[M] GSM-R Rangierfunk-sinnvoll oder nicht?
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Das ist die sinnloseste Einführung der Menschheitsgeschichte. Der digitale Streckenfunk ist ja ein wahrer Segen, aber wieso musste man für viel Geld den analogen Rangierfunk ersetzen, der dem digitalen Rangierfunk überlegen ist.
Alleine der Zeitaufwand, was ja beim rangieren ein wichtiges Kriterium ist, ist um einiges höher. Ständig Daten ändern, ob abgehend oder nicht, was auch immer.
Auch kann nicht mal ein anderer Teilnehmer was zu einem Kollegen über Rangierfunk sagen, z. B. wenn er Unregelmäßigkeiten oder eine Gefahr feststellt. Geht über analogen Funk sehr schnell, da alle mithören, im digitalen Bereich kompliziert.
Meines erachtens also pure Geldverschwendung und ein höherer Aufwand beim Rangieren. Ich kenne bis jetzt keinen der den digitalen Rangierfunk gut findet. Ich nehme mal an bis auf den der die Prämie dafür kassiert hat das einzuführen.
Alleine der Zeitaufwand, was ja beim rangieren ein wichtiges Kriterium ist, ist um einiges höher. Ständig Daten ändern, ob abgehend oder nicht, was auch immer.
Auch kann nicht mal ein anderer Teilnehmer was zu einem Kollegen über Rangierfunk sagen, z. B. wenn er Unregelmäßigkeiten oder eine Gefahr feststellt. Geht über analogen Funk sehr schnell, da alle mithören, im digitalen Bereich kompliziert.
Meines erachtens also pure Geldverschwendung und ein höherer Aufwand beim Rangieren. Ich kenne bis jetzt keinen der den digitalen Rangierfunk gut findet. Ich nehme mal an bis auf den der die Prämie dafür kassiert hat das einzuführen.

Full ack. Und so Geschichten in Richtung "Was fährt denn als nächstes?" - "Der soundso" - "Soundso, bist du auf Welle?" - "Jop, ich wart auf dich!" sind dann wohl auch vorbei. Naja, wozu auch, wäre ja unnötige Motivation, das will man ja um jeden Preis vermeiden.
Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
Otto von Bismarck
Daher hat die Bahn dem Gemeinwohl und nicht privaten Profitinteressen zu dienen, begreifen Sie es doch endlich mal!
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Reden wir jetzt hier von RoR oder RiR-Verfahren?
Beim RoR-Verfahren wird ja eigentlich nur der Streckenfunk zum Rangieren missbraucht, was als Ersatz für einen C-Kanal eigentlich eine Zumutung ist, zumindest dort wo viel rangiert wird.
RiR-Verfahren habe ich leider noch nie ausprobieren dürfen. Sollte das nicht eigentlich vom Prinzip her so wie ein C-Kanal funktionieren? Wenn dann alle unter der richtigen Gebietsnummer angemeldet sind, müsste doch eben genau das "Was fährt denn als nächstes?" schon möglich sein, auch wenns durch die vorherige Anmeldung umständlicher ist. Oder funktioniert das ganz anders?
Beim RoR-Verfahren wird ja eigentlich nur der Streckenfunk zum Rangieren missbraucht, was als Ersatz für einen C-Kanal eigentlich eine Zumutung ist, zumindest dort wo viel rangiert wird.
RiR-Verfahren habe ich leider noch nie ausprobieren dürfen. Sollte das nicht eigentlich vom Prinzip her so wie ein C-Kanal funktionieren? Wenn dann alle unter der richtigen Gebietsnummer angemeldet sind, müsste doch eben genau das "Was fährt denn als nächstes?" schon möglich sein, auch wenns durch die vorherige Anmeldung umständlicher ist. Oder funktioniert das ganz anders?
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Müsste ich jetzt jetzt die Richtlinie raussuchen, (bin aber schon im Bett), aber in RiR gibt es die Gruppen in denen wie beim C-Kanal Drücken und Sprechen möglich ist, ja.
Ich habe da aber eine Begrenzung der Gruppenteilnehmer auf acht im Kopf.
Das ist dann hauptsächlich gedacht für die Rangierlok Nummer drei, ihre beiden Rangierbegleiter und der Stellwerker hat den Kanal/die Gruppe auch offen.
Ich habe RoR bisher nur in Treuchtlingen benutzt, zum Abstellen eines ankommenden Zuges ohne Richtungswechsel, also einfach, wenn alle Leute raus sind die 2 drücken, wie auf Strecke. In dem fall praktischer, aber sonst? Ich glaube nicht. Je nach Lust und Laune hab ich in München auf dem Reservezug C42 drin. Einmal meldete tatsächlich jemand dem Tisch 3 ein Problem, so konnte ich vorsorglich schon mal die Schuhe anziehen und mcih mental auf einen eventuellen Einsatz vorbereiten. Kurz darauf der Anruf der TP, Lok aushängen und rüberfahren, Tauschen. Hat im Endeffekt sogar eine Minute weniger Verspätung gemacht.
Anderes Beispiel, melde mich zur Fahrt in die VN bei Tisch 4, Weichenwärter VN fragt, ob die Lok wie laut Plan drauf bleibt, Rb in der VN mischt mit und klärt weitere Sachen und organisiert ungefragt ein Taxi mit einer 218 in den Bahnhof zurück usw.
Ich habe da aber eine Begrenzung der Gruppenteilnehmer auf acht im Kopf.
Das ist dann hauptsächlich gedacht für die Rangierlok Nummer drei, ihre beiden Rangierbegleiter und der Stellwerker hat den Kanal/die Gruppe auch offen.
Ich habe RoR bisher nur in Treuchtlingen benutzt, zum Abstellen eines ankommenden Zuges ohne Richtungswechsel, also einfach, wenn alle Leute raus sind die 2 drücken, wie auf Strecke. In dem fall praktischer, aber sonst? Ich glaube nicht. Je nach Lust und Laune hab ich in München auf dem Reservezug C42 drin. Einmal meldete tatsächlich jemand dem Tisch 3 ein Problem, so konnte ich vorsorglich schon mal die Schuhe anziehen und mcih mental auf einen eventuellen Einsatz vorbereiten. Kurz darauf der Anruf der TP, Lok aushängen und rüberfahren, Tauschen. Hat im Endeffekt sogar eine Minute weniger Verspätung gemacht.
Anderes Beispiel, melde mich zur Fahrt in die VN bei Tisch 4, Weichenwärter VN fragt, ob die Lok wie laut Plan drauf bleibt, Rb in der VN mischt mit und klärt weitere Sachen und organisiert ungefragt ein Taxi mit einer 218 in den Bahnhof zurück usw.
- drehgestell
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Also das ist ja schon ein dickes Ding...!Zp T @ 14 Dec 2011, 11:32 hat geschrieben:Einmal wurde, vom Kollegen gehört, sogar der Notrufknopf dafür missbraucht, mit den Worten "FDL Steinhausen bitte!" :blink:

Meiner Meinung nach ist das RoR-Verfahren vielleicht für kleinere Bahnhöfe ohne viel Rangierbetrieb geeignet. Alles andere war mit dem guten alten C-Kanal besser: Alle hörten alles mit, man konnte sich absprechen, teilw. auch untereinander "umdisponieren" und sich einiges an Arbeit erleichtern oder gar erst sparen.
Das einzig Gute am GSM-R generell ist die Sprechqualität und die Funktionen als Streckenfunk, gesetzt den Fall man steht/fährt nicht im Funkloch und z.B. die Parzellenzuordnung beim Drücken der )2( funktioniert!

MfG, drehgestell
Du genießt die sanfte Beschleunigung, die unerreichte Laufruhe, den grandiosen Ausblick... und Du weisst, nichts bewegt Dich wie eine Pendelbahn![img]http://www.eisenbahnforum.de/html/emoticons/smile.gif[/img]
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...die im Bahnhof Steinhausen so genial ist, dass inzwischen meist der Fdl über den Apparat vom Dispo (als TP) anruft, damit man überhaupt was versteht. Oder man über Handy zurückruft.drehgestell @ 17 Dec 2011, 17:10 hat geschrieben: Das einzig Gute am GSM-R generell ist die Sprechqualität
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