Neu-/Umbau Ulm Hauptbahnhof

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Beitrag von Lobedan »

Didy @ 8 Nov 2017, 17:58 hat geschrieben:OB ist der gute Mann noch nicht ;)
Jetzt schon, OB ihm das gefällt oder nicht! :P
Metropolenbahner @ 8 Nov 2017, 18:11 hat geschrieben:Höchstens der IC ist vielleicht ein Problem, aber der könnte in Zukunft über die Neubaustrecke nach Stuttgart weiterfahren. Geht dann ja deutlich schneller.
Kam vielleicht auch falsch rüber: Der IC endet am deutlich längeren Bahnsteig 25, nicht an 28, letzterer wird planmäßig wirklich nur von ETs angefahren.
Und ob dieser eine Pendler-IC zwischen dem Takt über Ulm hinaus sinnvoll ist, glaube ich eher nicht, jedenfalls beim aktuellen Füllgrad. Zumal es morgens ein Gegenstück gibt, das dann auch nach Stuttgart verlängert werden müsste, um keine Leerfahrten zu haben (was künftig mit S21 ja eher vermieden werden soll, um die Bahnhofskapazität des Tiefbahnhofs nicht zu überfordern).
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Beitrag von Metropolenbahner »

Lobedan @ 8 Nov 2017, 20:32 hat geschrieben: Kam vielleicht auch falsch rüber: Der IC endet am deutlich längeren Bahnsteig 25, nicht an 28, letzterer wird planmäßig wirklich nur von ETs angefahren.
Ach sorry, ja das hatte ich dann falsch verstanden, dachte schon was das für ein Mini-IC mit ~130m ist.
Na dann ists erst recht kein Problem. Sollen die Stadt die 10.000 Euro für die ominöse "Untersuchung" löhnen, wenn es ihnen das wert ist. Aber ich denke der Steg wird schon eine deutliche Verbesserung werden.
Gegenstück gibt, das dann auch nach Stuttgart verlängert werden müsste, um keine Leerfahrten zu haben (was künftig mit S21 ja eher vermieden werden soll, um die Bahnhofskapazität des Tiefbahnhofs nicht zu überfordern).
Stimmt auch wieder, aber ich würde erstmal die Inbetriebnahme abwarten. Wenn da irgendwas schief geht, werden ein paar Gleise oben bleiben.

Edit: Welchen IC meinst DU eigentlich? Der letzte IC ist der IC2090, der fährt jetzt schon nach Stuttgart durch und mit FPW wird ein ICE1738 daraus. Abfahrt etwas vor 22h Ankunft in Ulm etwas nach 23h, in Stuttgart dann gegen Mitternacht. Ebenfalls um Mitternacht fährt dann noch ein ICE in München ab, der dann aber auch gleich bis Essen durchfährt ...

So oder so .. um Mitternacht herum sollte es in S21 eigentlich auch keine Gleiskonflikte mehr geben und wenn jetzt eh schon ein ICE verkehrt, werden die den sicher weiterhin durchbinden.
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Beitrag von Lobedan »

IC 2094, Ankunft 18:35 Uhr, Gegenstück ist 2097, Abfahrt 7:16 Uhr.
Der bleibt auch im nächsten Fahrplan erhalten, während der zweite Morgen-Pendler-IC eine Stunde vorher auf ICE umgestellt wird (aber der fährt eh ab Stuttgart).
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Beitrag von Lobedan »

Sichtungsbild vom Bau der ersten Treppe am Bahnsteig 7/8, davor das Loch für Teil 2 am Bahnsteig 4/6:

Bild

Dem Vernehmen nach wird die Bahn die Treppen aber erst freigeben, wenn alle Bahnsteige angeschlossen sind, also in gut einem Jahr.
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Beitrag von Lobedan »

Die SWP hat heute noch mal eine Übersicht zusammengestellt, was sich bis 2020 (und teilweise darüber hinaus) alles rund um den Ulmer Hauptbahnhof verändern wird.

Das Parkhaus auf der Westseite, direkt südlich des Bahnhofsstegs, wo sich derzeit der provisorische ZOB-West befindet, ist demnach nun fest eingeplant. 400 Stellplätze vor allem für Pendler und Langzeitparker will man dort unterbringen und die Parkgebühren in den Tiefgaragan und Parkhäusern auf der Ostseite so gestalten, dass diese auch maximal unattraktiv für diese beiden Gruppen werden. Das soll auch die Friedrich-Ebert-Straße entlasten.
In diesem Rahmen soll auch die Schillerstraße ertüchtigt werden. Geprüft wird eine Anpassung der Kreuzung am Ehinger Tor sowie ein Umbau der Zufahrt zum Blaubeurer Ring an der B10. Darüber hinaus wird die Straße nach Norden verlängert, weiter unter der B10 hindurch bis zu den vorhandenen Straßen hinter IKEA.
Die drei westlichsten Gleise entlang der Schillerstraße nördlich den Bahnhofsstegs werden zudem entfallen. Dort wird ein 18 Meter breiter Streifen frei, auf dem die Stadt auch eine Bebauung plant, womöglich sogar Wohnungen. Zusammen mit den schon laufenden Gentrifizierungs-, äh Neubau- und Sanierungsmaßnahmen in diesem Viertel wird das Gebiet direkt westlich des Bahnhofs damit ziemlich umgekrempelt und deutlich belebter werden.
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Beitrag von Lobedan »

Neuer Plan (noch kein Beschluss) für die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes: SWP mit Grafiken

Wesentliche Neuerungen zum alten Konzept:
- Einheitliche Bodengestaltung von Platz, Fahrbahnen und Haltestellen mit demselben Material
- Kein großes Haltestellendach mehr, das die Blickachse Hbf - Innenstadt zerschneidet, stattdessen ein großes Vordach und zwei deutlich verkürzte (zu kurze?) Bahnsteigdächer
- Der Neubau zwischen Vorplatz und ZOB ist nun fest eingeplant, weil als Flaschenhals für den ZOB nicht mehr dessen Größe, sondern die Zu-/Ausfahrt deklariert wurde und diese Kreuzung bzw. Ampel auch beim verkleinerten ZOB zu Engpässen führen dürfte, wenn man keinen aktiven Einfluss auf die Ampelschaltung nehmen wird. Daher bleibt der ZOB West an der Schillerstraße wohl auch langfristig bestehen.
- Aktive Einbeziehung des Bahnhofssteigs für die MIV-Steuerung: Kiss&Ride nur über die Schillerstraße, die dann direkt über den Steg zu den Zügen gelangen sollen, nicht mehr durchs Empfangsgebäude
- Keine MIV-Querung der ÖPNV-Spuren mehr im Kernbereich (ZOB-Theater), um die Zahl der Ampeln und damit verbundene Rückstaus zu reduzieren
- 1500 Fahrradstellplätze auf beiden Seiten des Bahnhofs, der Großteil davon aber im künftigen Parkhaus Schillerstraße auf der Westseite, 500 weitere folgen mit Entwicklung des Theaterviertels auf der Nordseite des Hbf

Für den Beschluss und somit weitere Optimierungen kann man sich aber nun doch noch Zeit lassen, denn erst kürzlich wurde bekannt, dass sich die Bauarbeiten an der Tiefgarage unter dem Vorplatz zuletzt stark verzögert haben. Sie wird zwar in Deckelbauweise errichtet (erst der Deckel für den Vorplatz, dann der Tiefbau mit den Parkgeschossen), trotzdem hat man die Fertigstellung vorsorglich von Herbst 2019 auf Frühjahr 2021 verschoben (und auch noch mal 6,6 Millionen Euro drauflegen müssen). Da nach Fertigstellung des Deckels erstmal die ÖPNV-Trasse auf den Deckel verlegt wird, um die eigentliche Trasse sanieren zu können und nebenbei auch noch die Bahnhofspassage neugebaut werden muss, wird man mit dem eigentlichen Vorplatz also auch erst viel später anfangen können.
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Beitrag von Didy »

Lobedan @ 20 Jun 2018, 21:58 hat geschrieben:- Kein großes Haltestellendach mehr, das die Blickachse Hbf - Innenstadt zerschneidet, stattdessen ein großes Vordach und zwei deutlich verkürzte (zu kurze?) Bahnsteigdächer
Blickachse, Blickachse - wo is da ne Blickachse zur Innenstadt? Da stehen hohe Gebäude am anderen Straßenseite, da gibts keine Blickachse.
Wichtig wäre mir als ÖV-Nutzer aber, nicht nass zu werden.
Wenn Einzeldächer, sollten die wenigstens die ganze Länge abdecken.

Warum das Dach auf der Spur Richtung Ehinger Tor ganz am anderen Ende ist, ist mir jetzt auch nicht ganz klar.
Lobedan @ 20 Jun 2018, 21:58 hat geschrieben:- Der Neubau zwischen Vorplatz und ZOB ist nun fest eingeplant, weil als Flaschenhals für den ZOB nicht mehr dessen Größe, sondern die Zu-/Ausfahrt deklariert wurde und diese Kreuzung bzw. Ampel auch beim verkleinerten ZOB zu Engpässen führen dürfte, wenn man keinen aktiven Einfluss auf die Ampelschaltung nehmen wird. Daher bleibt der ZOB West an der Schillerstraße wohl auch langfristig bestehen.
Herr, wirf Hirn vom Himmel.
Wenn man irgendwann merkt, Zu-/Ausfahrt ist ein Problem, kann man mit Ampel nachsteuern.
Wenn man merkt, Platz fehlt, kannst den Neubau nicht mehr abreißen.
Lobedan @ 20 Jun 2018, 21:58 hat geschrieben:- 1500 Fahrradstellplätze auf beiden Seiten des Bahnhofs, der Großteil davon aber im künftigen Parkhaus Schillerstraße auf der Westseite
Ich weiß nicht, warum die da noch ein Parkhaus wollen. Man baut gerade eine Tiefgarage für gut ~500 Autos am Bahnhof, das reicht doch. Anscheinend wollen alle mehr Autos in der Stadt.
Das Krasse Missverhältnis finde ich vor Allem: Die Tiefgarage kostet ca. ein fünftel der ganzen Linie 2.

Insgesamt finde ich es nach wie vor den größten Fehler, hier nicht die Haltestelle auf vier Spuren auszubauen.
Den Platz dafür könnte man generieren, indem man näher an Empfangsgebäude / IC-Hotel rangeht. Aufgang zu Tiefgarage/Unterführung quasi direkt ans Empfangsgebäude, und bis dahin die Straße reinrücken. (Bräuchte man zum zurückfädeln wieder den Platz, den man zubauen will.....)
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Beitrag von Lobedan »

Didy @ 20 Jun 2018, 21:29 hat geschrieben:Blickachse, Blickachse - wo is da ne Blickachse zur Innenstadt? Da stehen hohe Gebäude am anderen Straßenseite, da gibts keine Blickachse.
Wichtig wäre mir als ÖV-Nutzer aber, nicht nass zu werden.
Wenn Einzeldächer, sollten die wenigstens die ganze Länge abdecken.

Warum das Dach auf der Spur Richtung Ehinger Tor ganz am anderen Ende ist, ist mir jetzt auch nicht ganz klar.
So wie ich das mal an einer Stelle heraus gehört habe, hat man mit dem Sedelhof-Investor vereinbart, dass der Zugang zu selbigem vom Hbf direkt sichtbar ist. Darüber gab es zuletzt ja auch noch mal Streit: Die Stadt hätte gern noch einen Zugang von der neuen Fußgängerpassage direkt in die Bahnhofstraße gehabt, aber dann hätte die Gefahr bestanden, dass Menschen nicht die Treppe bei den Sedelhöfen hochgehen und damit Laufkundschaft verloren geht --> hat der Investor abgelehnt.

Von dem Dach Richtung Ehinger Tor bin ich auch nicht überzeugt, zumal der Treppenzugang von der Passage jetzt ohne Dach ist. Das erinnert mich an den alten Zustand am Bahnhof Cottbus, wo die Bahnsteigdächer auch nicht an den (neueren) Treppenzugängen lagen, sondern am anderen Bahnsteigende, wo der längst geschlossene Bahnhofstunnel war.
Didy @ 20 Jun 2018, 21:29 hat geschrieben:Herr, wirf Hirn vom Himmel.
Wenn man irgendwann merkt, Zu-/Ausfahrt ist ein Problem, kann man mit Ampel nachsteuern.
Wenn man merkt, Platz fehlt, kannst den Neubau nicht mehr abreißen.
Doch, das geht schon. :D Bau auf, reiß nieder! Bild
Vielleicht setzt sich ja die CDU (war es glaube) mit ihrem Vorschlag durch, die ZOB-Fläche komplett zu überbauen. Könnte man ja auch so machen, dass ebenerdig alles ZOB bleibt und darüber der Neubau steht. Das wäre wenigstens sowas wie innovativ.
Didy @ 20 Jun 2018, 21:29 hat geschrieben:Ich weiß nicht, warum die da noch ein Parkhaus wollen. Man baut gerade eine Tiefgarage für gut ~500 Autos am Bahnhof, das reicht doch. Anscheinend wollen alle mehr Autos in der Stadt.
Das Krasse Missverhältnis finde ich vor Allem: Die Tiefgarage kostet ca. ein fünftel der ganzen Linie 2.
Diese Tiefgarage soll Teilersatz für die Parkplätze sein, die früher dort waren, wo jetzt die Sedelhöfe entstehen, weil die Sedelhoftiefgarage diese nicht eins zu eins ersetzt. Und diese Tiefgarage soll in erster Linie als Innenstadt- und Shopping-Parkfläche verstanden werden, nicht als Bahnhofsparkplatz. Der bekommt ja an der Schillerstraße ein neues Parkhaus.
Die 60 Millionen sind Wahnsinn, definitiv. Neulich hat ja sogar mal jemand die Rechnung aufgemacht, dass diese Verzögerungen an der Tiefgarage infolgedessen auch die ÖPNV-Trasse später saniert werden kann, einer der Kostentreiber der Linie 2 sei.
Didy @ 20 Jun 2018, 21:29 hat geschrieben:Insgesamt finde ich es nach wie vor den größten Fehler, hier nicht die Haltestelle auf vier Spuren auszubauen.
Den Platz dafür könnte man generieren, indem man näher an Empfangsgebäude / IC-Hotel rangeht. Aufgang zu Tiefgarage/Unterführung quasi direkt ans Empfangsgebäude, und bis dahin die Straße reinrücken. (Bräuchte man zum zurückfädeln wieder den Platz, den man zubauen will.....)
Ja klar, Platz dafür wäre genug gewesen, egal auf welche Weise. Ich persönlich hätte mir einen autofreien Vorplatz gewünscht: Zentraler Punkt wäre die Haltestelle mit zweimal zwei ÖPNV-Spuren, daneben ein großzügiger Radweg und der MIV darunter im Tunnel. Da hätte er auch gern zweimal zwei Spuren behalten können. Die Achse Hbf-Innenstadt inkl. Sedelhöfe wäre ebenerdig und niemand hätte über Blickachsen geklagt (wie will man denn nun die Sedelhöfe sehen, wenn man dafür erstmal in die Katakomben muss?).
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Beitrag von Lobedan »

Vom 20. August bis zum 2. September werden die beiden Aufzüge am Bahnhofssteg erneuert und sind dementsprechend in dieser Zeit nicht benutzbar. Die Technik soll auf denselben Stand gebracht werden, wie die neuen Aufzüge, die vom Steg auf die Bahnsteige gebaut werden, um die künftige Wartung zu vereinheitlichen. Nach Angaben des Herstellers gehören diese beiden Aufzüge mit täglich rund 1600 Fahrten zu den am meisten genutzten Aufzügen Deutschlands.
SWP: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/a...b-27338264.html
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Beitrag von Lobedan »

Kurzer Blick auf den Baufortschritt am Bahnhofssteg:

Die Treppen zu den Bahnsteigen 2/3, 4-6 und 7/8 sind praktisch fertig, die Treppe zum Bahnsteig 1/25-28 ist noch in Bau, aber auch schon weit fortgeschritten. Von unten sieht das ganze so aus:

Bild

Der Aufzugschacht zum Bahnsteig 1 ist hingegen bereits fertiggestellt, der zum Bahnsteig 4-6 in Bau, die anderen beiden fehlen noch:

Bild

Abschließend bei der Gelegenheit noch der Baufortschritt am Tiefgaragendeckel des Vorplatzes:

Bild

Bild

Hier inklusive der Baustelle der Sedelhöfe mit dem nun gefallen Gebäude, das jahrzehntelang die Kneipe "Linie 1" beherbergte, zwischen all dem geht die Bus-Tram-Haltestelle Hauptbahnhof praktisch unter:

Bild
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Beitrag von Didy »

Lobedan @ 18 Aug 2018, 16:38 hat geschrieben:Der Aufzugschacht zum Bahnsteig 1 ist hingegen bereits fertiggestellt, der zum Bahnsteig 4-6 in Bau, die anderen beiden fehlen noch:
Man muss anmerken, dass derzeit (Sommerferien) Gleis 1 und 25 gesperrt sind. Fernverkehr läuft in beide Richtungen auf Gleis 2. Der Bahnsteig ist da zu schmal, um da unter Betrieb zu bauen. Deswegen wird man hier Treppe und Aufzugschacht gleichzeitig bauen, damit das mit Ende der Sommerferien durch ist.
Lobedan @ 18 Aug 2018, 16:38 hat geschrieben:Hier inklusive der Baustelle der Sedelhöfe mit dem nun gefallen Gebäude, das jahrzehntelang die Kneipe "Linie 1" beherbergte, zwischen all dem geht die Bus-Tram-Haltestelle Hauptbahnhof praktisch unter:
Das spannende: Jetzt gibt es vorübergehend tatsächlich eine Sichtachse Bahnhof - Fußgängerzone. Wegen der man ja angeblich kein großes Dach an der Haltestelle bauen kann. Auch wenn sie nicht mehr vorhanden ist, sobald da wieder ein Gebäude steht.
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Beitrag von Lobedan »

Die Treppen zu den Bahnsteigen 2/3 und 7/8 werden pünktlich zum Südbahn-SEV am kommenden Montag freigegeben, um die Wege zur SEV-Haltestelle in der Schillerstraße zu verkürzen. Die Treppen zum Bahnsteig 1 und 4-6 sowie die Aufzüge zu allen vier Bahnsteigen gehen jedoch erst im Mai 2019 in Betrieb.
SWP: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/t...g-27500722.html
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Beitrag von Lobedan »

Da steigt man nichtsahnend nach ein paar Tagen Donauabstinenz aus dem ICE in Ulm und stellt fest, dass zwischen den Gleisen 1 und 2 kein Durchfahrtsgleis mehr liegt UND stattdessen dort nun Masten gesetzt wurden.
Gesperrt und in Bauarbeiten verwickelt war das Gleis ja schon länger, nun aber ist es auf kompletter Länge demontiert und die Masten stellen wohl klar, dass es nicht wiederkommen wird. Am Gleis 1 liegt noch eine Weiche, die jetzt ins Nichts führt, die kommt später dann vermutlich auch noch weg. Alles im Rahmen der Anbindung an die NBS nach Stuttgart? Der Güterverkehr soll ja künftig eh westlich der Bahnsteige entlang geführt werden. Wer auf eine schnelle(re) Bahnhofsdurchfahrt in Ulm für etwaige Sprinter gehofft hat, wird nun aber sicher enttäuscht sein: Jede Zugfahrt durch Ulm auf die NBS und umgekehrt muss dann also an einem Bahnsteiggleis vorbei.
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Beitrag von Iarn »

Selbst wenn es etwaige Sprinter geben sollte, die in Ulm nicht halten, können die auch am Bahnsteig entlang fahren. Mit mehr als 50 km/h kommt man eh nicht durch den Ulmer Bahnhof, da braucht es IMHO keine bahnsteiglosen Durchfahrtsgleise.
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Beitrag von Didy »

Also in der Nordhälfte ist das mit den Masten aber bestimmt schon ein halbes Jahr so. Wann war das denn, wo der FV mal paar Wochen nicht in Ulm war, dieses Frühjahr oder schon letzten Herbst?

Und schnelle durchfahrt ohne Bahnsteig wäre dann eh nur in eine Richtung gegangen. Weil Weiche wäre dann auch nicht schnell.
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Beitrag von Iarn »

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Beitrag von Lobedan »

Iarn @ 19 Jul 2020, 09:13 hat geschrieben:Selbst wenn es etwaige Sprinter geben sollte, die in Ulm nicht halten, können die auch am Bahnsteig entlang fahren. Mit mehr als 50 km/h kommt man eh nicht durch den Ulmer Bahnhof, da braucht es IMHO keine bahnsteiglosen Durchfahrtsgleise.
Im Moment geht das vielleicht nicht anders. Aber ist das auch in Stein gemeißelt? Südlich der Donaubrücke steht bereits die 120er Tafel, zumindest für diese Geschwindigkeit hätte man die Infrastruktur zwischen NBS und Donau doch bestimmt anpassen können? An den Kurvenradien wird es ja kaum liegen, ist das Weichenfeld wirklich so tricky, dass es die aktuelle Schleichfahrt in dem Bereich braucht?
Didy @ 19 Jul 2020, 15:04 hat geschrieben:Also in der Nordhälfte ist das mit den Masten aber bestimmt schon ein halbes Jahr so. Wann war das denn, wo der FV mal paar Wochen nicht in Ulm war, dieses Frühjahr oder schon letzten Herbst?

Und schnelle durchfahrt ohne Bahnsteig wäre dann eh nur in eine Richtung gegangen. Weil Weiche wäre dann auch nicht schnell.
Sowohl als auch. Sogar nicht erst vor einigen Wochen zuletzt, als die "neuen" Filstalgleise/Oberleitungen über den NBS-Trog fertig gebaut wurden?
Es gab bis dahin aber zumindest eine Weiche über dem nördlichen Bahnsteigtunnel am Nordende der Bahnsteige, über die das Gleis noch benutzbar war. Der Ausbau des Gleises nördlich davon war nötig, weil von Gleis 1 etwas nördlich dieser Weiche eine neue Weiche eingebaut wird, über die es dann auf die NBS geht. Masten waren mir dort keine aufgefallen, ich habe aber auch nicht aktiv darauf geachtet.


Ich gebe zu, das Gleis wäre jetzt nicht der umwerfendste Mehrwert in Sachen Geschwindigkeit. Wohl aber für Überholungen und die allgemeine Bahnsteigbelegung in Ulm. Die Gleise 1 und 2 werden ja keine reinen NBS-Gleise, ein bisschen Flexibilität für Störungen kann wohl am Ende nicht schaden. Selbst wenn ein Sprinter vielleicht erst irgendwann in ferner Zukunft kommt, so kann dieses fehlende Gleis dann ein Zwangspunkt für die Trassenlage dieses Zuges werden.
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Beitrag von 218 466-1 »

Iarn @ 19 Jul 2020, 03:13 hat geschrieben:Selbst wenn es etwaige Sprinter geben sollte, die in Ulm nicht halten, können die auch am Bahnsteig entlang fahren. Mit mehr als 50 km/h kommt man eh nicht durch den Ulmer Bahnhof, da braucht es IMHO keine bahnsteiglosen Durchfahrtsgleise.
Nix 50 km/h. Genau das war das Gleis 1b. Da konnte aus Richtung Neu-Ulm in Richtung Beimerstetten volle Pulle durchgebrettert werden und das wurde in den 1990er von ICE 990 "Rhein-Sprinter" auch genutzt.
Wieder schwache Leistung von DB Netz, das Gleis einfach abzubauen.
In der Gegenrichtung nutzte ICE 993 "Isar-Sprinter" Gleis 2 - da ging es mit 60 km/h durch.
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Beitrag von Didy »

218 466-1 @ 20 Jul 2020, 00:20 hat geschrieben: Gleis 1b
Wenn dann Gleis 1a, offiziell aber wohl 101. 1b hab ich jedenfalls noch nie gehört.
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Beitrag von Lobedan »

DB-PM: Investitionen von über 15 Millionen Euro: Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit, Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Aufwertung des Erscheinungsbildes
Damit sollen u. a. die Bahnsteigbeläge erneuert und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet werden. Außerdem ist die Sanierung der Treppen und Bahnsteigdächer sowie der Neubau des Bahnsteigs Gleis 27/28 geplant.
Am Empfangsgebäude sind die Sanierung des Hallenbodens, die vollständige Erneuerung der Heizungsanlage und weitere energetische Sanierungsmaßnahmen beabsichtigt. Zudem wird an einer gestalterischen Aufwertung der Empfangshalle und an einem neuen Vermietungskonzept gearbeitet.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Personenunterführung im Rahmen des zweiten Bahnhofmodernisierungsprogramms aufzuwerten. Die Rahmenvereinbarung sieht eine entsprechende Mitfinanzierung der Stadt vor.
Nachdem es in den letzten Wochen vermehrt Ärger in der Stadtpolitik gegeben hat, weil die Bahn nichts weiter am Hbf machen wollte, ist das zumindest eine einigermaßen gute Nachricht.

Inwiefern die Stadt auf das Angebot eingehen wird, bleibt abzuwarten. Ursprünglich wollte man ja mal eine durchgehende Unterführung von den neuen Sedelhöfen bis zur Schillerstraße westlich der Gleisanlagen haben. Der städtische Teil auf der Ostseite (Sedelhöfe-Bahnhofsvorplatz) ist seit zwei Monaten begehbar und beherbergt derweil einen Edeka, eine dm-Drogerie, eine Apotheke, eine Bäckerei und ein Nagelstudio. Etliche Flächen sind noch zu haben und der Publikumsverkehr dort unten hält sich auch noch in Grenzen.
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Re: Neu-/Umbau Ulm Hauptbahnhof

Beitrag von Lobedan »

Wer in den nächsten 2,5 Wochen nach Ulm oder von dort weg will, sollte vorher gut die Fahrpläne konsultieren, denn ab Samstag laufen umfangreiche Arbeiten in und um Ulm mit Teilsperrungen, Ausfällen, SEV, Umleitungen und vielen mehr. Die damit verbundenen Umleitungen im Fernverkehr betreffen wie üblich die gesamte Achse Stuttgart - München, wo großräumig umgeleitet wird.
Der großen Brocken laufen über Himmelfahrt (26.-30. Mai) und Pfingsten (3.-7. Juni), wo jeweils mehrere Strecken von/ab Ulm dicht sind.
Unter anderem laufen in der Zeit Arbeiten fürs ESTW Ulm Hbf.

Details zu den verschiedenen Sperr-Zeitfenstern und Ersatzkonzepten gibt es in dieser Meldung: https://www.deutschebahn.com/pr-stuttga ... lm-7661840
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Re: Neu-/Umbau Ulm Hauptbahnhof

Beitrag von rautatie »

Lobedan hat geschrieben: 18 Mai 2022, 21:33 Wer in den nächsten 2,5 Wochen nach Ulm oder von dort weg will, sollte vorher gut die Fahrpläne konsultieren, denn ab Samstag laufen umfangreiche Arbeiten in und um Ulm mit Teilsperrungen, Ausfällen, SEV, Umleitungen und vielen mehr. Die damit verbundenen Umleitungen im Fernverkehr betreffen wie üblich die gesamte Achse Stuttgart - München, wo großräumig umgeleitet wird.
Oh nein, nicht schon wieder. Wie oft bin ich schon stundenlang über Nördlingen oder Ansbach/Crailsheim herumgegondelt auf endlosen Umleitungsstrecken, auf denen die Fahrt zwischen Augsburg und Stuttgart auch gern mal drei Stunden dauert....
Wo ist das Problem?
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Re: Neu-/Umbau Ulm Hauptbahnhof

Beitrag von Lobedan »

Ich hoffe, du hast es überstanden! Die FV-Sperrpause ist ja nun seit diesem Wochenende vorbei und auch für die ESTW-Umrüstung ist heute (erstmal) der letzte Sperrtag.

Was wurde gemacht? Nun, im Hbf selbst reichlich wenig direkt Sichtbares. Ausfahr- und Zwischensignale sind allesamt weiterhin H/V-Altbestand. Innerhalb des Bahnhofs wurden, soweit ich das überblickt habe, mit Ausnahme der ebenfalls aufgestellten Einfahrsignale lediglich vier Ks-Signale aufgestellt, an Stellen, wo es bisher keine Signale gab. Es wurden aber jede Menge Kabel neuverlegt, Weichenzungen erneuert, einige alte Oberleitungsmasten ausgetauscht und mindestens ein neues Quertragwerk gebaut. Ansonsten wurden auf den drei Zulaufstrecken, die bisher kein Ks hatten (Filstal, Brenzbahn, Südbahn), soweit Ks-Signale aufgestellt, wie jeweils der Ulmer Stellbezirk reicht. Allesamt aber noch außer Betrieb. An den NBS-Gleisen wurde auch gearbeitet, sah aber auch nur nach Kabelarbeiten aus.

Wann und wie es nun weitergeht, weiß ich leider noch nicht, da noch keine neuen Sperrpausen angekündigt sind. Womöglich kann man die übrigen Ks-Signale innerhalb des Bahnhofs durch Sperrung einzelner Gleise bzw. Nachtsperrungen aufstellen, das bleibt abzuwarten.

Der Bahnsteig 27/28 soll eigentlich auch noch bis Jahresende saniert und auf 76 cm angehoben werden, das hätte man eigentlich gut in den letzten Wochen während der Günzburg-Sperrung machen können.

Außerdem wurde in den letzten Wochen Bahnsteig 2 um rund 20 Meter nach Norden verlängert, sodass er nun bis zur NBS-Einfahrweiche reicht. Wenn die Weiche zwischen Gleis 1 und 2 in Betrieb ist und 2 Nord dann ein entsprechendes Deckungssignal bekommt, hätte man hier dann rund 70 Meter Bahnsteiglänge, auf denen kurze Triebwagen wenden könnten. Ob es dafür gemacht wurde, weiß ich aber nicht. Reine Nutzlänge hatte der Bahnsteig eigentlich vorher schon ausreichend.
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Re: Neu-/Umbau Ulm Hauptbahnhof

Beitrag von rautatie »

Lobedan hat geschrieben: 06 Jun 2022, 17:06 Ich hoffe, du hast es überstanden! Die FV-Sperrpause ist ja nun seit diesem Wochenende vorbei und auch für die ESTW-Umrüstung ist heute (erstmal) der letzte Sperrtag.
Ja, Gottseindank.... Ich bin während der Streckensperrung mehrfach über die Umleitungsstrecken gegondelt.

Am besten war die Fahrt von Stuttgart nach München am vorletzten Sonntag: man hatte anscheinend versäumt, die geänderten Umleitungsfahrzeiten ins System einzuprogrammieren, sodass der Zug mit normal-regulären Ankunftszeiten für Augsburg und München angezeigt wurde (in der Bahn-App und auch auf allen Displays im Zug und in den Bahnhöfen). Als wir in Stuttgart losfuhren schrieb ich noch per Whtasapp meinem Freund "Ich frage mich, wie der Zug es bis zu der angegebenen Uhrzeit bis nach Augsburg schaffen soll". Da dachte ich noch, er würde wohl über Nördlingen fahren und ohne lange Wartezeiten schnell über die eingleisige Strecke geschleust werden.

War aber nicht so. Ab der Durchfahrt durch den Bahnhof Waiblingen war klar: es geht über Backnang, Crailsheim und Ansbach. Auf dieser Strecke war die angegebene Ankunftszeit für Augsburg unmöglich zu schaffen. Und so war es dann auch: nach einer Weile kam eine verlegen klingende Durchsage, dass man leider die Ankunftszeiten der nächsten Haltestellen nun korrigieren müsse: es kämen leider 90 Minuten hinzu. Aus diesem Anlass wurde auch noch ein außerplanmäßiger Halt in Ansbach eingelegt, wahrscheinlich um einigen Fahrgästen eine zusätzliche Umsteigemöglichkeit zu bieten.
Wo ist das Problem?
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