Deutschlandticket von mo.pla
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Johannes_Kirchner
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Deutschlandticket von mo.pla
(Ja mir ist bewusst, dass mein Beitrag nicht zum Thema dieses Unterforums passt, aber ich finde keins das besser passt!) Weiß jemand wer dahinter steckt, warum mo.pla die Kündigungsfrist vom vorletzten auf den 10. des Monats verlängert hat? Auf ihrer Webseite schreiben sie nur "rechtliche Gründe". Bei mo.pla kann ich innerhalb von 5 Minuten ein Deutschlandticket kaufen, bei der Mannheimer RNV muss ich 10 Tage vorher bestellen. Mo.pla benötigte bisher 1 Tag um eine Kündigung zu bearbeiten, der VDV beansprucht für seine Mitglieder 20 Tage. Statt einem Newcomer nachzueifern und fahrgastfreundliche Benchmarks anzustreben, bremst man ihn anscheinend aus.
Re: Deutschlandticket von mo.pla
Das dürfte daran liegen, dass die Regelung mit der Kündigung bis zum 10. des Vormonats beim Deutschlandticket schlicht so vorgesehen ist. Daran sollen sich alle Verkäufer halten, und mo.pla tat dies bisher nicht. Auch wenn das kundenfreundlicher war…
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Federspeicher
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Re: Deutschlandticket von mo.pla
Zur Fairness gehört dazu: mo.pla waren nicht die Einzigen... Ob die anderen nachziehen?
Re: Deutschlandticket von mo.pla
Wer bietet noch diesen Service?
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Auer Trambahner
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Re: Deutschlandticket von mo.pla
Wenns nur ums Abo aushebeln geht AO mit der Sofortkündigung beim Kauf.
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
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Cloakmaster
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Re: Deutschlandticket von mo.pla
Nur heisst "Sofortkündigung" auch dort, daß man zwei Monate bezahlen muss, wenn es nicht zwischem dem 1. und 10. des Monats passiert.Auer Trambahner hat geschrieben: ↑11 Mai 2026, 15:43 Wenns nur ums Abo aushebeln geht AO mit der Sofortkündigung beim Kauf.
Die ganzen anderen Optionen wurden von oben herab verboten. Der MVV bot ja zB auch einen taggeneuen Einstieg in das D-Ticket an, so daß man im ersten Monat nur den anteiligen Preis bezahlen musste, sofern man mindestens einen kompletten Folgemonat dazu nahm. Musste auch eingestellt werden, das Angebot, weil war nicht erwünscht.
Ich habe ein wenig das Gefühl, mal will die Kosten für das D-Ticket klein halten, indem man es maximal unbequem für den Endkunden macht, so daß ggfs. doch das "Klassische" Monatsticket hier und da dem D-Ticket vorgezogen wird.
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Johannes_Kirchner
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Re: Deutschlandticket von mo.pla
Darauf zielte meine Frage ab: Wer hat das schlicht so vorgesehen? - Der Gesetzgeber - WARUM hat er das so vorgesehen? - Da stecken mit Sicherheit Lobbyisten dahinter. Vermutlich einige Verkehrsverbünde oder die Bahn werden (direkt oder über VDV) den Politikern und den Beamten im Verkehrsministerium eingeredet haben, dass man 20 Tage für die Bearbeitung einer Kündigung benötigt. Eigentlich sollte jeder aus Prinzip jeden Monat "auf Verdacht" kündigen (und dann wieder neu abschließen), damit die Verbünde und Verkehrsgesellschaften in Verwaltungsaufwand ertrinken und sich über ihren VDV für die Abschaffung des Abo-Zwangs einsetzen.
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Cloakmaster
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Re: Deutschlandticket von mo.pla
In meinen Augen geht es darum, eine ggfs deutlich teurere Monatskarte eines lokalen Verkehrsverbund gelegentlich vorzuziehen, da man diese spontan auch innerhalb eines Monats kaufen kann, oder eben auch nach dem 10. des Monats für nur einen Monat erwerben. Davon hat der lokale Verkehrsverbunf weit mehr, als von der Ausgleichszahlung aus dem Topf des D-Ticket.
Re: Deutschlandticket von mo.pla
Ein Ziel des D-Tickets ist ja, einen nachhaltigen Umstieg auf den ÖPNV zu fördern. Deshalb wird es nur als Abo ausgegeben.
Der Gelegenheitsnutzer, der das D-Ticket z. B. für einen günstigen Ausflug kauft, soll es auch anschließend erst mal behalten und Alltagsfahrten auf den ÖPNV verlagern, weil er das Ticket jetzt nun mal schon hat. Eine monatsweise Buchung, wenn gerade mal ausreichend viele Fahrten anstehen, ist nicht das Ziel. Für diese relativ kurzfristigen Bedarfe sind die normalen Tickets ohne große Bindung vorgesehen.
Die Konkurrenz zwischen verschiedenen Ticket-Anbietern, die sich entwickelt hat scheint mir eigentlich auch nicht vorgesehen. Da es sie aber gibt und alle Anbieter an die selben Tarifbestimmungen gebunden sind, müssen die Anbieter eben aufpassen, dass sie die Konkurrenz nicht in unzulässiger Weise benachteiligen (z. B. indem sie von den gemeinsamen Tarifbestimmungen abweichen).
Der Gelegenheitsnutzer, der das D-Ticket z. B. für einen günstigen Ausflug kauft, soll es auch anschließend erst mal behalten und Alltagsfahrten auf den ÖPNV verlagern, weil er das Ticket jetzt nun mal schon hat. Eine monatsweise Buchung, wenn gerade mal ausreichend viele Fahrten anstehen, ist nicht das Ziel. Für diese relativ kurzfristigen Bedarfe sind die normalen Tickets ohne große Bindung vorgesehen.
Die Konkurrenz zwischen verschiedenen Ticket-Anbietern, die sich entwickelt hat scheint mir eigentlich auch nicht vorgesehen. Da es sie aber gibt und alle Anbieter an die selben Tarifbestimmungen gebunden sind, müssen die Anbieter eben aufpassen, dass sie die Konkurrenz nicht in unzulässiger Weise benachteiligen (z. B. indem sie von den gemeinsamen Tarifbestimmungen abweichen).