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Einheitliche Bahnsteighöhe 76cm ? [Zur Themenübersicht]
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Wildwechsel
  Geschrieben am: 20 May 2019, 13:20


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 6980

Wohnort: München


QUOTE (146225 @ 19 May 2019, 14:49)
(...) und die neuen ET für die Regionalzüge alle für 55 cm ausgelegt sind? Was sollen also 76-cm-Kanten jemand bringen?

Flächendeckende Barrierefreiheit erreicht man nur mit einer einheitlichen Einstiegshöhe - so weit, so trivial. Und einheitlich wird die nur, wenn sie überall einheitlich ist, und nicht sofort irgendwo eine Region laut "Aaaaber...." ruft.

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Beste Grüße usw....
Christian


Die drei Grundsätze der öffentlichen Verwaltung in Bayern:
1. Des hamma no nia so gmacht
2. Wo kamat ma denn da hi
3. Da kannt ja a jeda kemma
    
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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 20 May 2019, 17:06


Haudegen


Status: Mitglied
Mitglied seit: 5 Apr 18
Beiträge: 589




QUOTE
Bei den ersten Diskussionen zu den Regio-S-Bahnen stand die Toilettenfrage ganz oben. Ich denke mal wenigstens der Regio-Teil der Flotte müsste mit Toilette kommen.
Nachdem Toiletten nen ziemlich großen Aufwand bei Wartung und Instandhaltung verursachen (es wird ja alles mögliche reingeworfen und man muss Wasser/Abwasser regelmäßig ent-/befüllen), dürfte man die Toilettenausrüstung für die Gesamtflotte eher scheuen.
Funktioniert bei uns 1A. Selten gehen Leute aufs Klo. Ich habe die erfahrung gemacht das es immer recht sauber ist.

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🚨 Nur ein kleines Forum. Nichts spezielles. Einfach ignorieren. 🚨
    
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NichtBarrierefrei
  Geschrieben am: 10 Sep 2019, 17:21


Jungspund


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Mitglied seit: 24 Jan 19
Beiträge: 6

Alter: 52



QUOTE
Jogi @ 20 May 2019, 10:13 Bei der S-Bahn Köln scheint mir weniger der SGV der ausschlaggebende Grund für 96 cm Einstiegshöhe zu sein, sondern eher die übermßig stark ausgelastete "Stammstrecke" Nippes/Ehrenfeld-Hansaring-Hbf-Deutz. Der große Vorteil dieer Einsteigshöhe bleibt bei durchgehend gleicher Fußbodenhöhe die freie Anordnung der Türen über die gesamte Länge eines Wagenkastens, im Zweifel auch über den Drehgestellen, was zusammen mit dem niveaugleichen Einstieg einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglicht. Das braucht es, wie etwa in Frankfurt, München und Stuttgart, um die vorgesehene Haltezeit einigermaßen einhalten zu können.


Am Kölner Hauptbahnhof steigen bekanntlich im Berufsverkehr besonders viele Fahrgäste ein und aus - auch am Bahnsteig, an dem die S-Bahnen halten.

Wenn die folgenden beiden Maßnahen realisiert werden:

-Elektronisches Stellwerk zur Erhöhung der möglichen Zugfolge-Frequenz

-Bau eines neuen Bahnsteigs mit zwei zusätzlichen Gleisen, insgesamt wären dann vier S-Bahn-Gleise vorhanden, so dass, wenn eine S-Bahn noch auf dem Gleis steht, die nächste S- Bahn einfahren kann. Diese Maßnahme soll auch dann erforderlich sein, so lese ich es in der Presse, wenn der Takt der S11 von Bergisch-Gladbach von 20 Minuten auf 10 Minuten verdichtet wird und/oder mehr Regionalzüge als bisher die S-Bahn-Gleise mitbenutzen sollen (nach Mönchengladbach oder Euskirchen ?), um die Fernbahn-Gleise auf der Hohenzollernbrücke zu entlasten und so die Verspätungsanfälligkeit des Knotens Köln zu reduzieren.

Kann dann eine geringfügige Verlängerung der Haltezeit vom Betriebsablauf her verkraftet werden, so dass S-Bahn-Züge mit 76 cm Einstiegshöhe eingesetzt werden könnten? Gibt es da schon Untersuchungen?
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 11 Sep 2019, 01:28


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 6390

Alter: 40
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QUOTE (NichtBarrierefrei @ 10 Sep 2019, 11:21)
Kann dann eine geringfügige Verlängerung der Haltezeit vom Betriebsablauf her verkraftet werden, so dass S-Bahn-Züge mit 76 cm Einstiegshöhe eingesetzt werden könnten? Gibt es da schon Untersuchungen?
Nein.

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 11 Sep 2019, 11:35


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3302




QUOTE (NichtBarrierefrei @ 10 Sep 2019, 18:21)
Kann dann eine geringfügige Verlängerung der Haltezeit vom Betriebsablauf her verkraftet werden, so dass S-Bahn-Züge mit 76 cm Einstiegshöhe eingesetzt werden könnten? Gibt es da schon Untersuchungen?

Kommt drauf an, wie viele Türen Du brauchst. Bei 96cm Einstiegen hast Du den Vorteil, dass auch Türen über den Drehgestellen möglich sind. Bei 76 geht das nicht.
Gäbe höchstens noch die Chance breitere Türen vorzuziehen, quasi 2x3Spurtüren statt 3x2Spurtüren, aber die brauchen wieder ein paar Sekunden länger zum Öffnen. Untersuchungen dazu kenne ich keine, was aber nichts heißen muss.

P.S: Wäre in Köln überhaupt Platz für nen weiteren Bahnsteig?

Bearbeitet von Metropolenbahner am 11 Sep 2019, 11:35
    
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Jean
  Geschrieben am: 11 Sep 2019, 11:56


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 11848

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QUOTE (Metropolenbahner @ 11 Sep 2019, 12:35)
Kommt drauf an, wie viele Türen Du brauchst. Bei 96cm Einstiegen hast Du den Vorteil, dass auch Türen über den Drehgestellen möglich sind. Bei 76 geht das nicht.
Gäbe höchstens noch die Chance breitere Türen vorzuziehen, quasi 2x3Spurtüren statt 3x2Spurtüren, aber die brauchen wieder ein paar Sekunden länger zum Öffnen. Untersuchungen dazu kenne ich keine, was aber nichts heißen muss.

P.S: Wäre in Köln überhaupt Platz für nen weiteren Bahnsteig?

Der zusätliche Bahnsteig soll kommen. Ist so vorgesehen, genauso an Köln-Deuz Messe.

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Für die Freiham Tram, für die Westtangente, für die Nordtangente, für den Nordost Tram Netz

Für die U9, für die U5 nach Pasing, für die U4
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 11 Sep 2019, 13:24


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 12096

Wohnort: ja


QUOTE (Metropolenbahner @ 11 Sep 2019, 12:35)
Kommt drauf an, wie viele Türen Du brauchst. Bei 96cm Einstiegen hast Du den Vorteil, dass auch Türen über den Drehgestellen möglich sind. Bei 76 geht das nicht.

Falsch. Hatten wir alles schon:

1.) Geht natürlich, aber mit laufwerkstechnischen Einschränkungen durch kleinere Raddurchmesser, siehe z.B. das komplett ebene Mittelteil des 644.
2.) Die 423-Aufteilung ginge auch mit großen Raddurchmessern, es wäre dann eine Stufe zwischen letztem Einstiegsraum und Wagenende, siehe Mittelteil 442.
3.) Eine Niederflurkonstruktion ist teurer und schwerer.

Rund 100 cm Fußbodenhöhe ist außerdem auch bereits so eine Art "Niederflur", die verkleinerte Raddurchmesser erfordert. "Hochflur" findet in der Regel auf etwa 120 cm statt.

Bearbeitet von Rohrbacher am 11 Sep 2019, 13:44

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Diskutierst du noch oder trollst du schon?
    
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Jogi
  Geschrieben am: 11 Sep 2019, 13:41


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 12 Mar 09
Beiträge: 1533

Alter: 31
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QUOTE (NichtBarrierefrei @ 10 Sep 2019, 18:21)
Bau eines neuen Bahnsteigs mit zwei zusätzlichen Gleisen, insgesamt wären dann vier S-Bahn-Gleise vorhanden, so dass, wenn eine S-Bahn noch auf dem Gleis steht, die nächste S- Bahn einfahren kann.

Das ist, so weit die Dialog-Informationen es zulassen zu beurteilen, der betriebliche Kerngedanke hinter den neuen S-Bahnsteigen in Köln Hbf und Messe/Deutz: Ein besserer Durchlauf der Züge auf der "Stammstrecke", weil Haltezeitüberschreitungen nicht mehr zum Ausbremsen der nachfolgenden Züge führen, weil sie bis an den Bahnsteig fahren können.
Außerdem rechnet man noch mit einer gewissen Entzerrung der Personenströme am Hauptbahnhof.

QUOTE (NichtBarrierefrei @ 10 Sep 2019, 18:21)
Diese Maßnahme soll auch dann erforderlich sein, so lese ich es in der Presse, wenn der Takt der S11 von Bergisch-Gladbach von 20 Minuten auf 10 Minuten verdichtet wird...

So weit ich weiß sind die Erweiterung der "Stammstrecke" einschließlich neuer LST sowie der zweigleisige Ausbau Dellbrück-Gladbach Voraussetzung, um den 10-Minutentakt auf der S11 fahren zu können. Diese Modernisierung der "Stammstrecke" schafft gleichzeitig die Voraussetzung, mit bis zu 24 statt 18 Zügen je Stunde weitere S-Bahnlinien darüber zu führen.

QUOTE (NichtBarrierefrei @ 10 Sep 2019, 18:21)
...mehr Regionalzüge als bisher die S-Bahn-Gleise mitbenutzen sollen (nach Mönchengladbach oder Euskirchen ?)

Mit der "Vision 2030+" sollen einige RB-Linien in das S-Bahnnetz überführt werden. Danach sind sieben Linien zwischen Deutz und Hansaring vorgesehen, eine davon im 10-Minuten-Takt, was mit einem 20-Minuten-Grundtakt der anderen Linien die genannten 24 Fahrten pro Stunde genau ausschöpft. (Reguläre) Halte originärer Regionalzügen an den S-Bahnsteigen der "Stammstrecke" sind demnach nicht vorgesehen.

In Vorplanung ist die RB38 Richtung Bedburg über Horrem, dann als Verlängerung der S12; in konkreter Umsetzung ist die S13 nach Bonn-Oberkassel als Ersatz der RB27 rechtsrheinisch; Untersuchung zu einer Weichenverbindung, um die S6 ab Müngersdorf Richtung Mönchengladbach führen zu können, sollen schon laufen.
Die Strecken Richtung Euskirchen, Bonn Hbf und über die Südbrücke Richtung Gremberg setzen die so genannte Westspange zwischen Hürth und Hansaring voraus. Dafür wurde vor einigen Monaten einigermaßen überraschend die Machbarkeitsstudie zugesagt. Die Oberbergische Bahn Richtung Gummersbach soll auch in die S-Bahn aufgehen und auf die Eifelstrecke durchgebunden werden.

QUOTE (NichtBarrierefrei @ 10 Sep 2019, 18:21)
Kann dann eine geringfügige Verlängerung der Haltezeit vom Betriebsablauf her verkraftet werden, so dass S-Bahn-Züge mit 76 cm Einstiegshöhe eingesetzt werden könnten?

Ob "überlange" Halte möglich sind, dürfte vom konkreten Betriebskonzept abhängen. Insoweit ist ein pauschales Ja, geht genau so wenig möglich zu sagen wie ein Nein, geht nicht. Die technische Machbarkeit an sich ist ohne großen Zweifel gegeben, man denke an diverse Halte im Großraum Köln wie Porz oder Siegburg, an Langen in Hessen oder an die S-Bahn Rhein-Ruhr, wo die nächten Jahre munter FLIRTs mit 78 cm Fußbodenhöhe an 96 cm hohen Bahnsteige halten werden. Die Möglichkeit alleine sagt aber auch nichts über die Sinnhaftigkeit dessen aus.

Gerade angesichts des erkennbaren Bemühens, die Köln er "Stammstrecke" artrein zu betreiben. Außerdem heißt es irgendwo im Dialogbereich zum S-Bahn-Ausbau, dass der VRS auch langfristig auf 96 cm Einstiegshöhe setzt und die Bahnsteige dort, wo es geht, entsprechend umbauen lassen möchte.
    
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146225
  Geschrieben am: 11 Sep 2019, 17:53


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 14789

Alter: 41
Wohnort: TH


QUOTE (Jogi @ 11 Sep 2019, 13:41)
Gerade angesichts des erkennbaren Bemühens, die Köln er "Stammstrecke" artrein zu betreiben. Außerdem heißt es irgendwo im Dialogbereich zum S-Bahn-Ausbau, dass der VRS auch langfristig auf 96 cm Einstiegshöhe setzt und die Bahnsteige dort, wo es geht, entsprechend umbauen lassen möchte.

Das heißt für mich: eine durchlaufende S6 Mönchengladbach - Köln - Leverkusen - Düsseldorf - Ratingen - Essen wird es auf Dauer eher nicht geben. Zum einen, weil solche Langläufer, gerade wenn sie den überlasteten Knoten Köln durchfahren, eine einzige dauerhafte Verspätung sind, zum anderen rückt der VRR ja von den 96 cm - Bahnsteigen ab.

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Tågskryt!
    
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