[M] Jahresfahrplan 2027

Alles über Stadtverkehr, was woanders nicht passt, wie z.B. Verkehrsverbünde
Antworten
Benutzeravatar
Jean
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 18019
Registriert: 29 Nov 2002, 10:51
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von Jean »

Was mir auffällt: die meisten parallelen Linien zum 54 hat man gestrichen. Plant man da den Takt in ein paar Jahren zu erhöhen? Unter dem Motto: zwei Schriite zurück und dann eins nach vorne? Den Abschnitt zum Lorettoplatz hat man auch abgegeben, denn der braucht nicht mehr als ein 10 Minuten Takt.
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
uferlos
"Lebende Forenlegende"
Beiträge: 7937
Registriert: 08 Sep 2002, 20:49
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von uferlos »

Jean hat geschrieben: 30 Jul 2026, 06:15 Was mir auffällt: die meisten parallelen Linien zum 54 hat man gestrichen. Plant man da den Takt in ein paar Jahren zu erhöhen? Unter dem Motto: zwei Schriite zurück und dann eins nach vorne? Den Abschnitt zum Lorettoplatz hat man auch abgegeben, denn der braucht nicht mehr als ein 10 Minuten Takt.
Im hier geteilten Dokument steht beim 54er nur: Fahrzeugeinsatz Buszug.
mfg Daniel
Benutzeravatar
Jean
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 18019
Registriert: 29 Nov 2002, 10:51
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von Jean »

uferlos hat geschrieben: 30 Jul 2026, 06:16 Im hier geteilten Dokument steht beim 54er nur: Fahrzeugeinsatz Buszug.
Als ob das viel bringen würde...Ich tippe eher auf einen 7/8 Minuten Takt...in ein paar Jahren...
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
Benutzeravatar
Lazarus
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 22414
Registriert: 06 Aug 2006, 22:38
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von Lazarus »

Wird der ehemalige Abschnitt nicht Teil der neuen Metrolinie?
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
Benutzeravatar
Jean
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 18019
Registriert: 29 Nov 2002, 10:51
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von Jean »

Lazarus hat geschrieben: 30 Jul 2026, 07:08 Wird der ehemalige Abschnitt nicht Teil der neuen Metrolinie?
Ja...aber sie kriegt nur einen 10 Minuten Takt mit Gelenkbusse...
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
rautatie
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4854
Registriert: 07 Aug 2008, 09:30
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von rautatie »

Jean hat geschrieben: 30 Jul 2026, 06:15 Was mir auffällt: die meisten parallelen Linien zum 54 hat man gestrichen. Plant man da den Takt in ein paar Jahren zu erhöhen?
Also, zumindest die Verbindung Harras - Brudermühlstraße - U2 (Silberhornstraße bzw. Giesing) ist meiner Erfahrung nach immer stark ausgelastet. Auch der geschmähte X30 war zuletzt immer sehr voll. Ich frage mich, ob das neue "modernisierte" Angebot das Fahrgastaufkommen bewältigen wird können.

Dasselbe auch mit dem weggefallenen 153, was bedeutet, dass es zwischen Harras und Donnersbergerbrücke nur noch den 53er geben wird. Den musste ich neulich schon mal nehmen, seitdem man den 153er schon mal vorsorglich verkürzt hat. Und es war auf jeden Fall keine Verbindung, die man gern nimmt: ich musste ewig warten, weil der 53er verspätet war, und als er endlich kam, war er brechend voll. Das tue ich mir sicher nur an, wenn ich keine andere Wahl habe.

Klar kann man sagen, sollen die Leute halt mit der S7 fahren. Aber die fährt ja auch nur alle 20 Minuten und hat oft Betriebsstörungen und Verspätungen. Und da ich weiter Richtung Rotkreuzplatz will, muss ich für den Rest der Strecke ja doch noch auf einen Bus warten.

Eigentlich kann man nur auf den Fahrplanwechsel 2028 hoffen, und dass die MVG und die Stadt bis dahin genügend Beschwerden bekommen haben, dass sie die "Modernisierung" erneut modernisieren, und zwar vielleicht im Sinne einer Verbesserung.
Wo ist das Problem?
Nordlicht
König
Beiträge: 905
Registriert: 07 Nov 2020, 18:22

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von Nordlicht »

Zwischen Harras und Silberhornstr. gibt es künftig die 54 im T10 mit Buszügen und die 64 zur HVZ im T5 mit Gelenkbussen (T10 Regel-64 und T10 HVZ-Kurse Ostbf-Harras>133).
In Summe 18 Fahrten je Richtung und Stunde.

Heute hat man die 54 im T10 mit überwiegend 18m, 153 im T10 mit 12m und die X30 im T7/7/6 mit 18m.
In Summe 21 Fahrten je Richtung und Stunde.

Wenn man für einen 12m den Faktor 1, für einen 18m den Faktor 1,5 und für einen Buszug den Faktor 2 für die Kapazität ansetzt, ist mit dem neuen Fahrplan die bisherige Kapazität sogar leicht übertroffen..
phifue
Haudegen
Beiträge: 708
Registriert: 06 Jun 2024, 10:54

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von phifue »

Ich checke auch nicht warum so viele ein X30 Entfall Problem haben. Der Stand doch größtenteils tagsüber eh im selben Stau wie der 54er. Also Fahrzeitentechnisch konnte man eh nicht viel rausholen.
Da ist die Kürzung des langen 54er für Störungsfälle deutlich sinnvoller.
rautatie
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4854
Registriert: 07 Aug 2008, 09:30
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von rautatie »

phifue hat geschrieben: 30 Jul 2026, 12:39 Ich checke auch nicht warum so viele ein X30 Entfall Problem haben.
Vielleicht, weil er viele Leute weggeschaufelt hat. Und ich fand es nicht schlecht, ein Angebot zu haben, das eben nicht überall hält.
Wo ist das Problem?
Benutzeravatar
Jean
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 18019
Registriert: 29 Nov 2002, 10:51
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von Jean »

Wobei der X30 schon lange kein Express mehr ist. Der einzige wirkliche Expressabschnitt ist zwischen Silberhornstraße und Ostbahnhof.
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
rautatie
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4854
Registriert: 07 Aug 2008, 09:30
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von rautatie »

Jean hat geschrieben: 30 Jul 2026, 13:54 Wobei der X30 schon lange kein Express mehr ist. Der einzige wirkliche Expressabschnitt ist zwischen Silberhornstraße und Ostbahnhof.
Und zwischen Harras und Brudermühlstraße. Da hält er auch zwischendurch nicht (der 54er schon).
Wo ist das Problem?
phifue
Haudegen
Beiträge: 708
Registriert: 06 Jun 2024, 10:54

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von phifue »

rautatie hat geschrieben: 30 Jul 2026, 14:16 Und zwischen Harras und Brudermühlstraße. Da hält er auch zwischendurch nicht (der 54er schon).
Dafür steht der X30 noch eine Runde länger auf dem Ring im Stau.
Rein Fahrplanmäßig sind beide Linien gleichlang unterwegs. Eventuell 1 min schneller Richtung Giesing. Das macht dann aber die nächste Ampel mit Sicherheit zunichte.
rautatie
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4854
Registriert: 07 Aug 2008, 09:30
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von rautatie »

phifue hat geschrieben: 30 Jul 2026, 14:23

Dafür steht der X30 noch eine Runde länger auf dem Ring im Stau.
Wobei ich da immer ganz gute Erfahrungen gemacht habe. Auf dem Abschnitt vom Harras zur Brudermühlstraße geht es meistens ziemlich zügig, und meistens wird ein 54er überholt. Der Stau fängt eher ab Brudermühlstraße Richtung Candidplatz an.
Wo ist das Problem?
U-Bahn Gern
Routinier
Beiträge: 456
Registriert: 11 Dez 2023, 21:28
Wohnort: München

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von U-Bahn Gern »

4002 hat geschrieben: 29 Jul 2026, 23:58 Nachdem halb München eine Baustelle ist, kann auch nicht ohne weiteres aufs Auto ausweichen.

Gerade in den Zeiten wäre ein gutes ÖPNV Angebot wichtig.
Ja. Aber leider interessiert das "da oben" niemanden, genauso wenig wie das Problem mit den endlosen und nie weniger werdenden Baustellen. Aber der Otto Normalbürger wird es am Ende trotzdem bevorzugen, in seinem eigenen Auto die Stunde auf dem Mittleren Ring zu stehen, als im vollen Bus, wo er jetzt plötzlich auch noch umsteigen muss, weil der 54er gekappt wurde. :roll:

Der Abbau von Parallellinien, vor allem beim 54er, ist mir auch aufgefallen, aber das finde ich um ehrlich zu sein ebenfalls negativ. Entweder man hat auf jeder Linie einen T10 und ergänzt mit einem guten Netz aus Direktverbindungen (Z. B. eben 54, 153, X30) einzelne Abschnitte, oder man baut sich ein linienreines Netz auf, wo aber die einzelnen Linien (zumindest in Stadtnähe) dann auch einen höheren Takt haben, möglichst T5. Aber innerstädtische Abschnitte wie die Strecke über den Gärtnerplatz wieder nur alle 10 Minuten zu bedienen, ganz zu schweigen von den einzelnen Abschitten der 100 im T20, u.a. zu Orten wie dem Haus der Kunst, grenzt schon an ÖPNV-Sabotage. :oops: Was ist München denn? Eine kleine Kreisstadt mit so 15000 Einwohnern? Also "Weltstadt mit Herz" auf jeden Fall nicht mehr bei dem Angebot.
Mehr U-Bahn für München!
Schnellerer Netzausbau ab sofort!
4002
Lebende Forenlegende
Beiträge: 2392
Registriert: 25 Mär 2025, 14:02

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von 4002 »

Tja, die 90er haben sich schon beschwert, dass wir uns doch bitte was kreativeres einfallen lassen sollen, als stumpf die gleichen Fehler zu kopieren.
146225
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 18477
Registriert: 01 Apr 2007, 17:45
Wohnort: TH/EDG

Re: [M] Jahresfahrplan 2027

Beitrag von 146225 »

Für Politik aus den 1960ern ist es doch schon eine Errungenschaft an sich, 2026 schon in den 1990ern angekommen zu sein. Ja, Friedrich: du und deine frisch umgebaute Schwarz(geld)-Truppe in Berlin war durchaus gemeint.

Jetzt aber mal ohne Quatsch: München oder anderswo, wenn nicht vom Bund ausgehend gegengesteuert wird, wird landauf, landab der ÖPNV kaputt "optimiert". Der Grund ist einfach: um den eigenen Haushalt besser dastehen zu lassen und zu entlasten, hat der Bund gesetzgeberisch seit Zeiten der unseligen "schwarzen Null" immer mehr Aufgaben nach unten an die Kommunen abgewälzt. Selbstverständlich als Pflichtaufgabe, während ÖPNV regelmäßig eine freiwillige Aufgabe der Kommunen (und Landkreise) ist.

Da die Kommunen das bei nicht eben üppigen eigenen Steuereinnahmen nicht unbegrenzt immer weiter so mittragen können, geht es ans Eingemachte. Dinge, die Spaß machen wie Kultur, Bäder und andere Freizeitangebote wurden und werden ohnehin schon überall in der Republik entweder massiv gekürzt oder nur durch ganz viel ehrenamtliches Engagement am Leben erhalten. Ansonsten hat so mancher Stadtkämmerer die Wahl, entweder Schulen zu sanieren oder Tram und Bus in dichtem Takt verkehren zu lassen, beides gibt der - oft genug schon unter Aufsicht stehende - Haushalt nicht mehr regelkonform her. Schulen sind Pflicht. ÖPNV nicht. Klarer Fall wer verloren hat.

Da ein lebenswertes Umfeld vor der eigenen Tür für viele Menschen wichtig ist und die Kommunen das Fundament des Staates und der Staatsform sind, steckt in dieser in Berlin angezettelten Dummheit mehr Sprengkraft, als es sich die "Täter" (vermutlich) vorstellen konnten und können.
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
Antworten