Bahnstrecke München-Lindau wird elektrifiziert

Strecken und Fahrzeuge von DB Fernverkehr und anderen als DB Fernverkehr.
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ralf.wiedenmann
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

Stellungnahme des StMB vom 14.9.21 zu Anfrage der Grünen zum Fernverkehr München-Memmingen-Lindau-Bregenz-Zürich:
https://www.bayern.landtag.de/webangebot2/w...8&vorlage=54952
8.2 Sind dem Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) Anstrengungen vonseiten der Schweiz bezüglich einer stündlichen Einführung des EuroCity-Express (ECE) München - Zürich bekannt?
Der Staatsregierung ist bekannt, dass das Schweizer Bundesamt für Verkehr an den Gutachter SMA & Partner AG einen Auftrag zur vertieften Analyse der infrastrukturellen Notwendigkeiten sowie zu den verkehrlichen und fahrplantechnischen Auswirkungen eines Fernverkehrsstundentaktes Zürich - Lindau - Memmingen - München auf den Schienenpersonennahverkehr vergeben hat. Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen noch nicht vor.
8.3 Sind dem StMB Anstrengungen vonseiten der WESTbahn bezüglich einer Verlängerung des Linie Wien - Salzburg über München und Lindau nach Bregenz bekannt?
Bezüglich einer Ausweitung einzelner Zugleistungen einer bereits geplanten WESTbahn-Linie Wien - München über München hinaus über das württembergische Allgäu nach Bregenz kam das Eisenbahnverkehrsunternehmen WESTbahn auf die BEG zu. Die BEG riet der WESTbahn von diesem Ansinnen ab, weil das Fahrplankonzept auf der Achse München - Memmingen - Lindau speziell im württembergischen Abschnitt keine weiteren Zuglinien verkraftet, ohne dabei das bisher unterstellte neue Allgäuer Fahrplankonzept negativ zu beeinflussen. Die WESTbahn hat nach Kenntnis der Staatsregierung daraufhin für den Jahresfahrplan 2022 keine Trassen auf dem Abschnitt München - Lindau - Bregenz angemeldet.
Selbst mit Umsteigen ist jedoch ab 12. Dez. 21 oftmals die Verbindung Bregenz über München nach Wien schneller als über den Arlberg.
Metropolenbahner
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Beitrag von Metropolenbahner »

ralf.wiedenmann @ 29 Nov 2021, 21:28 hat geschrieben: Stellungnahme des StMB vom 14.9.21 zu Anfrage der Grünen zum Fernverkehr München-Memmingen-Lindau-Bregenz-Zürich:
https://www.bayern.landtag.de/webangebot2/w...8&vorlage=54952
8.2 Sind dem Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) Anstrengungen vonseiten der Schweiz bezüglich einer stündlichen Einführung des EuroCity-Express (ECE) München - Zürich bekannt?
Der Staatsregierung ist bekannt, dass das Schweizer Bundesamt für Verkehr an den Gutachter SMA & Partner AG einen Auftrag zur vertieften Analyse der infrastrukturellen Notwendigkeiten sowie zu den verkehrlichen und fahrplantechnischen Auswirkungen eines Fernverkehrsstundentaktes Zürich - Lindau - Memmingen - München auf den Schienenpersonennahverkehr vergeben hat. Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen noch nicht vor.
Selbst mit Umsteigen ist jedoch ab 12. Dez. 21 oftmals die Verbindung Bregenz über München nach Wien schneller als über den Arlberg.
Die Studie zum Stundentakt ist nun fertig, deshalb will Bern jetzt den weiteren Ausbau mit Berlin besprechen:

Bezahlschranke:
https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/fernverk...lfen-ld.2231900

Moral: Nach dem Ausbau ist vor dem Ausbau ^^
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Nachdem die Schweiz selbst erst zum Fahrplan 2035 die Voraussetzungen schafft, ist auf deutscher Seite da in den nächsten 10 Jahren nicht mit Aktivitäten zu rechnen.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
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Rohrbacher
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Beitrag von Rohrbacher »

Iarn @ 31 Dec 2021, 19:53 hat geschrieben:Nachdem die Schweiz selbst erst zum Fahrplan 2035 die Voraussetzungen schafft, ist auf deutscher Seite da in den nächsten 10 Jahren nicht mit Aktivitäten zu rechnen.
Würde ich gar nicht mal sagen, die Strecke ist ja elektrisch neuerdings auch für den innerdeutschen Verkehr gar nicht uninteressant geworden (insbesondere wenn die Illertalbahn elektrifiziert sein wird), zumal bei einer Anfahrt von Lindau/Bregenz über die ebenfalls ausgebaute Südbahn das Nadelöhr Friedrichshafen - Lindau ein ziemlich arges geworden ist und man von (Stuttgart -) Ulm via Memmingen ohne Kopfmachen fahren kann. Da kann ich mir halt schon vorstellen, dass man künftig vielleicht ein paar ICE aus Norddeutschland in Ulm flügelt und Memmingen und Lindau vielleicht alle zwei Stunden auch an Frankfurt anbinden möchte, in der anderen vielleicht Ravensburg/Friedrichshafen. Schau ma mal, dann seh ma scho. ;)

edit: Satzbau.
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218 466-1
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Beitrag von 218 466-1 »

Aber mit ECE-Stundentakt würde man den gerade erst eingeführten, schnellen RE 96, die zw. [acronym title="MH: München Hbf <Bf>"]MH[/acronym] und [acronym title="MM: Memmingen <Bf>"]MM[/acronym] genau eine Stunde versetzt auf der ECE-Trasse fahren und ohne NT und mit drei Halten mehr praktisch gleich schnell sind, (soviel zum Thema NT-Sinnhaftigkeit), das Wasser abgraben. Zwei schnelle Züge im Blockabstand braucht man da nicht wirklich.
Das Problem dann westlich von [acronym title="MM: Memmingen <Bf>"]MM[/acronym] wäre umso mehr der Abschnitt [acronym title="TLK: Leutkirch <Bf>"]TLK[/acronym] - [acronym title="TKG: Kißlegg <Bf>"]TKG[/acronym] wo man ohne Zeitverlust nur mit einer fliegenden Kreuzung herum kommt und das fehlen dieser Möglichkeit verhindert auch aktuell den sauberen RE-Stundentakt und zweistündlich die Anschlüsse Richtung [acronym title="TAU: Aulendorf <Bf>"]TAU[/acronym].
Ein wesentlicher Bestandteil der nötigen Ausbauten, wäre also mindestens den ex-Bf Gebratzhofen zu reaktivieren - oder besser, gleich den ganzen Abschnitt TKG - TLK zweigleisig auszubauen, was aber erfordert, eine Brücken abzureissen und neu zu bauen. Auch der Bahndamm östlich von TKG müsste mit reichlich Erdbewegung verbreitert werden. Billig wird das nicht.

Bzgl. Illerbahn muss man abwarten, was zuerst erlektrifizert wird, weil [acronym title="TAU: Aulendorf <Bf>"]TAU[/acronym] - [acronym title="TKG: Kißlegg <Bf>"]TKG[/acronym] beabsichtigt man offenbar auch ins Rennen zu schicken incl. Verbindungskurven für durchgehende GZ [acronym title="TU: Ulm Hbf <Bf>"]TU[/acronym]-[acronym title="TBI: Biberach (Riß) <Bf>"]TBI[/acronym]-[acronym title="TAU: Aulendorf <Bf>"]TAU[/acronym]-[acronym title="TKG: Kißlegg <Bf>"]TKG[/acronym]-[acronym title="MHGZ: Hergatz <Bf>"]MHGZ[/acronym]-[acronym title="MLIR: Lindau-Reutin <Bf>"]MLIR[/acronym] und da ist zweigleisigkeit schon überwiegend vorhanden. Wäre auch für München - Basel ohne Kopfmachen interessant, wenn noch [acronym title="TF: Friedrichshafen Stadt <Bf>"]TF[/acronym] - [acronym title="RRZ: Radolfzell <Bf>"]RRZ[/acronym] under Strom gesetzt wird um sich das Nadelöhr Friedrichshafen - Lindau ebenfalls zu sparen.
Keine Alternative zum Transrapid MUC
[img]https://abload.de/img/tr09sdtu1f.jpg[/img]
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rautatie
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Beitrag von rautatie »

Am Silvestertag bin ich mal wieder mit dem ECE Richtung Lindau gefahren. Dabei war mir aufgefallen, dass die Züge nur bis St. Margrethen fuhren. Weiß jemand den Grund? Mein Eindruck ist, dass es schon häufiger vorkam, dass die Züge nicht bis Zürich durchgebunden waren.
Wo ist das Problem?
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ralf.wiedenmann
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

Nur einige Züge erhielten die Zulassung für die schnelle Umstellung der Zugsicherungssysteme:
Unter Vorbehalt des rechtzeitigen Eintreffens der Betriebsbewilligungen verkürzt sich die Fahrtzeit der EuroCity-Züge zwischen Zürich und München bei drei von sechs Verbindungen um eine halbe Stunde von heute 4 auf 3 Stunden und 30 Minuten. Ab Frühling 2022 werden alle EC-Züge in rund 3 Stunden 30 Minuten zwischen Zürich und München verkehren.
Medienmitteilung SBB vom 22.11.21: https://company.sbb.ch/de/medien/medienstel.../2021/11/2211-1
Die Fahrtzeit verkürzt sich bei 3 von 6 Verbindungen von Zürich nach München um eine halbe Stunde, auf rund 3 Stunden 30 Minuten. Bei den anderen Verbindungen bleibt die Fahrzeit vorerst unverändert bei 4 Stunden und die Reisenden müssen in St. Margrethen umsteigen. Für die Verzögerung sorgt das noch laufende Zulassungsverfahren für das das neue Zugsicherungssystem auf den Zügen des Typs Astoro.
Die Umrüstung der Astoro-Züge führt während der Übergangszeit zwischen dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 bis im Frühling 2022 dazu, dass zwischen Zürich, St. Gallen und St. Margrethen zur Nebenverkehrszeit zwei Direktverbindungen pro Richtung weniger verkehren können.
Ab Frühling 2022 verkehren voraussichtlich alle 6 Verbindungen zwischen Zürich und München in rund 3 Stunden 30 Minuten.
Ebenfalls ab Frühling 2022 ist jeweils von Montag bis Freitag ein neuer Frühzug von Lindau-Reutin via Bregenz und St. Margrethen nach Zürich Flughafen vorgesehen. Der EC-Halt in St. Margrethen in Richtung München um 18.49 Uhr kann ab Frühling 2022 nicht mehr angeboten werden.
Siehe SBB Infos zum Fahrplanwechsel: https://www.sbb.ch/de/fahrplan/online-fahrp...ostschweiz.html
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TramBahnFreak
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Beitrag von TramBahnFreak »

Ich finds ja lustig.

Erst braucht Deutschland 40 Jahre für die Elektrifizierung.
Kaum ist die fertig, fällt den Österreichern ein, dass sie zwischen Bregenz und St. Margrethen bauen können -> wochenlange Ausfälle im 2020.
Wenn das langsam absehbar wird, merken die Schweizer, dass sie für den Zielfahrplan was an der Zugsicherung basteln müssen -> Überwiegende Brüche in St. Margrethen im 2021.
Da hat sich keiner mit Ruhm bekleckert - dann darf aber auch keiner mehr reklamieren... :lol:
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ralf.wiedenmann
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

St. Galler Tagblatt, 28.12.2021: Bahnausbau für Stundentakt zwischen St.Gallen und München harzt: So will der Bundesrat nachhelfen: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/fernverk...lfen-ld.2231900
Leider kann man den Artikel nur mit Abo lesen (kostet aber nur 1 CHF).
Der Schweizer Ständerat (er entspricht in etwa dem deutschen Bundesrat) beauftragte den Bundesrat (er entspricht der deutschen Bundesregierung), zu prüfen, wie er bei den deutschen Behörden wirkungsvoll auf die Planung und Realisierung fehlender Infrastruktur (für die Einführung eines Stundentaktes) auf der Linie nach München hinwirken könne. Dafür könne die Regierung auch auf Finanzmittel aus dem Bahnausbauschritt 2035 zurückgreifen. Die Schweizer Bundesregierung antwortet auf eine entsrpechend Frage: "Derzeit läuft im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr [entspricht dem deutschen Bundesministerium für Verkehr] eine Studie, um die erforderlichen Infrastrukturen für einen Stundentakt EC Zürich–München zu bestimmen." In der Schweiz und Österreich sei ein Stundentakt schon jetzt möglich. "Daher braucht es mit der Studie Antworten zu den erforderlichen Infrastrukturen auf deutschem Staatsgebiet. Der Abschnitt zwischen München-Pasing und Eichenau ist Teil des zu untersuchenden Parameters.
...
Auf Grundlage der Studienergebnisse sind für Anfang 2022 Gespräche zwischen dem Bundesamt für Verkehr und dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr vorgesehen."
Also sollten wir bald Ergebnisse bekommen.
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ralf.wiedenmann
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Re: Bahnstrecke München-Lindau wird elektrifiziert

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Nachdem das Oktoberfest 2022 wohl stattfinden wird, war ich gespannt, ob nun wie versprochen, an diesen Wochenenden die 4-stündigen Taktlücken geschlossen würden. Diese betreffen die Verbindung München ab 10:55, Zürich an 14:27 und Zürich ab 15:33 und München an 19:04.

Gemäss online-Fahrplan der SBB verkehrt der Zusatz-EC jedoch nicht von München ab 10:55, sondern erst ab Lindau-Reutin ab 12:52 und zwar Sa-Mo während Oktoberfest.

Auch in der Gegenrichtung verkehrt der EC Zürich ab 15:33 nur bis Lindau-Reutin an 17:08.

Vielleicht haben wir ja noch Glück, und die DB übernimmt den Zug auch auf seinem Gebiet. Im DB Navigator & ÖBB Scotty verkehrt der Wiesn-EC angeblich nur zwischen Bregenz und Lindau-Reutin.
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TramBahnFreak
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Re: Bahnstrecke München-Lindau wird elektrifiziert

Beitrag von TramBahnFreak »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 22 Mai 2022, 15:50 Nachdem das Oktoberfest 2022 wohl stattfinden wird, war ich gespannt, ob nun wie versprochen, an diesen Wochenenden die 4-stündigen Taktlücken geschlossen würden. Diese betreffen die Verbindung München ab 10:55, Zürich an 14:27 und Zürich ab 15:33 und München an 19:04.

Gemäss online-Fahrplan der SBB verkehrt der Zusatz-EC jedoch nicht von München ab 10:55, sondern erst ab Lindau-Reutin ab 12:52 und zwar Sa-Mo während Oktoberfest.

Auch in der Gegenrichtung verkehrt der EC Zürich ab 15:33 nur bis Lindau-Reutin an 17:08.

Vielleicht haben wir ja noch Glück, und die DB übernimmt den Zug auch auf seinem Gebiet. Im DB Navigator & ÖBB Scotty verkehrt der Wiesn-EC angeblich nur zwischen Bregenz und Lindau-Reutin.
Da müssen drei verschiedene Staatsbahnen ihre Daten für die Infosysteme bereitstellen, da darfst du jetzt nicht zu viel erwarten... :lol:
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ralf.wiedenmann
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Re: Bahnstrecke München-Lindau wird elektrifiziert

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Stundentakt München-Zürich erfordert Investitionen von 250 Mio €
Zusammenfassung: Stundentakt der EC-Linie Zürich-Müchen erfordert auf deutschem Gebiet den Bau von 25 km Doppelspur und kostet 250 Mio €.

Aus einer Stellungnahme des Schweizer Bundesamts für Verkehr vom 22.6.22:

„Mit dem Postulat 19.3006 «Ausbau der internationalen Verbindung Zürich–Mün- chen» wurde der Bundesrat beauftragt, zu prüfen, wie er sich bei den zuständigen Behörden in Deutschland und gegebenenfalls Österreich am wirkungsvollsten für eine Verbesserung der Verbindung einsetzen kann. Im Vordergrund stehen für die Schweiz die Planung und Realisierung der fehlenden Infrastruktur, um das Angebot bis zu einem Stundentakt Zürich–München verdichten zu können, mit schlanken Anschlüssen an die Schnellverbindung München–Berlin.
In Deutschland besteht ein Konzept für einen deutschlandweit abgestimmten Taktfahrplan («Deutschlandtakt»). Dort ist die Verbindung Zürich–München bislang weiterhin als zweistündliche Fernverkehrsverbindung vorgesehen. Im Rahmen mehrerer Studien wurde untersucht, welche Infrastrukturmassnahmen auf deutschem Gebiet bzw. auf der Ausbaustrecke München–Lindau für einen Stundentakt der internationa- len Verbindung Zürich–München erforderlich sind. Die Bedürfnisse des Regional- und Güterverkehrs sind dabei zu berücksichtigen. Die überwiegend eingleisige Strecke zwischen Lindau und Buchloe bzw. die Strecke Buchloe–München müsste demnach abschnittsweise auf Doppelspur (insgesamt rund 25 km) ausgebaut werden, zudem ist eine Optimierung der Fahrgeschwindigkeit erforderlich. Eine erste Grobkostenschätzung geht von Investitionen von rund 250 Millionen Euro aus.
Der Ausbau der internationalen Verbindung Zürich–München wurde und wird im Lenkungsausschuss Schweiz–Deutschland regelmässig behandelt. Mit der Vereinbarung vom 25. August 2021 über die Sicherung der Leistungsfähigkeit des Zulaufs der neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) in der Schweizerischen Eidgenossenschaft wurde die Möglichkeit aufgenommen, Fachgruppen zu grenzüberschreitenden Themen einzusetzen. Zur Thematik «EC-Stundentakt Zürich–München» wurde eine solche Fachgruppe eingesetzt, welche die Analysen und Gespräche fortführt.“

Siehe:
https://www.newsd.admin.ch/newsd/messag ... /72141.pdf
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Rohrbacher
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Re: Bahnstrecke München-Lindau wird elektrifiziert

Beitrag von Rohrbacher »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 30 Jun 2022, 08:05 (insgesamt rund 25 km)
:roll: Och ne. Das Abendland ist echt nicht mehr zu retten ... So möchte ich mal eine Autobahn ausgebaut sehen.
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Jean
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Re: Bahnstrecke München-Lindau wird elektrifiziert

Beitrag von Jean »

Rohrbacher hat geschrieben: 30 Jun 2022, 12:09 :roll: Och ne. Das Abendland ist echt nicht mehr zu retten ... So möchte ich mal eine Autobahn ausgebaut sehen.
Wäre innerhalb von 5 Jahren genehmigt und erledigt... :lol:
Danke für das Forum

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