Attacken gegen das Personal
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Re: Attacken gegen das Personal
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Re: Attacken gegen das Personal
BPOLI KLT: Angriff auf TriebfahrzeugführerEin 50-jähriger deutscher Triebfahrzeugführer wurde am gestrigen Abend am Haltepunkt Lauter von einem 15-jährigen afghanischen Staatsangehörigen angegriffen und dabei im Gesicht und an der Schulter verletzt. Rettungskräfte brachten ihn zur Behandlung in ein Krankenhaus. Über die Art und Schwere der Verletzungen liegen der Bundespolizei derzeit keine Informationen vor.
Nach bisherigem Erkenntnisstand wollte der Bahnmitarbeiter einen Streit zwischen zwei Reisenden schlichten und wurde dabei selbst zum Opfer. Danach flüchtete der Angreifer und konnte auch im Zuge einer Tatortbereichsfahndung nicht ergriffen werden. Zeugen lieferten jedoch Hinweise auf dessen Identität, wodurch der Tatverdächtige bekannt gemacht werden konnte.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen, diese dauern an.
Fünf Reisende der Richtung Schwarzenberg/Erzgeb. verkehrenden Bahn wurden mit einem Ersatzzug weiterbefördert.
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Re: Attacken gegen das Personal
Mitarbeiter fliehen übers Gleis: Brandbrief wegen Gewaltwelle in Thüringer BahnDie Süd-Thüringen-Bahn sieht sich mit einer eskalierenden Gewaltwelle konfrontiert. Laut eines Brandbriefes komme es auf der Strecke Erfurt–Arnstadt–Suhl-Meiningen zu Spuck-Attacken, Beleidigungen und sexistischer Bedrohungen. Zudem würden Fahrgäste auch auf der Strecke auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken. Besonders in den Abend- und Nachtstunden werden die Zugbegleiter und Lokführer vermehrt Opfer von Übergriffen.
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Re: Attacken gegen das Personal
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50153/57660574. Zug ausgebremst und Zugführer geschlagen, Niederbrechen, Bahnhof, Mittwoch, 24.04.2024, 20:35 Uhr
(wie) Am Bahnübergang in Niederbrechen hat ein Mann am Mittwochabend einen Zug ausgebremst und anschließend im Bahnhof den Zugführer angegriffen. Der 30-Jährige überquerte kurz vor einem einfahrenden Zug den Bahnübergang in der Bahnhofstraße, sodass der Zugführer des von Frankfurt kommenden Zuges eine Vollbremsung einleiten musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Als der 30-Jährige dann am Bahnhof in den zuvor ausgebremsten Zug einsteigen wollte, verweigerte der Zugführer den Zutritt und untersagte die Mitfahrt. Der Mann wollte sich sodann den Zutritt zu dem Abteil erzwingen und soll den Zugführer geschlagen und getreten haben. Eine alarmierte Streife konnte alle Beteiligten am Bahnhof antreffen und befragen. Der 30-Jährige stand mit über zwei Promille deutlich unter Alkoholeinfluss. Eine Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Körperverletzung wurde eingeleitet.
MfG
AndyO
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Re: Attacken gegen das Personal
Umfrage der EVG Mitglieder zum Thema Sicherheit beim Kundenkontakt:
Umfrage zum Thema Sicherheit liefert erschütternde Ergebnisse
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Martin H.
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Re: Attacken gegen das Personal
Ich stelle mal das hier aus einem anderen Bahnforum ein:
Hallo - Ich bin Journalistin und recherchiere aktuell zu Straftaten bzw Angriffen gegen Bahnmitarbeitende.
Habt ihr selbst schon Erfahrungen gemacht? Ich würde gerne mit jemandem sprechen, der/die von eigenen Erlebnissen erzählen will. Ihr könnt mir gerne an monika.rathmann@campus.djs-online.de schreiben.
Hallo - Ich bin Journalistin und recherchiere aktuell zu Straftaten bzw Angriffen gegen Bahnmitarbeitende.
Habt ihr selbst schon Erfahrungen gemacht? Ich würde gerne mit jemandem sprechen, der/die von eigenen Erlebnissen erzählen will. Ihr könnt mir gerne an monika.rathmann@campus.djs-online.de schreiben.
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Re: Attacken gegen das Personal
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- BahnMarkus
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Re: Attacken gegen das Personal
Mittlerweile ist der Zugbegleiter leider verstorben.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 14595.html
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Mein YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@MarkusTippner
Mein Blog: https://www.markustippner.de
Meine Fotografie-Homepage: https://www.markusfotoparadies.de
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Re: Attacken gegen das Personal
Ich weiß gar nicht, ob ich hier eher traurig oder wütend sein soll. Ich bin gespannt, was auf den Angreifer zukommen wird und ob er überhaupt zurechnungsfähig war, wie es ja leider so häufig ist.BahnMarkus hat geschrieben: ↑04 Feb 2026, 10:24 Mittlerweile ist der Zugbegleiter leider verstorben.
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Re: Attacken gegen das Personal
Dazu fällt mir nichts mehr ein...BahnMarkus hat geschrieben: ↑04 Feb 2026, 10:24 Mittlerweile ist der Zugbegleiter leider verstorben.
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Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
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Re: Attacken gegen das Personal
Nächster Angriff. Angreifer wieder auf freiem Fuß.
https://m.bild.de/news/deutsche-bahn-an ... aa24525590Der Übergriff ereignete sich am Nachmittag gegen 15.15 Uhr am Bahnhof Dammtor. Nach ersten Aussagen soll der Mann einen Dienstraum der Bahnangestellten am Gleis 3 unerlaubt betreten haben, um sich aufzuwärmen. „Nachdem dem Mann durch die beteiligten DB-Aufsichtsmitarbeiter mitgeteilt wurde, dass er den Aufsichtsraum nicht betreten darf, eskalierte die Situation umgehend“, hieß es von der Bundespolizei.
Dann folgten Beleidigungen und die körperliche Attacke. Dabei wurde der Bahn-Mitarbeiter zunächst mit Faustschlägen gegen den Kopf und den Oberkörper attackiert. Als der 49-Jährige bereits am Boden lag, soll der als „äußerst aggressiv“ beschriebene Mann ihn mit Fußtritten weiter angegriffen haben.
Re: Attacken gegen das Personal
Des ist eben das Thema. Sofort wieder auf freiem Fuß.
Du hast in Deutschland nichts zu befürchten, außer du bist fleißiger Mitarbeiter mit Kundenkontakt.
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Re: Attacken gegen das Personal
Bald wird man ZuB's mit Helm, schusssicher Weste, Pfefferspray, Schlagstock und Dienstwaffe ausstatten müssen, oder den Job gleich an die BuPol übertragen, wenn die eh immer dabei sein muss.
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Re: Attacken gegen das Personal
Ja...traurig...
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Re: Attacken gegen das Personal
Wie gewählt so bekommen.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
Re: Attacken gegen das Personal
welche Partei muß man wählen damit Deutsche wie im 2. Fall sowas nicht machen?
Re: Attacken gegen das Personal
Das Problem ist doch, dass das deutsche Rechtssystem keinerlei abschreckende Wirkung hat.
Was hält mich davon ab, 32 Vorstrafen zu haben, wenn es sowieso auf alles nur Bewährung oder kürzester Haftstrafen gibt.
Deutscher heißt erstmal nur, dass der Mensch einen deutschen Pass hat. Dies trifft auch auf große Teile des Remmo Clan oder die Miris zu.
Was hält mich davon ab, 32 Vorstrafen zu haben, wenn es sowieso auf alles nur Bewährung oder kürzester Haftstrafen gibt.
Deutscher heißt erstmal nur, dass der Mensch einen deutschen Pass hat. Dies trifft auch auf große Teile des Remmo Clan oder die Miris zu.
Re: Attacken gegen das Personal
ja, aber das ist halt eine andere Baustelle - in so einem Fall wägt keiner ab bevor erzuschlägt - ein Schlag ist Bewährung, zwei Schläge sind 2 Jahre, mach ihn tot sinds 10....
Der Typ ist angepisst und schlägt zu - der denkt vorher nicht an irgendwelche Konsequenzen, weder für das Opfer noch für ihn.
Der Typ ist angepisst und schlägt zu - der denkt vorher nicht an irgendwelche Konsequenzen, weder für das Opfer noch für ihn.
Re: Attacken gegen das Personal
Ich behaupte einfach mal, dass das nicht die erste Tat war.
Wenn es nicht im Elternhaus geschieht, muss eben das Rechtssystem dafür sorgen, dass so Leute instinktiv an die Konsequenzen denken.
Wenn es nicht im Elternhaus geschieht, muss eben das Rechtssystem dafür sorgen, dass so Leute instinktiv an die Konsequenzen denken.
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Re: Attacken gegen das Personal
Es hat sich seit 40 Jahren nichts geändert und auch diesmal wird es nicht anders ablaufen.
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Re: Attacken gegen das Personal
Bislang war ich eigentlich der Meinung, Totschlag sei in Deutschland strafbar (§212 StGB, min. 5 Jahre Freiheitsentzug), einige hier scheinen das aber besser zu wissen. Umso weniger Ahnung (und das bei so viel Meinung!) haben sie von der Funktion eines Rechtsstaates.
Wer - ob nun in dieser oder anderer Situation - dem "kochenden Volkszorn" das Wort redet, nach dem "unsere Strafen zu lasch sind" und was dergleichen mehr ist, gerne verziert mit rechten bis sehr rechten Ausfälligkeiten, wünscht letztendlich eine Willkürjustiz. Sollten wir eine solche eines Tages wieder bekommen, können aber halt auch z.B. diejenigen, deren Forenbeiträge "jemand" nicht passen, ohne viel "Gedöns" und ohne Rechte für den Angeklagten für die nächsten 20 Jahre zum "Nachdenken" in ein Arbeitslager verschwinden. Wirklich eine gute Idee?
Nota bene: ich verharmlose nichts und ich stehe sehr wohl dafür, Straftaten auch wie im Gesetz vorgesehen zu bestrafen. Aber bitte, danke, auf der Grundlage einer verfassungsgemäßen Rechtsordnung. Und nicht auf der Basis von Gebrüll.
Wer - ob nun in dieser oder anderer Situation - dem "kochenden Volkszorn" das Wort redet, nach dem "unsere Strafen zu lasch sind" und was dergleichen mehr ist, gerne verziert mit rechten bis sehr rechten Ausfälligkeiten, wünscht letztendlich eine Willkürjustiz. Sollten wir eine solche eines Tages wieder bekommen, können aber halt auch z.B. diejenigen, deren Forenbeiträge "jemand" nicht passen, ohne viel "Gedöns" und ohne Rechte für den Angeklagten für die nächsten 20 Jahre zum "Nachdenken" in ein Arbeitslager verschwinden. Wirklich eine gute Idee?
Nota bene: ich verharmlose nichts und ich stehe sehr wohl dafür, Straftaten auch wie im Gesetz vorgesehen zu bestrafen. Aber bitte, danke, auf der Grundlage einer verfassungsgemäßen Rechtsordnung. Und nicht auf der Basis von Gebrüll.
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
Re: Attacken gegen das Personal
du willst jetzt aber nicht sagen, daß es sowas schon in der guten alten Zeit gab?218 466-1 hat geschrieben: ↑04 Feb 2026, 19:35 Es hat sich seit 40 Jahren nichts geändert und auch diesmal wird es nicht anders ablaufen.
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Re: Attacken gegen das Personal
Alleine schon hier: NUR 5 Jahre Freiheitsentzug ggf. +x). Das ist doch ein Witz. Selbst Lebenslang beutet in Deutschland gerade einmal NUR min. 15 Jahre Freiheitsentzug. Vlt. sollte man einmal hinterfragen, ob die Strategie der Resozialisierung von Verbrechern noch zeitgemäss ist, oder ob härtere Mindestrafen nicht eine bessere, abschreckende Wirkung haben.
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Rohrbacher
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Re: Attacken gegen das Personal
In den USA, wo man in vielen Bundesstaaten mit dem elektrischen Stuhl oder ähnlichen Maßnahmen rechnen kann, haben wir so mit die höchste Mordrate in Industriestaaten. Merkste selber, oder? Funktioniert also nicht. Das Problem dieses Arguments ist: Wenn jemand jemand anderem eine über die Rübe zieht, denkt der nicht rational über irgendwelche Folgen nach. Bei den Fällen von Gewalt im Umfeld des Bus- und Bahnverkehrs, aber auch gegenüber von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst etc., aber auch im schulischen Umfeld haben wir's fast durchgehend mit spontanen Affekttaten zu tun von Leuten. Diese Taten haben meistens auch damit zu tun, dass jemand, der sich nicht wirklich im Griff hat, vielleicht mit der Gesamtsituation auch noch unzufrieden ist, es sich von einer vermeindlichen Staatsmacht in Uniform nichts sagen lassen will. In der Regel tickt da ja immer einer aus, wenn er zu irgendwas aufgefordert, wozu der grad keinen Bock hat. Sehr oft ist dabei auch noch Alkohol im Spiel. Da kann im Gesetzbuch stehen, was will, das schreckt in dem Moment nicht ab. Abschreckung durch ein Strafmaß hast du nur, wenn sich die Leute in dem Moment dem auch bewusst sind, was bei Affekttaten einfach nicht der Fall ist.218 466-1 hat geschrieben: ↑04 Feb 2026, 21:21 Alleine schon hier: NUR 5 Jahre Freiheitsentzug ggf. +x). Das ist doch ein Witz. Selbst Lebenslang beutet in Deutschland gerade einmal NUR min. 15 Jahre Freiheitsentzug. Vlt. sollte man einmal hinterfragen, ob die Strategie der Resozialisierung von Verbrechern noch zeitgemäss ist, oder ob härtere Mindestrafen nicht eine bessere, abschreckende Wirkung haben.
Und nein, "lebenlang" heißt nicht einfach nur "mindestens 15 Jahre". Das ist ein in Kommentarspalten weit verbreitetes Missverständnis. Nach frühstens 15 Jahren kann (!) geprüft (!) werden, ob die Rest zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Gerade bei Taten aus niederen Beweggründen kommt das regelmäßig nicht vor, da reden wir eher, dass einer nach meinetwegen 25 Jahren "raus" kommt, aber direkt in die Sicherungsverwahrung.
Aber Mord war's ja wohl nicht. Und was ist denn Totschlag eigentlich? Totschlag ist die vorsätzliche (!) Tötung eines Menschen, die nicht die Mordmerkmale wie Heimtücke oder Habgier erfüllt. Und Vorsatz hinsichtlich einer Tötung liegt nach allem was ich drüber aus den Medien weiß und was sich beweisen lassen wird, wahrscheinlich auch nicht vor.
Das Strafmaß für in dem Fall hier vermutlich "nur" eine Körperverletzung mit Todesfolge (mindestens drei Jahre, was wegen des niederen Beweggrunds aber wohl bei einem Urteil nicht reichen wird ...) ist sicher nicht das Problem, auch wenn das Fordern von höheren Strafen natürlich ein so üblicher wie populistischer und billiger Vorschlag ist. So ein Vorschlag wird auch dieses Mal nichts daran ändern, dass es ein aus meiner Sicht wachsendes Problem mit gewalttätigen Männern (!) auch jenseits des ÖPNV gibt.
Ein in Teilen des "Neulands" seit vielen Jahren verbreitetes, problematisches Männerbild nicht nur in migrantischen Milieus und lustigerweise ziemlich identisch in rechtsextremen Kreisen würde ich daher im Gesamtkontext eher mal hinterfragen als das Strafrecht, was wie gesagt, selten jemand von einer spontanen Affekt-Tat abhält.
Wo bleibt die Diskussion über das höchstproblematische Männerbild, das in gewissen migrantischen, aber nahezu identisch auch in rechtsextremen Kreisen, im "Gangster-Rap", teils auch beim Fußball und anderswo fröhlich jeden Tag verbreitet wird? Wo bleiben Lösungen für die ganze ins Netz und dann auch ins "reale Leben" gekübelte Wut, Beschimpfungen etc. Ich würde mal damit anfangen, dass die ganzen täglichen Beleidigungen im Netz unmittelbar Folgen haben, sodass da unmittelbar ein Strafbefehl über ein paar hundert Euro kommt, zur Not immer und immer wieder. Wer wie viele der ca. 25-jährigen halt gelernt hat, dass man im Netz straffrei rumpöbeln kann und der Algorithmus starke Emotionen auch noch belohnt, brauchen wir uns nicht wundern, wenn immer mehr rumlaufen, die auch im richtigen Leben einfach alles rauslassen.
-
Rohrbacher
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Re: Attacken gegen das Personal
In dem Zusammenhang ist halt auch wieder doof, dass die Leute, die heute durch den Zug laufen, keinerlei hoheitlichen Befugnisse und bahnpolizeilichen Ausbildungen mehr haben, die man kurz nach Erfindung der Eisenbahn ja nicht zum Spaß eingeführt hat. Früher war quasi jeder DB-Schaffner auch "nebenamtlicher Bahnpolizeibeamter" und konnte z.B. selbst hochoffiziell Personalien feststellen und allerlei Alltagsdelikte in seinem Aufgabenbereich aufnehmen. Heute, wo die Bundespolizei weit weg ist und die dann aus praktischen Gründen wegen dem Kleisch**ß auch eher selten zeitaufwändig hinzugerufen wird, gehen die kleinen Sachen doch meistens komplett an der Strafverfolgung vorbei. Wenn sich alle Deppen heute dran gewöhnt haben, dass der Kleisch**ß nicht sanktioniert wird und kein Anlass besteht, Respekt zu haben, kann's halt passieren, dass so ein Kleisch**ß jetzt mal tödlich ausgegangen ist. Gut, ein DB-Schaffner in den 70ern, der vielleicht noch bei der SS gelernt hat und das viel später noch hat erkennen lassen, ist wieder was anderes, aber im Prinzip ist es vom ganzen System her heute irgendwie fahrlässig, nur als Servicemitarbeiter ausgebildete auf genau die Problemfälle als "Ordnungsmacht" loszulassen, für die in der Innenstadt ein VW-Bus mit bewaffneten Polizisten steht oder im Club ein zwei Meter großer Türsteher. Bei jeder verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle auf der Straße stehen zwei Beamte mit einer Hand an der Dienstwaffe am Auto, weil man ja nie weiß, wie der Kontrollierte reagiert, aber die vom entsprechenden Publikum ähnlich wahrgenommene Fahrkartenkontrolle im Zug macht eine (!) zivile Servicekraft, die im Falle des Falles kaum mehr Ausbildung, Ausrüstung, Befugnisse und Möglichkeiten hat wie jede andere Zivilperson.
Re: Attacken gegen das Personal
Bei Fahrscheiinkontrollen in der U-Bahn sind sie auch zu mehrere.
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