Fernverkehr auf der Gäubahn

Strecken und Fahrzeuge von DB Fernverkehr und anderen als DB Fernverkehr.
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ralf.wiedenmann
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

Schwarzwälder Bote, 23.6.21: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.b...6940ea6c32.html
Bahnplanung gibt Rätsel auf
Nach Euphorie große Ausbau-Ernüchterung

IG Gäubahn wacht endlich auf. Wo bleibt die Transparenz beim neuen Gäubahnkonzept?

Auch mir hat Bigler nach Monaten keine Antwort gegeben.
Metropolenbahner
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Beitrag von Metropolenbahner »

ralf.wiedenmann @ 27 Jun 2021, 13:55 hat geschrieben: Schwarzwälder Bote, 23.6.21:  https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.b...6940ea6c32.html
Bahnplanung gibt Rätsel auf
Nach Euphorie große Ausbau-Ernüchterung

IG Gäubahn wacht endlich auf. Wo bleibt die Transparenz beim neuen Gäubahnkonzept?

Auch mir hat Bigler nach Monaten keine Antwort gegeben.
Es ist halt ein ewiges Gewurstel.

Mittlerweile muss man da fast das Handtuch werfen. Das ganze ist mit S21 und Flughafentunnel zu stark belastet.

Das einzige was sinnvoll wäre, wäre die große Rolle rückwärts und zwar die Streichung des Flughafenastes - (wer fliegen will, fährt mit der Gäubahn in die andere Richtung in die Schweiz und Stuttgarter fahren mit dem ICE gleich nach FRA), Beibehaltung von ein paar oberirdischen Kopfbahnhofsgleisen samt Panoramabahn und dann das ganze gesparte Geld in die Gäubahn und deren Ausbau pumpen.

Aber wie im Artikel dargestellt zickt die Stadt Stuttgart herum. Da würde ich mittlerweile auch die Möglichkeit der Enteignung prüfen:

Erstens braucht man die Kopfbf-Kapazität, zweitens wäre es ein Irrwitz die ganze Infrastruktur abzubauen, nur um die Hälfte davon dann für sauteures Geld wieder unterirdisch aufzubaggern und -bohren, drittens kann man auch den oberirdischen Bahnhof mit Wohnhäusern überbauen.

Also da sollte man sich -eigentlich - wirklich flexibler zeigen. Aber die Egoismen samt schwäbischer Dickschädel sind halt stark und stabil.

Der Bund hat bei der ganzen Geschichte die geringste Schuld. Der versucht halt irgendne halbgare Lösung zu präsentieren, für mehr reicht's nicht, weil die Gelder ja schon in S21 und Co. fließen und es wichtigere Projekte gibt.

Anfangen müsste man mit dem Flughafenanschluss samt neuem Bahnhof. Den könnte man in Folge der Coronakrise und absehbarer CO2-Steuern als ersten torpedieren. Jeder sagt Kurzstreckenflüge sind schlecht, man solle besser mit der Bahn fahren ... dafür gäbe es mit S21 und der neuen Schnellfahrstrecke RMRN auch ne topp Anbindung. Mittelfristig - wenn die ganzen ICE-Neubaustrecken fertig sind - und Verbesserungen der Zug-Fahrzeiten nach Frankfurt, Zürich (und vielleicht sogar München-Flughafen - man soll die Hoffnung nicht aufgeben ;) ) absehbar sind, kann man den Stuttgarter Flughafen auch gleich ganz stilllegen.

Schon heute fährt man mit dem Zug in nur 1:32 zu Frankfurt-Flughafen, mit der NBS geht's mind. 19 Minuten schneller -> 1:13 .. wer braucht da noch den Stuttgarter Flughafen? Wozu der ganze Aufwand auf der Filder für nen Provinzflughafen, an dem die ICEs sowieso vorbeifahren werden, weil sich die Haltezeit nicht rechnet?

So ein Sakrileg den eigenen Landesflughafen zu schließen, sollte mir ner grünen Landesregierung eigentlich auch zu machen sein. Von mir aus könnte man in FRA und MUC noch ne extra "Schwaben-Expresslane" bei der Sicherheits-Kontrolle einführen, um den schwäbischen Stolz zu hofieren ;))
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ralf.wiedenmann
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

Ausschreibung
2-gleisiger Ausbau Horb-Neckarhausen, Strecke 4600, km 82,1 - km 88,4; Rodungsarbeiten
am 14.9.2021: https://bieterportal.noncd.db.de/evergabe.b...fe8fd14/details
Fristen und Termine
Bekanntmachung: 14.09.2021, 15:53:22
Einreichungsfrist: 30.09.2021, 10:00:00
Frist Bieterfragen: 28.09.2021, 10:00:00
Bindefrist: 29.10.2021
Auftragsdauer von 02.11.2021
Auftragsdauer bis 28.02.2022
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

Offensichtlich sind in den Sommerferien Bauarbeiten zwischen Singen und Stuttgart geplant. Im definitiven Fahrplan Zürich-Schaffhausen vom BAV am 17.9.21 veröffentlicht ist vermerkt, dass in diesem Zeitraum die Züge Zürich - Stuttgart und ungekehrt nur bis und ab Singen verkehren.

Siehe: https://www.fahrplanentwurf.ch/fileadmin/st...ds/2022/760.pdf
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

PM des BMVI vom 1.10.21: Bilger: Die Planungen für den neuen Gäubahntunnel können beginnen
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemit...n.html?nn=13326
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Deutsche Bahn AG sind bei der Realisierung des Gäubahntunnels einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Die Frage der Kostenabgrenzung zwischen dem bundesfinanzierten Bedarfsplanvorhaben Stuttgart – Singen – Zürich (Gäubahn) und dem Projekt Stuttgart 21 ist geklärt.
..

Jetzt bedarf es noch der Zustimmung der Partner des Projekts Stuttgart 21. Dann ist der Weg frei für die Umsetzung des neuen Konzepts der Gäubahn.p
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Ausschreibung Baugrund- und Tunnelbautechnikgutachten Gäubahntunnel

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Am 29.3.2022 schreibt die Bahn folgendes aus:
Die Maßnahme ABS Stuttgart – Singen – Grenze D/CH, Abschnitt Nord beschreibt den Bereich zwischen
dem Stuttgarter Flughafen und dem Haltepunkt Goldberg („zweigleisiger Neubau Stuttgart Flughafen
NBS – Böblingen- Goldberg („Gäubahntunnel“), vmax = 160 km/h, Länge 12 km“). Dazu zählen der o. g.
Pfaffensteigtunnel (ehemals Gäubahntunnel) sowie der Ausbau der Bestandsstrecke 4860 zwischen der
Anbindung des Pfaffensteigtunnels (ca. km 22,1) an die Strecke 4860 und dem Haltepunkt Goldberg (ca. km
24,3) auf vmax = 160 km/h.
Gegenstand dieses Auftrags sind sachverständige Gutachterleistungen in Bezug auf Baugrunderkundung und
Gründungsberatung
. Die wesentlichen Aufgaben des Auftragnehmers ergeben sich aus den ausgeschriebenen
Leistungen und beziehen sich auf gutachterliche Leistungen hinsichtlich Baugrunderkundung und – bestimmung
im gesamten Bereich des Abschnittes und eine gutachterliche Gründungsberatung für den oberirdischen
Streckenabschnitt.
Auftrag läuft vom 1.8.22-31.10.22
Siehe: https://bieterportal.noncd.db.de/everga ... 42/details
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Ausschreibung Nordhalt an der Panoramabahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Bereits im November 2021 schrieb das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg folgendes aus:
Neubau eines Haltepunkts für die Panoramabahn an der Heilbronner Straße („Nordhalt“):
Im Zuge des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm wird der Schienenknoten Stuttgart neu geordnet (Stuttgart 21). Zwischen Nordbahnhof und Hauptbahnhof entsteht dabei die neue S‐Bahn‐Haltestelle Mittnachtstraße. Für die Anbindung dieser neuen S‐Bahn‐Haltestelle wird die Gäubahnzuführung zum heutigen Hauptbahnhof über die Panoramabahn unterbrochen. Die Stadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und das Land Baden‐Württemberg wollen ermöglichen, dass die Züge der Gäubahn auch nach der Streckenunterbrechung im Bereich der Rosensteinstraße, zumindest interimsweise, über die Panoramastrecke weiterhin in den Stuttgarter Talkessel gelangen. Hierfür soll ein neuer Haltepunkt, der sogenannte „Nordhalt“ errichtet werden. Die Züge der Gäubahn könnten dann weiter bis zu diesem Halt geführt werden und damit in den Innenstadtbereich gelangen.
Vertrag soll vom 1.4.22 bis 30.6.26 laufen.
Siehe: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... =0&tabId=0
Am 10.3.22 wurde dieses Projekt an drei Bieter vergeben: Siehe: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... HTML&src=0
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Ausschreibung Projektsteuerung Pfaffensteigtummel

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Bieterportal Deutsche Bahn, 8.4.22: https://bieterportal.noncd.db.de/everga ... 6f/details
Vertrag läuft vom 15.7.-31.12.22
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Aus dem Fahrplanentwurf 2023 der SBB:
Auf den IC-Zügen Zürich HB–Singen (Hohentwiel)–Stuttgart Hbf werden die EC-Kompositionen fort- laufend durch Doppelstockzüge der Deutschen Bahn (KISS-Fahrzeuge von Stadler) ersetzt. Die Liniennummer IC4 entfällt.
1. Phase: 11.12.2022 bis 02.06.2023
Es verkehren 81⁄2 direkte Zugspaare (+1 gegenüber Fahrplan 2022) zwischen Zürich HB und Stuttgart Hbf.
2. Phase: 03.06. bis 26.10.2023
Umfangreiche Bauarbeiten zwischen Singen (Hohentwiel) und Stuttgart Hbf. Während dieser Zeit verkehren die IC ab Zürich HB nur bis Singen (Hohentwiel). Das Ersatzangebot der Deutschen Bahn ab Singen (Hohentwiel) ist noch in Bearbeitung.
3. Phase: ab 27.10.2023
Es verkehren 111⁄2 direkte Zugspaare (+4 gegenüber Fahrplan 2022) zwischen Zürich HB und Stuttgart Hbf (ausschliesslich mit KISS-Fahrzeugen). Bei einzelnen Zügen muss weiterhin in Singen (Hohentwiel) umgestiegen werden.
Siehe: https://www.fahrplanentwurf.ch/fileadmi ... us/SBB.pdf , S. 16

Fahrplantabellen: https://www.fahrplanentwurf.ch/fileadmi ... 23/760.pdf
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Bahn prüft, ob auch während Bauzeit des Pfaffenberg(Gäubahn-)tunnels umsteigfreie Verbindung nach Stuttgart Hbf möglich ist
PM des BDV vom 19.7.22: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Press ... erenz.html
Siehe ebenfalls Artikel im Südkurier vom 19.7.22: https://www.suedkurier.de/baden-wuertte ... 0,11219187

Ein 1. Schritt, aber eine Zusage ist das noch nicht.
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ralf.wiedenmann
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Ab Fahrplanwechsel am 11.12.22 gibt es einen Direktzug IC 182 Zürich 18.37 - Schaffhausen 19:16 - Singen 19:37 - Tuttlingen 20:00 - Rottweil 20:16 - Horb 20:45 - Böblingen 21:11 - Stuttgart 21:43 - Ulm 23:00 - Augsburg 23:44 - Pasing 0:07 - München 0:15.

Ab Schaffhausen fährt man definitiv besser über Winterthur, ab Singen sollte man besser ab 19:16 über Friedrichshafen und Lindau-Reutin nach München fahren. Ab Tuttlingen geht es auch ab 19:44 über Ulm nach München schneller.

Es sieht so aus, als ob dieser Zug um 2:37 als IC 2460 von München wieder nach Stuttgart an 5:07 zurückfährt. Weiter als IC 181 von Stuttgart um 6:17 nach Zürich an 9:23.
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Iarn
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Iarn »

Auch wenn ich verstehe, dass an aus betriebliche Gründen manchmal zwei Züge so verbindet, dass ein seltsamer Gesamt Verlauf heraus kommt, warum hier?
Stuttgart ist ein Kopfbahnhof, so dass man hier nichts gewinnt, außer man hätte ein Gleisbelegungsproblem. Man überträgt die Probleme der Gäubahn auf die vergleichsweise stabile Strecke nach München. Um die Uhrzeit hat man schon bei bestehenden Angebiten frei Platzwahl, also ist die Kapazitätnicht der Treiber.
Als einzige Lösung erscheint mit, dass der Zug für Wartung etc die Nacht in München verbringen soll und der zweite Abschnitt eine Überführung mit Passagier Betrieb ist.
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Metropolenbahner »

Iarn hat geschrieben: 04 Dez 2022, 12:25 Als einzige Lösung erscheint mit, dass der Zug für Wartung etc die Nacht in München verbringen soll und der zweite Abschnitt eine Überführung mit Passagier Betrieb ist.
Ich hätte noch ne 2. Option:

Ab FPW ist ja die NBS eröffnet. Möglich, dass man jetzt den Spätzug über die Altstrecke ersetzen will/muss und außer den IC2 in BaWü kein anderes Material verfügbar ist.
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Lobedan
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Lobedan »

Das ist ein IC2 mit exWestbahn-Kiss, deren Werkstatt liegt weiterhin in Wien, wohin man ja nicht komplett als Leerfahrt fahren muss. Bis zum Sommerfahrplanwechsel geschieht das als IC 182/2460, danach gibt es aufgrund der Gäubahnsperrung ein Zugpaar Konstanz - Karlsruhe - Stuttgart, das in Stuttgart mit dem 460/461 Stuttgart - München - Wien umlauftechnisch verbunden ist.
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218 466-1
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von 218 466-1 »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 04 Dez 2022, 11:58 Ab Fahrplanwechsel am 11.12.22 gibt es einen Direktzug IC 182 Zürich 18.37 - Schaffhausen 19:16 - Singen 19:37 - Tuttlingen 20:00 - Rottweil 20:16 - Horb 20:45 - Böblingen 21:11 - Stuttgart 21:43 - Ulm 23:00 - Augsburg 23:44 - Pasing 0:07 - München 0:15.

Ab Schaffhausen fährt man definitiv besser über Winterthur, ab Singen sollte man besser ab 19:16 über Friedrichshafen und Lindau-Reutin nach München fahren. Ab Tuttlingen geht es auch ab 19:44 über Ulm nach München schneller.
Und was ist mit Rottweil, Horb und Böblingen?
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Rohrbacher
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Rohrbacher »

Lobedan hat geschrieben: 04 Dez 2022, 13:56 Das ist ein IC2 mit exWestbahn-Kiss, deren Werkstatt liegt weiterhin in Wien
So ist es. Die von einer schweizer Firma gebauten Gäubahn-Züge Stuttgart-Zürich werden wohl in Wien gewartet und müssen gelegentlich dort hin. Und viel mehr muss man zur Eisenbahn ab 1994 eigentlich auch nicht mehr wissen. ;-)
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Rev »

Na ja fairerweise ist das aber sogar vernünftig das man die Wartung beim Hersteller lässt. Zum einen werden die Büchse seit sie bei der DB sind auch nur von Standort a nach b geschoben. Was entweder bedeutet hätte man verschiebt sie Wartung mit oder karrt die Kiste auch einmal durch die Republik...

Für solche Splitter Baureihen rentieren sich auch keine zwei Standorte...
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TramBahnFreak
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von TramBahnFreak »

Man könnte aber auch die Überführungsfahrten zu sinnvolleren Zeiten durchführen und hätte dann ein attraktives Angebot für Fahrgäste. Allenfalls liesse sich sogar ein anderer Taktzug einsparen.

Stattdessen fährt man einen innerösterreichischen IC von Wien nach Salzburg, der etwa um Mitternacht dort ankommt, anschliessend leer nach München und von dort um 02:30 ab Richtung Stuttgart, das wiederum mit Fahrgästen.
Kann mir keiner erzählen, dass das die sinnvollste Möglichkeit ist...
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Jogi »

TramBahnFreak hat geschrieben: 09 Jan 2023, 23:11 Man könnte aber auch die Überführungsfahrten zu sinnvolleren Zeiten durchführen und hätte dann ein attraktives Angebot für Fahrgäste. Allenfalls liesse sich sogar ein anderer Taktzug einsparen.

Stattdessen fährt man einen innerösterreichischen IC von Wien nach Salzburg, der etwa um Mitternacht dort ankommt, anschliessend leer nach München und von dort um 02:30 ab Richtung Stuttgart, das wiederum mit Fahrgästen.
Kann mir keiner erzählen, dass das die sinnvollste Möglichkeit ist...
Ohne sagen zu wollen, was sinnvoll sein mag, zwei Anmerkungen.

Einmal der Verweis auf die „nördliche“ Werksanbindung, die seit Einrichtung der Linie Warnemünde—Dresden als tägliche Nachtfahrt zwischen Berlin und Wien angeboten wird. Die stellt von/nach Nürnberg die erste/letzte Tagesverbindung Richtung Österreich Wien her (wofür er dort von 5 bis 6 Uhr am Bahnsteig steht); der scheint auch im Saaletal und Frankenwald gerne recht voll zu sein. Ein (nicht wertend gemeint) bestimmtes Publikum scheinen solche Nachtfahrten zu haben. Wenn ab Juni der „Schönbrunn“ durchgehend öffentlich Stuttgart<>Wien fährt, könnte er durchaus attraktiv sein.

Einmal der Verweis auf die Anzahl der sechsteiligen KISS. Eine Tagesan- bzw. -verbindung zwischen Gäubahn und Wien würde je nach Fahrzeit ein oder zwei weitere Fahrzeuge binden. Mit der Umstellung im Oktober aller vorgesehen Gäubahnfahrten auf sechsteilige KISS werden sechs Fahrzeuge bzw. Umläufe benötigt; das siebte wird von und nach Wien überführt zur Instandhaltung; das achte dient als Reservefahrzeug. Für eine Tagesanbindung ans Werk müsste also das Reservefahrzeug in die Fahrten integriert werden. Fiele ein Fahrzeug länger aus, wäre es Essig mit den gestrickten Umläufen und wegen der speziellen Anforderungen im Gäubahnverkehr (hohe Kapazität im schweizerischen Abschnitt, RV-Funktion um Stuttgart mit kurzen Fahrgastwechselzeiten; CH-Paket) lässt sich nicht jedes Fahrzeug in die Umlaufplanung sinnvoll integrieren.
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Bahn schreibt "Ausbaustrecke (ABS) Stuttgart – Singen – Grenze D/CH, Abschnitt Nord (ABS Gäubahn, Abschnitt Nord) - Vergabepaket 3 Erdbau - Tiefbauarbeiten, außer Tunneln, Schächten und Unterführungen" aus.
Siehe ted, 27.3.2023: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... HTML&src=0
Beschreibung der Beschaffung:
Der Abschnitt Nord des Gäubahnausbaus ist in drei wesentliche Bereiche untergliedert: - Pfaffensteigtunnel (bergmännisch) - Abzweig Mönchsbrunnen - Bestandsstrecke 4860 Pfaffensteigtunnel: Beim Pfaffensteigtunnel (neue Strecke 4706) handelt es sich um einen ca. 11 km langen zweiröhrigen, jeweils eingleisigen, Eisenbahntunnel. Die beiden Tunnelröhren sind über Verbindungsbauwerke, die in einem Abstand von weniger als 500 m angeordnet sind, miteinander verbunden. Der Pfaffensteigtunnel schließt im Osten an den Stuttgarter Flughafen-Fernbahnhof bzw. den Flughafentunnel des PFA 1.3a (Projekt Stuttgart 21) an. Hierfür werden derzeit im Rahmen der Bauarbeiten des Projekts Stuttgart 21 zwei Aufweitungs- und Verzweigungsbauwerke im Flughafentunnel Ost erstellt, an die der Pfaffensteigtunnel später unmittelbar anbindet. Der bergmännisch-konventionelle Vortrieb des Tunnels – ausgehend vom Rettungsstollen auf den Fildern – erfolgt einerseits in Richtung der oben beschriebenen Verzweigungsbauwerke im Flughafentunnel Ost und andererseits in Richtung des Startschachts. Es werden u. a. der Langwieser See, die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm, die Bundesautobahn (BAB) 8 und eine Tunnelröhre des Flughafentunnels Ost unterfahren. Der bergmännisch-maschinelle Vortrieb des Tunnels - ausgehend vom Startschacht auf den Fildern - erfolgt in Richtung Böblinger/ Sindelfinger Forst. Hierfür ist der Einsatz von zwei Tunnelvortriebsmaschinen vorgesehen. Es werden u. a. der Flughafentunnel West, die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm, die BAB 8, die Straßenbahnlinie U6, die Bundesstraße (B) 27, die Straßenbahnlinie U5, das Gewerbegebiet Leinfeldens, der Stadtteil Leinfelden, das Mahdenbach- und Schmellbachtal unterfahren. Im Bereich des Böblinger/ Sindelfinger Forsts taucht der Pfaffensteigtunnel in Richtung Oberfläche auf. Dort schließen die beiden bergmännischen Tunnelröhren an jeweils einen Abschnitt Tunnel in offener Bauweise an. Abzweig Mönchsbrunnen: Im Anschluss an die beiden Tunnelabschnitte der offenen Bauweise ist je ein Trogbauwerk je Gleis vorgesehen. Für die Anbindung der neuen Strecke 4706 an die bestehende Strecke 4860 muss letztere über eine Länge von ca. 800 m geringfügig in Richtung Norden verschwenkt werden. Im Zuge dieser Verschwenkung wird ein Überwerfungsbauwerk hergestellt, unter dem das nördliche bzw. rechte Gleis der neuen Strecke 4706 im Trog hindurchgeführt wird. Auf der Nordseite der bestehenden Strecke 4860 läuft der Trog aus und die neue Strecke 4706 bindet in Form einer oberirdischen freien Strecke (Abzweigweiche) an die bestehende Strecke 4860 an. Das südliche bzw. linke Streckengleis der Strecke 4706 schließt, ebenfalls in Form einer oberirdischen freien Strecke (Abzweigweiche), südlich an die Bestandsstrecke 4860 an. Nach der Einbindung wird aus betrieblich-verkehrlichen Gründen eine Überleitverbindung angeordnet.
...
Bestehende Strecke 4860: Im weiteren Verlauf der bestehenden Strecke 4860 bis hin zum Haltepunkt (Hp) Goldberg ist aufgrund der Geschwindigkeitserhöhung auf 160 km/h die Anpassung bzw. Begradigung zweier Bögen erforderlich.
...
Darüber hinaus sind aufgrund der Linienverbesserung Bahnsteiganpassungen am Hp Goldberg erforderlich.
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/10/2023
Ende: 31/12/2026
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen: Option weiterer Planungs- und Bauleistungen (s. Ziff. II.2.11)); Ausführungszeitraum: 01.07.2025 bis 31.12.2032
In einer zweiten Ausschreibung geht es um den eigentlichen Tunnel, der in der ersten Ausschreibung ja ausgeschlossen wurden: Siehe Ted, 13.3.2023: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... HTML&src=0
Die Laufzeit der eigentlichen Ausschreibung ist 1 Jahr kürzer als bei der 1. Ausschreibung, mit Verlängerungsoption laufen beide Ausschreibungen bis 31.12.2032.
Weitere Details im Bieterportal der Deutschen Bahn (diese Links stehen jedoch nur bis zum Ende der Ausschreibungsfrist zur Verfügung: Erdbau: https://bieterportal.noncd.db.de/everga ... b1/details und Tunnel: https://bieterportal.noncd.db.de/everga ... 57/details
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Bahn schreibt Vorplanung Gäubahn Süd aus. Ted, 15.3.2023: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTIC ... HTML&src=0 bzw. Bieterportal Deutsche Bahn, 17.3.2023: https://bieterportal.noncd.db.de/everga ... be/details
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 06/06/2023
Ende: 30/06/2027
Optionen: Neben der Vorplanung auch Entwurfs- und Genehmigungsplanung.
Es gibt 4 Lose:
Los 1: Abschnitt 1 – Böblingen-Horb
Los 2: Abschnitt 2/3 – Neckerhausen-Grünholz-Epfendorf
Los 3: Abschnitt 4 – Rietheim-Tuttlingen
Los 4: Singener Kurve
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Städte entlang der Gäubahn protestieren gegen geplante Kappung der Gäubahn zwischen Stuttgart Vaihingen und Stuttgart Hfb und ab April 2026. Nun kommt eine Studie des VCD zum Schluss, dass die Verkürzung der Gäubahn Zürich-Singen-Stuttgart nicht notwendig sei für die neue Rosenstein-S-Bahn-Strecke. D.h., die Gäubahn könnte bis Stuttgart Hbf fahren, sol lange wie der oberirdische Kopfbahnhof Stuttgart Hbf noch in Betrieb ist.

Siehe SWR Aktuell, 4.2.2025: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wue ... n-100.html
Und VCD BW: https://bw.vcd.org/startseite/detail/di ... chtswidrig
Zentrales Argument aus diesem VCD-Gutachten:
Um Stuttgart 21 und die neue Station Mittnachtstraße in Betrieb zu nehmen, muss die Gäubahn nicht unterbrochen werden. Das ist eine gute Nachricht für die Reisenden auf der Gäubahn. „Auch die Deutsche Bahn hat in einer Machbarkeitsprüfung im Jahr 2018 zwischenzeitlich eingeräumt, dass die S-Bahn baulich so angeschlossen werden kann, dass der Betrieb auf der Gäubahn weiterlaufen kann“, ruft Gero Treuner vom Landesvorstand des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Erinnerung.
Allerdings will die Stadt Stuttgart verhindern, dass nach der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 weiterhin Züge in den Kopfbahnhof einfahren, weil dadurch ihre städtebaulichen Pläne behindert werden. Offenbar ist das für die Bahn wichtiger als ein störungsfreier Schienenverkehr. Deswegen klagen der Landesnaturschutzverband und die Deutsche Umwelthilfe gegen die Unterbrechung der Gäubahn. Hierzu sagt Stefan Frey vom LNV: „Wir haben Verständnis für den Wunsch der Landeshaupt­­­stadt Stuttgart nach neuen Bauflächen. Wir haben aber kein Verständnis für die kompromisslose unkreative „Alles oder nichts-Haltung“ der Stadt zu uneingeschränktem Bauen auf dem Gleisvorfeld. Mit einem kleinen Teil der immerhin 85 ha (rund 120 Fußballfelder) großen Fläche des künftigen Bebauungsplangebiets lässt sich ein unterbrechungsfreier Betrieb der bestehenden Gäubahn so lange aufrechterhalten, bis ab voraussichtlich Ende 2032 die künftige Gäubahnführung zur Verfügung steht.“Jürgen Resch DUH ergänzt: "Das Gutachten von Prof. Hohnecker belegt die Falschaussage der Bahn, eine Unterbrechung der Gäubahn sei 'alternativlos'. Angesichts des nach DUH-Informationen geplanten jahrelangen Doppelbetriebes von Kopf- und nur eingeschränkt nutzbaren Tiefbahnhofs entfällt damit den Lobbyisten der Immobilienwirtschaft und eines Tunnelbauunternehmens ein zentrales Argument."
Das Bild in der Südwestpresse vom 4.2.2025 verdeutlicht das Argument: https://www.swp.de/lokales/horb/gaeubah ... 31103.html
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rautatie
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von rautatie »

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, dass auch die Stadt Stuttgart sich nicht stärker für den vorläufigen Erhalt der Panoramabahn einsetzt. Immerhin würgt man sonst den Fernverkehr von Stuttgart nach Zürich ab. Eine Endstation in Stuttgart-Vaihingen ist sehr suboptimal, zumal ja sicher auch ein Teil der Fahrgäste auf andere Züge umsteigen will (wozu man letztlich doch zum Hauptbahnhof muss, um dort umsteigen zu können). Dass alle Fahrgäste zum Umsteigen in die S-Bahn gezwungen werden, finde ich ziemlich umständlich. Insbesondere wer Richtung Zürich will, muss möglichst rechtzeitig von der Innenstadt aufbrechen, um nicht wegen einer Störung oder betrieblichen Verzögerung zu spät in Vaihingen anzukommen.
Wo ist das Problem?
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Jean
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Jean »

Zeigt halt welchen Stellenwert die Bahn bei den Grünen hat...
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
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ralf.wiedenmann
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Für die Ausschreibung
Gutachterische Tätigkeit – Gäubahn Süd Baugrundgutachter
konnten für alle Lose 1-6 Wettbewerbsgewinner ermittelt werden.

Für Los 1: Abschnitt 1: Böblingen - Horb, Los 2: Abschnitt 2 und 3, Neckarhausen-Epfendorf (ohne neue Brücke Neckarhausen und neuer Tunnel Sulz) und Los 3: Abschnitt 4, Rietheim-Gottmadingen wurde die Auftrag an BIEGE ABS Gäubahn Süd c/o Boley Geotechnik GmbH, München
Los 4: Abschnitt 4, neue Singener Kurve ging an GTU-Ingenieurgesellschaft mbHs, Hannover
Los 5: Projektlos 2, Abschnitt 2 und 3, neue Brücke Neckarhausen und Aistaig ging an DB Engineering & Consulting GmbH, Berlin
Los 6: Projektlos 2, Abschnitt 2, neuer Tunnel Sulz ging an WBI Prof. Dr.-Ing. W. Wittke Berate - Ingenieure für Grundbau und Felsbau, Weinheim
Siehe: TED, 4.2.2025: https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/76178-2025
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ralf.wiedenmann
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Ich hab ein interessantes Dokument in der Ausschreibung Planungsüberwachung Gäubahn Süd vom 21.1.2025 gefunden. Siehe: https://bieterportal.noncd.db.de/everga ... 4d/details und Ted: https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/40185-2025
Da die Unterlagen vom Bieterportal der DB verschwinden, so bald die Aufträge vergeben sind, habe ich dieses Dokument bei mir abgespeichert: https://1drv.ms/b/c/f92f0564d93135db/EV ... w?e=Lp5T1W
Was ich erwähnenswert finde:
1. Mir ist neu, dass die Singener Kurve nur noch für den Güterverkehr ist: Siehe S. 5 und S.8 des Dokuments
2.
Böblingen-Horb: Länge 49 km, davon Maßnahmen geplant auf ca. 35 km: Durch Verbesserungen an Schienen, Schwellen und Schotter sowie der Gleisführung erhöht sich die Fahrtgeschwindigkeit in Abschnitten des 49 km langen Streckenteils auf bis zu 200 km/h.
, siehe S. 5
3.
Abschnitt: Neckarhausen bis Grünholz: Länge 14 km, davon Maßnahmen geplant auf ca. 11 km: Auf den 14 km zwischen Neckarhausen und Grünholz ist ein eingleisiger Tunnelneubau mit einem parallelen Rettungsstollen zwischen Neckarhausen und Sulz am Neckar und ein zweigleisiger Ausbau zwischen Sulz am Neckar und Grünholz vorgesehen:
Beim eingleisigen Tunnelneubau samt Rettungsstollen von Neckarhausen bis Sulz ist eine Neutrassierung der Strecke geplant.
4.
Zur Optimierung der Streckengeschwindigkeit zwischen Singen und Gottmadingen auf 160 km/h erfolgen Verbesserungen an Schienen, Schwellen und Schotter sowie der Trassierung.
Hab ich bei der Singener Kurve etwas verpasst? In der Netzgrafik BW zum 3. Gutachtertentwurf zum Deutschlandtakt von Juni 2020 sehe ich gerade, dass dort auch schon keine Singener Kurve für den Fernverkehr nach Zürich enthalten ist. Siehe: https://assets.ctfassets.net/scbs508baj ... emberg.pdf

Siehe auch Singener Wochenblatt vom 8.9.2023: https://www.wochenblatt.net/singen/c-na ... rt_a114185

Ich hatte noch diesen Projektzuschnitt im Kopf: https://www.bvwp-projekte.de/schiene/2- ... 0-v01.html
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rautatie
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von rautatie »

Jean hat geschrieben: 05 Feb 2025, 15:09 Zeigt halt welchen Stellenwert die Bahn bei den Grünen hat...
Wo waren denn jetzt eigentlich die Grünen das Thema? Oder geht es einfach darum, bei jeder Gelegenheit ein wenig gegen die Grünen zu sein?
Wo ist das Problem?
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Iarn
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von Iarn »

Muss dieser Kindergarten in jedem Thema sein ?
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
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218 466-1
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von 218 466-1 »

Jean hat geschrieben: 05 Feb 2025, 15:09 Zeigt halt welchen Stellenwert die Bahn bei den Grünen hat...
Wer hat's erfunden?
Keine Alternative zum Transrapid MUC
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andreas
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Re: Fernverkehr auf der Gäubahn

Beitrag von andreas »

Ja, der Mappus im Porzellanladen - daß der so krachend gescheitert ist freut mich heute noch....
Wollen wir hoffen, daß der Merz die Wähler genauso gut motiviert wie der Mappus damals....
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