ralf.wiedenmann hat geschrieben: ↑10 Jan 2026, 20:42
Aus dem Dokument Nachbewertungsergebnisse der Tabelle-B-Projekte des Investitionsrahmenplans (IRP) 2025-2029 für die Bundesschienenwege vom 12.12.2025, S. :
https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage ... cationFile
Ausbauumfang:
[...]
- Elektrifizierung Mühldorf – Simbach – Grenze D/A, Kreuzungsbahnhof Julbach
[...]
Einige Anmerkungen: Obwohl Mühldorf - Simbach noch nicht einmal mit der Planung begonnen wurde, werden in Planfall 4 Zugpaare München-Mühldorf-Simbach-Wien und 4 Zugpaare München-Mühldorf-Simbach-Wien-Budapest eingezeichnet.
Fernverkehr: München-Salzburg wird es im Planfall 1,9 Mio Fahrten pro Jahr weniger geben, über Rosenheim 3,3 Mio Fahrten weniger, dafür über Mühldorf 1,4 Mio Fahrten mehr. Richtung Wien über Simbach soll es 2,4 Mio Fahrten geben.
Anstatt mit Marktl und Julbach zwei benachbarte Kreuzungsbahnhöfe mit dazwischenliegendem eingleisigen Abschnitt zu unterhalten, fände ich es sinnvoller wenn die ca. 8 Kilometer als zweigleisiger Begegnungsabschnitt mit zwei oder drei Streckenblöcken ausgeführt würden, wie heutzutage zwischen Mühldorf und Tüssling vorhanden.
Vollwertiger Gleiswechselbetrieb wie in AT/CH wird in DE wohl immer ein Traum bleiben...
Das dritte, nördlich gelegene Bahnhofsgleis in Marktl wäre ein Rückbaukandidat, der zwei Weichen freisetzen würde, die Betriebsstelle Marktl selbst würde ich als Bahnhof belassen, Julbach dann als Haltepunkt mit ÜSt, ähnlich wie auf der S2 Richtung Altomünster rund um Schwabhausen.
Nachdem in Julbach ja laut Planungsideen Platz für einen Bahnhof zu sein scheint, würde ich den dortigen Hp mit zwei Außenbahnsteigen in der Nähe der heutigen Lage realisieren, den südlichen Außenbahnsteig unter leichter Verschwenkung der Flurstraße und die Weiche zurück zu einem Gleis östlich des BÜ Hauptstraße, welcher dann gleich signalabhängig mit gesichert werden könnte, wie auch der BÜ Bruckbergstraße westlich des Bahnhofs Marktl.
Schematisch dargestellt:
--+-<====z=========================≠=>--
...........Marktl....................................................Julbach
Die SÜ der B20 über die Bahnstrecke weist eine ausreichende lichte Weite für zwei Streckengleise auf, unter Umständen müsste der in dem Bereich südlich verlaufende Wirtschaftsweg dort gekappt werden. Nördlich verläuft jedoch ein weiterer Weg unter der SÜ hindurch und es sind unweit der SÜ Bahnübergänge vorhanden (einer davon nicht technisch gesichert, müsste ausgebaut werden). Ein weiterer Punkt wäre die Brücke über den Türkenbach an der Landkreis- und Bezirksgrenze Obb/Ndb, welche auf zwei Gleise erweitert werden müsste, wobei die Frage im Raum steht, ob nicht ohnehin ein Ersatzneubau fällig ist und wie hoch dann die Mehrkosten für eine zweigleisige Realisierung ausfallen würden.
Ansonsten lassen sich im groben Blick keine weiteren, größeren Hindernisse eines zweigleisigen Begegnungsabschnitts erkennen und ich bin mir sicher, dass ein solcher in der Schweiz von Anfang an statt zweier benachbarter Bahnhöfe geplant worden wäre.