[M] Unreinheiten bei Bushaltenamen

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U-Bahn Gern
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[M] Unreinheiten bei Bushaltenamen

Beitrag von U-Bahn Gern »

Ich bin mal wieder zurück mit einem etwas nischenhaften Thema, welches ich allerdings trotzdem für nennenswert halte. Bei meinen häufigen Recherchen zum Münchner Netz und auch durch eigene Erfahrungen bin ich mit der Zeit immer wieder mal auf seltsame Haltestellennamen gestoßen. Oder besser gesagt seltsam gewählte. Ich frage mich, ob irgendwer hier eventuell die Geschichte oder Erklärung zu einiger dieser Fälle hat. Hier mal meine bisherige "Sammlung" an Kuriositäten:

- Zöllerstraße
Hier gleich mein größtes Mysterium. Das westliche Ende der Zöllerstraße, einer kurzen Stichstraße vom Lorettoplatz, befindet sich stolze 630 Meter (!!!) Luftlinie von dieser Haltestelle entfernt. Es gibt nicht mal einen geraden Fußweg, außer man wandert durch den Wald. Entgegen erster Vermutungen führte die Zöllerstraße auch (durch Luftbilder bewiesen) zu keinem Zeitpunkt nur ansatzweise näher an die Haltestelle heran. Warum heißt sie dann so?

- Süskind-/Rappelhofstraße
Diese Haltestellen liegen an exakt derselben (!!!) Kreuzung direkt quer zueinander, gelten aber warum auch immer als getrennt. Die auf einer Straße befindliche Haltestelle hat jeweils den Namen der kreuzenden Straße. Aber warum reichte bei dieser Situation nicht ein Name?

- Corneliusbrücke/Baaderstraße
Auch hier sind die Haltestellen wieder fast direkt nebeneinander und stellen für Fahrgäste womöglich einen Umsteigepunkt dar, werden allerdings vom Namen her getrennt.

- Karl-Schmid-Straße
Die Einmündung der namensgebenden Straße ist gute 100 Meter von der Haltestelle selbst entfernt. Noch dazu führt direkt von der Haltestelle ein Fußweg zum Eingang des U-Bahnhofs Moosfeld. Warum hat man hier also nicht einfach einen direkten Umsteigepunkt zur U-Bahn ausgewiesen und die Bushaltestelle ebenfalls Moosfeld genannt?

- Dom-Pedro-Straße
Die Haltestellen in beide Richtungen sind hier gut 200 Meter auseinander und werden noch dazu vom Mittleren Ring getrennt. Warum hat man hier trotzdem einen gemeinsamen Namen gewählt? Da hier eine größere Häuserblockschleife durch Neuhausen beginnt, ist das sowieso nicht mehr allzu wichtig. Für die Haltestelle Richtung Rotkreuzplatz käme mir hier z.B. Orffstraße sinnvoller vor.

- Milbertshofener Straße
Hier verstehe ich einiges nicht. 50 und 150 befahren einen Großteil dieser Straße linear und haben dort noch weitere Haltestellen. Noch dazu gibt es mit dem U-Bahnhof Milbertshofen und dem Milbertshofener Platz schon zwei sehr ähnliche Namen in unmittelbarer Nähe. Warum konnte es hier nicht einfach die kreuzende Bad Kreuznacher Straße (Wortspiel nicht geplant :lol:) als Name sein?

- Am Blütenanger
Selbe Frage wie bei der Haltestelle drüber. Die 175 befährt den Blütenanger auf voller Länge linear und es gibt mehrere Haltestellen, aber diese in der Mitte gelegene hat plötzlich seinen Namen? Was sprach gegen die kreuzende Reigersbachstraße?

- Stiftsbogen
Gleiches Spiel. Die 167 befährt den gesamten Bogen. Hier würde der Walter-Hopf-Weg als passender Namensgeber kreuzen.

- Max-Lebsche-Platz
Warum heißt diese Haltestelle nicht einfach Klinikum Großhadern? Klar sind U-Bahn und Busbahnhof etwas entfernt, aber der 56er hält an letzterem ja nicht und es ist immerhin ein Umstieg zwischen U-Bahn und MetroBus.

- Grünstraße
Hier ist die namensgebende Straße zur Haltestelle hin ziemlich verwinkelt und versteckt. Man erreicht sie nur durch einen etwas entfernten Fußweg, welcher allerdings nicht mal beschildert ist. Da kommt mir die Namenswahl auch komisch vor.

Ich bin mal gespannt, ob mir hier irgendwer diese Kuriositäten erklären kann oder ob ihr vielleicht noch andere solcher Beispiele kennt, in denen die Benennung einer Haltestelle nicht ganz durchsichtig ist.
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Willibaldplatz
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Re: [M] Unreinheiten bei Bushaltenamen

Beitrag von Willibaldplatz »

U-Bahn Gern hat geschrieben: 09 Jul 2026, 02:13 - Milbertshofener Straße
Hier verstehe ich einiges nicht. 50 und 150 befahren einen Großteil dieser Straße linear und haben dort noch weitere Haltestellen. Noch dazu gibt es mit dem U-Bahnhof Milbertshofen und dem Milbertshofener Platz schon zwei sehr ähnliche Namen in unmittelbarer Nähe. Warum konnte es hier nicht einfach die kreuzende Bad Kreuznacher Straße (Wortspiel nicht geplant :lol:) als Name sein?
Das war ursprünglich eine Haltestelle der dort in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Tram zum Hasenbergl/Harthof. Aus "Tramsicht" ein sinnvoller Name, weil nach der kreuzenden Straße benannt.
U-Bahn Gern hat geschrieben: 09 Jul 2026, 02:13 - Stiftsbogen
Gleiches Spiel. Die 167 befährt den gesamten Bogen. Hier würde der Walter-Hopf-Weg als passender Namensgeber kreuzen.
Die Haltestelle gab es schon vor der U-Bahn-Eröffnung 1993, sie wurde aber meiner Erinnerung nach ausschließlich Samstags für ein paar Stunden bedient. Die Busse sind regulär durch die Guardinistraße gefahren, die Haltestelle am heutigen U-Bahnhof Haderner Stern hieß auch Guardinistraße und war die "zentrale" Haltestelle des Neubauviertels. Samstags war auf der Guardinistraße ein Wochenmarkt (?), die Busse wurden über den Stiftsbogen umgeleitet und hielten ersatzweise dort. Als reine "Ersatzhaltestelle" für die Guardinistraße macht der Name schon etwas mehr Sinn. Da war für jeden Fahrgast im Bus schon anhand der Ansage der nächsten Haltestelle eindeutig erkennbar, dass der Bus statt über die Guardinistraße ausnahmsweise über den Stiftsbogen fährt. (Btw: Die heutigen Haltestellen Wolkerweg und Kurparkstraße gab es damals nicht. Die Busse haben zwischen den nächsten regulären Haltestellen Großhaderner Straße und Gräfelfinger Straße wirklich einfach nur am Stiftsbogen statt an der Guardinistraße gehalten.)
U-Bahn Gern hat geschrieben: 09 Jul 2026, 02:13 - Max-Lebsche-Platz
Warum heißt diese Haltestelle nicht einfach Klinikum Großhadern? Klar sind U-Bahn und Busbahnhof etwas entfernt, aber der 56er hält an letzterem ja nicht und es ist immerhin ein Umstieg zwischen U-Bahn und MetroBus.
Die Haltestelle gab es ebenfalls schon vor der U-Bahn. Als dann 1993 der U-Bahnhof Klinikum Großhadern eröffnet wurde, hat man eine Zeit lang alle dort fahrenden Buslinien im Busbahnhof halten lassen. Insbesondere hat auch die damalige Linie 34 (als Vorläufer der Linie 56) in den ersten Jahren in beiden Richtungen eine zeitraubende "Ehrenrunde" durch den Busbahnhof gedreht. Die Haltestellen im Busbahnhof hießen Klinikum Großhadern, deshalb hat man die zusätzlich beibehaltene Haltestelle Max-Lebsche-Platz nicht umbenannt. Könnte man heute freilich machen, seh ich auch so.
U-Bahn Gern hat geschrieben: 09 Jul 2026, 02:13 Ich bin mal gespannt, ob mir hier irgendwer diese Kuriositäten erklären kann oder ob ihr vielleicht noch andere solcher Beispiele kennt, in denen die Benennung einer Haltestelle nicht ganz durchsichtig ist.
Ich nenne als weitere Beispiele mal die Haltestellen Pörtschacher Straße und Veldener Straße der Buslinien 130/157. Der Bus fährt in der Landsberger Straße und hält dort auch, beide Haltestellen sind nach Parallelstraßen der Landsberger Straße benannt, die sich daher nicht unmittelbar an der Haltestelle befinden. Bei der Pörtschacher Straße liegt das daran, dass sie ursprünglich von der Linie 31 zum Willibaldplatz bedient wurde, die von der Landsberger Straße in die Willibaldstraße abgebogen ist. Die Haltestellenpositionen haben sich meiner Erinnerung nach in der Willibaldstraße befunden, zwischen Landsberger- und eben Pörtschacher Straße. Bei der Veldener Straße liegt der Grund vmtl. darin, dass keine andere Straße als Namensgeber in Frage gekommen ist. Die dort (nur noch als Fußweg) in die Landsberger Straße mündende Lohensteinstraße gibt ihren Namen ja schon einer Tramhaltestelle.

Weiteres Beispiel: "Marienstern", Linie 63. Einen Platz o.ä. diesen Namens sucht man dort vergebens.
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