veyron401 hat geschrieben: ↑03 Sep 2026, 08:56
Es wird wirklich immer absurder. Jetzt verstetigen sie die verlängerten Fahrzeiten und verkaufen das Ganze als "neues Fahrplankonzept". Mangelleistung als Konzept, das gibt es nur bei der Bahn.
Dazu kommt das Anpreisen der "Rückkehr der Expressverbindungen" - hmm, mega. Morgens halten zwei von drei nicht in Ampfing, lassen diesen wichtigen Pendlerbahnhof (u.a. Waldkraiburg wird hier angebunden) außen vor, nachmittags halten die "Expressverbindungen" in Metropolen wie Thann-Matzbach, Walpertskirchen oder Hörlkofen und sind kaum schneller als die Rb40er.
Ampfing erlebt sowieso sein Waterloo. Den RB40 6:50 Uhr hat man ersatzlos gestrichen, dabei ist das die wichtigste Pendlerverbindung morgens und wird (zumindest regulär, wenn der SOB nicht wieder ihre Wagen unerklärlicherweise abhanden gekommen sind) nicht umsonst mit einer 8-Wagen-Garnitur gefahren. Jetzt fällt der einfach aus, Ampfing versandet morgens im Stundentakt und der 6:57er wird niemals mit 8 Wagen fahren, da die nicht an die besagten Metropolbahnsteige passen werden. Man kann ja dann den einzigen RE4 um 5:40 Uhr nehmen, der ist ja eine prima Alternative, insbesondere für alle mit kleinen Kindern, festen Arbeitszeiten etc. Und das ist dann ein "Konzept", das dem leidgeplagten Bahnpendler als Fortschritt verkauft wird. Wie dreist kann man sein.
Immerhin, man lese und staune, für Ende Oktober ist die erste Vollsperrung wegen Bauarbeiten zwischen Dorfen und München drin. Sie werden doch nicht tatsächlich etwas an den Gleisen "sanieren"?
Das bringt nicht viel, hier zu reklamieren: Schreibt ein Email an die Pressesprecherin, Kathrin Kratzer, die diese Hiobsbotschaft noch ins Positive gedreht hat. Ein Wort des Bedauern oder eine Entschuldigung fehlen:
presse@deutschebahn.com und an die BEG:
kontakt@bahnland-bayern.de
Vielleicht auch noch die Presse auf cc nehmen:
dirk.walter@merkur.de
Das zeugt von der Arroganz eines Konzern, dessen Chefin Palla folgende Selbstkritik äussert:
Die Leistungskultur der Vergangenheit sei für die Performance nicht ausreichend gewesen, sagte sie der Zeitung „Welt am Sonntag“. Die Verantwortung sei zu oft hin- und hergeschoben worden zwischen der zentralen Verwaltung und der operativen Ebene vor Ort. Das sei am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit gewesen, meinte Palla. Im Management seien auch bei mehrfachen Zielverfehlungen kaum Konsequenzen gezogen worden.
Sie nimmt dagegen die Mitarbeiter an der Basis ausdrücklich in Schutz und bezeichnet etwa Lokführer, Fahrdienstleiter, Gleisarbeiter und Disponenten als die „Helden“, die den Betrieb trotz der Probleme am Laufen halten.
Siehe Deutschlandfunk, 1.8.2026:
https://www.deutschlandfunk.de/vorstand ... n-100.html
Wegen der schlechten Performance von DB InfraGo beim Unterhalt wird ja bereits über die Entlassung des zuständigen Vorstands spekuliert: Siehe SZ, 27.8.2026:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... li.3538123
Zusammenfassung dieses Artikels unter:
viewtopic.php?p=802134#p802134