[M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

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Cloakmaster
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Cloakmaster »

DBBahn hat geschrieben: 31 Mär 2026, 22:02
Naja, aber wenn wir ins europäische Ausland sehen ist es halt auch so, dass eine Regierungsbeteiligung AfD-ähnlicher Parteien halt auch nicht zum Weltuntergang geführt hat. Bestes Beispiel ist Österreich. Die FPÖ hat dort schon zweimal regiert und es kam zu einen Menchenrechtsverletzungen oder ähnlichem. Und in Italien bei Meloni auch nicht. Ich würde vermuten, dass das bei der AfD auch nicht der Fall sein wird. Aber besser als kleiner Juniorpartner und nicht mit 40+X.

Am besten wäre ein Regierungsmodell wie in der Schweiz. Da regiert jeder ab einer bestimmten Größte automatisch mit und man muss Kompromisse finden. Ergebnis ist viel weniger Polarisierung und mehr Zusammenhalt, weil jede politische Gruppierung mit eingebunden ist.

Ich verstehe auch nicht was das Ziel einer Beschimpfung von AfD Wählern sein soll. Glaubt ihr im Ernst, dass jemand der gerade beschimpft wird, dann sagt "Oh ich lag falsch" und dann wieder eine etablierte Partei wählt? Das treibt die AfD nur immer weiter nach oben.
Du betreibst also weiter Werbung für diese menschenverachtende, rechtsextremistische Partei. Unsere Nazis hier sind ja doch eigentlich ganz harmlos, weil die Rechtspopulisten in Österreich bisher keinen Umsturz geschafft haben? Ein bisschen Nazis in der Regierung wird schon nicht so schlimm werden ist genau das, was man sich vor knapp hundert Jahren auch schon gesagt hat, als man es "mal mit diesem Hitler" versuchen wollte, und dann sehen, was dabei raus kommt. Das Ergebnis ist bekannt, und nein, ich brauche nicht zweimal den selben Fehler zu machen. Hitler hatte wenigstens noch keine Atombombe.

Fakt ist, daß die Parlamente schon jetzt massiv in ihrer Arbeit behindert sind, wo die Rassisten "nur" von der Seite her ihren Sermon rein quatschen dürfen. Natürlich löst ein AfD-Verbot keine direkten Probleme, aber es würde dafür sorgen, daß in den Parlamenten wieder echte parlamentarische Demokratie ausgeübt, und gearbeitet werden kann - insbesondere von der Opposition.

Wie schon gesagt: Weder die 5%-SPD in Ba-Wü. kann eine wirksame Oppositionsarbeit zu Schwarz-Grün leisten, noch die Grünen ein Gegengewicht zu Schwarz-Rot in RLP. Und das macht es insgesamt schwieriger, tragfähige Lösungen zu erarbeiten, und umzusetzen. Das ultrearechte Reingequäke bindet zusätzlich Kapazitäten, die anderweitig sinnvoller genutzt werden können, wenn dieses Gequäke zumindest im Parlament endlich unterbunden ist.
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Lazarus
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Lazarus »

Cloakmaster hat geschrieben: 01 Apr 2026, 12:58
DBBahn hat geschrieben: 31 Mär 2026, 22:02
Naja, aber wenn wir ins europäische Ausland sehen ist es halt auch so, dass eine Regierungsbeteiligung AfD-ähnlicher Parteien halt auch nicht zum Weltuntergang geführt hat. Bestes Beispiel ist Österreich. Die FPÖ hat dort schon zweimal regiert und es kam zu einen Menchenrechtsverletzungen oder ähnlichem. Und in Italien bei Meloni auch nicht. Ich würde vermuten, dass das bei der AfD auch nicht der Fall sein wird. Aber besser als kleiner Juniorpartner und nicht mit 40+X.

Am besten wäre ein Regierungsmodell wie in der Schweiz. Da regiert jeder ab einer bestimmten Größte automatisch mit und man muss Kompromisse finden. Ergebnis ist viel weniger Polarisierung und mehr Zusammenhalt, weil jede politische Gruppierung mit eingebunden ist.

Ich verstehe auch nicht was das Ziel einer Beschimpfung von AfD Wählern sein soll. Glaubt ihr im Ernst, dass jemand der gerade beschimpft wird, dann sagt "Oh ich lag falsch" und dann wieder eine etablierte Partei wählt? Das treibt die AfD nur immer weiter nach oben.
Du betreibst also weiter Werbung für diese menschenverachtende, rechtsextremistische Partei. Unsere Nazis hier sind ja doch eigentlich ganz harmlos, weil die Rechtspopulisten in Österreich bisher keinen Umsturz geschafft haben? Ein bisschen Nazis in der Regierung wird schon nicht so schlimm werden ist genau das, was man sich vor knapp hundert Jahren auch schon gesagt hat, als man es "mal mit diesem Hitler" versuchen wollte, und dann sehen, was dabei raus kommt. Das Ergebnis ist bekannt, und nein, ich brauche nicht zweimal den selben Fehler zu machen. Hitler hatte wenigstens noch keine Atombombe.

Fakt ist, daß die Parlamente schon jetzt massiv in ihrer Arbeit behindert sind, wo die Rassisten "nur" von der Seite her ihren Sermon rein quatschen dürfen. Natürlich löst ein AfD-Verbot keine direkten Probleme, aber es würde dafür sorgen, daß in den Parlamenten wieder echte parlamentarische Demokratie ausgeübt, und gearbeitet werden kann - insbesondere von der Opposition.

Wie schon gesagt: Weder die 5%-SPD in Ba-Wü. kann eine wirksame Oppositionsarbeit zu Schwarz-Grün leisten, noch die Grünen ein Gegengewicht zu Schwarz-Rot in RLP. Und das macht es insgesamt schwieriger, tragfähige Lösungen zu erarbeiten, und umzusetzen. Das ultrearechte Reingequäke bindet zusätzlich Kapazitäten, die anderweitig sinnvoller genutzt werden können, wenn dieses Gequäke zumindest im Parlament endlich unterbunden ist.
So lange man die eigentlichen Probleme nicht löst, indem man vielleicht den Menschen auch einmal zuhört, wird ein AfD Verbot rein gar nichts bewirken. Weil der Protest verschwindet deswegen ja nicht. Der drückt sich dann halt anders aus. Entweder indem man eine andere Kleinpartei groß macht, wie z.b. die Freien Wähler oder man geht auf die Straße und da würde ich meine Hände nicht unbedingt dafür ins Feuer legen, das es dann friedlich abgeht.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von rautatie »

Lazarus hat geschrieben: 01 Apr 2026, 13:05
So lange man die eigentlichen Probleme nicht löst, indem man vielleicht den Menschen auch einmal zuhört, wird ein AfD Verbot rein gar nichts bewirken.
Ja, aber was sind denn "die eigentlichen Probleme"? Es gibt viele verschiedene Probleme und Problemarten, und jeder Mensch hat andere Hauptprobleme im Fokus, die ihn/sie vorrangig stören. Und wenn man den Menschen zuhört, wird man das auch feststellen.

Es gibt nicht die eine einzige Patentlösung zum Beheben der "eigentlichen Probleme". Da könnte auch die AfD nicht zaubern, zumal sie nur einige spezielle Probleme im Fokus hat, und sich um viele andere Themen eher wenig kümmert.

Wenn die "eigentlichen Probleme" dermaßen einfach zu benennen sind, dann ist es sicher einfach, sie hier exemplarisch in diesem Thread mal stichpunktartig zusammenzufassen. Und dazu kann man auch gleich notieren, welche Patentrezepte die AfD zur Lösung in petto hätte.
Wo ist das Problem?
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Lazarus
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Lazarus »

Man hat es auch in München bei der letzten Wahl recht gut gesehen. Krause hat nicht nur wegen der Fehler von Reiter gewonnen. Der hat vor allem vor der Stichwahl eins gemacht, der ist zu den Menschen auf die Strasse gegangen und hat mit ihnen geredet. Etwas, was man von Reiter nur selten gesehen hat.
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von 4002 »

Natürlich kann die AFD nicht zaubern und die Probleme sind breit gefächert, die die Leute zu der Wahl bewegen.

Wichtigstes Thema dürfte das Gefühl sein, nicht ernstgenommen zu werden.
rautatie
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von rautatie »

4002 hat geschrieben: 01 Apr 2026, 13:19

Wichtigstes Thema dürfte das Gefühl sein, nicht ernstgenommen zu werden.
Oh, dasselbe Gefühl habe ich bei der AfD aber auch. Die meisten AfD-Politiker haben meinem Eindruck nach auch eher ihr eigenes Wohlbefinden im Auge, und ernst nehmen sie hauptsächlich nur diejenigen, die ihnen nach dem Mund reden.
Wo ist das Problem?
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Lazarus
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Re: [M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes

Beitrag von Lazarus »

4002 hat geschrieben: 01 Apr 2026, 13:19
Wichtigstes Thema dürfte das Gefühl sein, nicht ernstgenommen zu werden.
Leider tun die Politiker der übrigen Parteien alles dafür, damit es auch so bleibt. Man muß denen nur mal genau zuhören. Ich bin mir nicht mal sicher, ob einige überhaupt verstanden haben, warum viele die AfD überhaupt wählen.
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