[HH] Baureihe ET490
- Boris Merath
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Vorserie, und davon immerhin 8 Stück. Die dürften aber noch nicht alle gebaut sein.Rev @ 8 Apr 2016, 09:23 hat geschrieben: Gesehen im Bilder Forum kann gut sein das Teil ist noch nicht zugelassen bzw viel mehr als Prototypen gibt es ned
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
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Hoffentlich nicht.ropix @ 8 Apr 2016, 17:24 hat geschrieben:Im Film sieht man ein paar im Bau. Die Frage wäre also ob sie schon alle angefangen sind?

Aber das ist ja normal, seit Züge von der Stange gekauft werden.
Leider wird man in München mit denen witerhin belästigt. <_<ropix @ 8 Apr 2016, 18:45 hat geschrieben:Abwarten, das hat bei den soliden Triebwagen der Jahre 72 bis 96 in München auch nicht funktioniert. Und Hamburg hätte ja auch gern weitere S-Bahn-Linien eröffnet![]()
Aber immerhin haben auch komfortable Lokbespannte Züge in Nürnberg und bei Rhein-Ruhr die Verschlimmbessereungen bisher überlebt.

Keine Alternative zum Transrapid MUC


Man kann den Hamburgern nur wünschen, dass die Verantwortlichen die 472er nicht voreilig verschrotten. Denn für Hamburg hat Stuttgart keine Gebrauchtwagen parat. Und Berlin musste auch wieder haufenweise 485er in den Betrieb zurück holen, die man für nicht mehr nötig gehalten hatte.ropix @ 8 Apr 2016, 18:45 hat geschrieben: Abwarten, das hat bei den soliden Triebwagen der Jahre 72 bis 96 in München auch nicht funktioniert. Und Hamburg hätte ja auch gern weitere S-Bahn-Linien eröffnet![]()
@218 466-1: Leider werde werde ich im Internet immer wieder mit Verunglimpfungen über die Züge belästigt, die mich treu ins junge Erwachsenenalter kutschiert haben.
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Von den Prototypen werden je vier Einsystemfahrzeuge, und vier Zweisystemfahrzeuge.
Welches System die Einsystemer haben, konnte ich nicht herausfinden.
Edit: Nach DIESEM ARTIKEL bleibt es erstmal bei den vier Zweisystemern, die anderen können aber recht einfach umgerüstet werden.
Welches System die Einsystemer haben, konnte ich nicht herausfinden.
Edit: Nach DIESEM ARTIKEL bleibt es erstmal bei den vier Zweisystemern, die anderen können aber recht einfach umgerüstet werden.
Ja natürlich ist das "Basissystem" beim 490 wie bei allen Hamburger-S-Bahn-ET seit dem 471 erstmal die seitlich bestrichene Stromschiene mit 1200 V Gleichstrom. Aber die teilweise Ausführung bzw. die Option als Zweisystemer mit Möglichkeit der Stromversorgung 15 kV Wechselstrom aus Fahrdraht von oben ist nicht nur wegen der bestehenden S3 in Richtung Stade interessant, sondern auch deswegen weil alle künftigen möglichen außerhamburgischen Erweiterungen der Hamburger S-Bahn (Bad Oldesloe etc.) eher nicht mit der "exotischen" Stromschiene ausgeführt werden.gmg @ 10 Apr 2016, 01:42 hat geschrieben:Bestimmt Stromschiene, falls du das meinst. Anders kommst du, glaube ich gar nicht durch Hamburg durch -- es sei denn, du weichst auf Fernverkehrsgleise aus.Martin H. @ 9 Apr 2016, 19:29 hat geschrieben:
Welches System die Einsystemer haben, konnte ich nicht herausfinden.
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Das ist mir schon klar! Aber so wie ich Martin H verstanden habe, war er nicht sicher, ob die Ein-System-Züge nur Stromschienen- oder nur OL-kompatibel sind. Und aus den vom mir besagten Gründen müssen sie, wenn dann nur stromschienenkompatibel sein.146225 @ 10 Apr 2016, 07:59 hat geschrieben:Ja natürlich ist das "Basissystem" beim 490 wie bei allen Hamburger-S-Bahn-ET seit dem 471 erstmal die seitlich bestrichene Stromschiene mit 1200 V Gleichstrom. Aber die teilweise Ausführung bzw. die Option als Zweisystemer mit Möglichkeit der Stromversorgung 15 kV Wechselstrom aus Fahrdraht von oben ist nicht nur wegen der bestehenden S3 in Richtung Stade interessant, sondern auch deswegen weil alle künftigen möglichen außerhamburgischen Erweiterungen der Hamburger S-Bahn (Bad Oldesloe etc.) eher nicht mit der "exotischen" Stromschiene ausgeführt werden.gmg @ 10 Apr 2016, 01:42 hat geschrieben:Bestimmt Stromschiene, falls du das meinst. Anders kommst du, glaube ich gar nicht durch Hamburg durch -- es sei denn, du weichst auf Fernverkehrsgleise aus.Martin H. @ 9 Apr 2016, 19:29 hat geschrieben:
Welches System die Einsystemer haben, konnte ich nicht herausfinden.
Oder glaubst du, die würden innerhalb vom Hamburg in Zukunft manche Linien auf OL-Gleisen fahren lassen?
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Was genau ist eigentlich der Vorteil der - in meinen Augen - eher unüblichen Stromschiene? mit würde da höchtens ein kleineres Lichtraumprofil, und damit billigere Tunnel einfallen - was die Stromschiene bei einer U-Bahn interessant macht, aber eher nicht bei der (Hamburger, und insbesondere Berliner) S-Bahn.
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Wieso soll sie das für die S-Bahn nicht interessant machen?
Hamburg jedenfalls hat von Oberleitung auf Stromschiene umgestellt weil man damit in Berlin so viel bessere Erfahrung gemacht hat. Was mich dabei immer wundert ist dass man von unten bestrichener Stromschiene auch gleich noch auf seitlich bestrichen gewechselt hat, was für die Sicherheit jetzt kein deutlicher Gewinn ist - allerdings natürlich für die Weichenstraßen, da man keine einfädelnden Stromabnehmer beachten muss.
Sowohl Hamburg als auch Berlin haben genug S-Bahn Tunnel. Aber auch sonst ist die Stromschiene von den Kosten und dem Aufwand in eigentlich allen Punkten bis auf einem Überlegen - hochtransformierter Wechselstrom funktioniert nicht mit Stromschiene. Man hat also den Aufwand Gleichrichterwerke bauen zu müssen und braucht dafür wiederum Drehstrom frei Haus.
Hamburg jedenfalls hat von Oberleitung auf Stromschiene umgestellt weil man damit in Berlin so viel bessere Erfahrung gemacht hat. Was mich dabei immer wundert ist dass man von unten bestrichener Stromschiene auch gleich noch auf seitlich bestrichen gewechselt hat, was für die Sicherheit jetzt kein deutlicher Gewinn ist - allerdings natürlich für die Weichenstraßen, da man keine einfädelnden Stromabnehmer beachten muss.
Sowohl Hamburg als auch Berlin haben genug S-Bahn Tunnel. Aber auch sonst ist die Stromschiene von den Kosten und dem Aufwand in eigentlich allen Punkten bis auf einem Überlegen - hochtransformierter Wechselstrom funktioniert nicht mit Stromschiene. Man hat also den Aufwand Gleichrichterwerke bauen zu müssen und braucht dafür wiederum Drehstrom frei Haus.
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Weil nicht zu selten dort, wo die S-Bahn einmal hinfahren soll, bereits eine Oberleitung (überwiegend) vorhanden ist. Größere Entfernungen und damit Geschwindigkeiten sind auch so ein Thema - siehe das gejammer bei der U-Bahn nach Garching, oder die Vorstellung zB nach Tutzing (oder darüber hinaus) mit maximal 100 (?) km/h fahren zu können. Auch wenn es natürlcih auch einige Kilometer S-Bahn Tunnel hat: Wie viel % des S-Bahn netzes verlaufen im Tunnel? Und wie viel bei der U-Bahn? In Hamburg mag die U-Bahn eine Sonderrolle einnehmen, da diese zumeist - nomen est omen - als Hochbahn ausgeführt ist. In Berlin hats zwar auch oberirdische U-Bahn Strecken, aber insgesamt dann doch nicht sooo viele.
Um auch im Thema zu bleiben: Bei der geplanten S-Bahn nach Ahrensburg ist soweit mir bekannt ist, eher geplant, eine Stromschiene zu legen, denn 2-Systemer einzusetzen. Ich sag ja nicht, daß ich Stromschine schlecht finde. darum frage ich ja nach den - eher wengier offenstichtlichen - Vorteilen, die einem Laien nicht sofort ins Auge fallen.
Um auch im Thema zu bleiben: Bei der geplanten S-Bahn nach Ahrensburg ist soweit mir bekannt ist, eher geplant, eine Stromschiene zu legen, denn 2-Systemer einzusetzen. Ich sag ja nicht, daß ich Stromschine schlecht finde. darum frage ich ja nach den - eher wengier offenstichtlichen - Vorteilen, die einem Laien nicht sofort ins Auge fallen.
Uouh, uouh uouh! *Wichtigtuerische Wegschiebegesten mach*Cloakmaster @ 12 Apr 2016, 11:10 hat geschrieben:In Berlin hats zwar auch oberirdische U-Bahn Strecken, aber insgesamt dann doch nicht sooo viele.
In Berlin gibt es einige oberirdische U-Bahn-Strecken -- vor allem im Kleinprofil. Die U1 und U2 sind hauptsächlich oben. Dann haben die U3, U4, U5, U6 nennenswerte oberirdische Bereiche. Die U7 hat zumindest Abzweigungen zu oberirdischen Betriebshöfen und nur die U8, U9 und die zu vernachlässigende U55 sind immer im Untergrund.
Was deine Frage zu den Vorteilen der Stromschiene betrifft, empfehle ich entweder die Liste im entsprechenden Wiki-Artikel oder eine der recht häufigen Störungsmeldungen wegen OL-Schaden.
Ich denke die Existenz der Stromschiene muss man vor dem jeweiligen historischen Kontext sehen - Hamburg hatte ja bereits ab 1907 eine elektrifizierte Stadt- und Vorortbahn zwischen Blankenese und Ohlsdorf, wobei diese kurioserweise ja mit Oberleitung und 6300 V / 25 Hz Wechselstrom unterwegs war. Im Laufe der 1930er wurde dann dieses System doch erneuerungsbedürftig - sowohl Fahrzeuge als auch Strecke/Energieversorgung - und die damalige Führung befahl den Ausbau im selben seinerzeit modernen Standard wie in Berlin, also mit Stromschiene. Die ersten ET 171, die spätere DB-Baureihe 471/871, verkehrten ab 1939. Man darf ja an der Stelle nicht vergessen, dass ansonsten um diese Zeit elektrischer Bahnbetrieb im Norden noch längst nicht üblich war, alles außerhalb der S-Bahn verkehrte in Hamburg damals ja noch mit Dampflok bzw. wo modern als (S)VT. Wären auf Fernbahngleisen damals rund um Hamburg 15 kV Wechselstrom schon so verbreitet gewesen wie im Süden, hätte die Entscheidung vielleicht auch anders ausgesehen.Cloakmaster @ 12 Apr 2016, 06:42 hat geschrieben: Was genau ist eigentlich der Vorteil der - in meinen Augen - eher unüblichen Stromschiene? mit würde da höchtens ein kleineres Lichtraumprofil, und damit billigere Tunnel einfallen - was die Stromschiene bei einer U-Bahn interessant macht, aber eher nicht bei der (Hamburger, und insbesondere Berliner) S-Bahn.
Und später hat man das einfach nicht mehr geändert, und die ganzen inner-Hamburgischen Nachkriegsneubauten wie z.B. City-Tunnel oder Harburg halt auch mit Stromschiene gebaut. Stade mit Fahrleitung kam ja erst 2007 und war die erste "Langstrecke" jenseits der Stadtgrenzen.
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Mit einem Stromabnehmer würdest du aber in Berlin an der Tunneldecke hängenbleiben (in Hamburg gehts mit der Sonderkonstruktion vom 474 grade so). Ich sehe da schon einen Vorteil.Cloakmaster @ 12 Apr 2016, 06:42 hat geschrieben: Was genau ist eigentlich der Vorteil der - in meinen Augen - eher unüblichen Stromschiene? mit würde da höchtens ein kleineres Lichtraumprofil, und damit billigere Tunnel einfallen - was die Stromschiene bei einer U-Bahn interessant macht, aber eher nicht bei der (Hamburger, und insbesondere Berliner) S-Bahn.
Das Hamburger S-Bahnnetz bezieht sich hauptsächlich auf das Stadtgebiet und dem angrenzenden Umland ( wenn man die S3 zwischen Neugraben und Stade außer Acht nimmt ). Der Vorteil der Stromschiene ist das zügigere Beschleunigen und Bremsen, besonders bei kurzen Stationsabständen.
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Zum Errichtungszeitpunkt der Stromschiene mit Sicherheit, ja. Heutzutage ... nun, auch ein am Fahrdraht hängender ET kann so was mittlerweile.Luas @ 12 Apr 2016, 19:56 hat geschrieben: Der Vorteil der Stromschiene ist das zügigere Beschleunigen und Bremsen, besonders bei kurzen Stationsabständen.
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Äh, what? Stell mal ne Drehstromlok mit Oberleitung daneben und dann schau ma mal... :rolleyes:
Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
Otto von Bismarck
Daher hat die Bahn dem Gemeinwohl und nicht privaten Profitinteressen zu dienen, begreifen Sie es doch endlich mal!
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Bei 200 kimometer Tunnel auf 300 Kilometer Gesamtnetz ja. Bei 20 Kilometer Tunnel auf 3000 Kilomerter Gesamtnetz könnte man sich schon fragen, ob der Vorteil der niedrigeren, billigen Tunnel auf eine relativ kurze Strecke die Nachteile auf dem überwiegenden Teil des Netzes wett macht. Jetzt hat man in Hamburg ja angefangen mit dem 2-System, und da kann man sich schon mal fragen, was unterm Strich besser ist? Langfristig umrüsten auf nur eines, das "bessere" System, oder weiter mit beiden Systemen parallel fahren?JeDi @ 12 Apr 2016, 19:28 hat geschrieben: Mit einem Stromabnehmer würdest du aber in Berlin an der Tunneldecke hängenbleiben (in Hamburg gehts mit der Sonderkonstruktion vom 474 grade so). Ich sehe da schon einen Vorteil.
Ich lerne ja gerne dazu, erst recht von Praktikern, aber mir wär jetzt nicht offensichtlich bewusst, dass z.B. 422/432, 423/433, 424/434, 425/435, 430/431 und was sonst so auf deutschen S-Bahn-Netzen noch so üblich ist, grottenlahm im Beschleunigen sind. Nicht einmal der heilige 420/421 war/ist eine ankriechende Schnecke. Irgendwas muss ich seither in Hamburg (und Berlin) versäumt haben, so wirklich aufgefallen wär es mir nie, dass z.B. 474/874 so viel besser beschleunigen. :unsure:chris232 @ 12 Apr 2016, 20:08 hat geschrieben: Äh, what? Stell mal ne Drehstromlok mit Oberleitung daneben und dann schau ma mal... :rolleyes:
Ist ja auch eine Frage von "können" und "wollen" - mit einem 450 kannst Du, wenn es nicht gerade ein "Enztäler Kurzbahnsteig" ist, auch am Bahnsteiganfang noch um die 80 km/h draufhaben und rechtzeitig vor der H-Tafel zum Stehen kommen, eine solche Bremsung ist technisch schon möglich. Gewollt eher weniger, weil das für die mitreisende Kundschaft (vor allem stehende) doch eine gewisse hässliche Komforteinschränkung bedeutet.
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Jetzt nehme ich mal die Liste aus meinem obigen Link. Wir wissen zwar nicht, wer die erstellt hat aber sie klingt für mich recht einleuchtend:
Bodennahe Stromschienen haben gegenüber Oberleitungen die folgenden Vorteile:
Die Instandhaltung ist wesentlich leichter und preiswerter möglich, da keine hohen Leitern und Turmwagen benötigt werden. Die Arbeitssicherheit der Monteure ist wesentlich höher (keine Absturzgefahr).
Der Aufbau ist preiswerter, da keine teuren Teile (u.a. Maste mit ihren Fundamenten) vorhanden sind.
Sie benötigt keine aufwändigen mechanischen Abspannungen wie der Draht einer Oberleitung.
Eine Stromschiene verträgt wesentlich mehr Stromabnehmerdurchgänge, bevor eine intolerable – zum Austausch zwingende – Querschnittsverkleinerung durch Abnutzung auftritt.
Sie ist robuster gegenüber Stromabnehmerentgleisungen, die bei einer Oberleitung regelmäßig zu schweren Beschädigungen führen, bei der Stromschiene beispielsweise nur zu einer Beschädigung der Kunststoffabdeckung.
Die bodennahe Stromschiene kann in vielen Fällen (z. B. in Ballungsräumen) in Anlage und Betrieb wesentlich billiger sein als eine Oberleitung.
Bodennahe Stromschienen haben gegenüber Oberleitungen die folgenden Nachteile:
Sicherheitsprobleme aufgrund der Bodennähe, bzw. Gefahr für sich im Gleiskörper aufhaltende Menschen und Tiere
Aufwändige Konstruktion (und Verkabelung) in Bereichen mit vielen Weichen
Fahrzeuge benötigen Stromabnehmer auf beiden Seiten
Beschränkung der Übertragungsspannung auf 1500 V, da starke Verschmutzung auftritt, welche die Isolation stört
Aufgrund der „harten“ Schleifschuhlaufbahn einer starren Stromschiene ist die Geschwindigkeit auf etwa 120 km/h beschränkt. Hochgeschwindigkeitsverkehr oberhalb etwa 150 km/h ist kaum möglich.
Probleme mit Schneeverwehungen und beim Schneeräumen mit Schneeschleudern
Zu Berlin fällt mir noch ein, dass die S-Bahn ja aus einer Zeit stammt, als es kaum OL-Strecken gab. Somit hat sie sich auch nicht aufgedrängt. Ähnlich muss das laut 146225 ja in Hamburg gewesen sein.
Meine Erfahrung in Berlin ist jetzt jedenfalls, dass es einfach nicht so viele Störungen bei der S-Bahn gibt. Das mag verschiedene Gründe haben aber ein Mitgrund wird die Robustheit der Stromschiene sein. Und durch das besser verzweigte Netz kommt man unterm Strich auch schneller an sein Ziel, obwohl man in langsameren Zügen fährt.
Bodennahe Stromschienen haben gegenüber Oberleitungen die folgenden Vorteile:
Die Instandhaltung ist wesentlich leichter und preiswerter möglich, da keine hohen Leitern und Turmwagen benötigt werden. Die Arbeitssicherheit der Monteure ist wesentlich höher (keine Absturzgefahr).
Der Aufbau ist preiswerter, da keine teuren Teile (u.a. Maste mit ihren Fundamenten) vorhanden sind.
Sie benötigt keine aufwändigen mechanischen Abspannungen wie der Draht einer Oberleitung.
Eine Stromschiene verträgt wesentlich mehr Stromabnehmerdurchgänge, bevor eine intolerable – zum Austausch zwingende – Querschnittsverkleinerung durch Abnutzung auftritt.
Sie ist robuster gegenüber Stromabnehmerentgleisungen, die bei einer Oberleitung regelmäßig zu schweren Beschädigungen führen, bei der Stromschiene beispielsweise nur zu einer Beschädigung der Kunststoffabdeckung.
Die bodennahe Stromschiene kann in vielen Fällen (z. B. in Ballungsräumen) in Anlage und Betrieb wesentlich billiger sein als eine Oberleitung.
Bodennahe Stromschienen haben gegenüber Oberleitungen die folgenden Nachteile:
Sicherheitsprobleme aufgrund der Bodennähe, bzw. Gefahr für sich im Gleiskörper aufhaltende Menschen und Tiere
Aufwändige Konstruktion (und Verkabelung) in Bereichen mit vielen Weichen
Fahrzeuge benötigen Stromabnehmer auf beiden Seiten
Beschränkung der Übertragungsspannung auf 1500 V, da starke Verschmutzung auftritt, welche die Isolation stört
Aufgrund der „harten“ Schleifschuhlaufbahn einer starren Stromschiene ist die Geschwindigkeit auf etwa 120 km/h beschränkt. Hochgeschwindigkeitsverkehr oberhalb etwa 150 km/h ist kaum möglich.
Probleme mit Schneeverwehungen und beim Schneeräumen mit Schneeschleudern
Zu Berlin fällt mir noch ein, dass die S-Bahn ja aus einer Zeit stammt, als es kaum OL-Strecken gab. Somit hat sie sich auch nicht aufgedrängt. Ähnlich muss das laut 146225 ja in Hamburg gewesen sein.
Meine Erfahrung in Berlin ist jetzt jedenfalls, dass es einfach nicht so viele Störungen bei der S-Bahn gibt. Das mag verschiedene Gründe haben aber ein Mitgrund wird die Robustheit der Stromschiene sein. Und durch das besser verzweigte Netz kommt man unterm Strich auch schneller an sein Ziel, obwohl man in langsameren Zügen fährt.
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Die Hamburger S-Bahn hat ein 3000 Kilometer großes Streckennetz? *staun*Cloakmaster @ 12 Apr 2016, 20:13 hat geschrieben: Bei 200 kimometer Tunnel auf 300 Kilometer Gesamtnetz ja. Bei 20 Kilometer Tunnel auf 3000 Kilomerter Gesamtnetz könnte man sich schon fragen, ob der Vorteil der niedrigeren, billigen Tunnel auf eine relativ kurze Strecke die Nachteile auf dem überwiegenden Teil des Netzes wett macht.
Umrüsten der Fernverkehrsstrecken auf Stromschiene kommt nicht in Frage, weil man die ICEs und Güterzugloks nicht auf Stromschiene umrüsten will.Langfristig umrüsten auf nur eines, das "bessere" System, oder weiter mit beiden Systemen parallel fahren?
Umrüsten der Tunnelstrecken auf Oberleitung kommt nicht in Frage, weil Abriss und Neubau der Tunnel zu teuer ist.
Außerdem gibt es eigentlich keinen wesentlichen Grund für eine Umrüstung.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
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Nein, es sind 30.000 Kilometer, bei nur 2 Kilometer Tunnel. Könnten aber auch 300.000 Kilometer, bei nur 200 Meter Tunnel gewesen sein.
Also Stromschine seitlich kommt ICE/Güterzügen in die Quere? Das natürlich etwas unsgünstig.
2-Systemfahrzeuge sind meist aufwändig und teuer - das sind Kosten, welche möglicherweise vermieden werden könnten - sofern eines der beiden Systeme das deutlich bessere wäre.
Also Stromschine seitlich kommt ICE/Güterzügen in die Quere? Das natürlich etwas unsgünstig.
2-Systemfahrzeuge sind meist aufwändig und teuer - das sind Kosten, welche möglicherweise vermieden werden könnten - sofern eines der beiden Systeme das deutlich bessere wäre.