Sommerzeit, Sinn der Zeitumstellung

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Bayernlover
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Beitrag von Bayernlover »

TramBahnFreak @ 30 Mar 2015, 23:04 hat geschrieben: Fahrradtour mitm Auto?
Bis ich aus dem Büro komme manchmal, hat es wenig Sinn, noch eine Fahrradtour zu starten...

Halb 7 rein ins Auto, spätestens 19:15 Uhr am See, Stunde schwimmen und chillen, kurz vor 9 wieder daheim.

(Bevor mir jetzt einer mit MVV kommt: dort wo ich hinfahre, gibt es nicht mal einen Bus)
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
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TramBahnFreak
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Beitrag von TramBahnFreak »

Bayernlover @ 30 Mar 2015, 23:07 hat geschrieben: (Bevor mir jetzt einer mit MVV kommt: dort wo ich hinfahre, gibt es nicht mal einen Bus)
Das ist der Fehler. :P
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Beitrag von Bayernlover »

TramBahnFreak @ 30 Mar 2015, 23:56 hat geschrieben: Das ist der Fehler. :P
Nein, gerade das ist das schöne. Selige Ruhe, herrlich.
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rautatie
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Beitrag von rautatie »

TramBahnFreak @ 30 Mar 2015, 23:04 hat geschrieben: Wenn die innere Uhr so jenseits von gut und böse ist, macht die eine Stunde irgendwann aber auch nix mehr aus... :D
Komischerweise hat sich meine innere Uhr nach zwei bis drei Tagen so an die Sommerzeit angepasst, dass ich sie nicht mehr bemerke. Ist das bei Euch tatsächlich so, dass ihr sieben Monate lang spürt, dass es sich um Sommerzeit handelt? Wie ist das denn dann, wenn ihr beispielsweise innerhalb unserer Zeitzone nach Westen fahrt (z.B. in die Bretagne), wo die Sonnenauf- und untergangszeiten auch nach hinten verschoben sind? Letztlich wohnen ja nur wenige Menschen so zentral innerhalb der Zeitzone, dass die Sonne mittags tatsächlich im Zenit steht.

Vielleicht habe ich auch einfach Glück, dass mir die Zeitumstellung weniger ausmacht als der Mehrheit der Menschen, und dass ich anscheinend einer der wenigen bin, die davon profitieren und die langen hellen Abende genießen.

Zu den Freizeitaktivitäten nach Feierabend: da ich gar kein Auto besitze, verwende ich auch kein Auto. Ich setz mich einfach in einen Zug oder eine S-Bahn, um z.B. an den Starnberger See zu fahren und am Uferweg zu wandern. Und meine Radtouren starte ich meistens direkt vom Arbeitsplatz aus (und transportiere mein Rad dann abends mit der S-Bahn zurück nach München). Der zusätzliche Energieverbrauch sollte sich somit in Grenzen halten.
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Wildwechsel
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Beitrag von Wildwechsel »

rautatie @ 31 Mar 2015, 09:02 hat geschrieben: Komischerweise hat sich meine innere Uhr nach zwei bis drei Tagen so an die Sommerzeit angepasst, dass ich sie nicht mehr bemerke. Ist das bei Euch tatsächlich so, dass ihr sieben Monate lang spürt, dass es sich um Sommerzeit handelt? Wie ist das denn dann, wenn ihr beispielsweise innerhalb unserer Zeitzone nach Westen fahrt (z.B. in die Bretagne), wo die Sonnenauf- und untergangszeiten auch nach hinten verschoben sind? Letztlich wohnen ja nur wenige Menschen so zentral innerhalb der Zeitzone, dass die Sonne mittags tatsächlich im Zenit steht.
Reisen nach Westen sind problemlos, weil dort ist es ja später als hier. Es ist ja nicht so, dass sich durch die Umstellung der Uhren auf Sommerzeit der Sonnenauf- und untergang nach hinten verschiebt, wie Du fälschlicherweise behauptest. Vielmehr ist man gezwungen, eine Stunde eher aufzustehen, kann diese fehlende Stunde aber nicht nachholen, weil eine Stunde eher schlafen geht halt nicht auf Knopfdruck.
Beste Grüße usw....
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Beitrag von ropix »

Und was machen die Frühaufsteher? Oder einfach normale Leute die vo 14 Uhr schon wach sind?

Warum haben Spätaufsteher ein unlösbares Problem, aber bei den Leuten die mit der Sonne aufwachen existiert keines? Die können einfach den Schalter umlegen?

Ich mein, wenn man im erweiterten Bekanntenkreis Leute hat die vor 14 Uhr MEZ nicht aufstehen und solche die um 18 Uhr MESZ wieder im Bett verschwinden dann wird durchaus klar - da gibts keine Kompromisse mehr, da wird es wohl auf Mehrheitsmeinung hinauslaufen.

Zumal die 8 Uhr nichts mit Sommer oder Winterzeit zu tun haben. Man könnte genausogut 7 Uhr MEZ, 8 Uhr MESZ sagen, oder allgemein erst um 9 anfangen.
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Wildwechsel
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Beitrag von Wildwechsel »

ropix @ 31 Mar 2015, 10:12 hat geschrieben: Und was machen die Frühaufsteher?
Lerchen sind statistisch in der Minderheit. Warum sollen sich alle nach dieser Minderheit richten?
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Beitrag von rautatie »

Wildwechsel @ 31 Mar 2015, 10:07 hat geschrieben: Vielmehr ist man gezwungen, eine Stunde eher aufzustehen, kann diese fehlende Stunde aber nicht nachholen, weil eine Stunde eher schlafen geht halt nicht auf Knopfdruck.
Und da kannst du dich tatsächlich die ganzen sieben Monate lang nicht daran gewöhnen?

Wie gesagt, ich scheine der Minderheit anzugehören, die die Zeitumstellung nach wenigen Tagen nicht mehr bemerkt. Ich gehe einfach wie immer um dieselbe Zeit ins Bett wie bisher (nur eben nach Sommerzeit) und stehe zur selben Zeit auf wie auch im Winter. Die Schlafenszeit ist gleich lang. Der von mir wahrgenommene Effekt ist der, dass ich eine lange Abendhelligkeit habe, die ich sehr genieße.

Mir war nicht bewusst, dass ich mich da in einer Minderheit befinde. Mein unmittelbares Umfeld freut sich im Sommer über die Sommerzeit, weil wir alle gern nach Feierabend im Freien aktiv sind, deshalb hatte ich die Probleme der Mehrheit gar nicht so mitbekommen.

Würde die Sommerzeit abgeschafft werden, wäre es für mich eine Überlegung wert, in den Nordwesten Europas (innerhalb der MEZ) zu ziehen, um sozusagen den Sonnenuntergang auf diese Weise nach hinten zu verschieben. Auf diese Weise könnte ich mir dann meine persönliche Sommerzeit simulieren.
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Beitrag von rautatie »

Wildwechsel @ 31 Mar 2015, 10:07 hat geschrieben: Reisen nach Westen sind problemlos, weil dort ist es ja später als hier.
Den Satz verstehe ich übrigens nicht. Wieso ist es im Westen später als hier? Worauf bezogen?

Wenn ich in die Bretagne reise, dann geht dort die Sonne später auf und unter als hier in München, und durch die Positionsveränderung entsteht auch ohne Sommerzeit ein ähnlicher Effekt wie bei uns zur Sommerzeit.

Beispiel, 31. März:
München, Sonnenuntergang, MESZ: 19:43
Brest/Bretagne, Sonnenuntergang MESZ: 20:48

Also ziemlich genau eine Stunde Unterschied. Würde man die Sommerzeit abschaffen, dann hätte man in Brest ohne Sommerzeit ungefähr dieselbe Sonnenuntergangszeit wie in München mit Sommerzeit.
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Beitrag von Wildwechsel »

rautatie @ 31 Mar 2015, 10:31 hat geschrieben: Worauf bezogen?
Bezogen auf die innere Uhr, die natürlich zunächst auf hier geeicht ist.
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Beitrag von rautatie »

Wildwechsel @ 31 Mar 2015, 10:52 hat geschrieben: Bezogen auf die innere Uhr, die natürlich zunächst auf hier geeicht ist.
Wie gesagt, ich bin anscheinend biologisch so gestrickt, dass sich meine innere Uhr nach wenigen Tagen an die Sommerzeit anpasst. Vielleicht bin ich da durch meine Reisen schon trainiert... Letztlich ändern sich ja Sonnenauf- und Untergangszeiten bezogen auf die Ortszeit bei jedem größeren Ortswechsel. Deswegen stört mich das vielleicht weniger als andere Menschen.
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Beitrag von ropix »

Das ist aber ein generelles Problem, keines der aktuellen Zeitumstellung?

Es gibt Leute denen ist 8 Uhr zu früh und es gibt Leute denen ist 8 Uhr viel zu früh, vermutlich auch dann wenn man die Winterzeit generell einführt.
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Beitrag von Entenfang »

rautatie @ 31 Mar 2015, 10:22 hat geschrieben: Wie gesagt, ich scheine der Minderheit anzugehören, die die Zeitumstellung nach wenigen Tagen nicht mehr bemerkt. Ich gehe einfach wie immer um dieselbe Zeit ins Bett wie bisher (nur eben nach Sommerzeit) und stehe zur selben Zeit auf wie auch im Winter. Die Schlafenszeit ist gleich lang. Der von mir wahrgenommene Effekt ist der, dass ich eine lange Abendhelligkeit habe, die ich sehr genieße.
Ich schließe mich mal dieser Minderheit an, die nach einigen Tagen nur noch die "neue" Zeit kennt. Ich würde dennoch die Uhrumstellung abschaffen und stattdessen dauerhaft Sommerzeit lassen. Wenn es morgens später hell wird, stört das die Langschläfer wohl kaum. Und wer im Büro sitzt, hat vom Tageslicht auch nicht so viel. Abends dagegen haben alle mehr davon.
"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
- vielleicht von Alexander von Humboldt, vielleicht auch nicht.
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Beitrag von Wildwechsel »

Entenfang @ 31 Mar 2015, 13:28 hat geschrieben: Wenn es morgens später hell wird, ...
Es wird nicht später hell, nur der Uhrzeiger ist schon eine Stunde weiter!
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Beitrag von rautatie »

Entenfang @ 31 Mar 2015, 13:28 hat geschrieben: Ich würde dennoch die Uhrumstellung abschaffen und stattdessen dauerhaft Sommerzeit lassen.
Damit wäre ich völlig einverstanden. Klar wäre es dann im Januar mal eine Zeitlang bis etwa 9 Uhr dunkel, aber das wäre für mich wiederum problemlos zu verschmerzen.

Es gibt zwar Leute, die diese Lösung bevorzugen, aber ich denke, dass es auch hier viele Gegner gäbe.
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Beitrag von rautatie »

Wildwechsel @ 31 Mar 2015, 13:36 hat geschrieben: Es wird nicht später hell, nur der Uhrzeiger ist schon eine Stunde weiter!
Was aber doch auf dasselbe rausläuft, oder?

Was genau ist dir denn an der sogenannten Normalzeit am wichtigsten? Da sich die Zeitzonen ja sowieso nur recht ungenau an der echten Sonnenzeit orientieren ist die Uhrzeit doch sowieso überall mehr oder weniger von der Sonnenzeit abweichend, wenn man nicht gerade an der Linie lebt, an der die Sonne um 12 Uhr tatsächlich im Zenit steht.
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Beitrag von Wildwechsel »

Ähm nein, im einen Fall fehlt mir eine Stunde Schlaf, im anderen nicht. Ich glaube, Du willst mich nicht verstehen. :unsure:
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Beitrag von ropix »

Wildwechsel @ 31 Mar 2015, 13:36 hat geschrieben: Es wird nicht später hell, nur der Uhrzeiger ist schon eine Stunde weiter!
Oder umgekehrt :D
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Beitrag von rautatie »

Wildwechsel @ 31 Mar 2015, 13:47 hat geschrieben: Ähm nein, im einen Fall fehlt mir eine Stunde Schlaf, im anderen nicht. Ich glaube, Du willst mich nicht verstehen. :unsure:
Ich glaube, ich kann dich nicht verstehen, das stimmt. Denn wieso dir in dem einen Fall eine Stunde Schlaf fehlt und im anderen Fall nicht, das habe ich noch nicht begriffen. Wieso fehlt mir die Stunde Schlaf nicht, obwohl wir doch dasselbe Zeitsystem nutzen? Und wieso haben beispielsweise die Einwohner der Bretagne keine Schlafprobleme, obwohl sie sozusagen auch im Winter eine mit unserer Sommerzeit vergleichbare Situation haben?

Zur Verdeutlichung noch eine Erklärung über mein durchschnittliches Schlafverhalten:
ich gehe etwa gegen Mitternacht ins Bett und stehe gegen 7 Uhr auf. Und zwar sowohl während der Winter- als auch während der Sommermonate. Das ergibt ganzjährig eine Schlafdauer von etwa 7 Stunden. Dass die Zeitpunkte beim Wechsel von Winter- auf Sommerzeit und umgekehrt verschoben werden merke ich nur zwei bis drei Tage lang, danach nicht mehr.

Vielleicht bin ich auch nur weniger sensibel als du, was das Thema betrifft?
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Beitrag von ropix »

Naja, dsa kann man schon erklären. Man nimmt die Weltzeit (ohne Spielerei wie die Sommerzeit). Pünktlich um 24h per Gedankenübertragung sendet diese das Signal jetzt schlafen. 8 Uhr lokaler Ortszeit ist aufstehen.

Das ist im Sommer also eine Stunde früher als im Winter.
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Beitrag von rautatie »

In der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) ist es übrigens anscheinend so, dass die Bewohner entlang des 15. Meridians die echte Sonnenzeit erleben. Das heißt, wer an diesem Längengrad lebt, bei dem steht bei Normalzeit die Sonne mittags im Zenit. In Deutschland scheint dieser Meridien ungefähr entlang der Oder/Neiße-Linie zu verlaufen. Je weiter westlich man von dieser Linie wohnt, umso größer ist die Abweichung von der Sonnenzeit bereits bei Normalzeit. Länder wie Frankreich oder Spanien müssten also eigentlich die GMT haben, denn in der MEZ haben sie gewissermaßen die Situation einer dauerhaften Sommerzeit, zu der im Sommer eben noch die echte Sommerzeit hinzu kommt.

Warum schreibe ich das? Damit möchte ich verdeutlichen, dass sowieso die Mehrheit der Bewohner der MEZ-Zone immer mit einer mehr oder weniger großen Abweichung von der "natürlichen" Zeit lebt.
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Beitrag von Guido »

Wildwechsel @ 31 Mar 2015, 13:47 hat geschrieben: Ähm nein, im einen Fall fehlt mir eine Stunde Schlaf, im anderen nicht. Ich glaube, Du willst mich nicht verstehen. :unsure:
Geh halt ne Stunde früher schlafen ^^

Also ich weiß nicht, mir macht die Zeitumstellung rein gar nichts aus, ich gehe einfach am Abend der Umstellung ne Stunde eher ins Bett, und stehe dann am nächten Morgen nach genausoviel Stunden Schlaf wie vorher wieder auf.
Gut, als Schichtarbeiter ist man auch gewohnt, ständig zu anderen Uhrzeiten aufzustehen.

Im Übrigen schließe ich mich dem an, nur die Sommerzeit zu belassen, ich brauch die Winterzeit genauso wenig wie den Winter.
Gruß, Guido

Tf bei der S-Bahn München
[img]http://www.eisenbahner-online.de/420-423.gif[/img]

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Beitrag von rautatie »

Guido @ 31 Mar 2015, 14:37 hat geschrieben: ich brauch die Winterzeit genauso wenig wie den Winter.
Ich schließe mich an. Ich finde tatsächlich eher die Umstellung auf Winterzeit im Oktober belastend, wenn es auf einen Schlag abends so früh dunkel wird.
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Beitrag von ropix »

Guido @ 31 Mar 2015, 14:37 hat geschrieben: Geh halt ne Stunde früher schlafen ^^
na genau das bringt gegen den Biorythmus wenig bis negative Auswirkung.
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Beitrag von P-fan »

Da hier nun recht intensiv die Frage diskutiert wird, wann denn die Sonne im Süden steht und damit wahrer Mittag ist:
P-fan @ 31 Oct 2010, 09:35 hat geschrieben:Wobei noch zu beachten ist, dass der sog. "wahre Mittag" in München zwischen 11:57 Uhr MEZ Anfang November und 12:28 Uhr MEZ Mitte Februar schwankt. http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgleichung
Symmetrische Fahrpläne: Voraussetzung für gute Anschlüsse in beiden Richtungen Symmetrieminute
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Beitrag von P-fan »

rautatie @ 31 Mar 2015, 14:25 hat geschrieben: In der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) ist es übrigens anscheinend so, dass die Bewohner entlang des 15. Meridians die echte Sonnenzeit erleben. Das heißt, wer an diesem Längengrad lebt, bei dem steht bei Normalzeit die Sonne mittags im Zenit. ...
Am 15. Längengrad steht die Sonne Anfang November bereits um 11:44 Uhr im Süden, hingegen Mitte Februar erst um 12:14 Uhr.
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Beitrag von TramBahnFreak »

rautatie @ 31 Mar 2015, 09:02 hat geschrieben:Ist das bei Euch tatsächlich so, dass ihr sieben Monate lang spürt, dass es sich um Sommerzeit handelt?
Nein. Ich bin einfach immer müde. :D
rautatie @ 31 Mar 2015, 10:22 hat geschrieben:Ich gehe einfach wie immer um dieselbe Zeit ins Bett wie bisher (nur eben nach Sommerzeit) und stehe zur selben Zeit auf wie auch im Winter.
Dito.
Die Schlafenszeit ist gleich lang.
(zu kurz)
Der von mir wahrgenommene Effekt ist der, dass ich eine lange Abendhelligkeit habe, die ich sehr genieße.
Dito.
Entenfang @ 31 Mar 2015, 13:28 hat geschrieben:Ich würde dennoch die Uhrumstellung abschaffen und stattdessen dauerhaft Sommerzeit lassen. Wenn es morgens später hell wird, stört das die Langschläfer wohl kaum. Und wer im Büro sitzt, hat vom Tageslicht auch nicht so viel. Abends dagegen haben alle mehr davon.
Fänd ick jut. :)
Guido @ 31 Mar 2015, 14:37 hat geschrieben:Also ich weiß nicht, mir macht die Zeitumstellung rein gar nichts aus, ich gehe einfach am Abend der Umstellung ne Stunde eher ins Bett, und stehe dann am nächten Morgen nach genausoviel Stunden Schlaf wie vorher wieder auf.
Auch möglich: Die Nacht gleich durchzumachen. Da hat man so dermaßenen Schlafmangel hinterher, dass die eine Stunde auch nicht mehr ins Gewicht fällt. :lol:
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Beitrag von P-fan »

Noch ein interessanter Artikel hierzu mit Landkarte:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/sommerze...-drei-1.1924245
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

rautatie @ 31 Mar 2015, 13:44 hat geschrieben: Was genau ist dir denn an der sogenannten Normalzeit am wichtigsten? Da sich die Zeitzonen ja sowieso nur recht ungenau an der echten Sonnenzeit orientieren ist die Uhrzeit doch sowieso überall mehr oder weniger von der Sonnenzeit abweichend, wenn man nicht gerade an der Linie lebt, an der die Sonne um 12 Uhr tatsächlich im Zenit steht.
Und weils eh nicht passt, muss man es gleich noch schlimmer machen? warum dann nicht gleich 5 Stunden früher, ist doch eh egal?
rautatie @ 31 Mar 2015, 14:09 hat geschrieben:Ich glaube, ich kann dich nicht verstehen, das stimmt. Denn wieso dir in dem einen Fall eine Stunde Schlaf fehlt und im anderen Fall nicht, das habe ich noch nicht begriffen.
Weil eine Stunde früher ins Bett gehen halt nichts bringt, wenn der Körper der Meinung ist es ist noch nicht Nacht.

Es ist nun mal Fakt, dass 8 Uhr Unterrichtsbeginn/Arbeitsbeginn für einen Großteil der Menschheit schädlich ist, da ist 7 Uhr noch mal wesentlich schlimmer.
Wieso fehlt mir die Stunde Schlaf nicht, obwohl wir doch dasselbe Zeitsystem nutzen?
Weil jeder Mensch seinen eigenen Tagesrhytmus hat. Du bist halt Frühaufsteher, und kommst damit gut mit der Situation zurecht. Viele andere Menschen sind das aber halt nicht.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
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Beitrag von 218217-8 »

Wie kommen eigentlich die Chinesen zurecht? Wird's da ganz im Westen im Winter erst um 11:00 Uhr hell?
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