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bestia_negra
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Beitrag von bestia_negra »

143 @ 17 Sep 2019, 13:27 hat geschrieben: Beamte im gehobenen und höheren Dienst machen den Großteil der Beamtenschaft aus:

https://www.brandeins.de/magazine/brand-ein...entliche-dienst
Nicht jeder, der im öffentlichen Dienst arbeitet, ist verbeamtet...

Naja, ich denke man muss das von Behörde zu Behörde und dort eventuell auch von Abteilung zu Abteilung prüfen, ob diese in München sein muss oder verlagert werden kann.
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Beitrag von Trapeztafelfanatiker »

143 @ 17 Sep 2019, 13:27 hat geschrieben: Beamte im gehobenen und höheren Dienst machen den Großteil der Beamtenschaft aus:
Qualifikationsebene 3. Da bewegen sich die meisten auch bis maximal 3000 Euro netto.
Da kannst dir ja ausrechnen was die Leute der Qualifikationsebene 2 verdienen (Mittlerer Dienst).

Sind die dann weniger wert, weil du dich nur auf die 3. Qualifikationsebene beziehst oder gar höher?

Darum geht es auch nicht. Das Problem ist doch, dass viele dieser Leute nicht freiwillig in München sind und wie bei der Finanzverwaltung sich verpflichten müssen (was dazu führt dass die bei erstbester Gelegenheit zu Kommunen usw. wechseln und dann ganz verloren sind, schön blöd).

Das Geld was man verdient ist z. B. in Bogen, Sulzbach-Rosenberg oder Coburg deutlich mehr wert und damit hat man einen höheren Lebensstandard zum gleichen Verdienst. Sowohl in Qualifikationsebene 2 als auch 3.

Man müsste also nur fleißig Stellen aus München wegverlagern. Selbst wenn man vielleicht an eine Wohnung ran kommt, es will nicht jeder in München wohnen und die Münchner wollen selten zum Staat, das sind meist Leute von außerhalb, oft aus anderen Bezirken und warum sollten die nicht arbeiten wo sie sind und leben wollen? Das ist Win-Win, gerade da man Verwaltung eben leicht verlagern kann aus den Zentren.
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imp-cen
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Beitrag von imp-cen »

143 @ 17 Sep 2019, 14:27 hat geschrieben: Beamte im gehobenen und höheren Dienst machen den Großteil der Beamtenschaft aus
Die "ausführende" Arbeit wird aber eine Ebene tiefer geleistet...
:P

Zumindest der höhere Dienst verwaltet eher die andren Ebenen (hat aber mittlerweile von der eigentlichen Arbeit keine Ahnung mehr).
Gehobener Dienst entscheidet selbständig und der mittlere eigentlich mittlerweile auch - nicht, dass sich diese Veränderung großartig in der Vergütung/Besoldung niedergeschlagen hätte.
Man müsste also nur fleißig Stellen aus München wegverlagern.
ICH mag net auch noch für des Geld aus der Stadt rauspendeln müssen - ich bleib nämlich da...
Aber du hast recht, Bewerbungen gehen auf die Stellen nur mehr wenige ein und andere orientieren sich auch weg (Quereinsteiger, welche wieder in die Privatwirtschaft wechseln).
ob diese in München sein muss oder verlagert werden kann.
Vieles wird digitalisiert werden (wenn man nicht kläglich an den Ansprüchen scheitert und weder im Bayr. Wald, noch vom indischen Callcenter erledigt werden, sondern automatisiert.
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Beitrag von Trapeztafelfanatiker »

imp-cen @ 17 Sep 2019, 19:29 hat geschrieben: Vieles wird digitalisiert werden (wenn man nicht kläglich an den Ansprüchen scheitert und weder im Bayr. Wald, noch vom indischen Callcenter erledigt werden, sondern automatisiert.
Mit den lächerlichen deutschen Datenschutzregeln? Wo Behörden (oder tw. sogar Sparkassen oder alle? Bin nicht bei dem Verein) auf E-Mails nicht antworten dürfen und per Post (!) antworten müssen!

Wahrscheinlich ist ganz Europa digitalisiert und hat 100% 5G, während man in München gerade feiert dass jetzt die ganze Stadt LTE hat und im Bayerischen Wald nur noch 60% Funklöcher vorhanden sind...
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Jean
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Beitrag von Jean »

Trapeztafelfanatiker @ 17 Sep 2019, 23:49 hat geschrieben: Mit den lächerlichen deutschen Datenschutzregeln? Wo Behörden (oder tw. sogar Sparkassen oder alle? Bin nicht bei dem Verein) auf E-Mails nicht antworten dürfen und per Post (!) antworten müssen!

Wahrscheinlich ist ganz Europa digitalisiert und hat 100% 5G, während man in München gerade feiert dass jetzt die ganze Stadt LTE hat und im Bayerischen Wald nur noch 60% Funklöcher vorhanden sind...
Ich sehe es auch so kommen. Aber die Politik redet gerne von Digitalisierung... Wissen sie überhaupt was das Wort bedeutet?
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

imp-cen @ 17 Sep 2019, 19:29 hat geschrieben:ICH mag net auch noch für des Geld aus der Stadt rauspendeln müssen - ich bleib nämlich da...
Ich denke das ist ein wichtiger Punkt, auch wenn es landesllanerisch Argumente dafür gibt, ist es sozial fragwürdig, existierende Arbeitsplätze woanders hin zu verlegen.
Ich hatte selber Betroffene im Bekanntenkreis, da wurde ein Elternteil mit Hilfe der bayrischen Beamten Verschickung in einen anderen Landesteil versetzt, Frau hätte aber einen Job in München und die Kinder gingen in München zur Schule, sowas ist für eine Familie eher eine Katastrophe und endete mit jeder Menge sinnloser Pendelei.
Auch für Singles ist München oft interessanter als ein anderer Landesteil und auch Singles haben ein soziales Umfeld, was sie nicht verlassen wollen. Ich bin kein Beamter sondern in der Privatwirtschaft, habe mich aber im Endeffekt jeder örtlichen Versetzung durch Kündigung entzogen.
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Beitrag von Hot Doc »

Trapeztafelfanatiker @ 17 Sep 2019, 23:49 hat geschrieben: Mit den lächerlichen deutschen Datenschutzregeln? Wo Behörden (oder tw. sogar Sparkassen oder alle? Bin nicht bei dem Verein) auf E-Mails nicht antworten dürfen und per Post (!) antworten müssen!
Die basieren auf einem europäischen Datenschutzgesetz, sind also in Europa überall vergleichbar.

Was Behörden "müssen" steht auf einem Blatt, was sie behaupten zu müssen auf einem anderen. An vielen Stellen herrscht jetzt sicherlich Verunsicherung, aber auch schon vor dem Gesetz war bei der Digitalisierung vieles im Argen bei den Behörden.
Da gibt es noch vieles aufzuholen und das geht auch mit Gesetz. (Sagt einer der mit Patientendaten besonders schützenswerte Daten speichern muss und dieses Gesetz schon mehrfach verflucht hat!)

Trotzdem kann man gerade in überregionalen Behörden-Netzwerken so ziemlich alles überall hinschicken. Ob der andere PC jetzt im Nachbarzimmer steht oder am anderen Ende von Bayern ist eigentlich komplett egal.

Es ist aber nicht so, dass das nicht schon längst gemacht wird. Das Finanzamt hat zig Zweigstellen für jede kleine Extrasteuer und Abgabe in Bayern verteilt.
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Jean
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Beitrag von Jean »

Süddeutsche zu der alten Akademie

Artikel der Süddeutsche über die Entscheidung zu den Arkaden in der alten Akademie.
Es zeigt mal wieder eindeutig: die CSU hat nur die Interesse der Investoren im Blick und nicht die der Stadt!
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Beitrag von Trapeztafelfanatiker »

Iarn @ 18 Sep 2019, 07:55 hat geschrieben: Ich denke das ist ein wichtiger Punkt, auch wenn es landesllanerisch Argumente dafür gibt, ist es sozial fragwürdig, existierende Arbeitsplätze woanders hin zu verlegen.
Ich hatte selber Betroffene im Bekanntenkreis, da wurde ein Elternteil mit Hilfe der bayrischen Beamten Verschickung in einen anderen Landesteil versetzt, Frau hätte aber einen Job in München und die Kinder gingen in München zur Schule, sowas ist für eine Familie eher eine Katastrophe und endete mit jeder Menge sinnloser Pendelei.
Auch für Singles ist München oft interessanter als ein anderer Landesteil und auch Singles haben ein soziales Umfeld, was sie nicht verlassen wollen. Ich bin kein Beamter sondern in der Privatwirtschaft, habe mich aber im Endeffekt jeder örtlichen Versetzung durch Kündigung entzogen.
Darum geht es doch nicht. Es wird auch in München einen gewissen Bedarf geben, den man durchaus abdecken kann.

Aber wie erklärst du dir dass viele zwangsweise in München sind und sich verpflichten müssen dort zu arbeiten? Scheinbar gibt es zu wenige aus München und Umgebung, andere muss man hinzwingen. Die Stellen kann man durchaus verlagern.

Und natürlich gibt es Härtefälle. Wenn ich 80% Auswärtige habe und 20% aus München/Umgebung, wird man bei der Verlagerung auch welche haben die verlieren. Aber dafür gibt es in München sicher genug Alternativarbeitsplätze.
Es gibt sicher auch Münchner die raus wollen. Was ja auch definitiv viele Münchner im Ruhestand machen, die dann irgendwo hinziehen wo man von der Rente/Pension viel besser leben kann.
Wer nicht gerade Opernfan ist (und auch der kann pendeln, so oft ist das ja auch nicht), der kriegt alles auch anderswo.

Die basieren auf einem europäischen Datenschutzgesetz, sind also in Europa überall vergleichbar.
Antworten Behörden in anderen Ländern auch per Post oder ist das eine deutsche Spezialität weil man eine Vorgabe übergenau umsetzt?

Ich verstehe nicht wo das Problem ist, wenn einen jemand per Mail anschreibt auch per Mail zu antworten. Das ist doch im gegenseitigen Einvernehmen.

Ich hatte das bei einer Versicherung die zur Sparkasse gehört. Eine Mailanfrage, die dir andere Versicherungen sofort per Mail beantworten, aber diese öffentlich-rechtliche Versicherung schreibt nach einer gefühlten Ewigkeit per Post zurück. Für mich ist das im Jahr 2019 kein Kundenservice und auf so einen "Datenschutz" kann ich gerne verzichten. Was soll da geschützt werden und warum ist das bei Generali oder Allianz weniger schlimm?
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Beitrag von TramBahnFreak »

Trapeztafelfanatiker @ 16 Sep 2019, 13:43 hat geschrieben: Was die Abstimmung zwischen den Regionen, Landkreisen, MVV usw. betrifft, ist es einfach natürlich, dass jeder nur auf seinen eigenen Bereich schaut.
Nichtmal zwangsläufig - es gibt durchaus positive Gegenbeispiele, zum Beispiel den Landkreis FFB, der gerne mehr mit seinen Nachbarn kooperieren würde.
Das Problem ist nur, dass diese Gegenbeispiele - wie auch FFB - meist recht alleine dastehen, weil einfach vielerorts das Interesse nicht vorhanden ist.
Und deswegen stimme ich dir da auch zu, dass eine übergeordnete Planung das Mittel der Wahl wäre...
Sachsen-Anhalt macht‘s vor...
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Beitrag von TramBahnFreak »

Autoverbot @ 16 Sep 2019, 20:19 hat geschrieben: 110%ige Zustimmung!
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Beitrag von TramBahnFreak »

Lazarus @ 16 Sep 2019, 18:28 hat geschrieben: Ja, aber das Auto fährt zumindest. Was bei der U-Bahn in den letzten Wochen ja nicht immer sicher ist, das der Kurs auch fährt, den man nehmen will.
Wenn die U-Bahn ausfällt, kommst du vielleicht 10 oder 20 Minuten später an.
Wenn das Auto ausfällt, kommst du gar nicht oder maximal in der Werkstatt an.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Trapeztafelfanatiker @ 18 Sep 2019, 18:16 hat geschrieben:Aber wie erklärst du dir dass viele zwangsweise in München sind und sich verpflichten müssen dort zu arbeiten? Scheinbar gibt es zu wenige aus München und Umgebung, andere muss man hinzwingen. Die Stellen kann man durchaus verlagern.
Ehrlich gesagt habe ich noch jemand im realen Leben getroffen, der oder die zwangsweise in München war.

Ich habe einige Ostdeutsche oder Südeuropäer kennen gelernt, die mussten in den Westen oder Deutschland, weil es daheim nichts gab aber da war niemand zwangsweise in München, weil die sich halt München als geringsten Übel ausgesucht haben, wenn sie aus der Heimat weg müssen.

Alle Leute die ich kennen gelernt habe, die unglücklich mit ihrem Wohnort waren, wären solche, deren Arbeitsplatz woanders hin verlegt wurde. Und da habe ich nur Leute erlebt, deren Arbeitsplatz aus München weg verlegt wurde und niemand, dessen Arbeitsplatz nach München hin verlegt wurde.
Mir fallen auch spontan keine Firmen, Behörden oder Bundeswehr Einheiten ein, die in den letzten Jahren nach München verlegt wurden, nur welche die weg verlegt wurden.
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Jean
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Beitrag von Jean »

Iarn @ 18 Sep 2019, 19:57 hat geschrieben: Mir fallen auch spontan keine Firmen, Behörden oder Bundeswehr Einheiten ein, die in den letzten Jahren nach München verlegt wurden, nur welche die weg verlegt wurden.
Microsoft?
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Beitrag von TramBahnFreak »

Die waren aber auch nur auf Gemeindeebene vorher woanders. Verkehrlich betrachtet macht der Speckgürtel ggü. der Stadt selbst keinen allzugrossen Unterschied...
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

Trapeztafelfanatiker @ 18 Sep 2019, 19:16 hat geschrieben: Aber wie erklärst du dir dass viele zwangsweise in München sind und sich verpflichten müssen dort zu arbeiten? Scheinbar gibt es zu wenige aus München und Umgebung, andere muss man hinzwingen. Die Stellen kann man durchaus verlagern.
Das Problem hast Du bei Zentralisierung immer, ganz egal wo zentralisiert wird. Du wirst auch den umgekehrten Fall haben - Leute die gar nicht begeistert sind wenn sie auf einmal gezwungen werden auf das (von machen hier so hochgelobte) Land zu ziehen weil ihre Behörde/Firma dorthin zwangsumgesiedelt wird. Ihr tut immer so wie wenn in München niemand leben wollen würde - das ist genauso Blödsinn wie wenn jemand behaupten würde dass alle in München wohnen wollen würden.

Viele Leute haben vorallem ein Problem damit wenn sie umziehen müssen und damit aus der gewohnten Umgebung raus müssen.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
146225
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Beitrag von 146225 »

TramBahnFreak @ 18 Sep 2019, 18:56 hat geschrieben: 98,7%ige Empfehlung, Mathe-Nachhilfe zu besuchen!
Wie, nur 1,3% Überzeugung, dass er zu doof ist, es zu kapieren? :ph34r:
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
Rohrbacher
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Beitrag von Rohrbacher »

Ich verstehe das Problem nicht. Bei Lehrern oder Polizisten ist es ganz normal, dass sie u.U. gerade mal auswählen können, ob sie kommendes Jahr in Waldkirchen oder Aschaffenburg verplant werden. Auch bei der Bahn werden Betreiberwechsel beklatscht. Die führen in der Regel aber nur dazu, dass die bestehende Mannschaft fast komplett ausgetauscht und in alle Winde verstreut wird. Wo soll z.B. ein Mühldorfer SOB-Tf anfangen, wenn die folgende Ausschreibung ein anderer Betreiber gewinnt, der seine günstigeren Umschüler von irgendwoher mitbringt? Da wird völlig unnötig mit tausenden Leuten gespielt, aber wehe eine eine Behörde wird "auf das Land" verlegt. Mir wäre zudem nicht bekannt, dass irgendein großes Amt nach Rötz oder so verlagert würde. Das sind schon meistens richtige, echte Städte... nur eben nicht die Landeshauptstadt, die von anderen als einzig wahre Lebensform so hochgelobt wird. :ph34r:

Ich denke, viele Behördenarbeitsplätze werden gar nicht verlegt, um "das Land" zu fördern. Das klingt natürlich politisch irgendwie sexy. Aber sorry, die paar Leute... die merkt man in der Statistik vermutlich erst auf den hinteren Nachkommastellen. Ne, da dürfte es auch drum gehen, dass München für viele einfach nicht mehr bezahlbar ist bzw. man mit den Gehältern hoch müsste, auch um mit der Privatwirtschaft mithalten zu können, und man andernfalls vor allem unterhalb der Chefetagen immer weniger Leute bekommt. Auch die dafür genutzten Immobilien dürften an den neuen Standorten um ein vielfaches weniger an Kosten verursachen bzw. sofern sie in Staatsbesitz sind viel gewinnbringender vermietet werden. Ich würde sagen, da läuft der Hase wirklich lang.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Jean @ 18 Sep 2019, 19:00 hat geschrieben: Microsoft?
Formal hast Du Recht, aber das war von knapp nördlich von München in den Norden von München. Eine Verlängerung von Trudering in die Parkstadt Schwabing wäre zwar innerhalb der Stadt aber deutlich weiter gewesen.
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Beitrag von Iarn »

Boris Merath @ 18 Sep 2019, 19:27 hat geschrieben: Viele Leute haben vorallem ein Problem damit wenn sie umziehen müssen und damit aus der gewohnten Umgebung raus müssen.
Das sehe ich auch so. Das Kernproblem ist, dass der Arbeitsplatz gegen den Willen des Mitarbeiters verlegt wird, von wo nach wo ist sekundär.
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Beitrag von AndiFant »

Kahlschlag in der Hochtechnologie: Infinera schließt deutsche Standorte (Berlin: Vollschließung; München: Teilschließung).

Nach der Übernahme des Ex-Siemens Geschäfts für Glasfaser-Datenübertragungstechnik streicht der neue Eigner den größten Teil aller Arbeitsplätze. Das Know-how einer Schlüsselbranche der "Digitalisierung" geht in Deutschland (eigentlich auch in Europa) verloren und konzentriert sich auf USA und China.

Dazu der Pressreader (Abendzeitung): https://www.pressreader.com/germany/abendze...282041918796910
Dazu Golem: https://www.golem.de/news/siemens-optische-...908-143114.html
Dazu die IGM: https://www.igmetall-muenchen.de/news-ansic...oriantinfinera/

Wer damit nicht einverstanden ist, kann die Arbeitnehmer durch Eintragen in eine Online Petition unterstützen:
https://www.openpetition.de/petition/online...chen-verhindern
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imp-cen
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Beitrag von imp-cen »

Hot Doc @ 18 Sep 2019, 12:27 hat geschrieben:Trotzdem kann man gerade in überregionalen Behörden-Netzwerken so ziemlich alles überall hinschicken.
Gibt es sowas überhaupt noch? Alles weggespart eigentlich.
Die eMails vom Erdgeschoss in 4. Stock gehen bei uns übers Internet. Nix "interner" Server, weil der Server in nem anderen Bundesland steht. Wer mailt, muss verschlüsseln - selber, dass geht auch nicht automatisch im Hintergrund.
Externe müssen sich mit Zertifikaten irgendwie bei uns registrieren und können dann wie interne Mitarbeiter verschlüsseln.
Anderweitig verschlüsselte eMails oder Dateianhänge sortiert bei uns die Firewall aus.

Wer nicht mitmacht, bekommt eben den guten alten Brief.
Es hat sich vieles eingebürgert, was auch schon vorher nicht wirklich richtig war.
Ich verstehe nicht wo das Problem ist, wenn einen jemand per Mail anschreibt auch per Mail zu antworten. Das ist doch im gegenseitigen Einvernehmen.
Meist schreibst aber mit Dritten über jemandem - auch in seinem Interesse, aber unverschlüsselt ist nicht.
Artikel der Süddeutsche über die Entscheidung zu den Arkaden in der alten Akademie.
Es zeigt mal wieder eindeutig: die CSU hat nur die Interesse der Investoren im Blick und nicht die der Stadt!
Das kommt drauf an. Wurden die Arkaden in der Innenstadt nicht noch weit vor der Fussgängerzone auf Kosten der Häuser eingerichtet?
Autogerechte Stadt und so? Einkaufen in der Innenstadt im trocknen?
Ich meide die immer, weil oft muffig und versifft. Müsst man halt regelmäßig feucht reinigen.
Wegen mir können die weg.

In der Kapuzinerstraße hatte man auch die Baulinie zurückgenommen, weil da die Unterpflastertram oder U-Bahn angedacht war. (Oder einfach eine breitere Straße, aber einspurig war sie ja trotzdem.) Das ist auch ein Zick-Zack hin und her.
Manche Veränderung ist nicht wirklich historisch, auch wenn sie schon Jahrzehnte zurückliegt.
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Beitrag von Tram-Bahni »

imp-cen @ 19 Sep 2019, 20:10 hat geschrieben: In der Kapuzinerstraße hatte man auch die Baulinie zurückgenommen, weil da die Unterpflastertram oder U-Bahn angedacht war. (Oder einfach eine breitere Straße, aber einspurig war sie ja trotzdem.) Das ist auch ein Zick-Zack hin und her.
Hä?
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Beitrag von imp-cen »

Google Maps -> stadtauswärtige Seite (also nach Süden fahrend) zwischen Lindwurmstr. und Kapuzinerplatz.
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Beitrag von Tram-Bahni »

Wie halt an vielen Stellen in der Stadt. Aber der Wiederaufbau der Altstadt beinhaltete eben diese vielen Arkaden und auch die vielen Höfe als Verbindungsgänge zwischen vor dem Krieg undurchlässigen Blöcken.
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Lazarus
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Beitrag von Lazarus »

Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
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Beitrag von Jean »

Virtuelles Toilettenpapier. Passt zu dir!
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Beitrag von Iarn »

Auch wenn ich die Präsentation dieser Nachricht stark verbesserungswürdig finde, finde ich das Überlaufen von Riessl zur CSU sowohl interessant als auch amüsant. Für mich verkörperte niemand die Verkrustung der SPD stärker als Reissl.
Andererseits ist der Übertritt des Fraktionschefs immer eine besonders pikante Angelegenheit.

Süddeutsche mittlerweile auch dazu
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Beitrag von Lazarus »

Iarn @ 30 Sep 2019, 10:36 hat geschrieben: Auch wenn ich die Präsentation dieser Nachricht stark verbesserungswürdig finde, finde ich das Überlaufen von Riessl zur CSU sowohl interessant als auch amüsant. Für mich verkörperte niemand die Verkrustung der SPD stärker als Reissl.
Andererseits ist der Übertritt des Fraktionschefs immer eine besonders pikante Angelegenheit.

Süddeutsche mittlerweile auch dazu
Vorallem, wenn man dazu noch bedenkt, das der nächste Wahlkampf nicht mehr weit weg ist. Das könnte spannend werden, wie z.b. Reiter darauf reagiert.
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Beitrag von Jean »

Lazarus @ 30 Sep 2019, 10:45 hat geschrieben:
Iarn @ 30 Sep 2019, 10:36 hat geschrieben: Auch wenn ich die Präsentation dieser Nachricht stark verbesserungswürdig finde, finde ich das Überlaufen von Riessl zur CSU sowohl interessant als auch amüsant. Für mich verkörperte niemand die Verkrustung der SPD stärker als Reissl.
Andererseits ist der Übertritt des Fraktionschefs immer eine besonders pikante Angelegenheit.

Süddeutsche mittlerweile auch dazu
Vorallem, wenn man dazu noch bedenkt, das der nächste Wahlkampf nicht mehr weit weg ist. Das könnte spannend werden, wie z.b. Reiter darauf reagiert.
Seit wann reagiert Reiter auf irgendwas?
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