[M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

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4002
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von 4002 »

Man darf auch 16 Jahre Kohl nicht vergessen.
NatchO
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von NatchO »

Russischer Spion hat geschrieben: 30 Mär 2026, 01:00
Lazarus hat geschrieben: 30 Mär 2026, 00:23 Nicht umsonst flüchten immer mehr Firmen aus München ins Umland.
Ist nicht nur für München aktuell :roll: ... Diejenigen, die etwas produzieren und Einkommen generieren, werden niemals die Grünen wählen. Beamte, Lehrer und andere "Aktivist:INNEN, die Gelder aus dem Haushalt erhalten - das ist die Wählerschaft der Grünen. Und in München sind viele davon. Als ich 1991 in Schwabing lebte, hätte ich nie gedacht, dass all das passieren könnte :roll: ...
ahahaha ist das gequirlter Unsinn. Wie man so viel dummes Nachgequatsche von stupidem Propagandagesabbel in so wenig Text quetschen kann ist auch eine Kunst.
Kannst du auch nur eine Firma nennen, die ins Umland geflohen ist?
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Jean
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Jean »

Und ich dachte auch...eher immer mehr Firmen kommen nach München... :roll:
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
rautatie
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von rautatie »

Russischer Spion hat geschrieben: 30 Mär 2026, 01:00
Ist nicht nur für München aktuell :roll: ... Diejenigen, die etwas produzieren und Einkommen generieren, werden niemals die Grünen wählen. Beamte, Lehrer und andere "Aktivist:INNEN, die Gelder aus dem Haushalt erhalten - das ist die Wählerschaft der Grünen.
Ich wusste gar nicht, dass es in München so viele Aktivist Innen gibt, und so wenige Personen, die Einkommen generieren. Umso erstaunlicher, dass München trotzdem eher als wohlhabend gilt. Tja, die Wunder der Politik.

Auf jeden Fall scheint es außergewöhnlich viele Lehrer in München zu geben, nicht wahr? Fällt einem normalerweise gar nicht so auf, zumal es meinem Eindruck nach nicht außergewöhnlich viele Schulen gibt.
Wo ist das Problem?
Cloakmaster
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Cloakmaster »

Willibaldplatz hat geschrieben: 30 Mär 2026, 05:29
Das trifft einfach nicht zu, schon gar nicht bei einem Parlament mit drei Parteien: Die SPD hat während der Zeit der sozial-liberalen Koalition in den 70ern und frühen 80ern im Bundestag nur ein einziges Mal die stärkste Fraktion gestellt, nämlich 1972. Bei allen anderen Wahlen in dieser Zeit ist die Union stärkste Kraft geworden, konnte aber mangels Koalitionspartner trotzdem nicht regieren. 1976 war die spannende Frage nicht, wer stärkste Kraft wird, sondern vielmehr, ob die Union eine absolute Mehrheit holt. Nur das hätte zu einem Regierungswechsel geführt.
Doch, es trifft abslout zu. Du darfst nur nicht nach dem ersten Satz das Lesen aufhören.

Es ist allgemeiner demokratisher Konsens, daß die Partei mit den meisten Stimmen ZUNÄCHST einmal den Wählerauftrag zur Regierungsbildung hat. Das ist allgemein anerkennt, und wird von niemandem ernsthaft bestritten.

Dei Betonung liegt hier auf dem Wörtchen "ZUNÄCHST". Denn natürlich kommt es durchaus vor, daß die stärkste Kraft eben keinen Koalitionspartner unter den Plätzen 3ff findet, sondern die zweistärkste. Und dann drehen sich eben die Plätze 1 und 2 um, die Nummer zwei übernimmt den Auftrag zur Regierungsbildung, und der Nummer 1 fällt die Aufgabe der Oppositionsführerschaft zu. Aber ja, natürlich ist auch das nur ein Modell - siehe nächster Absatz!

So oder so: Nicht wirklich im Sinne des Erfinders - gleichwohl aber zulässig, und manchmal eben auch notwendig - ist das hier als "vorrangig" proklamierte Modell, daß die Plätze 1 und 2 gemeinsam herrschen sollten, und alle anderen zu wehrlosen Randerscheinungen degradiert werden. So etwas ist kein Idealfall, sondern bestenfalls eine Notlösung. Und das zeigt auch die Erfahrung: Die Zeiten, in denen wir "große Koalition" hatten waren nicht von großem Erfolg, und langer Dauer geprägt. 16 Jahre lang stabil regieren funktioniert in so einer Konstellation eher nicht. Eine große Koalition zerbricht meist, sobald sich andere demokratische Mehrheiten bilden lassen. Wobei das immer schwieriger wird, wenn - wie es inzwischen immer mehr der Fall ist- 20% und mehr der Sitze von vorn herein nicht für eine demokratische Regierungsbildung in Frage kommen.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Cloakmaster »

4002 hat geschrieben: 30 Mär 2026, 08:27 Man darf auch 16 Jahre Kohl nicht vergessen.
Es hat wohl schon seinen Grund, wenn eine Partei zwei Mal derart lang anhaltende, stabile Regierungen auf die Beine stellen konnte, die mehrmals wieder gewählt wurde. Da kann nicht so wahnsinnig viel schlecht daran gewesen sein.
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Lazarus
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Lazarus »

rautatie hat geschrieben: 30 Mär 2026, 09:59
Russischer Spion hat geschrieben: 30 Mär 2026, 01:00
Ist nicht nur für München aktuell :roll: ... Diejenigen, die etwas produzieren und Einkommen generieren, werden niemals die Grünen wählen. Beamte, Lehrer und andere "Aktivist:INNEN, die Gelder aus dem Haushalt erhalten - das ist die Wählerschaft der Grünen.
Ich wusste gar nicht, dass es in München so viele Aktivist Innen gibt, und so wenige Personen, die Einkommen generieren. Umso erstaunlicher, dass München trotzdem eher als wohlhabend gilt. Tja, die Wunder der Politik.

Auf jeden Fall scheint es außergewöhnlich viele Lehrer in München zu geben, nicht wahr? Fällt einem normalerweise gar nicht so auf, zumal es meinem Eindruck nach nicht außergewöhnlich viele Schulen gibt.
Weil Familien inzwischen aus München flüchten, weil man sich die Miete nicht mehr leisten kann. 30 Euro für den Quadratmeter sind halt eine Menge Holz.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
andreas
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von andreas »

Cloakmaster hat geschrieben: 30 Mär 2026, 10:28
4002 hat geschrieben: 30 Mär 2026, 08:27 Man darf auch 16 Jahre Kohl nicht vergessen.
Es hat wohl schon seinen Grund, wenn eine Partei zwei Mal derart lang anhaltende, stabile Regierungen auf die Beine stellen konnte, die mehrmals wieder gewählt wurde. Da kann nicht so wahnsinnig viel schlecht daran gewesen sein.
Ja, was war am Wiedervereinigungslügner Kanzler schon groß schlecht, außer den Ausverkauf der neuen Bundesländer, der höchsten Steuererhöhungen und der größten Schulden..... Kohl hat unser Land kaputt gemacht, weil er mit Gewalt die Vereinigung wollte um in die Gesichte einzugehen - ohne Konzept, ohne Plan, Hauptsache man hat seinen Spendern die Filetstücke im Osten zugeschanzt und jede potentielle Konkurrenz platt gemacht - politisch und wirtschaftlich hätte man nicht mehr viel mehr falsch machen können.... dazu passt ja gut, daß sich Kohl an die Macht 'geputscht' hat und sich erst danach wählen hat lassen.... Daß wir heute so schlechtes Internet haben war direkt der Kohl....
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Cloakmaster »

Tja, Falsch, falsch und noch einmal falsch - da war jetzt mal so komplett gar nichts richtig.

Kohl war lange, lange Zeit ein erklärter Gegner der Wiedervereinigung, vor allem auch einer schnellen Wiedervereinigung. Leider hat er sich aber umstimmen lassen.

Immer diese Hass- und Hetztriaden. Wenn es uns so furchtbar schlecht gegangen wäre, dann wäre er nicht so oft wieder gewählt worden. "Hat unser Land kaputt gemacht" - wodurch denn genau? Hatten wir zur Regierungszeit Kohl Bürgerkriege? Hyperinflation? Oder warum genau war denn zB die europäische Einigung und ein langjähriges, stabiles Wirtschaftswachstum so ein furchtbares Übel?

Und jetzt hat Kohl also auch noch per Führerbefehl einen Ausbau des Internet bei Todesstrafe verboten?
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spock5407
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von spock5407 »

andreas hat geschrieben: 30 Mär 2026, 11:02 außer den Ausverkauf der neuen Bundesländer
Welchen "Ausverkauf"? Das Land war pleite und hing am Tropf von Westkrediten und am Tropf der UdSSR, die allermeisten Betriebe waren kaputt und nicht konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt, Infrastruktur heruntergekommen und Umwelt in großen Gebieten zerstört. Arbeitsplätze hochsubventioniert von einem Staat der kein Geld mehr hatte. Da gibts nix dran schönzureden.
Ohne die Strauss-Kredite wäre der Zusammenbruch schon eher erfolgt und die UdSSR konnte das auch nicht mehr stemmen.

Man muss vor der Bevölkerung den Hut ziehen, wie sie das Leben all die Jahre "irgendwie" am mit geringen Mitteln laufen hielten. Trotz den Umständen.

Da gabs nicht sonderlich viel "auszuverkaufen" sondern nur mit Monsterbeträgen zu sanieren oder abzuwickeln.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von 4002 »

Es wurden jedoch auch ganz klar konkurrenzfähige Betriebe abgewickelt und der Tod war der 1 zu 1 Tausch.

Des mit dem Tod der Glasfaser stimmt leider, um mal bei einem Beispiel zu bleiben. Da ging der Stillstand los.
rautatie
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von rautatie »

andreas hat geschrieben: 30 Mär 2026, 11:02
außer den Ausverkauf der neuen Bundesländer,
Ich erinnere mich noch, dass ich damals eigentlich gegen eine Wiedervereinigung und für eine Zweistaatenlösung war. Heute denke ich wieder, dass das wahrscheinlich die bessere Alternative gewesen wäre. Zumindest könnte der ostdeutsche Staat wohl dem westdeutschen Staat weniger Vorwürfe machen, was alles schief gegangen war. Und Ostdeutschland könnte ganz eigenständig über die eigene politische Situation entscheiden, ohne Westdeutschland zu tangieren (und umgekehrt).
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von NatchO »

Bei der Wiedervereinigung ist halt einiges schief gegangen, was man eventuell hätte verhindern können (eher Gefühl als konkrete Beispiele). Die Schnelligkeit war sicher ein Problem, so dass man manche Lösungen, die ggf. sinnvoll gewesen wäre nicht überlegt hat.
Man hätte sicher manche Strukturen nicht einfach zerschlagen sollen, einfach weil sie aus dem Osten kamen und bestimmt waren manche Firmen auch noch konkurenzfähig, die dann abgewickelt wurden.
Aber das ist alles ex post. Damals musste man schnell handeln, weil der Osten sonst noch mehr (personell) ausgeblutet wäre.

Abgesehen davon hatte "der Westen" auch eine gewisse Verpflichtung dem Osten gegenüber, nachdem man immer den Alleinvertretungsanspruch verteidigt hat. Kohl kann man viel vorwerfen, aber dass er die Wiedervereinigung so vorangetrieben hat, ist ein Verdienst, dass ihn zu einem der großen Kanzler macht.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Elch »

Das ganz große Problem war die Währungsreform. Dabei wurde eher aus politischem Kalkül heraus die Ost-Mark 1:1 auf die DM umgerechnet. Da die Produktivität der Ost-Wirtschaft jedoch noch aus den DDR-Zeiten heraus relativ geringer war stiegen damit die Kosten massiv an und die Ost-Produkte waren nicht mehr verkäuflich. Wenn ich mich recht erinnere, hätte der reale Wechselkurs hätte eher so bei 1:4 liegen müssen, um die Unterschiede abzufedern zu können. Da ein solcher Wechselkurs, der Zeit zur Anpassung gegeben hätte aber politisch schwer durchsetzbar war, kam es anders.
An der Entwicklung in Polen oder Tschechien konnte man beobachten, wie es anders hätte laufen können.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Rohrbacher »

Cloakmaster hat geschrieben: 30 Mär 2026, 10:28
4002 hat geschrieben: 30 Mär 2026, 08:27 Man darf auch 16 Jahre Kohl nicht vergessen.
Es hat wohl schon seinen Grund, wenn eine Partei zwei Mal derart lang anhaltende, stabile Regierungen auf die Beine stellen konnte, die mehrmals wieder gewählt wurde. Da kann nicht so wahnsinnig viel schlecht daran gewesen sein.
Das stimmt in Teilen. Aber sowohl die 16 Jahre Kohl wie auch auch die 16 Jahre Merkel und sogar die 20 Jahre Adenauer/Erhard/Kiesinger waren blöderweise auch deswegen möglich, weil sie den immer schon recht wenig veränderungsaffinen Leuten das erzählt haben, was sie hören wollten und dringend notwendige, vielleicht in Teilen und insbesondere bei ihren Stammwählern auch unpopuläre Reformen nicht angepackt haben. Nach jeder dieser Phasen hat's deswegen irgendwie "gekracht", was die Schwarzen dann praktischerweise den Roten oder jetzt Grünen in die Schuhe schieben konnten, weil's ja in deren Regierungszeit passiert ist. Genial. :lol:

Insbesondere die Regierungszeit von Kohl wäre 1990 schon beendet gewesen, wenn nicht wie durch ein Wunder rechtzeitig zur Wahl die Einheit gekommen wäre und er auch Millionen neuen Wählern blühende Zukunftsvisionen machen konnte und im Wende-Rausch und abgelenkt durch buntes Privatfernsehen der Kohl-Buddys (statt dem Aufbau von Schmidts Glasfasernetz) auch der Westen für ein paar Jahre vergessen hat, dass in den 80ern viele Krisen und politische Fehlentscheidungen stattgefunden haben, die zum Teil heute noch oder heute erst für die großen "Herausforderungen" sorgen. Dass die Rente eben eigentlich nicht sicher ist, hat man damals schon ausgerechnet. Man musste auch, dass es einen Klimawandel gibt und wir viel zu abhängig von importierter Energie sind. Man wusste auch schon, dass Atomkraft keine wirklich gute Lösung ist und der Markt allein dann doch nicht alles regeln kann. Ökonomen hatten auch ausgerechnet, dass mit der nicht konkurrenzfähigen DDR-Wirtschaft genau das passiert, was später passiert ist, wenn man von heute auf morgen den Markt öffnet und von einer schwachen Inlandswährung auf die DM wechselt. Aber Kohl musste eine Wahl gewinnenund die Leuten haben's halt gerne gehört.

In den Merkel-Jahren das gleiche, nur mit einer wirtschaftlich besseren Ausgangslage, sodass man jedes aufkeimende Strukturproblem anfangs halbwegs mit Geld zuschütten konnte, z.B. die Rente. Die Abhängigkeit von Energieimporten wurde immer größer, in Deutschland ansässige Zukunftstechnologien wie Solar, Windkraft, Elektroautos wurden dagegen abgewürgt, man wusste, dass der Nahe Osten ein Pulverfass ist, dass Russland und China Strategien haben, die man durchaus als feindlich bezeichnen könnte. Schon Obama hat darauf hingewiesen, dass Europa mehr zu eigenen Verteidigung tun müsste und man weiß eigentlich seit anderthalb Jahrzehnten, dass im Internet ("Neuland") ungeheuerliche Dinge passieren, siehe tagesaktuelle Deep-Fake-Debatte. Aber z.B. hektische Milliardenausgaben für die Bundeswehr und eine Wehrpflichtdebatte während in den Nachrichten immer mehr Kriegsbilder laufen, will halt kein Kanzler bzw. keine Kanzlerin haben ... Einfach so tun als wär' nix, hat das Problem aber auch nicht gelöst, auch wenn's die Leute bis dahin gerne geglaubt haben.

Wenn man sieht, dass im Haus ein kleiner Brand ausbricht, würde ich frühzeitig löschen und die Feuerwehr holen statt diejenigen, die Angst vor der Brandursachenermittlung haben und sich die Brandschadensanierung gerne sparen wollen, glaubhaft versichern, eigentlich brennt's gar nicht, alles gut, mach' einfach weiter ...
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Lazarus
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Lazarus »

Den Crash der Rentenkassen hat Kohl wissentlich mit der Einheit herbei geführt, indem Rentenzeiten im Osten anerkannt wurden, obwohl die nie etwas einbezahlt haben.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von 4002 »

Was wäre die Alternative gewesen?
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Lazarus »

4002 hat geschrieben: 30 Mär 2026, 16:11 Was wäre die Alternative gewesen?
Ich wollte damit auch nur aufzeigen, das es keinesfalls so stimmt, was die Politik immer erzählt. Das die Menschen immer älter werden und das Loch davon kommt.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Cloakmaster »

Lazarus hat geschrieben: 30 Mär 2026, 15:55 Den Crash der Rentenkassen hat Kohl wissentlich mit der Einheit herbei geführt, indem Rentenzeiten im Osten anerkannt wurden, obwohl die nie etwas einbezahlt haben.
Klar. Auch das hat Kohl natürlich im Alleingang so beschlossen, und gegen alle Widerstände durch gedrückt.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von andreas »

es geht um die Regierung Kohl, also Birne plus CDU Mitglieder und FDP..... Sorry Fanboy.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Lazarus »

Cloakmaster hat geschrieben: 30 Mär 2026, 17:21
Lazarus hat geschrieben: 30 Mär 2026, 15:55 Den Crash der Rentenkassen hat Kohl wissentlich mit der Einheit herbei geführt, indem Rentenzeiten im Osten anerkannt wurden, obwohl die nie etwas einbezahlt haben.
Klar. Auch das hat Kohl natürlich im Alleingang so beschlossen, und gegen alle Widerstände durch gedrückt.
Als ob in Deutschland irgendeine Regierung etwas allein entscheidet. Wenig Ahnung und davon jede Menge.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Cloakmaster »

Lazarus hat geschrieben: 30 Mär 2026, 17:46
Als ob in Deutschland irgendeine Regierung etwas allein entscheidet. Wenig Ahnung und davon jede Menge.
Das ist bei dir bekanntlich der Normalzustand. Dumm daher labern, oder gleich dreist vorne weg lügen, und wenn du -wie immer - dabei erwischt wirst, den Schwanz einziehen.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Rohrbacher »

Lazarus hat geschrieben: 30 Mär 2026, 15:55 Den Crash der Rentenkassen hat Kohl wissentlich mit der Einheit herbei geführt, indem Rentenzeiten im Osten anerkannt wurden, obwohl die nie etwas einbezahlt haben.
Die gesetzliche Rente ist ein Umlagesystem, kein Anlagesystem. Wenn also der gleichzeitige Zugang von Einzahlern und Rentnern sich halbwegs die Waage hält, passiert im System gar nichts. Mag sein, dass es hier und da kleinere Schieflagen gegeben hat durch kleinere Abweichungen bei so Dingen wie der Alters- und Gehaltsstruktur, der Anzahl von Selbstständigen und Beamten etc. Wegen der anfangs eklatanten Kaufkraftunterschiede waren die Ost-Renten deswegen niedriger und wurden über Jahrzehnte angeglichen. Aber im großen und ganzen dürften gleichbleibende Renten bei gleichzeitigem Reallohnverlust in manchen Zeiten größere Schieflagen im Umlagesystem hervorrufen als die Wiedervereinigung.

Deswegen ist auch nix passiert als das Saarland 1959 final zur BRD kam. ;-)
Lazarus hat geschrieben: 30 Mär 2026, 16:42 Ich wollte damit auch nur aufzeigen, das es keinesfalls so stimmt, was die Politik immer erzählt. Das die Menschen immer älter werden und das Loch davon kommt.
Doch, genau davon kommt das Loch. Wenn früher in einem bestimmten Monat sagen wir mal fünf Arbeitnehmer eine Rente bezahlt haben und heute laufen wir auf ein Verhältnis von bald 1:1 zu, dann ist das ein Problem. Das liegt sowohl daran, dass die Boomer-Generation zahlenmäßig eine sehr große ist, aber eben auch, dass die Leute älter werden, länger Rente bekommen und daher logischerweise gleichzeitig mehr Renten ausgezahlt werden müssen, die die deswegen aber nicht mehr gewordenen Arbeitnehmer hier und jetzt erwirtschaften müssen. Die werden aufgrund der Boomer-Lücke, also dem Übergang dieser geburtenstarken Jahrgänge vom Arbeits- ins Renterleben aber gleichzeitig sogar immer weniger.

Deswegen geht der Abbau von zigtausend vor allem Industriearbeitsplätzen durch Automatisierung, Effizienzsteigerung, Strukturwandel, Verlagerung ins Ausland momentan auch relativ geräuschlos ohne Massenarbeitslosigkeit bei den jüngeren. Im Gegenteil, hier und da ein paar große Firmen, die über Jahre gestreckt medial bedrohlich wirkende Zahlen von zigtausend reduzierten Arbeitsplätze verkünden, reicht bei weitem nicht, dass wir in vielen Bereichen nicht trotzdem eine Unterdeckung haben, weil jeden Monat einfach viel mehr in Rente gehen.
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