Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Strecken und Fahrzeuge des Regionalverkehrs (ohne S-Bahn!)
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Südostbayer
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Südostbayer »

GT6M hat geschrieben: 15 Jul 2022, 17:51 Peißenberg - Schongau seit gestern Nachmittag bis mindestens Dienstag gesperrt. Laut Schongauer Nachrichten Abweichungen der Gleislage während der 7 ½ wöchigen Sperrung im Sommer 2021 wurden Schwellen des selben Typ's wie Burgrain verbaut. TZ formuliert es etwas humaner
War dann noch ein paar Tage länger:
21.07.2022 - https://www.brb.de/de/neuigkeiten/strec ... aufgehoben
Die DB Netz AG hat vor einer Woche im Netz Ammersee-Altmühltal auf der Strecke Augsburg – Weilheim – Schongau den Streckenabschnitt zwischen Schongau und Peißenberg für den Zugverkehr überraschend gesperrt. Die Sperrung wird am morgigen Freitag, 22. Juli 2022, wieder aufgehoben. Es wurden allerdings weiterhin Langsamfahrstellen angeordnet, auf denen das Tempo auf bis zu 20 km/h gedrosselt werden muss, weshalb mit hohen Verspätungen zu rechnen ist. Der erste Zug morgen Früh um 5 Uhr von Schongau nach Peißenberg fällt allerdings noch aus, danach verkehren die Züge gemäß Regelfahrplan.
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Südostbayer
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Schwelbrand an Lok: Feuerwehreinsatz am S-Bahnhof Markt Schwaben

Beitrag von Südostbayer »

https://www.merkur.de/lokales/ebersberg ... 79956.html
Großeinsatz von Feuerwehren, Rettungskräften und Polizei am S-Bahnhof Markt Schwaben: Am Donnerstagvormittag brannte es in einer Lok. Verletzt wurde niemand.
Betroffen war RB 27021 mit einer 218.

Die planmäßigen Folgeleistungen RB 27034 (Mühldorf ab 9:37) und RB 27027 (München Hbf ab 11:07) fielen ebenfalls aus. Grund: Reparatur am Zug.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Martin H. »

Dann hat sie Mühldorf wohl schon wieder repariert. 🙄
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3247
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von 3247 »

Im München Hbf. scheint heute ein Alex entgleist zu sein (Fotos: viewtopic.php?p=751742#p751742). Ich würde auf Rangierunfall tippen.
Weiß jemand etwas genaueres?
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218 466-1
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von 218 466-1 »

DB Netz ist eine Katastrophe.
BEG schlägt Alarm: Zustand der Infrastruktur auf regionalen Bahnstrecken inakzeptabel

Infrastrukturmängel führen zu immer mehr Verspätungen und Zugausfällen / Besonders betroffen sind Linien abseits der zentralen Schienenkorridore / Verspätungen wegen Fahrbahnmängeln stiegen im Werdenfelsnetz im Juni um mehr als das Zwanzigfache


MÜNCHEN. Nach einer Auswertung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) haben die Störungen im bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr zuletzt deutlich zugenommen: Die Pünktlichkeitsquote im gesamten Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern sank von durchschnittlich 92,4 Prozent im Zeitraum Januar bis Mai auf 82,8 Prozent im Juni. Die Zugausfallquote aufgrund von Streckensperrungen ist hier noch gar nicht berücksichtigt; die Daten dazu liegen der BEG aktuell noch nicht vollständig vor. Zwar spielte bei den Verspätungen auch die Einführung des 9-Euro-Tickets eine gewisse Rolle. Doch nach Zahlen der BEG wird dieser Effekt durch Mängel in der Schieneninfrastruktur deutlich in den Schatten gestellt. Bei den Verspätungsursachen legten die Infrastrukturdefizite deutlich zu: Ihr Anteil an den Verspätungen im bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr stieg von 36,9 Prozent im Zeitraum Januar bis Mai auf 45,4 Prozent im Juni. Betrachtet man ausschließlich die Fahrbahnmängel, so stieg deren Anteil an allen Verspätungen von durchschnittlich 1,8 Prozent im Zeitraum Januar bis Mai 2022 auf 11,7 Prozent im Juni 2022, also um mehr als das Sechsfache.

Dabei verbergen die Durchschnittszahlen für ganz Bayern eine noch deutlich drastischere Entwicklung im regionalen Streckennetz abseits der Hauptverkehrsachsen. Auf diesen Strecken, wo in der Regel keine oder kaum Fernverkehrszüge fahren, ist der Zustand der Infrastruktur in Teilen noch schlechter. Ein einigermaßen pünktlicher Zugverkehr ist dort teilweise kaum mehr möglich. „Die Deutsche Bahn und die Bundesregierung haben Ende Juni mit großem Getöse die Generalsanierung der wichtigsten Schienenkorridore zwischen den Ballungszentren angekündigt. Das Ziel soll ein sogenanntes Hochleistungsnetz für Deutschland bis 2030 sein“, sagt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter. „Dieses Hochleistungsnetz nützt den täglich 1,3 Millionen Fahrgästen im bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr herzlich wenig, wenn der Zustand der weniger befahrenen Strecken so schlecht bleibt. Ich appelliere deshalb eindringlich an die Deutsche Bahn und den Bund:Vernachlässigen Sie die Regionalstrecken nicht zugunsten der Hauptverkehrsachsen. Ansonsten hängen Sie weite Teile des Landes vom Hochleistungsnetz ab. Es braucht dringend massive Investitionen in die Schiene – und zwar in der Fläche. Nur so kann im Regionalverkehr wieder ein sicherer und vor allem zuverlässiger Betrieb gewährleistet werden. Der Zustand jetzt ist inakzeptabel.“

Ein besonders drastisches Beispiel für die zunehmenden Infrastrukturprobleme ist das Werdenfelsnetz: Auf den Bahnstrecken zwischen München, Garmisch- Partenkirchen, Kochel und Oberammergau stieg die Anzahl der Verspätungsfälle, die auf Fahrbahnmängel zurückzuführen sind, im Juni 2022 auf mehr als das Zwanzigfache im Vergleich zu den Vormonaten. Waren es von Januar bis Mai 2022 monatlich im Schnitt 60 Verspätungsfälle, schnellte die Zahl im Juni auf 1.250 hoch. Hinzu kommen noch beträchtliche Zugausfälle. Wegen der Ermittlungen zum Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen am 3. Juni ist südlich von Oberau immer noch kein Bahnbetrieb möglich.

„Die jüngste Entwicklung ist wirklich erschreckend“, sagt Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG. „Ein planbarer Betrieb ist unter diesen Bedingungen kaum noch möglich, von einer angemessenen Fahrgastinformation ganz zu schweigen – auch weil DB Netz Langsamfahrstellen und Baumaßnahmen oft sehr kurzfristig ankündigt. Weder für die BEG noch für die Fahrgäste ist diese Situation länger akzeptabel. Wir fordern von DB Netz eindringlich, die Infrastruktur präventiv besser instand zu halten, damit es erst gar nicht zu so einer Häufung an Mängeln kommt. Es darf nicht sein, dass bei nahezu jeder Messzugfahrt neue Langsamfahrstellen oder gar komplette Streckensperrungen hinzukommen.“

Aber auch bei DB Regio gibt es Verbesserungsbedarf. Das Unternehmen betreibt im Auftrag der BEG den Regionalverkehr im Werdenfelsnetz und ist vertraglich verpflichtet, einen adäquaten Schienenersatzverkehr zu organisieren, wenn es zu Zugausfällen kommt. Dass dies bei sehr kurzfristig angekündigten Infrastrukturproblemen nicht immer in vollem Umfang klappt, ist noch halbwegs erklärbar. „Aber es ist inakzeptabel, dass es DB Regio selbst sechs Wochen nach dem Zugunglück nicht gelingt, ausreichend Schienenersatzbusse rund um Garmisch-Partenkirchen bereitzustellen. Deshalb haben wir DB Regio abgemahnt und aufgefordert, umgehend die vertragskonforme Leistung zu erbringen. Ich und die gesamte BEG bedauern, dass eine so bedeutende Ferienregion wie das Werdenfelser Land aktuell so stark unter dem schlechten Zustand der Infrastruktur und dem mangelhaften Ersatzverkehr leiden muss“, stellt Bärbel Fuchs fest.
https://beg.bahnland-bayern.de/de/press ... akzeptabel
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Jean
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Jean »

Die CSU meckert. Mal wieder typisch. Die Versäumnisse versucht man mal wieder andere in die Schuhe zu schieben...Der Freistaat hat doch einiges zu sagen bei Regionalstrecken auf denen es kein Fernverkehr gibt.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Mark82216 »

Ist ja nicht, so als hätten sie nicht bis vor 8 Monaten 12 Jahre lang ununterbrochen den Bundesverkehrsminister gestellt....
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Jean
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Jean »

Mark82216 hat geschrieben: 27 Jul 2022, 09:41 Ist ja nicht, so als hätten sie nicht bis vor 8 Monaten 12 Jahre lang ununterbrochen den Bundesverkehrsminister gestellt....
Nein, haben die doch nicht. Da verwechselst du sicherlich was...das war eine ganz andere Partei... :lol:
Und das Land kann auch sicherlich bei der Bahn beantragen, dass Regionalstrecken instand gesetzt werden.
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Rohrbacher
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

Komisch. Es hat eigentlich nix mit der Sache zu tun, aber wenn die CSU BEG Schieneninvestitionen in der Fläche will, fallen mir sofort und reflexartig so Sachen wie die Ilztalbahn ein. Keine Ahnung wieso wie die BEG in der Fläche so schlechte Leistungen bringt. Warum ist die BEG eigentlich nicht mehr - wie zu Bundesbahnzeiten - für einen Dauer-SEV verantwortlich, wenn irgendwo mal ein Gleis gelegen hat? Dass die Betriebspflicht auch für nur "vorübergehend" eingestellte Linien wie nach Wasserburg Stadt still und heimlich mit der Bahnreform entfallen ist, ist eigentlich eine kackdreiste Lastenverschiebung gewesen, fällt mir gerade wieder auf. Für ex-Bahnstrecken mit heute 1.000 Fahrgästen am Tag wie Freising - Mainburg, die heute die Landkreise verantworten, wenn sie denn wollen, ist in Bayern keine Pflichtaufgabe, müsste eigentlich die BEG zuständig sein.

So gesehen würde ich das jetzt auch bisschen locker sehen, auch wenn die CSU im Bund nach 16 Jahren Schlechtleistung in der Verkehrspolitik die Quittung bekommt. Auf jeder Bahnstörung und z.B. auch auf dem Lkw-Stau vor Tirol müsste "... wird Ihnen präsentiert von ihrer CSU/CDU" stehen.
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Jean
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Jean »

Rohrbacher hat geschrieben: 27 Jul 2022, 15:07 So gesehen würde ich das jetzt auch bisschen locker sehen, auch wenn die CSU im Bund nach 16 Jahren Schlechtleistung in der Verkehrspolitik die Quittung bekommt. Auf jeder Bahnstörung und z.B. auch auf dem Lkw-Stau vor Tirol müsste "... wird Ihnen präsentiert von ihrer CSU/CDU" stehen.
Schauen wir mal ob die Wähler es nächstes Jahr an der Urne quittieren... Zur Zeit sehe ich bei der CSU eine systematische Ablehnung von Fehlern ihrerseits. Es sind immer die anderen an der Miesere Schuld...
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GT6M
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von GT6M »

seit heute Morgen Chaos auf Augsburg München Ursache laut DB "Vandalismus an der Strecke" bzw. Stellwerkausfall Mering - Mammendorf
es kann wohl nur 1 Zug pro Stunde und Richtung fahren via Geltendorf
Valentin
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Valentin »

GT6M hat geschrieben: 01 Aug 2022, 15:32 seit heute Morgen Chaos auf Augsburg München Ursache laut DB "Vandalismus an der Strecke" bzw. Stellwerkausfall Mering - Mammendorf
es kann wohl nur 1 Zug pro Stunde und Richtung fahren via Geltendorf
Nicht die einzige Engstelle:
München Hbf - Nürnberg Hbf: Störung.
Eine Reparatur an der Weiche zwischen Nürnberg Hbf und Ingolstadt Hbf verzögert den Bahnverkehr. Der Streckenabschnitt ist eingleisig befahrbar. In der Folge kommt es jetzt zu Verspätungen. Bitte prüfen Sie Ihre Reiseverbindung kurz vor der Abfahrt des Zuges.
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cimddwc
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von cimddwc »

Das Stellwerk in Pfaffenhofen (Ilm) hat heute offenbar keine Lust, sondern ist defekt, entsprechend fährt hier seit ein paar Stunden nix zwischen Baar-Ebenhausen und Petershausen (außer mittlerweile wohl Ersatzbusse).
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Iarn
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Iarn »

Fernverkehr wird auch über Augsburg umgeleitet.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
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Rohrbacher
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

cimddwc hat geschrieben: 11 Aug 2022, 10:29 außer mittlerweile wohl Ersatzbusse
Tatsächlich? Da in ich mal gespannt. Das RIS behauptet übrigens, dass 4017 mit +100 fährt und mittlerweile in Pfaffenhofen sein soll. Gesehen hab ich bisher aber keinen Zug. ;)

Aber das kann's ja nicht sein, dass ein Stellwerk ausfällt und über so viele Stunden nichts fährt, zudem auch noch in Teilen, wo eigentlich andere Stellwerke zuständig sind. Warum - außer dass es gerade das einfachste ist und nebenbei Züge und Leute spart, die im Moment keiner hat - fallen die Regionalzüge auch München Hbf - Baar-Ebenhausen aus, wenn eigentlich nur der Bereich Bf Reichertshausen - Üst Uttenhofen "ausgefallen" sein sollte? Das ist ja keine Wald- und Wiesenstrecke! Gibt es bei so tollen neuen Stellwerken eigentlich keine Funktion, z.B. den Stellbereich des Bf Pfaffenhofen als großen Block zumindest für den Fernverkehr irgendwie "durchzuschalten"? Ich möchte jetzt nicht an Zeiten erinnern, als Bahnhof und Bahnmeisterei Wolnzach Bf 70 Leute beschäftigt haben, aber ... :roll:
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cimddwc
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von cimddwc »

Rohrbacher hat geschrieben: 11 Aug 2022, 13:09Tatsächlich? Da in ich mal gespannt. Das RIS behauptet übrigens, dass 4017 mit +100 fährt und mittlerweile in Pfaffenhofen sein soll. Gesehen hab ich bisher aber keinen Zug. ;)
Die Busse stehen zumindest seit 9:18 Uhr in der Meldung (die erste war übrigens um 7:33), keine Ahnung, wie's in der Realität aussieht. Mindestens einen werden sie dann schon zum Pendeln gefunden haben...
Fürs Austragen der Züge ist wohl auch immer weniger Zeit oder Lust vorhanden, da stehen ab 13:32 (Pfaffenhofen) alle drin - z.B. RB nordwärts um 13:59 mit +18 wg. "Verspätung aus vorheriger Fahrt", haha -, aber dann halt mit Vermerk "Der Betrieb des Regionalverkehrs der Deutschen Bahn wurde vorübergehend eingestellt." Tja, wie das halt so ist, wenn genügend Personal und Willen vorhanden wären, würde sicher mehr gehen.

Nachtrag 13:43: RE 4017 steht jetzt mit +200 drin. :D
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Rohrbacher
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

Zumindest ein ICE ist jetzt eben wieder durch.
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cimddwc
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von cimddwc »

Die Meldung, dass das defekte Stellwerk behoben wäre, kam jedenfalls dann um 14:29. Hoffen wir mal, dass sich sowas nicht allzu oft wiederholt...
Markus
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Markus »

Rohrbacher hat geschrieben: 27 Jul 2022, 15:07 So gesehen würde ich das jetzt auch bisschen locker sehen, auch wenn die CSU im Bund nach 16 Jahren Schlechtleistung in der Verkehrspolitik die Quittung bekommt. Auf jeder Bahnstörung und z.B. auch auf dem Lkw-Stau vor Tirol müsste "... wird Ihnen präsentiert von ihrer CSU/CDU" stehen.
Ich stimme dem auch zu.
Die Verkehrspolitik ist selbes Desaster wie die Energie-, Außen- und Sicherheitspolitik.
Und für das Desaster in der Verkehrspolitik trägt die CSU, weil sie für viele Jahre das Bundesverkehrsministerium in Verantwortung hatte, die übergroße Hauptschuld. - Meine Stimme bekommt die CSU bei der Landtagswahl nicht, wie auch die anderen Parteien im Landtag.

Leider, leider, die FDP mit Wissing begibt sich in die Spuren der CSU. Das echte Umsteuern sehe ich bislang nicht.

Insgesamt muss ich sagen, halte ich die Bahnreform von 93/94 für im Großen und Ganzen als gescheitert.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von 146225 »

Markus hat geschrieben: 11 Aug 2022, 21:08 Insgesamt muss ich sagen, halte ich die Bahnreform von 93/94 für im Großen und Ganzen als gescheitert.
Diese Sichtweise mag sich durch den maroden Gesamtzustand des Systems "Bahn" in Deutschland begründen lassen und ist völlig legitim. Die Frage ist nur, was man daraus lernt. Ein reines Zurückdrehen der Uhr zur Behörden-Staatsbahn, wie es sich schlichtere Gemüter unter den Freaks ja seit 1994 anhaltend wünschen, wird die Probleme nicht lösen, denn auch diese Behörde würde der Bund mit Desinteresse behandeln und chronisch unterfinanziert halten. Die Probleme wären am Ende dieselben, nur in anderer Form. Jegliche Veränderung muss aber die Lösung der Probleme angreifen, nicht die Organisationsform.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von 218 466-1 »

146225 hat geschrieben: 12 Aug 2022, 05:23
Markus hat geschrieben: 11 Aug 2022, 21:08 Insgesamt muss ich sagen, halte ich die Bahnreform von 93/94 für im Großen und Ganzen als gescheitert.
Diese Sichtweise mag sich durch den maroden Gesamtzustand des Systems "Bahn" in Deutschland begründen lassen und ist völlig legitim. Die Frage ist nur, was man daraus lernt. Ein reines Zurückdrehen der Uhr zur Behörden-Staatsbahn, wie es sich schlichtere Gemüter unter den Freaks ja seit 1994 anhaltend wünschen, wird die Probleme nicht lösen, denn auch diese Behörde würde der Bund mit Desinteresse behandeln und chronisch unterfinanziert halten. Die Probleme wären am Ende dieselben, nur in anderer Form. Jegliche Veränderung muss aber die Lösung der Probleme angreifen, nicht die Organisationsform.
Die Organisationsform führt aber auch direkt zu Problemen und ist daher das Problem. Der Anreiz zum Geldsparen muss auch intern beseitigt werden, weil nutzlose und völlig überbezahlte Manager nicht zum Wohl der Fahrgäste und Frachtkunden, sondern nach bestmöglicher Prämienausbeute handeln. Diese ganzen Pinguine, die vmtl. nichteinmal wissen was "Zs7" oder "EBuLa" bedeutet und dann so "geniale" Ideen haben überall "DB BAHN" und grüne Streifen Aufkleber draufzumchen, die zu chaotischem Erscheinungsbild der ICE führen weil das so umgesetzt wird wie alles bei DB, gehören alle in die Wüste geschickt. Es muss zur Grundvoraussetzung werden, dass sämtliche Führungskräfte der DB incl. des CEO, mindestens 10 Jahre Erfahrung im Eisenbhnbetriebsdienst vorweisen können! Das würde einmal dazu führen, dass Leute am Ruder sind, die wissen wo die Probleme sind und diese an der Wurzel packen und beseitigen.
Dann muss die ganze Ausrichtung geändert werden. Von gewinnorientierter AG zu einer gemeinnützigen Einrichtung deren ggf. Gewinne unverzüglich in das System investiert werden müssen.
Damit wären einmal die Rahmenbedingungen richtig gestellt.
Das Problem ist aber das Volk und 2023 werden die "Strohfeuer" mit dem Zugunglück bei Garmisch und der Spritpreisalternative wohl schon wieder weitgehend erloschen sein, sodass die CSU mut SUV-freundlicher Verkehrspolitik erneut punkten kann. Alles andere ist leider eine Illusion und auf politische Veränderungen wird man daher nicht hoffen können.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

146225 hat geschrieben: 12 Aug 2022, 05:23 Jegliche Veränderung muss aber die Lösung der Probleme angreifen, nicht die Organisationsform.
Die Organisationsform des Eisenbahnbetriebs ist das Problem und auch das einzige wesentliche, was sich 1994 verändert hat und Deutschland heute von der Schweiz oder vielen kommunalen Stadtwerken unterscheidet ... :roll:
218 466-1 hat geschrieben: 12 Aug 2022, 07:05 Es muss zur Grundvoraussetzung werden, dass sämtliche Führungskräfte der DB incl. des CEO, mindestens 10 Jahre Erfahrung im Eisenbhnbetriebsdienst vorweisen können! Das würde einmal dazu führen
... dass wir hauptsächlich Leute da hätten, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben! Selbst Uwe Seeler als Weltklasse-Fußballspieler war später als Clubvorstand nicht die ganz optimale Besetzung.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von 218 466-1 »

Rohrbacher hat geschrieben: 12 Aug 2022, 11:58
218 466-1 hat geschrieben: 12 Aug 2022, 07:05 Es muss zur Grundvoraussetzung werden, dass sämtliche Führungskräfte der DB incl. des CEO, mindestens 10 Jahre Erfahrung im Eisenbhnbetriebsdienst vorweisen können! Das würde einmal dazu führen
... dass wir hauptsächlich Leute da hätten, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben! Selbst Uwe Seeler als Weltklasse-Fußballspieler war später als Clubvorstand nicht die ganz optimale Besetzung.
Das man nicht jeden schnödel-dödel ex-FdL oder ex-Lrf da hinsetzen kann ist schon klar. Aber exterrne Manager die noch weniger Ahnung haben waren bisher auch suboptimale Lösungen die zur aktuellen Gesamtsituation geführt haben.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von TramBahnFreak »

„Die Mischung macht‘s…“ [/Plattitüde]
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