Also, das sieht nicht so aus, als ob die Zeitung recherchiert hätte, sondern eher aus Langeweile solche erfundene Berichte verfaßt hätte, oder liegen die Beweise für die Situation vor, die die TZ-Redaktion vorlegen kann!?tra(u)mmann @ 9 May 2005, 23:59 hat geschrieben: http://www.tz-online.de/tzheute/art1061,13...73f64b9fd89ebb6
U-Bahnfahrer beschimpft Lebensretterin
Laut dem Bericht hatte das Pärchen aber kaum Zeitpuffer eingeplant. 60 Minuten sollten es mindestens sein von der Ankunft zur Check-in-Zeit. Und wieso fordert der Autor der TZ regelrecht Schadensersatz? Nur weil sich die Fluggäste über die Ticket-Bedingungen nicht richtig informieren können.tra(u)mmann @ 9 May 2005, 23:59 hat geschrieben: http://www.tz-online.de/tzheute/art1061,13...73f64b9fd89ebb6
Eigentlich merke ich erst durch solche Artikel, wie froh man als Bahnfahrer sein kann. Einfach einen Zug später nehmen zu können, geht beim Flugzeug ja nicht. Umbuchen braucht man auch nicht, es sei denn man geizt mit Plan&Spar oder ähnlichem rum.
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Auffallend ist hier ja auch dass das in Ismaning ist - und die Leute auf ein Taxi warten. Kann es sein dass die vielleicht vor lauter Warten aufs Taxi (dafuer muss man ja wohl an die Oberflaeche) die darauf folgende S-Bahn versaeumt haben? 

Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Langsam frag ich mich, ob in den Augen eines Mitarbeiters, die Bahn überhaupt jemals irgendeinen Fehler machen kann. <_<
Hier braucht man die gemachten Fehler, und ja(!), das sind die Fehler der Bahn, wenn die Züge wegen der Signale etc. stehen bleiben, auch wenn da Siemens oder weiß Gott was drauf steht, auch nur ansprechen, damit 2 Sekunden später sofort mind. 5 eingeschnappte Eisenbahner ihre persönlichen Fähigkeiten kritisiert sehen und alles verurteilen, was, gleich ob gerechtfertigt oder nicht, Kritik an der Bahn ausübt.
Ich stand gestern selbst vor Laim und nix ging mehr, angeblich, weil ein Rechner abgestürzt sei. Ich könnte zwar nicht mehr sagen, ob das nun 20 Minuten waren, aber es war schon ne ganze Weile.
Wenn die Leute in Ismaning dann nochmal stehen... dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern sehr ärgerlich!
Und sicher, vielleicht hätten sie ein paar Minuten früher losfahren sollen, um den Flieger zu erwischen, aber was ist das denn bitte für eine Einstellung, wenn man das automatisch gleich erwartet?
Ihr habt zum Henker nochmal pünktlich zu sein... ich zahl für ne Leistung und erwarte, dass diese auch erbracht wird. Ich erachte es als eine Unverschämtheit, wenn mir nun gesagt wird, ich solle doch 30 Minuten früher fahren, wenn ich pünktlich kommen will. Und mich bitte nicht beschweren soll, wenn die Bahn mal wieder Mist gemacht hat, wofür sie auch noch Geld verlangt.
Es soll auch noch Leute geben, die nicht zum Flughafen müssen, aber dennoch pünktlich sein müssen. Wollt ihr mir nun echt weiß machen, es wäre selbstverständlich, dass ich dann 5 S-Bahnen früher fahren soll, weil es ja nicht allzu ungewöhnlich wäre, dass man dann mal 20 Minuten stecken bleibt?
Manchmal hab ich schon Bedenken, ob hier die richtige Einstellung zur Dienstleistung vorherrscht.
Viele Grüße,
pok
Hier braucht man die gemachten Fehler, und ja(!), das sind die Fehler der Bahn, wenn die Züge wegen der Signale etc. stehen bleiben, auch wenn da Siemens oder weiß Gott was drauf steht, auch nur ansprechen, damit 2 Sekunden später sofort mind. 5 eingeschnappte Eisenbahner ihre persönlichen Fähigkeiten kritisiert sehen und alles verurteilen, was, gleich ob gerechtfertigt oder nicht, Kritik an der Bahn ausübt.
Ich stand gestern selbst vor Laim und nix ging mehr, angeblich, weil ein Rechner abgestürzt sei. Ich könnte zwar nicht mehr sagen, ob das nun 20 Minuten waren, aber es war schon ne ganze Weile.
Wenn die Leute in Ismaning dann nochmal stehen... dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern sehr ärgerlich!
Und sicher, vielleicht hätten sie ein paar Minuten früher losfahren sollen, um den Flieger zu erwischen, aber was ist das denn bitte für eine Einstellung, wenn man das automatisch gleich erwartet?
Ihr habt zum Henker nochmal pünktlich zu sein... ich zahl für ne Leistung und erwarte, dass diese auch erbracht wird. Ich erachte es als eine Unverschämtheit, wenn mir nun gesagt wird, ich solle doch 30 Minuten früher fahren, wenn ich pünktlich kommen will. Und mich bitte nicht beschweren soll, wenn die Bahn mal wieder Mist gemacht hat, wofür sie auch noch Geld verlangt.
Es soll auch noch Leute geben, die nicht zum Flughafen müssen, aber dennoch pünktlich sein müssen. Wollt ihr mir nun echt weiß machen, es wäre selbstverständlich, dass ich dann 5 S-Bahnen früher fahren soll, weil es ja nicht allzu ungewöhnlich wäre, dass man dann mal 20 Minuten stecken bleibt?
Manchmal hab ich schon Bedenken, ob hier die richtige Einstellung zur Dienstleistung vorherrscht.
Viele Grüße,
pok
OT on: Um einen Film im Leipziger Hotel nicht zu verpassen -andererseits wollte ich sowieso nicht so spät in Leipzig sein-, bin ich im Januar extra mit dem 2 Std. früheren ICE gefahren. In Stg. bin ich extra früher gefahren, weil ich nicht 2 mal umsteigen wollte.
--> Eines muß ich noch recht löblich erwähnen, daß der ICE auf der gesamten Strecke superpünktlich war. OT off
PS.: In Leipzig war ich wegen dem ACAD-Seminar im BOW. Also zugegeben, ich wollte nicht soweit nach Osten in die "DDR".
Jetzt mal zum eigentlichen Thema: Auch wenn nicht alle Fahrgäste zum Flughafen müssen/wollen, müssen sie bestimmt einen Termin haben. Und daher wollen sie pünktlich ankommen, ich halte es bei Terminsachen trotzdem für Ratsam, einen Zug früher zu nehmen.
Das mache ich zum Teil auch im Stuttgarter Raum, wenn ich weiß, wann, mit welchem IC-Zug ich wohin fahren kann/muß, obwohl ich am Ziel keinen Termin habe, habe ich trotzdem automatisch für den bestimmten Zug einen "Termin", und daher bin ich besser mindestens eine halbe Stunde früher im Hauptbahnhof.
Für die Flüge gilt das gleiche: Jeder Fluggast, der einen bestimmten Flug gebucht hat, hat für das Flugzeug und Check-in einen Termin und es ist nicht ratsam auf den letzten Drücker mit dem Zug zu fahren. Was mich nämlich wundert, daß die Leute, die mit dem Auto kommen, freiwillig früher am Flughafen sind, als diejenigen, die mit dem Zug kommen.
--> Eines muß ich noch recht löblich erwähnen, daß der ICE auf der gesamten Strecke superpünktlich war. OT off
PS.: In Leipzig war ich wegen dem ACAD-Seminar im BOW. Also zugegeben, ich wollte nicht soweit nach Osten in die "DDR".
Jetzt mal zum eigentlichen Thema: Auch wenn nicht alle Fahrgäste zum Flughafen müssen/wollen, müssen sie bestimmt einen Termin haben. Und daher wollen sie pünktlich ankommen, ich halte es bei Terminsachen trotzdem für Ratsam, einen Zug früher zu nehmen.
Das mache ich zum Teil auch im Stuttgarter Raum, wenn ich weiß, wann, mit welchem IC-Zug ich wohin fahren kann/muß, obwohl ich am Ziel keinen Termin habe, habe ich trotzdem automatisch für den bestimmten Zug einen "Termin", und daher bin ich besser mindestens eine halbe Stunde früher im Hauptbahnhof.
Für die Flüge gilt das gleiche: Jeder Fluggast, der einen bestimmten Flug gebucht hat, hat für das Flugzeug und Check-in einen Termin und es ist nicht ratsam auf den letzten Drücker mit dem Zug zu fahren. Was mich nämlich wundert, daß die Leute, die mit dem Auto kommen, freiwillig früher am Flughafen sind, als diejenigen, die mit dem Zug kommen.
@DT810:
Volle Zustimmung! Wenn man einen Flug erwischen muß/will, sollte man genügend Pufferzeit einplanen. Das gleiche gilt auch für andere wichtige Termine.
@pok:
Natürlich ist es nicht sehr erfreulich, wenn es wegen einer Signalstörung am Leuchtenbergring zu Verspätungen im gesamten S-Bahn-Netz kommt. Aber was kann man in so einer Situation tun? Genau das, was auch gemacht wurde, nämlich:
1. Einen Techniker ins Stellwerk schicken, damit die Störung beseitigt wird. Laut SZ ist das umgehend geschehen, sodaß die Störung gegen 9 Uhr behoben war. Daß die Auswirkungen noch länger zu spüren sind, brauche ich wohl nicht zu erklären.
2. Den Fahrplan wieder stabilisieren. Also Stammstrecke entlasten, indem man Linien aus dem Tunnel herausnimmt. Das waren halt mal wieder die S 1 (weil sie keinen Ostast hat) und die S 6 (wegen der eingleisigen Strecke nach Kreuzstraße). Eine weitere Möglichkeit, wieder in den Fahrplan zu kommen, ist die, daß man Züge mit sehr hoher Verspätung vorzeitig wenden läßt, besonders dann, wenn der nächste Zug "gleich danach" kommt. Das war nunmal bei Zug 7335 der Fall; dieser Zug hatte bei der Ankunft in Ismaning 25 Minuten Verspätung, und laut Fahrdienstleiter kam die nächste S-Bahn zum Flughafen 5 Minuten später. Daher hat man sich entschieden, daß Zug 7335 in Ismaning vorzeitig wendet und als 7340 zurückfährt. Wäre 7335 weiter zum Flughafen gefahren, hätte es dort vermutlich Probleme mit der Gleisbelegung gegeben und die S 8 nach Maisach mit der Zugnummer 7340 wäre womöglich ausgefallen, d.h. Richtung München wäre 40 Minuten lang gar nichts gefahren.
Ich glaube nicht, daß man der DB in diesem Fall vorsätzliches Schikanieren der Kunden vorwerfen kann.
Volle Zustimmung! Wenn man einen Flug erwischen muß/will, sollte man genügend Pufferzeit einplanen. Das gleiche gilt auch für andere wichtige Termine.
@pok:
Natürlich ist es nicht sehr erfreulich, wenn es wegen einer Signalstörung am Leuchtenbergring zu Verspätungen im gesamten S-Bahn-Netz kommt. Aber was kann man in so einer Situation tun? Genau das, was auch gemacht wurde, nämlich:
1. Einen Techniker ins Stellwerk schicken, damit die Störung beseitigt wird. Laut SZ ist das umgehend geschehen, sodaß die Störung gegen 9 Uhr behoben war. Daß die Auswirkungen noch länger zu spüren sind, brauche ich wohl nicht zu erklären.
2. Den Fahrplan wieder stabilisieren. Also Stammstrecke entlasten, indem man Linien aus dem Tunnel herausnimmt. Das waren halt mal wieder die S 1 (weil sie keinen Ostast hat) und die S 6 (wegen der eingleisigen Strecke nach Kreuzstraße). Eine weitere Möglichkeit, wieder in den Fahrplan zu kommen, ist die, daß man Züge mit sehr hoher Verspätung vorzeitig wenden läßt, besonders dann, wenn der nächste Zug "gleich danach" kommt. Das war nunmal bei Zug 7335 der Fall; dieser Zug hatte bei der Ankunft in Ismaning 25 Minuten Verspätung, und laut Fahrdienstleiter kam die nächste S-Bahn zum Flughafen 5 Minuten später. Daher hat man sich entschieden, daß Zug 7335 in Ismaning vorzeitig wendet und als 7340 zurückfährt. Wäre 7335 weiter zum Flughafen gefahren, hätte es dort vermutlich Probleme mit der Gleisbelegung gegeben und die S 8 nach Maisach mit der Zugnummer 7340 wäre womöglich ausgefallen, d.h. Richtung München wäre 40 Minuten lang gar nichts gefahren.
Ich glaube nicht, daß man der DB in diesem Fall vorsätzliches Schikanieren der Kunden vorwerfen kann.
Ich hab's in einem anderen unrühmlichen Zusammenhang mal erwähnt:Aber was kann man in so einer Situation tun?
Wenn man als Grafiker mal einen Auftrag bekomme und denn nicht ausführen kann, weil mein Rechner kaputt ist, ist das mein Problem und ich bekomme den Auftrag nicht, bzw. es kann sein, dass ich noch Strafen zahlen muss, wenn das im Vertrag so geregelt ist. Da kann ich auch nicht sagen: Kunde, ich verschiebe die Präsentation, mein Material hat den Geist aufgegeben! Ist anderswo auch so. Wenn z.B. ein Versand innerhalb einer gewissen Toleranz nicht liefern kann, kann ich storniern.
Wer seine Leistung nicht erfüllt, ist dafür verantwortlich, egal ob man selber unmittelbar dafür für die Ursache verantwortlich ist.
Die Bahn nimmt viel Geld für ihre Dienstleistung, dann soll sie die auch gefälligst ordentlich machen!
Klar kann mal was kaputt gehen oder sich ein Irrer in den Gleisen aufhalten, nur ist das dann das Problem der Bahn! (Vor allem, wenn man neue Technik kauft, die nicht wirklich ausgereift zu sein scheint) Wenn der Hersteller der Bahntechnik Mist gebaut hat, kann die Bahn ihn für die Folgen verantwortlich machen bzw. kann auch das Aufkommen von eventuellen Forderungen der Bahnkunden fordern, aber es kann nicht sein, dass es immer der Fehler des Kunden ist. Wenn der Kunde rechtzeitig am Bahnhof ist und der Zug nicht kommt oder zu spät ist, was hat der Kunde dann falsch gemacht?
Der beantwortet sich die Frage selber und fährt vielleicht das nächste mal mit dem Auto. Da ist man wenigstens selber schuld, wenn man im Stau steht oder die Kiste abraucht!
Wettbewerb/Marktwirtschaft: Entweder du erfüllst dein Soll oder du stirbst! Basta! Und das gilt auch für die Bahn!
Nein, das nicht, das wäre ja noch schöner...Ich glaube nicht, daß man der DB in diesem Fall vorsätzliches Schikanieren der Kunden vorwerfen kann.
Gestern war nicht das neue Stellwerk Stammstrecke betroffen, sondern das Relaisstellwerk Ostbahnhof. Heute gab es übrigens gegen 9 Uhr wieder eine Störung im RSTW Ostbahnhof, betroffen waren aber nur die Gleise des Regional- und Fernverkehrs. Außerdem hat sich die DB gestern wirklich bemüht, die Störung schnellstmöglich zu beheben. Wie ich vorhin geschrieben habe, war die Störung schon eine Stunde nach ihrem Auftreten wieder behoben. Es hat auch schon Fälle gegeben, wo man die Störung nicht so schnell beheben konnte.AndreasZ @ 10 May 2005, 11:51 hat geschrieben: Vor allem, wenn man neue Technik kauft, die nicht wirklich ausgereift zu sein scheint
Ich habe auch nicht behauptet, daß es immer der Fehler des Kunden ist. Aus dem Artikel in der tz kann man allerdings rauslesen, daß dieses junge Paar sich offenbar nicht rechtzeitig auf den Weg zum Flughafen gemacht hat und auch bei einer planmäßigen Ankunft der S-Bahn seinen Flug nur sehr knapp erreicht hätte. Wenn ich wo hinfliege, achte ich immer darauf, daß ich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen bin. Es kann ja auch am Flughafen noch was dazwischenkommen, muß ja nicht immer bei der achso bösen und achso schlechten S-Bahn sein.AndreasZ @ 10 May 2005, 11:51 hat geschrieben:aber es kann nicht sein, dass es immer der Fehler des Kunden ist. Wenn der Kunde rechtzeitig am Bahnhof ist und der Zug nicht kommt oder zu spät ist, was hat der Kunde dann falsch gemacht?
Das hat aber die tz implizit getan, in dem sie einen Satz der jungen Frau zitiert hat:AndreasZ @ 10 May 2005, 11:51 hat geschrieben:Nein, das nicht, das wäre ja noch schöner...Ich glaube nicht, daß man der DB in diesem Fall vorsätzliches Schikanieren der Kunden vorwerfen kann.
Quelle: tz„Man muss der S-Bahn glatt Vorsatz und Arglist unterstellen!“, sagt die 24- Jährige fassungslos.
- Wildwechsel
- "Lebende Forenlegende"
- Beiträge: 6891
- Registriert: 21 Jan 2003, 12:50
- Wohnort: München
Aus solchen Artiekln kann man gar nichts rauslesen...Aus dem Artikel in der tz kann man allerdings rauslesen
Wenn die S-Bahn vorzeitig in Ismaning geendet hat, war es aber nunmal die S-Bahn, da kann man philosophieren und rumreden, was man will. Wenn am Flughafen was schief geht, ist das deren Problem, aber darum geht's nicht...Wenn ich wo hinfliege, achte ich immer darauf, daß ich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen bin. Es kann ja auch am Flughafen noch was dazwischenkommen, muß ja nicht immer bei der achso bösen und achso schlechten S-Bahn sein.
Im Prinzip schon richtig, jeder ärgert sich, wenn man vergeblich auf die Bahn wartet.pok @ 10 May 2005, 08:12 hat geschrieben: Langsam frag ich mich, ob in den Augen eines Mitarbeiters, die Bahn überhaupt jemals irgendeinen Fehler machen kann. <_<
Hier braucht man die gemachten Fehler, und ja(!), das sind die Fehler der Bahn, wenn die Züge wegen der Signale etc. stehen bleiben, auch wenn da Siemens oder weiß Gott was drauf steht, auch nur ansprechen, damit 2 Sekunden später sofort mind. 5 eingeschnappte Eisenbahner ihre persönlichen Fähigkeiten kritisiert sehen und alles verurteilen, was, gleich ob gerechtfertigt oder nicht, Kritik an der Bahn ausübt.
Ich stand gestern selbst vor Laim und nix ging mehr, angeblich, weil ein Rechner abgestürzt sei. Ich könnte zwar nicht mehr sagen, ob das nun 20 Minuten waren, aber es war schon ne ganze Weile.
Wenn die Leute in Ismaning dann nochmal stehen... dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern sehr ärgerlich!
Und sicher, vielleicht hätten sie ein paar Minuten früher losfahren sollen, um den Flieger zu erwischen, aber was ist das denn bitte für eine Einstellung, wenn man das automatisch gleich erwartet?![]()
Ihr habt zum Henker nochmal pünktlich zu sein... ich zahl für ne Leistung und erwarte, dass diese auch erbracht wird. Ich erachte es als eine Unverschämtheit, wenn mir nun gesagt wird, ich solle doch 30 Minuten früher fahren, wenn ich pünktlich kommen will. Und mich bitte nicht beschweren soll, wenn die Bahn mal wieder Mist gemacht hat, wofür sie auch noch Geld verlangt.
Es soll auch noch Leute geben, die nicht zum Flughafen müssen, aber dennoch pünktlich sein müssen. Wollt ihr mir nun echt weiß machen, es wäre selbstverständlich, dass ich dann 5 S-Bahnen früher fahren soll, weil es ja nicht allzu ungewöhnlich wäre, dass man dann mal 20 Minuten stecken bleibt?
Manchmal hab ich schon Bedenken, ob hier die richtige Einstellung zur Dienstleistung vorherrscht.
Viele Grüße,
pok
Nur sollte man die Kirche im Dorf lassen: Wer regt sich auf, wenn das eigene Auto mal stehen bleibt und somit auch nichts mehr geht? Wird hier über TZ, AZ, BLÖD und Co auf BMW, VW oder Ford geschimpft? Nein, das ist natürlich immer gaaaanz was anderes... Der Flieger ist zwar auch weg, aber das ist dann weniger schlimm. B)
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Man kann die Bahn jetzt aber nicht so ohne weiteres mit einem x-beliebigen-DIenstleistungsunternehmen vergleichen, gegen gewisse EInfluesse kann man halt einfach nichts machen, und Technik kann nun mal, auch wenn man sie noch so gut wartet, mal kaputtgehen.
Was die Leute hier stoert duerfte weniger wirklich berechtigte Kritik sein (423176 hat ja auch bestaetigt dass die Sache mit der Fahrkartenkontrolle so nicht in Ordnung war), sondern wie gewisse Zeitungen ohne sich ueber die Hintergruende informieren der Bahn vorwerfen, sie wuerde boesartig unbedingt Kunden aergern wollen, und so ein Artikel ist wirklich nicht in Ordnung.
Zu den Forderungen die Bahn muesse halt immer perfekt sein und duerfe sich nicht verspaeten: Was sagt ihr wenn ihr mim Taxi zum Flughafen fahrt, auf der Autobahn ist ein Unfall, ihr steht im Stau und verpasst den Flieger?
Was die Leute hier stoert duerfte weniger wirklich berechtigte Kritik sein (423176 hat ja auch bestaetigt dass die Sache mit der Fahrkartenkontrolle so nicht in Ordnung war), sondern wie gewisse Zeitungen ohne sich ueber die Hintergruende informieren der Bahn vorwerfen, sie wuerde boesartig unbedingt Kunden aergern wollen, und so ein Artikel ist wirklich nicht in Ordnung.
Zu den Forderungen die Bahn muesse halt immer perfekt sein und duerfe sich nicht verspaeten: Was sagt ihr wenn ihr mim Taxi zum Flughafen fahrt, auf der Autobahn ist ein Unfall, ihr steht im Stau und verpasst den Flieger?
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
- Wildwechsel
- "Lebende Forenlegende"
- Beiträge: 6891
- Registriert: 21 Jan 2003, 12:50
- Wohnort: München
Dann haftet selbstverständlich der Taxifahrer und ersetzt die die Kosten des ausgefallenen 10.000,--€ teuren Urlaubs bereitwillig aus eigener Tasche.Boris Merath @ 10 May 2005, 13:36 hat geschrieben: Was sagt ihr wenn ihr mim Taxi zum Flughafen fahrt, auf der Autobahn ist ein Unfall, ihr steht im Stau und verpasst den Flieger?
........................ Oder?
Beste Grüße usw....
Christian
Die drei Grundsätze der öffentlichen Verwaltung in Bayern:
1. Des hamma no nia so gmacht
2. Wo kamat ma denn da hi
3. Da kannt ja a jeda kemma
Christian
Die drei Grundsätze der öffentlichen Verwaltung in Bayern:
1. Des hamma no nia so gmacht
2. Wo kamat ma denn da hi
3. Da kannt ja a jeda kemma
@netman:
richtig erkannt, das ist etwas ganz anderes. Für mein Auto bin ich selbst verantwortlich, ich kann bei den ersten Anzeichen eines Defekts in die Werkstatt fahren und wenn die Karre wirklich stehen bleibt, dann ist das mein Problem und vielleicht noch das meiner Mitfahrer. Bei der S-Bahn kann ich gar nichts selbst beeinflußen, nichtmal, wann mir die Kohle vom Konto abgebucht wird und das ist ja auch das Einzige, was immer pünktlich ist
@all:
auch wenn ich den TZ-Artikel von heute nicht gut finde, muss ich pok jedoch zustimmen, dass der Dienstleistungsgedanke bei der S-Bahn nicht im Vordergrund steht, sondern das Motto "Friß oder stirb". Bist Du als Fahrgast pünktlich am Bahnsteig, aber Deine S-Bahn hat 30, 40 Minuten oder sogar noch länger Verspätung (alles schon erlebt) heisst es halt "Pech gehabt".
Interessiert mich als S-Bahn doch nicht, ob Du die ausgefallene Arbeitszeit wieder reinholen musst, Deinen Flieger verpasst oder zu spät zum Vorstellungsgespräch kommst. Interessiert mich als S-Bahn doch nicht, ob Du blöder Fahrgast, wenn ich dann mal pünktlich war, dann Zeit vertrödeln musst, weil Du zwei Stunden zu früh dran bist. Interessiert mich als S-Bahn auch überhaupt nicht, ob Du diese Zeit nicht anders sinnvoller hättest nutzen können. Interessiert mich als S-Bahn auch überhaupt nicht, ob meine Benutzung attraktiv ist, denn für meine Verluste kommt der Steuerzahler auf...
@Boris:
ich verlange nicht, dass die Bahn immer perfekt ist, aber ich möchte mich im großen und ganzen auf sie verlassen können. Wir hatten im März eine Woche lang Besuch eines Schweizers aus dem Großraum Zürich. Er war äußerst verwundert, über unsere Aussage, wenn wir pünktlich da und dort sein müssen, dann fahren wir lieber eine S-Bahn eher. Am Ende der Woche hat er uns aber verstanden.
Gruß
Corinna
/edit: Fehlendes Wort eingefügt
richtig erkannt, das ist etwas ganz anderes. Für mein Auto bin ich selbst verantwortlich, ich kann bei den ersten Anzeichen eines Defekts in die Werkstatt fahren und wenn die Karre wirklich stehen bleibt, dann ist das mein Problem und vielleicht noch das meiner Mitfahrer. Bei der S-Bahn kann ich gar nichts selbst beeinflußen, nichtmal, wann mir die Kohle vom Konto abgebucht wird und das ist ja auch das Einzige, was immer pünktlich ist

@all:
auch wenn ich den TZ-Artikel von heute nicht gut finde, muss ich pok jedoch zustimmen, dass der Dienstleistungsgedanke bei der S-Bahn nicht im Vordergrund steht, sondern das Motto "Friß oder stirb". Bist Du als Fahrgast pünktlich am Bahnsteig, aber Deine S-Bahn hat 30, 40 Minuten oder sogar noch länger Verspätung (alles schon erlebt) heisst es halt "Pech gehabt".
Interessiert mich als S-Bahn doch nicht, ob Du die ausgefallene Arbeitszeit wieder reinholen musst, Deinen Flieger verpasst oder zu spät zum Vorstellungsgespräch kommst. Interessiert mich als S-Bahn doch nicht, ob Du blöder Fahrgast, wenn ich dann mal pünktlich war, dann Zeit vertrödeln musst, weil Du zwei Stunden zu früh dran bist. Interessiert mich als S-Bahn auch überhaupt nicht, ob Du diese Zeit nicht anders sinnvoller hättest nutzen können. Interessiert mich als S-Bahn auch überhaupt nicht, ob meine Benutzung attraktiv ist, denn für meine Verluste kommt der Steuerzahler auf...
@Boris:
ich verlange nicht, dass die Bahn immer perfekt ist, aber ich möchte mich im großen und ganzen auf sie verlassen können. Wir hatten im März eine Woche lang Besuch eines Schweizers aus dem Großraum Zürich. Er war äußerst verwundert, über unsere Aussage, wenn wir pünktlich da und dort sein müssen, dann fahren wir lieber eine S-Bahn eher. Am Ende der Woche hat er uns aber verstanden.
Gruß
Corinna
/edit: Fehlendes Wort eingefügt
Hab ich auch nicht getan.VT 609 @ 10 May 2005, 10:20 hat geschrieben:Ich glaube nicht, daß man der DB in diesem Fall vorsätzliches Schikanieren der Kunden vorwerfen kann.
Sicher kann immer mal irgendwo was passieren. Hier ein Schaden, da mal ein Defekt. Das passiert überall, nicht nur bei der Bahn.
Und sicherlich kann man's bei der Bahn häufig noch eher verstehen, als anderswo.
Was mich aber hier störte ist die Reaktion darauf.
Da war weiß Gott wer schon wieder alles Schuld.. die hätten früher losfahren sollen, da gibts überhaupt kein Taxi, dieses Schundblatt schreibt etwas gegen die Bahn .. und blablabla...
Anstelle vielleicht mal einzusehen, dass es ein BAHNproblem war.... dass einzig und allein die Bahn das zu verantworten hat , dass diese Leute zu spät kamen... nein, stattdessen wird auf jeder Person, die nur annähernd Kritik übt, rumgehackt, als würde sie wunder was erfinden.
Dass aber nicht alles Erfindung ist, was so Passagiere und auch Zeitungen schreiben, das könnte vielleicht auch mal Gehör und Verständnis finden.
Um das ging's mir hauptsächlich.
Nachdem sich ja viele Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber so gut identifizieren können, sag ich's mal ganz direkt:
Wenn ihr Mist baut, dann habt auch ihr Schuld, und nicht die, die das nicht vorhergesehen haben und dann zu spät kamen.
Und wenn dann jemand diese peinliche Situation auch noch öffentlich macht, dann ist das nicht das böse Medium, das sich das erlaubt, anzusprechen, nein ... es ist die Reaktion auf eure Fehler... und dafür hat man auch grade zu stehen.
Doch, man kann. In jedem Unternehmen können Schäden auftreten, nicht nur bei der Bahn.Boris Merath @ 10 May 2005, 13:36 hat geschrieben:Man kann die Bahn jetzt aber nicht so ohne weiteres mit einem x-beliebigen-DIenstleistungsunternehmen vergleichen, gegen gewisse EInfluesse kann man halt einfach nichts machen, und Technik kann nun mal, auch wenn man sie noch so gut wartet, mal kaputtgehen.
pok
Ich genieße viele Schlagzeile über die S-Bahnen oder über die Bahn sehr!
Denn ich will jetzt mal ganze scharfe Ton abgeben
Wenn die Bahn die Schadenersatz zahlen muss, würde nicht so viele Schlagzeile über die Bahn reden.
Schau: Lufthansa hat viele Einsätze auf dem Welt zum Beispiel: Wenn sie sich verspäten müssen oder wie: sie zahlen die Schadenersatz. Und die Bahn nur in Deutschland müssen keine Schadenersatz bezahlen ,aber nur wer ICE nimmt, kriegen die betroffenen Kunden nur Bonbongutschein in Wert von 10 €.
IC, RE, RB, S-Bahn schützt vor der Schadenersatzaufforderung auch nicht!!!!!!
Mir ist schon einige Mal erleben (listen einige Beispiele auf):
- Muss schnell zum einem Ort, wo Taxi nicht schafft, der zahlt nach unsere Vereinbarung die Schadenersatz. Der Taxler hat uns selbst gesagt, dass er das Problem beheben will.
- Lufthansa in München hebt etwas ein bißchen später, ja genau ein bißchen (ca. 5 Minute später). Als Entschuldigung bekommen wir zweites Getränke.
- Mein Schulbus kommt zu spät, der Busfahrer entschuldigt uns, indem er uns zwei Burger King - Chesseburger schenkt.
- DB ??? nur Bonbonsgutschein in Wert von 10 € weil ICE 40 Min zuspät war!
[img]http://www.dolbrother.de/sign.jpg[/img]
Also das als Beispiel für guten Service anzuführen ist nun nicht so optimal. Bei anderen Airlines kriegst du während des Fluges Free Refill sooft du willst...Dol-Sbahn @ 10 May 2005, 15:30 hat geschrieben: - Lufthansa in München hebt etwas ein bißchen später, ja genau ein bißchen (ca. 5 Minute später). Als Entschuldigung bekommen wir zweites Getränke.
@corinnamuc:corinnamuc @ 10 May 2005, 14:20 hat geschrieben: @netman:
richtig erkannt, das ist etwas ganz anderes. Für mein Auto bin ich selbst verantwortlich, ich kann bei den ersten Anzeichen eines Defekts in die Werkstatt fahren und wenn die Karre wirklich stehen bleibt, dann ist das mein Problem und vielleicht noch das meiner Mitfahrer. Bei der S-Bahn kann ich gar nichts selbst beeinflußen, nichtmal, wann mir die Kohle vom Konto abgebucht wird und das ist ja auch das Einzige, was immer pünktlich ist![]()
ach, und die S-Bahn fährt beim ersten Anzeichen eines Defektes nicht nach Steinhausen??? Logisch, man fährt weiter, bis die Sicherungen schmoren, damit die Pseudo-Journalisten wieder was zu tun haben und sich möglichst viele Leute ärgern, welche dann wieder den Schmarrn der Pseudo-Journalisten lesen (ein herrlicher Kreislauf) <_<
Ich bin ja auch nicht gerade begeistert, mir die Füße am Bahnsteig in den Bauch zu stehen, aber wenn das Auto nach dem Nachtfrost nicht anspringt, steh ich auch nicht besser da. Aber die Reaktion ist eine andere: Beim ÖV stehts in der Zeitung, beim Auto kommt bestenfalls der stillschweigende Lernprozess hinzu, das Auto über nacht künftig besser doch in die Garage zu fahren.
Und zum Thema Konto-Abbuchung: Vergessen wir mal nicht den Betrag für Kfz-Steuer und -Versicherung (von Anschaffungskosten mal gar nicht geredet) für die Karre, der bereits fällig ist, bevor man auch nur einen Meter fährt.
@Netman:
ich saß selbst schon mal in einer S-Bahn, die ziemlich dahinzuckelte, bis der Tf schließlich durchsagte, dass diese S-Bahn einen Defekt hätte und deshalb nur Tempo 80 statt 120 fahren könne und er deshalb mit x Minuten Verspätung am Ziel ankommen würde. Dieser Defekt wäre bereits eine Woche zuvor gemeldet worden, bisher sei er aber nicht behoben. Von daher glaube ich nicht, dass die S-Bahn bei jedem Anzeichen eines Defektes gleich nach Steinhausen rollt. Um bei meinem Beispiel von Zürich zu bleiben: Die SBB hat 2003 festgestellt, dass über 50 % der Verspätungsminuten der Züricher S-Bahn auf Triebfahrzeugstörungen zurückzuführen waren und 30 % auf Störungen der Infrastruktur wie Weichen und Stellwerke etc. Daraufhin hat man mal eben für den Raum Zürich über 40 neue Stellen geschaffen (Nachzulesen hier). Ich habe nichts derartiges von der Bahn oder der S-Bahn München gehört, ich glaube, eher das Gegenteil ist der Fall. Übrigens hat Zürich nach Aussage meines Freundes eine Pünktlichkeitsquote von 99 % bei einer Toleranz von 2 Minuten.
Und nochmal: für Dein Auto bist Du verantwortlich und es betrifft nur Dich. Ich bin für die S-Bahn nicht verantwortlich und eine Störung betrifft im Normalfall Tausende andere auch. Das ist schon ein Qualitätsunterschied in der Sorgfaltspflicht. Und ein Auto kann man sich leisten oder auch nicht. Den ÖPNV muss man sich leisten können, wenn man nicht gerade in Radelweite von seinem Arbeitsplatz entfernt wohnt.
Gruß
Corinna
ich saß selbst schon mal in einer S-Bahn, die ziemlich dahinzuckelte, bis der Tf schließlich durchsagte, dass diese S-Bahn einen Defekt hätte und deshalb nur Tempo 80 statt 120 fahren könne und er deshalb mit x Minuten Verspätung am Ziel ankommen würde. Dieser Defekt wäre bereits eine Woche zuvor gemeldet worden, bisher sei er aber nicht behoben. Von daher glaube ich nicht, dass die S-Bahn bei jedem Anzeichen eines Defektes gleich nach Steinhausen rollt. Um bei meinem Beispiel von Zürich zu bleiben: Die SBB hat 2003 festgestellt, dass über 50 % der Verspätungsminuten der Züricher S-Bahn auf Triebfahrzeugstörungen zurückzuführen waren und 30 % auf Störungen der Infrastruktur wie Weichen und Stellwerke etc. Daraufhin hat man mal eben für den Raum Zürich über 40 neue Stellen geschaffen (Nachzulesen hier). Ich habe nichts derartiges von der Bahn oder der S-Bahn München gehört, ich glaube, eher das Gegenteil ist der Fall. Übrigens hat Zürich nach Aussage meines Freundes eine Pünktlichkeitsquote von 99 % bei einer Toleranz von 2 Minuten.
Und nochmal: für Dein Auto bist Du verantwortlich und es betrifft nur Dich. Ich bin für die S-Bahn nicht verantwortlich und eine Störung betrifft im Normalfall Tausende andere auch. Das ist schon ein Qualitätsunterschied in der Sorgfaltspflicht. Und ein Auto kann man sich leisten oder auch nicht. Den ÖPNV muss man sich leisten können, wenn man nicht gerade in Radelweite von seinem Arbeitsplatz entfernt wohnt.
Gruß
Corinna
Ja das ist auch gut! Aber DB schenkt nicht einmal kostenlose kleine Tasse Leistungswasser zum Beispiel... In RE oder S-Bahn bekomme ich auch gar keine Cent Entschädigung, wenn der Zug sich verspäten muss.ghuzdan1 @ 10 May 2005, 15:59 hat geschrieben: Also das als Beispiel für guten Service anzuführen ist nun nicht so optimal. Bei anderen Airlines kriegst du während des Fluges Free Refill sooft du willst...
[img]http://www.dolbrother.de/sign.jpg[/img]
Oder bis der Vorrat aus istghuzdan1 @ 10 May 2005, 14:59 hat geschrieben: Also das als Beispiel für guten Service anzuführen ist nun nicht so optimal. Bei anderen Airlines kriegst du während des Fluges Free Refill sooft du willst...


MfG auch aus anderen Stromsystemen,
BR 406 - zusammen mit dem 403er z.Z. das wahrscheinlich schönste Fahrzeug der DB
[img]http://img256.echo.cx/img256/2656/signa ... rf10lw.gif[/img]
Bilder von mir hier (die mit dem Anhängsel "(Jonas)" sind meine)
BR 406 - zusammen mit dem 403er z.Z. das wahrscheinlich schönste Fahrzeug der DB
[img]http://img256.echo.cx/img256/2656/signa ... rf10lw.gif[/img]
Bilder von mir hier (die mit dem Anhängsel "(Jonas)" sind meine)
Ich hab mir das mal angetan. Mal wieder hervorragend recherchiert:tra(u)mmann @ 9 May 2005, 23:59 hat geschrieben: wer's dennoch nachlesen will:
http://www.tz-online.de/tzheute/art1061,13...73f64b9fd89ebb6
Ja, wenn sie durch die Betondecke gucken können *lol*Und dafür stehen jetzt 100 verzweifelte Flugpassagiere in Ismaning am Bahnhof – von dort aus können sie ganz gut beobachten, wie ihre Maschinen am Airport starten.
Aber mal im Ernst: Ich kann verstehen wenn man als S-Bahner sauer ist, daß die stark verbesserte Pünktlichkeit der letzten Monate von der Öffentlichkeit nicht gewürdigt wird, man dafür aber für die erste große Störung seit langem (jedenfalls soweit ich's bemerkt hab...) umso mehr Kritik kriegt

Übrigens: wer sich über die Bild nicht nur aufregen, sondern auch lachen will, sollte sich mal diese Site angucken:
http://www.bildblog.de/
Gruß,
Rob
Ich glaube dem Artikel nicht. Der Fdl Unterföhring (der macht ja die Ansagen für Ismaning) hat nämlich gleich nach der Ankunft was anderes gesagt: Daß die nächste S 8 zum Flughafen in ca. 5 Minuten am Gleis gegenüber käme.rob74 @ 10 May 2005, 20:42 hat geschrieben: Aber daß man einen Zug vorzeitig wenden läßt, wenn der nachfolgende Zug nicht in spätestens 5 Minuten ankommt (und das ist, wenn man dem Artikel glaubt, nicht passiert) ist schon ziemlich doof von der Leitstelle, vor allem auf der S8 - da kann ich die Fahrgäste auch verstehen.
Ich verstehe das nicht, warum die verbesserte Pünktlichkeit der S-Bahn von der Öffentlichkeit nicht gewürdigt wird!? :blink: :huh: Eine Pünktlichkeit ist meiner Meinung nach eine schöne Sache, weil man dann auch weiß, daß man pünktlich ankommen kann. Wenn ich weiß, daß ein Zug pünktlich kommt und es kommt pünktlich, dann ist es zuverlässig.rob74 @ 10 May 2005, 20:42 hat geschrieben:...Ich kann verstehen wenn man als S-Bahner sauer ist, daß die stark verbesserte Pünktlichkeit der letzten Monate von der Öffentlichkeit nicht gewürdigt wird...
Wenn die Fahrgäste vom Münchner Stammstrecke aus zum Flughafen fahren wollen, wieso müssen sie da unbedingt mit der S8 fahren, obwohl die S1 ein Angebotsergänzung zum S8 darstellt? Es ist auf der Linie S1 sehr einfach: Man braucht nur auf die Zuganzeiger zu blicken, welcher Zugteil nach Freising und welcher zum Flughafen fährt.
-
- Tripel-Ass
- Beiträge: 241
- Registriert: 16 Dez 2004, 20:05
- Wohnort: Frankfurt am Main
Nein, tut sie nicht.Netman @ 10 May 2005, 16:20 hat geschrieben:ach, und die S-Bahn fährt beim ersten Anzeichen eines Defektes nicht nach Steinhausen???


Es passiert in letzter Zeit häufiger (selbst erlebt! :unsure: ) das die alten 420er von den Außenästen kommend in den Hauptbahnhof (tief) einfahren und dann die Fahrgäste gebeten werden in den (immerhin

Danach steht der Zug dann ca. eine halbe Stunde am Bahnsteig und alle anderen Züge müssen vor dem Bahnsteig (es gibt pro Richtung zwei) im Tunnel einfädeln, bevor der Zug von Rangierern rausgefahren wird. :ph34r:
Natürlich steht man nicht besser da, aber wenn das Atuo nicht anspringt, ist man dafür selbst verantwortlich.Netman @ 10 May 2005, 16:20 hat geschrieben:Ich bin ja auch nicht gerade begeistert, mir die Füße am Bahnsteig in den Bauch zu stehen, aber wenn das Auto nach dem Nachtfrost nicht anspringt, steh ich auch nicht besser da.

Wenn ein Taxifahrer einem (mit Vergünstigungen bei Nichteinhalten) zusichert, einen (trotz des dichten Verkehrs) in einer bestimmten Zeit an den Flughafen zu bringen, so muss er bei einer Verspätung die Vergütung anrechnen.
Wo ist jetzt bitte der Unterschied der zugesicherten Leistung der S-Bahn-Fahrt und der zugesicherten Ankunft des Taxis <_< ?
Wenn einem ein Unternehmen eine Dienstleistung zusichert, und diese Versicherung dann nicht erfüllt, so ist es üblich, dass das Unternehmen, wenn es schon nicht nachbessern kann, eine entsprechende Entschädigung zahlt.
Wenn in einem anderen Betrieb wegen Lieferschierigkeiten von Drittanbietern die Produktion ausfällt, ist dem Kunden ersteinmal egal, ob es die Schuld des Betriebes oder des Drittlieferanten ist. Ärger bekommt der Drittlieferant dann zwar auch, aber nicht vom Kunden sondern vom betroffenen Unternehmen. Der Kunde lässt seinen Frust beim beauftragten Unternehmen direkt ab.
Soll heißen: nicht für jeden Fehler ist die Bahn verantwortlich zu machen, aber abbekommen wird es trotzdem diese. Andererseits gibt es aber auch ein paar hausgemachte Fehler (auch die unausgereifte Technik gehört dazu) die die Bahn nicht entschuldigen kann, denn ein wegen eines Softwarefehlers ausgefallenes Stellwerk zeugt nur von der Unausgereifheit (leider, aber so ist es!) und ist ein vermeidbarer Sachmangel.
Die Boulevadpresse andererseits übertreibt mit ihren Artikeln meistens und ist deshalb als Quelle der Kritik nicht wirklich ernstzunehmen.
Fazit: Ob man Privat mit dem Auto liegenbleibt oder mit der Bahn, ist in der Sekunde egal, doch für das liegengebliebene Auto ist man selbst verantwortlich. Für die verspätete S-Bahn nicht.
Eine verspätete S-Bahn ist ein Sachmangel des Dienstleistungsanbieters Bahn. Wodurch dieser verursacht wurde, ist dem Kunden egal. (Und nebenbei: So viele Notfälle oder "höhere Gewalt"-Taten wie es Verspätungen gibt, können überhaupt nicht passieren :rolleyes: )
Ich betone nochmal deutlich:
Dies ist hauptsächlich eine Kritik an der Bahnführung und nicht an den Tfzs. Diese können für die allermeisten Fehler nämlich gar nix!

Trotzdem (oder erst recht

Sethi
"Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe
Stimmt. Wenn das Tfz defekt ist, kann es nix dafür...an den Tfzs. Diese können für die allermeisten Fehler nämlich gar nix!
Wenn du den "Triebfahrzeugführer" meinst, was ich annehme: der wird mit Tf abgekürzt.
Das Tfz ist in der Regel sein fahrbarer Untersatz...

Die Würdigung ist dann da, wenn mal keiner meckert!Ich verstehe das nicht, warum die verbesserte Pünktlichkeit der S-Bahn von der Öffentlichkeit nicht gewürdigt wird!?
Und so lange gemeckert wird, ist kein Platz für Lobeshymnen...
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Klingt gut, aaaber:corinnamuc @ 10 May 2005, 17:00 hat geschrieben: Um bei meinem Beispiel von Zürich zu bleiben: Die SBB hat 2003 festgestellt, dass über 50 % der Verspätungsminuten der Züricher S-Bahn auf Triebfahrzeugstörungen zurückzuführen waren und 30 % auf Störungen der Infrastruktur wie Weichen und Stellwerke etc. Daraufhin hat man mal eben für den Raum Zürich über 40 neue Stellen geschaffen
Wie willst Du das finanzieren? Um mal zusammenzufassen:
Die Bahn soll puenklich sein, die Bahn soll keine Subventionen mehr bekommen, die Bahn soll mehr Service bieten, die Bahn soll die Preise nicht erhoehen, die Bahn soll Schadenseratz zahlen - und wenn sie das alles nicht kann, ist die Bahn boese. Kann mir jemand verraten wie das gehen soll?
Sichert die Bahn eine Ankunft zu einem bestimmten Zeitpunkt denn zu? Es gibt die planmaessige Ankunft, nicht aber die garantierte ANkunft, weil es im Verkehrsbereich einfach schwerer ist etwas zu garantieren. Alternativ koennte man ja einfach noch die Fahrzeiten noch weiter strecken, dann hat man eine garantierte Ankunft, die ist dann aber halt 20min spaeter am Flughafen, dafuer darf dann jeder immer 20 Minuten spaeter fahren, und ich wette, die Bahn wuerde das fast immer ohne Verspaetung schaffen. Ist es das was wir wollen?SethAphopes @ 10 May 2005, 21:01 hat geschrieben:Wenn einem ein Unternehmen eine Dienstleistung zusichert, und diese Versicherung dann nicht erfüllt, so ist es üblich, dass das Unternehmen, wenn es schon nicht nachbessern kann, eine entsprechende Entschädigung zahlt.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
@Boris:
jaja, immer die leidige Finanzierung, das Totschlagargument. Erstens habe ich nirgendwo behauptet, die Bahn sollte keine Subventionen bekommen. Das Gegenteil ist der Fall: die Bahn hätte nie privatisiert werden dürfen, sondern als Grundbedürfnis vom Staat gesichert werden müssen. Außerdem lässt sich ein attraktiver Nahverkehr sicher auch besser durch Einnahmen finanzieren. Beim ZVV wurden 2003 42 % der Einnahmen durch Ticketverkäufe erziehlt. Leider konnte ich keine entsprechenden Daten für den MVV finden. Zweitens war ich schon immer der Meinung, dass ein Verkehrsunternehmen in Vorleistung gehen muss, dann kommt die Attraktivität von alleine.
Zu guter Letzt: noch muss die Bahn keine Ankunft garantieren, aber ich würde nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass so etwas nicht irgendwann mal kommt. Auch die Fluggesellschaften waren der Ansicht, dass sie mit ihren "Kunden" umspringen können, wie es ihnen beliebt und mussten sich eines besseren belehren lassen. Und wenn es im Verkehrsbereich so schwer ist, einen Plan aufzustellen, warum tut man es dann? Es genügt doch zu sagen, um die Zeit könnte möglicherweise was kommen, dann kommt keiner aus die Idee, irgendwelche Ansprüche anzumelden. Um nochmal auf Zürich zurückzukommen: dort hat man zugegeben, dass im Jahr 2003 über 80 % der Verspätungsminuten der S-Bahn hausgemacht waren. Ich denke, wenn die Münchner S-Bahn ein wenig selbstkritisch wäre, dann käme sie auf ähnliche Werte. Nur hat man bei der SBB gehandelt, wie gesagt, die Pünktlichkeitswerte sind traumhaft. Und wenn dann doch mal was schief geht, wie im letzten Jahr, als einen Vormittag mal gar nichts ging, hat man sogar die Zeitkarteninhaber entschädigt. Daran kann sich die S-Bahn München gerne mal ein Beispiel nehmen.
Gruß
Corinna
jaja, immer die leidige Finanzierung, das Totschlagargument. Erstens habe ich nirgendwo behauptet, die Bahn sollte keine Subventionen bekommen. Das Gegenteil ist der Fall: die Bahn hätte nie privatisiert werden dürfen, sondern als Grundbedürfnis vom Staat gesichert werden müssen. Außerdem lässt sich ein attraktiver Nahverkehr sicher auch besser durch Einnahmen finanzieren. Beim ZVV wurden 2003 42 % der Einnahmen durch Ticketverkäufe erziehlt. Leider konnte ich keine entsprechenden Daten für den MVV finden. Zweitens war ich schon immer der Meinung, dass ein Verkehrsunternehmen in Vorleistung gehen muss, dann kommt die Attraktivität von alleine.
Zu guter Letzt: noch muss die Bahn keine Ankunft garantieren, aber ich würde nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass so etwas nicht irgendwann mal kommt. Auch die Fluggesellschaften waren der Ansicht, dass sie mit ihren "Kunden" umspringen können, wie es ihnen beliebt und mussten sich eines besseren belehren lassen. Und wenn es im Verkehrsbereich so schwer ist, einen Plan aufzustellen, warum tut man es dann? Es genügt doch zu sagen, um die Zeit könnte möglicherweise was kommen, dann kommt keiner aus die Idee, irgendwelche Ansprüche anzumelden. Um nochmal auf Zürich zurückzukommen: dort hat man zugegeben, dass im Jahr 2003 über 80 % der Verspätungsminuten der S-Bahn hausgemacht waren. Ich denke, wenn die Münchner S-Bahn ein wenig selbstkritisch wäre, dann käme sie auf ähnliche Werte. Nur hat man bei der SBB gehandelt, wie gesagt, die Pünktlichkeitswerte sind traumhaft. Und wenn dann doch mal was schief geht, wie im letzten Jahr, als einen Vormittag mal gar nichts ging, hat man sogar die Zeitkarteninhaber entschädigt. Daran kann sich die S-Bahn München gerne mal ein Beispiel nehmen.
Gruß
Corinna