Dass der Schnee durch Westwind herbeigetrieben wird, ist an den Stämmen kaum zu übersehen.
Jemand hatte offenbar Freude daran, einen kleinen Baum im Wald mit Weihnachtsdeko zu schmücken
Weit reicht die Sicht nicht gerade...
Ich laufe weiter nach La Noirmont, wo die Strecke von Tavannes auf die Strecke Glovelier - La-Chaux-de-Fonds trifft und ein vollständiger Umsteigeknoten eingerichtet ist. Da mir noch rund anderthalb Stunden Tageslicht bleiben, beschließe ich, mein Streckenbefahrungsprogramm fortzusetzen und nehme den Zug nach La-Chaux-de-Fonds.
Das Schneetreiben lässt nach, als ich den Ort erreiche und ich steige bereits in La-Chaux-de-Fonds Est aus, um das letzte Stück zu Fuß zu gehen. Es ist ein straßenbündiger Abschnitt, der auch mit MIV im Gegenverkehr ohne LSA-Absicherung oder dergleichen funktioniert.
La-Chaux-de-Fonds kann man aufgrund der rund 37.000 Einwohner sicher als Jura-Metropole (offizieller Slogan: métropole horlogère = Uhrenmetropole) bezeichnen, da der Kanton ansonsten sehr dünn besiedelt ist. Außerdem liegt sie auf etwa 1000 m, ist damit einer der höchstgelegenen Städte dieser Größenordnung in Europa und hat ein (für mich) sehr angenehmes Klima mit 133 Frosttagen und einem Hitzetag in zwei von drei Jahren.
La-Chaux-de-Fonds wirkt auf mich sehr urig, typisch französisch und mit vielen engen und steilen Gassen.

Die Oberleitungen werden leider seit 2014 nicht mehr genutzt - doch inzwischen gilt es als sicher, dass der Trolleybusbetrieb wieder aufgenommen wird, da zusammen mit Neuchâtel Batterie-Trolleybusse bestellt wurden. Spätestens dann lohnt sich ohne Zweifel ein weiterer Besuch der Stadt.

Ursächlich für die Einstellung war seinerzeit der Neubau des Busbahnhofs, welcher keine Oberleitungen mehr bekommen hat. Im restlichen Stadtgebiet sind diese jedoch nahezu vollständig erhalten, was eine Wiederinbetriebnahme erleichtert.
Parallel fahren der NPZ aus Biel und 332 aus Neuchâtel ein.
Über Biel und Olten fahre ich wieder zurück.