4002 hat geschrieben: ↑18 Mai 2026, 06:17
Mir schon klar, dass du ein toller Hengst bist, der vor nichts Angst hat und dies allen mit breiter Schulter zeigen muss.
Nun leg mal dein fragiles männliches Ego ab und denk mal an die Fahrgastgruppen, denen es nicht so geht. Aus welchen Gründen auch immer. Die gehören auch dazu, nennt sich Inklusion falls es dir entgangen ist.
Das ist das putzigste an Schwachfug, was ich seit längerem gelesen hab, Chapeau!
Wenn ich gegen die in Deutschland zunehmend stärker grassierende rechte Menschenverachtung (mal wieder) mit universellen Menschenrechten dagegen halte und zu bedenken gebe, dass nicht jeder Mitmensch, dessen/deren Anblick uns nicht gefällt, gleich als "Pack" oder ähnliches aussortiert und mit allen (un)erdenklichen Mitteln bekämpft werden muss, dann hat das verdammt viel mit Anstand und lebenswerter Gesellschaft, aber wenig mit Ego und breiten Schultern zu tun.
Und sei versichert: Was Inklusion ist, und woran es da in Deutschland oft genug hapert, dass erlebe ich im nächsten Umfeld ständig und hautnah. Inklusion befördert man allerdings mit (sinnvollen) Taten, nicht mit Hass und Ausgrenzung. Wer brüllt denn in die Parlamente, dass Inklusion nur ein unnützes "wokes" Ideologie-Projekt sei? Kleiner Tipp: Die Linke ist es nicht. Also: Ausgrenzung von Mitmenschen damit zu begründen, dass das Inklusion befördern würde, ist so sinnvoll wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod zu begehen.
Womit - und das sei der überwiegend männlichen Teilnehmerschaft hier im Forum nochmal mitgegeben - subjektives Sicherheitsempfinden im ÖPNV und anderswo tatsächlich befördert werden kann, ist anständiges Benehmen gegenüber Frauen. Soviel Kultur sollte zwar selbstverständlich sein, aber man(n) sieht und leider auch beweist halt dann doch wieder jeden Tag, dass dem nicht so ist. Sich selbst im Griff haben und ggf. bei den mitfahrenden Kumpels auch mal "Stop!" sagen, wenn die gute Laune in die falsche Richtung abdriftet. Das, und nicht Gatter vor dem Bahnsteig bringt die Gesellschaft weiter.
Aber gut, meine geschätzten bayrischen Befürworter von Zugangskontrollen (warum eigentlich nur vor dem Bahnsteig und nicht vor dem Supermarkt?), dank eurer Argumente weiß ich jetzt wenigstens, warum Bundesinnenminister Dobrindt immer noch rotzfrech mit seinen illegalen Grenzkontrollen weitermacht. Und so wie Dobrindt "im Großen" wollt ihr halt gerne im alltäglichen Kleinen. Verstehe. Nicht!