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Regionalverkehr Baden-Württemberg [Zur Themenübersicht]
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Boris Merath
  Geschrieben am: 13 Mar 2020, 01:14


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 18162
Chat: BorisM 

Wohnort: München


QUOTE (JLanthyer @ 8 Mar 2020, 20:47)
Wie soll das bewerkstelligt werden, daß die Züge (egal, ob gleiche Länge (3+3) oder (5+5) oder unterschiedliche Länge (3+5)) nach dem Kupplungsvorgang miteinander "aufgebaut" und "kommuniziert" werden, wenn in einem oder anderem Zug eine andere Programmversion installiert ist? Oder gibt es mittlerweile "Übersetzungsprogramme" für die unterschiedliche Programmversionen?

Wie kommst Du drauf dass unterschiedliche Programmversionen zwingend inkompatibel zueinander sind?

--------------------
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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JLanthyer
  Geschrieben am: 13 Mar 2020, 08:42


König


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Mitglied seit: 30 Sep 13
Beiträge: 951




Zwingend ist das nicht unbedingt. Aber wenn ich in Heilbronn (RB 10a) beim Abellio am Front zwei Züge (3+3) im Verband sehe, daß auf beiden Zetteln gleiche Programmversionen aufgeschrieben sind und in Stuttgart am Hbf zwei Züge im Verband (eines nach Pforzheim (RB17c) und eines nach Bruchsal (RB 17a) (5+5) am Zettel eine andere Versionsnummer erblicke, liegt die Vermutung nahe, daß es mit zwei verschiedenen Programmversionen irgendwie nicht miteinander vertragen zu können.

Ich könnte mir das durchaus vorstellen, daß RB17c/RE17b Stuttgart - Pforzheim/Heidelberg im 5+5-Verband und RB17c/RB17a Stuttgart - Pforzheim/Bruchsal im 5+3-Verband bis Mühlacker fahren könnten. Bis jetzt sehe ich auf allen RB 17-Linien die Züge im 5+5-Verband fahren.

Daher die zitierte Frage, wie das bewerkstelligt werden soll/kann, daß die Züge (egal, welcher Länge) mit unterschiedlichen Programmversionen im Verband fahren können.

OT.: Hat da schon jemand mal versucht, eine Excel-Datei (z.B.), das im neuen Excel gespeichert wurde, im alten Excel-Programm (vielleicht eine, oder zwei Versionen vorher) zu öffnen, sofern die Datei nicht vorher auf die frühere Version herunterkonvertiert wurde?

---

Das ist die reinste Epidemie* hier... rolleyes.gif
Abellio bietet seit 29.02.2020 (Veröffentlichungsdatum der Pressemitteilung) eine Aussteigekarte zum Ausfüllen an. Als ob ein bloßer Coronavirusverdacht genügen würde, um den Wisch ausfüllen zu können/müssen...

Ich dache man geht ganz normal mit bestimmten Symptomen zum Arzt und er kann bei der Untersuchung feststellen, ob es sich um eine Influenza- oder Covid-19-, oder SARS-Infektion bzw. Erkrankung handelt. Für so was braucht man eine Bestätigung, nicht mehr, nicht weniger.

*Panikepidemie

Bearbeitet von JLanthyer am 13 Mar 2020, 09:39
    
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Lazarus
  Geschrieben am: 2 Apr 2020, 21:18


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 18609

Wohnort: München


Güterzug entgleist



Bearbeitet von Lazarus am 2 Apr 2020, 21:23

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Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!

    
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Iarn
  Geschrieben am: 2 Apr 2020, 22:06


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 19489




Ursache war ein bei Bauarbeiten an einer neuen Brücke herabfallende Betonteil. Bei dem Unfall wurde der Lokführer getötet. SpOn
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 3 Apr 2020, 02:31


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QUOTE (Lazarus @ 2 Apr 2020, 15:18)
Güterzug entgleist
Seit wann gehören Güterzüge zum Regionalverkehr Baden-Württemberg? 00000689.gif

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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andi11
  Geschrieben am: 17 Apr 2020, 20:39


Doppel-Ass


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Der Einsatz der Ersatzgarnituren auf dem RE 90 Nürnberg-Stuttgart ist jetzt (wahrscheinlich) auch vorbei. Auf dem Teil Nürnberg-SHA-Hessental (Teilung aufgrund von Bauarbeiten) kamen heute die beiden WFL/GfE-Garnituren mit Railpool 185 689 und 185 691 zum Einsatz. In den Führerstandsfenstern der Loks und Steuerwagen hing jeweils ein vermutlich handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift "Wir sagen Danke. Letzter Einsatztag auf dem RE 90. Wedler Franz Logistik" (wenn ich es richtig erkannt habe...). Also ab morgen dann auf einen Schlag Volleinsatz der Flirt 3XL. Hoffentlich genauso zuverlässig...
    
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JeDi
  Geschrieben am: 7 May 2020, 19:34


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Die üblicherweise gut informierte Honigbiene schreibt bei DSO, dass das Land Baden-Württemberg den Verkehrsvertrag für den RE8 Stuttgart <-> Würzburg aufgrund der bekannten Probleme (kein Personal, Organisationsversagen, usw) gekündigt haben soll, und derzeit auf der Suche nach einem neuen Betreiber ist, der schon zum kleinen Fahrplanwechsel Mitte Juni übernehmen soll (bis Dezember 2022). Dabei werden wohl mit mehreren Unternehmen Bietergespräche geführt.

In der ersten Stufe sollen drei Umläufe mit vom Land über die SFBW gestellten Flirt 3 übernommen werden (wohl ein weiterer Vorteil des baden-württembergischen Fahrzeugfinanzierungsmodells), in einer zweiten Stufe, dem Vernehmen nach im Herbst, sollen dann zwei weitere Umläufe mit eigenem Material übernommen werden. Letzteres dürfte den Hintergrund haben, dass es bislang einen gemeinsamen Reservefahrzeug-Pool für RE8 und IRE1 gab (mit LZB-Flirt), welche jetzt natürlich vorrangig für den IRE1 benötigt werden. Durch das zulassen von Altmaterial auf dem RE8 können die hier nötigen Reserven gewonnen werden.

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andi11
  Geschrieben am: 7 May 2020, 22:57


Doppel-Ass


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QUOTE (JeDi @ 7 May 2020, 19:34)
(...) in einer zweiten Stufe, dem Vernehmen nach im Herbst, sollen dann zwei weitere Umläufe mit eigenem Material übernommen werden. Letzteres dürfte den Hintergrund haben, dass es bislang einen gemeinsamen Reservefahrzeug-Pool für RE8 und IRE1 gab (mit LZB-Flirt), welche jetzt natürlich vorrangig für den IRE1 benötigt werden. Durch das zulassen von Altmaterial auf dem RE8 können die hier nötigen Reserven gewonnen werden.

Es gibt dann eigentlich nur zwei (realistische) Möglichkeiten: Entweder es fährt DB Regio (wohl mit Dosto - alternativ fällt mir gerade ein: Was ist denn mit den DB-Flirts, die bis Dezember 2019 zwischen Rostock und Rügen fuhren?)
oder es gibt ein ähnliches Konzept wie bei den RE90-Ersatzverkehren.

Ansonsten dürfte es keine privaten EVU mit entsprechenden Fahrzeugen geben, oder? (außer irgendjemand kommt auf so exotische Sachen wie ÖBB CityShuttle-Wendezüge...)
    
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Balduin
  Geschrieben am: 8 May 2020, 08:05


Kaiser


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Tja, so sieht am Ende die real existierende Verkehrspolitik der Grünen aus: Was wurde der ausgebildete Sportlehrer und angebliche Megaverkehrsexperte Hermann von einigen Jubelpersern (auch hier) vor paar Jahren hochgejazzt. Weil er eben zielgerichtet die DB (das absolut Böse ein Reinform!!!!) vertreibt, und stattdessen konsequent "privatisiert". Angeblich würde alles urplötzlich so viel billiger werden und man kann Dank dieses Wunders noch so viel Mehrverkehr machen.

Tatsächlich hat man die Verkehrswende in diesen Gegenden damit um Jahre zurückgeworfen mad.gif

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Angie, Angie,when will those clouds all disappear? Angie, Angie, where will it lead us from here? With no loving in our souls and no money in our coats you can't say we're satisfied. But, Angie, Angie, they can't say we never tried. Angie, you're beautiful, yeah, but ain't it time we said goodbye?
Europe is falling apart: In the absence of war we are questioning peace
    
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JeDi
  Geschrieben am: 8 May 2020, 09:38


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QUOTE (Balduin @ 8 May 2020, 08:05)
Tja, so sieht am Ende die real existierende Verkehrspolitik der Grünen aus: Was wurde der ausgebildete Sportlehrer und angebliche Megaverkehrsexperte Hermann von einigen Jubelpersern (auch hier) vor paar Jahren hochgejazzt. Weil er eben zielgerichtet die DB (das absolut Böse ein Reinform!!!!) vertreibt, und stattdessen konsequent "privatisiert". Angeblich würde alles urplötzlich so viel billiger werden und man kann Dank dieses Wunders noch so viel Mehrverkehr machen.

Hallo Balduin!

Das ist ja immer wieder zu lesen, und daher würde mich interessieren, wie du zu dieser Einschätzung kommst. Aus meiner Sicht hat DB Regio im "Ländle" sogar ganz schön abgeräumt - wirklich aktiv verloren wurden ja nur zwei Lose: 3a (das sind die RE Stuttgart-Nürnberg) und 12 (das ist der Ulmer Stern). Ansonsten gab es den bekannten Hickhack um Netz 1 (wo DB Regio der Bestbieter war, allerdings sich dank des ignorierens gleich mehrerer formaler Anforderungen selbst abschossen hat) und Verfahren, an denen DB Regio gar nicht erst teilgenommen hat (z.B. Netz 50 - Alb- und Lokalbahn) und demzufolge auch gar nicht gewinnen konnte.

Ansonsten sind eigentlich alle wichtigen Linien in der Hand von DB Regio geblieben, vom RE Stuttgart-Ulm-Lindau über die Neigetechniknetze bis zu den ausgeweiteten Verkehren im Rheintal. Im Gegenteil - im Netz 9a Breisgau-Ost-West hat die DB Regio nicht nur Leistungen von der SWEG zurückgewonnen (namentlich Freiburg-Breisach), sondern fährt jetzt auch auf SWEG-eigener Infrastruktur zwischen Gottenheim und Endingen.

Klar ist, dass DB Regio durch das Fahrzeugfinanzierungsmodell tendenziell einen Vorteil verliert - das zeigt sich ja auch darin, dass auch DB Regio bislang stets auf das BW-Modell zurückgegriffen hat, weil darin offenbar wirtschaftliche Vorteile gegenüber einer Eigenfinanzierung gesehen wurden - und mit der Eigenfinanzierung tun sich Wettbewerbsbahnen bekanntermaßen schwer. Allerdings wird hier m.E. kein Nachteil geschaffen, sondern eher ein Vorteil reduziert, da ja alle Bahnen auf dieses Instrument zurückgreifen können. Letztlich zeigt sich in der Frankenbahn-Notvergabe aber ja auch, dass das Modell durchaus seine Vorteile hat - nämlich den Zugriff des Landes auf die Fahrzeuge, wenn mal doch was schief geht.

Alles in allem klingt das für mich nicht wirklich nach einer DB-feindlichen Vergabepraxis - aber du wirst ja sicherlich begründen können, wie du auf das Gegenteil kommst.

Ansonsten scheint die NVBW hier sogar recht schnell zu handeln - zu einer solchen Vertragsauflösung eines bestehenden Verkehrsvertrages ist es in Deutschland bislang meines Wissens noch nie gekommen.

Schöne Grüße,
JeDi

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JeDi
  Geschrieben am: 8 May 2020, 09:41


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QUOTE (andi11 @ 7 May 2020, 22:57)
Ansonsten dürfte es keine privaten EVU mit entsprechenden Fahrzeugen geben, oder? (außer irgendjemand kommt auf so exotische Sachen wie ÖBB CityShuttle-Wendezüge...)

Ich würde jetzt grundsätzlich schon erwarten, dass 2 Umläufe (zumal wir hier nach meiner Einschätzung Kapazitätsmäßig von einer Regelbehängung Flirt 6-Teiler, also rund 330 Plätzen ausgehen können) irgendwer irgendwie auch kreativ beschaffen kann, sodass im Zweifelsfall nur für eine Übergangszeit oder als Reserveeinheit wie auch immer aussehende Ersatzgarnituren kommen müssten.

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Stammstrecke
  Geschrieben am: 8 May 2020, 12:05


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QUOTE (Balduin @ 8 May 2020, 08:05)
Tja, so sieht am Ende die real existierende Verkehrspolitik der Grünen aus: Was wurde der ausgebildete Sportlehrer und angebliche Megaverkehrsexperte Hermann von einigen Jubelpersern (auch hier) vor paar Jahren hochgejazzt. Weil er eben zielgerichtet die DB (das absolut Böse ein Reinform!!!!) vertreibt, und stattdessen konsequent "privatisiert". Angeblich würde alles urplötzlich so viel billiger werden und man kann Dank dieses Wunders noch so viel Mehrverkehr machen.

Tatsächlich hat man die Verkehrswende in diesen Gegenden damit um Jahre zurückgeworfen mad.gif

Hm, sicher ist bei den Ausschreibungen in Baden-Württemberg manches nicht besonders gut verlaufen. Dennoch machen sie im Ländle meiner Meinung nach einiges richtig. So wird dort der ÖPNV seit wenigen Jahren ganzheitlich gesehen und neben der Bahn auf einigen Strecken auch konsequent der Busverkehr verbessert. (Regiobuslinien im Stundentakt von 5-24h). Auch die Einführung des Landestarifs sehe ich positiv und verbessert die Attrakttivität des ÖPNV deutlich. Das ist auch genau das worauf es ankommt: Regelmäßige Fahrten bis zum wirklichen Zielort und dann noch ein durchgehender Tarif. Auch beim Ausbau des Schienennetzes ist BW sehr gut dabei, weil das Land viele Planungen vorfinanziert und jetzt die vorhandenen Gelder des Bundes abgreifen kann.

Bei den Ausschreibungen würde ich das Verkehrsministerium zum Teil in Schutz nehmen: Die großen Personalprobleme aller Bahnunternehmen waren zum Ausschreibungszeitpunkt nicht wirklich auf der Tagesordnung. Das ist erst in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Und diese Probleme gibt es heute bei fast allen neu startenden Verkehrsverträgen (vgl. Eurobahn, Abellio in NRW, BRB in Bayern,...). Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern hat hier BW sogar versucht noch gegenzusteuern, indem ein Reservepool an Lokführerrn ausgeschrieben wurde.

Also ganz falsch ist für mich die Entwicklung in BW nicht. Mit den aktuellen Problemen hat jedes Bundesland zu kämpfen. Da muss man dann aber generell eine Diskussion über das Thema Ausschreibungen vs. Bundesbahn starten und nicht den Verkehrsminister eines Bundeslandes für die Probleme verantwortlich machen, die es genau so in den anderen Bundesländern auch gibt.
    
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Jogi
  Geschrieben am: 9 May 2020, 09:56


Kaiser


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Eine Mitteilung des Landes und/oder von Go Ahead über die Frankenbahn steht weiterhin aus, jedoch hat die Heilbronner "Stimme" einen Artikel dazu veröffentlicht. Bezugnehmend auf ein "Fachforum im Internet" hat sie auch beim Verkehrsministerium nachgefragt, das Gespräche über einen Drittanbieter auf der Frankenbahn bestätigt.

Jedoch solle, unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle, der Vertrag mit Go Ahead nicht gekündigt werden, sondern bis Dezember 2022
QUOTE ("Stimme" @ 8.Mai 2020)
vielmehr ruhen, während ein anderes Unternehmen kurzfristig einspringt. Dem Vernehmen nach erfolgt der Wechsel frühestens nach den Sommerferien für zunächst maximal zwei Jahre.


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QUOTE (JeDi @ 8 May 2020, 10:38)
Aus meiner Sicht hat DB Regio im "Ländle" sogar ganz schön abgeräumt - wirklich aktiv verloren wurden ja nur zwei Lose: 3a (das sind die RE Stuttgart-Nürnberg) und 12 (das ist der Ulmer Stern). Ansonsten gab es den bekannten Hickhack um Netz 1 (wo DB Regio der Bestbieter war, allerdings sich dank des ignorierens gleich mehrerer formaler Anforderungen selbst abschossen hat) und Verfahren, an denen DB Regio gar nicht erst teilgenommen hat (z.B. Netz 50 - Alb- und Lokalbahn) und demzufolge auch gar nicht gewinnen konnte.

Ansonsten sind eigentlich alle wichtigen Linien in der Hand von DB Regio geblieben [...]

Das lässt sich mit Blick auf den Vergabekalender auch mit "Zahlen" bestätigen. Hier die Ausschreibungen unter Federführung des Landes seit 2013, chronologisch absteigend, bei denen der Betreiber feststeht:

1) E-Netz Karlsruhe -> DB Regio & AVG
2) S-Bahn Rhein-Neckar Los 2 -> DB Regio
3) Rheintal Los 1+2 -> DB Regio
4) Breisgau West-Ost -> DB Regio
5) Freiburger Y -> SWEG
6) Hohenlohe-Franken-Untermain -> DB RegioNetz ("Westfrankenbahn")
7) Murrbahn -> Go Ahead
8) Stuttgarter Netze -> Go Ahead & Abellio
9) Ulmer Stern -> SWEG
10) Schwäbische Albbahn -> SWEG
11) Singen-Schaffhausen -> DB Regio
12) Gäu-Murr -> DB Regio
13) Aulendorfer Kreuz/Bodenseegürtelbahn/Hochrhein/Schaffhausen-Erzingen -> DB Regio
14) Zollernalbbahn -> SWEG
15) Donau-Ostalb -> DB Regio
16) Stuttgart-Ulm-Bodensee -> DB Regio
17) S-Bahn Rhein-Neckar Los 1 -> DB Regio
18) Übergangsverträge -> DB Regio
19) Stadtbahn Karlsruhe -> AVG
20) Ortenau -> SWEG
21) Heilbronn Nord -> AVG
22) Zollernalbbahn -> SWEG

Genau die Hälfte davon konnte DB Regio für sich entscheiden (bzw. beim E-Netz Karlsruhe ein Teillos), eine weitere ging an die letztlich auch verkehrsrote Westfrankenbahn. Ansonsten sind die Betreiberwechsel nach mittlerweile neun Jahren grüner Landesregierung (noch, sie laufen ja weiter) an einer Hand abzuzählen:

In blau sind die Zugewinne von DB Regio gehalten, in grün die Verluste dieses EVU - und da ist noch ein Blick auf das Zustandekommen spannend. JeDi hat die Umstände genannt; auf der Murrbahn kommt noch hinzu, dass DB Fernverkehr in die ursprünglich vorgesehene Ausschreibung gegrätscht ist, als es sein Integrationsmodell auf die Verbindung Nürnberg-Backnang-Stuttgart(-Singen) ausdehnen wollte. Die entsprechenden RE-Leistungen wurden daraufhin aus dem Netz 3 herausgelöst, der Rest im Netz 3b wie vorgesehen ausgeschrieben. Das hat bekanntlich DB Regio gewonnen. Es ist natürlich kontrafaktische Kaffeesatzleserei, aber zumindest wäre ein Betreiben aller Murrbahn-Leistungen durch DB Regio denkbar gewesen.

Der Rest erweist sich als recht "betreiber-stabil". Dass die Karlsruher Stadtbahnen inhouse bei der AVG verbleiben, ist nicht überraschend; die Landesbahnstrecken verbleiben größtenteils bei der SWEG, wobei der Ringzug noch nicht ausgeschrieben wurde; DB Regio fährt, abgesehen von den sicher prestigeträchtigsten Stuttgarter Netzen praktisch alle Renomée versprechenden Leistungen, etwa beide (!) Lose im Oberrheingraben oder beide (!) Lose der S-Bahn RheinNeckar.

Kurzum, dem Landesverkehrsministerium und damit auch Herrmann lässt sich viel vorwerfen - mir fallen da zuvorderst die zu optimistisch gestrickten Fahrpläne bei eigenen Projekten ein, angefangen bei der alten RB Stuttgart-Ulm mit Massenüberholung in Geislingen und siebenminütiger Kurzwende in Stuttgart und Bahnsteigwende in Ulm (wie konnte man ernsthaft glauben, dass so etwas funktioniert??), über die anfangs geplanten Bahnsteigwenden fast aller IRE1-Züge in Karlsruhe samt Zeit zum An-/Abkoppeln von Zugteilen (was nach ein paar Wochen aufgelöst wurde), zusammen mit der sechsminütigen Kurzwende am anderen Ende in Aalen, die erst nach acht Monaten stabil umgesetzt werden konnte (wie kommt man auf so was??) und das Breisgau-S-Bahn-Desaster bis hin zur sechsminütigen Wende von Oberrhein-RBen in Freiburg ab Juni - das Unterschätzen oder Nichtbeachten der Personalaquise in Stuttgart und im Hohenlohischen; das öffentliche Kritisieren von DB Regio vor Juni 2019 bei merkwürdiger Stille nach Juni 2019, unterbrochen durch diverse Positivmeldungen; das Unterbrechen von etablierten Verbindungen wie z.B. auf der Residenzbahn mit Herstellen von qulitativ deutlich schlechteren Alternativen; das Einsteigen ins Vorwurfskarussell angesichts der schlechten Qualität auf diversen Strecken (Frankenbahn, Remsbahn, RB16, Breisgau Ost-West), wenn fast jeder vom Besteller über Verband, Region, EVU und Fahrzeughersteller von sich sagt, doch alles wie besprochen und damit richtig gemacht zu haben und trotzdem so eine Grütze rauskommt, die Leute massenhaft in die Autos zwingen; vielleicht auch noch die eher alibihafte, für Langstrecken praktisch untaugliche, vor allem zu kleine 1. Klasse; und sicher noch viel mehr.

Ein "zielgerichtetes" Vertreiben von DB Regio gehört nicht zu den belegbaren Vorwürfen. Und ein Rückwerfen der Verkehrswende angesichts dessen, dass die gleichen Probleme eigentlich überall auftreten, ist schon plump personalisiert zu nennen.

Bearbeitet von Jogi am 9 May 2020, 10:01
    
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Jogi
  Geschrieben am: 11 May 2020, 12:58


Kaiser


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Der Form halber sei noch die gemeinsame Pressemitteilung von Land und Go Ahead nachgereicht. Kernpunkte:
  • einvernehmliche Lösung zur "vorübergehenden Entlastung" von Go Ahead
  • ausdrücklich keine Kündigung des Verkehrsvertrages
  • für "bis zu zwei Jahre" wird in einem "verkürzten Verfahren" ein neuer Betreiber gesucht
  • Herman himself ist der initiative Macher; Go Ahead ist top motiviert bis in die Haarspitzen, die Sache zu rocken, und trotz aller 17 Bemühungen nur ein Opfer der Umstände von Personalmangel, Taktverdichtung und überlasteter Infrastruktur

QUOTE
Land BW sucht im Konsens mit Go-Ahead Interimslösung für die Frankenbahn

[...]

Angesichts der Anlaufschwierigkeiten [nach fünf bzw. elf Monaten? blink.gif ] in den Stuttgarter Netzen haben sich das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der neue Betreiber Go Ahead einvernehmlich darauf verständigt, für die Linie RE 8 Stuttgart - Heilbronn - Würzburg eine vorübergehende Entlastung durch einen anderen Betreiber zu suchen. Dies teilten das Land und der Betreiber Go-Ahead am Sonntag in Stuttgart mit. Seit der Betriebsaufnahme im Dezember 2019 war es Go-Ahead Baden-Württemberg nicht gelungen, einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hat angesichts der Unzufriedenheit vieler Fahrgäste die Initiative ergriffen, um so rasch wie möglich wieder Zuverlässigkeit herzustellen. Ziel ist es, dass die Züge endlich verlässlich und pünktlich fahren. Der Minister sagte: "Wir haben seit dem vergangenen Dezember mit dem neuen Verkehrskonzept das Angebot auf der Frankenbahn auf einen Stundentakt verdoppelt [was angesichts der vorher angebotenen, sporadisch eingestreuten Taktverdichtungen, schon eine großzügig gerundete Doppelung meint], um möglichst viele Fahrgäste zu gewinnen. Das klappt aber nur, wenn die Zuverlässigkeit stimmt. Deshalb haben wir für einen längeren Übergang eine neue Lösung entwickelt. Ich bin sehr froh, dass auch Go-Ahead nun offen zu den Problemen steht und kooperiert."

Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go Ahead Deutschland, sagte dazu: "Mit der Betriebsaufnahme im Juni und Dezember 2019 übernahmen wir die fünf wohl anspruchsvollsten Regionalbahnstrecken in Baden-Württemberg [woran macht der Herr das fest? Ist die Flügelung der RB17, der Verkehr im Oberrheintal, das Rumwackeln zwischen Basel, Singen, Bodensee und Alb oder der verdichetete und neu strukturierte Verkehr auf der Tauberbahn tatsächlich weniger anspruchsvoll?]. Verbunden mit der zeitgleich erfolgten Taktverdichtung ist dies eine Herausforderung, der wir uns stellen [Ach, tatsächlich? Thank you, Captain Obvious]. Nicht ohne Grund kündigte das Land im März/April 2020 Planungsaufträge zur Frankenbahn und Filstalbahn an, um die bekannten Schwächen der überlasteten Infrastruktur dieser Strecken zu beheben." Krispin führt zur Frankenbahn aus: "Wir bedauern, den Anspruch der Fahrgäste seit Dezember noch nicht erfüllt zu haben. Go-Ahead bildet seit 2,5 Jahren Triebfahrzeugführer aus, aktuell läuft unser 17. Ausbildungskurs. Dennoch ist es uns aufgrund des strukturellen Personalmangels nicht gelungen, für die Einsatzstelle Lauda den notwendigen Bedarf komplett zu decken. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir das Verkehrsministerium aktiv bei der Sondierung einer Lösung. Berichterstattungen der letzten Tage über eine Kündigung der Verkehrsverträge weisen wir entschieden zurück."

Hermann spricht von einem Zeitraum von zwei Jahren für diese Interimslösung. Der [neue] Betreiber wird in einem verkürzten Verfahren gesucht. Bereits seit April 2020 werden als Notmaßnahme zwei Zugumläufe des RE 8 ersatzweise von DB Regio erbracht.
    
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vloppy
  Geschrieben am: 26 May 2020, 09:41


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Heute zum ersten Mal die gewünschten Talent 2 von Abellio auf der Frankenbach zwischen BFH und MÖCK gesichtet.
    
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