Der Transrapid in München

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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 10 Oct 2007, 02:28 hat geschrieben: Die Huerde fuer ein Volksbegehren sind allerdings ziemlich hoch. 10% der Stimmberechtigten in Bayern mussen sich dazu innerhalb 14 tage zu einer Stelle begeben, wo sie sich einschreiben koennen. Erst dann wird es zugelassen. Persoehnlich glaube ich nicht, dass das bei einem Projekt wie dem Transrapid zustande kommt, da die Leute der Transrapid auch nicht sooo interessiert.

Etwas anderes ist es auch noch, ob man ueberhaupt ein rechtlich einwandfreies Volksbegehren zu diesem Thema zustande bekommt.
In Bayern bewegt das Thema Transrapid schon. Speziell in den strukturschwachen Regionen gibt es so eine gewisse Neidstimmung, man fühlt sich benachteiligt, weil die da in München und Oberbayern (angeblich) immer alles kriegen, und vom Transrapid hat man ja vor Ort ohnehin nichts und mit dem Gedanken, diesen zu nutzen, wird auch kaum jemand spielen. Das ist dann eine Gelegenheit, denen da einen Denkzettel zu verpassen, ohne eine andere Partei als die CSU wählen zu müssen, denn bei den regulären Wahlen wird man ohnehin wieder bei der CSU sein kreuz machen.

Im Großraum München wiederum dürfte es erst recht kein Problem sein, die Bürger zu mobilisieren. Ob es landesweit für 10 % reicht, kann man natürlich im Vorfeld schlecht sagen. Einfach wird es vermutlich nicht.

Wenn man es rechtlich gut formuliert, würde mich aber interessieren, ob der Freistaat Bayern nicht doch ein Hintertürchen findet und auch im Falle einer erfolgreichen Ablehnung sich um die Umsetzung drücken kann?

Wenn das Volksbegehren zum Inhalt hat, dem Freistaat Bayern zu untersagen, sich finanziell am Transrapid zum Flughafen Franz Josef Strauß zu beteiligen und die Mehrheit antwortet mit "Ja, dem Freistaat Bayern soll die Beteiligung untersagt werden", dann ist der Transrapid doch gescheitert, da dann 480 Millionen EUR fehlen, oder sehe ich das falsch?
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Beitrag von LugPaj »

So ein Volksbegehren, wie du es formulierst, waere soviel ich es einschaetzen kann, eh unzulaessig. Ein Volksbegehren kann ueber eine Verfassungsaenderung oder Gesetzesentwurf abstimmen und nicht landtagsbeschluesse ersetzen.
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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 10 Oct 2007, 13:13 hat geschrieben: So ein Volksbegehren, wie du es formulierst, waere soviel ich es einschaetzen kann, eh unzulaessig. Ein Volksbegehren kann ueber eine Verfassungsaenderung oder Gesetzesentwurf abstimmen und nicht landtagsbeschluesse ersetzen.
Das heißt, keine Chance? Man denkt ja über ein Volksbegehren nach, eines zu machen oder überprüft es zumindest.

Wäre ein Gesetz denkbar, das es dem Freistaat Bayern verbietet, in (bayerische) Transrapid-Strecken zu investieren? Das klingt schon ziemlich grotesk für ein Gesetz, aber den Initiatoren wird schon was einfallen, falls es zu so einem Volksbegehren kommt.
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Beitrag von LugPaj »

man kann sicherlich ein gesetz machen, aber mit fallen derzeit auch nur groteske Gesetzestexte ein, welche wahrscheinlich auch sofort wieder von einem Verfassungsgericht einkassiert werden wuerden. Deshalb schrieb ich auch vorhin, dass ich gespannt bin, ob man ein rechtlich einwandfreies Volksbegehren ueberhaupt zustande bekommt.

Ausserdem muss man sich auch fragen....Je grotesker ein gesetzesentwurf wird, wird sich auch derjenige kreis verringern, die sich fuer so ein gesetz bequemen wuerden, sich irgendwo einzutragen oder spaeter mal bei einer Abstimmung mit Ja zu stimmen.


Aber politisch denke ich, dass Udes vorraniges Ziel ist die naechste Kommunalwahl als Abstimmung ueber den Transrapid zu inzenieren.
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Beitrag von elchris »

Bevor Baubeginn ist, ist erst mal Landtagswahl. Wenn die CSU dort noch über die 5%-Hürde springen will (in den betroffenen Gebieten), muss sie jetzt reagieren...
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Beitrag von LugPaj »

elchris @ 10 Oct 2007, 14:49 hat geschrieben: Bevor Baubeginn ist, ist erst mal Landtagswahl. Wenn die CSU dort noch über die 5%-Hürde springen will (in den betroffenen Gebieten), muss sie jetzt reagieren...
Wie kommst du darauf? Laut den Umfragen, die ich kenne (in wie fern sie nun repraesentativ sind oder nicht.) ist die Zustimmung fuer den Transrapid bei etwa 1/3. Und ok, in den betroffenen gebieten (Also direkt entlang der Trasse)...ich glaube das kann die CSU ohne Probleme verschmerzen. So etwas hat die regierende Partei eh immer dort, wo sie Verkehrsprojekte durchboxen tut.

Ausserdem sprechen alle bestehenden Landesumfragen dagegen. Demnach wuerde die CSU ohne Probleme wieder ihre absolute Mehrheit im Landtag bekommen. So wichtig nehmen die Leute den Transrapid bei einer Wahl auch nicht.
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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 10 Oct 2007, 14:54 hat geschrieben: Wie kommst du darauf? Laut den Umfragen, die ich kenne (in wie fern sie nun repraesentativ sind oder nicht.) ist die Zustimmung fuer den Transrapid bei etwa 1/3. Und ok, in den betroffenen gebieten (Also direkt entlang der Trasse)...ich glaube das kann die CSU ohne Probleme verschmerzen. So etwas hat die regierende Partei eh immer dort, wo sie Verkehrsprojekte durchboxen tut.

Ausserdem sprechen alle bestehenden Landesumfragen dagegen. Demnach wuerde die CSU ohne Probleme wieder ihre absolute Mehrheit im Landtag bekommen. So wichtig nehmen die Leute den Transrapid bei einer Wahl auch nicht.
Das ist richtig. Zwar würden bei einem Volksbegehren die Leute vermutlich mehrheitlich gegen den Transrapid stimmen, aber bei einer Landtagswahl wird CSU gewählt. Die anderen Parteien sind ja kaum noch in Bayern existent. Selbst die Bayern-SPD ist schon fast zu einer Splitterpartei geworden.

Ich sehe keine Problem für Beckstein, 50 % plus x zu holen, den Transrapid vergeben ihm die Wähler schon.

Ich halte aber 2/3-Mehrheiten für problematisch. Schon einmal deshalb werde ich eine Oppositionspartei wählen, entweder SPD oder die Tierschutz-Partei, beide sind ja vermutlich nicht weit auseinander von der Stimmenanzahl :D

Außerdem könnte der Baubeginn durchaus noch vor der Landtagswahl liegen. Ich glaube aber auch nicht unbedingt, dass im Sommer die Bagger anrollen. Mag gut sein, dass es erst kurz nach der Landtagswahl losgeht.
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Beitrag von LugPaj »

Naja, die 2/3 Mehrheit war ja eh auch nur aus dem Bundeskanzlerkandidatenbonus von Stoiber herleitbar. Realistisches Ziel, das zu verteidigen, ist das fuer die CSU eh nicht. Und das ist auch gut so.
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Beitrag von ubahnfahrn »

LugPaj @ 10 Oct 2007, 15:26 hat geschrieben: Naja, die 2/3 Mehrheit war ja eh auch nur aus dem Bundeskanzlerkandidatenbonus von Stoiber herleitbar. Realistisches Ziel, das zu verteidigen, ist das fuer die CSU eh nicht. Und das ist auch gut so.
Alfons Goppel (+) hatte aber schon bei der Landtagswahl 1974 mehr Stimmen für die CSU geholt: 62,1 % bei 77,7 Wahlbeteiligung, bloß damals war die SPD bei 30,2 % ... :blink:
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Beitrag von LugPaj »

Interessantes Detail:

http://www.sueddeutsche.de/,ra14m3/muenche...kel/326/137052/

Anscheinend ist es rechtlich unzulaessig eine normale Wahl mit einem Buergerbegehren gleichzeitig auszufuehren. Man hofft hier von der Stadt auf eine "Sondergenehmigung" des bayrischen Innenministeriums. (lol...)
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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 10 Oct 2007, 15:47 hat geschrieben: Interessantes Detail:

http://www.sueddeutsche.de/,ra14m3/muenche...kel/326/137052/

Anscheinend ist es rechtlich unzulaessig eine normale Wahl mit einem Buergerbegehren gleichzeitig auszufuehren. Man hofft hier von der Stadt auf eine "Sondergenehmigung" des bayrischen Innenministeriums. (lol...)
Hat es mal ein Bürgerbegehren gegeben, die gleichzeitig mit einer Kommunalwahl liefen? Ich bin mir nicht sicher.

Das bayerische Innenministerium muss bei der Vergabe einer solchen Sondergenehmigung vermutlich nach Sachlage entscheiden. Dass man selbst für den Strauß-Transrapid ist, darf m.E. keine Rolle spielen.

Wie es auch immer läuft - das Bürgerbegehren kann den Transrapid nicht stoppen.

Interessanter ist schon das Volksbegehren, wenn es denn kommt.
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Beitrag von LugPaj »

In meinen Augen macht es viel Sinn so etwas zu trennen. Bei einer Wahl lebt jede Partei davon, wie gut sie ihre Anhaengerschaft mobilisieren kann. Wenn man das mit einem Buergerentscheid verbindet, kann es hier bei dem richtigen Thema zu groesseren verschiebungen kommen.

Und von welcher Sachlage redest du? Eine objektive Bewertungsgrundlage, unter welcher entschieden werden muss, ob eine Sondergenehmigung zulaessig ist oder nicht, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn es solch eine gaebe, waere im uebrigen ja auch eine Sondergenehmigung ueberfluessig, da diese objektive Bewertungsgrundlage ja dann als Begruendung sowieso schon ausreicht.

Das wird so enden, dass das Innenministerium das nicht zulassen wird und Ude einen anderen termin bekommt. Wenn Ude dann vorgeworfen wird, Steuergelder zu verschwenden, da er ueber ein Thema abstimmen laesst, wo das Abstimmungsergebnis keinerlei politisches Ergebnis zur Folge hat, wird er sagen, dass die CSU daran Schuld ist, da sie keine Sondergenehmigung erteilt hat.
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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 10 Oct 2007, 16:09 hat geschrieben: Und von welcher Sachlage redest du? Eine objektive Bewertungsgrundlage, unter welcher entschieden werden muss, ob eine Sondergenehmigung zulaessig ist oder nicht, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn es solch eine gaebe, waere im uebrigen ja auch eine Sondergenehmigung ueberfluessig, da diese objektive Bewertungsgrundlage ja dann als Begruendung sowieso schon ausreicht.
Das Thema ist sehr speziell. Keine Ahnung, ob es hier irgendwelche Regeln gibt. Vermutlich muss der Antragssteller genau begründen, warum diese Sondergenehmigung erteilt werden sollte. Die Kostenersparnis kann kaum als Argument angeführt werden, da die ganze Regelung sonst ohnehin überflüssig wäre. So bliebe vielleicht noch ein ein besonder großes öffentliches Interesse oder die Tatsache, dass man ohnehin terminlich nahe an die Kommunalwahlen rankommt.

Du hast aber Recht, dass sich das Abstimmungsverhalten ändert, wenn man das allen Leuten vorlegt, die zur Kommunalwahl gehen.

Im Prinzip ist es mir egal ob diese Sondergenehmigung erteilt wird oder ob es überhaupt zu einem Bürgerbegehren kommt, da dieses wie schon erwöhnt nur eine Art öffentliche Meinungsäußerung ist - nichts weiter.
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Beitrag von TramPolin »

Einen Tag nach seinem Amtsantritt hat Bayerns neuer Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sich unerwartet deutlich kritisch zum Transrapid geäußert. Soll der Transrapid bei der demnächst anstehenden Kostenschätzung oberhalb von 1,85 Milliarden EUR liegen, will Beckstein sich aus dem Projekt verabschieden. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet Becksteins Aussage als "Überraschung".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,510691,00.html

Kommentar: Ich möchte das nicht überbewerten und nicht als Aus deuten: Denn das neue Duo Beckstein/Huber bedient beide Lager, Beckstein das Anti-Transrapid-Lager und Huber das Pro-Transrapid-Lager. Beckstein könnte die Gelegenheit genutzt haben, um sich bei den Wählern zu profilieren. Viele CSU-Anhänger in den strukturschwachen Regionen werden bei solchen Äußerungen Becksteins vermutlich Beifall klatschen. Huber könnte im Gegenzug dann dafür sorgen, dass der Transrapid doch gebaut wird.
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Beitrag von ubahnfahrn »

TramPolin @ 10 Oct 2007, 21:01 hat geschrieben: Kommentar: Ich möchte das nicht überbewerten und nicht als Aus deuten: Denn das neue Duo Beckstein/Huber bedient beide Lager, Beckstein das Anti-Transrapid-Lager und Huber das Pro-Transrapid-Lager. Beckstein könnte die Gelegenheit genutzt haben, um sich bei den Wählern zu profilieren. Viele CSU-Anhänger in den strukturschwachen Regionen werden bei solchen Äußerungen Becksteins vermutlich Beifall klatschen. Huber könnte im Gegenzug dann dafür sorgen, dass der Transrapid doch gebaut wird.
CSU in klasischer Reinform: Alles abdecken, so daß die Konkurrenz (SPD, ...) nie eine Chance hat :lol:
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Beitrag von LugPaj »

Aehnlicher Artikel von BR: http://www.br-online.de/bayern-heute/thema...pid/aktuell.xml

Martin Runge (Landes-Gruenenchef) behauptet hier, dass die Muenchner S-Bahn Gewinne macht.... Wenn ja, koennte das doch sicherlich jemand hier im Forum beweisen. Ich habe dazu jedenfalls andere Zahlen im Kopf.
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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 10 Oct 2007, 22:40 hat geschrieben:Aehnlicher Artikel von BR: http://www.br-online.de/bayern-heute/thema...pid/aktuell.xml

Martin Runge (Landes-Gruenenchef) behauptet hier, dass die Muenchner S-Bahn Gewinne macht.... Wenn ja, koennte das doch sicherlich jemand hier im Forum beweisen. Ich habe dazu jedenfalls andere Zahlen im Kopf.
Zitat aus dem Artikel:
Fraktionschef Josef Schmid hofft, dass die Bahn ((gemeint ist der Transrapid)) billiger wird und Geld für einen Tunnel bleibt.
MUHAH! Bild

Kommentar: Ich habe mich fast halb totgelacht, ich wäre fast mit dem Stuhl umgekippt. (Manche Forenmitglieder wären froh, mich auf diese Weise loszuwerden.)

Würde Schmids Wunsch in Erfüllung gehen, müssten die Schätzungen für den Strauß-Transrapid 1,4 bis 1,6 Milliarden EUR ergeben. Dann wäre der Kompletttunnel im Stadtgebiet drin. Selbst wenn es so wäre, müsste man ein paar Jährchen umplanen und dann würde es wegen der inzwischen gestiegenen Kosten nicht reichen.

Schmid, durch Dich wurde dieser heutige Tag noch zu einem lebenswerten Tag, danke!
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Beitrag von LugPaj »

http://www.sueddeutsche.de/,ra14l1/muenche...kel/535/137260/

Ude will angeblich per Buergerbegehren abfragen lassen, ob die Stadt vor das Bundesverfassungsgericht gehen soll (Nicht das Bunderverwaltungsgericht) und sich beschweren soll, dass der Bund hier in die Planungshoheit der Kommune eingreift. Ein Buergerbegehren darf nicht ueber etwas abgehalten werden, was schon einmal vom STadtrat beschlossen wurde (und gegen den Transrapid zu sein, haben die schon zig-mal beschlossen). Deshalb muss etwas neues her.

Kommentar: Was fuer ein Schwachsinn ist das? Der Bund darf nicht mehr Verkehrsprojekte planen duerfen, wenn Kommunen dagegen sind, da diese (laut Ude) die Planungshoheit haben? Das waere das AUS fuer jede ICE/Autobahn/Bundesstrassen u.s.w. Planung in Deutschland.
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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 11 Oct 2007, 15:54 hat geschrieben: http://www.sueddeutsche.de/,ra14l1/muenche...kel/535/137260/

Ude will angeblich per Buergerbegehren abfragen lassen, ob die Stadt vor das Bundesverfassungsgericht gehen soll (Nicht das Bunderverwaltungsgericht) und sich beschweren soll, dass der Bund hier in die Planungshoheit der Kommune eingreift. Ein Buergerbegehren darf nicht ueber etwas abgehalten werden, was schon einmal vom STadtrat beschlossen wurde (und gegen den Transrapid zu sein, haben die schon zig-mal beschlossen). Deshalb muss etwas neues her.

Kommentar: Was fuer ein Schwachsinn ist das? Der Bund darf nicht mehr Verkehrsprojekte planen duerfen, wenn Kommunen dagegen sind, da diese (laut Ude) die Planungshoheit haben? Das waere das AUS fuer jede ICE/Autobahn/Bundesstrassen u.s.w. Planung in Deutschland.
Ich schätze mal, dass man die Geschichte mit dem Eingriff an die Planungshoheit aufnehmen will, um etwas Neues respektive Erweitertes zu haben, das zur Abstimmung vorgelegt werden kann. Die erweiterten Punkte könnten bewusst nebensächlich gehalten sein. Möglicherweise nimmt das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde nicht mal an, und Ude rechnet auch damit, dass das Bundevserfassungsgericht hier eine Abfuhr erteilt.
Aber, Hauptsache, man hat ein Bürgerbegehren, das rechtlich zulässig ist (wenn es denn so ist).

Solche juristischen Spielchen gefallen mir nicht. Man sollte sich lieber auf das Volksbegehren konzentrieren, das ist m. E. erfolgsversprechender. Allerdings wird man dort auch mit rechtsverdrehenden Kniffen arbeiten müssen. Alles nicht schön.

Aber, so wie das mit dem "Strauß Levi" derzeit so läuft, selbst die lustigste Komödie bietet weniger Unterhaltungsfaktor. Schade nur, dass das Thema eigentlich zu ernst ist und alles jede Menge Geld kostet: Bürgerbegehren, Volksbegehren, rausgeschmissene Gelder für die Planung des Magnetzuges, wenn er nie gebaut wird usw.

Edit: Ach ja, laut Huber fällt die (wirklich) endgültige (also die endgültig endgültige finale tatäschlich endgültige) Entscheidung, ob der Trara gebaut wird, in einem halben Jahr. Ohne Kommentar.
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Beitrag von LugPaj »

Ob nebensaechlich oder nicht. Solange ein schwachsinniger Punkt hier in einem Buergerbegehren drin aufgenommen ist, werden die gegner damit keine Freude haben. Wenn das wirklich so ist, wie man es aus dem SZ Artikel herausinterpretieren kann, dann wird das ein Genuss fuer die Transrapidbefuerworter sein, das zu zerpfluecken und Ude vorzufuehren.

Bezueglich Volksbegehren. Laut Artikel wird ja auch wieder bestaetigt, dass der Transrapid planungsrechtlich ein Bundesprojekt ist. Also auch wenn man ein Landesgesetz ala "transrapid in Muenchen sind verboten" macht, wuerde das nichts aendern. Der Bund baut es ja und der hat kein Gesetz dagegen. Bayern beteiligt sich nur mit dem Geld daran.
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Beitrag von TramPolin »

LugPaj @ 11 Oct 2007, 16:32 hat geschrieben:Ob nebensaechlich oder nicht. Solange ein schwachsinniger Punkt hier in einem Buergerbegehren drin aufgenommen ist, werden die gegner damit keine Freude haben. Wenn das wirklich so ist, wie man es aus dem SZ Artikel herausinterpretieren kann, dann wird das ein Genuss fuer die Transrapidbefuerworter sein, das zu zerpfluecken und Ude vorzufuehren.
Der Punkt mag schwachsinnig sein (ich kann's als Nichtjurist nicht beurteilen), aber der Normalwähler hat einfach nicht das Wissen, das als Schwachsinn zu erkennen. Der sieht nur, da kann man gegen den Transrapid abstimmen. Wenn da noch dabei steht, dass Ude bei einem mehrheitlichen "Nein für den Transrapid" zum Bundesverfassungsgericht geht, dürfte das eher positiv aufgenommen werden, nach dem Motto: Unser OB tut alles, was möglich ist. Natürlich wird die CSU ein solches Bürgerbegehren lautstark kritisieren und versuchen, Ude der Lächerlichkeit preiszugeben. Das Problem: Die CSU führt sich ja selbst wie ein Kindergarten auf. Ude kann dann kontern und Schmid vorwerfen, er wäre nicht ehrlich und er wüsste genau, dass der Kompletttunnel finanziell nicht drin ist und dass das Planungsverfahren neu gestartet werden müsste, was zu jahrelangen Verzögerungen führen würde.

Ude hat einfach den besseren Stand. Die Wähler werden ihm einen schwachsinnigen Punkt im Bürgerbegehren verzeihen, da die meisten den ganzen Transrapid für Schwachsinn halten. Einige werden sogar für diesen Punkt lobende Worte finden.

Das Ganz ist übrigens nicht durchgehend meine Meinung, ich beschreibe mehr die Stimmung, die ich bei diesem Thema fühle. Ich bin gegen den Strauß-Transrapid, aber manche Argumente oder Mittel schmecken mir nicht.
LugPaj @ 11 Oct 2007, 16:32 hat geschrieben:Bezueglich Volksbegehren. Laut Artikel wird ja auch wieder bestaetigt, dass der Transrapid planungsrechtlich ein Bundesprojekt ist. Also auch wenn man ein Landesgesetz ala "transrapid in Muenchen sind verboten" macht, wuerde das nichts aendern. Der Bund baut es ja und der hat kein Gesetz dagegen. Bayern beteiligt sich nur mit dem Geld daran.
Angeblich hat man ja den juristischen Kniffe so gut wie gefunden, sagt aber noch nicht, wie das gehen soll. Ich bin ja mal gespannt, was man sich da gerade ausdenkt.
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Beitrag von LugPaj »

Gespannt bin ich auch.

1) Auf die genaue Formulierung fuer das Buergerbegehren
2) Ebensolche fuer das Volksbegehren + Weöcher Weg hier ueberhaupt begangen wird.

bezueglich deiner Meinung, denke ich nicht so. Schmid mag eine WItzfigur sein, aber wenn hier wirklich ein schwachsinniger Punkt drinnen ist, dann werden die Gegner von so einem Buergerbegehren Huber, Beckstein, Bundespolitiker (v.a. auch Tiefensee, richtet sich ja gegen seine Planungshoheit) und andere v.a. Juraexperten sein. So stark schaetze ich die Udehoerigkeit in Muenchen dann auch nicht ein, dass er mit so etwas dann durchkommt.
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LugPaj @ 11 Oct 2007, 16:48 hat geschrieben: bezueglich deiner Meinung, denke ich nicht so. Schmid mag eine WItzfigur sein, aber wenn hier wirklich ein schwachsinniger Punkt drinnen ist, dann werden die Gegner von so einem Buergerbegehren Huber, Beckstein, Bundespolitiker (v.a. auch Tiefensee, richtet sich ja gegen seine Planungshoheit) und andere v.a. Juraexperten sein. So stark schaetze ich die Udehoerigkeit in Muenchen dann auch nicht ein, dass er mit so etwas dann durchkommt.
Man muss einfach bedenken, dass der Normalbürger mit dem Thema "Planungshoheit der Kommune" nichts anfangen kann. Selbst wenn hier kritisch nachgefragt wird und Ude sagt, dass so ein Punkt aufgenommen werden muss, um überhaupt das Bürgerbegehren zu ermöglichen, dürften sich die meisten damit zufriedengeben.

Dass die Stimmung (gegen Ude und die Transrapid-Gegner) kippt, weil im Bürgerbegehren ein lächerlicher Punkt drinsteht, halte ich für ausgeschlossen. Weit lächerlicher ist Schmids Kompletttunnelforderung. Unter einem Tunnel, die viel Geld kostet, kann sich jeder Wähler etwas vorstellen, aber nicht bei juristischen Spitzfindigkeiten. Man muss ich in den einfachen Menschen reinversetzen. Der ist mehrheitlich gegen den Transrapid und wenn da geschrieben steht, dass wegen einer Verletzung der Planungshoheit das Bundesverfassungsgericht angerufen wird, ist es dem Menschen schlichtweg egal, dass so eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht aussichtslos ist oder gar nicht angenommen wird. Viele werden es eher gut finden, dass alles versucht wird, was man unternehmen kann.

Einen Wahlkampf mit einem Thema wie "Bürgerbegehren enthält lächerlichen Punkt" halte ich für undenkbar.

Ich sehe aber schon, dass Du eine andere Meinung hast (die sei Dir auch gegönnt), aber schauen wir mal, wie sich der Wahlkampf in München entwickelt. Der Transrapid generell wird sicher ein Thema sein, aber ob sich die CSU damit einen Gefallen tut? Wenn die Münchner CSU wenigstens eine einheitliche Linie hätte (pro Transrapid und dass er so gebaut wird, wie es jetzt geplant ist) und ehrlich wäre, könnten sie ein paar Stimmen von den Transrapid-Befürworten mitnehmen. Aber so ist es einfach nur ein schlechter Theaterstadl.
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Beitrag von LugPaj »

Die Muenchner CSU ist einfach seit langer Zeit ein Trauerspiel. Bei Landtagswahlen sieht man ja, dass die Stimmung in der Stadt sehr wohl auch pro-CSU sein koennte, nur geht (meiner Einschaetzung nach) jeder in der CSU, der halbwegs politisch etwas auf den Kasten hat, sofort in die Landespolitik und ueberlaesst die wenig aussichtsreiche Stadtpolitik den uebriggebliebenen Trotteln. Umgekehrtes Bild ist meiner Ansicht nach bei der SPD zu sehen. Dort scheut sich jeder in die Landespolitik zu gehen und rennt entweder nach berlin oder bleibt auf der kommunalen Ebene. (Dem Ude haben sie ja schon oft angeboten SPD-Landeschef zu werden.)
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Beitrag von LugPaj »

Es duerfte fuer die Gegner des Transrapids wahrscheinlich etwas gutes sein. Die Spatzen pfeifen es ja von den Daechern, dass Huber in den naechsten Tagen in Bayern zum Finanzminister wird. Wer dann sein jetziges Wirtschafts/Verkehrsministerium uebernimmt, ist jetzt noch unklar, aber auf alle Faelle mal kein solches politisches Schwergewicht.
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LugPaj @ 12 Oct 2007, 01:01 hat geschrieben:Es duerfte fuer die Gegner des Transrapids wahrscheinlich etwas gutes sein. Die Spatzen pfeifen es ja von den Daechern, dass Huber in den naechsten Tagen in Bayern zum Finanzminister wird. Wer dann sein jetziges Wirtschafts/Verkehrsministerium uebernimmt, ist jetzt noch unklar, aber auf alle Faelle mal kein solches politisches Schwergewicht.
Man darf aber nicht vergessen, dass Huber CSU-Parteichef ist und dort einen "gewissen" Einfluss hat.

Zu Beckstein: Stoiber hätte im Unterschied zu Beckstein nie gesagt, dass Bayern aussteigt, wenn die neue Schätzung für den Transrapid oberhalb von 1,85 Milliarden EUR liegt. Stoiber hätte stattdessen zum Ausdruck gebracht, der Transrapid kommt, er ist wichtig und er hätte beschwichtigt. Aus Becksteins Aussage könnte man zwar ableiten, dass die neue CSU-Generation eine andere Transrapid-Politik fährt. Man sollte aber hier vorsichtig sein, denn diese Politik steht im Verdacht, zu taktieren.

Beckstein muss zunächst Vertrauen gewinnen, er muss punkten. Der Einbau eines Notausstiegs in den Magnetzug ist wegen der mehrheitlichen Ablehnung sowohl in strukturschwachen Gegenden als auch in Oberbayern (wo er sich als Franke Respekt und Ansehen erst erarbeiten muss*) eine willkommene und effiziente Möglichkeit dazu. Da ist einer, der das Projekt nicht um jeden Preis umsetzt. Da ist einer, der nicht aus ideologischen Gründen etwas durchboxt. Beckstein liebt im Unterschied zu Stoiber nicht den Transrapid, sondern er setzt auf Vernunft. Das könnte ankommen.

Ich glaube daher, dass dennoch die Weichen in der Bayern-CSU auf Transrapid-Kurs gestellt sind. Man sagt es vielleicht nicht so deutlich. Auch will man dem Ehrenvorsitzenden Stoiber, der diese Tage mit Barroso wegen der EU-Fördergelder verhandeln will, nicht vor den Kopf stoßen.

* Habe einen Originalton von einem oberbayerischen Stammtisch im Ohr ("I moag eam ned, weil ea a Franke is. Und a jeda Franke und a jeda Schwoab is a Lump").
LugPaj
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Beitrag von LugPaj »

Die Richtung ist Pro-Transrapid, das ist klar und Huber wird als Parteichef sicherlich einen grossen Einfluss haben. Aber als direkter Ansprechpartner in der Regierung wird es halt nun ein neues Gesicht geben. Bin mal gespannt, was alles bei der bayr. Kabinettsumbildung rauskommen wird. Huber Lieblingsministerium ist ja uebrigens das Finanzministerium, weshalb er es nun auch wieder bekommt. Vielleicht auch schon eine Weichenstellung fuer die naechste Bundestagswahl, um, wenn die CDU/CSU an der naechsten Regierung beteiligt sein wird, Ansprueche auf das Bundesfinanzministerium stellen zu koennen.
[font=Courier]Für eine Privatisierung der Bahn ohne Netz[/font]
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TramPolin
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Beitrag von TramPolin »

Der OB-Kandidat Michael Mattar (FDP) kritisiert die Transrapid-Politik der Münchner CSU. Mit Bezug auf die Forderung der Münchner CSU , den Transrapid im kompletten Münchner Stadtbereich in einen Tunnel zu verlegen, sagte Mattar: "So schnell wird das Erbe Stoibers zu Grabe getragen". Die Münchner CSU sei der "Totengräber des Transrapid", so Mattar.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 12.10.2007, Seite 52, Stadtausgabe

Kommentar: Na ja, immerhin wissen wir jetzt, dass die FDP einen eigenen OB-Kandidaten ins Rennen schickt.
Rathgeber
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Beitrag von Rathgeber »

TramPolin @ 12 Oct 2007, 10:29 hat geschrieben: Na ja, immerhin wissen wir jetzt, dass die FDP einen eigenen OB-Kandidaten ins Rennen schickt.
Es beruhigt mich, daß ich nicht der einzige bin, der das noch nicht wusste...
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Auch wenn ich nicht mal nach 5 Maß Bier davon träume, dass er gewinnt: Ich werde vermutlich Michael Mattar wählen. Schmid verdient keinen Beachtung und Ude, mal ganz ehrlich, was der bezüglich Volksbegehren zum Transrapid von sich gibt ist auch in meinen Augen unseriös und billiger Populismus. Da wird Geld verbrannt, nur um zu zeigen, wer den längeren hat. Es ist klar, dass Ude die Volksmeinung hinter sich hat und mehr kann das Volksbegehren mit allen Advokatentricks nach Stand der Dinge nicht bringen. Das Volk drüber abstimmen zu lassen, vors Verfassungsgericht zu gehen hat keinerlei Sinn außer billigstem Populismus. Entweder er geht hin oder nicht, jeder weiß dass Ude eh nichts unversucht lassen will, wenn er ne halbwegs realistische Chance sieht.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
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