Powered by Invision Board
 Willkommen Gast ( Einloggen | Registrieren )

Portal | Board | TV | Kalender | Suche | Mitglieder | Regeln | Impressum | Datenschutzerklärung | Hilfe

Seiten: (23) 1 [2] 3 4 ... Letzte » ( Zum ersten neuen Beitrag ) Antworten | Neues Thema | Neue Umfrage |
20 Jahre Bahnreform in Deutschland, ...und ihre Folgen [Zur Themenübersicht]
« Älteres Thema | Neueres Thema » Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
146225
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 06:09


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 1 Apr 07
Beiträge: 14999

Alter: 41
Wohnort: TH/EDBU


QUOTE (Entenfang @ 13 Jan 2014, 22:04)
[...] und es gibt kaum Möglichkeiten für die Privaten, an gebrauchte Züge zu kommen.

Heute oder damals? Für "damals" war das gar nicht so relevant, weil die "Privat"-bahnen (oft wie heute noch in Landes- oder Kommunalbesitz) in den 1980ern ja nicht so flächendeckend unterwegs waren als das heute der Fall ist, das waren ja eher gestandene Regionalnetze. Solche Entwicklungen wie Traktionsdienstleister oder Baulogistiker sind Kinder der Bahnreform, die Staatsbahnen fuhren auch ihre Bauzüge selbst.

Davon abgesehen waren die Privatbahnen seinerzeit nichtmal unbedingt so sehr auf gebrauchtes Staatsbahnmaterial angewiesen, Dinge wie der MAN-Schienenbus, der NE 81, die MaK-G1202 u.ä. Baureihen zeigen, dass sich zumindest die größeren auch so sehr gut zu helfen wussten. Und die eine oder andere gebrauchte Köf oder 211 hat da schon mal den Besitzer gewechselt, genauso wie heute z.B. die Press 204, 140 oder 110 erwerben konnte. Die Kooperation war auch noch anders von Eisenbahn zu Eisenbahn, also die DB schon mal mit einer Leihlok ausgeholfen, oder aber die Privatbahn der DB - die SWEG fuhr in den 1980ern mit ihren neuen NE81 aus Waibstadt auch N-Züge zwischen Heilbronn und Heidelberg als Subunternehmer der DB, dito die AVG mit neuen Zweisystemern Pforzheim-Karlsruhe 1990/1991.

Für heutige Zeiten wird der Gebrauchtlokmarkt nach meiner Einschätzung ohnehin überbewertet. Okay, ein kleiner Baulogistiker freut sich über die gebrauchte 363 oder 294, und EVU mit "Freakhintergrund" über Einheits-E-Loks wie 110 und 140. Doch wer Langstrecken mit schweren Zügen fährt (ITL, TX Logistik, ARS, X-Rail, WLC etc.pp), der bedient sich beim Lokpool des Vertrauens mit technisch aktueller Neuware. Im NV werden gebrauchte Züge ja im Zweifel bei der nächsten Ausschreibung ohnehin nicht zugelassen.

--------------------
Tågskryt!
    
     Link zum BeitragTop
GSIISp64b
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 08:05


Lebende Forenlegende


Status: Validating
Mitglied seit: 14 Feb 11
Beiträge: 4419




Lokomotion fährt Langstrecken und schwere Züge mit 139, scheint also doch einigermaßen zu klappen.

--------------------
Dauerhaft abwesend, und ich komme nicht mehr wieder.
    
    Link zum BeitragTop
218 466-1
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 08:08


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 2 Aug 10
Beiträge: 6524

Alter: 40
Wohnort: Red Bank NJ, ex-Ingolstadt


QUOTE (JeDi @ 13 Jan 2014, 21:40)
Wo verkehren denn auf der Schwarzwaldbahn noch Regionalzüge? Wo verkehrten die - vor dem Start der BOB - auf der Südbahn südlich Biberach?

Wenn man "Regionalverkehr" nur mit den bummel-RB definiert (ich zähle IRE und RE auch zum Regionalverkehr) dann muss ich sagen, dass es davon m.M. fast schon zu viele gibt. Gerade die Südbahn ist zw. Ulm und Biberach-Süd inzwischen voll damit. Schnelle züge außerhalb des Takt bringt man dort kaum noch durch, ohne dass sie auf so eine RB auflaufen.
Die BOB wurde übrigens auch schon 1993 eingeführt und die steht schnellen Zügen bei Verspätungen oder außer Takt auch oft im Weg herum.
Ich muss zugeben, dass solche Züge zuweilen sehr gut angenommen werden und daher ihre Fahrtberechtigung haben, aber Fernzüge sollten bei Mischbetrieb grundsätzlich Vorrang haben und RB konsequent überholen, statt in Blockabstand hiunterher bummen zu müssen.
QUOTE (Jogi @ 13 Jan 2014, 21:56)
Ganz abgesehen von den "harten Fakten" wie dem Spannungsverhältnis zwischen unterem Fern- und Nahverkehr (das, wie JeDi andeutet nur einer der beiden überleben konnte), der für ein Fortbestehen des IR-Netzes notwendigen Bestellung neuer Fahrzeuge (...)

IR und RB sind doch zwei völlig unterschiedliche Systeme. Viele Aufgaben der IR haben die IC übernommen. IC Halte z.B. in Plochingen und Günzburg würde es nicht geben, wenn IR noch fahren würden.
Die Fahrzeuge, das ist so eine Sache. Ich gehe davon aus, dass die IC-Wagen (Bpmz, Apmz, Bpmbdzf usw.) heute einen Großteil der IR fahren würden. Die IC selbst wären m.E. schon modernisiert mit MET-Ableger oder normalen neuen RIC-Wagen. Solche würde es auch für IR bereits oder in bälde geben, da die Bundesbahn richtigerweise Lokbespannte Züge bevorzugt hat.
ICx und IC(E)-T wären wohl nie ein Thema geworden. Erstere ggf. nur als ICE 1+2 Ersatz.
Den 612 hätte es wohl auch nicht gegeben, dafür deutlich mehr 611.
QUOTE (Jogi @ 13 Jan 2014, 21:56)
Nahverkehr, nicht Regionalverkehr. Und gerade die Allgäubahn ist doch ein Paradebeispiel dafür, wo die Reise hinging mit dem eilzugmäßigen Fahren: Selbst auf den gut 40 Kilometern zwischen Röthenbach und Lindau wurden lt. wiki alle Zugangsstationen außer Hergatz dichtgemacht, Heimenkirchen wurde erst 2010 eröffnet.

Im Allgäu sind bisher ganze zwei Stationen seit 1994 dazu gekommen. Heimenkirch und Rammingen (Bay.)
Wenn man mehr RB mit mehr Halten fahren will, muss man die Infrastruktur ausbauen, damit schnelle Züge nicht behindert werden. Sonst haben wir bald überall die selbe Situation, wie zw. Pasing und Geltendorf. Mischverkehr muss vermieden werden, bzw. man braucht kurze Blockabschnitte und mindestens alle 10 Km eine Überholmöglichkeit, oder noch besser: Viergleisige Ausbauten.

--------------------
Keine Alternative zum Transrapid MUC
user posted image
    
     Link zum BeitragTop
JeDi
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 12:18


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 22 Apr 06
Beiträge: 18798

Alter: 28
Wohnort: Schlafwagen


QUOTE (218 466-1 @ 14 Jan 2014, 08:08)
Wenn man "Regionalverkehr" nur mit den bummel-RB definiert (ich zähle IRE und RE auch zum Regionalverkehr) dann muss ich sagen, dass es davon m.M. fast schon zu viele gibt. Gerade die Südbahn ist zw. Ulm und Biberach-Süd inzwischen voll damit. Schnelle züge außerhalb des Takt bringt man dort kaum noch durch, ohne dass sie auf so eine RB auflaufen.

Fahren wir also lieber - eben wie zu Bundesbahnzeiten - an den Menschen vorbei, anstelle sie mitzunehmen? Ansonsten - ja, Regionalzüge sind die, die überall stehen bleiben.

Auf der Süd gab es - bis ich meine 2001 - zweistündlich abwechselnd RE und RB. Unterschied war meine ich der Halt in Bad Schussenried. Die beiden hat man dann zum stündlichen IRE (mit Halt in Schussenried und dreimal täglicher Durchbindung bis Stuttgart Hauptbahnhof) zusammengelegt. Die IR kamen im Wesentlichen aus Saarbrücken - also keine Destination, wo man als Oberschwabe jetzt unbedingt hin muss.

Seitens der BOB wurden auf der Strecke Aulendorf-Friedrichshafen die Verkehrsstationen Kehlen, Oberzell, Weißenau, Weingarten-Berg, Niederbiegen und Monchenwangen wiedereröffnet bzw. neugebaut, später dann zusammen mit der DB der Hp Friedrichshafen-Flughafen. Ähnlichkeiten mit dem IRE-Fahrplan sind vermutlich reiner Zufall, genau so wie die Aufgabe dieser Stationen seitens der Bundesbahn im Jahr 1988.

Im "Norden" wurden - wenn ichs grad richtig zusammenbring - Biberach Süd, Warthausen, Schemmerberg und Ulm-Donautal reaktiviert.

QUOTE
Die BOB wurde übrigens auch  schon 1993 eingeführt

...gegen den anfänglichen Widerstand der Bundesbahn! Daher stand ja die Einführung 93 lange auf der Kippe - da erst ab 1.1.94 der freie Netzzugang kam.
QUOTE
und die steht schnellen Zügen bei Verspätungen oder außer Takt auch oft im Weg herum.

Die BOB ist aber vertaktet - warum sollte man die für irgendwelche Außertaktzüge verbiegen?
QUOTE
Ich muss zugeben, dass solche Züge zuweilen sehr gut angenommen werden und daher ihre Fahrtberechtigung haben, aber Fernzüge sollten bei Mischbetrieb grundsätzlich Vorrang haben und RB konsequent überholen, statt in Blockabstand hiunterher bummen zu müssen.

Nein, pünktliche Züge sollten Vorrang haben - alles andere muss sich dann halt irgendwie durchmogeln. Klingt hart - aber leider nicht anders zu machen. Insbesondere bei in Knoten eingebundenen Regionalzügen. Ob der Fernzug jetzt +43 oder +48 hat ist auch schon egal - +5 statt +0 bei der RB sorgen in der Regel für Fahrzeitverlängerungen von 1 Stunde bei allen Umsteigern.
QUOTE
IR und RB sind doch zwei völlig unterschiedliche Systeme.

Sag das der Bundesbahn!
QUOTE
Viele Aufgaben der IR haben die IC übernommen.

"Den" IR in dem Sinne gab es halt einfach nicht. Es gab den IR, der den B-Fernverkehr (unterhalb des damaligen IC abgewickelt hat) - und den IR für die Fläche in einer Funktion, die man heute wohl als RE beschreiben würde. Zugunsten von letzteren sollten dann alle Züge, die öfter halten gekübelt werden (nachdem das "ersatzlose" Eilzugmäßige Fahren immer mehr auf Widerstand traf, hat man nun eben mit Fernverkehr gehlockt).
QUOTE
IC Halte z.B. in Plochingen und Günzburg würde es nicht geben, wenn IR noch fahren würden.

Nein. Der IC hat hier die ehemaligen Aufgaben des IR als B-Fernverkehr übernommen - nachdem der IC nicht mehr das Premiumprodukt ist, sondern den ICE obendrauf bekommen hat. Und jetzt komm mir nicht mit der Linie 50...

Bearbeitet von JeDi am 14 Jan 2014, 12:23

--------------------
Fight the Cistem! Fight "AfD"! Fight Nazis!
    
      Link zum BeitragTop
Xenon
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:08


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 29 Sep 09
Beiträge: 787




QUOTE (Jogi @ 13 Jan 2014, 21:56)
Und gerade die Allgäubahn ist doch ein Paradebeispiel dafür, wo die Reise hinging mit dem eilzugmäßigen Fahren: Selbst auf den gut 40 Kilometern zwischen Röthenbach und Lindau wurden lt. wiki alle Zugangsstationen außer Hergatz dichtgemacht, Heimenkirchen wurde erst 2010 eröffnet.

Die ganzen stillgelegten Stationen auf Allgäubahn dürften wohl der dortigen Siedlungstrukur geschuldet sein, die in unzählige Kleinstdörfer, Weiler und Einzelhöfe zersiedelt ist. Und diesen geben nunmal kaum Nachfrage her. Der unwiegende Teil des Fahrgastpotenzials liegt in den Städten wie Kempten oder Kaufbeuern. Da ist es doch konsequent, wenn man das Zugangebot auch auf diese Bedürfnisse anpasst und kurze Fahrzeiten zwischen den Städten anbietet. Die Erfolg des Allgäu-Schwaben-Taktes spricht ja für sich.
    
     Link zum BeitragTop
218 466-1
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:18


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 2 Aug 10
Beiträge: 6524

Alter: 40
Wohnort: Red Bank NJ, ex-Ingolstadt


QUOTE (JeDi @ 14 Jan 2014, 12:18)
Fahren wir also lieber - eben wie zu Bundesbahnzeiten - an den Menschen vorbei, anstelle sie mitzunehmen? Ansonsten - ja, Regionalzüge sind die, die überall stehen bleiben.

Man kann schon beides fahren, solange die RB, die es ohnehin nicht eilig haben, den ICE, IC, IRE und RE Platz machen und überholt werden.
ggf. muss man die Fahrzeiten der RB generell lockern, damit die Knoten nicht zu knappe Umsteigezeiten haben.
Außerdem ist das auch ein Problem der Bahnreform, mit dem Zwang, Umläufe und Fahrzeuge zu sparen. Dadurch die knapp kalkulierten Knoten und die Kurzwenden.
QUOTE
Auf der Süd gab es - bis ich meine 2001 - zweistündlich abwechselnd RE und RB. Unterschied war meine ich der Halt in Bad Schussenried. Die beiden hat man dann zum stündlichen IRE (mit Halt in Schussenried und dreimal täglicher Durchbindung bis Stuttgart Hauptbahnhof) zusammengelegt. Die IR kamen im Wesentlichen aus Saarbrücken - also keine Destination, wo man als Oberschwabe jetzt unbedingt hin muss.

Stündlich abwechselnd IR + RE und nur RE. Unterschiede der Halte waren Erbach*, Laupheim West, Schemmerberg* Bad Schussenried und zunächst auch Meckenbeuren. *Nur die RE in der IR-Stunde.
1997 wurden die RE durch BOB und HzL(RB) mit mehr Halten ersetzt. 1999 fuhren die IR Karlsruhe-Salzburg nach Lindau, die Saarbrücker IR endeten bis auf ein Zugpaar in Geislingen.
2001 nur noch ein IR-Zugpaar (rest endete in Ulm) + sonst stündlich IRE, davon drei bis Stuttgart.
Ab 2003 IRE bis Stuttgart im 2h Takt + ein IC Zugpaar.

QUOTE
Seitens der BOB wurden auf der Strecke Aulendorf-Friedrichshafen die Verkehrsstationen Kehlen, Oberzell, Weißenau, Weingarten-Berg, Niederbiegen und Monchenwangen wiedereröffnet bzw. neugebaut, später dann zusammen mit der DB der Hp Friedrichshafen-Flughafen. Ähnlichkeiten mit dem IRE-Fahrplan sind vermutlich reiner Zufall, genau so wie die Aufgabe dieser Stationen seitens der Bundesbahn im Jahr 1988.

Im "Norden" wurden - wenn ichs grad richtig zusammenbring - Biberach Süd, Warthausen, Schemmerberg und Ulm-Donautal reaktiviert.

Soweit richtig. Biberach Süd, Weingarten/Berg und Flughafen sind neu. Löwental wurde stets (und bis heute) an W(Sa) mit einem E/RE/IRE Zugpaar bedient.
QUOTE
Die BOB ist aber vertaktet - warum sollte man die für irgendwelche Außertaktzüge verbiegen?

Nein, pünktliche Züge sollten Vorrang haben - alles andere muss sich dann halt irgendwie durchmogeln. Klingt hart - aber leider nicht anders zu machen. Insbesondere bei in Knoten eingebundenen Regionalzügen. Ob der Fernzug jetzt +43 oder +48 hat ist auch schon egal - +5 statt +0 bei der RB sorgen in der Regel für Fahrzeitverlängerungen von 1 Stunde bei allen Umsteigern.

Weil Fahrpläne flexiebel sein sollten.
Im Konkreten Fall sind mir BOB 87570 und RB 22576 ein Dorn im Auge. IC 1218 läuft bei pünktlicher Fahrt zw. Niederbiegen und Mochenwangen bzw. ab Erbach planmäßig auf. Daher sollten die BOB/RB entweder einige Minuten früher fahren, oder in Ravensburg, bzw. in Erbach für die Überholung raus genommen weden, damit der IC freie Fahrt hat.
Weder die BOB in TAU, noch die RB in TU würden bei 5 Min. späterer Ankunft Anschlüsse verlieren.
Desweiteren müsste auch RB 19332 in TGO zur Überholung weg.
Nun gut - dieser IC fährt nur an Sa 4. Jan - 29. Mär. aber dennoch sollte der langsamere Taktverkehr Vorrang gewähren und ensprechend angepasste Fahrpläne erhalten, der IC dafür deutlich schnellere Fahrzeiten bekommen. Wenn der Zug ganzjährig fahren würde erst recht.
Bei den +50 wegen Weichenstörung in TF hat er übrigens Vorrang bekommen. Nur die Fdl in Ulm meinten leider mit der Einfahrt warten zu können, weshalb er dann auf der Südbahn doch nur zwei statt acht Minuten aufgeholt hat. dry.gif
QUOTE
"Den" IR in dem Sinne gab es halt einfach nicht. Es gab den IR, der den B-Fernverkehr (unterhalb des damaligen IC abgewickelt hat) - und den IR für die Fläche in einer Funktion, die man heute wohl als RE beschreiben würde. Zugunsten von letzteren sollten dann alle Züge, die öfter halten gekübelt werden (nachdem das "ersatzlose" Eilzugmäßige Fahren immer mehr auf Widerstand traf, hat man nun eben mit Fernverkehr gehlockt).

Die IR in der Fläche hätten schneller sein hönnen. Dass die mit der Zeit auch mehr RE Halte übernommen haben war nicht gut.
QUOTE
Nein. Der IC hat hier die ehemaligen Aufgaben des IR als B-Fernverkehr übernommen - nachdem der IC nicht mehr das Premiumprodukt ist, sondern den ICE obendrauf bekommen hat.

Das mit ICE +IC+IR hat m.M. schon gut funktioniert 1991-1999 und würde unter der Bundesbahn auch heuer noch funktionieren.
Heute ist zu viel ICE. Bei der Bundesbahn war ICE noch das sehr schnelle HGV-Premium-Produkt und dabei wäre es auch bis heute geblieben.
Die Bahn-AG hat ja das ganze Fernverkehrsnetz verICEt um höhere Fahrpreise kassieren zu können. Viele der ICE sind auf Strecken über 500 Km keine Minute schneller, als die IC, die sie abgelöst haben.
Bei der Bundesbahn gäbe es nur wenig ICE Linien, alle nur auf den Magistralen und im HGV.
Der Rest wäre weiterhin IC und diese hätten keine IR Halte übernehmen müssen.
QUOTE
Und jetzt komm mir nicht mit der Linie 50...

Hä? unsure.gif blink.gif ohmy.gif huh.gif

Bearbeitet von 218 466-1 am 14 Jan 2014, 14:20

--------------------
Keine Alternative zum Transrapid MUC
user posted image
    
     Link zum BeitragTop
JeDi
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:28


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 22 Apr 06
Beiträge: 18798

Alter: 28
Wohnort: Schlafwagen


QUOTE (218 466-1 @ 14 Jan 2014, 14:18)
Im Konkreten Fall sind mir BOB 87570 und RB 22576 ein Dorn im Auge. IC 1218 läuft bei pünktlicher Fahrt zw. Niederbiegen und Mochenwangen bzw. ab Erbach planmäßig auf. Daher sollten die BOB/RB entweder einige Minuten früher fahren, oder in Ravensburg, bzw. in Erbach für die Überholung raus genommen weden, damit der IC freie Fahrt hat.

Und wozu? Soll an den wenigen Tagen im Jahr, an denen der Ski-Express Arlberg verkehrt, ein anderer Fahrplan für die Regios gelten? Was bringt dir eine frühere Lage? Dann hast du nämlich wieder Konflikte mit 19224. Nein, die aktuelle Lage des Ski-Express Arlberg ist so schon gut - und der Zielgruppe Schiurlauber ist es auch relativ wurscht, obs mal 5 Minuten länger dauert. Der tägliche Fahrgast im Regionalverkehr braucht dagegen verlässliche Fahrpläne.
QUOTE (218 466-1 @ 14 Jan 2014, 14:18)
Die IR in der Fläche hätten schneller sein hönnen. Dass die mit der Zeit auch mehr RE Halte übernommen haben war nicht gut.

Genau das war halt das Konzept Interregio.
QUOTE (218 466-1 @ 14 Jan 2014, 14:18)
Hä? unsure.gif  blink.gif  ohmy.gif  huh.gif

Da ist der IC schneller als der ICE... Die Gründe hatten wir aber ja schon öfters ausdiskutiert.

Bearbeitet von JeDi am 14 Jan 2014, 14:29

--------------------
Fight the Cistem! Fight "AfD"! Fight Nazis!
    
      Link zum BeitragTop
bayerhascherl
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:32


König


Status: Validating
Mitglied seit: 29 Oct 09
Beiträge: 822




QUOTE (JeDi @ 14 Jan 2014, 12:18)
Fahren wir also lieber - eben wie zu Bundesbahnzeiten - an den Menschen vorbei, anstelle sie mitzunehmen?

Auch hier wird eine Verknüpfung hergestellt, die es nicht gibt. Die Regionalisierung wäre 1:1 auch mit der Bundesbahn möglich gewesen, also die Planung des Regionalverkehrs in Länderhoheit zu übergeben. Dann wäre eben die Bundesbahn direkter Auftragnehmer gewesen und die allgemeine Ausschreibung wäre entfallen. Darüber hinaus wäre es absolut unschädlich gewesen, zB Länderbahnen neu zu gründen. Im Prinzip haben wir die aktuell doch ohnehin, die Länder planen und bezahlen die Regionalverkehre - nur den Betrieb übernehmen die Konzessionsnehmer, inklusive der Rendite (was ich denen nicht vorwerfe, das ist legitim, wenn das System so organisiert ist). Man hätte genauso gut auch gleich den Betrieb landeseigen organisieren können, zumal es auch Bundesländer gibt, die sogar den Fuhrpark besitzen und nur an Konzessionsnehmer zum Betrieb vergeben. Summasummarum, auch du machst leider den Fehler, die Bundesbahn von Anno Dazumal mit den Realitäten im Jahre 2014 zu vergleichen und dabei die positiven Veränderungen - die es natürlich gibt, weil es die immer gibt, nichts ist immer nur negativ - sozusagen kausal der Bahnreform zuzuschreiben. Ich sage diese sind kein Resultat der Bahnreform sondern paradoxerweise ein Resultat von einem letzten Rest staatlich-hoheitlicher Organisation der Eisenbahn in Deutschland, nämlich der Bestellung der Regionalverkehre durch die Länder. Dies gerade der Bahnreform zuzuschreiben ist also schon formal nicht plausibel, meine ich. Ich weiss auch nicht, woher diese Beharrungskräfte rühren, dass man versucht sich irgendwie mit dem Status quo zu arrangieren, anstatt ein negatives Fazit zu ziehen und eine grundsätzliche Umorientierung zu fordern. Auch die Bahnreform ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern war das Resultat langjähriger politischer Willensbildung. Das geht auch nochmal!
    
     Link zum BeitragTop
JeDi
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:35


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 22 Apr 06
Beiträge: 18798

Alter: 28
Wohnort: Schlafwagen


Du verlangst also das System wie heute. Nur mit Direktvergaben an die DB (in welcher Struktur auch immer). Also kann die Bahnreform doch gar nicht der große Fehler gewesen sein, denn das wäre heute ohne weiteres möglich? Ich meine - das "Weltbewegende" an der Bahnreform war ja, dass man für Regionalverkehr (öffentliches) Geld in die Hand nehmen muss. Das hat man vorher nicht getan, weshalb die Bundesbahn versucht hat, sich dem Thema zu entledigen...

--------------------
Fight the Cistem! Fight "AfD"! Fight Nazis!
    
      Link zum BeitragTop
Xenon
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:37


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 29 Sep 09
Beiträge: 787




QUOTE (218 466-1 @ 14 Jan 2014, 14:18)
Man kann schon beides fahren, solange die RB, die es ohnehin nicht eilig haben, den ICE, IC, IRE und RE Platz machen und überholt werden.
ggf. muss man die Fahrzeiten der RB generell lockern, damit die Knoten nicht zu knappe Umsteigezeiten haben.
Außerdem ist das auch ein Problem der Bahnreform, mit dem Zwang, Umläufe und Fahrzeuge zu sparen. Dadurch die knapp kalkulierten Knoten und die Kurzwenden.

Das hat die Bundesbahn auch gemacht. Mit den Folgen, dass die Nahverkehrszüge weitgehend fahrgastfrei durch das Land fuhren, weil die Pendler eben nicht die Zeit haben, mal 10 Minuten zu warten, bis der schnellere Zug den langsameren Zug überholt hat. Wenn man Menschen dazu bringen möchte, den Regionalverkehr zu nutzen, dann ist eine konsequente Vertaktung mit attraktiven Reisezeiten ohne lange Überholungsaufenthalte unumgänglich.

Und wenn schon Überholungen nicht vermeidbar sind, dann sollten sie in den Knotenbahnhöfen erfolgen, um den Fahrgästen die Möglichkeit zu bieten, vom langsameren Zug auf den schnelleren Zug umzusteigen (sofern sie nicht sowieso dort aussteigen).
    
     Link zum BeitragTop
bayerhascherl
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:43


König


Status: Validating
Mitglied seit: 29 Oct 09
Beiträge: 822




Ich würde bevorzugen, dass Länderbahnen gegründet werden. Selbst in Kleinstaaten wäre das wirtschaftlich möglich, wie lokale (kommunale) Verkehrsbetriebe belegen. Und dabei kann, wie die Manigfaltigkeit kommunaler Verkehrslösungen belegt, auf regionale Besonderheiten ideal eingegangen werden. Schon die zentralisierte Corporate Identity, die sukzessive durchgesetzt wird, belegt für mich anschaulich, dass das zentralisiert nicht möglich wäre. Und es ist doch paradox, wir haben zur Daseinsvorsorge alles ansonsten subsidiär organisiert. Auch die Straßen, siehe Gemeinde-, Landes- und Bundesstraßen. Nur bei der Eisenbahn haben wir, aus historischen Gründen, die Zentralisierung als Ideal vor Augen. Ich habe dabei zB auch Lösungen wie das Karlsruher Modell vor Augen, die es unter Zentralisierung sehr schwer haben. Dieses Modell zeigt aber anschaulich, dass die sog. "Kleintstaaterei" gerade im Regionalverkehr eine ideale Lösung wäre, ebenso wie der Erfolg zB der Angebotssteigerung in Bayern durch die Bestellungen durch das Land dies belegt. Ja, das ist ein riesigengroßer Fortschritt zu früheren Zeiten gewesen. Aber dazu musste man keine kapitalmarktausgerichtete Organisationsreform implementieren. Solche Bausteine losgelöst voneinander zu diskutieren, das ist mein Ziel. Ich fordere mitnichten das Rad der Zeit flächendeckend zurück zu drehen, gar Behördenmief zurück zu holen - auch die Behörden haben sich doch verändert. Zumindest hier bei mir lokal beispielsweise sind Behörden längst in modernen Räumlichkeiten untergebracht, bieten bürgerfreundliche Öffnungszeiten, sind freundlich und bemüht, gehen auch technisch mit der Zeit (zunehmend mehr Dienstleistungen Online zu erledigen, usw), das Bild von Behörden und Staat hat sich doch insgesamt positiv gewandelt. Oder denke an die lokalen Stadtwerke, das sind hochmoderne Dienstleister geworden, "trotzdem" organisieren diese den lokalen Stadtverkehr orientiert am Allgemeinwohl. Das ist doch nicht unvereinbar, man muss sich doch nicht binär zwischen kafkaesker Bürokratie und Herrn Kaiser entscheiden. Leider hat man nie versucht, die Bundesbahn evolutionär zu reformieren. In der Schweiz hat man das zB erfolgreich gemacht.
    
     Link zum BeitragTop
bayerhascherl
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:45


König


Status: Validating
Mitglied seit: 29 Oct 09
Beiträge: 822




QUOTE (Xenon @ 14 Jan 2014, 14:37)

Das hat die Bundesbahn auch gemacht. Mit den Folgen, dass die Nahverkehrszüge weitgehend fahrgastfrei durch das Land fuhren, weil die Pendler eben nicht die Zeit haben, mal 10 Minuten zu warten, bis der schnellere Zug den langsameren Zug überholt hat. Wenn man Menschen dazu bringen möchte, den Regionalverkehr zu nutzen, dann ist eine konsequente Vertaktung mit attraktiven Reisezeiten ohne lange Überholungsaufenthalte unumgänglich.

Und wenn schon Überholungen nicht vermeidbar sind, dann sollten sie in den Knotenbahnhöfen erfolgen, um den Fahrgästen die Möglichkeit zu bieten, vom langsameren Zug auf den schnelleren Zug umzusteigen (sofern sie nicht sowieso dort aussteigen).

Ja. Es geht hier aber nicht um historische Kritik an der Bundesbahn, sondern eine Rückschau auf die Resultate der Bahnreform - also gerade nicht um die Bundesbahn! Taktverkehr ist mit einer reinen Staatsbahn ohne Kapitalmarktorientierung genauso möglich (erneut siehe Schweiz).
    
     Link zum BeitragTop
JeDi
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:46


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 22 Apr 06
Beiträge: 18798

Alter: 28
Wohnort: Schlafwagen


QUOTE (bayerhascherl @ 14 Jan 2014, 14:43)
Ich würde bevorzugen, dass Länderbahnen gegründet werden.

Auch das wäre in unserem heutigen System ohne Probleme machbar.

--------------------
Fight the Cistem! Fight "AfD"! Fight Nazis!
    
      Link zum BeitragTop
bayerhascherl
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:49


König


Status: Validating
Mitglied seit: 29 Oct 09
Beiträge: 822




Da habe ich meine Zweifel, aufgrund des EU-Rechts. Das lässt vereinfacht nach meinem Verständnis nur zwei Alternativen zu: entweder der Bahnsektor in einem Mitgliedsstaat ist flächendeckend verstaatlicht, mit nationalstaatlichem Monopol, Eisenbahnbehörde etc., öffentlich-rechtlicher Gemeinwohlorientierung usw. oder der Markt muss liberalisiert sein, mit Ausschreibungen etc. (deswegen versucht es die EU ja auch immer wieder bzgl. Trennung von Netz und Betrieb). Hier müsste man also eine eindeutige Entscheidung treffen, typisch deutsche Kompromisse (vgl. zB Gesundheitsfonds, etwas Kopfprämie und etwas Bürgerversicherung als Resultat der letzten GroKo) sind hier nicht möglich. Hier steht uns nebenbei gesagt wieder ein Problem bevor, es wird einmal mehr versucht eine Ausschreibung von Stadtverkehr zu erzwingen, das könnten wir am besten dadurch verhindern, indem wir öffentlichen Nahverkehr komplett rückverstaatlichen.

Bearbeitet von bayerhascherl am 14 Jan 2014, 14:52
    
     Link zum BeitragTop
JeDi
  Geschrieben am: 14 Jan 2014, 14:54


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 22 Apr 06
Beiträge: 18798

Alter: 28
Wohnort: Schlafwagen


Irrtum. Direktvergaben sind zulässig, wenn du an dich selbst vergibst (und deine Landeseigene Gesellschaft sich auf dein Land+ ein bisschen drumrum beschränkt). Das Land Baden-Württemberg könnte völlig Rechtskonform die SWEG mit sämtlichem SPNV in Baden-Württemberg beauftragen. Du kannst auch teile direkt vergeben und andere Teile ausschreiben. Alles machbar.

QUOTE
Hier steht uns nebenbei gesagt wieder ein Problem bevor, es wird einmal mehr versucht eine Ausschreibung von Stadtverkehr zu erzwingen, das könnten wir am besten dadurch verhindern, indem wir öffentlichen Nahverkehr komplett rückverstaatlichen.

Blödsinn wird durch Wiederholung nicht richtiger - hatten wir aber auch alles schon durchgekaut.

Bearbeitet von JeDi am 14 Jan 2014, 14:55

--------------------
Fight the Cistem! Fight "AfD"! Fight Nazis!
    
      Link zum BeitragTop
Thema wird von 0 Benutzer gelesen (0 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:
335 Antworten seit 13 Jan 2014, 20:20 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Seiten: (23) 1 [2] 3 4 ... Letzte »
<< Back to Eisenbahn allgemein
Antworten | Neues Thema | Neue Umfrage |