[M] Fragen zur U-Bahn München

Strecken, Fahrzeuge und Technik von U-Bahnen
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andreas
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von andreas »

soweit ich gelesen habe war ja die U1 Süd geplant um die Tram nach Grünwald zu ersetzen - und die Münchner waren damals so auf Zack, daß sie quasi fertige Planungen hatten und wenn Mittel von anderen Städten nicht abgerufen wurden konnten sie hier schreien und bekamen die Mittel für ihre Projekte - zudem war ja da eine Trambahn zum Hollerbusch geplant und teilweise sogar schon gebaut, die man mit der U-bahn verhindern konnte.

Darum hat man jetzt die ungeschickte Führung nach dem Sankt Quirin Platz, die keine andere Möglichkeit mehr lässt als weiter Richtung Harlaching zu bauen
GT6M
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von GT6M »

Oliver-BergamLaim hat geschrieben: 31 Dez 2025, 19:29 Mal eine Frage zur U1 Süd.

Ich meine mal irgendwo die Aussage aufgeschnappt zu haben (vielleicht sogar hier im Forum), dass der Ast zum Mangfallplatz auch deswegen gebaut wurde, weil damals größere Dienststellen einer Behörde in den Einzugsbereich der heutigen U1 Süd verlegt werden sollten und dieses zusätzliche Fahrgastaufkommen vom alten 51er Bus nicht mehr zu bewerkstelligen gewesen wäre.

Meine Frage nun: welche Behörde soll das bitte ganz konkret sein? Mir fällt am gesamten Südast der U1 keine einzige Behörde ein. Außer einigen Dienststellen des Polizeipräsidiums in der alten McGraw-Kaserne. Aber für die maximal paar hundert Beamten dort wird man doch nicht die Notwendigkeit einer eigenen U-Bahn gesehen haben!?

Da wäre zur Not auch eine zusätzliche Buslinie 151 Säbener Str. - St. Quirin-Platz - Giesing Bf. möglich gewesen. Man baut doch anderswo in München auch keine U-Bahn für einen Bürostandort mit vielleicht 300 Mitarbeitern.
Die U1 sollte doch mal um 2 Bahnhöfe verlängert bis zum Klinikum Harlaching geplant werden
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Lazarus
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Lazarus »

GT6M hat geschrieben: 01 Jan 2026, 23:02
Oliver-BergamLaim hat geschrieben: 31 Dez 2025, 19:29 Mal eine Frage zur U1 Süd.

Ich meine mal irgendwo die Aussage aufgeschnappt zu haben (vielleicht sogar hier im Forum), dass der Ast zum Mangfallplatz auch deswegen gebaut wurde, weil damals größere Dienststellen einer Behörde in den Einzugsbereich der heutigen U1 Süd verlegt werden sollten und dieses zusätzliche Fahrgastaufkommen vom alten 51er Bus nicht mehr zu bewerkstelligen gewesen wäre.

Meine Frage nun: welche Behörde soll das bitte ganz konkret sein? Mir fällt am gesamten Südast der U1 keine einzige Behörde ein. Außer einigen Dienststellen des Polizeipräsidiums in der alten McGraw-Kaserne. Aber für die maximal paar hundert Beamten dort wird man doch nicht die Notwendigkeit einer eigenen U-Bahn gesehen haben!?

Da wäre zur Not auch eine zusätzliche Buslinie 151 Säbener Str. - St. Quirin-Platz - Giesing Bf. möglich gewesen. Man baut doch anderswo in München auch keine U-Bahn für einen Bürostandort mit vielleicht 300 Mitarbeitern.
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Das war bereits die verkürzte Version. In den 60er und 70 Jahren gab es auch mal eine Variante bis Großhesseloher Brücke.
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Jean
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Jean »

andreas hat geschrieben: 01 Jan 2026, 09:30 Darum hat man jetzt die ungeschickte Führung nach dem Sankt Quirin Platz, die keine andere Möglichkeit mehr lässt als weiter Richtung Harlaching zu bauen
Och, man kann immer noch einen neuen Bahnhof bauen. In sowas kennt sich London ja aus... :roll:
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Lazarus
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Lazarus »

andreas hat geschrieben: 01 Jan 2026, 09:30 Darum hat man jetzt die ungeschickte Führung nach dem Sankt Quirin Platz, die keine andere Möglichkeit mehr lässt als weiter Richtung Harlaching zu bauen
Die hatte man den Grünen zu verdanken. Die CSU wollte damals eine Umplanung, nachdem die Kaserne dort von den USA aufgegben wurde. Man konnte sich aber gegen die Grünen nicht durchsetzen und der SPD war der Koalitionsfriede wichtiger als eine vernünftige Planung. Weil das eine Führung Richtung Krankenhaus Harlaching keine Aussicht auf Verwirklichung hatte, war damals schon absehbar.
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Oliver-BergamLaim
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Oliver-BergamLaim »

Letzte Woche habe ich gesehen, dass im Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Lehel noch eine unmodernisierte, alte Toilettenanlage geöffnet ist.

Wo gibt es denn außerdem noch alte Anlagen, die ebenfalls noch geöffnet sind? Friedenheimer Str. und Richard-Strauß-Str. geistern mir gerade durch den Kopf, die müssten zumindest letztes Jahr beide noch geöffnet gewesen sein im alten Zustand...
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von 4002 »

Hbf Zwischengeschoss U1/2 und S-Bahn.
Olympiazentrum an der Oberfläche Nordseite zur Straße hin.

Prinzregentenplatz ist unten ein Klo ohne Gebühr, aber modernisiert.
uferlos
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von uferlos »

Oliver-BergamLaim hat geschrieben: 05 Jan 2026, 15:08 Letzte Woche habe ich gesehen, dass im Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Lehel noch eine unmodernisierte, alte Toilettenanlage geöffnet ist.

Wo gibt es denn außerdem noch alte Anlagen, die ebenfalls noch geöffnet sind? Friedenheimer Str. und Richard-Strauß-Str. geistern mir gerade durch den Kopf, die müssten zumindest letztes Jahr beide noch geöffnet gewesen sein im alten Zustand...
Hauptbahnhof im Zwischengeschoss zwischen U1/2 und S-Bahn
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Beobachter2 »

Alles ist noch steigerungsfähig, v.a. wenn man dafür nur einen Knopf drücken muss. Seit einigen Wochen kommt bei Ankunft am Arabellapark immer VIERMAL die Ansage "Endstation, bitte alle aussteigen".

Dachte mir, da hat jemand aus Versehen die Liniennummer bei der Anzahl der Wiederholungen eingegeben - bis heute abend diese Durchsage SIEBENMAL am Stück kam. So kann man Fahrgäste auch nerven. Wer es bei zweimal nicht gehört hat, bei dem hilft viermal oder siebenmal auch nichts.
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von 4002 »

Scheint bei jedem Kurs unterschiedlich häufig zu passieren und anscheinend kann der Fahrer selbst die Ansage beliebig häufig wiederholen.
AK1
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von AK1 »

uferlos hat geschrieben: 05 Jan 2026, 18:21
Oliver-BergamLaim hat geschrieben: 05 Jan 2026, 15:08 Letzte Woche habe ich gesehen, dass im Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Lehel noch eine unmodernisierte, alte Toilettenanlage geöffnet ist.

Wo gibt es denn außerdem noch alte Anlagen, die ebenfalls noch geöffnet sind? Friedenheimer Str. und Richard-Strauß-Str. geistern mir gerade durch den Kopf, die müssten zumindest letztes Jahr beide noch geöffnet gewesen sein im alten Zustand...
Hauptbahnhof im Zwischengeschoss zwischen U1/2 und S-Bahn
Forstenrieder Allee ist auch noch alt und in Betrieb.
Am Partnachplatz gibt es auch eine moderne kostenlose Anlage wie sie auch in Parks öfter steht wenige Meter vor dem U-Bahn-Zugang.
Oliver-BergamLaim
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Oliver-BergamLaim »

Danke, dann haben wir jetzt 6 der 15 noch unmodernisiert bestehenden WC-Anlagen zusammen:
Lehel, Richard-Strauss-Str., Friedenheimer Str., Forstenrieder Allee, Olympiazentrum und Hauptbahnhof U1/2 Zwischengeschoss.

9 weitere unmodernisierte Anlagen müsste es noch geben. Im Jahr 2024 hat eine PM der MVG nämlich von 15 verbleibenden Anlagen im unsanierten Zustand gesprochen, und mir wäre nicht bekannt, dass in den letzten eineinhalb Jahren weitere Sanierungen begonnen wurden.

Generell finde ich oft absolut nicht nachvollziehbar, nach welchem Muster früher entschieden wurde, ob ein U-Bahnhof eine WC-Anlage bekommt oder nicht.

Das scheint oft Willkür, Zufall oder an beengten Raumverhältnissen an manchen Bahnhöfen zu liegen.

Wieso sonst haben sehr schwach frequentierte Bahnhöfe wie Friedenheimer Str. überhaupt eine WC-Anlage, während sie an Umsteigeknoten wie Heimeranplatz, Michaelibad (war in den 1980ern und 1990ern wichtig zum Umsteigen in die Busse) oder Neuperlach Zentrum fehlt?
Zuletzt geändert von Oliver-BergamLaim am 06 Jan 2026, 12:47, insgesamt 1-mal geändert.
Martl
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Martl »

Ich weiß nicht ob hier die Frage schon gestellt wurde, was ist eigentlich mit der „fast einsturzgefährdeten“ Station Poccistraße. Wurde die schon statistisch ertüchtigt oder war das nur heiße Luft? 😉
4002
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von 4002 »

Dies soll dieses Jahr stattfinden, wobei das schlimmste vor fast 10 Jahren war und es sich seitdem stabilisiert hat.
Es muss jedoch noch eine Brandschutzertüchtigung durchgeführt werden
miafc
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von miafc »

Ursprünglich war eine Sanierung der U-Bahnhöfe Poccistraße (v.a. Brandschutz) und Goetheplatz (v.a. Betonsanierungen) ab Mitte Januar 2026 geplant.

Seitens der Politik kam dann der Wunsch auf, die Sanierung aus dem Wahlkampf herauszuhalten und erst nach einem möglichen OB-Stichwahltermin zu beginnen, also Mitte April 2026.

Ob dann wirklich die Bauarbeiten beginnen werden steht noch nicht fest, da sich die Stadt auch aus der eigentlich beschlossenen Finanzierung von sicherheitsrelevanten Sanierungen bei der U-Bahn zurückziehen möchte (ein entsprechender Stadtratsbeschluss stand auf der Tagesordnung für den 17.12.2025, wurde aber kurzfristig wieder abgesetzt). Die SWM können die sicherheitsrelevanten Sanierungen so kurzfristig wohl aber auch nicht alleine stemmen. Mal schauen, wie es weitergeht...
Martl
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Martl »

Meine Frage bezieht sich auf diese Ausschreibung speziell auf die Station Poccistraße, danach sollen es nicht nur Brandschutzmaßnahmen sein. Außerdem sollte auch schon daran gearbeitet werden. 😉
https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/114743-2023

Hier noch ein Artikel der es etwas genauer beschreibt. Das statische Problem setzt sich fort. Im übrigen liegt statistisch hier das gleiche Problem wie bei der Carolabrücke in Dresden vor. Dies könnte nur mit einer neuen Spannbetondecke in Originalzustand gebracht werden. Deshalb soll unter anderem diese Station langfristig ersetzt werden.
https://www.lok-report.de/news/deutschl ... e-aus.html
4002
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von 4002 »

Richtig, die Arbeiten sollen eine Standsicherheit auf ca. 15 bis maximal 20 Jahre garantieren, da man den U-Bahnhof mit dem Bau der U9 ersetzen möchte. Den festen Glauben hat man noch :lol:

Sollte die U9 nicht gebaut werden, ist ein aufwändiger bergmännischer Ersatzneubau nötig.

Ich hatte das Thema vor ca. 10 Monaten mal angeschnitten und da kam nur zurück, ja da läuft eine Frist aus. Seitdem kam da nichts mehr.

Korrekt, es liegt ein ähnliches Problem wie in Dresden vor, dass Spannstahl bereits gebrochen ist. Vorallem vor 10 Jahren gab es gleich mehrere Brüche in kürzester Zeit und die Decke hatte sich abgesenkt. Daraufhin hatte man einige Gewölbe mit Stahlträgern stabilisiert, in Summe 6 Stück und seitdem wird das Objekt mit Laservermessung kontinuierlich überwacht. 2019 brach ein weiteres Spannglied. Dies sollte ein Provisorium sein, aber nichts hält so lang wie ein gutes Provisorium, also soll das System nun in verstärkter Form in alle 31 Gewölbe einziehen. Eine dauerhafte Lösung soll also gar nicht her.

Das wichtigere ist die Einhausung und Entrauchungsanlage.

Die Einhausung kennt man von Hbf Oben (U4/5) und dazu eine potente mechanische Lüftungsanlage.


Nachtrag:

Der ursprüngliche Plan 2016 war, das Bauwerk innerhalb von 5 Jahren zu ertüchtigen.

Als wär dies alles nicht genug, ist in der Station Asbest verbaut an den man im Rahmen der Sanierung dran muss
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