weiter geht die Occitanie Rail Tour nach Tarascon, Beaucaire, Nîmes, Aigues-Mortes, Le Grau du Roi und La Grande Motte. Vorallem die letzten Drei waren ein Mix der Architekturkontraste.
Tarascon/Beaucaire
Tarascon (eigentlich Tarascon-sur-Rhône) liegt gerade nicht mehr in der Region Occitanie, sondern in der Nachbarregion Provence-Alpes-Côte d’Azur. Nur durch die Rhône getrennt liegt die Stadt gegenüber von Beaucaire, was zur Occitanie gehört. Das Rail Tour Ticket gilt bis Tarascon. Auf der Fahr dahin einfach mal die Kamera ans Fenster halten: Wein und Ginster


Der Bahnhof von Tarascon

Im Bahnhof kommen zwei Strecken zusammen: Die aus Avignon (Nachschuß auf einen Güterzug Richtung Nîmes)

und links die von Marseille, wo dieser Intercite herkommt (in der Ferne nähert sich ein TER nach Avignon)

TER in Richtung Marseille

Bekannte Sehenswürdigkeiten in Tarascon: Die Burg und die Kirche Sainte-Marthe


Beaucaire hat auch eine Burg

und man kann auf Teilen der Stadtmauer flanieren

Zwei Brücken überspannen die beiden Rhônearme zwischen Tarascon und Beaucaire. Ein TER in Occitanie rot

Und einer in PACA blau

Das TER-Angebot auf der Achse Avignon-Nimes-Narbonne war für französische Verhältnisse recht üppig. Je nach Tageszeit 1-2 Stundentakt mit teilweisen Durchbindungen jenseits von Narbonne nach Perpignan/Port-Bou. Bei kleineren Bahnhöfen an der Strecke, das übliche SNCF Schema, daß dort nur einzelne Züge halten. Dazu dann noch TGV/AVE nach Lyon oder Marseille, diverse TGVs, die Intercite der Linie Bordeaux-Marseille und eine beträchtliche Menge an Güterverkehr. Dieses Verkehrsaufkommen hat auch zur Folge, daß bei (kleineren) Störungen alles gehörig aus dem Tritt kommt.
Aigues-Mortes
So dicht das Angebot auf der großen Achse war, so überschaubar wird es auf den Nebenlinien. Auf der Strecke nach Le Grau du Roi über Aigues-Mortes kosten die Ticktes nur 1€ und damit halb soviel, wie die langsamere parallele Buslinie. Aber dafür verkehrt der Bus häufiger und auch früher. Der erste Zug in Richtung Le Grau du Roi fuhr ab Nimes erst nach 10. Daher bin ich per Bus nach Aigues-Mortes gefahren. Weithin sichbar: Die massiven Befestigungen. Einmal von Bahnhof kommenend

Und einmal später am Tag von Le Grau du Roi kommend (Kanal ist jeweils der Canal du Rhône à Sète)

Ein Rundgang außen rum mußte natürlich auch sein

Der Bahnhof bietet auf ein eingleisigen Strecke eine Möglichkeit für Zugkreuzungen


Wenn sich jemand als Fahrdienstleiter betätigen möchte...

Als ich abends mit dem Zug nach Nîmes zurück fuhr, kam ein Mitarbeiter aus dem Gebäude und hat den Zug abgefertigt. Und einen Fahrkartenschalter gab es auch.
Und eine Drehbrücke für die Bahn über den Kanal



Etwa 20 Minute vor dem Zug kam ein Mitarbeiter und hat die Brücke in Position gebracht

Die Schranken hat es dann von hier manuell geschlossen

Der TER nach Le Grau du Roi

Die Brücke blieb in Position für die Rückfahrt des TER ca. 40min später.
Zwischen Aigues und Le Grau liegt eine große Saline zur Gewinnung mehr Meersalz. Die Ernte ist weithin sichtbar

In Aigues hatte ich zum ersten Mal ein "Baguette Occitane Duo Ble" erstanden. Dank eine Mischung aus "normalem" und Hartweizenmehl hat der eine leicht gelbliche Farbe und etwas herzhafteren Geschmack. Ich war danach so angefixt davon, daß ich den Rest der Zeit immer danach Ausschau gehalten habe
Le Grau du Roi/La Grande Motte
Ich bin per Bus weiter nach Le Grau du Roi. Am Bahnhof zeigt ein Blick auf die Abfahrtstafel das übersichtliche Angebot (und davon noch ein Zug im Ausfall)

Ganz Le Grau fühlt sich an wie ein Hafen


Natürlich mit Leuchtturm

Ich bin am Strand die paar Kilometer bis zu den Betontrümmern von La Grande Motte gelaufen Die Betontrümmer haben einen ganz eigenen Charme.


Nîmes
Neben Montpellier hat auch Nîmes einen weiteren Bahnhof an der LGV: Nîmes - Pont du Gard. Er liegt an einer Stelle, wo die LGV die Altstrecke kreuzt und wird von TGVs und TERs bedient. Außenansicht

Und ein Blick nach Innen

Hier geht es hoch zu den TGV Bahnsteigen

Blick von oben in die Halle

Die Bahnsteige für die TGVs. Die TER fahren unten

Als ich später unten auf meinen TER gewartet habe, kam die SNCF Blechelse ein bißchen durcheinander. Der TER war zu spät, sie erzählte aber irgendwann einfach "Le train LIO xxx a destination de Narbone va partir. Attention a la fermture des portes" und dann verschwand das Ding auch von der Anzeige und der Folgezug wurde angezeigt. Das Problem: Der Zug war bisher noch garnicht gekommen. Es standen noch ein paar mehr Reisende ratlos auf dem Bahnsteig. Kurze Zeit später kam der Zug dann doch noch. Keine Ahnung, was da geklemmt hat. Da der Zug aber seeehr langsam in den Bahnhof rollte, war wohl irgendwas los gewesen.
Nîmes ist immer wieder eine Reise wert. Die Arena und Parc de la Source begeistern mich immer wieder



Diesmal konnte ich auch die Kathedrale besichtigen. Als ich das letzte Mal da war, wurde gerade renoviert


Damit neigten sich meine Tage in Nîmes dem Ende und es hieß Koffer packen um nach Perpignan umzuziehen. Und so endet Teil 2.
Adieu
Charly