Sommerzeit, Sinn der Zeitumstellung

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Rohrbacher
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Beitrag von Rohrbacher »

Entenfang @ 16 Jun 2015, 12:35 hat geschrieben:Interessanter Artikel. Die unterschiedlichen Schulbeginne hätten auch noch den Vorteil, die morgendliche HVZ zu entspannen und insbesondere auf dem Land Schulbusse einzusparen.
Gibt's doch seit Jahrzehnten: In Pfaffenhofen beginnen Realschule/Gymnasium um 7:15 Uhr (!!) und enden gegen 12:15 Uhr, die anderen Schulen im Umkreis beginnen um 8:00 Uhr und enden gegen 13:00 Uhr. Damit kann ein Bus in der Regel zwei Schülertouren hintereinander fahren. Praktisch. :ph34r:
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andreas
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Beitrag von andreas »

ja, über die 'Sommerferien' in Bayern sollte man echt mal anfangen zu diskutieren.

Jetzt erzähl deinen Kindern um 8, sie sollen ins Bett, wenns bis fast 11 hell ist....

Mitte Juli sollte der allerspäteste Beginn der Sommerferien sein
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218 466-1
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Beitrag von 218 466-1 »

andreas @ 4 Jul 2015, 17:53 hat geschrieben: Jetzt erzähl deinen Kindern um 8, sie sollen ins Bett, wenns bis fast 11 hell ist....
Morgends um 7 ist es fast immer hell. Trotzdem kein Problem für mich, dann ins Bett zu gehen. :P
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ET 423
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Beitrag von ET 423 »

Rohrbacher @ 4 Jul 2015, 17:38 hat geschrieben:Gibt's doch seit Jahrzehnten: In Pfaffenhofen beginnen Realschule/Gymnasium um 7:15 Uhr (!!)
Das ist ja fürchterlich/grausam/unmenschlich. Und ich dachte, 7:30Uhr als Beginn (war damals in der Berufschule - ich habs gehaßt) sind früh. Bild
andreas @ 4 Jul 2015, 17:53 hat geschrieben:Jetzt erzähl deinen Kindern um 8, sie sollen ins Bett, wenns bis fast 11 hell ist....
Absolut - und nicht selten bekomme ich da zu hören Papa, es ist nicht dunkel... <_<

Aber das eigentliche Problem ist eines, das wir gar nicht kontrollieren können, nämlich die an sich übermäßige Tageslänge (in Deutschland zwischen 16 und über 17!!! Stunden) im Sommer. Ohne die Sommerzeit würde die Dämmerung hier im Raum München um den 21. Juni herum eben nicht gegen halb vier, sondern schon gegen halb drei beginnen und gegen fünf bzw. vier Uhr wäre es hell. Durch die Sommerzeit wird eben der Zeitraum des nutzbaren Tageslichts verschoben - denn wer ist gegen 4Uhr in der früh schon wach? Und das sage ich als jemand, dem die halbjährliche Uhrenumstellerei auf den Wecker ;) geht und einfach nicht verstehen kann, weshalb dann nicht schon wenigstens (so wie früher) am letzten Sonntag im September wieder zurückgestellt wird.
Ich schaue weg, weil mir hier Einiges nicht paßt.
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imp-cen
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Beitrag von imp-cen »

Ich habe ab Herbst meine Arbeitszeit dauerhaft reduziert. Dank freier Arbeitszeit und Zeitkonto werde ich vermutlich im Hochsommer einfach ne dreiviertelstunde weniger machen und entsprechend später kommen.

Servus (doofe) Sommerzeit!
(zumindest für mich...)
B-)
Für die dauerhafte werktägliche U8
sommerzeitfreier Lebensstil
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chris232
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Beitrag von chris232 »

andreas @ 4 Jul 2015, 17:53 hat geschrieben: Mitte Juli sollte der allerspäteste Beginn der Sommerferien sein
Naa, dann kann man ja ned im September in Urlaub fahren wo's schon billiger ist und weniger los.

Es gibt auch noch andere Maßnahmen außer früher anfangen: Klimaanlagen zum Beispiel. Oder Keller. Oder Altbau.
Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
Otto von Bismarck

Daher hat die Bahn dem Gemeinwohl und nicht privaten Profitinteressen zu dienen, begreifen Sie es doch endlich mal!
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TramBahnFreak
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Beitrag von TramBahnFreak »

Halbjährlicher Reminder, die Board-Einstellungen anzupassen. ;)
Cloakmaster
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Beitrag von Cloakmaster »

Es ist wieder so weit. Gestern noch dran gedacht, heute doch kurz gewundert, warum ich eine Stunde früher wach bin, als mein Wecker.

Was ich immer noch nicht verstehe: Warum werden die Züge in dieser Nacvt für eine Stunde gestoppt? Was wäre so schlimm daran, wenn diese ausnahmsweise ihr Ziel eine Stunde zu früh erreichen?
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Beitrag von einen_Benutzernamen »

Manche Züge werden vereinigt, manche getrennt,...
Dazu kommt das es zu probleme kommen könnte weil die Trasse belegt ist...
Da ist es einfacher die eine Stunde irgend wo (ab) zuwarten wo der Zug niemanden stört.
Cloakmaster
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Beitrag von Cloakmaster »

Die zu vereinigenden oder zu trennenden Züge dürften allesamt in gleicher zeitlicher Relation zu einander losgefahren sein, egal was auf der Uhr steht. Bei der Frühjahr Umstellung wird ja auch durchgefahren. Nur kommen da die Nachtzüge eben mit 1 Stunde Verspätung an. Dementsprechend wären sie heute eben ausnahmsweise eine Stunde zu früh.

Das schlimmste, was ich mir dabei vorstellen kann ist, daß man in zB München aus Rom kommend so früh ankommt, daß die S-Bahn noch nicht fährt, ergo eine Stunde Aufenthalt am Bahnhof, die der FG mit dem aktuellen Procedere noch in seinem Abteil hätte schlafen können. Manche aber würden sich sicher über diese eingelegte Kaffeepause am Bahnhof mehr freuen, als über eine zusätzliche Stunde im Zug.
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Beitrag von einen_Benutzernamen »

Bei mir ist es so das Ich entweder munter bleibe und um 23 - 05 ankomme und "sofort" daheim ins Bett komme oder wenn Ich schon ein Bett habe dann will Ich auch richtig schön ausschlafen. Wenn Ich sehe was die aktuellen Schlafwagen so kosten dann würde Ich mir 1h auch nicht nehmen lassen wollen.
mapic
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Beitrag von mapic »

Cloakmaster @ 25 Oct 2020, 07:24 hat geschrieben:Das schlimmste,  was ich mir dabei vorstellen kann ist, daß man in zB München aus Rom kommend so früh ankommt,  daß die S-Bahn noch nicht fährt
Aus Rom kommt man in München um 08:53 Uhr an. Vor 6 Uhr kommt in München überhaupt kein Fernverkehr an. Von daher existiert dieses Problem zumindest in München wohl eher nicht.
Was schon eher gegen das Durchfahren spricht ist, dass man damit bei manchen Zügen nicht nur Ankunfts- sondern auch Abfahrtszeiten um eine Stunde nach vorne schieben würde.
Stammstrecke
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Beitrag von Stammstrecke »

Der Nachtzug aus Venedig wäre dann aber schon sehr früh in München. Um 05:10 will ich am Sonntag nicht in München ankommen. Viele S-Bahnen fahren da nur alle 40min.

Übrigens kann es auch zu Trassenkonflikten mit normalenTageszügen kommen, wenn die Züge 1h vor Plan fahren. Da muss man sich schon genauer anschauen, welchen Zug man wie ankommen lassen kann.
lokführerin12
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Beitrag von lokführerin12 »

Die Zeitumstellung wird ja jedes Jahr diskutiert, aber ändern tut sich ja dann doch nichts :( Für uns ein leidiges Thema für die, die es nicht betrifft einfach nur egal :(
Was steht auf dem Grabstein eines Lokführers

Der Zug ist abgefahren
Eisenbahngirl1990
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Beitrag von Eisenbahngirl1990 »

lokführerin12 @ 30 Nov 2020, 15:14 hat geschrieben: Die Zeitumstellung wird ja jedes Jahr diskutiert, aber ändern tut sich ja dann doch nichts :( Für uns ein leidiges Thema für die, die es nicht betrifft einfach nur egal :(
Da gebe ich dir vollkommen recht. Wie lange jetzt schon darüber diskutiert wird, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden soll. Und was ist bis jetzt passiert... wie immer nix!

Da bleibt nur (wie sonst auch) warten & hoffen. :(
Das Leben gleicht der Eisenbahn. Je flacher das Leben, desto schneller die Fahrt.
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rautatie
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Beitrag von rautatie »

Eisenbahngirl1990 @ 7 Feb 2021, 16:38 hat geschrieben:
Da bleibt nur (wie sonst auch) warten & hoffen. :(
Ich hoffe weiterhin, dass die Zeitumstellung nicht abgeschafft wird (oder wenn, dann die dauernde Sommerzeit bleibt). Wenn es auch im Sommer abends früh dunkel wird, finde ich es tatsächlich nicht so angenehm, und für mich ist die Zeitumstellung definitiv das kleinere Übel (aber mir ist bekannt, dass die große Mehrheit der Deutschen händeringend die Abschaffung fordert - ich ticke eben manchmal anders als die Mehrheit).
Wo ist das Problem?
Hot Doc
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Beitrag von Hot Doc »

Tatsächlich gab es ja mal eine europaweite Befragung. Die Mehrheit ist für eine Abschaffung und dabei für die Beibehaltung der Sommerzeit.

Ich sehe das ebenso. Die Umstellerei wurde aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt und hat ihr wirschaftliches Ziel klar verfehlt. Jedes Jahr kostet das Aufwand und löst - glaubt man den Schlafmediziniern - auch bei vielen Patienten Schlafprobleme aus. Es gibt aus meiner Sicht absolut keinen Grund für die Beibehaltung.

Jetzt ist die Frage Sommer- oder Winterzeit. Für mich steht das fest: Sommerzeit! Ich möchte, wenn ich abends aus der Arbeit komme noch zumindest ein wenig haben vom Tag (zu dem auch ein paar Sonnenstrahlen gehören). Klar, im tiefsten Winter wird das trotzdem nix bringen, aber gerade in der Übergangszeit hat man eben eine Stunde mehr Zeit.
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Lobedan
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Beitrag von Lobedan »

Die europäische Konsens ist: Abschaffen schnellstmöglich.
Danach hört der Konsens aber auch, da die entsprechende Zeitzone sich über ein derart weites Gebiet erstreckt, dass die Menschen am einen Ende lieber dauerhafte Sommerzeit und die am anderen Ende lieber dauerhafte Winterzeit haben möchten, damit die Helligkeit in Sommer wie Winter halbwegs sinnvoll sind.
Sich auf das Mittel davon, also 30 Minuten zwischen Sommer- und Winterzeit zu einigen, wird vermutlich aber auch nicht drin sein, weil man dann ja um 30 Minuten zu den meisten Zeitzonen verdreht ist (obwohl es solche Gegenden bereits auf der Welt gibt).
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autolos
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Beitrag von autolos »

Hot Doc @ 8 Feb 2021, 13:08 hat geschrieben: Tatsächlich gab es ja mal eine europaweite Befragung. Die Mehrheit ist für eine Abschaffung und dabei für die Beibehaltung der Sommerzeit.

Ich sehe das ebenso. Die Umstellerei wurde aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt und hat ihr wirschaftliches Ziel klar verfehlt. Jedes Jahr kostet das Aufwand und löst - glaubt man den Schlafmediziniern - auch bei vielen Patienten Schlafprobleme aus. Es gibt aus meiner Sicht absolut keinen Grund für die Beibehaltung.

Jetzt ist die Frage Sommer- oder Winterzeit. Für mich steht das fest: Sommerzeit! Ich möchte, wenn ich abends aus der Arbeit komme noch zumindest ein wenig haben vom Tag (zu dem auch ein paar Sonnenstrahlen gehören). Klar, im tiefsten Winter wird das trotzdem nix bringen, aber gerade in der Übergangszeit hat man eben eine Stunde mehr Zeit.
In der Tat ist es ein Irrtum, dass es eine europaweite Befragung gegeben hätte. Es gab wohl eine Seite im www, auf der eine Meinung abgegeben werden konnte. Extrem wenige Menschen haben dort eine Meinung abgegeben, in den verschiedenen Ländern auch noch dramatisch unterschiedliche Anteile. M.W. waren es aber nicht einmal 1 % der Europäer:innen. Dass Herr Juncker das zum Anlass genommen hatte, eine Abschaffung der europäisch einheitlichen Sommerzeit zu betreiben, war schon ziemlich starker Tobak, wie ich finde. In Zeiten, wo die Majorität der Bevölkerung mindestens eine Reise in eine andere Zeitzone pro Jahr unternimmt, finde ich das "Schlafstörung"-Argument nicht hinreichend. Zudem gibt es außerordentlich viele Menschen, die an einem Tag pro Woche erheblich später zu Bett gehen, was einer persönlichen Zeitumstellung gleich kommt. Daher finde ich auch hier das Argument nicht stichhaltig genug.
Für die, die sich anmaßen über den Wert und Unwert anderer zu urteilen: Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Mühldorfer
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Beitrag von Mühldorfer »

Meine Meinung:

Probleme im Frühjahr habn nur die Bürger die diese Probleme mit der Zeitumstellung haben wollen und diese schmerzgenußvoll gut pflegen!

Kinder, kleine Kinder, defakto machen alle Familien an jedem Wochenende eine Reise in dern Atlantik zu Ortszeit utc -1, also nach 15° westlicher Länge und in der Nacht von So auf Mo wieder nach 15° Ost, Görlitz.

Freitag, Frühstück um 6:45, Schulbus um 7:15, am Sonnabend früh wann Frühstück? Am Sonntag morgen lange schlafen und wundern dass Sonntag Abend das Einschlafen nicht klappt?

Dann zur Frühjahresumstlleungmal nich auf die Kanaren am Wochende fiktiv verreisen.
Beobachter
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Beitrag von Beobachter »

Lobedan @ 8 Feb 2021, 13:37 hat geschrieben:
Sich auf das Mittel davon, also 30 Minuten zwischen Sommer- und Winterzeit zu einigen, wird vermutlich aber auch nicht drin sein, weil man dann ja um 30 Minuten zu den meisten Zeitzonen verdreht ist (obwohl es solche Gegenden bereits auf der Welt gibt).
Das gibt es u.a. innerhalb von Australien, mit 30 Minuten Zeitunterschied zwischen benachbarten Bereichen. Wenn die Europäer sich nicht anders durchringen können, wird dies die einzige Lösungsmöglichkeit sein.
Cloakmaster
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Beitrag von Cloakmaster »

Mir war die Umstellerei schon immer ziemlich gleichgültig. Ist halt so, und gut.

Wobei die "verlorene Stunde" eben mit einem Achselzucken zu einer Stunde weniger Schlaf führt(e), die "gewonnene Stunde" meist aber zu einer Stunde länger Wochenend-Party genutzt wird/wurde.

Aber ich kenne andere, deren Biorythmus durch die "nur eine Stunde" halbjährlich durcheinander gerät, daß sie für mindestens eine halbe Woche nicht zu gebrauchen sind. Manche stecken die Umstellerei einfach weniger gut weg, als andere. Von da her: Mei, hat seinen Zweck nie erfüllt, also kann es auch weg. Es wird wohl kaum einer hinterher trauern. Aber für mich geht die Welt auch nicht unter, wenn da noch 20 Jahre darüber diskutiert wird, ob sie nun abgeschafft wird, oder nicht.
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TramBahnFreak
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Beitrag von TramBahnFreak »

Persönlich kann ich bei dem Gejammer, dass diese eine Stunde Unterschied ja soo schlimm wäre und den gesamten Schlafrhythmus nachhaltig (zer)stören würde, nur müde lächeln und freue mich für die Jammerer, dass sie keine anderen Probleme haben.

Grüsse von einem, der letzten Donnerstag von 15 bis 23 Uhr gearbeitet hat und morgen von 3 bis 11 ran darf... ;)
AndiFant

Beitrag von AndiFant »

Die besagte Umfrage war leider nicht repräsentativ. Vor allem waren wenig Antwortgeber aus Regionen dabei, die am westlichen bzw. östlichen Rand der MEZ/MESZ Zeitzone leben.

Wenn man die Zeitumstellung abschafft und auf permanente Sommerzeit umstellt, ist das für Menchen z.B. in Galizien eine Zumutung. In Santiago de Compostela ginge die Sonne um die Jahreswende dann erst um 10:05 auf. Die Folge wäre, dass Spanien eine eigene Zeit einführen würde und Portugal dann eine um eine weitere Stunde verschobene Zeit wählen würde.

Deshalb sollte man dieses Thema nicht nur aus der deutschen Sicht betrachten.
Hot Doc
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Beitrag von Hot Doc »

An autolos: es ist kein Irrtum. Es gab eine europaweite Umfrage und ja es haben gut 1% der Menschen abgestimmt (sehr unterschiedlich verteilt in den verschiedenen Ländern).
Nur um das das in Zahlen auszudrücken, das würde bedeuten, für eine Wahlumfrage 800.000 Deutsche zu befragen, um eine ähnliche Stärke zu erhalten. Meistens reichen den Demoskopen da aber wenige Tausen Menschen.
Bei einer Ja/Nein-Frage die mit 70-80% sehr deutlich ausfällt, ist das ein enormer Wert.

Man kann sich übigens auch die Ergebnisse nach einzelnen Ländern anschauen und sieht dabei, dass nicht so sehr die östlichen und westlichen Länder dagegen waren, sondern witziger Weise die südlichen. Vorne mit dran Griechenland, Malta und Zypern. Die sind vielleicht froh, wenn es abends im Sommer nicht so lange heiß ist und haben durch die schneller untergehende Sonne auch nicht so viel von der verlängerten blauen Stunde.

In Spanien sollte sich eigentlich überhaupt nichts ändern, da haben wir heute schon im Sommer die gleiche Zeit wie wir.
Portugal war schon immer eine Stunde hinten.
Es muss ja auch nicht ganz Europa eine Zeitzone haben. Oder man richtet halt das Leben etwas anders aus. Selbst innerhalb Deutschlands machen die Bäckereien aber auch die Uni oder Schulen z.B. in Dresden etwas früher auf (zumindest meine Erfahrung im Vergleich zu München). Warum in Rumänien nicht schon um 7 öffnen?
Das hat aber mit der ZeitUMSTELLUNG primär nichts zu tun.
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autolos
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Beitrag von autolos »

Hot Doc @ 8 Feb 2021, 23:52 hat geschrieben: An autolos: es ist kein Irrtum. Es gab eine europaweite Umfrage und ja es haben gut 1% der Menschen abgestimmt (sehr unterschiedlich verteilt in den verschiedenen Ländern).
Nur um das das in Zahlen auszudrücken, das würde bedeuten, für eine Wahlumfrage 800.000 Deutsche zu befragen, um eine ähnliche Stärke zu erhalten. Meistens reichen den Demoskopen da aber wenige Tausen Menschen.
Bei einer Ja/Nein-Frage die mit 70-80% sehr deutlich ausfällt, ist das ein enormer Wert.

Man kann sich übigens auch die Ergebnisse nach einzelnen Ländern anschauen und sieht dabei, dass nicht so sehr die östlichen und westlichen Länder dagegen waren, sondern witziger Weise die südlichen. Vorne mit dran Griechenland, Malta und Zypern. Die sind vielleicht froh, wenn es abends im Sommer nicht so lange heiß ist und haben durch die schneller untergehende Sonne auch nicht so viel von der verlängerten blauen Stunde.

In Spanien sollte sich eigentlich überhaupt nichts ändern, da haben wir heute schon im Sommer die gleiche Zeit wie wir.
Portugal war schon immer eine Stunde hinten.
Es muss ja auch nicht ganz Europa eine Zeitzone haben. Oder man richtet halt das Leben etwas anders aus. Selbst innerhalb Deutschlands machen die Bäckereien aber auch die Uni oder Schulen z.B. in Dresden etwas früher auf (zumindest meine Erfahrung im Vergleich zu München). Warum in Rumänien nicht schon um 7 öffnen?
Das hat aber mit der ZeitUMSTELLUNG primär nichts zu tun.
Sorry, Hot Doc, aber es gab KEINE europaweite Umfrage. Es wurde online eine Frage veröffentlicht, auf die nicht allgemein hingewiesen wurde. Die Frage wurde von Personen beantwortet, die zufällig mitbekommen haben, dass es diese Frage gab. Die Antworten sind in keiner Weise repräsentativ und daher auch demeskopisch vollkommen wertlos. Auch die Tatsache, dass es zwischen den Ländern deutliche Unterschiede gab zeigt, dass die Ergebnisse der "Befragung" keinen echten Wert haben.
Für die, die sich anmaßen über den Wert und Unwert anderer zu urteilen: Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Hot Doc
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Beitrag von Hot Doc »

autolos @ 9 Feb 2021, 11:28 hat geschrieben: Sorry, Hot Doc, aber es gab KEINE europaweite Umfrage. Es wurde online eine Frage veröffentlicht, auf die nicht allgemein hingewiesen wurde. Die Frage wurde von Personen beantwortet, die zufällig mitbekommen haben, dass es diese Frage gab. Die Antworten sind in keiner Weise repräsentativ und daher auch demeskopisch vollkommen wertlos. Auch die Tatsache, dass es zwischen den Ländern deutliche Unterschiede gab zeigt, dass die Ergebnisse der "Befragung" keinen echten Wert haben.
Sorry, aber da machst du es dir aus meiner Sicht viel zu einfach.
Es war keine Bürgerbefragung im Sinne eines Bürgerentscheides, wo jeder angeschrieben wird. Ja.
Es war aber eine offene Befragung aller EU-Bürger, die in JEDEM Land auch angekündigt wurde. Man hat als Bürger auch die Pflicht sich zu Themen zu informieren.

Inwieweit die Antworten rerpäsentativ sind oder inwieweit man demoskopische Aussagen ggf. anhand andere Angaben der Befragten treffen kann, kann ich mit den mir vorliegenden Daten nicht sagen.
Wenn dir nicht wesentlich mehr Angaben zu den Ergebnissen vorliegen als mir, du auch nicht. Deine Behauptung ist also durch nichts belegt.

Warum sollten die Ergebnisse keinen Wert haben, nur weil es unterschiedliche Ergebnisse gab? Diese Schlussfolgerung ist überhaupt nicht nachvollziehbar.
Es ist ja zudem so, dass die Ergbnisse (mit Ausnahme der 3 genannten Staaten, die interessanter Weise alles Inselstaaten sind bzw. sehr viele Inseln haben) in allen anderen Staaten deutlich für eine Abschaffung waren.
Selbst Malta hat (wenn auch nur sehr knapp) dafür gestimmt. Das nächste Land wäre Italien mit 66% PRO Abschaffung.

Die Zahlen sind ja auch auf keinem Auge knapp. Da müsste schon ein sehr selektiver Teil der Bevölkerung abgestimmt haben, dass der Wunsch einer Abschaffung von 84% noch kippt.

Sorry, aber deine Argumentation erinnert mich an einen Trump, der meint wegen 100 falsch gezählter Stimmen, würde er noch eine Chance sehen, die ganze Wahl anzufechten.
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autolos
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Beitrag von autolos »

Hot Doc @ 9 Feb 2021, 12:06 hat geschrieben: Sorry, aber da machst du es dir aus meiner Sicht viel zu einfach.
Es war keine Bürgerbefragung im Sinne eines Bürgerentscheides, wo jeder angeschrieben wird. Ja.
Es war aber eine offene Befragung aller EU-Bürger, die in JEDEM Land auch angekündigt wurde. Man hat als Bürger auch die Pflicht sich zu Themen zu informieren.

Inwieweit die Antworten rerpäsentativ sind oder inwieweit man demoskopische Aussagen ggf. anhand andere Angaben der Befragten treffen kann, kann ich mit den mir vorliegenden Daten nicht sagen.
Wenn dir nicht wesentlich mehr Angaben zu den Ergebnissen vorliegen als mir, du auch nicht. Deine Behauptung ist also durch nichts belegt.

Warum sollten die Ergebnisse keinen Wert haben, nur weil es unterschiedliche Ergebnisse gab? Diese Schlussfolgerung ist überhaupt nicht nachvollziehbar.
Es ist ja zudem so, dass die Ergbnisse (mit Ausnahme der 3 genannten Staaten, die interessanter Weise alles Inselstaaten sind bzw. sehr viele Inseln haben) in allen anderen Staaten deutlich für eine Abschaffung waren.
Selbst Malta hat (wenn auch nur sehr knapp) dafür gestimmt. Das nächste Land wäre Italien mit 66% PRO Abschaffung.

Die Zahlen sind ja auch auf keinem Auge knapp. Da müsste schon ein sehr selektiver Teil der Bevölkerung abgestimmt haben, dass der Wunsch einer Abschaffung von 84% noch kippt.

Sorry, aber deine Argumentation erinnert mich an einen Trump, der meint wegen 100 falsch gezählter Stimmen, würde er noch eine Chance sehen, die ganze Wahl anzufechten.
Du bist offenbar einer der Menschen, die zufällig von der "Umfrage" erfahren haben. Da du ja selber sagst, dass die keine Informationen vorliegen, ist es schon mutig, den "Ergebnissen" eine so große Bedeutung beizumessen.
Für die, die sich anmaßen über den Wert und Unwert anderer zu urteilen: Die Würde des Menschen ist unantastbar!
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autolos
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Beitrag von autolos »

Da ich meinen Beitrag leider nicht editieren kann, hier ein Link zur Bedeutung der "Befragung":
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Lobedan
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Beitrag von Lobedan »

Unabhängig von dieser Umfrage war das Thema ja auch Thema im EU-Parlament, wo die Abschaffung der Umstellung mit 410:192 angenommen und schließlich an den EU-Rat weitergereicht wurde. Und dort hängt es seitdem fest, weil sich eben keine Einigung darüber erzielen lässt, welches die neue Standardzeit werden soll.
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