Störungschronik Fernverkehr

Strecken und Fahrzeuge von DB Fernverkehr und anderen als DB Fernverkehr.
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146225
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von 146225 »

Jaein, hier in NRW gab es schon die Situation, dass die DB-EVU bei starken Unwettern den Betrieb schon eingestellt hatten, andere EVU im Regionalverkehr, z.B. VIAS oder NX, ihre Zugleistungen aber noch bis zu den Endbahnhöfen gefahren haben, solange die Strecken noch befahrbar waren. Es kann also durchaus mal sein, dass die DB alles als Ausfall meldet, andere EVU aber noch fahren.
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TramBahnFreak
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von TramBahnFreak »

War aber halt auch so, als die betroffenen Strecken bereits seit über 24h vollständig gesperrt waren.
Der Meridian wurde trotzdem immer erst pünktlich 1-2h vor Abfahrt als Ausfall eingetragen und hat bis dahin sämtliche Routensuche hinfällig gemacht...
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rautatie
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von rautatie »

TramBahnFreak hat geschrieben: 24 Jun 2024, 01:59
Altbekanntes Problem bei Nicht-DB-Verbindungen. Da werden Ausfälle uU erst immer sehr kurzfristig eingepflegt, was die Auskunft in solchen Fällen recht unbrauchbar macht.
Achso deswegen. Da werden vermutlich einige Leute in die Irre geschickt worden sein, die von Ulm aus nicht weiterkamen. Das heißt, wenn so eine Auskunft einen Nicht-DB-Anbieter betrifft, kann man nicht unbedingt von der Korrektheit der Info ausgehen?
Wo ist das Problem?
Martin H.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Martin H. »

146225 hat geschrieben: 24 Jun 2024, 05:27 Jaein, hier in NRW gab es schon die Situation, dass die DB-EVU bei starken Unwettern den Betrieb schon eingestellt hatten, andere EVU im Regionalverkehr, z.B. VIAS oder NX, ihre Zugleistungen aber noch bis zu den Endbahnhöfen gefahren haben, solange die Strecken noch befahrbar waren. Es kann also durchaus mal sein, dass die DB alles als Ausfall meldet, andere EVU aber noch fahren.
Bei dem Schneechaos als u. a. die MVG den Betrieb komplett eingestellt hat, fuhren abends noch eine handvoll der Kooperationspartner.
Und am nächsten Tag die einzigen zwei Busse vom OCM. Eine interne Sonderfahrt sowie eine Geburtstagsfahrt, deren Gäste aber nicht erschienen.

Zum Thema, 06:30-08:40 war Grafing Bahnhof - Aßling (Obb) gesperrt wegen Notarzteinsatz am Gleis.
Betroffen war allerdings auch der Regional-- und Güterverkehr.
Und zu dieser Zeit natürlich das schönste Chaos.
146225
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von 146225 »

rautatie hat geschrieben: 24 Jun 2024, 09:33 Das heißt, wenn so eine Auskunft einen Nicht-DB-Anbieter betrifft, kann man nicht unbedingt von der Korrektheit der Info ausgehen?
Kannst du bei von der DB gefahrenen Zügen genauso wenig. Züge, welche lt. RIS an einem bestimmten Bf bereits abgefahren sein sollten, können in der Realität genau diesen Bf noch gar nicht erreicht haben. Bis dann irgendwann das nächste Update der Betriebslage durchläuft, dann taucht der bereits abgefahrene Zug wie durch ein Wunder mit +x Minuten wieder auf.

Das ist vor allem bei größeren Störungen wie letzten Freitag in Düsseldorf ein verbreitetes Problem. Es dürfte schlicht nicht genug Personal geben, um in so einem Fall alle Daten zeitnah zu pflegen und ständig zu korrigieren.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Martin H. »

Und jetzt Baum im Gleis Aßling - Grafing. 😁
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Martin H. »

146225 hat geschrieben: 24 Jun 2024, 12:03
rautatie hat geschrieben: 24 Jun 2024, 09:33 Das heißt, wenn so eine Auskunft einen Nicht-DB-Anbieter betrifft, kann man nicht unbedingt von der Korrektheit der Info ausgehen?
Kannst du bei von der DB gefahrenen Zügen genauso wenig. Züge, welche lt. RIS an einem bestimmten Bf bereits abgefahren sein sollten, können in der Realität genau diesen Bf noch gar nicht erreicht haben. Bis dann irgendwann das nächste Update der Betriebslage durchläuft, dann taucht der bereits abgefahrene Zug wie durch ein Wunder mit +x Minuten wieder auf.

Das ist vor allem bei größeren Störungen wie letzten Freitag in Düsseldorf ein verbreitetes Problem. Es dürfte schlicht nicht genug Personal geben, um in so einem Fall alle Daten zeitnah zu pflegen und ständig zu korrigieren.
Vor allem die Daten der öffentlichen Plattformen bekommen ihre Daten nur beim Durchfahren von Bahnhöfen. Wenn der Zug jetzt zwischen zweien hängt fährt er virtuell erstmal so lange weiter bis er den nächsten Bahnhof tatsächlich erreicht hat.
Kann man nicht pauschal sagen, ist aber oft so.
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rautatie
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von rautatie »

Martin H. hat geschrieben: 24 Jun 2024, 12:53

Vor allem die Daten der öffentlichen Plattformen bekommen ihre Daten nur beim Durchfahren von Bahnhöfen. Wenn der Zug jetzt zwischen zweien hängt fährt er virtuell erstmal so lange weiter bis er den nächsten Bahnhof tatsächlich erreicht hat.
Bei Zügen, die in München starten, fällt mir immer wieder auf, dass sie in der DB-App oft als losgefahren angezeigt werden, obwohl sie noch unbewegt am Bahnsteig stehen. Möglicherweise ist das dann der Fall, wenn kein offizieller Verspätungsgrund eingepflegt wurde, oder wenn ein vorher geschätzter Verspätungszeitraum abgelaufen ist. Erst vor kurzem war es so, dass für einen ICE 30 Minuten Verspätung angezeigt wurde. Nach dem Ende der 30 Minuten wurde angezeigt, dass er jetzt losgefahren wäre (obwohl nach wie vor nichts passierte).
Wo ist das Problem?
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Leonardo. »

TramBahnFreak hat geschrieben: 24 Jun 2024, 01:57
Leonardo. hat geschrieben: 03 Jun 2024, 18:02Bietet jemand mehr als 397 Minuten?
Gilt auch international?
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Leonardo. »

Hat zwar nichts mit dem Fernverkehr zu tun, und Störungschronik Rheinlandpfalz gibt es nicht ...
Fand diese Panne sehr interessant, möchte glaub niemand erleben.
1 1/2 Stunden stand man feucht an feucht, das muss entschieden schneller gehen.
Irgendwas muss da künftig verbessert werden, und wenn es nur Fenster sind, die man zur Not aufmachen kann, ähnlich wie die Türen.

https://www.tagesschau.de/inland/region ... z-100.html
mapic
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von mapic »

Das scheint so als wäre da ganz viel mangelnde Kommunikation im Spiel gewesen, wenn man sich die beiden Darstellungen so durchliest.
Zum eigentlichen Vorgehen frage ich mich aber noch, warum man denn die Oberleitung abschalten musste. Welche noch so weit hergeholten Szenarien wären denn da denkbar, wo Fahrgäste oder Einsatzkräfte der Oberleitung näher kommen würden als auf jedem Bahnsteig?
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Michi Greger
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Michi Greger »

Bei jedem Aufzug muß ein Notfallmanagement nachgewiesen werden, dass im Störfall eine Befreiung nach maximal 30 Minuten beginnt. Nur die Bahn darf ihre Fahr"gäste" stundenlang stehenlassen...

Gruß Michi
Achtung! Entladezeit länger als 1 Minute!
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TramBahnFreak
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von TramBahnFreak »

Leonardo. hat geschrieben: 30 Jun 2024, 07:11
TramBahnFreak hat geschrieben: 24 Jun 2024, 01:57
Leonardo. hat geschrieben: 03 Jun 2024, 18:02Bietet jemand mehr als 397 Minuten?
Gilt auch international?
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Na dann biete ich etwa 660 Minuten mit einem einzelnen Zug. 8)
Valentin
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Valentin »

Michi Greger hat geschrieben: 30 Jun 2024, 20:42 Bei jedem Aufzug muß ein Notfallmanagement nachgewiesen werden, dass im Störfall eine Befreiung nach maximal 30 Minuten beginnt. Nur die Bahn darf ihre Fahr"gäste" stundenlang stehenlassen...

Gruß Michi
Stand nicht schonl eine U-Bahn (C-Typ) aus Garching auch länger als 30 Minuten ohne Strom in der prallen Sonne?

Inzwischen wurden die Züge mit den großen Fenstern wohl deswegen mit Sonnenschutzfolie als Hitzeschutz nachgerüstet.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Cloakmaster »

Was geneu versteht man denn unter "Befreiuing beginnt" ? DAß die ersten Opfer bereits aus ihrer Lage geholt werden, oder daß der Rettungstrupp sich versammelt, bzw. zum Unfallort aufbricht?
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von cretu »

Cloakmaster hat geschrieben: 01 Jul 2024, 10:27 Was geneu versteht man denn unter "Befreiuing beginnt" ? DAß die ersten Opfer bereits aus ihrer Lage geholt werden, oder daß der Rettungstrupp sich versammelt, bzw. zum Unfallort aufbricht?
Guter Einwand... Die Frage wäre doch eigentlich viel eher: wie lange hat es ab dem ersten Notruf gedauert, bis die letzte Person aus dem Zug und dem Tunnel geholt wurde und Erstversorgt wurde.
Valentin
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Valentin »

cretu hat geschrieben: 01 Jul 2024, 11:19
Cloakmaster hat geschrieben: 01 Jul 2024, 10:27 Was geneu versteht man denn unter "Befreiuing beginnt" ? DAß die ersten Opfer bereits aus ihrer Lage geholt werden, oder daß der Rettungstrupp sich versammelt, bzw. zum Unfallort aufbricht?
Guter Einwand... Die Frage wäre doch eigentlich viel eher: wie lange hat es ab dem ersten Notruf gedauert, bis die letzte Person aus dem Zug und dem Tunnel geholt wurde und Erstversorgt wurde.
Die Antwort zu Deiner Frage ist sicherlich relativ: warten die Fahrgäste gemütlich sitzend im klimatisierten Zug oder steht ein überfüllter Zug ohne Klima und Lüftung aber mit großen Fenstern in der prallen Sommersonne.

Für die letztere Situation fehlen den Presseberichten der Vergangenheit nach schnell umsetzbare Notfallpläne und Maßnahmen, um Fahrgäste zeitnah aus einem gefährlich überhitzen Zug zu evakuieren.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Leonardo. »

TramBahnFreak hat geschrieben: 01 Jul 2024, 09:24
Leonardo. hat geschrieben: 30 Jun 2024, 07:11
TramBahnFreak hat geschrieben: 24 Jun 2024, 01:57
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Na dann biete ich etwa 660 Minuten mit einem einzelnen Zug. 8)
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Aber was war, wann und wo und weshalb?
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von TramBahnFreak »

Sommer 2022 im California Zephyr von Chicago nach Emeryville / San Francisco.

Da kam so ziemlich alles zusammen. PU, Lokdefekt, Abwarten von Güterzügen, liegengebliebene Güterzüge, ...
Also 63h statt 52h Fahrzeit. Was an sich gar nicht das schlimme gewesen wäre. Aber die Ankunft nachts um 3 war schon etwas... mühsam...
8)
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von 146225 »

Manchmal weiß man nicht, ob die unprofessionelle Kommunikation von DB Fernverkehr zum Lachen oder zum Heulen ist: der ICE 115, aktuell im Raum Düsseldorf, wird mit einem Haltausfall in Bonn Hbf angekündigt, Ersatzhalt Bonn-Beuel. So weit, so gut, Umleiter via Rechte Rheinstrecke im Störungsfall ist ja nix Neues.

Peinlich ist dabei aber, dass beim Eintrag der Umleitung in die zur Kommunikation an die Kundschaft vorgesehenen Systeme im ersten Anlauf niemand aufgefallen ist, dass die Bedienung der weiterhin planmäßig eingetragenen Halte Remagen und Andernach bei rechtsrheinischer Führung des Zuges doch einigermaßen schwierig wird.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von 146225 »

146225 hat geschrieben: 03 Jul 2024, 07:52 Manchmal weiß man nicht, ob die unprofessionelle Kommunikation von DB Fernverkehr zum Lachen oder zum Heulen ist: der ICE 115, aktuell im Raum Düsseldorf, wird mit einem Haltausfall in Bonn Hbf angekündigt, Ersatzhalt Bonn-Beuel. So weit, so gut, Umleiter via Rechte Rheinstrecke im Störungsfall ist ja nix Neues.

Peinlich ist dabei aber, dass beim Eintrag der Umleitung in die zur Kommunikation an die Kundschaft vorgesehenen Systeme im ersten Anlauf niemand aufgefallen ist, dass die Bedienung der weiterhin planmäßig eingetragenen Halte Remagen und Andernach bei rechtsrheinischer Führung des Zuges doch einigermaßen schwierig wird.
Spannend ist, dass die vorgesehene Umleitung via Rechte Rheinstrecke dann doch wieder kurzfristig aufgehoben wurde und der Regelweg via Linke Rheinstrecke mit ca. +20 gefahren wird.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Leonardo. »

146225 hat geschrieben: 03 Jul 2024, 07:52 Manchmal weiß man nicht, ob die unprofessionelle Kommunikation von DB Fernverkehr zum Lachen oder zum Heulen ist: der ICE 115, aktuell im Raum Düsseldorf, wird mit einem Haltausfall in Bonn Hbf angekündigt, Ersatzhalt Bonn-Beuel. So weit, so gut, Umleiter via Rechte Rheinstrecke im Störungsfall ist ja nix Neues.

Peinlich ist dabei aber, dass beim Eintrag der Umleitung in die zur Kommunikation an die Kundschaft vorgesehenen Systeme im ersten Anlauf niemand aufgefallen ist, dass die Bedienung der weiterhin planmäßig eingetragenen Halte Remagen und Andernach bei rechtsrheinischer Führung des Zuges doch einigermaßen schwierig wird.
Was ich nun schon zum zweiten Mal erlebt habe, ...
Da wird in der App angezeigt der ICE hat Verspätung - mit neuer Ankunfts- und Abfahrzeit.
Ich presse vor dem Bahnhof nochmals frische Luft in meine Lungen, und dann gaaaanz gemütlich runter zum Bahnsteig (Berlin).
Laut Fahrplan ist die Abfahrtzeit 01:23 Uhr (ICE 592), laut App aber wegen Verspätung um 01:42 Uhr.
So ziemlich genau um 01:20 Uhr fahre ich mit dem Lift runter, steht da ein ICE auf meinem Gleis, um diese Uhrzeit.
In der Ferne dann die Anzeige, ja, das ist meiner, der fährt nach Hamburg.
Ich war kaum drin im Zug, da fährt er los, pünktlich um 01:23 Uhr.
DAS IST EINE UNSAGBARE SAUEREI, anders kann man das in diesem Moment nicht empfinden.
Auch im Zug, die App zeigte nach wie vor eine Abfahrtzeit an um 01:42 Uhr.
Ich sprach dann den Schaffner im Zug an, mehr als Achselzucken war nicht drin.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von TramBahnFreak »

Nun, wenn manche mit so logischen Basics schon überfordert zu sein scheinen, verstehe ich jetzt langsam, warum die ÖBB mittlerweile bei jeder Verspätungsdurchsage am Bahnsteig einen Hinweis hinterherschieben, dass man doch bitte beachten möge, dass sich Verspätungen jederzeit ändern können... :|
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Rev »

Na ja das ist leider schon etwas die Taktik von DB Infrago / der EVU's.

Früher wenn ein Zug z. B nicht fuhr hatte er keine Echtzeitdaten im Navigator heute wenn er zum Beispiele ausfällt und dies nicht eingetragen wird schreibt man +0 dahinter.

Auch die Prognose KI die man da gebastelt hat ist schwierig diese scheint wehement die Punkte von Infrago zu ignorieren sprich Dachau gerade durch wird man wohl nicht in 4 min am Hbf sein...

Was auch doof ist wo ich noch nicht ganz verstanden habe wo es her kommt bei Umleitung kommen jetzt keine Daten mehr von DB Infrago. Sprich der Zug ist einfach weg von der Prognose.

Klar ich würde einer Prognose auch nicht blind vertrauen aber aktuell leistet man sich da schon ein paar Knüller
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von 146225 »

Vor allem rechnet die Software teilweise auch sehr optimistisch hoch. Denn wenn der ICE mit z.B. +25 in Mannheim Hbf gen Nordwest raus ist, wird er in der Regel nicht in Duisburg Hbf nur noch +15 haben, realistisch sind eher +30 aufwärts wegen Konflikten mit dem übrigen Zugverkehr.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von TramBahnFreak »

Konflikte müssen aber entweder manuell eingepflegt werden (kein Personal) oder aber werden erst berücksichtigt, wenn der Zug steht und die Prognose im Minutentakt hochzählt.
Der Automatik ist nur die einmal hinterlegte „Mindeste Normalfahrzeit“ (oder wie auch immer man das nennen mag) für die Strecke bekannt.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Leonardo. »

Ich sehe den Fehler absolut nicht auf Seiten der Kunden, und somit als BASIC-Wissen - das ist einfach Bullshit.

Wenn in der App diese Zeiten angezeigt werden, auf den Schautafeln und Bildschirmen, überall am Bahnhof, und diese Zeiten sich auch bis kurz vor Abfahrt des Zuges nicht ändern, dann hat das mit Basic-Wissen rein gar nichts zu tun, sondern um einen reinen Fehler auf Seiten der DB und ist absolut inakzeptabel. Ich würde es ja noch verstehen, wenn die App mit einer annehmbaren Vorlaufzeit die Zeiten angepasst hätte, das war aber nicht der Fall. Die Zeiten blieben bis zur Ankunft in Hamburg unverändert, da wurde in der App, bzw. im System keine Korrektur eingepflegt. Mein Verdacht, es war um diese Zeit einfach niemand bei der DB in Lohn und Brot - der Zug fuhr ja mitten in der Nacht um halb zwei.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Rev »

TramBahnFreak hat geschrieben: 09 Jul 2024, 15:03 Konflikte müssen aber entweder manuell eingepflegt werden (kein Personal) oder aber werden erst berücksichtigt, wenn der Zug steht und die Prognose im Minutentakt hochzählt.
Der Automatik ist nur die einmal hinterlegte „Mindeste Normalfahrzeit“ (oder wie auch immer man das nennen mag) für die Strecke bekannt.
Das ist schon lange nicht mehr so. Gibt hier separate Diagnose Programme die halt auch ned so toll sind.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Rohrbacher »

In Rohrbach (Ilm) steht seit mindestens 30 Minuten ein ICE auf der Ilmbrücke, vermutlich PU. Der Regionalverkehr wendet wohl gerade in Pfaffenhofen und Ingolstadt, Blaulicht war auch schon einiges unterwegs.

Edit: Es könnte ICE 580 sein.
„Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.“
Herr G.
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Re: Störungschronik Fernverkehr

Beitrag von Herr G. »

Rohrbacher hat geschrieben: 11 Jul 2024, 20:32 Es könnte ICE 580 sein.
Korrekt, 580 hatte einen PU.
Viele Grüße,
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