Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

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Auer Trambahner
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von Auer Trambahner »

Federspeicher hat geschrieben: 31 Dez 2025, 11:16 Das muss man auch nicht haben und war auch keine Unterstellung. Warum schon wieder so gereizt?
Weil deine Beiträge häufig von oben herab und mit Subtext "ich weiß es besser" wirken.
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Auer Trambahner
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Re: Fahrgastinformation

Beitrag von Auer Trambahner »

Beobachter2 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 16:59 Auch sonntags bis Mittag galt die Kurzfahrzeit.
Sonntags doch schon min. die letzten 34 Jahre ganztags?
Bei der Linie 17 nachmittags tödlich, bis erstmal die Besucher vom Botanischen verstaut sind und dann auch noch
die stets auf einer Stelle ganz hinten wartenden am Schloß ist der Fahrplan eigentlich schon bis St. Emmeram fürn Gaul.
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Hydrotoxinlaser
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von Hydrotoxinlaser »

Allerdings ist es in jüngerer Zeit sonntags tagsüber nicht mehr dieselbe Kurzfahrzeit wie täglich früh und spät, sondern eine etwas gemäßigtere. Früher waren die exakt deckungsgleich.
Beobachter2
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Re: Fahrgastinformation

Beitrag von Beobachter2 »

Auer Trambahner hat geschrieben: 02 Jan 2026, 18:35
Beobachter2 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 16:59 Auch sonntags bis Mittag galt die Kurzfahrzeit.
Sonntags doch schon min. die letzten 34 Jahre ganztags?
...
Richtig, ist auch als "historischer Beitrag" zum Thema Fahrplankonstruktion gedacht. Es gab dann mittags einen 9-Minuten-Takt(!) für eine Dreiviertelstunde und es rückten um diese Uhrzeit zusätzliche Kurse aus. Zum Fahrplanwechsel am 1. Oktober 1978 wurde dies abgeschafft.

Auch gab es mal eine "Langfahrzeit" werktags von 15 Uhr bis 18:30 Uhr.
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von 4002 »

Es wird wieder Zeit für einen HVZ Plan.

Natürlich ist es attraktiv, im Fahrplan von 6 bis 22 die gleiche Abfahrtsminuten zu haben, bringt mir jedoch nichts wenn es nicht mit der Realität übereinstimmt.
Gerade wenn die Verstärker fahren, hat man die perfekte Möglichkeit für längere Fahrzeiten.
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Entenfang
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Re: Fahrgastinformation

Beitrag von Entenfang »

Beobachter2 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:00 Auch gab es mal eine "Langfahrzeit" werktags von 15 Uhr bis 18:30 Uhr.
Spannend - das gibt es in Basel auch. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 galt sie auf den meisten Linien von 15:30 bis 18:00, seitdem von 16:15 bis 19:00. Immer wieder zeigt sich zumindest in Basel, dass die MHVZ wesentlich kürzer und schwächer ausgeprägt ist als die AHVZ. Von den einheitlichen Abfahrtsminuten hat man sich im letzten Fahrplanwechsel zugunsten besserer Pünktlichkeit und Verlässlichkeit verabschiedet. Hier sieht man sehr schön die vielen Wechsel in den Fahrzeiten:
https://www.bvb.ch/wp-content/bvb/Dokum ... n_BA01.pdf

Oder noch extremer:
https://www.bvb.ch/wp-content/bvb/Dokum ... W_OW03.pdf
Auf dem 34er gibt es als Besonderheit eine eigene MHVZ-Fahrzeit, die etwa zwischen 7:00 und 8:30 gilt, wie man an den abweichenden Abfahrtsminuten zu der Zeit nach 8:30 sehen kann.

Bei einem so dichten Takt und der inzwischen extrem hohen Verbreitung und Nutzung an Fahrplanapps finde ich das aber deutlich besser als gut merkbare Abfahrtszeiten, die aber nichts mit der Realität zu tun haben. Gerade beim Bus ist es einfach völlig unrealistisch, ohne Busspur den ganzen Tag die selben Fahrzeiten zu schaffen.
Mein Bahnjahr 2025
Zurückgelegte Strecke: 30.600 km - Planmäßige Gesamtreisezeit: 16,2 Tage - Gesamtverspätung (analog FGR): 882 min - Planmäßige Reisegeschwindigkeit: 79 km/h - Durchschnittliche Fahrzeitverlängerung aufgrund von Verspätung: 3,8% - Fahrtkosten: 10,0 Cent/km - Anschlussquote (alle Anschlüsse einer Verbindung mit min. 1 Umstieg erreicht): 89,1% -
3-min-Pünktlichkeit innerhalb CH: 90,4% - 6-min-Pünktlichkeit innerhalb D sowie international D/CH: 57,8%
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Re: Fahrgastinformation

Beitrag von 4002 »

Entenfang hat geschrieben: 03 Jan 2026, 19:40
Bei einem so dichten Takt und der inzwischen extrem hohen Verbreitung und Nutzung an Fahrplanapps finde ich das aber deutlich besser als gut merkbare Abfahrtszeiten, die aber nichts mit der Realität zu tun haben. Gerade beim Bus ist es einfach völlig unrealistisch, ohne Busspur den ganzen Tag die selben Fahrzeiten zu schaffen.
Genau DAS!

Bei einem dichteren Takt als alle 10 Min gehe ich einfach zur Haltestelle. Bei mir daheim kenne ich die Abfahrtszeiten und weiß wie lange ich bis zur Haltestelle brauche.
Im 5er Takt schaue ich dennoch erst auf die Uhr, wenn ich mich der Station nähere.

Darum ist es auch ok wild wechselnde Abfahrtszeiten zu haben, sofern der Takt dicht ist.

Gut finde ich da den Fahrplan der Wuppertaler Schwebebahn.

Da sind die Fahrten aufgeführt, zu denen sich der Takt ändert und dazwischen steht nur. ,,Alle 3-5min" oder ,,Alle 4min" oder ,,Alle 7-8min" usw.

In den Randzeiten gibt es dann eine 10er oder 15er Takt mit gut merkbaren Abfahrtszeiten.
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Re: Fahrgastinformation

Beitrag von Beobachter2 »

Auer Trambahner hat geschrieben: 02 Jan 2026, 18:35 ...
Bei der Linie 17 nachmittags tödlich, ... dann auch noch die stets auf einer Stelle ganz hinten wartenden am Schloß ist der Fahrplan eigentlich schon bis St. Emmeram fürn Gaul.
Wobei der Fußweg vom/zum Romanplatz (freie Sitzplätze in der Tram 16) nur 4(!) Minuten länger ist, und die meisten doch ohnehin zum Spazierengehen in den Nymphenburger Park wollen. (Man müsste den Weg durch die Romanstraße irgendwie attraktiver machen.)
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von 4002 »

Du unterschätzt die Faulheit der Menschen.
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von cretu »

4002 hat geschrieben: 04 Jan 2026, 18:17 Du unterschätzt die Faulheit der Menschen.
Und Du überschätzt im Gegenzug die Fahrgäste. Insbesondere stellt sich die Frage, wie ein Nicht-Einheimischer die Entfernung Romanplatz-Nyphemburger Schlosskanal überhaupt einschätzen können soll.... Ich gratuliere ja jedem Touri, wenn er überhaupt die MVG- oder MVV-App findet. Dann aber auch noch selbstständig Alternativen zu der ausgegebenen Lösung der App einzuschätzen, würde auch mich in jeder fremden Stadt an den Rande des Wahnsinns bringen. Oder wie verhältst Du dich, in sagen wir mal Kapstadt, wenn Du dich dort nicht auskennst???
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von 4002 »

Sicher, dass du mich meinst?

Ich gebe dir recht mit deiner Aussage, dass kommt obendrauf.

Ich sehe häufig genug, wie die Leut selbst für kürzeste Entfernungen eine Haltestelle fahren.

Teilw. kaum 100m
Beobachter2
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von Beobachter2 »

cretu hat geschrieben: 04 Jan 2026, 19:13 ... Insbesondere stellt sich die Frage, wie ein Nicht-Einheimischer die Entfernung Romanplatz-Nyphemburger Schlosskanal überhaupt einschätzen können soll.... Ich gratuliere ja jedem Touri, wenn er überhaupt die MVG- oder MVV-App findet. Dann aber auch noch selbstständig Alternativen zu der ausgegebenen Lösung der App einzuschätzen, würde auch mich in jeder fremden Stadt an den Rande des Wahnsinns bringen. Oder wie verhältst Du dich, in sagen wir mal Kapstadt, wenn Du dich dort nicht auskennst???
Touris is klar; ich meinte ja v.a. die Einheimischen, die "nur" zum Spazierengehen in den Nymphenburger Park wollen. Würde vorschlagen, den Romanplatz umzubenennen in "Nymphenburg", der Stadtteil heißt ja auch so, ggf. Klammerzusatz wie beim Tierpark. Die jetzige Haltestelle "Schloss Nymphenburg" würde ich schlicht "Kanal" nennen. (Ist nicht ganz ernst gemeint, hätte aber eine wesentlich gleichmäßigere Auslastung der Linien 16/17 zur Folge, weil auch für die Touris verständlich.)
Auer Trambahner
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von Auer Trambahner »

Achmenno, das wird jetzt wieder eher Fahrgastinfo.

Du kannst die Haltestellen auch Knödelblödel und Gnampf nennen, der durchschnittstouri findets ohne Händchenhalten eh nicht. Die zeigen einem oft eine haargenaue Verbindungsauskunft und fragen ob das richtig ist.
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Re: Fahrplankonstruktion (war Fahrgastinformation)

Beitrag von 4002 »

Kann ich jedoch durchaus verstehen, gerade beim Bus.

In anderen Linien gibt es dann (fiktiv) Linie 40A, 40B, 40bis und alle fahren eine leicht andere Route.

Auch die Haltepositionen von 58 und 68 am Hbf, wo es mit Abstand die meisten Fragen gibt, sind für Ortsfremde nicht so toll. Dazu, wer wendet und wer fährt durch.

Mich stört bspw. in den U-Bahnhöfen die uneinheitliche Beschilderung. In manchen gibt es Buchstaben für die Aufgänge direkt an der Treppe und im Umgebungsplan.
An anderen Haltestellen gibt es diese nur im Umgebungsplan, aber im Sperrengeschoss keine.
Für mich ist es kein Problem, ich habe einen guten Orientierungssinn, bin jedoch am Prinzregentenplatz auch schon den falschen Aufgang hochgegangen.
Mich stört da bspw. im Co-Pilot, dass man die Karte nicht einnorden kann.
Andere haben keinen guten Orientierungssinn und dann ist es ungünstig, gerade bei knappen Anschlüssen.
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