BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

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rautatie
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BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von rautatie »

Ich habe mal eine Frage zum Thema Mitfahrerfreifahrt, wenn man BC100-Kunde ist und Gold- oder Platinstatus hat:

ich habe gerade versucht, so eine Hin- und Rückfahrt zu buchen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich anscheinend nur eine Sitzplatzreservierung machen kann, obwohl bei einer Mitfahrerfreifahrt naturgemäß zwei Personen unterwegs sind.

Weiß jemand, wie das gedacht ist? Wie komme ich an die Platzreservierungen für beide Personen? Oder habe ich da einen Denkfehler?
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rautatie
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von rautatie »

Inzwischen habe ich mir so beholfen, dass ich während des Buchungsvorgangs einen Platz reserviert habe (jeweils einen Platz, bei dem der Platz daneben noch frei war), und anschließend über normale Buchungen den Platz daneben als separaten Buchungsvorgang.

Falls das jemand mal machen will: man muss am Anfang des Buchungsvorgangs den angezeigten Gutscheincode in die Zwischenablage kopieren, weil man diesen am Ende der Buchung vor dem Abschluss dann einfügen muss. Ich hatte das nicht bedacht, weswegen ich im ersten Durchlauf die Buchung abbrechen und noch einmal von vorne anfangen musste.
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Jogi
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von Jogi »

Hallo rautatie,

die Reservierung(en) seperat zu buchen, wäre auch mein Tipp gewesen. Schön, dass es geklappt hat und Ihr dann auch nebeneinandersitzt. Oder gegenüber.

Ich gehe mal davon aus, dass für die Mitfahrer-Buchung eine Person fest eingestellt ist. Im selben Buchungsvorgang dürfte dann das System gar keine zwei Reservierungen entspr. zwei Personen ausstellen können. Was halt so rauskommen kann, wenn (mehr oder weniger) neue Angebote mit nicht vorhergesehenen Features in alte, bestehende Systeme integriert...

Grüße
J
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rautatie
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von rautatie »

Jogi hat geschrieben: 11 Jul 2024, 16:19

Ich gehe mal davon aus, dass für die Mitfahrer-Buchung eine Person fest eingestellt ist. Im selben Buchungsvorgang dürfte dann das System gar keine zwei Reservierungen entspr. zwei Personen ausstellen können.
Ja, so scheint es programmiert zu sein, aber ich verstehe die Intention nicht, die dahinter steckt. Eine Mitfahrer-Freifahrt, bei der der zweite Fahrgast zwingend gemeinsam mit dem BC100-Inhaber unterwegs sein muss, erfordert natürlich zwei Sitzplätze. Umso verwunderlicher finde ich es, dass man nur einen Sitzplatz buchen kann und den zweiten Sitzplatz quasi dazu mogeln muss.
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von Leonardo. »

Na ja, diese Sitzplatzreservierungen sind doch nur ein Mittel um den unsicheren Fahrgast zusätzlich zu schröpfen.
So nach dem Motto 'Jetzt kann ich ruhig schlafen, ich habe ja meinen Sitzplatz'.
Welche Vorteile hat man denn bei einer Reservierung? Man hat einen Platz.
Welchen Vorteil habe ich ohne Sitzplatzreservierung? Ich kann mir aussuchen wer seinen Nachbarsitz von Gepäck befreien wird.
Will nicht wissen wie oft man am Ende genervt ist von seinem Mitfahrer auf dem Nebensitz, den man sich eben nicht ausgesucht hat, und der zu allem Ärger auch noch kostenlos da sitzt.

Ich setz mich natürlich immer nur zu äußerst hübschen und klugen Frauen, na was denkt ihr denn.

Man sollte diesen Blödsinn komplett abschaffen - bis eben auf die beiden Rolliplätze oder Fahrradstellplätzen. GUT, macht schon Sinn, dass man seinen StatusFreund bei sich hat, oder ein Pärchen nebeneinander sitzt, aber sonst, völliger Blödsinn diese 5,20 EUR. Da gönn ich mir lieber ein Erdinger im Bordbistro und verweile dort etwas im Sitzen - notfalls auch Stunden am Stück.
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von TramBahnFreak »

Das sind mir die allerliebsten, die mehrere Stunden für ein einzelnes Getränk brauchen und so anderen Leuten, die gerne etwas essen würden, die sowieso schon raren Sitzplätze im Speisewagen wegnehmen… :x


Ansonsten stimme ich dir aber teilweise zu:
Für Einzelreisende ist eine Reservation meist unnötig.
Zu mehreren unterwegs, ist es aber schon angenehm, wenn man (fast) sicher sein kann, beisammen sitzen zu können.
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von 146225 »

Ich würde auch zustimmen, dass eine Reservierung für gemeinsam Reisende (Klein-)Gruppen sinnvoll sein kann. Ansonsten ist das in Deutschland zu einem (durch die Fliegerei induzierten?) Fetisch geworden, der sich eigentlich nur noch mit den bekannten (Klischee-)Bildern von Strandliegen und Handtüchern erklären lässt.

Bei der Frage, was erschreckender an dem ganzen Wahnsinn ist, halten sich vermutlich die DB, welche ernsthaft Reservierungen für Anschlusszüge verkauft, die öfters mal (doch) nicht erreicht werden und die Reisenden, die zwar krampfhaft einen Platz buchen mussten, ihn dann aber im Zug nicht finden konnten, so ziemlich die Waage.
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von Leonardo. »

TramBahnFreak hat geschrieben: 19 Jul 2024, 09:44 Das sind mir die allerliebsten, die mehrere Stunden für ein einzelnes Getränk brauchen und so anderen Leuten, die gerne etwas essen würden, die sowieso schon raren Sitzplätze im Speisewagen wegnehmen… :x
Liegt mir absolut fern. Würde ich tatsächlich niemals machen, man bekommt es dann ja schnell mit, ob Plätze gesucht werden, dann wäre ich ratzfatz weg. Solch ein Verhalten liegt mir absolut fern. Wollte ich einfach SO nicht stehen lassen :-)
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von TramBahnFreak »

Leonardo. hat geschrieben: 19 Jul 2024, 19:54Liegt mir absolut fern. Würde ich tatsächlich niemals machen, man bekommt es dann ja schnell mit, ob Plätze gesucht werden, dann wäre ich ratzfatz weg. Solch ein Verhalten liegt mir absolut fern. Wollte ich einfach SO nicht stehen lassen :-)
Beim nochmaligen Durchlesen wirkt mein Post auch persönlicher, als er eigentlich gemeint war. Sorry! :shock:
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rautatie
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von rautatie »

146225 hat geschrieben: 19 Jul 2024, 10:42 Ansonsten ist das in Deutschland zu einem (durch die Fliegerei induzierten?) Fetisch geworden, der sich eigentlich nur noch mit den bekannten (Klischee-)Bildern von Strandliegen und Handtüchern erklären lässt.
Wobei die deutschen Fernzüge immerhin nach wie vor keine allgemeine Reservierungspflicht haben, im Gegensatz zu Fernzügen z.B. in Frankreich oder in Skandinavien.

Ich selbst reserviere nie, wenn ich allein unterwegs bin. Aber wenn ich gemeinsam mit einem Freund etc. reise, dann wollen wir schon ganz gern beieinander sitzen (und wenn es eine Mitfahrerfreifahrt ist, sollte man auch die Fahrausweise gleichzeitig vorzeigen). Da ist eine Reservierung schon günstig.

Dazu kommt, dass einem in Einzelfällen ohne Reservierung die Mitfahrt verweigert werden kann, wenn ein ICE stark überlastet ist. Wenn ich allein bin, dann kann ich ausweichen, aber zu zweit mag ich das eher nicht so.
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von 146225 »

Das Problem voller Züge schlägst du aber nicht mit einer Reservierungspflicht, du belästigst nur die Kundschaft. Eine solche wäre für mich definitiv ein Grund, den weiteren Besitz der BC100 zu überdenken, denn selbst wenn es kostenlos und unkompliziert spontan möglich wäre, hätte man - Frankreich ist da ja ein perfektes Beispiel dafür - halt ab und zu das leidige Problem, dass der Zug der Wahl bereits als "ausgebucht" im System steht. Oder man irgendwo den Anschluss verpasst - bei DB Fernverkehr ja leider Alltag - und dann nicht den nächsten Zug nehmen kann, weil dieser ausgebucht ist.

Nein, ich plädiere immer noch dafür, solange die Betriebsqualität bei DB Fernverkehr so ist, wie sie nun mal aus diversen Gründen ist, sollten max. 70% eines Zuges reservierbar sein. Damit man stets die Reserven hat, um unterwegs auch größere Mengen an Reisenden aufzunehmen, die eigentlich auf einem ganz anderen Zug sein sollten.
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Re: BC100 Mitfahrerfreifahrt - Unklarheiten

Beitrag von rautatie »

146225 hat geschrieben: 22 Jul 2024, 13:49
Nein, ich plädiere immer noch dafür, solange die Betriebsqualität bei DB Fernverkehr so ist, wie sie nun mal aus diversen Gründen ist, sollten max. 70% eines Zuges reservierbar sein.
Vor Jahren bin ich mal in Japan gewesen und dort viel mit Shinkansen-Zügen gefahren. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber damals war es so, dass einige der Wägen immer ohne Reservierungen waren. In diese Züge konnte man einsteigen, wenn man keine Reservierung hatte. Dieses Konzept fand ich gut.

Eine generelle Reservierungspflicht wie in Spanien, Frankreich oder Skandinavien fände ich auch nicht gut, weil sie Vielfahrern mit Netzkarten die Flexibilität nimmt. Was mich auch gestört hat: das Reservierungssystem hat uns immer auf irgendwelche Plätze mit schlechter Fenstersicht platziert. Da wir als Touristen auch gern die Landschaften sehen wollten, fanden wir das immer schade, wenn wir nur die Innenwand des Zuges zu Gesicht bekamen.

Und hier in Deutschland ist es bei mir halt oft so, dass ich beispielsweise zunächst zum Fernverkehrsbahnhof mit einem Regionalzug anreisen muss. Kommt der RE pünktlich an, dann nehme ich anschließend den ICE A. Hat der RE Verspätung, dann verpasse ich diesen und muss stattdessen den nachfolgenden ICE B nehmen. Wenn ich reservieren müsste, müsste ich sicherheitshalber wahrscheinlich immer für den ICE B reservieren und kann dann aber nicht spontan in den ICE A einsteigen, selbst wenn es klappen würde.

Beispielsweise fahre ich oft mit einem MEX zunächst aus dem Umland nach Stuttgart, um von da aus nach München zu fahren. Der MEX hat häufig Verspätung, mal wenige Minuten, mal auch viele Minuten. Je nachdem, wie groß die Verspätung des MEX ausfällt, habe ich unterschiedliche Optionen für die Weiterfahrt nach München. Gäbe es eine Reservierungspflicht, wäre das schwierig zu handhaben, bzw. ich müsste wohl immer für einen ICE mit möglichst großem zeitlichen Puffer reservieren. Das würde aber bedeuten, dass ich auch dann eine längere Wartezeit hätte, wenn ich bei pünktlicher Ankunft in Stuttgart eigentlich schon früher fahren könnte.
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