Die große A-Wagen-Zählung

Strecken, Fahrzeuge und Technik von U-Bahnen
Antworten
phifue
Haudegen
Beiträge: 677
Registriert: 06 Jun 2024, 10:54

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von phifue »

Lazarus hat geschrieben: 07 Jul 2026, 10:32 Wenn man sieht, wie der Prototyp seit Jahren vor sich hin gammelt, glaube ich da nicht mehr dran.
Der eignet sich nicht dafür als fahrbereites Fahrzeug erhalten zu werden. Sind wohl doch ein paar Punkte wo der deutlich aufwendiger ist zu erhalten.

Hat mein ich auch der Kanal auf YouTube der sich mit dem Erhalt des 091 so gesagt.
Benutzeravatar
Lazarus
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 22343
Registriert: 06 Aug 2006, 22:38
Wohnort: München

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von Lazarus »

phifue hat geschrieben: 07 Jul 2026, 14:51
Lazarus hat geschrieben: 07 Jul 2026, 10:32 Wenn man sieht, wie der Prototyp seit Jahren vor sich hin gammelt, glaube ich da nicht mehr dran.
Der eignet sich nicht dafür als fahrbereites Fahrzeug erhalten zu werden. Sind wohl doch ein paar Punkte wo der deutlich aufwendiger ist zu erhalten.

Hat mein ich auch der Kanal auf YouTube der sich mit dem Erhalt des 091 so gesagt.
Das Problem ist halt, viele A Wagen gibt es nicht mehr. Die, die noch fahren, sind alle im Grunde schrottreif, weil man die völlig auf Verschleiß gefahren hat. 2 Langzüge sind noch da.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
4002
Lebende Forenlegende
Beiträge: 2311
Registriert: 25 Mär 2025, 14:02

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von 4002 »

Du meinst 3
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 15134
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von Rohrbacher »

Wobei die Frage ist, was man mit einem Museumszug bei der U-Bahn macht. Man braucht ja nicht nur mindestens einen Langzug und ein paar Teilespender, sondern auch irgendein tragfähiges Betriebskonzept und einen Auftrag von der Stadt. Die MVG setzt als städtischer Dienstleister nur Aufgaben der Stadt um. Für einen Museumsbetrieb bräuchte es ein Mandat. Keine Ahnung, ob das nicht schon passiert ist oder dort gar schon diskutiert wurde, aber letztlich ist das ein Thema "Museumszug" eher eins für den Stadtrat, der dann die MVG beauftragt, im Rahmen des Stadtmarketings oder was auch immer, einen, zwei, drei Museumszüge zu unterhalten und zu finanzieren. Ich meine, so funktioniert das im Prinzip auch in Berlin und Hamburg bei der historischen S- und U-Bahn. München definiert Stadtgeschichte wohl allgemein irgendwie anders, egal ob das S- oder U-Bahn ist.
4002
Lebende Forenlegende
Beiträge: 2311
Registriert: 25 Mär 2025, 14:02

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von 4002 »

Bei Trambahnen oder Bussen schafft man es auch in verschiedenen Rechts- und Eigentumsformen.

Es würde genau in den Abschluss der Ära Wortmann passen, dass die alle auf dem Schrott landen.
Benutzeravatar
Lazarus
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 22343
Registriert: 06 Aug 2006, 22:38
Wohnort: München

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von Lazarus »

Rohrbacher hat geschrieben: 07 Jul 2026, 17:39 Wobei die Frage ist, was man mit einem Museumszug bei der U-Bahn macht. Man braucht ja nicht nur mindestens einen Langzug und ein paar Teilespender, sondern auch irgendein tragfähiges Betriebskonzept und einen Auftrag von der Stadt. Die MVG setzt als städtischer Dienstleister nur Aufgaben der Stadt um. Für einen Museumsbetrieb bräuchte es ein Mandat. Keine Ahnung, ob das nicht schon passiert ist oder dort gar schon diskutiert wurde, aber letztlich ist das ein Thema "Museumszug" eher eins für den Stadtrat, der dann die MVG beauftragt, im Rahmen des Stadtmarketings oder was auch immer, einen, zwei, drei Museumszüge zu unterhalten und zu finanzieren. Ich meine, so funktioniert das im Prinzip auch in Berlin und Hamburg bei der historischen S- und U-Bahn. München definiert Stadtgeschichte wohl allgemein irgendwie anders, egal ob das S- oder U-Bahn ist.
Wie München Stadtgeschichte definiert, kann man auch jedes Jahr auf dem Stadtgeburtstag sehen. Man will am liebsten nichts damit zu tun haben. Das MVG Museum gibt es auch nur, weil sich Ehrenamtliche darum kümmern.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
Martin H.
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 10167
Registriert: 06 Jan 2010, 00:41
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von Martin H. »

4002 hat geschrieben: 07 Jul 2026, 18:12 Bei Trambahnen oder Bussen schafft man es auch in verschiedenen Rechts- und Eigentumsformen.

Es würde genau in den Abschluss der Ära Wortmann passen, dass die alle auf dem Schrott landen.
Im Busbereich hat man es genau nicht geschafft.
Das basiert alles auf dem Wirken eines Mannes, der erst lange nach dem Grundstein auch bei der Stadt anfing. Sonst gäbe es die alle nicht mehr.
4002
Lebende Forenlegende
Beiträge: 2311
Registriert: 25 Mär 2025, 14:02

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von 4002 »

Bei der Trambahn ist es ähnlich, ohne das Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitglieder ginge dort gar nichts.

Im Bereich Bus war das natürlich nochmal eine ganz andere Leistung, aus dem Stand aufzubauen!

Wäre schade, wenn die A-Wagen sang- und klanglos verschwinden, nachdem sie über 50 Jahre lang den Münchner Nahverkehr dermaßen geprägt haben.
Benutzeravatar
Michi Greger
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4176
Registriert: 06 Sep 2002, 22:06
Wohnort: mehrfach

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von Michi Greger »

phifue hat geschrieben: 07 Jul 2026, 14:51Der eignet sich nicht dafür als fahrbereites Fahrzeug erhalten zu werden. Sind wohl doch ein paar Punkte wo der deutlich aufwendiger ist zu erhalten.
Richtig. Bitte nicht noch mal, diese Probleme haben wir damals mit dem 420 001 genügend durchgespielt. Die "Nummer 1" macht sich gut als Museumsstück, zum Aufheben und Ausstellen - aber fürs Fahren ist doch ein gut erhaltener, nicht 100x umgebastelter Serienzug mit standardisierten Ersatzteilen und vorhandenen (Bau/Schalt)Plänen die richtige Wahl.

(So schade es für beide "Nummer 1 " ist dass sie jetzt einfach irgendwo unzugänglich vergammeln. :( Aber bitte nicht versuchen, die wieder in Betrieb zu kriegen.)
Lazarus hat geschrieben: 07 Jul 2026, 16:26Die, die noch fahren, sind alle im Grunde schrottreif, weil man die völlig auf Verschleiß gefahren hat. 2 Langzüge sind noch da.
Ausgewählte DT in gutem Zustand waren vor 20 Jahren schon da. Vorgesehen für musealen Erhalt. Waren halt politisch nicht gewollt.
Rohrbacher hat geschrieben: 07 Jul 2026, 17:39 Wobei die Frage ist, was man mit einem Museumszug bei der U-Bahn macht.
(...)
Ich meine, so funktioniert das im Prinzip auch in Berlin und Hamburg bei der historischen S- und U-Bahn. München definiert Stadtgeschichte wohl allgemein irgendwie anders, egal ob das S- oder U-Bahn ist.
Das Blöde ist halt, mit einem "Museumszug" der noch fast aktuell im Einsatz ist, findet sich auch nur wenig Freak-Publikum. Auch das war beim 420 001 schon ein Problem. Zu wenig "alt".

Wieviel Sonderfahrten gibt es denn mit der historischen 111, dem 628, der 120, der 151? Sowas zieht halt kein Publikum. Lieber die dreihundertste 52er weil DAMPFLOK!!!! Historisch!!!!!! Alt!!!!!!!!!
4002 hat geschrieben: 07 Jul 2026, 18:12 Bei Trambahnen oder Bussen schafft man es auch in verschiedenen Rechts- und Eigentumsformen.
Anzahl zugelassene, fahrbare Trambahnen, mit Fahrgästen; am besten noch in privatem Eigentum und freizügig einsetzbar?
4002 hat geschrieben: 07 Jul 2026, 22:46Wäre schade, wenn die A-Wagen sang- und klanglos verschwinden, nachdem sie über 50 Jahre lang den Münchner Nahverkehr dermaßen geprägt haben.
Passt zu LHM, SWM und MVG seit mindestens 30 Jahren... :(
Achtung! Entladezeit länger als 1 Minute!
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 15134
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Die große A-Wagen-Zählung

Beitrag von Rohrbacher »

Michi Greger hat geschrieben: 08 Jul 2026, 22:01 Das Blöde ist halt, mit einem "Museumszug" der noch fast aktuell im Einsatz ist, findet sich auch nur wenig Freak-Publikum. Auch das war beim 420 001 schon ein Problem. Zu wenig "alt".

Wieviel Sonderfahrten gibt es denn mit der historischen 111, dem 628, der 120, der 151? Sowas zieht halt kein Publikum. Lieber die dreihundertste 52er weil DAMPFLOK!!!! Historisch!!!!!! Alt!!!!!!!!!
Es ist ganz normal, dass Fahrzeuge erstmal eine Zeit lang "weg" sein müssen. Ich würde aus meiner Erfahrung sagen, so grob eine Menschengeneration. Bei gewissen Ikonen, zu denen ich einen ja selbst in der Farbe zum Teil nie veränderten A-Wagen dazuzählen würde und der längst ein Museumsfahrzeug im Regelverkehr ist, geht's aber durchaus auch direkt. Nehmen wir mal die 103, 211/212, 798, bald vielleicht auch 218, von der es ja bald auch wieder mehr altfarbene geben könnte als verkehrsrote. Es gab auch schon Dampfzug-Sonderfahrten als diese Traktionsart noch fast 15 Jahre vor sich hatten. Gut, das ahnte damals keiner.

Der 628 201 macht (trotz typografisch falscher Beschriftung) wohl im hohen Norden durchaus schon Sonderfahrten, die 120 145 dürfte wie die 151 001 bei der Bayernbahn nicht nur für Güterzüge so hübsch gemacht worden sein. Die 111 001 hat schon länger eine gewisse Rolle im DB Museum.

Aber gut, bis die mal in der breiten Masse das Nostalgielevel haben wie die erwähnte drölfzigste 52 müsste dazwischen und mit ähnlichem zeitlichen Abstand mal ein ähnlich epochaler Wechsel passiert sein, der dann auch so breit bei den Leuten angekommen sein muss. Das wird erstmal nicht passieren. Wobei für mein Gefühl die um sich greifende Elektrifizierung im Kfz-Bereich lustigerweise dafür sorgt, dass elektrische Fahrzeuge, die seeeeeehr alt sind, mittlerweile auch anders wahrgenommen werden. Auch die Diesellok an sich geht gerade durch die Phase, wo sie als Oldtimer positiver wahrgenommen werden als als uraltes Planverkehrsgeraffel, das nicht mehr zeitgemäß ist. Deswegen kriegt ja auch fast jede DB-218 bei einer Neulackierung die Retrolackierung. Somit ist das kein altes Geraffel mehr, sondern was besonderes. ;-)

Aber bei der "U-Bahn von Olympia 1972" sehe ich kein Akzeptanzproblem, insbesondere wenn man mal noch 10 Jahre in die Zukunft schaut und vielleicht Olympia mal nach München zurückkehrt ...

Was ich eher meinte, ist dass man aus dieser sicher vorhandenen und zusätzlich immer auch durch Marketing künstlich erzeugbaren Akzeptanz dennoch erstmal ein Geschäftsmodell und funktionierende Strukturen von Seiten der Stadt bauen muss, die es bisher bei der U-Bahn so ja nicht gibt. Und wenn's die nicht gibt, dann werden die auch nicht tätig. Bei der MVG arbeiten ja keine Museumskuratoren und Tourismusfachleute, sondern Betriebler mit dem Auftrag das alte Geraffel langsam mal zu ersetzen.
Antworten