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[CH] Die Schweiz mal wieder., Unterwegs zuhause in 26 (Halb-)Kantonen. [Zur Themenübersicht]
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Lobedan
  Geschrieben am: 8 Jun 2018, 16:36


Kaiser


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QUOTE (Entenfang @ 6 Jun 2018, 18:53)
Ebenfalls nichts Ungewöhnliches in der Schweiz sind parallele Strecken von Obus und Tram.
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Ich kann es auf dem Foto nicht ganz erkennen, aber die späteren Zeilen zum oberleitungslosen Abschnitt der Tram-O-Bus-Kreuzung lässt mich vermuten, dass beide Verkehrsmittel nicht dieselbe Fahrleitung verwenden. Allein aus historischen Gründen oder gibt es technische Hürden dafür?

QUOTE (Entenfang @ 8 Jun 2018, 13:23)
Für mich immer wieder verwirrend sind die Linienverläufe an den Haltestellen.
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In Deutschland ist es üblich, die geografische Reihenfolge von unten nach oben anzuordnen, also den nächstgelegenen Halt ganz unten. In Zürich ist es genau umgekehrt. Dazu kommt noch, dass sich die Endhaltestelle nicht durch ein anderes Format abhebt.

Ist das so? Zugegeben, auf solchen Haltestellenschildern fällt mir spontan kein deutsches Beispiel ein, aber zum Beispiel bei den digitalen Linienfilmen im Fahrzeug habe ich in Deutschland schon beides gesehen: Fahrtziel ganz oben, nächste Station ganz unten, aber auch Fahrtziel ganz unten und nächste Station ganz oben.
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 8 Jun 2018, 21:52


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Lobedan @ 8 Jun 2018, 17:36)
Ich kann es auf dem Foto nicht ganz erkennen, aber die späteren Zeilen zum oberleitungslosen Abschnitt der Tram-O-Bus-Kreuzung lässt mich vermuten, dass beide Verkehrsmittel nicht dieselbe Fahrleitung verwenden. Allein aus historischen Gründen oder gibt es technische Hürden dafür?

Das ist richtig, Obus und Tram können nicht dieselbe Oberleitung nutzen. Der Obus hat stets 2 Kabel, weil er einen Hin- und einen Rückleiter benötigt. Die Tram kommt mit einem Kabel aus, der Rückleiter ist dort die Schiene.

QUOTE
Ist das so? Zugegeben, auf solchen Haltestellenschildern fällt mir spontan kein deutsches Beispiel ein, aber zum Beispiel bei den digitalen Linienfilmen im Fahrzeug habe ich in Deutschland schon beides gesehen: Fahrtziel ganz oben, nächste Station ganz unten, aber auch Fahrtziel ganz unten und nächste Station ganz oben.

Zumindest auf den Straßenschildern ist es so.
Aber du hast recht, in den Fahrzeugen gibt es beide Varianten. Linienverlauf nach oben in München, Linienverlauf nach unten in Dresden.

In Zürich hätte ich mir zumindest ein fett gedrucktes Ziel gewünscht.

--------------------
Schön, dass Sie da sind. Mit gesundem Menschenverstand kommen Sie auch in schwierigen Zeiten an Ihr Ziel. Schützen Sie sich und Söders Kanzlerkandidatur. Halten Sie den Mindestabstand zu Verschwörungstheoretikern und Moralaposteln ein. Tragen Sie Ihre Mund-Nase-Bedeckung im gesamten Intimbereich. Nutzen Sie die gesamte Breite an Experten zur Information und Desinformation. Werden Sie vernünftig.
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 9 Jun 2018, 14:13


Kaiser


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QUOTE (Entenfang @ 8 Jun 2018, 14:23)
Damit hättest du es in die Heute-Show-Rubrik "Verschwörung der Woche" geschafft.


Na super, dann würde in Leipzig und weiten Teilen des Balkans gar kein Zug mehr fahren. rolleyes.gif


Das war auch nicht ernst gemeint. Aber habt ihr ernsthaft eine Erklärung warum Busse und Lkw nicht beschmiert werden? Ich würde nur gerne mal wissen warum die Szene die verschont.

Was Leipzig und Balkan betrifft, so sehe ich das anders. Nur mit Zero Tolerance, schneller Entfernung und eben die Wut der Fahrgäste auf die Maler ziehen, hilft es das Problem zu lösen, statt dass der Staat vielerorts einfach kapituliert.
Zumal das ja immer die gleichen sind und man sich ja wohl nicht auf der Nase herumtanzen lassen kann. Meiner Meinung nach fehlt der ernste Wille hier einzugreifen.
    
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P-fan
  Geschrieben am: 10 Jun 2018, 20:31


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3318




Vielen Dank für den hochinteressanten Reisebericht mit der Darstellung zahlreicher betrieblicher Besonderheiten, die mir bisher unbekannt waren! Als "i-Tüpfelchen" möchte ich noch ergänzen, dass die Trambetriebe in der Schweiz einen ECHTEN 7,5-Min.-Takt fahren im Gegensatz z.B. zu Deutschland, wo in aller Regel ein 7-8-Min.-Takt herrscht, der als 7,5-Takt "verkauft" wird. [/ Korinthe]

--------------------
Symmetrische Fahrpläne: Voraussetzung für gute Anschlüsse in beiden Richtungen Symmetrieminute
    
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guru61
  Geschrieben am: 11 Jun 2018, 12:19


Haudegen


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QUOTE (146225 @ 8 Jun 2018, 17:18)
Ach so, zwei Dinge fallen mir noch ein: Deutsche Aufgabenträger heulen halt lieber über begrenzte Unmöglichkeiten, statt vernünftige Takte zu bestellen und im SBB-IC-Dosto geht mehr Gepäck rein, als gedacht: Ich muss schon mal irgendwo erwähnt haben, dass Frau und Herr Schweizer allfällige Traglasten ganz gerne - und jedenfalls öfter als in Deutschland zu sichten - zwischen die natürlich bei landesweiter vis-a-vis-Bestuhlung immer vorhandenen - Sitzrücken verschwinden lassen.

Platz hats ja genug:
https://www.flickr.com/gp/r_walther/2C3a1g
https://www.flickr.com/gp/r_walther/23o980

QUOTE
Mir fällt auf, dass in der Schweiz ein beträchtlicher Anteil der Werbeflächen auf Volksabstimmungen hinweisen. Gleichzeitig verschandelt man aber auch nicht die ganze Stadt mit Sperrholzkonstruktionen um jeden Schilder- und Lampenmast und jeden Baum.
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Die Volksabstimmung hat übrigens stattgefunden und die Politiker wurden abgewatscht:
https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region.../story/15256553
https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region.../story/15399154

Gruss Guru

Bearbeitet von guru61 am 11 Jun 2018, 12:21
    
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guru61
  Geschrieben am: 12 Jun 2018, 11:36


Haudegen


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QUOTE (Lobedan @ 8 Jun 2018, 17:36)
QUOTE (Entenfang @ 6 Jun 2018, 18:53)
Ebenfalls nichts Ungewöhnliches in der Schweiz sind parallele Strecken von Obus und Tram.

Ich kann es auf dem Foto nicht ganz erkennen, aber die späteren Zeilen zum oberleitungslosen Abschnitt der Tram-O-Bus-Kreuzung lässt mich vermuten, dass beide Verkehrsmittel nicht dieselbe Fahrleitung verwenden. Allein aus historischen Gründen oder gibt es technische Hürden dafür?

Die gibt es tatsächlich:
Der Trolleybus hat einen Schleifer, der den Fahrdraht U förmig umgibt. Das braucht er auch, weil die Rute ja geführt werden muss.
Das Tram hat einen Schleifbügel, der den Fahrdraht lediglich unten berührt. Die Führung erfolgt über die Gleise.
Stell dir einfach mal vor, der Trolleybusschleifer müsste hier durch:
https://www.flickr.com/gp/r_walther/0d3qQi
https://www.flickr.com/gp/r_walther/Wq1315
https://flic.kr/p/MQbKiY

Rein elektrotechnisch wäre eine Kombination von Tram und Busfahrleitung möglich:
In Zürich war lange Jahre das Depot Burgwies nicht mit Trolleybusfahrleitung ausgerüstet. Die VBZ konstruierte einen Bügelanhängewagen, der wahlweise auf Tramrädern oder Strassenpneus fahren konnte. Auf Tramgleise abgesenkt und den Bügel oben, speiste das Gefährt mittels Kabel an die Ruten, den Bus.
Leider ist keines dieser einzigartigen Gefährte erhalten geblieben.

Gruss Guru
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 12 Jun 2018, 13:50


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 27 Aug 12
Beiträge: 6284

Alter: 26
Wohnort: München


Danke für eure zahlreichen Ergänzungen - vielleicht noch einige Anmerkungen meinerseits dazu:

QUOTE (guru61 @ 11 Jun 2018, 13:19)
Platz hats ja genug:
https://www.flickr.com/gp/r_walther/2C3a1g
https://www.flickr.com/gp/r_walther/23o980

@guru61 zum Thema Gepäck im IC2000
Du zeigst hier Bilder aus der 1. Klasse. Wenn ich mir die 2. Klasse anschaue, sieht das schon deutlich enger aus. Klar hängt es auch immer mit der Fähigkeit der Reisenden zusammen, aber über die mangelnde Gepäckablagefläche im deutschen IC2 wird permanent rumgemosert, obwohl dieser deutlich mehr hat als der IC2000.

QUOTE
QUOTE
Mir fällt auf, dass in der Schweiz ein beträchtlicher Anteil der Werbeflächen auf Volksabstimmungen hinweisen.
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Die Volksabstimmung hat übrigens stattgefunden und die Politiker wurden abgewatscht:

Erfreulich! smile.gif Und zeigt mal wieder, dass der ÖV in der Schweiz auch einen sehr hohen Rückhalt in der Gesellschaft hat.

QUOTE
Als "i-Tüpfelchen" möchte ich noch ergänzen, dass die Trambetriebe in der Schweiz einen ECHTEN 7,5-Min.-Takt fahren im Gegensatz z.B. zu Deutschland, wo in aller Regel ein 7-8-Min.-Takt herrscht, der als 7,5-Takt "verkauft" wird. [/ Korinthe]

Das wiederum wusste ich nicht. Aber zumindest in München wird nie von einem 7,5-Min-Takt gesprochen. Sowohl im Gesamtfahrplan als auch bei der Bekanntgabe von Fahrplanänderungen ist doch stets von einem 7-8-Takt die Rede.

QUOTE
Rein elektrotechnisch wäre eine Kombination von Tram und Busfahrleitung möglich:

Meinetwegen als Sonderfall auf dem Betriebshof - aber auf keinen Fall im Regelbetrieb auf der Strecke.

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guru61
  Geschrieben am: 12 Jun 2018, 14:49


Haudegen


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QUOTE (Entenfang @ 12 Jun 2018, 14:50)
Danke für eure zahlreichen Ergänzungen - vielleicht noch einige Anmerkungen meinerseits dazu:

Du zeigst hier Bilder aus der 1. Klasse. Wenn ich mir die 2. Klasse anschaue, sieht das schon deutlich enger aus. Klar hängt es auch immer mit der Fähigkeit der Reisenden zusammen, aber über die mangelnde Gepäckablagefläche im deutschen IC2 wird permanent rumgemosert, obwohl dieser deutlich mehr hat als der IC2000.

Du hast in der zweiten Klasse eher mehr Platz:
Die Sitze sind enger und der Mittelgang schmaler :-) Somit ist die Grundfläche grösser
Ich fahre genügend Bahn (auch 2. Klasse), um zu sehen, dass dieses Problem nicht wirklich besteht. 80% des Gepäcks passen zwischen die Sitze. Am ehesten ist mangelnder Gepäckplatz noch auf der Strecke Zürich - Zürich Flughafen und Genf - Airport ein Problem. Dies dauert aber nur je 10 Minuten.
Als Schweizer schaut man heute, dass man einen Koffer bekommt, der zwischen die Sitze passt.
Im UG hats bei 1. wie auch 2. Klasse Platz für schweres Gepäck.

QUOTE

Meinetwegen als Sonderfall auf dem Betriebshof - aber auf keinen Fall im Regelbetrieb auf der Strecke.

Es ging ja nur um die elektrischen Eigenschaften.
Das Gefährt, im TMZ Trolleybusbuch beschrieben, fuhr, sofern ich mit richtig erinnere von der Burgwies, bis zum Klusplatz:
https://6-tram.ch/shop/buecher/trolleybus-buch.php
Auch in Wiki unter Geschichte Besonderheiten beschrieben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trolleybus_Z%...#Besonderheiten
Natürlich geschah das nur für Überführungsfahrten und ohne Passagiere. Aber einige Kilometer über öffentliche Strassen.

Bearbeitet von guru61 am 12 Jun 2018, 14:51
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 26 Oct 2020, 14:10


Lebende Forenlegende


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Basel - der besondere Trambetrieb


Ironie des Schicksals: Kaum auf Schweizer Staatsgebiet, halten wir vor einem Signal an. Mit +6 geht es ab Buchs weiter, vom Walensee und Zürichsee bekomme ich leider aufgrund der Dunkelheit nichts mehr mit. Ursprünglich hatte ich geplant, in Zürich und Olten umzusteigen, weil ich Basel so 15 Minuten schneller als mit dem Direktzug von Zürich erreichen kann. Doch der EC aus Italien hat +40 und so nehme ich doch den direkten IC nach Basel. Interessant, was im innerschweizerischen Verkehr so als IC verkehrt...
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21:35, ein Pfiff ein Gleis weiter, Abfahrt. 21:36, Pfiff an meinem Gleis, Abfahrt. 21:37, Pfiff am Gleis gegenüber, Abfahrt. Ich könnte stundenlang dem ITF in Zürich zuschauen...

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Doch auch dieser IC(E) ist bald mit +4 unterwegs. Na gut, Entschuldigung angenommen.



Beim Blick auf den Straßenbahnbetrieb in der Innenstadt fällt schnell auf, dass da echt verdammt viele Linien im Takt 7,5 fahren, wenn man bedenkt, dass Basel keine 200.000 Einwohner hat. Freilich ist die Metropolregion um einiges größer und die Stadtgrenze äußerst eng gezoegen, dennoch dürfte die Stadt eines der besten ÖPNV-Angebote in dieser Größenordnung haben.
https://www.bvb.ch/wp-content/bvb/Dokumente...iennetz2020.pdf

Der Bahnhofsvorplatz wird durch eine sechsgleisige Tramhaltestelle dominiert, welche zugleich auch eine Wendemöglichkeit aus allen Richtungen in alle Richtungen bietet.
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Das Besondere am Basler Trambetrieb ist nicht nur, dass er (wieder) drei Länder verbindet, sondern auch, dass es zwei Betreiber gibt. Die Grünen gehören zu den Basler Verkehrsbetrieben, die Gelben zur Baselland Transport AG, welche aus den Überlandlinien hervorgegangen ist.

Combino 310 ist noch im helleren Grün unterwegs. Nach und nach werden die Combinos ebenfalls in das dunklere Grün umlackiert.
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Im Bahnhof SBB gibt es auf der Fußgängerbrücke einen riesigen Bildschirm, welcher wichtige Ziele sowie die Anreise mit dem ÖPNV anzeigt.
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Bei meiner Ankunft gestern Abend wurde ein Luftbild von der Tramhaltestelle des Vorplatzes gezeigt, auf dem die Abfahrtspositionen der einzelnen Linien sowie die Wartezeit eingetragen waren. Das erleichtert die Orientierung für Ortsunkundige enorm.

Die Stadt weist einige topografisch anspruchsvolle Stellen auf. Ein BVB-Flexity begegnet am Steinenberg einem BLT-Tango, im Hintergrund das imposante Gymnasium Leonhard.
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Kurzer Blick zum Wasserspiel des Tinguely-Brunnen mit der Offenen Kirche Elisabethen
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478 mit Anhängsel am Allschwilerplatz
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Die Altstadt ist sehr sehenswert. Ein Großzug Cornichon am Barfüßerplatz.
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Dazu trägt nicht zuletzt die äh das Tram ihren Teil bei. Auf dieser Strecke durch die Fußgängerzone verkehren in der HVZ 7 Linien im Takt 7,5 - das sind 56 Abfahrten pro Stunde und Richtung! Abgefertigt werden diese an 80 m langen Doppelhaltestellen. So viel zum Thema, (viele) Trambahnen durch die Fußgängerzone oder durch den Englischen Garten sind ein unüberwindbares, gemeingefährliches Hindernis.
Es folgen Flexity und Tango
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Bearbeitet von Entenfang am 26 Oct 2020, 14:13

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Entenfang
  Geschrieben am: 26 Oct 2020, 14:10


Lebende Forenlegende


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Folgt man der dicht befahrenen Strecke ein Stück, landet man auf dem belebten Marktplatz. Das größte Problem beim Fuzzen ist hier das Zufahren durch den Gegenzug... 311 als Vertreter der Combinos, die bereits ihren neuen Lack bekommen haben.
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5027 in Gegenrichtung
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321 rollt über den Fischmarkt
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Für die farbliche Abwechslung:
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Und nochmal der hübsche Brunnen im Detail.
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Auch Busse spielen eine wichtige Rolle im Stadtverkehr. Bis 2008 gab es auch einen Obus, der unter etwas fragwürdigen Umständen durch Gasbusse ersetzt wurde.
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Nun haben sich die BVB das ehrgeizige Ziel gesetzt, ihre gesamte Busflotte bis 2027 durch Elektrobusse zu ersetzen. Detaillierte Infos hier: https://www.bvb.ch/wp-content/bvb/dokumente...ssystem2027.pdf
Leider findet sich keine Information dazu, ob man auch eine Wiedereinführung des Obusses geprüft hat. Interessant ist übrigens, dass trotz 5 Schnellladestationen an Endhaltestellen 6 Fahrzeuge mehr als heute benötigt werden.

Einen sehr schönen Blick nicht nur auf das Tram bietet die Mittlere Brücke
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478/1493/494 vor dem Badischen Bf
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Es folgt 5022 - man beachte die ordentlich aufgereihten Fahrräder. Das in Deutschland übliche Fahrradleichenchaos scheint es in der Schweiz irgendwie nicht zu geben.
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Bearbeitet von Entenfang am 26 Oct 2020, 14:13
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 26 Oct 2020, 14:11


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Werfen wir nun einen Blick in den Innenraum der Flexitys.
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Der Platz wird mit Ausnahme des Hecks sehr gut genutzt. Die Holzsitze sind zwar nicht so rutschig und unbequem wie im Tw 3000 in Hannover, besonders angenehm finde ich sie aber nicht. Leider gibt es teilweise beklebte Scheiben.
Die Türen öffnen schon vor dem Halt des Zuges, sodass der Fahrgastwechsel zügig ablaufen kann. Nach der Abfahrt klackt es bei 3 km/h laut vernehmlich, vermutlich wird dann eine Türblockade aktiv.

Ich fahre aufgrund des gesichteten Cornichon-Einsatzes und weil ich deutsches Netz brauche, die Linie 6 ab. Unter dem markanten, runden Gebäude am Messeplatz fährt mir 302 vor die Linse
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Stillleben mit Lautsprecher
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Die Fahrgastinformation ist vorbildlich - während der Fahrt wird eine Durchsage eingespielt, dass auf irgendeiner Buslinie aktuell Verzögerungen durch Stau auftreten und später wird auf eine Umleitung wegen eines Polizeieinsatzes hingewiesen. Vermutlich hat die Leitstelle die Möglichkeit, Durchsagen direkt in allen Fahrzeugen abzuspielen. Um die Fahrer nicht zusätzlich zu belasten und Fahrgäste möglichst zeitnah zu informieren, erscheint mir das eine sehr gute Möglichkeit.

Was mich in der Schweiz bereits bei meinem Besuch vor gut 2 Jahren sehr beeindruckt hat, ist die äußerst geringe Zahl an LSA in den Städten. Während in Deutschland alle 200 m eine steht, ist das Prinzip in der Schweiz einfacher: Fußgängerüberwege sichern die Querung und das Tram hat einfach überall Vorfahrt.
5025 erreicht Riehen, Weilstraße.
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Sehr gut finde ich hier auch die rechts sichtbare Verkehrsinsel zwischen Radfahrstreifen und den Gleisen. Die Radfahrer, welche die äh das Tram nicht beeinträchtigen, können einfach geradeaus weiterfahren. Um zu vermeiden, dass sich Autofahrer irgendwie schräg reindrängen, ist baulich klar geregelt, dass das Tram Vortritt hat.

Der Großzug aus 483, unbekanntem Bw und 484 erreicht in stadtauswärtiger Richtung die Weilstraße.
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Das minimalistische Design der Wartehäuschen fügt sich zwar hervorragend ins Stadtbild ein, meiner Meinung nach bieten sie aber viel zu wenig Wetter- und vor allem Sonnenschutz.

5021 nähert sich der Endstation Riehen, Grenze.
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Es ist auffällig, wie langsam alle Autos hier fahren. Während in deutschen 30er-Abschnitten die überwiegende Mehrheit deutlich zu schnell unterwegs ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass während meines rund 10-minütigen Aufenthalts hier kein einziges Fahrzeug mehr als ein paar km/h zu schnell unterwegs war.

Das Tram hat immer Vortritt, so auch hier bei der Ausfahrt aus der Wendeschleife Riehen, Grenze.
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Im Hintergrund ist bereits das Ortschild von Lörrach erkennbar. Bis 1967 fuhr die Tram hier grenzüberschreitend weiter.

Welchen Stellenwert Volksabstimmungen in der Schweiz haben, stelle ich mal wieder an der großen Anzahl entsprechender Plakate fest.
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Bearbeitet von Entenfang am 26 Oct 2020, 14:14
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 26 Oct 2020, 14:12


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Der Vaterschaftsurlaub von 2 Wochen wurde übrigens etwa 60:40 angenommen, für die Beschaffung neuer Kampfjets stimmten sage und schreibe 50,1% der Teilnehmer an der Wahl, die Begrenzungsinitiative, die eine Überfremdung durch EU-Bürger sieht, mit 61% am deutlichsten abgelehnt, obwohl die Plakate für eine Begrenzung die gegen eine Begrenzung deutlich überwogen haben.
Bei 50,1%-Ergebnissen sehe ich aber durchaus ein Legitimationsproblem - da möchte ich nicht in der Haut der Politiker stehen, die auf dieser Basis eine Entscheidung treffen müssen.

Auf dem Rückweg nehme ich eine andere Strecke von der Messe. Kurzer Fotostop am Wettsteinplatz
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Hier wird der fehlende Sonnenschutz der gläsernen Warthäuschen besonders unangenehm deutlich.

Blick auf die Wettsteinbrücke - man beachte die Verkehrsraumaufteilung, die annähernd jedem Verkehrsmittel den gleichen Flächenanteil zur Verfügung stellt
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Und das obligatorische Coronamaßnahmenbild
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Und zufällig stolpere ich auch noch über gleich 2 Beispiele, wie man effektiv SEV vermeidet:
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Über diesen eingleisigen Abschnitt im St.-Alban-Graben müssen während der HVZ 40 Bahnen/h verkehren. Gell, liebe MVG, sowas wäre doch was für die 2. Baustelle mit monatelangem SEV innerhalb von 2 Jahren in der Ismaninger Straße gewesen?

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Und hier an der Heuwaage waren die Zweiwegebagger zwischen den Bahnen damit beschäftigt, den Beton zwischen den Gleisen rauszuhämmern. Und das bei immerhin noch 24 Fahrten/h und Richtung. Während der HVZ mit zusätzlichen 16 Fahrten/h und Richtung wurden die Arbeiten dann aber eingestellt.

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Eine Weiche zu meinem Rücken wurde übrigens durch einen Weichenwärter per Hand gestellt - vermutlich war aufgrund der Baustelle der automatische Weichenbetrieb eingestellt.

Ein Zufallstreffer am Dorenbach ist Wagen 259, der in das Lackschema der Birsigthalbahn vor der Zusammenführung der Überlandlinien unter dem Dach der BLT zurückversetzt wurde
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Die auf der HVZ-Linie 17 eingesetzten Be 4/8 in ihrer BLT-gelben Lackierung:
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Sechs dieser Fahrzeuge wurden nach Gotha abgegeben.
https://www.youtube.com/watch?v=dCGUeD7kCbM

Ein Vollwerbe-Tango unterquert die Bahnstrecke nach St. Louis
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Bearbeitet von Entenfang am 26 Oct 2020, 14:15

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Entenfang
  Geschrieben am: 26 Oct 2020, 14:12


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Der Margarethenpark ist ein Idyll mitten in der Stadt...
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...und bietet überdies Tramblick. Was will man mehr zum Ausruhen?
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Die Bahnen sind einfach viel zu lange für die Baumlücke...
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Man kann die Uhr nach den Bahnen stellen - alle 7,5 Minuten kommt eine vorbei.

Dann muss ich leider schon zum Bahnhof. Praktischerweise kann ich schon in Basel SBB einsteigen, obwohl mein Sommerticket erst ab dem Badischen Bf gilt. Wofür künstliche Tarifhürden aufbauen, wenn man auch einfach mit einem Verbundfahrschein ICE fahren kann?
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"Next stop: Basel Germany", verkündet der Zub nach der Begrüßung.

Na dann - auf ein baldiges Wiedersehen.

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