Powered by Invision Board
 Willkommen Gast ( Einloggen | Registrieren )

Portal | Board | TV | Kalender | Suche | Mitglieder | Regeln | Impressum | Datenschutzerklärung | Hilfe

Seiten: (112) « Erste ... 110 111 [112]  ( Zum ersten neuen Beitrag ) Antworten | Neues Thema | Neue Umfrage |
COVID-19 und die Folgen [Zur Themenübersicht]
« Älteres Thema | Neueres Thema » Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 18:08


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 5 Apr 18
Beiträge: 1126




QUOTE
Ich habe übrigens für mich endlich die Antwort gefunden warum mich das Thema so extrem fertig macht und ich mich in der Öffentlichkeit unter lautet maskierten Menschen extrem unwohl fühle und die Situation nur noch so schnell wie möglich verlassen will...
Ich bin ein sehr empathischer Mensch der mehr Menschen liest als ihnen zuhört und diese Fähigkeit ist im Moment total abgewürgt, man weiß nie wie das Gegenüber drauf ist, wie etwas wirklich gemeint ist etc.
DA stimme Ich dir zu. Japaner und Chinesen kenne im alltag meistens sowieso numr eine einzige Mimik ausser gewisse Gefühle brechen durch und wenn dann heftig.
QUOTE
Wenn der eine Superpreader seinen normalen Arbeitsweg mit dem Bus zur S-Bahn, Umstieg in die U-Bahn und dann im Lift in den 10 Stock ohne Mundschutz macht, gibt es eine Infizerten-Schneise, die du kaum noch unter Kontrolle bekommst.
Mit Mundschutz gibts es vielleicht einige wenige Infizierte, mit Glück auf dem Weg keinen.
rolleyes.gif Genauso kann es auch mit HIV, AIDS, Herpes und so weiter sein. Das nennt man halt altagrisiko.

--------------------
🚨 Nur ein kleines Forum. Nichts spezielles. Einfach ignorieren. 🚨
    
     Link zum BeitragTop
vuxi
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 18:29


Haudegen


Status: Mitglied
Mitglied seit: 10 Jan 10
Beiträge: 640




QUOTE (einen_Benutzernamen @ 5 Jul 2020, 19:08)
rolleyes.gif Genauso kann es auch mit HIV, AIDS, Herpes und so weiter sein. Das nennt man halt altagrisiko.

Du laberst eine Sch**** zusammen das gibts nicht. Keine dieser Krankheiten ist auch nur ansatzweise so ansteckend wie Coronaviren, vor allem nicht über Tröpchen/Aerosole. Die Übertragung von HIV in der U-Bahn würde schon ganz speziellen Kontakt mit dem Infizierten erfordern, Weiß nicht was du in der Hauptverkehrszeit (also der in der Bahn) treibst, dass du Gefahr läufst dich mit HIV anzustecken. Die Kleinbusse in der Freisinger Landstraße gehören nicht zum MVV.
    
     Link zum BeitragTop
einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 19:10


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 5 Apr 18
Beiträge: 1126




Quelle: https://tirol.orf.at/stories/3056529/
QUOTE
Bei einer Schülerin aus dem Bezirk Schwaz, die am vergangenen Sonntag mit dem ÖBB-Railjet von Linz nach Jenbach gefahren ist, ist eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen worden.

QUOTE
Laut Aussagen der Schülerin sei nicht von allen Fahrgästen durchgehend ein Mund-Nasen-Schutz getragen worden.


--------------------
🚨 Nur ein kleines Forum. Nichts spezielles. Einfach ignorieren. 🚨
    
     Link zum BeitragTop
JLanthyer
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 19:43


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 30 Sep 13
Beiträge: 967




QUOTE (Fichtenmoped @ 4 Jul 2020, 12:41)
Die Frage ist bei Tönnies in Gütersloh: wer war Patient Null und wie hat er es verbreitet?
Man sollte das noch weiter gehen, nämlich, wer waren die Patienten davor, die den Patient 0 infiziert haben!?

QUOTE
Hat man gerade keinen Infizierten zur Hand, dann kann man feiern, Gottesdienste abhalten, singen, eng zusammen leben. Und seltsam, es steckt sich keiner an!
Das ist nicht nur bei SARS-CoV-2, sondern bel allen Krankheitserregern, egal, wie sie übertragen werden, so.

QUOTE
Sämtliche Hot Spots haben eine Gemeinsamkeit: nur wenige Infizierte stecken viele Leute an.
Was sich nicht widerlegen läßt. Traurig, daß das so was passieren kann und keiner hat mal einen sogenannten Superspreader (dt. Superverbreiter) ermittelt und behandelt, um die Gefahr für andere zu minimieren oder zu bannen. Stattdessen verordnet man der breiten Masse eine "Maskenpflicht" und im schlimmstenfall eine Quarantäne.

QUOTE (Hot Doc @ 5 Jul 2020, 15:57)
... Superpreader seinen normalen Arbeitsweg ...
Ein Beispiel zum "Superspreader": In den beiden Artikeln ZEIT und National Geographic sind viele medizinischen Geschichten der Vergangenheit aufgeführt. Wichtiger als alles andere ist Mary Mallon, die Typhus-Überträgerin, die andere Menschen auf der Arbeit (Wenn man das obige Teilzitat "seinen normalen Arbeitsweg" durch "auf der Arbeit" ersetzt) als Köchin ohne Symptome damit infizierte und wenige von den meisten erkrankten starben. Als sogenannte Superspreaderin mußte sie für die erste 3 Jahren in die Quarantäne. Danach wurde sie freigelassen und durfte unter Auflagen nicht mehr als Köchin arbeiten (Und um zu verstehen, warum die Leute in der heutigen Zeit bei einem Disco-, Restaurantbesuch, etc... wo eine Registrierungspflicht bestand, falsche Angaben machten, um im Falle des Falls nicht ermittelt werden zu können (wahrscheinlich wollen sie das auch nicht)), arbeitete Frau Mallon unter falschem Namen weiter als Köchin und/oder Krankenpflegerin. Der erneute Infektionsfall hatte dazu geführt, daß sie den Rest des Lebens in der Quarantäne verbringen mußte.

Soll man wegen einzelnen Superspreader die breite Masse an Betroffenen eine wochenlange Quarantäne anordnen, obwohl es in der heutigen Zeit eine Möglichkeit besteht, einen "Superspreader" zu ermitteln. Die betroffenen werden ja auf SARS-CoV-2 (heute ist das ein G614, eine "weiterentwicklung" aus D614G und ist infektiöser, als die Vorfahren von SARS-CoV-2) getestet und anhand der Erbinformationen müssen doch irgendwie Rückschlüsse auf die gemeinsame Quellen geschlossen werden können?

Besteht da nicht die Möglichkeit, daß in der Schweiz zu einer G614-Infektion mit einer erhöhtem effektiven Reproduktionszahl (s. Swiss National Science Task Force (etwas detaillierter, wenn gewünscht: KLICK) gekommen ist, nachdem D614G langsam auf dem Rückzug war/ist?

Was die Quarantäne der Masse betrifft: Ich dachte, in der heutigen Zeit ist die Zeit der "Sippenhaft" (leider weiß ich kein anderes Wort dafür) vorbei.

--------------------
#AllLivesMatter
    
     Link zum BeitragTop
218217-8
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 20:26


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 15 Jan 11
Beiträge: 1338




QUOTE (JLanthyer @ 5 Jul 2020, 19:43)
Soll man wegen einzelnen Superspreader die breite Masse an Betroffenen eine wochenlange Quarantäne anordnen, obwohl es in der heutigen Zeit eine Möglichkeit besteht, einen "Superspreader" zu ermitteln.

Mal 'ne Frage: Ist ein Superspreader eine Person, die in gigantischer Menge Viren versprüht, so dass man quasi zwangsläufig infiziert ist, wenn man nur in ihrer Nähe ist (so verstehe ich dich)? Oder kann ein Superspreader nicht vielmehr jede beliebige infizierte Person mit durchschnittlicher Infektiösität sein, die einfach nur durch ungeschicktes Verhalten ggf. in Kombination mit ungünstigen Rahmenbedingungen eine große Anzahl Menschen ansteckt (z.B. Gottesdienst mit Gesang in geschlossenem Raum ohne Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz)? Man spricht ja auch von "Superspreading-Ereignissen". Vielleicht kann Hot Doc da weiterhelfen.

QUOTE (einen_Benutzernamen @ 5 Jul 2020, 19:10)
Quelle: https://tirol.orf.at/stories/3056529/

Ist ja alles gut, wenn die infizierte Schülerin eine Maske getragen hat (Gegenteiliges wird im Artikel nicht berichtet) und die mit den abgenommenen Masken nicht schon selbst infektiös waren. Die Maske schützt ja nicht einen selbst, sondern nur andere vor dem Infizierten. Insfern ist es auch folgerichtig, dass man die betroffenen Fahrgäse nur zur Beobachtung ihres Gesundheitszustandes auffordert (für den äußerst unwahrscheinlichen Fall der Fälle) und nicht Selbstisolation empfiehlt oder gar anordnet.
    
     Link zum BeitragTop
Hot Doc
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 22:24


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 29 Sep 07
Beiträge: 7366




QUOTE (JLanthyer @ 5 Jul 2020, 20:43)
Man sollte das noch weiter gehen, nämlich, wer waren die Patienten davor, die den Patient 0 infiziert haben!?

Das ist das übliche Vorgehen der Gesundheitsbehörden. "Patient 0" ist ja immer nur auf den einen Ausbruch bezogen. Der muss das Virus ja auch wo anders eingefangen haben. Allerdings ist, bis man den Patinten 0 hat, meistens der Ursprung selber zu einem Herd geworden oder hat sich eben verlaufen.

QUOTE
Das ist nicht nur bei SARS-CoV-2, sondern bel allen Krankheitserregern, egal, wie sie übertragen werden, so.
Aber nicht alle Krankheitserreger sind so hochansteckend und dabei auch noch zu einem gewissen Teil gefährlich. Es gibt sehr viele hochansteckende Erreger, die aber wenig gefährlich sind und auch viele sehr gefährliche, die aber nur relativ kompliziert zu übertragen sind.
Weil der Benutzername AIDS ins Spiel gebracht hat: Wie hoch ist denn die aktuelle Infziertenzahl dort? Interessant ja eigentlich nur die unbekannte Infiziertenzahl. Aktuell in D ca. 10.000 unbekannte AIDS-Fälle gegenüber 28.000-80.000 unkekannten COVID-Fällen. Zudem ist AIDS noch relativ milieuspezifisch verteilt. Trotzdem benutzen SEHR viele Menschen zum Schutz vor AIDS Kondome. Wer jetzt die Maskenpflicht für nicht mehr nötig hält, der muss auch gegen "gib AIDS keine Chance" Kampagnen sein oder gleich Kondome für sinnlos erachten (zumindest bei der Abwehr von Krankheiten).

QUOTE
Traurig, daß das so was passieren kann und keiner hat mal einen sogenannten Superspreader (dt. Superverbreiter) ermittelt und behandelt, um die Gefahr für andere zu minimieren oder zu bannen. Stattdessen verordnet man der breiten Masse eine "Maskenpflicht" und im schlimmstenfall eine Quarantäne.
Man hat da schon einige "ermittelt", aber bis man sie hat, sind sie in der Regel schon lange nicht mehr so ansteckend. Das Zeitfenster in dem die so ansteckend sind ist, allem was man weiß nach, ziemlich kurz.

QUOTE
Wichtiger als alles andere ist Mary Mallon, die Typhus-Überträgerin, die andere Menschen auf der Arbeit (Wenn man das obige Teilzitat "seinen normalen Arbeitsweg" durch "auf der Arbeit" ersetzt) als Köchin ohne Symptome damit infizierte und wenige von den meisten erkrankten starben. ...
TOP, der eine setzt AIDS, Herpes etc. mit Corona gleich und der andere versuchts bei Typhus. Mahlzeit! Ach 1907 mit 2020 gleichzusetzen, Mahlzeit!

QUOTE
Soll man wegen einzelnen Superspreader die breite Masse an Betroffenen eine wochenlange Quarantäne anordnen, obwohl es in der heutigen Zeit eine Möglichkeit besteht, einen "Superspreader" zu ermitteln.
Besteht eben nicht. Oder zumindest nicht im Vorhinein, sondern erst mit vielen Tagen Verzögerung. Dann bringts aber nicht mehr viel, da Corona (soweit wir das bis jetzt wissen) selbstlimitierend ist. Bei Frau Mallon war ja genau das Problem, dass sie eben nicht nach 2 Wochen nicht mehr ansteckend war. Die Corona-Superspreader sind aber zumindest bisher alle wieder gesund bzw. nicht mehr ansteckend geworden.

QUOTE
Die betroffenen werden ja auf SARS-CoV-2 (heute ist das ein G614, eine "weiterentwicklung" aus D614G und ist infektiöser, als die Vorfahren von SARS-CoV-2) getestet und anhand der Erbinformationen müssen doch irgendwie Rückschlüsse auf die gemeinsame Quellen geschlossen werden können?
Erstmal werden die Patienten auf einen Virusbestandteil getestet. Da gibts erstmal keine so große Unterscheidung. Ja die Tests werden verfeinert und angepasst, aber so weit, dass man bei jedem Infizierten eine Analyse macht, welche Mutation der genau hat, ist man noch lange nicht. Man kann dann auch Rückschlüsse ziehen, welche Virusmutation von wo kommt und sich wie stark ausbreitet. Rückschlüsse auf den direkten Anstecker lassen sich nur schwer ziehen. Dafür musst du den eigentlich schon kennen, dann kannst du das im nachhinein rausfinden und nachweisen.
Das Problem ist hier ja, dass du gegen die Zeit spielst. Nach einer Infektion vergenen u.U. nur wenige Stunden, bis der Kranke wiederum ansteckend ist. Dabei hat er aber noch überhaupt keine Symptome.

QUOTE
Besteht da nicht die Möglichkeit, daß in der Schweiz zu einer G614-Infektion mit einer erhöhtem effektiven Reproduktionszahl (s. Swiss National Science Task Force (etwas detaillierter, wenn gewünscht: KLICK) gekommen ist, nachdem D614G langsam auf dem Rückzug war/ist?
Klar besteht die Möglichkeit, dass es eine neue Mutation ist. Welche kann man von hier aus nicht sagen, wird aber bestimmt die nächsten Tage in Fachzeitschriften zu lesen sein. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die hochschnellenden Zahlen nicht an einer eien Tick ansteckenderen Mutation liegen, sondern an massiv gelockerten Maßnahmen.

QUOTE
Was die Quarantäne der Masse betrifft: Ich dachte, in der heutigen Zeit ist die Zeit der "Sippenhaft" (leider weiß ich kein anderes Wort dafür) vorbei.
Ich weiß grad nicht, was du mit einer "Quarantäne der Masse" meinst. Aber Quarantänemaßnahmen sind übliche Vorkehrungen, die immer wieder mal genutzt werden, um die Allgemeinheit vor Gefahren zu schützen. Arbeite mal 2 Wochen auf einer Infektstation. Wie oft glaubst du, dass da Quarantänen verhängt werden???
Man kann ich bei uns rechtlich dagegen wehren, wenn man glaubt, nicht gesetzeskonform unter Quarantäne gestellt zu werden.

Der Beitrag zeigt eigentlich sehr gut, dass du absolut keine Vorstellung hast, worum es hier geht. An so vielen Stellen zeigt sich, dass du entweder eine viel zu sehr vereinfachte oder eine schlicht flasche Vorstellung von den medizinischen Gegebenheiten hast. Es tut mir leid, das so klar sagen zu müssen.
Ich bin mit vielen hier nicht immer einer Meinung, aber da stimmen zumindest mal die Grundgegebenheiten als Diskussiongrundlage überein.
Was du schreibst ist einfach nur abstrus!

Das gilt genauso für Benutzernamens Krankheitenvergleich. Da sieht man, wie wahnsinnig wertvoll seine Beiträge hier sind! .....not!!!
    
     Link zum BeitragTop
Hot Doc
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 22:34


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 29 Sep 07
Beiträge: 7366




QUOTE (218217-8 @ 5 Jul 2020, 21:26)
Mal 'ne Frage: Ist ein Superspreader eine Person, die in gigantischer Menge Viren versprüht, so dass man quasi zwangsläufig infiziert ist, wenn man nur in ihrer Nähe ist (so verstehe ich dich)? Oder kann ein Superspreader nicht vielmehr jede beliebige infizierte Person mit durchschnittlicher Infektiösität sein, die einfach nur durch ungeschicktes Verhalten ggf. in Kombination mit ungünstigen Rahmenbedingungen eine große Anzahl Menschen ansteckt (z.B. Gottesdienst mit Gesang in geschlossenem Raum ohne Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz)? Man spricht ja auch von "Superspreading-Ereignissen". Vielleicht kann Hot Doc da weiterhelfen.

Man geht tatsächlich davon aus, dass es Personen gibt, die über einen gewissen (wohl Gott sei Dank eher kurzen) Zeitraum sehr viele Viren verteilen.
Theoretisch kann aber natürlich auch eine durchschnittlich infektiöse Person, bei besonders unvorsichtigem Umgang (z.B. in einem Chor ohne Sicherheitsabstand) zu einem Superspreader werden.
Man weiß schon, dass es eben Menschen mit sehr hoher Viruslast gibt. Bei jedem einzelnen Ereignis festzustellen, ob es jetzt so oder so war, oder sogar eine Kombination aus beidem gebraucht hat (viel Virus und keine ausreichenden Maßnahmen) ist nahezu nicht möglich, da der Zeitversatz zu hoch sein dürfte, um festzustellen wie hoch die Viruslast am Ansteckungstag war.

QUOTE
Ist ja alles gut, wenn die infizierte Schülerin eine Maske getragen hat (Gegenteiliges wird im Artikel nicht berichtet) und die mit den abgenommenen Masken nicht schon selbst infektiös waren. Die Maske schützt ja nicht einen selbst, sondern nur andere vor dem Infizierten.
Das ist wichtig, dass man die Maske eben weniger zum eigenen Schutz, als zum Schutz der anderen trägt. Natürlich reduziert sie auch die Viruslast beim Einatmen etwas, wenn aber ein anderer stundenlang sein Virus-Aerosol ohne Maske in der 4er.Gruppe verteilt, hilft die eigene Maske kaum noch.

QUOTE
Insfern ist es auch folgerichtig, dass man die betroffenen Fahrgäse nur zur Beobachtung ihres Gesundheitszustandes auffordert (für den äußerst unwahrscheinlichen Fall der Fälle) und nicht Selbstisolation empfiehlt oder gar anordnet.
Da gehe ich nicht mit. Wenn wir davon ausgehen, dass 40% keine Symptome haben (eventuell sogar noch deutlich mehr) und weitere nur geringe Symptome haben, die auch mal als Allergie o.ä. fehlgedeutet werden können, trotzdem aber ansteckend sind, dann sollte man eigentlich eine Selbstisolation empfehlen und einen Coronatest nach 2-4 Tagen. Wenn der negativ ist, Isolation aufheben und trotzdem nach 7 Tagen nochmal einen Test machen. Tut keinem wirklich weh und wenn man damit nur einen Fall rausfiltert und ein weiteres Ereignis verhindert, hat sich das schon gelohnt.
    
     Link zum BeitragTop
Alex101
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 22:49


Routinier


Status: Mitglied
Mitglied seit: 4 Jan 11
Beiträge: 428




QUOTE (Hot Doc @ 5 Jul 2020, 22:34)
Man geht tatsächlich davon aus, dass es Personen gibt, die über einen gewissen (wohl Gott sei Dank eher kurzen) Zeitraum sehr viele Viren verteilen.

Wobei diese Personen eben nicht zwangsläufig Superspreader sind, denn das wird man ja nur wenn man tatsächlich überdurchschnittlich viele andere ansteckt.
Eine hohe Virenlast macht es natürlich einfacher zum Superspreader zu werden aber nötig ist das nicht.
    
    Link zum BeitragTop
218217-8
  Geschrieben am: 5 Jul 2020, 23:47


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 15 Jan 11
Beiträge: 1338




Zunächst mal danke für die Aufklärung bezügl. Superspreader.

QUOTE (Hot Doc @ 5 Jul 2020, 22:34)
Da gehe ich nicht mit. Wenn wir davon ausgehen, dass 40% keine Symptome haben (eventuell sogar noch deutlich mehr) und weitere nur geringe Symptome haben, die auch mal als Allergie o.ä. fehlgedeutet werden können, trotzdem aber ansteckend sind, dann sollte man eigentlich eine Selbstisolation empfehlen und einen Coronatest nach 2-4 Tagen. Wenn der negativ ist, Isolation aufheben und trotzdem nach 7 Tagen nochmal einen Test machen.

Ja, aber wenn sie selbst eine Maske getragen hat, dann ist die Gefahr ja sehr gering, dass sie überrtagen hat. Und zwar unabhängig davon, ob die anderen eine getragen haben. Soweit waren wir uns doch einig. Natürlich ist das ohnehin geringe Restrisiko für diejenigen ohne Maske etwas höher als für die mit Maske, aber eben immer noch sehr gering. Wenn es darum geht, jegliches Restrisiko auszuschließen, dann müsste man alle Fahrgäste dieses Wagens in Selbstisolation schicken und nicht nur die ohne Maske. Es fällt mir als Nichtfachmann natürlich schwer einzuschätzen, ob gerade das Quäntchen Risiko-Unterschied zwischen mit Maske und ohne Maske der anderen Fahrgäste auch gleichzeitig die Grenze zur Verhältnismäßigkeit einer Selbstisolation darstellt. Wenn ja, dann würde es aber nicht ganz dazu passen, was uns Experten und Politiker immer über die Wirksamkeit der Maske erzählen.

QUOTE (Hot Doc @ 5 Jul 2020, 22:34)
(...) dann sollte man eigentlich eine Selbstisolation empfehlen und einen Coronatest nach 2-4 Tagen. Wenn der negativ ist, Isolation aufheben (...) Tut keinem wirklich weh und wenn man damit nur einen Fall rausfiltert und ein weiteres Ereignis verhindert, hat sich das schon gelohnt.

"Tut keinem weh", da kann ich jetzt nicht mitgehen. Wenn ich gerade in diesen 2-4 Tagen meine Urlaubsreise begonnen hätte/meine Abschlussprüfung hätte/einen wichtigen Geschäftstermin hätte/(wahlweise weitere beliebige andere für den Betroffenen wichtige Ereignisse einsetzen), dann würde das allerdings sehr wehtun. Und dann kommt zu 99% raus, dass ich nichts habe. Was ja zu erwarten war, weil die Infizierte - wie es sich gehört - Maske getragen hatte.
Klar ist diese Einschränkung für einen Einzelnen Pipifax gegen das, was kommt, wenn genau dieser Fall die zweite Welle auslöst oder auch nur einen Menschen infiziert, der dann bleibende Schäden davon trägt oder sogar stirbt. Aber wievielen Menschen trauen wir zu, dass sie so abgeklärt sind, dass sie ihre persönlichen Interessen so stark hinter die der Allgemeinheit zurückstellen bei einer so minimalen Wahrscheinlichkeit der Infizierung, weil die Infizierte im Zug ja vorbildlich Maske getragen hatte? Jeder Mensch wägt doch im Einzelfall ab und trifft dann seine Entscheidungen.

Das ist meiner Meinung nach übrigens auch ein großer Schwachpunkt der Corona-Warn-App. Die funktioniert ja nur, wenn man bei einem Alarm auch sofort in Selbstisolation geht und alle nötigen Maßnahmen in Bewegung setzt. Und zwar ohne Wenn und Aber. Nachdem ich mich mit verschiedenen Leuten über die App unterhalten habe, gibt es nach meiner Einschätzung etwa vier Lager:
1.) Diejenigen, die nach einem Alarm situationsbedingt entscheiden, wie sie weiter vorgehen. Bei einem anstehenden wichtigen Ereignis wie oben als Beispiele genannt, würden die schonmal gar nichts unternehmen und hoffen, dass sie nicht infiziert sind, um ihre Terminplanung nicht zu gefährden.
2.) Diejenigen, die über die wirklichen Konsequenzen bei einem Alarm noch gar nicht nachgedacht haben.
3.) Diejenigen, die genau deshalb die App nicht heruntergeladen haben, weil sie genau diese Konsequenzen fürchten.
4.) Diejenigen, die ernsthaft und bewusst festen Willens sind, alles richtig zu machen im Fall der Fälle.

Ganz ehrlich: das 4. Lager dürfte den geringsten Anteil ausmachen. Zumal es ja auch nie entdeckt wird, wenn einer nichts tut. Oder gibt es da doch einen Kontrollmechanismus?
    
     Link zum BeitragTop
Thema wird von 1 Benutzer gelesen (1 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:
1673 Antworten seit 25 Mar 2020, 17:36 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Seiten: (112) « Erste ... 110 111 [112] 
<< Back to 10 vorne
Antworten | Neues Thema | Neue Umfrage |