[M] Störungschronik S-Bahn München

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Iarn
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Iarn »

Ich gehe davon aus, dass zumindest die Fußgänger Schrittgeschwondigkeit hatten.
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Jean
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Jean »

Gibt es für den Fahrer kein Signal, dass zeigt, dass die Schranke zu ist?
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FloSch
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von FloSch »

Jean hat geschrieben: 05 Jan 2023, 13:40 Gibt es für den Fahrer kein Signal, dass zeigt, dass die Schranke zu ist?
Hast du den Artikel gelesen?
Die Schrankenanlage ist ja bereits seit Monaten defekt und wird daher durch vor Ort befindliches Personal zusätzlich abgesichert, was hier aber offenbar nicht richtig funktioniert hat.
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Jean
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Jean »

FloSch hat geschrieben: 05 Jan 2023, 14:21 Hast du den Artikel gelesen?
Die Schrankenanlage ist ja bereits seit Monaten defekt und wird daher durch vor Ort befindliches Personal zusätzlich abgesichert, was hier aber offenbar nicht richtig funktioniert hat.
Hab schon verstanden. Dann frage ich anders rum: weiß im Normalfall der Fahrer, dass die Schrank zu ist?
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Martin H.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Martin H. »

Neben ein paar speziellen Sonderbauformen gibt es so drei Hauptarten.

Nummer 1, wie auch an der Fasanerie, ist der signalgedeckte Übergang. Das Hauptsignal welches den Streckenabschnitt freigibt geht erst auf Fahrt wenn der Übergang vollständig geschlossen ist.
In der Regel einzige Möglichkeit bei Vollschranken.
Hat recht lange Schließzeiten, insbesondere wenn der Zug nicht ausgebremst werden soll.

Nummer 2, lokführerüberwacht. Im Bremswegabstand vor dem Übergang steht ein Überwachungssignal welches anzeigt, dass die Lichtzeichen für den Straßenverkehr leuchten, und die Anlage einen Selbsttest gemacht hat und die Schranken sich (vsl.) schließen werden.
Kein Prüfen ob noch jemand auf dem Übergang ist, ggf. auch die Schranke blockiert, dafür sehr kurze Schließzeiten.

Nummer 3, Fernüberwacht. Die Anlage prüft sich laufend selbst, passt etwas nicht gibt es einen Alarm im Stellwerk und der Fahrdienstleiter muss betreffende Züge umgehend per Funk anhalten, ansonsten wie die lokführerüberwachten.

Seit einigen Jahren gibt es eine Mischung aus zwei und drei, quasi eine 3, aber mit Überwachungssignal nur für den Lokführer.

Bei 2 und 3 sind die Schranken unter Umständen erst 100 Meter vor dem Zug geschlossen.


Ist eine Anlage länger gestört, werden wie hier Bahnübergangsposten eingesetzt die im Kontakt mit dem Stellwerk stehen.
Abweichend vom Grundzustand darf der komplette Streckenabschnitt dann immer erst freigegeben werden wenn der Übergang gesichert ist, was mitunter sehr lange Schließzeiten bedingt. Durch die Routine ist es hier wohl zu einem Fehler in der Kommunikation gekommen. Was natürlich nicht passieren darf.
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Jean
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Jean »

Martin H. hat geschrieben: 05 Jan 2023, 18:08 Neben ein paar speziellen Sonderbauformen gibt es so drei Hauptarten.

Nummer 1,wie auch an der Fasanerie, ist der signalgedeckte Übergang. Das Hauptsignal welches den Streckenabschnitt freigibt geht erst auf Fahrt wenn der Übergang vollständig geschlossen ist.
In der Regel einige Möglichkeit bei Vollschranken.
Hat recht lange Schließzeiten, insbesondere wenn der Zug nicht ausgebremst werden soll.

Nummer 2, lokführerüberwacht. Im Bremswegabstand vor dem Übergang steht ein Überwachungssignal welches anzeigt, dass die Lichtzeichen für den Straßenverkehr leuchten, und die Anlage einen Selbsttest gemacht hat und die Schranken sich (vsl.) schließen werden.
Kein Prüfen ob noch jemand auf dem Übergang ist, ggf. auch die Schranke blockiert, dafür sehr kurze Schließzeiten.

Nummer 3, Fernüberwacht. Die Anlage prüft sich laufend selbst, passt etwas nicht gibt es einen Alarm im Stellwerk und der Fahrdienstleiter muss betreffende Züge umgehend per Funk anhalten, ansonsten wie die lokführerüberwachten.

Seit einigen Jahren gibt es eine Mischung aus zwei und drei, quasi eine 3,aber mit Überwachungssignal nur für den Lokführer.

Bei 2 und 3 sind die Schranken unter Umständen erst 100 Meter vor dem Zug geschlossen.


Ist eine Anlage länger gestört, werden wir hier Bahnübergangsposten eingesetzt die im Kontakt mit dem Stellwerk stehen.
Abweichend vom Grundzustand darf der komplette Streckenabschnitt dann immer erst freigegeben werden wenn der Übergang gesichert ist, was mitunter sehr lange Schließzeiten bedingt. Durch die Routine ist es hier wohl zu einem Fehler in der Kommunikation gekommen. Was natürlich nicht passieren darf.
Danke für die Info. Dem Lokführer kann man nur herzlich danken für sein promptes Reagieren.
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mapic
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von mapic »

Jean hat geschrieben: 05 Jan 2023, 13:18 Wobei...steht nicht in der Straßenverkehrsordnung: ein Bahnübergang ist mit Schrittgeschwindigkeit zu passieren, nachdem man sich vergewissert hat, dass kein Zug kommt.
Nein, das steht da nicht: https://www.stvo.de/strassenverkehrsord ... ebergaenge
Da steht nur, dass man sich mit mäßiger Geschwindigkeit nähern soll. Mit welcher Geschwindigkeit der BÜ selbst passiert werden soll, ist nicht geregelt.
In vielen Fällen ist auch gar nicht ausreichend Sicht auf die Strecke gegeben, sodass man einen Zug überhaupt erst sehen kann, wenn man sowieso schon auf dem Gleis steht. Und letzteres ist auch der Grund dafür, warum man sich als Verkehrsteilnehmer durchaus auf eine vorhandene technische Sicherung eines BÜ verlassen muss. Also wenn die Schranken offen bzw. Lichtzeichen aus sind, dann darf man durchaus davon ausgehen, dass kein Zug kommt. Das steht zwar nicht ausdrücklich in der StVO, aber dazu hat es schon diverse Gerichtsurteile gegeben.

So lange seitens der Eisenbahn alles vorschriftsgemäß abläuft ist das "schlimmste" was einem begegnen kann ein Zug, der vor dem funktionslosen BÜ anhält, pfeift und dann mit Schrittgeschwindigkeit drüber fährt.
Wenn ein Zug einfach so bei offenen Schranken durchfährt, dann liegt der Fehler erst mal ganz klar auf der Seite der Eisenbahn.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Martin H. »

Jean hat geschrieben: 05 Jan 2023, 18:16 Danke für die Info. Dem Lokführer kann man nur herzlich danken für sein promptes Reagieren.
Ja, und ein bisschen Glück, aus München raus erkennt man den Übergang erst relativ spät. Bei voller Fahrt würde es nicht mehr reichen zum rechtzeitig anhalten.
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gmg
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von gmg »

Momentan ist ein ziemlicher Stau auf dem Stamm. Züge werden auch teilweise umgeleitet. Irgendwo war ein Notarzteinsatz.
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ralf.wiedenmann
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Da gestern auch das Eisenbahnforum eine Störung hatte, erfolgt dieser Beitrag erst heute.
Gestern in der morgendlichen HVZ, 23.1.2023: 2 Weichenstörungen:
S1 fuhr 2x pro Stunde ab München Hbf (Gleis 24 und nicht Starnberger Bahnhof, wie auf Störungsmelder der S-Bahn München)
S4 Verstärker zum Hbf (Gleis 27-36) fielen aus (dummerweise laufen die jetzt als S20, obwohl diese ja nicht über Sendlinger Spange nach Höllriegelskreuth verkehren). Ich dachte zunächst, die S4-Verstärker mussten S1-Umleitern Platz machen, aber da diese ja nicht im Starnberger Flügelbahnhof wendeten, handelte es sich wohl um eine 2. Weichenstörung.

So viel zum Thema: Das Aktionsprogramm "Zukunft S-Bahn München". Weiter geht’s mit dem Programm zur Steigerung der Qualität der S-Bahn München: https://www.s-bahn-muenchen.de/ueber-uns/zukunft

Seit 1972 redet man davon, die Qualität der S-Bahn München zu verbessern. Es ist ja bezeichnend, dass unter der Ruprik "Was haben wir bisher erreicht" das Jahr 2022 (noch) nicht erwähnt wurde. Eigenlob stink bekanntlich.
uferlos
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von uferlos »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 24 Jan 2023, 13:57 Da gestern auch das Eisenbahnforum eine Störung hatte, erfolgt dieser Beitrag erst heute.
Gestern in der morgendlichen HVZ, 23.1.2023: 2 Weichenstörungen:
S1 fuhr 2x pro Stunde ab München Hbf (Gleis 24 und nicht Starnberger Bahnhof, wie auf Störungsmelder der S-Bahn München)
S4 Verstärker zum Hbf (Gleis 27-36) fielen aus (dummerweise laufen die jetzt als S20, obwohl diese ja nicht über Sendlinger Spange nach Höllriegelskreuth verkehren). Ich dachte zunächst, die S4-Verstärker mussten S1-Umleitern Platz machen, aber da diese ja nicht im Starnberger Flügelbahnhof wendeten, handelte es sich wohl um eine 2. Weichenstörung.
Sie mussten der S1 weichen. Der Hauptbahnhof hat zur HVZ keine freien Gleiskapazitäten. Um Platz zu schaffen mussten die einzelnen S4 Verstärker raus. Auch wenn man die S1 in Gleis 24 gewendet hat, die Züge von dort müssen ja auch irgendwo hin.
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Lazarus
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Lazarus »

Seltsam, das man immer erst die Verstärker streicht, die über Pasing gehen. Die S2 fährt fast immer...
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Hydrotoxinlaser
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Hydrotoxinlaser »

Lazarus hat geschrieben: 24 Jan 2023, 21:42 Seltsam, das man immer erst die Verstärker streicht, die über Pasing gehen. Die S2 fährt fast immer...
Das liegt vermutlich auch daran, dass den S 2-Verstärkern von/nach Altomünster (zurecht) eine höhrere Priorität eingeräumt wird und diese ja größtenteils mit den Fahrten zwischen Ostbahnhof<>Dachau verknüpft sind. Besonders gerne werden ja die Taktverstärker der S 8 gestrichen, die im Gegensatz zu den S 3-Verstärkern nur einen Linienast verstärken und zumindest nachmittags ohnehin alle in Steinhausen beginnen.
Valentin
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Valentin »

Lazarus hat geschrieben: 24 Jan 2023, 21:42 Seltsam, das man immer erst die Verstärker streicht, die über Pasing gehen. Die S2 fährt fast immer...
Die Verstärker nach Dachau werden durchaus gestrichen. Und damit geht sich ggf. auch die Umleitung über den Südring ohne weitere Streichungen aus. Wenn auch nicht unbedingt für den Fahrgast.
10bis10 jetzt - oder Rücknahme der damit begründeten Tariferhöhung.
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ralf.wiedenmann
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Das hätte ja nichts gebracht, die S2-Verstärker fahren ja nicht in den Hbf oben, wo man Gleise für die S1 freischaufeln musste.

So stark ausgelastet ist der Starnberger Flügelbahnhof in der HVZ am morgen auch wieder nicht:
Gleis 35 tote Hose zwischen Abfahrt 7.08 RB58 und Ankunft 7.58 RB55. Da hätte man gut die S4 mit Ankunft Gleis 29 um 7:38 hinschieben können. Dann wäre Gleis 29 von 7.32 bis 8:26 frei. Gleis 34 ist zwischen 6:55 Ankunft RB55 und Abfahrt 8:04 RB55 frei (denke nicht, dass der ganze Zeit die Bahnsteigkante besetzt). Gleis 33 hat die erste Abfahrt um 7:03 (RB55) und hat nur Ankünfte um 7.35 und 8:32 (je RB55). Gleis 32 hat nur Ankünfte: 6:49 S4, 7:30 RB56 und 8:39 RE70. Gleis 31 ist zwischen 6:20 Abfahrt RE72 bis 7:26 Abkunft RB6 nicht belegt. Ich denke, da hätte man die 2 S1 pro Stunde (eine wurde ja in Moosach gewendet) gut unterbringen können, ohne die S4 zu streichen.

Ausserdem könnnte man die S4-Verstärker auch in Pasing enden lassen: Siehe: http://www.ropix.de/gleisplan/MVV/
Er müsste dann auf Gleis 6 einfahren und dann auf das Stumpfengleis abgestellt werden und bei Gelegenheit in Pasing wo anderes abgestellt werden. Es handelt sich ja nur um 3 Züge. 1 S4-Verstärker wird bekanntlich in Pasing geteilt, vorderer Teil über Sendlinger Spange, hinterer Teil zum Hbf. Dann fahren halt alle Teile über Sendlinger Spange.
Zuletzt geändert von ralf.wiedenmann am 24 Jan 2023, 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
Martin H.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Martin H. »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 24 Jan 2023, 23:31 .....
Gleis 34 ist zwischen 6:55 Ankunft RB55 und Abfahrt 8:04 RB55 frei (denke nicht, dass der ganze Zeit die Bahnsteigkante besetzt).
.....
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Lazarus
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Lazarus »

Valentin hat geschrieben: 24 Jan 2023, 22:48
Lazarus hat geschrieben: 24 Jan 2023, 21:42 Seltsam, das man immer erst die Verstärker streicht, die über Pasing gehen. Die S2 fährt fast immer...
Die Verstärker nach Dachau werden durchaus gestrichen. Und damit geht sich ggf. auch die Umleitung über den Südring ohne weitere Streichungen aus. Wenn auch nicht unbedingt für den Fahrgast.
Vor allem ist man dann auch noch so schlau, ausgerechnet den 8er aus dem Stamm zu nehmen, die einzige Linie die neben dem 4er Langzüge hat. Was die Kapazität noch weiter sinken lässt.
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gmg
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von gmg »

Hydrotoxinlaser hat geschrieben: 24 Jan 2023, 22:16
. Besonders gerne werden ja die Taktverstärker der S 8 gestrichen, die im Gegensatz zu den S 3-Verstärkern nur einen Linienast verstärken und zumindest nachmittags ohnehin alle in Steinhausen beginnen.
Das war zu S5- Zeiten noch anders.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von 146225 »

Lazarus hat geschrieben: 24 Jan 2023, 23:46 Vor allem ist man dann auch noch so schlau, ausgerechnet den 8er aus dem Stamm zu nehmen, die einzige Linie die neben dem 4er Langzüge hat. Was die Kapazität noch weiter sinken lässt.
Der vermehrte Einsatz von Langzügen, ganztägig auf viel mehr Abschnitten, wird für die Zukunft (auch) der Münchner S-Bahn unverzichtbar sein, weil das eine Möglichkeit ist Kapazitäten aufzubauen, die nicht mehr an nicht vorhandenem Fahrpersonal braucht. Ob die Mehrkapazitäten dann auch sinnvoll genutzt werden in dem z.B. sich die Fahrgäste auch auf 36 Türen und die gesamte Zuglänge verteilen, das steht auf einem anderen Blatt.
Wenn in Deutschland Menschen, die für das Klima kämpfen, plötzlich zur RAF erklärt werden können, während Rechtsextreme und das Ausmaß ihrer Gewalt oft jahrelang im Verborgenen den Staat bedrohende Strukturen schaffen können, dann überrollt mich ein Gefühl von Mutlosigkeit, weil es zeigt: Auch ohne Horst Seehofer lebt der Irrsinn beliebiger Hufeisenvergleiche weiter. Jagoda Marinić
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von bestia_negra »

146225 hat geschrieben: 26 Jan 2023, 19:03 weil das eine Möglichkeit ist Kapazitäten aufzubauen, die nicht mehr an nicht vorhandenem Fahrpersonal braucht.
Aber dennoch mehr an nicht vorhandenem Werkstattpersonal.

Trotzdem ist das natürlich der richtige Weg, zumal dadurch die (ebenso wie das Personal raren) Trassen besser ausgenutzt werden.

Selbiges gilt ja auch bei der Tram, wo es Zeit wird, dass 2,65m breite und längere Züge zum Einsatz kommen.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Lazarus »

Selbst, wenn man die Fehler in der Werkstatt abstellt, dürften die vorhandenen 236 Fahrzeuge kaum reichen, um da noch groß weitere Langzüge zu verstärken. Zumal ja die 420 nur mit 2 Zugteilen fahren sollen.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Mark82216 »

Lazarus hat geschrieben: 26 Jan 2023, 19:38 Selbst, wenn man die Fehler in der Werkstatt abstellt, dürften die vorhandenen 236 Fahrzeuge kaum reichen, um da noch groß weitere Langzüge zu verstärken. Zumal ja die 420 nur mit 2 Zugteilen fahren sollen.
420 braucht für den Langzug halt nen Schaffner, also Personal. Muss zwar kein Tf sein, aber ein Mindestmaß an Schulung muss da sein und bei dem was auf dem Arbeitsmarkt noch verfügbar ist, ist so eine Schaffnertätigkeit sogar noch zu anspruchsvoll.

Die Langzuganzahl sehe ich bei der S-Bahn vollkommen ausgereizt. Das kann sich erst mit dem neuen Fahrzeug erhöhen, das ja dann ohnehin die 210m Langzuglänge hat.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Federspeicher »

146225 hat geschrieben: 26 Jan 2023, 19:03
Lazarus hat geschrieben: 24 Jan 2023, 23:46 Vor allem ist man dann auch noch so schlau, ausgerechnet den 8er aus dem Stamm zu nehmen, die einzige Linie die neben dem 4er Langzüge hat. Was die Kapazität noch weiter sinken lässt.
Der vermehrte Einsatz von Langzügen, ganztägig auf viel mehr Abschnitten, wird für die Zukunft (auch) der Münchner S-Bahn unverzichtbar sein, weil das eine Möglichkeit ist Kapazitäten aufzubauen, die nicht mehr an nicht vorhandenem Fahrpersonal braucht. Ob die Mehrkapazitäten dann auch sinnvoll genutzt werden in dem z.B. sich die Fahrgäste auch auf 36 Türen und die gesamte Zuglänge verteilen, das steht auf einem anderen Blatt.
Bevor man diesen Unsinn macht sollte man lieber gar nichts machen. Wir sehen an den Langzügen der S3 sehr gut, dass die überhaupt nicht angenommen werden. Das ist auch logisch, wenn man sich mal die Lage der Bagnsteig Ab- und Zugänge entlang der Linie anschaut. Hier wird viel Geld für nichts verbraten und sinnlos Fahrzeugkilometer verheizt. Leider begreifen nur wenige, dass lange Züge kein bisschen zur Steigerung der Attraktivität und Betriebsstabilität beitragen.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Iarn »

Also zuminderst auf der S8 sieht man den Unterschied zwischen Vollzug und Langzug schon deutlich. Wobei die Linie zumindest auf dem Ostast, die Zugänge halt eher an den Enden hat.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Flogg »

Wir sehen an den Langzügen der S3 sehr gut, dass die überhaupt nicht angenommen werden. Das ist auch logisch, wenn man sich mal die Lage der Bagnsteig Ab- und Zugänge entlang der Linie anschaut. Hier wird viel Geld für nichts verbraten und sinnlos Fahrzeugkilometer verheizt. Leider begreifen nur wenige, dass lange Züge kein bisschen zur Steigerung der Attraktivität und Betriebsstabilität beitragen.
Wenn die Taktverstärker ausfallen, was auch auf der S3 oft vorkommt, dann ist die Fahrt in den beiden Langzügen wesentlich angenehmer als in den Vollzügen. Die S3 Ost hat in Bezug auf die Bahnsteigzugänge, H-Tafeln und damit die Verteilung der Beförderungsfälle eine eher sinnvolle und abwechlungsreiche Einteilung.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Valentin »

Iarn hat geschrieben: 29 Jan 2023, 16:51 Also zuminderst auf der S8 sieht man den Unterschied zwischen Vollzug und Langzug schon deutlich. Wobei die Linie zumindest auf dem Ostast, die Zugänge halt eher an den Enden hat.
Es fehlen allzu oft ZZA an beiden Enden. Wie lang der Zug sein wird, kann man dann erst am anderen Bahnsteigende stehend sehen. Oder man muß bei Einfahrt des Zuges losspurten. Leider fehlt auch jede Ansage am Bahnsteig bei Abweichung von der regulären fahrplanmäßigen Zuglänge.
Bestes Beispiel dafür ist die Station Harras mit vielen extrem unterschiedlichen Zuglängen ( vorne UND hinten).
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Lazarus
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Lazarus »

Valentin hat geschrieben: 29 Jan 2023, 21:01
Iarn hat geschrieben: 29 Jan 2023, 16:51 Also zuminderst auf der S8 sieht man den Unterschied zwischen Vollzug und Langzug schon deutlich. Wobei die Linie zumindest auf dem Ostast, die Zugänge halt eher an den Enden hat.
Es fehlen allzu oft ZZA an beiden Enden. Wie lang der Zug sein wird, kann man dann erst am anderen Bahnsteigende stehend sehen. Oder man muß bei Einfahrt des Zuges losspurten. Leider fehlt auch jede Ansage am Bahnsteig bei Abweichung von der regulären fahrplanmäßigen Zuglänge.
Bestes Beispiel dafür ist die Station Harras mit vielen extrem unterschiedlichen Zuglängen ( vorne UND hinten).
Harras gehts sogar noch, weil es im Prinzip nur einen Hauptzugang gibt. Siemenswerke ist es noch bescheidener. Nachdem da ein halbes dutzend H Schilder stehen, hält sich meist alles in der Mitte auf, was dazu führt, das Züge oft recht lange stehen, weil nur über wenige Türen zugestiegen wird.
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