Markt Schwaben kreuzen soll, hast ja nix gewonnen. Also Überführung, im Optimalfall samt kreuzungsfreier Ausfädelung...

Geschrieben von: Muc_train am 27 Aug 2014, 21:56
QUOTE (Cloakmaster @ 27 Aug 2014, 05:02)
Wie wärs mit einem Pendel Ostbf-Ismaning-Flughafen, gefahren im 20er Takt mit 420ern? (Könnte nur kompliziert werden mit der Wende am Ostbf, zumindest wenn man in MOPS halten will.

würde das nicht am Ostbahnhof mehr Probleme bringen wie wenn man Verstärker S8 die eh schon durch die Stammstrecke fahren nicht am Ostbahnhof enden zu lassen sondern bis Unterföhring/Ismaning weiterzuführen?

Anfürsich scheiterts im Moment doch nur an der Zweigleisigen Strecke zwischen Daglfing und der Ausfädelung nach Johanneskirchen. Vom Platz her dürfte es kein Problem sein das Viergleisig auszubauen, es sind ja sogar einige Flächen mit brachliegenden Gleisen vorhanden. Das kann doch eigentlich nicht so das Problem sein eine 2-3 km lange Strecke auszubauen wenn man den großen Nutzen dafür entgegen hält. Den Güterzügen käme es ja auch zu Gute wenn die sich nicht die Strecke mit der S-Bahn teilen müssten.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 27 Aug 2014, 22:06
Ich hab mal http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=4206ff7038032b92d5c9350fe3f00325&act=ST&f=19&t=8639&view=findpost&p=560406 geantwortet. wink.gif

Geschrieben von: Maikäfer am 27 Aug 2014, 22:24
QUOTE (chris232 @ 27 Aug 2014, 21:13)
Das hätte den charmanten Nebeneffekt, dass die Mühldorfer Züge auch den Südring und die teilweise eingleisigen Nadelöhre von Laim nach Nord nicht mehr belasten würden. Gibts dazu eigentlich schon irgendwo eine Untersuchung? Also die Kurve von Riem auf die Rosenheimer Strecke ist ja nichts neues (und selbst die wird ja in dem Jahrhundert nix mehr...) - aber zu dieser Verlängerung schon was schriftliches?
Nachteil wäre übrigens, dass du in Feldkirchen/Riem auch mehr bauen musst, weil wenn dieser "verlängerte Nordring" die Strecke nach Markt Schwaben kreuzen soll, hast ja nix gewonnen. Also Überführung, im Optimalfall samt kreuzungsfreier Ausfädelung...

Also das mit der Nordring-Verlängerung hab ich nirgends gelesen. Wie geschrieben - Hirngespinst meinerseits. Hätte ich vielleicht deutlicher als solches formulieren sollen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass das auch in anderen, "kompetenteren" Hirnen schon gesponnen wurde.
Die Überführung über die Markt-Schwabener Strecke wäre dann zwar sicher notwendig, aber es gibt ja auch immer wieder die Forderung, die Strecke zwischen Daglfing und Johanneskirchen in einen Tunnel zu legen. Im Vergleich dazu wäre ein kreuzungsfreier Ausbau da draußen und dafür reiner S-Bahn-Betrieb in Daglfing etc. sicher vergleichsweise günstig.
Und die Südring-Entlastung kommt als Nebeneffekt tatsächlich noch dazu, nicht nur Richtung Mühldorf. Da könnte dann vieles über den Nordring laufen, was jetzt über Laim-Ostbhf. läuft.

Geschrieben von: Cloakmaster am 28 Aug 2014, 03:26
QUOTE (Muc_train @ 27 Aug 2014, 22:56)
würde das nicht am Ostbahnhof mehr Probleme bringen wie wenn man Verstärker S8 die eh schon durch die Stammstrecke fahren nicht am Ostbahnhof enden zu lassen sondern bis Unterföhring/Ismaning weiterzuführen?

Anfürsich scheiterts im Moment doch nur an der Zweigleisigen Strecke zwischen Daglfing und der Ausfädelung nach Johanneskirchen. Vom Platz her dürfte es kein Problem sein das Viergleisig auszubauen, es sind ja sogar einige Flächen mit brachliegenden Gleisen vorhanden. Das kann doch eigentlich nicht so das Problem sein eine 2-3 km lange Strecke auszubauen wenn man den großen Nutzen dafür entgegen hält. Den Güterzügen käme es ja auch zu Gute wenn die sich nicht die Strecke mit der S-Bahn teilen müssten.

Es scheitert auch am nicht verfügbaren Wagenmaterial. Mehr 423 gibts es nicht, womit nicht genügend Fahrzeuge vorhanden sind, einen am Ostbf endenden Verstärkrer zu verlängern. 420er lassen sich evtl noch ein paar auftreiben. Nur dürfen die eben nicht mehr in den Tunnel. Darum eben Endpunkt Ostbf, oder Südring-Hbf. Natürlich hätte zB Deisenhofen-Ostbf-Ismaning-Flughfafen auch seinen Charme.

Geschrieben von: elchris am 28 Aug 2014, 10:43
QUOTE (Cloakmaster @ 28 Aug 2014, 04:26)
Es scheitert auch am nicht verfügbaren Wagenmaterial. Mehr 423 gibts es nicht, womit nicht genügend Fahrzeuge vorhanden sind, einen am Ostbf endenden Verstärkrer zu verlängern. 420er lassen sich evtl noch ein paar auftreiben. Nur dürfen die eben nicht mehr in den Tunnel. Darum eben Endpunkt Ostbf, oder Südring-Hbf. Natürlich hätte zB Deisenhofen-Ostbf-Ismaning-Flughfafen auch seinen Charme.

420 auf der S8 oder im Stamm? Sie dürfen, man versucht nur so lang wie möglich dieses Dogma der Premiumlinie aufrecht zu erhalten, obwohl sich gerade die S8 (vmax 120) für 420 anbietet. An einer Angebotsverbesserung/Änderung auf der Strecke zum Flughafen (10-Min Takt bis Ismaning) können wir frühestens denken, wenn die Strecke vom Nordring entkoppelt ist. Dann erwarte ich entweder die Weiterführung der S8v oder sogar der S1 bis Ismaning. Die Kapazität wird bis Unterföhring benötigt, das ist neben Puchheim die am stärksten belastete Aussenstation ohne 10-Min Takt.

Geschrieben von: chris232 am 28 Aug 2014, 12:13
QUOTE (elchris @ 28 Aug 2014, 11:43)
Sie dürfen, man versucht nur so lang wie möglich dieses Dogma der Premiumlinie aufrecht zu erhalten, obwohl sich gerade die S8 (vmax 120) für 420 anbietet.

Oder du nimmst die S7 und kannst auf der Flughafenlinie die neueren Fahrzeuge behalten. Obwohl die 420-Türen da vielleicht gar nicht so verkehrt wären...

Geschrieben von: ropix am 28 Aug 2014, 13:52
QUOTE (elchris @ 28 Aug 2014, 11:43)
obwohl sich gerade die S8 (vmax 120) für 420 anbietet.

Da wird die VMax doch seit Beginn der Transrapidplanung auf 140 erhöht. Mal weniger, mal noch weniger konkret zwar, aber immerhin...

Geschrieben von: Meikl am 29 Aug 2014, 06:46
120 oder 140 ist für die S-Bahn sowieso irrelevant. Bringt maximal 1 Minute pro Außenast...

Geschrieben von: ropix am 29 Aug 2014, 07:05
QUOTE (Meikl @ 29 Aug 2014, 07:46)
120 oder 140 ist für die S-Bahn sowieso irrelevant. Bringt maximal 1 Minute pro Außenast...

Das dürfte für alles außer Ismaning - München Flughafen ja durchaus auch zutreffen?

Geschrieben von: krakos am 3 Sep 2014, 09:52
QUOTE (JeDi @ 26 Aug 2014, 18:53)
Wenn die Damen und Herren Fluggäste denn mal die vorhandenen Gepäckablagemöglichkeiten benutzen würden...

Wäre aber auch sinnvoll, wieder durchgehend die Gepäckablagemöglichkeiten einzubauen und nicht, wie bisher, nur alle zwei Abschnitte.
Sitzt man Falsch, hat man über sich eben keine Ablage.
Zumal diese durch die Rundung nur teilweise wirklich nutzbar sind.
Wobei ich letztens erschreckend feststellen musste, dass die Regio noch schmalere Gepäckablagen hat ohmy.gif

Geschrieben von: rautatie am 3 Sep 2014, 09:58
QUOTE (krakos @ 3 Sep 2014, 10:52)
Wäre aber auch sinnvoll, wieder durchgehend die Gepäckablagemöglichkeiten einzubauen und nicht, wie bisher, nur alle zwei Abschnitte.

Ich persönlich fände es auch hilfreich, einige Gepäckablagemöglichkeiten auf niedriger Ebene zu installieren. Die über den Sitzen befindlichen Gepäckablagen sind zum einen für größere Gepäckstücke zu schmal, und zum anderen ist es vielen Menschen gar nicht so ohne weiteres möglich, schwere Koffer da hochzuwuchten.

Sogar mir ist es bei Fernreisen mit großem Gepäck schon so ergangen, dass ich die Teile nicht ohne Hilfe dort oben hin befördern hätte können. Und in solchen Fällen stapelt man das Zeug eben neben sich auf oder am Sitz.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 3 Sep 2014, 14:58
QUOTE (rautatie @ 3 Sep 2014, 10:58)
Ich persönlich fände es auch hilfreich, einige Gepäckablagemöglichkeiten auf niedriger Ebene zu installieren.

Da nimmt's aber genau so den Platz weg, wie wenn das Gepäck gleich aufm Boden steht.
Mit dem Unterschied, dass eine niedrige Gepäckablage auch dann noch im Weg rum steht, wenn überhaupt kein Gepäck drauf liegt...

Geschrieben von: JeDi am 3 Sep 2014, 16:05
QUOTE (krakos @ 3 Sep 2014, 10:52)
Wäre aber auch sinnvoll, wieder durchgehend die Gepäckablagemöglichkeiten einzubauen und nicht, wie bisher, nur alle zwei Abschnitte.
Sitzt man Falsch, hat man über sich eben keine Ablage.
Zumal diese durch die Rundung nur teilweise wirklich nutzbar sind.

Der 430 hat ja wieder überall gleich breite Gepäckablagen - überall. Die werden aber - zumindest in Stuttgart - genau so wenig genutzt. Ansonsten kann man Koffer auch wunderbar unterm Sitz und zwischen 2 Sitzrückenlehnen unterbringen.

Geschrieben von: JeDi am 3 Sep 2014, 16:06
QUOTE (rautatie @ 3 Sep 2014, 10:58)
Sogar mir ist es bei Fernreisen mit großem Gepäck schon so ergangen, dass ich die Teile nicht ohne Hilfe dort oben hin befördern hätte können. Und in solchen Fällen stapelt man das Zeug eben neben sich auf oder am Sitz.

Dann hättest du das Gepäck nicht mitnehmen dürfen.

Geschrieben von: Bayernlover am 3 Sep 2014, 19:00
QUOTE (JeDi @ 3 Sep 2014, 17:06)
Dann hättest du das Gepäck nicht mitnehmen dürfen.

Sinnvolle Antwort biggrin.gif

Geschrieben von: JeDi am 3 Sep 2014, 19:23
QUOTE (Bayernlover @ 3 Sep 2014, 20:00)
Sinnvolle Antwort biggrin.gif

Den Hinweis auf Ablagemöglichkeiten unter und zwischen den Sitzen hast du aber schon gelesen?

Geschrieben von: Bayernlover am 3 Sep 2014, 19:40
Und wenn die belegt sind? Rautatie wirkt jetzt nicht wie jemand, der selten Bahn fährt und deshalb keine Kenntnis von den Ablagen hat.

Geschrieben von: JeDi am 3 Sep 2014, 20:00
QUOTE (Bayernlover @ 3 Sep 2014, 20:40)
Und wenn die belegt sind?

Hast du das in irgendeiner Flughafen-S-Bahn schonmal gesehen???

Geschrieben von: Bayernlover am 3 Sep 2014, 22:27
Also unterm Sitz ja. Und der ganze Gang voll...

Geschrieben von: Iarn am 20 Nov 2014, 15:20
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ausbau-der-s-bahn-in-muenchen-quaelend-langsamer-fortschritt-1.2227785 beklagt fehlenden Fortschritt beim S-Bahn Ausbau in München. Insbesondere beim sogenannten "Sofort" Programm kann man ja meiner Meinung nach schon von Farce sprechen.

Geschrieben von: Iarn am 6 Dec 2014, 09:37
http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_antrag_dokumente.jsp?risid=3532663

Stellen von ausscheidenden Personen sollen vorübergehend doppelt besetzt werden. Die jetzige Praxis ist: einer scheidet aus und die Stelle wird wenn überhaupt erst Jahre später nachbesetzt.

Für mich eine längst überfällige Maßnahme. Vielleicht schafft es dir Politik doch noch den bleiernen Schleier des Stillstandes der Udejahre zu überwinden.

Geschrieben von: Hot Doc am 6 Dec 2014, 13:15
Für mich klingt das eher so, als wolle man für seine zumindest teilweise etwas idologischen U-Bahnvorhaben möglichst schnelle eine erhöhung der Planungskapazität erreichen. Auch um dann, wenn man es nicht braucht, sozusagen natürlich, wieder Stellen abzubauen.

(Trotzdem ist die bisherige Vorgehensweise mit jahrelangem Freilassen von Stellen auch nicht das Wahre!)

Geschrieben von: mmouse am 6 Dec 2014, 20:34
Ich finde den Antrag sehr positiv. Zeigt m.E., dass man tatsächlich etwas tun will. Denn ausreichend Personal in den entsprechenden Abteilung ist wirklich die Voraussetzung, wenn irgendwas voran gehen soll.

Leider fehlt in dem Antrag die gleiche Festschreibung für die Tram-Planung, denn auch da wird man in den nächsten Jahren einiges bauen müssen. Sogar deutlich mehr km als U-Bahn, schon aus Kostengründen.

Geschrieben von: Iarn am 7 Dec 2014, 12:46
QUOTE (Hot Doc @ 6 Dec 2014, 13:15)
Für mich klingt das eher so, als wolle man für seine zumindest teilweise etwas idologischen U-Bahnvorhaben möglichst schnelle eine erhöhung der Planungskapazität erreichen. Auch um dann, wenn man es nicht braucht, sozusagen natürlich, wieder Stellen abzubauen.

(Trotzdem ist die bisherige Vorgehensweise mit jahrelangem Freilassen von Stellen auch nicht das Wahre!)

Irgendwie klingt das bei Dir negativ.
Man hat jetzt durch die Nichtstuerei der letzter Jahre (wann wurde die Verlängerung nach Moosach geplant, vor 10 -15 Jahren?) einen großen Planungsstau, den muss man wegbekommen. Und selbst wenn die Aktivität nun ideologisch begründet ist, mir ist ideologisch begründete Aktivität tausendmal lieber als unbegründete Nichtaktivität. Für die Verkehrspolitik der letzten Legislaturperiode gibt es von mir gerade noch so einen Fünfer.

Und danach kann man ja wieder zu einer geringeren Sollstärke zurückkehren.

Geschrieben von: Hot Doc am 7 Dec 2014, 18:31
Für mich gibts 2 U-Bahn-Projekte, für die es sich lohnt in die Planung zu gehen. Die U9 und die U4 bis Englschalking.
Wobei zweitere stark vor der dort geplanten Bebauung und die wiederum von einer eventuellen Tieferlegung der Bahngleise abhängt und insofern noch ne Menge Zeit hat.

Bleibt die U9, die auch nicht ganz optimal ist mit der noch stärkeren Belasung des HBF, aber wohl wirklich notwendig. (Mir wäre immer noch ein viel dichteres Tramnetz in und ums Zentrum lieber.)

Wenns für die Planung dieser einen Strecke mehr Leute braucht, dann her damit, aber schnell. Sonst...s.o.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 7 Dec 2014, 20:27
QUOTE (Hot Doc @ 7 Dec 2014, 18:31)
Für mich gibts 2 U-Bahn-Projekte, für die es sich lohnt in die Planung zu gehen. Die U9 und die U4 bis Englschalking.
Wobei zweitere stark vor der dort geplanten Bebauung und die wiederum von einer eventuellen Tieferlegung der Bahngleise abhängt und insofern noch ne Menge Zeit hat.
Und die U4 dann – wiederum abhängig von der weiteren Bebauung – weiter Richtung Messe.
QUOTE
Bleibt die U9, die auch nicht ganz optimal ist mit der noch stärkeren Belasung des HBF, aber wohl wirklich notwendig. (Mir wäre immer noch ein viel dichteres Tramnetz in und ums Zentrum lieber.)
Das eine darf das andere nicht ausschließen. smile.gif

Geschrieben von: Sendlinger am 12 Feb 2015, 13:05
http://www.muenchen.de/rathaus/dms/Home/Stadtinfos/Presse-Service/Rathaus-Umschau-2015/Halbjahr1/029/Rathaus%20Umschau%20029%20_%202015.pdf.
Im Zuge der Maßnahmen für den Luftreinhalteplan München wird hier u.a. der generelle 5-Minuten-Takt bei der U-Bahn Montag mit Samstag tagsüber gefordert, ebenso wie Taktverdichtungen bei Tram und Bus, u.a. auch SVZ-Betrieb der 28 und Verlängerung der 25 zum Effnerplatz und Taktverdichtungen z.B. auf dem 17er, in der Fraunhofer- und Maximilianstraße, etc. Natürlich nicht mit dem heutigen Fahrzeugbestand, sondern mit weiteren Neubeschaffungen. Aber lest einfach selbst ...

Geschrieben von: Entenfang am 12 Feb 2015, 13:48
QUOTE (Sendlinger @ 12 Feb 2015, 13:05)
http://www.muenchen.de/rathaus/dms/Home/Stadtinfos/Presse-Service/Rathaus-Umschau-2015/Halbjahr1/029/Rathaus%20Umschau%20029%20_%202015.pdf.

Zustimmung zu allem. Bitte ab morgen so machen.

Weiß jemand, was mit Tram 12 ins Zentrum führen gemeint sein könnte? Die ist doch auf die 16 durchgebunden? huh.gif

Geschrieben von: NJ Transit am 12 Feb 2015, 14:06
QUOTE (Entenfang @ 12 Feb 2015, 13:48)
Weiß jemand, was mit Tram 12 ins Zentrum führen gemeint sein könnte? Die ist doch auf die 16 durchgebunden? huh.gif

Klingt irgendwie nach Führung durch die Barer Straße? huh.gif

Geschrieben von: Sendlinger am 12 Feb 2015, 14:11
QUOTE (Entenfang @ 12 Feb 2015, 13:48)
Zustimmung zu allem. Bitte ab morgen so machen.

Weiß jemand, was mit Tram 12 ins Zentrum führen gemeint sein könnte? Die ist doch auf die 16 durchgebunden?  huh.gif

Daran hat man vermutlich nicht gedacht. Ansonsten könnte sowas gemeint sein, wie es während der Sperrung Scheidplatz-Kurfürstenplatz unlängst umgesetzt wurde, ein Linienwechsler 12<->28 am Kurfürstenplatz. Was aber der 28er-Verlängerung nach Schwabing Nord widerspricht. Und als dritte Linien in der Barerstraße erscheint mir der 12er auch nicht die Paradelösung zu sein, eher verdichtet man m.E. 27/28 zu einem 3-Minuten-Takt.

Ansonsten inhaltlich nicht wirklich was dran auszusetzen - man muss lediglich Fahrzeuge bestellen, um das umzusetzen.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 12 Feb 2015, 15:17
QUOTE (Sendlinger @ 12 Feb 2015, 14:11)
man muss lediglich Fahrzeuge bestellen, um das umzusetzen.

Und Fahrer dafür vom Baum schütteln. unsure.gif



Geschrieben von: spock5407 am 12 Feb 2015, 18:13
Naja, wenn die Firma Neuanstellungen erträglicher bezahlen würde, dann würden sich sicher auch mehr Anwärter finden.

(und das sage ich als Fahrgast, der das bezahlen muss).

Geschrieben von: 146225 am 12 Feb 2015, 20:38
QUOTE (Sendlinger @ 12 Feb 2015, 14:11)
Ansonsten inhaltlich nicht wirklich was dran auszusetzen - man muss lediglich Fahrzeuge bestellen, um das umzusetzen.

Größer als die Bestellung ist in München noch die Hürde der Zulassung, und dann vielleicht gar auch noch für alle Linien?

Geschrieben von: TramBahnFreak am 12 Feb 2015, 21:15
QUOTE (146225 @ 12 Feb 2015, 20:38)
Größer als die Bestellung ist in München noch die Hürde der Zulassung, und dann vielleicht gar auch noch für alle Linien?

Wenn man jetzt wirklich mal dazu übergeht, eine nennenswerte Anzahl an Fahrzeugen selber Baureihe zu bestellen, sollte sich zumindest dieses Problemfeld etwas entspannen.

Geschrieben von: 146225 am 12 Feb 2015, 21:41
QUOTE (TramBahnFreak @ 12 Feb 2015, 21:15)
Wenn man jetzt wirklich mal dazu übergeht, eine nennenswerte Anzahl an Fahrzeugen selber Baureihe zu bestellen, sollte sich zumindest dieses Problemfeld etwas entspannen.

Oder auch nicht, also je nach Dauer...

Geschrieben von: NJ Transit am 12 Feb 2015, 21:44
QUOTE (146225 @ 12 Feb 2015, 21:41)
Oder auch nicht, also je nach Dauer...

Und? Tramnetz stilllegen weil die Zulassung von Neufahrzeugen etwas länger dauern könnte?

Geschrieben von: 146225 am 12 Feb 2015, 21:46
QUOTE (NJ Transit @ 12 Feb 2015, 21:44)
Und? Tramnetz stilllegen weil die Zulassung von Neufahrzeugen etwas länger dauern könnte?

Davon war nicht die Rede. Es wäre aber schon eine makabere Fußnote der Geschichte, wenn endlich eine nennenswerte zweistellige Zahl neuer Züge bestellt würde, und diese dann nach Jahren und Jahren provisorisch für Bruchteile des Netzes zugelassen wären. Wie die Erfahrung lehrt: Leider nicht ganz von der Hand zu weisen.

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 14 Feb 2015, 10:40
Respekt. Der Antrag der Grünen ist das Beste, was ich von einer Partei seit langem zum Thema Nahverkehr in München gesehen habe. Frau Nallinger scheint mir bereits seit Jahren die besten Ideen zum Nahverkehr zu haben - bleibt zu hoffen, dass sie sich damit auch durchsetzen kann. Endlich mal ein fähiger Mensch!

Geschrieben von: Hot Doc am 14 Feb 2015, 11:45
Nallinger kommt halt aus der Stadt- und Verkehrsplanung. Für mich ein gutes Argument sie zu wählen, da hier eine Menge verpasst wurde und sie eine moderne aber nicht rosarote Sicht des ÖPNV hat.

Geschrieben von: viafierretica am 14 Feb 2015, 13:39
Leider kommt der Antrag 1 Jahr zu spät... als Regierungspartei hätte man wenigstens etwas umsetzen kann - an den erbitterten Reaktionen von MVG und GRoKo kann man erahnen, dass der gesamte Antrag in den Papierkorb wandern wird, ohne auch nur irgendetwas davon umzusetzen. Obwohl es sehr viele auch pragmatische Ansätze sind (z.B. Einnahmen aus Parkraumbewirtschaftung). Mal davon abgesehen, dass die GroKo jeden Gedanken an eine Erhöhung der Parkpreise strikt ablehnt, wird die MVG sicher viele Gründe finden, warum das ganze gar nicht geht und dies eine unzulässige Finanzierung wäre. Der Antrag wäre ein Ausweg aus der Finanzierungssackgasse, der aber an zahlreichen Bedenken scheitern wird.

Übrigens, in einem Video aus 1969 zur Münchner Stadtplanung geht hervor, dass damals das Falschparken 20 DM gekostet hat. 45 Jahre sind es gerade mal 15 Euro, also lächerliche 50% mehr. Der Fahrpreis ist in dieser Zeit um ein x-faches gestiegen.

Geschrieben von: Iarn am 14 Feb 2015, 17:04
QUOTE (Hot Doc @ 14 Feb 2015, 11:45)
Nallinger kommt halt aus der Stadt- und Verkehrsplanung. Für mich ein gutes Argument sie zu wählen, da hier eine Menge verpasst wurde und sie eine moderne aber nicht rosarote Sicht des ÖPNV hat.

Nallinger ist meiner Meinung nach sehr fähig und ich habe wegen ihr auch das erste Mal grün gewählt aber ich vermute mal das war auch das letzte Mal, weil der Rest der Partei nun da man in der Opposition ist endgültig ins absurde driftet und einen Vorschlag nach dem anderen macht, der nach Gras riecht. Weil ohne THC kann man 150m Seilbahnmastenvisionen nicht erklären.

Geschrieben von: spock5407 am 14 Feb 2015, 19:44
Man bekommt es doch nicht mal hin, die Verstärkerkurse der U um jeweils bis zum Endbf der Strecke durchzubinden...

Geschrieben von: Flogg am 16 Feb 2015, 18:52
http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/schwer-diese-s-bahnen-duerften-dann-fahren-4737749.html

Auch wenn der Bericht sicher etwas übertrieben ist. Wenn es in der HVZ selbst in der S3 heute schon so aussieht, was will man innerhalb der sagen wir nächsten 10 Jahre, in denen die Bevölkerung ja rasant wachsen soll, kurzfristig unternehmen? Stamm 2 wird’s in den nächsten 30 Jahren nicht geben, am Südring passiert auch nix und die Stammstrecke kann nicht auf jeder Linie Langzüge aufnehmen, geschweigedenn, dass es genügend Fahrzeuge gibt und mancher Außenast ja nichtmal Langzugkompatibel ist.

Eigentlich kann die Bahn & die MVG doch nur hoffen, dass die Bevölkerungsprognose nicht stimmt und gerade auch in der stadtnahen Region keine großen Neubaugebiete mehr entstehen.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 16 Feb 2015, 19:09
QUOTE (Flogg @ 16 Feb 2015, 18:52)
http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/schwer-diese-s-bahnen-duerften-dann-fahren-4737749.html

Selten sowas reißerisches gelesen... dry.gif

Irgendein Foto von irgendeiner Störung nehmen – kann ich auch.
Die S3 als überfüllteste Linie zu bezeichnen könnte ich dagegen nicht. Zumindest nicht mit meinem Gewissen bezüglich korrekter Berichterstattung vereinbaren... dry.gif

Geschrieben von: Jean am 16 Feb 2015, 19:19
Na ausgerechnet eine Linie die schon im 10 Minuten Takt fährt (theoretisch)... Der MM wird immer schlimmer...

Geschrieben von: Iarn am 16 Feb 2015, 19:29
QUOTE (Jean @ 16 Feb 2015, 19:19)
Na ausgerechnet eine Linie die schon im 10 Minuten Takt fährt (theoretisch)... Der MM wird immer schlimmer...

Liest noch mal was Du in der Klammer selbst geschrieben hast...

Geschrieben von: TramBahnFreak am 16 Feb 2015, 19:32
QUOTE (Iarn @ 16 Feb 2015, 19:29)
Liest noch mal was Du in der Klammer selbst geschrieben hast...

Und jetzt gibst du mir bitte eine Prozentzahl (egal wie gerundet...) über die bis jetzt ausgefallenen Taktverstärker in diesem Jahr!

Geschrieben von: Iarn am 11 Mar 2015, 08:33
http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/zentrum/dicke-luft-wegen-luftreinhalteplan-4805421.html

QUOTE
Das ärgert die Grünen, allen voran Sabine Nallinger: „Seit zehn Jahren tut sich nichts beim U-Bahn-Ausbau“, schimpft sie. Die Takte müssten verdichtet werden, die Linien besser verbunden werden.


Auch wenn ich Frau Nallinger sonst schätze, muss man sich bei solchen Aussagen fragen, auf welchem Planeten die Leben. Von den letzten zehn Jahren waren die Grünen neun in der Regierung. Abgesehen davon ist ja seit Jahren Grüner Konsens statt der U-Bahn die Tram auszubauen. Und jetzt beklagt man sich über einen fehlenden U-Bahn Ausbau in den letzten 10 Jahren?

Geschrieben von: JeDi am 11 Mar 2015, 10:40
Tjamei, gegen die Sonnenkönige der SPD (Ude, Scholz) ist halt kein Kraut gewachsen.

Geschrieben von: Iarn am 29 Mar 2015, 08:52
http://www.merkur-online.de/lokales/ebersberg/poing/will-express-bus-u-bahn-4825658.html
Mittlerweile ist die S-Bahn in den Morgenstunden anscheinend so überfüllt, dass Politiker von Umlandgemeinden einen Bus zur U-Bahn fordern, obwohl der Ort (in diesem Fall Poing) bestens an das S-Bahn Netz angeschlossen scheint.

Geschrieben von: Boris Merath am 29 Mar 2015, 12:14
Um dann in die überfüllte U-Bahn einzusteigen? Na gut, an der Messe ist sie noch nicht überfüllt, von daher dürfte das für die Poinger nur auf der Rückfahrt eine Rolle spielen.

Ist ja nicht so, dass man durch Verlagerungen von einem Verkehrsmittel in das andere noch viel gewinnen könnte in München..

Geschrieben von: viafierretica am 29 Mar 2015, 12:57
QUOTE (Boris Merath @ 29 Mar 2015, 12:14)
Um dann in die überfüllte U-Bahn einzusteigen? Na gut, an der Messe ist sie noch nicht überfüllt, von daher dürfte das für die Poinger nur auf der Rückfahrt eine Rolle spielen.

Ist ja nicht so, dass man durch Verlagerungen von einem Verkehrsmittel in das andere noch viel gewinnen könnte in München..

Es hindert die Gemeinde Poing und dem Landkreis Ebersberg keiner, so eine Buslinie einzurichten - aber sie auch zu bezahlen. Was soll hier Herr Reiter denn machen? Buslinien im Umland betreiben? Und die U2 ist ja bekanntlich auch überhaupt nicht überlastet. Ich bezweifle auch, dass da irgendein Fahrzeitgewinn entsteht.
Es sei aber auch daran erinnert, dass vor einigen Jahren genau der gleiche Landkreis Ebersberg alle Direktverbindungen in den Landkreis München und nach München gekappt hat - die einstigen Buslinie 263 und 465 fuhren aus München bis weit in den Landkreis Ebersberg. Jetzt dürfen die gleichen Fahrgäste in Poing, wo sie auf Umwegen hingebracht werden, in die S-Bahn zwangsumsteigen. Es war das Kirchturmdenken, das im Bereich entlang der S2 ein versautes Busnetz hinterlassen hat, das in keiner Weise den Bedürfnissen der Fahrgäste entspricht und die Fahrgäste zum Zwangsumsteigen nach Poing mit entsprechender Überfüllung karrt.

Geschrieben von: ropix am 29 Mar 2015, 13:01
QUOTE (viafierretica @ 29 Mar 2015, 12:57)
die einstigen Buslinie 263 und 465 fuhren aus München bis weit in den Landkreis Ebersberg. Jetzt dürfen die gleichen Fahrgäste in Poing, wo sie auf Umwegen hingebracht werden, in die S-Bahn zwangsumsteigen.

Und sind Zahlen bekannt? Wie oft gefahren, wie gut genutzt wenn man auch eine S-Bahn hatte, wie viel verspätet? Wie viel war die Fahrzeit länger/kürzer in der Regel?

Ich mein, hier fluchen auch viele dass es auf der Freisinger Landstraße keinen Bus gibt, aber wie schlecht er dann angenommen würde, das verrät einem leider keiner der Flucher

Geschrieben von: viafierretica am 29 Mar 2015, 14:40
QUOTE (ropix @ 29 Mar 2015, 13:01)
Und sind Zahlen bekannt? Wie oft gefahren, wie gut genutzt wenn man auch eine S-Bahn hatte, wie viel verspätet? Wie viel war die Fahrzeit länger/kürzer in der Regel?

Ich mein, hier fluchen auch viele dass es auf der Freisinger Landstraße keinen Bus gibt, aber wie schlecht er dann angenommen würde, das verrät einem leider keiner der Flucher

Der Bus in der Freisinger Landstraße hat ja außer Dirnismaning mit seinem 200 Einwohnern nichts erschlossen, im Stadtgebiet fährt er häufiger als je zuvor. Der 465 hat die ganze Achse entlang der B12 erschlossen, und wurde künstlich gebrochen und umgelegt, um ja keine Landkreisgrenze zu überschreiten. Damit wurde eine traditionelle Verkehrsachse unterbrochen. Ähnlich beim östlichen Teil des alten 263er nach Pliening. Bei beiden Achsen gab es ja auch zwischenörtliche Beziehungen.

Geschrieben von: ropix am 29 Mar 2015, 15:09
Das ist bekannt, interessant wären die Fakten: Nutzer, potentielle Nutzer, Verluste...

Geschrieben von: Autoverbot am 16 Apr 2015, 17:41
Die Auslastung des U-Bahnhofs Münchner Freiheit kann noch gesteigert werden:

http://www.wochenanzeiger.de/article/161713.html

Geschrieben von: NJ Transit am 16 Apr 2015, 18:18
Was soll daran "neu" sein? Dieser Standort wurde in den letzten Studien auch schon geprüft und verworfen...

Geschrieben von: imp-cen am 16 Apr 2015, 21:19
http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.2423791.1428327656/860x860/konzertsaal.jpg

Geschrieben von: Meikl am 17 Apr 2015, 06:23
Wo kämen wir denn da hin, wenn wertvolle Parkplätze einer veralteten Hochkultur, für die sich nur Senioren interessieren, geopfert würden... ph34r.gif

Geschrieben von: Boris Merath am 17 Apr 2015, 11:56
QUOTE (Meikl @ 17 Apr 2015, 07:23)
Wo kämen wir denn da hin, wenn wertvolle Parkplätze einer veralteten Hochkultur, für die sich nur Senioren interessieren, geopfert würden... ph34r.gif

Die Parkplätze machen nur einen kleinen Teil des Geländes aus - neben den Parkplätzen müsste mindestens noch ein großer Teil der Grünanlage/des Spielplatzes geopfert werden. Große Spielplätze gibt es in der Stadt sowieso nur wenige, von daher halte ich das durchaus für relevant, zumal dieser sehr zentral liegt und damit entsprechend beliebt ist.

Problematisch dürfte auch sein, dass der von Herrn Piloty so gelobte Abschluß der Sichtachse eine andere Sichtachse verstellt - nämlich die auf die Erlöserkirche.

Die Münchner Freiheit samt Spielplatz ist eine von wenigen großen urbanen innerstädtischen Grünanlagen - und daher in meinen Augen durchaus erhaltenswert.

(Den Parkplatz könnte man aber gern dicht machen und der Grünanlage zuschlagen :-) )

Geschrieben von: Iarn am 27 Jan 2016, 08:10
Mittlerweile stehen morgens am Hauptbahnhof an einem U1/U2 Bahnsteig ca. 8 Ordner um die Züge irgendwie trotz Überfüllung anzufertigen.
Ich denke deutlicher kann man nicht Zeugen, dass die Verkehrspolitik der letzten 10-20 Jahre gescheitert ist.
Was ist das Konzept für die nächsten Jahre?
Jedes Jahr 2 Ordner mehr und fester drücken?

Geschrieben von: mgka am 27 Jan 2016, 08:48
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 09:10)
Mittlerweile stehen morgens am Hauptbahnhof an einem U1/U2 Bahnsteig ca. 8 Ordner um die Züge irgendwie trotz Überfüllung anzufertigen.

Ach, es wäre zu schön, wenn diese Ordner Züge anfertigen könnten - SCNR :-)

Geschrieben von: Bayernlover am 27 Jan 2016, 09:49
Die Ordner standen da vor 2 Jahren schon, leider.

Geschrieben von: ropix am 27 Jan 2016, 09:50
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 09:10)
Mittlerweile stehen morgens am Hauptbahnhof an einem U1/U2 Bahnsteig ca. 8 Ordner um die Züge irgendwie trotz Überfüllung anzufertigen.
Ich denke deutlicher kann man nicht Zeugen, dass die Verkehrspolitik der letzten 10-20 Jahre gescheitert ist.
Was ist das Konzept für die nächsten Jahre?
Jedes Jahr 2 Ordner mehr und fester drücken?

Wobei man ja fairerweise sagen muss dass da eigentlich mehr Züge fahren würden wenn man nicht mit der tatenlosigen aufhaltebehörde (TAB) das ultimative ÖPNV-Tötungsinstrument hätte.

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 27 Jan 2016, 10:42
Was mir viele Leute die bei BMW (FIZ) arbeiten immer sagen ist, dass die Züge morgens nordwärts bis Frankfurter Ring/Am Hart völlig überfüllt sind. Der dritte Zug je 10 Minuten, der ja eigentlich nach Verfügbarkeit der C2 verkehren sollte, müsste daher dringend von Milbertshofen bis mindestens Harthof verlängert werden.

Geschrieben von: Iarn am 27 Jan 2016, 10:57
QUOTE (Bayernlover @ 27 Jan 2016, 10:49)
Die Ordner standen da vor 2 Jahren schon, leider.

Ja aber früher waren es drei oder vier.
Acht ist da ne andere Hausnummer. Auch wenn ich befürchte, dass die Leute unzureichend bezahlt werden, wird das langsam auch ins Geld gehen.
Und die sarkastische Frage von mir war ja ob man einfach jedes Jahr mal die Zahl der Anfertigen erhöht.

Geschrieben von: Iarn am 27 Jan 2016, 10:59
QUOTE (ropix @ 27 Jan 2016, 10:50)
Wobei man ja fairerweise sagen muss dass da eigentlich mehr Züge fahren würden wenn man nicht mit der tatenlosigen aufhaltebehörde (TAB) das ultimative ÖPNV-Tötungsinstrument hätte.

Andererseits macht man ja auch nur das Minimum, selbst wenn die Schnarchnasen der Regierung von Oberbayern nicht der limitieren Faktor sind. Siehe die geplante Aufstockung der Kapazität in der Arnulfstraße von Dreiteiler/Vierteiler auf Vierteiler /Vierteiler.

Geschrieben von: rabauz am 27 Jan 2016, 13:15
Nur dünkt dass die Sache mit der Regierung von Oberbayern auch ein Politikum ist. Mit Seppi als OB würde das wohl zumindest etwas schneller gehen, wobei nicht auszuschließen ist dass es da auch irgendwelche Probleme gäbe, weil ein paar Franken und der Verkehrsminister das zu blockieren wüßten wink.gif So langsam dürfte die Münchner CSU mal ein gutes Wort für die Stadt beim Horst einlegen ....

Geschrieben von: ropix am 27 Jan 2016, 13:56
Das hat mit Politik nichts zu tun.

Da sitzt einer der festgestellt hat dass das Gesetz auf seiner Seite ist. Je mehr Papier produziert wurde, desto weniger kann man ihm nachher vorwerfen er hätte die nötige Sorgfalt nicht walten lassen. Gleichzeitig fehlt aber das Gesetz dass viel zu viel Papier nicht zielführend ist.

Sprich - je mehr Papier, desto höher die Wahrscheinlichkeit dass nichts passiert wobei 100% Sicherheit unendlich viel Papier und unendlich lange Zulassungszeiten erfordert. Sprich - lässt die TAB nie wieder etwas zu, was derzeit ihr gutes Recht ist kann auch nie wieder irgendwas mit neuen Fahrzeugen passieren.

Dass das nicht eh der Fall ist ist eigentlich schon ein Wunder.

/Edit: wo die Politik natürlich versagt hat: Es muss eben das Gesetz her dass zu viel Papier nicht produziert werden darf. Nur bislang war das halt nicht nötig weil die Leute in den Aufsichtsbehörden normalerweise schon daran interessiert sind die Dinge vernünftig zuzulassen und nicht daran dass der Klopapiervorrat immer mindestens 2 Tonnen beträgt.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 27 Jan 2016, 14:25
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 10:57)
Ja aber früher waren es drei oder vier.
Acht ist da ne andere Hausnummer. Auch wenn ich befürchte, dass die Leute unzureichend bezahlt werden, wird das langsam auch ins Geld gehen.
Und die sarkastische Frage von mir war ja ob man einfach jedes Jahr mal die Zahl der Anfertigen erhöht.

Als unverbesserlicher Optimist würde ich das genau andersherum sehen:
Da man offenbar die Erfahrung gemacht hat, dass die Abfertiger der Betriebsstabilität zuträglich sind, ist es der MVG das zusätzliche Geld wert, mehr dieser Leute anzustellen.

Geschrieben von: Lobedan am 27 Jan 2016, 15:09
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 08:10)
Mittlerweile stehen morgens am Hauptbahnhof an einem U1/U2 Bahnsteig ca. 8 Ordner um die Züge irgendwie trotz Überfüllung anzufertigen.

Klingt ein wenig nach dem morgendlichen Alltag an den Ulmer Haltestellen Hauptbahnhof und Ehinger Tor. Da sind es zwar nur zwei Ordner pro Steig, aber die sind ja auch ein Stück kürzer als U-Bahn ...

Geschrieben von: andreas am 27 Jan 2016, 18:27
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 09:10)
Mittlerweile stehen morgens am Hauptbahnhof an einem U1/U2 Bahnsteig ca. 8 Ordner um die Züge irgendwie trotz Überfüllung anzufertigen.
Ich denke deutlicher kann man nicht Zeugen, dass die Verkehrspolitik der letzten 10-20 Jahre gescheitert ist.
Was ist das Konzept für die nächsten Jahre?
Jedes Jahr 2 Ordner mehr und fester drücken?

Sitzplätze abmontieren. Dann hat man deutlich mehr Platz in den Zügen.

Geschrieben von: andreas am 27 Jan 2016, 18:29
QUOTE (ropix @ 27 Jan 2016, 14:56)
Das hat mit Politik nichts zu tun.

Da sitzt einer der festgestellt hat dass das Gesetz auf seiner Seite ist. Je mehr Papier produziert wurde, desto weniger kann man ihm nachher vorwerfen er hätte die nötige Sorgfalt nicht walten lassen. Gleichzeitig fehlt aber das Gesetz dass viel zu viel Papier nicht zielführend ist.

Sprich - je mehr Papier, desto höher die Wahrscheinlichkeit dass nichts passiert wobei 100% Sicherheit unendlich viel Papier und unendlich lange Zulassungszeiten erfordert. Sprich - lässt die TAB nie wieder etwas zu, was derzeit ihr gutes Recht ist kann auch nie wieder irgendwas mit neuen Fahrzeugen passieren.

Dass das nicht eh der Fall ist ist eigentlich schon ein Wunder.

/Edit: wo die Politik natürlich versagt hat: Es muss eben das Gesetz her dass zu viel Papier nicht produziert werden darf. Nur bislang war das halt nicht nötig weil die Leute in den Aufsichtsbehörden normalerweise schon daran interessiert sind die Dinge vernünftig zuzulassen und nicht daran dass der Klopapiervorrat immer mindestens 2 Tonnen beträgt.

jetzt mal böse gefragt: Könnte man die B-Wagen nochmal neu beschaffen oder würden die auch eine neue Zulassung benötigen?

Geschrieben von: spock5407 am 27 Jan 2016, 19:13
Unwissend, aber spekulierend: Da gibts bestimmt irgendwelche upgedateten Bestimmungen, die eine Neuzulassung erfordern würde und bei den Altwagen unter Bestandsschutz fällt.

Und bei den A und B kannst nicht einfach die Sitzbänke ausbauen: da sind teilw. Einbauten drunter. Das wurde schon längst angeregt und für nicht durchführbar befunden. Die Nürnberger DT2 und später sind dagegen von anfang an so designed. Solche 3er Sitzgruppen hätte ich auch durchgehend im ganzen Wagen beidseitig (Nürnbergs DT2 hats nur jeweils auf einer Seite) beim C und C2 eingebaut (statt in manchen Bereichen Längssitze).

@Iarn: Derweil ist der 17er noch nichtmal verlässlich auf Vierteiler. Da kommt oft genug auch noch gern mal ein R2 daher.


An der grundlegenen Politik hat sich aber wohl nix geändert: alles bedarfsgerecht. Und an dem Zulassungsdesaster wird sich nix ändern, solange man den Papiertiger seitens der Landesregierung per Gesetz nicht von der Furch befreit, persönlich für jeden abgebrochenen Fingernagel haftbar gemacht werden zu können.


Bald dienen die Ordner nicht mehr, fester zu drücken sondern die kommen oben ins Sperrengeschoss um Zustrom zu verhindern... dry.gif (War das nicht bei der Pariser Metro, wo es Zugangssperren vor dem Metroabgang gibt, die geschlossen werden um den Zustrom zum Bahnsteig zu regeln?)

Geschrieben von: Jean am 27 Jan 2016, 19:24
Wollte da nicht mal jemand nach Brüssel um den ganzen Papierkram zu reduzieren? ph34r.gif ph34r.gif

Geschrieben von: andreas am 27 Jan 2016, 19:25
ich sag mal so, es macht schon Sinn, Leute hinzustellen, die die Fahrgäste daran hindern, ständig bei den Türen nahe der Treppen immer
wieder in die eigentlich abfahrbereite U-bahn drängen.

Geschrieben von: Iarn am 27 Jan 2016, 19:50
QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Jan 2016, 15:25)
Als unverbesserlicher Optimist würde ich das genau andersherum sehen:
Da man offenbar die Erfahrung gemacht hat, dass die Abfertiger der Betriebsstabilität zuträglich sind, ist es der MVG das zusätzliche Geld wert, mehr dieser Leute anzustellen.

Die selben Leute die aufgrund der Betriebsstabilität 1 Minute Wendezeit forcieren?

Geschrieben von: TramBahnFreak am 27 Jan 2016, 21:42
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 19:50)
QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Jan 2016, 15:25)
Als unverbesserlicher Optimist würde ich das genau andersherum sehen:
Da man offenbar die Erfahrung gemacht hat, dass die Abfertiger der Betriebsstabilität zuträglich sind, ist es der MVG das zusätzliche Geld wert, mehr dieser Leute anzustellen.

Die selben Leute die aufgrund der Betriebsstabilität 1 Minute Wendezeit forcieren?

Fahrzeugknappheit.

Geschrieben von: Iarn am 27 Jan 2016, 22:04
QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Jan 2016, 22:42)
Fahrzeugknappheit.

Spätestens seit der Minimal Aufstockung durch die letzte Mini Bestellung für SL16/17 und 20/21/22 ist klar, dass die Fahrzeug Knappheit gewollt ist.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 27 Jan 2016, 22:08
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 22:04)
Spätestens seit der Minimal Aufstockung durch die letzte Mini Bestellung für SL16/17 und 20/21/22 ist klar, dass die Fahrzeug Knappheit gewollt ist.

Waren wir nicht gerade noch bei der U?

Die Tram ist doch für MVG-Verhältnisse zur Zeit recht gut aufgestellt... ph34r.gif

Geschrieben von: Iarn am 27 Jan 2016, 22:32
QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Jan 2016, 23:08)
Waren wir nicht gerade noch bei der U?

Die Tram ist doch für MVG-Verhältnisse zur Zeit recht gut aufgestellt... ph34r.gif

Ja wir sind bei der U-Bahn. Mir ging es nur um die Schutzbehauptung alles läge an der bösen Regierung von Oberbayern. Natürlich sind das Schnarchzapfen aber deswegen ist der mangelnde Wille zur Verbesserung nicht entschuldbar. Die Trambahn habe ich nur als Beispiel genommen, weil dort trotz Zulassung nur von oben gebremst wird.

Geschrieben von: P-fan am 27 Jan 2016, 22:36
QUOTE (spock5407 @ 27 Jan 2016, 20:13)

@Iarn: Derweil ist der 17er noch nichtmal verlässlich auf Vierteiler. Da kommt oft genug auch noch gern mal ein R2 daher.


Weil einzelne R3 immer wieder ausbüxen und sich auf dem 18er oder -an Schultagen!- 15/25er rumtreiben. Dafür zum "Ausgleich" gibts dann im Ferienfahrplan, wenn der 15er nicht fährt, auf dem 25er im 10-Min.-Takt einige R2, verkehrte Welt ...

Geschrieben von: TramBahnFreak am 27 Jan 2016, 22:41
QUOTE (P-fan @ 27 Jan 2016, 22:36)
Weil einzelne R3 immer wieder ausbüxen und sich auf dem 18er oder -an Schultagen!- 15/25er rumtreiben. Dafür zum "Ausgleich" gibts dann im Ferienfahrplan, wenn der 15er nicht fährt, auf dem 25er im 10-Min.-Takt einige R2, verkehrte Welt ...

Dabei bräuchte der 15-25 an Schultagen mit 5er-Takt 100% 4-Teiler.
In den Ferien würden Dreiteiler tatsächlich reichen – allerdings ebenfalls mit 5-Minuten-Takt...


btw: 7500 :-)

Geschrieben von: Boris Merath am 27 Jan 2016, 22:55
QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Jan 2016, 23:08)
Die Tram ist doch für MVG-Verhältnisse zur Zeit recht gut aufgestellt... ph34r.gif

Tendenz steigend, das ist ja nur die erste Runde Avenios aus der Ausschreibung die jetzt kommt.

Geschrieben von: viafierretica am 27 Jan 2016, 23:31
QUOTE (Boris Merath @ 27 Jan 2016, 23:55)
Tendenz steigend, das ist ja nur die erste Runde Avenios aus der Ausschreibung die jetzt kommt.

aber leider ersetzt man 13 alte gegen 13 neue Trams, die zwar länger sind, aber deswegen nicht mehr....

Geschrieben von: TramBahnFreak am 27 Jan 2016, 23:32
QUOTE (viafierretica @ 27 Jan 2016, 23:31)
aber leider ersetzt man 13 alte gegen 13 neue Trams, die zwar länger sind, aber deswegen nicht mehr....

So, wie man damals alle P durch die R3 ersetzt hat... Oh, wait... ph34r.gif

Geschrieben von: viafierretica am 28 Jan 2016, 07:36
QUOTE (TramBahnFreak @ 28 Jan 2016, 00:32)
So, wie man damals alle P durch die R3 ersetzt hat... Oh, wait... ph34r.gif

damals hatte man ja das mathematische Wunder vollbringen wollen, 40 P durch 20 gleich große R3 zu ersetzen...aber die Gleichung 20=40 hat leider doch nicht gestimmt.

Geschrieben von: Wildwechsel am 28 Jan 2016, 07:40
QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Jan 2016, 22:42)
Fahrzeugknappheit.

Moment, die Fahrzeugknappheit wurde durch die Ausmusterung einiger A-Wagen doch behoben.

Geschrieben von: andreas am 28 Jan 2016, 19:10
QUOTE (Iarn @ 27 Jan 2016, 23:32)
QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Jan 2016, 23:08)
Waren wir nicht gerade noch bei der U?

Die Tram ist doch für MVG-Verhältnisse zur Zeit recht gut aufgestellt... ph34r.gif

Ja wir sind bei der U-Bahn. Mir ging es nur um die Schutzbehauptung alles läge an der bösen Regierung von Oberbayern. Natürlich sind das Schnarchzapfen aber deswegen ist der mangelnde Wille zur Verbesserung nicht entschuldbar. Die Trambahn habe ich nur als Beispiel genommen, weil dort trotz Zulassung nur von oben gebremst wird.

naja, abgesehen jetzt davon, daß die Varios nicht so wirklich hingehauen haben, war ja die Zulassung der Varios auch ein Trauerspiel.

Geschrieben von: Lazarus am 28 Jan 2016, 19:48
QUOTE (P-fan @ 27 Jan 2016, 22:36)
QUOTE (spock5407 @ 27 Jan 2016, 20:13)

@Iarn: Derweil ist der 17er noch nichtmal verlässlich auf Vierteiler. Da kommt oft genug auch noch gern mal ein R2 daher.


Weil einzelne R3 immer wieder ausbüxen und sich auf dem 18er oder -an Schultagen!- 15/25er rumtreiben. Dafür zum "Ausgleich" gibts dann im Ferienfahrplan, wenn der 15er nicht fährt, auf dem 25er im 10-Min.-Takt einige R2, verkehrte Welt ...

Och gestern hatte sich 2215 sogar auf den 19er verirrt ph34r.gif ph34r.gif ph34r.gif

Geschrieben von: TrainTom am 3 Feb 2016, 16:02
Petition für den Erhalt der Buslinie 52 am Marienplatz.

https://www.openpetition.de/petition/online/bushaltestelle-muenchen-marienplatz-fuer-den-erhalt-der-buslinie-52-am-marienplatz

Geschrieben von: Jean am 3 Feb 2016, 18:34
Habe es ausgefüllt. Ich sehe ehrlich da kein Problem wenn der Bus in der Fußgängerzone fahren soll...aber so ist halt die CSU...

Geschrieben von: Hot Doc am 3 Feb 2016, 19:06
Ehrlich gesagt finde ich http://www.pedalhelden.de/marienplatz-petition-sor-save-our-radler/ viel wichtiger.
Wenn der Bus am alten Rathaus hält wird das kein großes Problem werden.

Das Aussperren der Radler ist ein gravierender negatver Eingriff in den Radverkehr. Noch dazu, wo es noch nicht einmal eine Alternative gibt. Und die, die geplant ist, relativ große Umwege bedeutet und mit Ansage nicht wirklich angenommen werden wird.

Geschrieben von: Jean am 3 Feb 2016, 19:13
Auch unterschrieben!

Geschrieben von: spock5407 am 3 Feb 2016, 19:39
Dito.

Geschrieben von: MVG-Wauwi am 3 Feb 2016, 20:07
QUOTE (Hot Doc @ 3 Feb 2016, 20:06)
Wenn der Bus am alten Rathaus hält wird das kein großes Problem.

Halten wird schon irgendwie gehen - sinnvoll wenden aber nicht.

Geschrieben von: 146225 am 3 Feb 2016, 20:24
QUOTE (Jean @ 3 Feb 2016, 19:34)
Habe es ausgefüllt. Ich sehe ehrlich da kein Problem wenn der Bus in der Fußgängerzone fahren soll...aber so ist halt die CSU...

Gründet eine Initiative, die lauthals eine Tram verlangt - ruckzuck ist die CSU über den Bus glücklich.

Geschrieben von: Jean am 3 Feb 2016, 20:24
Ich halte aber, selbst wenn man da eine sinnvolle Wendemöglichkeit findet, nichts davon. Der Weg wird um ca. 100 Meter länger. Die Bevölkerung wird älter. Kurze Wege sind attraktiver...

Geschrieben von: spock5407 am 3 Feb 2016, 20:25
QUOTE (146225 @ 3 Feb 2016, 21:24)
Gründet eine Initiative, die lauthals eine Tram verlangt - ruckzuck ist die CSU über den Bus glücklich.

Bei der Taktfolge gehört der 52er längst auf Schiene umgestellt (genauer: als Schiene wiederhergestellt, auch wenn vielleicht nicht 100% exakt dem alten 5er folgend).

Geschrieben von: Jean am 3 Feb 2016, 20:34
Die Linie 52 gehört auf alle Fälle auf Trambahn umgestellt. Ob man aber dabei viel eigenen Gleiskörper haben kann bezweifel ich. Aber das sollte bei einer Modernen Tram kein Problem sein...

Geschrieben von: Martin H. am 3 Feb 2016, 20:40
Ist so aber nicht förderfähig und mit geringen Erfolgsaussichten. sad.gif

Geschrieben von: Jean am 3 Feb 2016, 20:41
Gibt es überhaupt nach 2019 noch eine Förderung vom Staat?

Geschrieben von: andreas am 3 Feb 2016, 21:25
QUOTE (Martin H. @ 3 Feb 2016, 21:40)
Ist so aber nicht förderfähig und mit geringen Erfolgsaussichten.  sad.gif

Lazarus?

wobei das Grundproblem des alten Fünfers, daß die Straßen so eng sind sich nicht wirklich geändert hat.

Geschrieben von: Martin H. am 3 Feb 2016, 21:31
Wollte nur drauf hinweisen. Ich schrieb ja nicht dass gar nicht gebaut wird.
Ist aber eh unnötig, da die Linie nicht über Pasing führt.

Edit: Wenn man eh schon die Fußgängerzone vergrößern möchte....... ph34r.gif

Geschrieben von: spock5407 am 3 Feb 2016, 21:36
Insbesondere mit der ach so tollen Schranne hat man sich eine gute Möglichkeit (via "Am Einlass" auf die Rumfordstr. zu kommen) verbaut.

Aber während man an der Oberfläche ja nix baut ohne Förderung, will man großzügig auf Forderungen in viel größeren Umfängen auf der U5 West verzichten und frei aus dem Stadtsäckel finanzieren, wenns der KNF nicht hergibt.

Aber da Oberfläche, touristenrelevant, fußgängerzonenrelevant & co würde man stadtseitig sowas eh nie wagen, anzugehen und durchzusetzen. Abgesehen davon, dass die MVG den Bus eh als bedarfsgerecht einstufen würde.

Geschrieben von: Lazarus am 3 Feb 2016, 21:42
QUOTE (Jean @ 3 Feb 2016, 20:34)
Die Linie 52 gehört auf alle Fälle auf Trambahn umgestellt. Ob man aber dabei viel eigenen Gleiskörper haben kann bezweifel ich. Aber das sollte bei einer Modernen Tram kein Problem sein...

Dann wird man sich aber von einer Endhaltestelle Marienplatz endgültig verabschieden dürfen. Oder will man bei jeder Veranstaltung dort SEV auf die Beine stellen?

Geschrieben von: Jean am 3 Feb 2016, 21:47
Flexibel wenden? Im Normalfall Marienplatz, bei Veranstaltungen Wenden am Sendlinger Tor. Wo liegt da das Problem? Ich würde die Linie eh über Fraunhoferstr. fahren lassen...

Geschrieben von: Lazarus am 3 Feb 2016, 21:55
QUOTE (Jean @ 3 Feb 2016, 21:47)
Flexibel wenden? Im Normalfall Marienplatz, bei Veranstaltungen Wenden am Sendlinger Tor. Wo liegt da das Problem? Ich würde die Linie eh über Fraunhoferstr. fahren lassen...

Also für mich macht das nur wirklich Sinn, wenn man für eine vernüftige Anbindung ans übrige Tramnetz sorgt. Daher wäre vielleicht sogar eine Verlängerung vom 20er oder 27er eine Option.

Geschrieben von: Martin H. am 3 Feb 2016, 23:30
QUOTE (spock5407 @ 3 Feb 2016, 21:36)
Aber da Oberfläche, touristenrelevant, fußgängerzonenrelevant & co würde man stadtseitig sowas eh nie wagen, anzugehen und durchzusetzen.

Man könnte ja statt der Oberleitung mit Akkus.....

Geschrieben von: panurg am 4 Feb 2016, 00:08
QUOTE
Man könnte ja statt der Oberleitung mit Akkus.....


Ich will was von deinem Zeug abhaben - bittebittebittebitte blink.gif

Geschrieben von: Lazarus am 4 Feb 2016, 00:12
QUOTE (panurg @ 4 Feb 2016, 00:08)

Ich will was von deinem Zeug abhaben - bittebittebittebitte blink.gif

Wieso? Das mit den Akkus ist ja nun wirklich ein alter Hut. Ich sag nur Stichwort Gartentram.

Geschrieben von: panurg am 4 Feb 2016, 08:30
Selbiger Sachverhalt ist mir bekannt, von den Toten auferweckter wink.gif

Nur was ist daraus geworden?! Siw. sind die Akkupacks vom 2301 wieder abgenommen worden - eine Realisierung dieses Konzepts für München also für die nächsten drei Jahrmillionen ausgeschlossen, weil wegen meng ma ned.

Geschrieben von: Cloakmaster am 4 Feb 2016, 08:39
meng die da oben im Garten ned. Aber vom Marienplatz hat noch keiner was gsogt, ob man des da a ned mog oda ned.

Geschrieben von: chris232 am 4 Feb 2016, 17:53
QUOTE (spock5407 @ 3 Feb 2016, 21:25)
Bei der Taktfolge gehört der 52er längst auf Schiene umgestellt (genauer: als Schiene wiederhergestellt, auch wenn vielleicht nicht 100% exakt dem alten 5er folgend).

Da wär ich sogar ausnahmsweise auch sofort dafür. 52 ist sowieso keine Linie, sondern ein Zustand...

Geschrieben von: Jean am 11 Feb 2016, 21:16
Am Montag gibt es nun die Änderungen wegen dem Marienplatz. Die Linie 132 wird gar gleich bis Isartor zurück genommen...

Ein Armutszeugnis für die derzeitige ÖPNV Politik der Stadt. Da war Rot Grün noch besser...

https://www.mvg.de/.rest/betriebsaenderungen/api/interruptions/1055/files/157/Bus-52-132-Bauarbeiten-Marienplatz-1454937712000.pdf

Geschrieben von: Lazarus am 11 Feb 2016, 21:50
Rot Grün noch besser? Guter Witz laugh.gif laugh.gif

Geschrieben von: Hot Doc am 12 Feb 2016, 08:30
In allen für mich relevanten Themen ist das definiv so!

Geschrieben von: Iarn am 12 Feb 2016, 14:50
Also zumindest die letzte Legislaturperiode ist an Lethargie nicht zu überbieten. Da ging rein gar nichts mehr vorwärts.

Geschrieben von: MVG-Wauwi am 12 Feb 2016, 15:16
Nachdem unsere derzeitige Stadtregierung in der Verkehrspolitik nicht zu (s)toppen ist, möchte sie in einem leichten Anfalll von Narzismus nun auch http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/3964134.pdf

Geschrieben von: ropix am 12 Feb 2016, 15:27
Da fehlt eindeutig die Frage: wie viele davon wurden durch die CSU verhindert.

Wie viele Projekte konnten nicht in Angriff genommen werden weil andere Projekte durch die CSU verhindert wurden.

Geschrieben von: Luas am 12 Feb 2016, 16:24
QUOTE (ropix @ 12 Feb 2016, 16:27)
Da fehlt eindeutig die Frage: wie viele davon wurden durch die CSU verhindert.


Zu viele, solange es keine gummibereifte und dieselbetriebene oder unterirdische Trambahn mit seitlicher Stromschiene ist. Ich habe da inzwischen aufgehört zu zählen...

Geschrieben von: Jean am 12 Feb 2016, 16:33
Ich sehe es schon kommen: der Bus darf nicht mehr über den Marienplatz, Taxis dürfen aber ihre Kunden weiterhin ablegen und aufnehmen, so wie in viele Bayrischen Städten mit Fußgängerzonen... ph34r.gif

Geschrieben von: Luas am 12 Feb 2016, 16:51
QUOTE (Jean @ 12 Feb 2016, 17:33)
Ich sehe es schon kommen: der Bus darf nicht mehr über den Marienplatz, Taxis dürfen aber ihre Kunden weiterhin ablegen und aufnehmen, so wie in viele Bayrischen Städten mit Fußgängerzonen... ph34r.gif

Ich würde diese Aussage auf ganz Deutschland ausdehnen...

Geschrieben von: andreas am 12 Feb 2016, 17:53
QUOTE (Jean @ 12 Feb 2016, 17:33)
Ich sehe es schon kommen: der Bus darf nicht mehr über den Marienplatz, Taxis dürfen aber ihre Kunden weiterhin ablegen und aufnehmen, so wie in viele Bayrischen Städten mit Fußgängerzonen... ph34r.gif

warum dürfen sie das?

Geschrieben von: Jean am 12 Feb 2016, 18:40
Frag die Politiker warum die Taxis weiter in der Fußgängerzone halten dürfen. Das Argument weil sie gebrechliche Leute mitführen zähle ich nicht dazu!

Geschrieben von: Lazarus am 12 Feb 2016, 19:17
QUOTE (ropix @ 12 Feb 2016, 15:27)
Da fehlt eindeutig die Frage: wie viele davon wurden durch die CSU verhindert.

Wie viele Projekte konnten nicht in Angriff genommen werden weil andere Projekte durch die CSU verhindert wurden.

Denke mal, wenn man alles auf den Widerstand der CSU schiebt, macht man es sich ein bisschen zu einfach. Nehmen wir doch mal als Beispiel die Tram-Westtangente. Hier hat man sich doch jahrelang vor einer wirklichen Entscheidung gedrückt und sich hinter der fehlenden UVR versteckt, anstatt nach einer Möglichkeit zu suchen, wie man zumindest ein Teilstück schon früher bauen kann.

Geschrieben von: ropix am 12 Feb 2016, 20:17
Nehmen wir doch lieber mal die Nordtangente, die war ja vor der Westtangente an der Reihe.

Geschrieben von: TrainTom am 11 May 2016, 09:10
Morgen (12.5.) findet im Verkehrszentrum die Veranstaltung "Fahrgäste im Dialog" statt.
Zu Gast ist diesmal 2. BM Schmid (CSU).
Beginn 18 Uhr; Eintritt 3€

Könnte eine spannende Diskussion zur TWT und anderen Themen geben.
Link zur Veranstaltung: http://www.fahrgaeste.de/imdialog/

Geschrieben von: imp-cen am 13 May 2016, 09:48
War jemand dort und hat was zu berichten?

Geschrieben von: ropix am 13 May 2016, 11:18
Ja und nein - eigentlich gibt es nix zu berichten.

Anwohner der Westtangente wollen keine Straßenbahn weil schon heute viel zu viel Schleichverkehr durchs Quartier fährt und äh - sie selber eh nicht ÖPNV fahren.

Außerdem wollens eine U-Bahn weil äh - ja warum eigentlich. Die würde eh nur an den bereits bestehenden Schnellbahnnetzpunkten halten (Haltestellenabstand) und vielleicht ein zwei mal zwischendrin, was aber einer der großen Kritikpunkte ist: Hat der Bus derzeit 29 Haltestellen hätte die Tram nurmehr 13 (Seppi hätte hier eigentlich korrigieren können, hat er aber nicht)

Aus Sicht der CSU scheitert die Westtangente derzeit allein am sturbockigen Verhalten der MVG was er eindrucksvoll dargelegt hat.

Nichts neues auf der weiten Flur. Auch alles andere weiß man schon vorher - die CSU hat, obwohl an allen nötigen Stellen der Macht vertreten keine Ahnung wie man stamm 2 finanziert, ist aber auch nicht seine Aufgabe. Und der englische Garten, ja mei, am liebsten würde man die Straße stilllegen und den Ring untertunneln.

Geschrieben von: Jean am 13 May 2016, 11:39
QUOTE
Aus Sicht der CSU scheitert die Westtangente derzeit allein am sturbockigen Verhalten der MVG was er eindrucksvoll dargelegt hat.
Der war gut. Der Typ ist einfach nicht tragbar. Ich wiederhole mich: München braucht dringend ein Ausbau des ÖPNV um nicht ein Verkehrskollaps zu erleiden und das wird nur auf Kosten des MIV erfolgen können.

Geschrieben von: Lazarus am 13 May 2016, 14:38
QUOTE (Jean @ 13 May 2016, 12:39)
Der war gut. Der Typ ist einfach nicht tragbar. Ich wiederhole mich: München braucht dringend ein Ausbau des ÖPNV um nicht ein Verkehrskollaps zu erleiden und das wird nur auf Kosten des MIV erfolgen können.

Das kann aber auch nicht heissen, das man ausschliesslich auf die Trambahn setzt. Wie lang sollen die Züge da noch werden? Irgendwann fährt man mit 100 Meter-Bahnen durch die Gegend....

Geschrieben von: cretu am 13 May 2016, 14:40
Vorab: ich selbst bin eher ein Trambeführworter als ein -Gegner. Ich wohne als unmittelbarer Anwohner der Westtangente bzw. 168er in Laim, einem der direkt betroffenen Gebiete.

Objektiv gesehen spaltet sich hier die Meinung tatsächlich stark. Gefühlt die Mehrzahl ist gegen die Tram. Der Verkehrskollaps in der Fürstenrieder ist groß genug. Jegliche Fahrspurreduzierung für den KFZ-Verkehr wird sicher von mind. 50% der Bürger abgelehnt.

Genau diese Bürgerbefürchtungen sind jedoch genauso wichtig wie die Argumente Pro-Tram! Gibt es nicht genau dafür die Politik, dass die Meinung aller (!!!) Bürger irgendwo abgebildet werden muss?!? Und die Laimer Bevölkerung ist gut zur Hälfte dagegen. Nun muss es in meinen Augen auf alle Fälle irgendeine politische Partei geben, die genau diese Wählersimmen abbildet, egal ob diese Partei SPD, CSU, AfD, oder sonstwie heisst. Wichtig ist am Ende, dass nicht (nur) die Tram kommt, sondern dass alle bzw. die Mehrzahl der Bürger davon profitiert. Also sind die Bedenken von gefühlt weit über 50% Gegnern in Laim durchaus ernst zu nehmen.

Ich finde es positiv, dass die CSU dagegen hält! Und nochmals: vom Grundsatz her bin ich persönlich Tram-Befürworter, da ich aus anderen Städten auch positive Besipiele kenne. Dennoch ist Politik für alle da!

Geschrieben von: Jean am 13 May 2016, 14:58
Auf alle Fälle muss das Umland mehr einbezogen werden...was aber bei der jetzigen Konstellation kaum möglich ist..

Geschrieben von: spock5407 am 13 May 2016, 15:06
QUOTE (Lazarus @ 13 May 2016, 15:38)
Irgendwann fährt man mit 100 Meter-Bahnen durch die Gegend....

75m lang und 2,65m breit ist das zulässige Maximum (ungeachtet mal örtlicher baulicher/infrastruktureller Möglichkeiten) im Straßenraum.

Mit Ausnahmeregelungen im örtlichen Einzelfall auch mehr (4-Wagenzüge Hannover zur Cebit, 3fach-Traktion B-Wagen in Düsseldorf zur Messe, Frankfurter A-Strecke).

Geschrieben von: TramBahnFreak am 13 May 2016, 15:10
QUOTE (spock5407 @ 13 May 2016, 16:06)
Mit Ausnahmeregelungen im örtlichen Einzelfall auch mehr

Also ist in München 75 Meter das absolut mögliche Maximum.

Geschrieben von: Lazarus am 13 May 2016, 15:13
@ cretu

Danke für den Beitrag. Mir wollte man ja nicht glauben, das es im Fall der Westtangente durchaus noch viele kritische Stimmen gibt, die nicht gänzlich dagegen sind, aber Nachbesserungen fordern und das die nicht nur aus der CSU kommen, wie viele Befürworter hier felsenfest behaupten.

Geschrieben von: Jean am 13 May 2016, 16:05
Ob die Zahlen auch soweit stimmen?

Geschrieben von: Hot Doc am 13 May 2016, 16:57
QUOTE (Lazarus @ 13 May 2016, 16:13)
@ cretu

Danke für den Beitrag. Mir wollte man ja nicht glauben, das es im Fall der Westtangente durchaus noch viele kritische Stimmen gibt, die nicht gänzlich dagegen sind, aber Nachbesserungen fordern und das die nicht nur aus der CSU kommen, wie viele Befürworter hier felsenfest behaupten.

Das glaub ich bestreitet auch keiner. Die Frage ist, ob nicht schon SEHR VIEL dafür getan wurde um den Autoverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und was man noch alles tun soll!?!

Nebenbei ist halt das Argument mit den weniger Fahrstreifen einfach nicht stichhaltig.
1. ist im meistbefahrenen Abschnitt auch jetzt in der HVZ zumindest in eine Richtung eine BUS-Spur abgetrennt, also heute schon nur 2 Spuren befahrbar.
2. Ist an vielen Kreuzungen durch fehlende Abbiegespuren die Kapazität heute unnötig reduziert. Eine 2-spurige Straße mit Abbiegespuren hat eine höhere Kapazität als eine 3-spurige ohne Abbiegespur.
3. Ohne Tram wird der Autoverkehr wesentlich schneller steigen und es zu mehr Staus kommen. Nur indem man genügend Menschen in den ÖPNV bekmmt, kann man vielleich den Verkehr auf einige Zeit stagnieren lassen.

Geschrieben von: chris232 am 13 May 2016, 16:59
QUOTE (Hot Doc @ 13 May 2016, 17:57)
1. ist im meistbefahrenen Abschnitt auch jetzt in der HVZ zumindest in eine Richtung eine BUS-Spur abgetrennt, also heute schon nur 2 Spuren befahrbar.

Die interessiert nur keinen. Und wenn man die Trambahn im Hochgleis fahren lässt kann man halt nicht mehr einfach so die Busspur zum schneller vorankommen/abbiegen/parken/... nutzen.

Geschrieben von: Metrotram am 13 May 2016, 17:13
Vorteil oder Nachteil?

Geschrieben von: spock5407 am 13 May 2016, 17:18
QUOTE (TramBahnFreak @ 13 May 2016, 16:10)
Also ist in München 75 Meter das absolut mögliche Maximum.

Mir schon klar, das die Zulassungsbehörde keinen cm mehr akzeptieren würde.

Geschrieben von: 146225 am 13 May 2016, 19:05
QUOTE (Lazarus @ 13 May 2016, 15:38)
Das kann aber auch nicht heissen, das man ausschliesslich auf die Trambahn setzt. Wie lang sollen die Züge da noch werden? Irgendwann fährt man mit 100 Meter-Bahnen durch die Gegend....

Und das aus einer Stadt, wo es noch nicht einmal zu den in der BoStrab als Regelfall zulässigen 75 m gereicht hat. Sauber.

Geschrieben von: cretu am 14 May 2016, 09:13
QUOTE (Hot Doc @ 13 May 2016, 17:57)

Das glaub ich bestreitet auch keiner. Die Frage ist, ob nicht schon SEHR VIEL dafür getan wurde um den Autoverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und was man noch alles tun soll!?!

Nebenbei ist halt das Argument mit den weniger Fahrstreifen einfach nicht stichhaltig.
1. ist im meistbefahrenen Abschnitt auch jetzt in der HVZ zumindest in eine Richtung eine BUS-Spur abgetrennt, also heute schon nur 2 Spuren befahrbar.
2. Ist an vielen Kreuzungen durch fehlende Abbiegespuren die Kapazität heute unnötig reduziert. Eine 2-spurige Straße mit Abbiegespuren hat eine höhere Kapazität als eine 3-spurige ohne Abbiegespur.
3. Ohne Tram wird der Autoverkehr wesentlich schneller steigen und es zu mehr Staus kommen. Nur indem man genügend Menschen in den ÖPNV bekmmt, kann man vielleich den Verkehr auf einige Zeit stagnieren lassen.

@Hot Doc: Dann spiele ich mal das Szenario einer Tram in der Fürstenrieder durch und versuche, mich mal bewußt auf die Seite der Anwohner, Geschäfteinhaber, etc. zu stellen.

zu Deinem 1.) wir streichen also künftig jeglichen Busverkehr (wir haben ja nun die Tram), damit wir keine Busspur und auch keine Haltestellen mehr benötigen, die ja den fließenden Verkehr beeinträchtigen. Dies widerspricht m.W. zwar der aktuellen Planung, da zumindest der 168er weiter fahren wird, jedoch müssen wir nun ja irgendwie die Anwohner überzeugen. Somit bleibt es wie von Dir bereits erwähnt theoretisch bei den 2 Fahrspuren für KFZ-Verkehr. Die heutige 3. Spur wird jedoch nicht nur von dem Bus genutzt, sondern in der NVZ auch von Lieferfahrzeugen, Anhaltenden KFZ, welche die Geschäfte v.a. zwischen Bahnhof und Laimer Platz besuchen, Personen welche zu den Ärztehäusern möchten, DHL-UPS-DPD-Fahrzeugen, etc. All diese Fahrzeuge blockieren heute die 3. Spur, künftig also logischerweise die 2. Spur. Somit haben wir also nur noch 1 Fahrspur für den fließenden Verkehr. Ergo müssen wir das Anhalten dieser Fahrzeuge entweder verbieten und mit massiven Polizeieinsatz kontrollieren und damit sowohl Ärzte, Geschäftsinhaber, Taxi- und DHL-Fahrer aber auch Anwohner verärgern, oder wir sagen den Anwohnern ehrlich, dass künftig faktisch nur eine Fahrspur plus hier und da Abbiegespuren verfügbar ist. Nachts kann dann zudem die 3. Spur auch von Anwohnern zum Parken genutzt werden. Ich selbst halte dort hier und da, um bei meiner Lieblings-Pizzeria mein Abendessen zu holen. Da ja von jeder Privatperson bei Gebäudeumbauten ein Stellplatznachweis gefordert wird, sollten wir die Stadt und die MVG nicht anders behandeln. Also fordere ich als Ersatz für die wegfallenden KFZ-Stellplätze nachts entlang der Straße den Ankauf von zahlreichen Grundstücken entlang der künftigen Tramstrecke und dort die Errichtung kostenfreier Parkhäuser, um die Anwohner und Geschäfteinhaber nicht schlechter zu stellen als heute.
Wenn wir also eine Lösung für diese Punkte finden, können wir vermutlich einen Teil der Gegner auf die Seite der Beführworter bringen.

zu Deinem 2.) dies mag u.U. wissenschaftlich so untersucht worden sein, jedoch wird jeder Normalbürger nur die fehlende 3. Spur sehen. Mit alleine diesem Argument wirst du die Anwohner kaum überzeugen können. Wie willst Du diese Personen praktisch auf Deine Seite holen? Die Behauptung alleine ruft nur Gegenstimmen hervor. Ich argumentiere mal dagegen: in der aktuellen Beschlussvorlage findet sich für den Abschnitt Agnes-Bernauer-Straße bis Laimer Platz leider keine Planung. Lediglich für die Kreuzung Agnes-Bernauer-Straße ist ein Entwurf zu finden. Dort sieht man weder Rechts- noch Links-Abbiegespuren. Die Rechtsabbieger nutzen gleichzeitig die rechte Geradeaus-Spur. Da jedoch bei Grün auch Fußgänger die Straße queeren, fällt die rechte Geradeausspur auf Grund von rechtsabbiegenden KFZ, welche die Fußgänger und hier v.a. Schüler die Straße queeren lassen, für den fließenden Verkehr aus. Zudem findet sich sogar noch eine Bushaltestelle in der Planung, welche ebenso die rechte Spur blockiert. Also sind wir wieder bei der 1-Spurigen Lösung, die wir den Anwohnern eingestehen müssen.

zu Deinem 3.) Mit diesem Argument wird man Dich auf einer Tram-Gegner-Versammlung auslachen, das ist wohl klar, oder?

Ich hätte jedoch einen anderen (nicht ganz ernst gemeinten) Vorschlag, um die Parteien zufrieden zustellen. Wir haben heute doch recht breite Gehwege auf langen Strecken der Fürstenrieder Straße. Genau dort bauen wir die Gleise ein. Dann wird die Straßenbahn genau dort geführt, wo sie heute schon die meisten Fahrgäste gewinnt, also im Fußgängerbereich, wir können die Straßenführung so belassen, wie sie heute ist und da Fußgänger die größten Nutznießer der Tram sind, ist von dieser Seite aus der geringste Widerstand zu erwarten. Sicherlich ist große gegenseitige Rücksicht bei Fußgängern und Straßenbahnfahrer erforderlich und die Tram darf nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Jedoch wäre eine Straßenbahn, die ihre Fahrgäste dort abhohlt, wo sie hinwollen, eben am Gehsteig, doch nur vorteilhaft für alle Seiten, oder?

Geschrieben von: Jean am 14 May 2016, 09:24
QUOTE
Sicherlich ist große gegenseitige Rücksicht bei Fußgängern und Straßenbahnfahrer erforderlich und die Tram darf nur Schrittgeschwindigkeit fahren.
Ist doch nicht dein Ernst es sei den es ist ironisch gemeint.
Ob man die Gleise in der Mitte oder an den Seiten baut ändert doch nichts...

Geschrieben von: Auer Trambahner am 14 May 2016, 09:34
QUOTE (Jean @ 14 May 2016, 10:24)
Ist doch nicht dein Ernst es sei den es ist ironisch gemeint.

QUOTE
Ich hätte jedoch einen anderen (nicht ganz ernst gemeinten) Vorschlag


Wobei, sagt sowas nicht zu laut blink.gif

Geschrieben von: spock5407 am 14 May 2016, 10:54
QUOTE (cretu @ 14 May 2016, 10:13)
..... wir können die Straßenführung so belassen, wie sie heute ist....

Genau dieser eine Satz bringt das Vorgehen und die Absicht der CSU auf den Punkt.

Dis vorherige Stadtregierung war zu zögerlich, es war ja alles nachfragegerecht, und nun hat man den Dreck im Schachterl das nirgends mehr was weitergehen wird.

Geschrieben von: Jean am 14 May 2016, 11:26
Ich wiederhole mich: nur wenn Reiter jetzt was macht wird er sich langfristig halten können!

Geschrieben von: Lazarus am 14 May 2016, 12:04
@ cretu

Sag das mal alles nicht zu laut. Das wollen die Befürworter doch nicht hören, das durch die Tram die Verkehrssituation nicht so bleibt und es mehr Staus geben wird....

Geschrieben von: Iarn am 14 May 2016, 12:04
Und ich wiederhole mich, dass die unseligen Verzögerung der zweiten Stammstrecke dem Projekt nicht gerade hilft.

Es hilft dem Projekt nicht, wenn man jetzt überhastet eine Wende am Laimer Kreisel als Alternative plant.

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