Elektrifizierung von Bahnstrecken

Strecken und Fahrzeuge des Regionalverkehrs (ohne S-Bahn!)
146225
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Beitrag von 146225 »

Die Aufregung hier ist unnötig. Nur weil aus München nun auch ein Zettel in Berlin eingetroffen ist (aus Stuttgart längst...), heißt das noch lange nicht, dass der Bund seine wolkigen Absichtserklärungen in absehbarer Zeit auch mit real verfügbarem Geld unterfüttert. Momentan ist das ja alles Status "sollten wir rein zufällig das Geld nicht noch irgendwo anders brauchen, könnte man auch so überflüssige Sachen wie Eisenbahn damit fördern."
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218 466-1
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Beitrag von 218 466-1 »

Trapeztafelfanatiker @ 19 Mar 2019, 15:57 hat geschrieben:Das kostet Geld, aber das muss drin sein für eine radikale Verkehrswende und das sind dann Peanuts, lächerliche Peanuts.
Aber wer will denn eine radikale Verkehrswende? Tatsache ist doch, dass das fast niemand, ausser ein paar Fuzzy Freaks in Eisenbahnforen wirklich will.
Trapeztafelfanatiker @ 19 Mar 2019, 15:57 hat geschrieben:Dafür kann man sparen, z. B. die sinnlose B15neu südlich Landshut, die unser Klima zerstört und gefährdet, weil sie den MIV fördert und attraktiviert. Weg mit solchen Maßnahmen! Da kann man auch moderat ausbauen und Transit hat da nichts verloren, sondern muss verlagert werden, was nur mit Elektrifizierung und einem massiven Kapazitätsausbau geht.
Nö, die CSU hat da bestimmt eine viel "bessere" Idee, z.B. um Elektroautos zu fördern. Da kommt wieder eine Abrwakprämie, wenn man eine E-Kiste kauft und die wird aus teureren Fahrpreisen für Fahrkarten des ÖV finanziert. Dazu lässt man Geld in die Weiterentwickling von (angeblich, aber das braucht ja niemend zu wissen) umweltfreudlicheren Verbrennungsmotoren fliessen. So fällt das Klimaargument weg, und die Automobil-Lobby verdient viel Geld damit. ;)
Wenn ich jetzt so gegen dich bei der nächsten Wahl argumentieren würde, wäre das ein Kantersieg mit vmtl. 96%. Traurig aber wahr.
Trapeztafelfanatiker @ 19 Mar 2019, 15:57 hat geschrieben:Man muss die Planungskapazitäten aufstocken und das durchziehen. Auch muss man endlich diese deutsche Verhinderungsmöglichkeiten bei Verkehrsprojekten auf ein sinnvolles Maß reduzieren, orientiert an unseren europäischen Nachbarn. Projekte sollten so schnell wie bei unseren Nachbarländern durchgezogen werden können
Die werden doch problemlos, ohne nennenswerte Widerstände durchgezogen - solange sie den MIV attrakiver machen. :ph34r: Bei Eisenbahnen, ist das eben was anderes. Da wird nur unnötig Steuergeld für ein paar loser, die immernoch Bahn fahren müssen, verschwendet und das verzögert im schlimmsten Fall noch die B15neu. Das geht garnicht!
Das ist einfach ein gesellschaftliches Problem. Versuche einmal in Texas die Leute davon zu überzeugen, dass Pfefferspray eine bessere Möglichkeit zur Selbstverteidigung als Schusswaffen sei. Der "Erfolg" wäre genauso wie in Deutschland, die Leute vom Autofahren abbringen zu wollen. Ein aussichtsloser Kampf gegen Windmühlen.
Deutschland hat eben nicht die hellste Bevölkerung, abgesehen von ein paar Fuzzy Freaks.
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Beitrag von Trapeztafelfanatiker »

218 466-1 @ 20 Mar 2019, 07:20 hat geschrieben: Aber wer will denn eine radikale Verkehrswende? Tatsache ist doch, dass das fast niemand, ausser ein paar Fuzzy Freaks in Eisenbahnforen wirklich will.
Naja, Fuzzys sind Fotografen und die wollen sicher keine moderne Bahn die für Fahrgäste attraktiv ist. Die wollen möglichst überall Formsignale, Dampfloks, altes Wagenmaterial usw. und natürlich einen Zug mit dem Auto verfolgen und nicht selbst damit fahren.
Ich will nicht verallgemeinern, aber viele aus diesem Metier fahren doch selbst kaum Bahn.
Und wenn du dir mal die Diskussionen in Eisenbahnforen anschaust, so haben doch die wenigsten Interesse an einem Ausbau, die kommen doch oft selbst devot mit Kostenargumenten, die es auf der Straße gar nicht gibt.

Du meinst höchstens Freunde des Systems Schiene und die gibt es quer durch alle Bereiche, auch in der Politik, nur haben andere eine bessere Lobby und den größeren Geldkoffer.

146 227 hat natürlich recht, weder die bayerische noch die baden-württembergische Liste werden in den nächsten 10 Jahren oder auch 20 Jahren abgearbeitet.
Es bräuchte jährlich Milliarden zusätzlich für die Schiene, auch vom Straßenbaubudget verlagert, aber das wird es nicht geben.

Scholz spart ja schon wieder, weil es Deutschland nicht lernt, mit ihrer komischen schwarzen Null-Politik. Dämlich, denn da ist man am Ende der dumme. Irgendwann crasht das alles, es gibt eine Entwertung des Geldes und die Schulden wären weg. Wer da spart und vor allem nicht in Infrastruktur, Infrastruktur, Infrastruktur investiert, der hat sich kaputtgespart und alle anderen deren Schulden auf einmal automatisch weg sind, lachen sich schief.
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ralf.wiedenmann
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Beitrag von ralf.wiedenmann »

Schleswig-Holstein macht Druck bei Bahn-Elektrifizierung
SZ, 20.9.19:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verk...90920-99-958213
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Ehrlich gesagt finde ich die Forderung von 90% Förderung des Bundes für reine Regiostrecken ein bisschen überzogen. Ja es sollte einen signifikanten Beitrag geben aber eher so im 85-90% Bereich, so dass die Länder einen kleinen Anteil selber zahlen müssen. Oder die Verpflichtung der Länder in vom Bund elektrifizierte Strecken auch noch mal Geld für andere Maßnahmen zu stecken. Ansonsten habe ich das Gefühl, die Länder lassen alles schleifen, den Bund dann eine Elektrifizierung bezahlen und wenn es dumm kommt, stellen die Länder die Strecke danach ein, war ja nicht ihr Geld.

Im Artikel wird auch gefordert, die Syltstrecke zu elektrifizieren. Mal eine blöde Frage aber wäre der Hindenburg denn überhaupt technisch machbar zu elektrifizieren?

Ansonst gebe ich die grundsätzlichem Stoßrichtung von SH recht. Elektrifizierungen von Bahnsztrecken sind meines Erachtens der beste Weg der Verbrauch von Erdölprodukten zu begrenzen, aus meiner Sicht auch wesentlich ausgereifter als das Elektroauto, in das ungleich mehr Geld gesteckt wird.
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Beitrag von 146225 »

Iarn @ 21 Sep 2019, 07:43 hat geschrieben: Ehrlich gesagt finde ich die Forderung von 90% Förderung des Bundes für reine Regiostrecken ein bisschen überzogen.
Wer ist denn in den meisten Fällen Eigentümer der Infrastruktur und sollte sich vielleicht endlich mal angemessen um sein Eigentum kümmern?
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Beitrag von bestia_negra »

Iarn @ 21 Sep 2019, 07:43 hat geschrieben: Im Artikel wird auch gefordert, die Syltstrecke zu elektrifizieren. Mal eine blöde Frage aber wäre der Hindenburg denn überhaupt technisch machbar zu elektrifizieren?
Falls nein wäre das einer der wenigen Anwendungsfälle bei denen ein Akku-Betrieb sinnvoll sein könnte.
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Beitrag von Cloakmaster »

Was sollte technisch dagegen sprechen? Zu hohe Luftfeuchtigkeit??
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Das Problem dürfte nicht die Feuchte sein, bei Starkregen fahren die Züge ja auch. Das Problem bei Salzwasser Gischt ist die signifikant höhere elektronische Leitfähigkeit.
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andreas
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Beitrag von andreas »

Im Prinzip sollte man auch bei der Bahn auf die Brennstoffzelle setzen, in Lokomotiven ist genug Platz und man spart sich dann die teure, störanfällige Oberleitung....
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Beitrag von Metropolenbahner »

andreas @ 21 Sep 2019, 11:50 hat geschrieben: Im Prinzip sollte man auch bei der Bahn auf die Brennstoffzelle setzen, in Lokomotiven ist genug Platz und man spart sich dann die teure, störanfällige Oberleitung....
Für die paar Kilometer Hindenburgdamm reicht ein Akku. Auf Sylt kann man notfalls auch noch ne Ladestation hinstellen.
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Entenfang
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Beitrag von Entenfang »

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Gischt so problematisch sein soll. Die Störebelt- und Öresundbrücke führen doch auch über das offene Meer und ich würde sagen, die sind den Elementen viel stärker ausgesetzt als der Hindenburgdamm, welcher im Schatten diverser Inseln liegt.
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

Naja, Gischt... Ich weiß nicht ob das am Hindenburgdamm so verbreitet ist? Immerhin ist das Meer um den Hindenburgdamm herum ziemlich verlandet. Alle mir bekannten Fotos von Wellen im Bereich des Hindenburgdamm sind Fotomontagen.

Also ich würde mal vermuten dass das kein grundsätzliches Problem darstellt.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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Beitrag von Cloakmaster »

Iarn @ 21 Sep 2019, 11:50 hat geschrieben: Das Problem dürfte nicht die Feuchte sein, bei Starkregen fahren die Züge ja auch. Das Problem bei Salzwasser Gischt ist die signifikant höhere elektronische Leitfähigkeit.
Aber die Gischt sollte eigentlich gar nicht so hoch kommen, wie der Fahrdraht hängt, bzw. hängen würde. Evtl kann man ihn ja auch extra hoch hängen, sofern es da gewisse Spielräume gibt. Wenn ich wiki richrig interpretiere, sind es bei der DB im Normalfall 5,5 Meter, wobei bis zu 6,5 Meter zulässig sind.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Na denn, ihr habt mich überzeugt. Man kann ja den Abschnitt so gestalten, dass für den Fall von starken Stürmen (wo der Bahnverkehr vermutlich eh eingestellt wird) der Abschnitt stromlos geschalten wird.

Eine andere Frage, bei der Autoverladung: auf dem Hindenburgdamm dürfen im offenen zweistöckigen Autotransport Wagen Passagiere in Autos auf beiden Decks sitzen bleiben. Darf das auch nach einer Elektrifizierung so sein?
Ich kann mir das nicht recht vorstellen, dass das mit offenen Wagen weiter zulässig ist
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Beitrag von 218 466-1 »

Iarn @ 21 Sep 2019, 04:50 hat geschrieben:Das Problem dürfte nicht die Feuchte sein, bei Starkregen fahren die Züge ja auch. Das Problem bei Salzwasser Gischt ist die signifikant höhere elektronische Leitfähigkeit.
Fahrleitung gibt es mit weniger Abstand zu Salzwasser, als beim Hindenburgdamm bereits z.B. Raritan Bay drawbridge, Strecke (New York -) Rahway - Bay Head.
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

Iarn @ 21 Sep 2019, 14:26 hat geschrieben: Ich kann mir das nicht recht vorstellen, dass das mit offenen Wagen weiter zulässig ist
Ich würde auch erwarten dass man da ein Dach bräuchte... Aber das wäre wohl kein unlösbares Problem?
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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Rohrbacher
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Beitrag von Rohrbacher »

Boris Merath @ 21 Sep 2019, 16:10 hat geschrieben:Ich würde auch erwarten dass man da ein Dach bräuchte... Aber das wäre wohl kein unlösbares Problem?
Das ganze ist ja eine LÜ. Die Ladehöhe auf dem Oberdeck beträgt ja 2,70 m, damit nicht jeder Kleintransporter oder Pkw mit Fahrrädern auf'm Dach gleich auf die Flachwagen muss. Auch an Lkw und bis zu 4,05 m hohe Busse sollte man denken, die ja auf hochflurigen Wagen stehen: Fotocommunity

Das Dach braucht dann zusätzlich Höhe, das erscheint mir schon recht knapp, selbst wenn die Fahrleitung zwischen Niebüll und Westerland durchgehend auf 6,5 m hängen würde. Da müsste man mit dem Fahrzeug dann wohl mindestens 0,4 m (?) drunter bleiben, die Dachkonstruktion frisst im befahrbaren Zustand mindestens etwa 0,3 m inkl. etwas Luft zum Kfz, dann eine Ladeebene mit 2,70 m lichter Höhe, dann nochmal rund 0,3 m für den Ladeboden, dann die Ladeebene mit 1,65 m. Da bleiben 1,15 m für den unteren Ladeboden/Rahmen und die Drehgestelle. Wenn man neue Wagen mit kleineren Raddurchmessern bauen würde, wäre vielleicht mehr möglich. Wenn meine Annahmen alle so stimmen. Die Frage ist, wie das mit dem Seitenwind dann aussieht, wenn man einen durchgehend rund 6 m hohen Wagen baut. Es darf den Zug ja auch nicht umpusten, wenn er leer ist. Die Wagen müssten darauf ausgelegt sein, auch noch das Gewicht des Daches zu tragen, entsprechend wird auch der Zug schwerer. Und von der Gewichtsverteilung ist es jetzt schon nicht unbedingt sinnvoll, wenn die oft über 1,65 m hohen, großen SUV oben stehen müssen. (Ein BMW X5 hat 10 cm mehr.) Gehen würde es vielleicht, aber man müsste einiges umdenken. Mit dem bestehenden Fuhrpark dürfte es eher nicht gehen.

Besser wär's, wenn man grundsätzlich den Autoverkehr auf Sylt reduziert, dann könnten auch einstöckige Garnituren reichen, die an einem Stück und damit schneller zu beladen wären. Zu Bundesbahnzeiten (1979-81) ist man sowas schon unter Fahrleitung und ohne Dach gefahren, nämlich den "Weiß-Blau-Expreß" von Ingolstadt nach Raubling bei Rosenheim und zurück, als eine Art RoLa für Urlauber als die A99 noch nicht fertig war... Foto bei DSO.
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Beitrag von Iarn »

Boris Merath @ 21 Sep 2019, 15:10 hat geschrieben: Ich würde auch erwarten dass man da ein Dach bräuchte... Aber das wäre wohl kein unlösbares Problem?
Nicht komplett unlösbar, aber wie Rohrbacher schon geschrieben hat, durchaus sportlich.
Was ich mir vorstellen könnte wäre im oberen Stockwerk die zulässige Höhe auf normale PKW Höhe zu limitieren, so dass Vans und SUV nur unten reinpassen. Oder beide Stockwerke nur PKW und für Vans, SUV und andere hohe Fahrzeuge dann einstöckige Wagen.
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

Den Beförderungshinweisen und der Preisliste nach scheinen die Maximalhöhen der Fahrzeuge zu sein:
- Einstöckig: 4,05m
- Unteres Stockwerk: 1,54m oder 1,65m
- Oberes Stockwerk: 2,70m
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Bei einer Oberleitung müsste man dann wohl drüber nachdenken, da auch 1,54m zu machen und dafür ein Dach drauf.
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Beitrag von corsa636 »

Metropolenbahner @ 19 Mar 2019, 22:32 hat geschrieben:


Oh, da könnte es dann aber Probleme mit dem Fahrdraht geben, oder hat die Autobahn genügend Abstand? Naja notfalls dann halt bis dorthin elektrifizieren und den Rest dann mit Hilfsdiesel. Die paar Meter mehr im Schneckentempo sollten dann egal sein.
Eigentlich rentiert es sich ja schon zu elektrifizieren, denn ein Unterwerk braucht man für den Abschnitt ganz sicher nicht. Das bisschen Fahrdraht und die Masten sollten nicht großartig ins Gewicht fallen und wenn Wolnzach als Nebeneffekt wieder ne Zugverbindung bekäme, wär das sicher auch kein Fehler.



Ja die Stichstrecken sind schon etwas verwunderlich. Wolzach ist ja noch ok, da fährt was, aber Rothenburg? Gibts da auch nen Altmann? ;)
Ich hoffe das Buchloe-Augsburg und Rosenheim-Mühldorf durchkommt, dann noch zusätzlich Neukirchen - Weiden. Das wäre die halbe Miete. Bamberg-Hof wäre nett, aber das ist der dickste/teuerste Brocken und die Strecke schön hügelig (Stichwort schiefe Ebene), also ob da jemals ein Gz fahren würde?
Überrascht hat mich Traunstein – Garching /Traunreut, da gibts noch 3 große Güteranschlüsse, wäre für die Firmen sicher auch wünschenswert.
Mühldorf-Simbach .. hmm ja zur Entlastung Passaus vom Güterverkehr wohl auch sinnvoll, wenn die Öbb den Rest elektrifiziert.
Fragt sich dann nur noch von welchem Zeithorizont wir reden. Ob die erste Strecke bis 2030 schon Fahrdraht haben könnte? Bin gespannt.
Ja die Stichstrecken sind schon etwas verwunderlich
Für mich auch...
Ich denke Hier mach in den meisten Fällen ( abhängig vom Verhältnis Vorhandene/ fehlende Oberleitung) ein ET–Akkutriebwagen Sinn, vorallem wenn kein Güterverkehr stattfindet.
Mühldorf-Simbach .. hmm ja zur Entlastung Passaus vom Güterverkehr wohl auch sinnvoll, wenn die Öbb den Rest elektrifiziert.
Macht auch bzw. vorallem zur Beschleunigung (Zürich –) München – Linz –Wien Sinn
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Beitrag von Iarn »

Dann müsste aber die ÖBB die Die sbahn ausbauen und elektrifizieren. Aber wie es aussieht elektrifiziert man lieber die Nebenbahn Braunau - Straßwalchen (-Salzburg) als die Hauptbahn über Ried, Neumarkt - Kalham Richtung Linz.
Das hängt wohl damit zusammen, dass man Salzburg als Zentrum stärken will und nicht die Diskussion aufmachen, den Fernverkehr Wien - München wie zu Kaisers Zeiten über das Innviertel zu führen.
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Beitrag von corsa636 »

Ob ich Salzburg stärke, indem ich Zürich/München –>Wien unattraktiv halte??

Um wieviel könnte die Verbindung beschleunigt werden?
30 min? ( Zürich über das Allgäu anstelle der Arlbergbahn sogar mehr??)

Mit einer Taktverdichtung und evtl. einer Verbindung Salzburg – Mühldorf – Regensburg (Hof??) ist Salzburg mehr geholfen denke ich..

P.s. : wieso wird mein „–„ (Bindestrich) wenn ich vom iPad schreibe als „ &#8211„ dargestellt??
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Beitrag von Iarn »

Mit den Bindestrichen, bist Du nicht allein, zum Thema hier
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Beitrag von TramBahnFreak »

corsa636 @ 6 Oct 2019, 11:32 hat geschrieben:P.s. : wieso wird mein „–„ (Bindestrich) wenn ich vom iPad schreibe als „ &#8211„ dargestellt??
Weil die Forensoftware diverse Sonderzeichen - insbesondere von Apple - nicht ordentlich dekodieren kann.

(Vom iPad gesendet.)
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Metropolenbahner @ 19 Mar 2019, 16:57 hat geschrieben: Neues Sonderprogramm Elektrifizierung von Güterstrecken (es gibt auch noch eines zur Elektrifizierung von Regiostrecken, das ist wieder was anderes). Bayern meldet folgende Strecken an - Auswahl durch den Bund noch 2019:
Ist die Auswahl durvh den Bund schon erfolgt oder dauert das Jahr 2019 in der Verwaltung mal wieder etwas länger als im Rest des Landes?
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Beitrag von Mark8031 »

Iarn @ 26 Jan 2020, 10:01 hat geschrieben: Ist die Auswahl durvh den Bund schon erfolgt oder dauert das Jahr 2019 in der Verwaltung mal wieder etwas länger als im Rest des Landes?
Scheuers Andi hat eine andere Jahresauffassung als der Rest der Welt.
Diese Menschen, die in einem Eisenbahnforum pro Auto argumentieren und in ihrer Kleinsichtigkeit ständig für das Auto Werbung machen, finde ich hier schon etwas deplaziert.
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Beitrag von corsa636 »

Traurig der Thread wurde 2012 aufgemacht...

Verbessert mich, aber offensichtlich ist KEINE der aufgelisteten Strecken in der Zwischenzeit - also nach 8 ( oder 7) Jahren!! - elektrifiziert worden...

Und wird behaupten immer wieder gerne in einer schnellen, agilen Welt zu leben....

:blink:
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spock5407
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Beitrag von spock5407 »

Man war doch schnell und agil. Man hat Verträge für ein Mautsystem abgeschlossen, als dieses potentiell EU-rechtswidrig erkannt war.

Wenn man sieht, dass die Österreicher sogar die Gailtalbahn elektrifiziert haben. Eine Strecke, die nicht gerade für bombastische Fahrgastzahlen bekannt war.
Stadtbahn für Regensburg , offizielle Projektseite der Stadt Regensburg
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